Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Die Jungs vom Bahnhof Zoo (2011), Laufzeit 84 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm
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von Rosa Von Praunheim,
In Die Jungs vom Bahnhof Zoo begleitet Regisseur Rosa Von Praunheim eine Gruppe von Strichern im Berliner rostituierten-Milieu. Anhand der Lebensgeschichten von fünf jungen Männern zeichnet der Regisseur nach, unter welchen Bedingungen die Männer in die Stricherszene gefunden haben. In der Dokumentation kommen neben den Prostituierten auch Stricherkneipiers, Streetworker und Freier zu Wort.
Mehr Bilder (7) und Videos (1) zu Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Cast & Crew
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Rosa Von Praunheim
Regie
Schauspieler
-
Rosa Von Praunheim
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Bahnhof Zoo
- Handlung
- Callboy, Homophobie, Homosexueller, Prostitution, Schwuler, Straßenstrich, Stricher, Stricherszene
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst
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Drehbuch
Filmdetails Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Trailer zum Film Die Jungs vom Bahnhof Zoo
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Kritiken (1) — Film: Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenRosa von Praunheim, einst Regisseur zahlreichen schwulen Ulks, Mediendiva über Gebühr und öffentlicher Outing-Nötiger, gehört ja nun schon seit einiger Zeit zu den interessantesten Dokumentarfilmern Deutschlands. Seine Milieustudien und teils auch hochpersönlichen Arbeiten laufen längst nicht mehr nur pflichtschuldig, sondern wegen ihrer großen Sorgfalt in der Erstellung von Einblicken in Subkulturen, Szenenischen und Zwischenräume des Alltags auf sämtlichen hiesigen Festivals. "Die Jungs vom Bahnhof Zoo", co-produziert vom NDR und rbb, schildert die Entwicklung von Strichern und Callboys in Berlin seit dem Fall der Mauer. Fünf von ihnen begleitet Praunheim, lauscht ihren unterschiedlichen Geschichten und lässt außerdem Freier, Barkeeper und Sozialarbeiter zu Wort kommen. Mit größter Zurückhaltung und fast teilnahmslos dokumentiert der Film Schicksale – selten fragt Praunheim in den Gesprächen nach, nie bohrt er in der Vergangenheit seiner Protagonisten. Gewohnt souverän gelingt es ihm damit, durch Zusammenführung und Montage mehr über die von ihm interviewten Menschen zu zeigen, als diese in den Gesprächen artikulieren wollen und vielleicht auch können. Dank der besonderen Unterschiedlichkeit aller Protagonisten in ihren Lebenswegen, Motivationen und Schlussfolgerungen entwirft der Film ein vielfältiges und komplexes Bild über ein Thema, das anderswo nach wie vor von viel zu vielen Klischees bestimmt wird.
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Kommentare (3) — Film: Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Kommentar schreibenjetteleli 2012/03/04 17:18:23
Kommentar löschenEine sehr bewegende Dokumentation über die Jungs, die ehemals am Bahnhof Zoo anschaffen gegangen sind. Die Zeichnung durch die ERfahrungen, die die Männer gemacht haben, wird in vielen persönlichen Interviews deutlich. Mich lässt dieser Film auch nach über eine Woche nicht ganz los. Rosa von Praunheim geht hier ganz klassisch-sachlich vor, ohne große Beeinflussung. Aus der Montage ergibt sich eine Diskussion zwischen den Jungs, zwei etwas exzentrischen Freiern, den Sozialarbeitern und den Kneipern. Eine kleine Parallelwelt, die teilweise so weit weg und teilweise so nah erscheint.
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Janus Winter 2011/03/11 02:50:01
Kommentar löschenDIE JUNGS VOM BAHNHOF ZOO (STRICHER war lediglich ein Arbeitstitel, die Filminfo bei moviepilot ist falsch) ist eine (gerade für Berliner) sehr interessante, teils sehr bewegende Milieu-Studie, die Rosa von Praunheim mit einer recht wertfreien, beinahe emotionslosen Haltung angelegt hat. Die Perspektive ist weit gefasst, verschiedene Stricher-Karrieren werden angerissen, wobei die Biographie des Protagonisten Daniel das zentrale Motiv ist. Auf der anderen Seite kommen auch Freier zu Wort, darunter der offen pädophile, exzentrische österreichische Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent Peter Kern, der 1992 mit GOSSENKIND ein viel beachtetes Drama über Pädophilie und Kinder-Prostitution schuf.
Man kann der Dokumentation eigentlich nicht viel vorwerfen. Sie ist sachlich, an nur wenigen Stellen voyeuristisch, immer aber ohne moralische Be/Ver-Urteilung. Mir persönlich fehlt eine Vertiefung der psychischen Schädigung durch die Prostitution. Das kommt in der Fülle der verschiedenen Sichtweisen zu kurz. Gerade beispielsweise im Interview mit Peter Kern, der erstaunlich offenherzig ist, aber in seiner Egomanie die Konsequenzen für die Stricher komplett ausblendet, sich selbst nur als Opfer sieht. An einer Stelle sagt ein Sozialarbeiter, dass die negativen Auswirkungen erst später, oft nach Beendigung der Stricher-Karriere, auftauchen. Leider verfolgt der Film diese Aussage nicht weiter, obwohl das eigentlich ein zentraler Aspekt ist. Ich unterstelle nicht, dass Rosa von Praumheim hier bagatellisiert, das Leiden der Betroffenen wird in jedem Interview deutlich, aber es bewegt sich im üblichen, bekannten Rahmen (HIV, Drogen, Gewalt) ohne individuelle Differenzierung.
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veseria 2011/02/15 23:15:31
Kommentar löschenIrgendwie sollte hier mal was aktualisiert werden!
Da der Film ja nun Auf der Berlinale gelaufen ist, könnte hier ruhig mehr stehen!
Besonders der Titel könnte mal geändert werden. In den richtigen!^^
Naja freue mich den mal zu sehen!
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