Angst essen Seele auf
Angst essen Seele auf (1974), DE Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.03.1974
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35 Kommentare
Keine
von Rainer Werner Fassbinder, mit Brigitte Mira und El Hedi ben Salem
Emmi (Brigitte Mira) ist um die 60, Witwe und verdient ihr Geld als Putzfrau. Ihr eintöniger Alltag endet abrupt, als sie sich in den 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali (El Hedi ben Salem) verliebt. Ihre Heirat wird zum Skandal und das Paar bekommt die Ablehnung seiner Umwelt in voller Härte zu spüren: Emmis erwachsene Kinder schämen sich ihrer Mutter, die Nachbarn tuscheln, die Arbeitskollegen verachten sie und der Kolonialwarenhändler weist Emmi sogar aus dem Laden. Doch die junge Ehe wird nicht nur von außen bedroht. Die innere Krise wird deutlich, als Ali ein Verhältnis mit einer Kellnerin beginnt.
Mit Angst essen Seele auf führt Rainer Werner Fassbinder seine Adaptionen von Douglas Sirk -Filmen fort. Die Übertragung der Hollywood-Melodramatik Sirks auf das deutsche Kleinbürgertum in Kombination mit der stilistischen Inszenierung Fassbinders, schuf etwas völlig Neues. Der Film trug entscheidend zum Durchbruch des Neuen Deutschen Films im Ausland bei.
(Quelle: OMDB)
Cast & Crew
- Genre
- Ehedrama, Melodram, Sozialdrama, Drama, Romanze
- Ort
- Deutschland
- Handlung
- Affäre, Araber, Ausländer, Coca-Cola, Deutsch-Türkisches Zusammenleben, Dieb, Diebstahl, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Eifersucht, Einsamkeit, Eltern-Kinder-Beziehung, Entlassung aus dem Gefängnis, Essen und Trinken, Freundschaft, Geld, Glücksspiel, Großmutter, Jukebox, Klassiker, Kneipe, Krankenhaus, Lebensmittelhändler, Liebe, Magengeschwür, Mann-Frau-Beziehung, Mechaniker, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutter-Tochter-Beziehung, Nacktheit, Polizei, Pyjama, Rassismus, Rauchen, Regen, Reinigungskraft, Tanzen, Ungeselligkeit, Untermieter, Verwandtschaft, Vorurteil, Weinen, Witwe, Zerrüttete Beziehung, Zigarette
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Traurig, Verstörend
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Kritiken (6) — Film: Angst essen Seele auf
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Das „Fremde“ und „Unbekannte“ will jedoch nicht akzeptiert werden und wenn Ali doch ein Lächeln geschenkt wird, dann nur aus eigendienlichen Gründen. Fassbinder entblättert die kleinbürgerliche Rassendiskriminierung, alles erscheint grau und kalt, doch die zweisame Schönheit, gefangen in der äußeren Hässlichkeit, wird zunehmend erdrückt von den eigenen Ängsten und Veränderungen erweisen sich nicht immer als Verbesserungen, sondern offenbaren neue, persönliche Probleme. "Angst essen Seele auf" ist ein einfühlsames, zeitloses und deshalb erschreckendes Drama der wichtigsten Sorte. [...]
Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen[...] In schmucklos-tristen Bildern seziert der Film (dessen Arbeitstitel „Alle Türken heißen Ali“ fast noch besser gepasst hätte) dabei nicht weniger als den deutschen Kleingeist und die Probleme eines Zuwanderungslandes, das mental noch immer auf Abschottung zu setzen scheint. Der Blick von Fassbinder, der sich selbst in der Bürgergesellschaft, die ihn umgab, nie wirklich wohl fühlte, ist ein pessimistischer; auch, oder gerade weil eine ungleiche Romanze als Aufhänger seiner Geschichte dient. Die Liaison von deutscher Putzfrau und marokkanischen Gastarbeiter (großartig: Brigitte Mira und El Hedi ben Salem) ist bei ihm kein Hort der Wärme, sondern eine aus der Not geborene Zweckgemeinschaft zweier einsamer Seelen, und selbst das schlussendliche Zusammenfinden scheint eher auf Gewöhnung den Liebe zu fußen, und steht unter keinem guten Stern.[...]
Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
doctorgonzo Wed, 04 Jan 2012 12:29:45 -0000
Antwort löschenVielleicht etwas zu gnädig, weil er mich zwischenzeitlich doch gern mal sehnsüchtig an der Uhr drehen ließ. Vom Umgang mit der Thematik her aber zweifellos ein großer Film.
Hitmanski Wed, 04 Jan 2012 13:07:44 -0000
Antwort löschenIch würde ihn zwar auch nicht unbedingt als "kurzweilig" bezeichnen, aber auf seine Art und Weise fand ich schon durchweg "unterhaltend".
Anj S: Mann beisst Film
Kommentar löschenAuffällig ist die wenig pompöse Darstellung im Film, der zudem keinerlei musikalische Szenenuntermalung aufweist. Sicher ist dies ein Stilmittel, um nicht von den wahren Handlung und den Dialogen abzulenken, was sehr gut zu „Angst essen Seele auf“ passen zu scheint, denn immerhin geht es hierbei um eine ernste und reale Problematik, der es keiner künstlichen Untermalung bedarf, um erschreckend zu sein und nachdenklich zu stimmen.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenEin Meer von Blicken – bohrende Blicke – ist nahezu alles, wovon sich Rainer Werner Fassbinder in „Angst essen Seele auf“ bedient, um ein Liebesdrama zu bebildern. So gewinnt der Film auf eine ganz eigene Art viel Kraft, obwohl er zu direkt ist um wirklich authentisch zu wirken und obwohl er so minimalistisch daherkommt, dass er beinahe langatmig ist. [...]
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenToller Deprifilm!
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenJa es ist ein wichtiger Film, der eine wichtige Thematik behandelt und für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war. Und ja Biggi Mira spielt gut. Dennoch hat der Film für mich in seiner freudlosen Art wenig Unterhaltungswert und ist ein gutes Beispiel für das was in den 80ern gern despektierlich als "Deprifilm" bezeichnet wurde.
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Kommentare (29) — Film: Angst essen Seele auf
Punsha Sun, 04 Nov 2012 17:30:59 -0000
Kommentar löschenHauptsächlich ist Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk sicherlich als Antwort auf den naiven, deutschen Kleingeist und auf die fremdenfeindlichen Reaktionen zwei Jahre nach der Geiselnahme von München zu sehen, doch dient "Angst Essen Seele Auf" auch als eine Kritik an grundlegende veraltete Muster unserer Gesellschaft, indem hier Liebe, egal welchen Alters und egal welcher Abstammung, keinen gesellschaftlichen Normen unterliegt und das Recht haben sollte, in jeder möglichen Form, auch als einfachen Ausdruck der Verbundenheit, zu existieren. Die 60-jährige Witwe und Putzfrau Emmi hat sich in den 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali verliebt. Das Paar bekommt sogleich die Ablehnung ihrer Umwelt in voller Härte zu spüren. Der Marokkaner sei ein dreckiges, primitives Schwein, die Bindung sei vollkommen unanständig und würdelos. Entgegen dieser naiven Voreingenommenheit demaskiert Fassbinder die Scheinheiligkeit der Deutschen in zahlreichen Szenen, die die eigene Sittenlosigkeit untermauern oder die Gesamtheit betrachtend die Widersprüchlichkeit des Fremdenhasses aufzeigen, so zum Beispiel wenn der deutsche Ehemann seiner Frau Schläge androht, falls sie ihm kein Bier holt oder wenn in Hitlers ehemaligem Stammlokal der Stirn runzelnden Emmi ein "Aperitif" angeboten wird. Als blödsinnige Absurdität entlarvt, bleibt jedoch jene Feindseligkeit gegenüber Ausländern eine nur schwer erklärliche Größe in dieser tristen Welt, ein riesiges Fragezeichen, ein Paradoxon. Ebenso bleibt der gemeinsame Kampf zweier einsamer Menschen für Respekt und Akzeptanz ein hoffnungsloser, der Blick in die Zukunft verheißt nichts Gutes, und auch heute noch kann man jenes Problem längst nicht als gelöst ansehen, auch wenn bereits Fortschritte gemacht wurden und der hier dargestellte offensichtliche Rassismus meist nur noch einer der unterschwelligen Sorte ist. So ist "Angst Essen Seele Auf" nicht nur ein hell leuchtender Stern der deutschen Filmlandschaft, sondern auch ein extrem lehrreicher, Horizont erweiternder und kritischer Beitrag, der nicht nur im schulischen Lehrplan einen festen Platz einnehmen sollte.
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his_poisongirl Thu, 19 Jul 2012 12:33:17 -0000
Kommentar löschenEiner der besten deutschen Filme die ich jemals gesehen habe. Brigitte Mira spielt die Emmi so überzeugend, dass man sie einfach gern haben muss. Auch heute noch ist dieser Streifen topaktuell.
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AgentGuhl86 Thu, 12 Jul 2012 19:42:43 -0000
Kommentar löschenWieder ein überragendes Beispiel, dass nicht viel passieren muss, um Unterhaltung mit Niveau an den Mann/an die Frau zu bringen. "Angst essen Seele auf" ist ein anatomischer Blick auf eine verkommene Gesellschaft, deren herausstechendste Eigenschaften Intoleranz, Neid, Egoismus, Non-Bildung (?) und "falsche" Gruppendynamiken sind. Das ist Kern des Films und wird anhand der Ehe zwischen Ali und der von Brigitte Mira großartig verkörperten Hauptfigur dargestellt.
Ich wäre zwischendurch gerne mal ins Filmgeschehen reingerutscht um diesen dämlich-tratschenden Weibern das Maul zu stopfen, d.h. der Film ist definitiv emotional ansprechend, es sei denn man teilt die geäußerten und intoleranten Meinungen der Nebencharaktere. 8 Punkte!
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Filmkenner77 Sat, 30 Jun 2012 11:38:53 -0000
Kommentar löschen"Angst essen Seele auf" ist nicht nur Fassbinders vielleicht bekanntestes und vor allem im Ausland geschätztestes Werk, sondern auch ein Sozialdrama, das vor allem zum Zeitpunkt seiner Entstehung puren gesellschaftlichen Sprengstoff darstellte. Die Geschichte einer einfachen Putzfrau im fortgeschrittenen Alter, die sich in einen dunkelhäutigen, viel jüngeren Gastarbeiter verliebt, diesen schließlich heiratet und mit scheinbar unüberbrückbaren gesellschaftlichen Ressentiments konfrontiert wird, beeindruckt vor allem durch seine schnörkellose Klarheit, ohne jedoch jemals belehrend zu wirken. Fassbinder hält einer bigotten, von Doppelmoral und Scheinheiligkeit geprägten Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vor, so dass der Zuschauer unweigerlich Scham und Wut verspürt.
"Angst essen Seele auf" führt den Zuschauer zurück in eine Zeit, in der Diskriminierung und Xenophobie noch wesentlich unverblümter den Alltag bestimmten. Gerade in seiner Deutlichkeit schockiert der Film heute.
Fassbinder schuf mit "Angst essen Seele auf" ein loses Remake des Sirk-Klassikers "Was der Himmel erlaubt" (1955) und setzte seinem Vorbild Douglas Sirk nach dem zwei Jahre zuvor entstandenen "Händler der vier Jahreszeiten" ein weiteres Denkmal. Ihm gelingt es nahezu perfekt, die Geschichte aus dem biederen Amerika der 50er Jahre in die deutsche Gegenwart der frühen 70er Jahre zu transportieren.
Fassbinder verbindet eine ungewöhliche Liebesgeschichte mit einer gesellschaftlich relevanten Thematik zu einer kongenialen Mischung. Durch seine karge, oftmals spröde Bildsprache schafft es Fassbinder, den Fokus einzig auf die Geschichte zu legen. Auf jegliche Ausschwückung oder Romantisierung wird gänzlich verzichtet. Ein in jeder Hinsicht starkes Plädoyer für Toleranz.
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JackoXL Wed, 27 Jun 2012 22:07:49 -0000
Kommentar löschenBei der Punktevergabe tue ich mich etwas schwer, deshalb liegt mein Statement zu der letzten Fernsehausstrahlung so lange zurück.
Inhaltlich ist Fassbinder ein wirklich zeitloser Film gelungen. Vorurteile, Spießbürgertum, die kultivierte Höflichkeit endet spätestens dann, wenn "der Fremde" Einzug in den eigenen Wohlfühlkreis hält. Die Aussage des Film hat nichts an Wirkung verloren und wird sie trauriger Weise wohl auch nie. Wenn der fremdländische Kerl mir das Essen serviert oder das Klo repariert ist das in Ordnung, wenn er in mein Haus einzieht, in meinem Laden einkaufen will oder am aller schlimmsten, plötzlich ein Familienmitglied ist, hört die "Toleranz" aber ganz schnell auf. Das zeigt Fassbinder glasklar und sehr deutlich, fast schon überdeutlich. Deswegen war ich mir gar nicht so sicher, ob ich das nicht zu extrem obendrüber fand. Letztendlich dürfte das aber Stilmittel gewesen sein. Es wirkt wie eine krasse Überzeichnung der Realität, bei der Figurenzeichnung und deren Darstellern. Im realen Leben wäre das in der Quintessenz genau so, in seiner Präsentation wirkt das etwas statisch und künstlich. Aber, wie man ließt, ich habe mir darüber Gedanken gemacht und bin zu dem Schluß gekommen, dass dies vielleicht so gewollt war. Vielleicht soll diese Überzeichnung das Problem bei den Hinterläufen packen und wach rütteln, dem Leben einen Spiegel vorhalten, der ein vereinfachtes, aber im Kern wahres Bild wiedergibt. Nicht nur vielleicht, sogar sehr wahrscheinlich.
Unbestreitbar großartig ist Brigitte Mira, grandiose Leistung. Gerade weil ihre Figur als wohl einzige nicht gekünstelt und klischeehaft wirkt, sondern so echt, einsam und bedauernswert, dass ich wahnsinnig mit ihr mitleiden konnte. Wenn sie eingeschüchtert "ein Cola" bestellt, dabei nur mit spöttischen Blick belächelt wird, sich dabei aber nur nach etwas Zuneigung sehnt. Diese bekommt sie, aber für einen hohen Preis und mit der Ernüchterung versehen, das auch Selbstaufopferung nicht zwangsläufig mit Treue belohnt wird. Das sind die Momente, die "Angst essen Seele auf" ganz groß machen. Ich habe mich etwas schwer getan und darüber nachdenken müssen, aber eigentlich ist das ja kein schlechtes Zeichen. Das ein Film erst auf mich wirken muß, gibt es heute nicht mehr so oft. Jetzt kann ich ohne Zweifel sagen, dieser Film hat mich beschäftigt, und das will ich hiermit huldigen.
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Markbln Thu, 28 Jun 2012 11:09:15 -0000
Antwort löschenDas ist so schön, dass du "den" Cola zitierst. Dieses einzelne grammatikalische Stilmittel legt einen ganzen Kosmos der Figur dar. Eine grandiose Szene und ganz eindeutig eines von Fassbinders Glanzstücken. Brigitte Miras sowieso.
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JackoXL Thu, 28 Jun 2012 20:46:06 -0000
Antwort löschenMira ist sensationell. Ich habe wirklich Mitleid mit ihr gehabt. Tragische, auf den Punkt perfekt verkörpert. Der Film hat etwas bei mir gebraucht, trotzdem oder vielleicht genau deshalb super.
Kamell Sun, 01 Jul 2012 09:15:43 -0000
Antwort löschenWenn ich mich recht erinnere, war einer der fünf Ehemänner Brigitte Miras tatsächlich Ausländer und sie hat auf einem Filmfestival darüber gesprochen, dass ihr die Rolle so lag, weil sie manche Szenen 1:1 erlebt hat. Fassbinder hat sich das zunutzen gemacht - vieles ist als gar nicht übertrieben (leider).
annaberlin Sat, 23 Jun 2012 21:09:40 -0000
Kommentar löschenVielleicht der beste deutsche Film überhaupt - und damit meine ich den wichtigsten. Lange habe ich mich nicht getraut, etwas zu diesem Film zu sagen, der noch nicht mal der beste Fassbinder ist. Was er aber ist, ahne ich nach dem vierten Mal heute: Ein Stück deutscher Kultur, welches unsere Gesellschaft anschiebt. Und das immer noch. Nichts aus diesem 70er Jahre-Film ist veraltet. Wenn Ali das Attentat von München erwähnt und sagt, davor sei alles besser gewesen, erinnert es stark an den 11. September. Danach haben alle behauptet, erst dann sei es schlimm für "die Ausländer" geworden, davor wäre es ja okay gewesen. Aber nein, das stimmt nicht. Die Deutschen als Volk haben noch so viel Weg vor sich, Integration kann niemals nur von einer Seite abstammen. Wir müssen ehrlich sein und sagen: Wir sind skeptisch, wir haben Angst vor "dem Ausländer". Aber: Angst essen Seelen auf, Angst darf kein Konzept für eine Gesellschaft sein und das wollen wir ja auch nicht. Wir wollen offen sein, liberal, liebenswürdig, wir wollen nichts mit Hitler und dem Dritten Reich zu tun haben, jeder von uns hat spanische Freunde, marokkanische, US-Freunde, wir sind ja ach so offen. Aber dann geht's plötzlich um die Wurst und du fragst dich: Wenn meine kleine Schwester einen Tunesier heiratet, bin ich frei von Vorbehalten? Bin ich ein offener Mensch? Ein freier Mensch? Oder sehe ich sie versklavt mit fünf Kindern in Tunesien und sie muss wie die weiße Massai fliehen zurück ins achso freie Deutschland? - Was dieser Fassbinder mir antut? Er stellt meine eigene und damit die gesellschaftliche Multikultidenke in Frage und zeigt den nur einen richtigen Ausweg: Nichtdeutsche Staatsangehörige müssen massiv gefördert werden, behördliche Angelegenheiten extrem vereinfacht und vermenschlicht werden und das Bild immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Wir sind immer noch meilenweit davon entfernt, ähnlich dem kanadischen oder amerikanischen Modell eine multinationale Gesellschaft zu sein. Ich will dorthin, meine Freunde wollen dahin - aber es funktioniert nur es durch aktives Bestreben, nicht durch passives Zuschauen.
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Titan30 Sat, 23 Jun 2012 19:05:26 -0000
Kommentar löschenDieser film ist voller Klischees. Dieses aufgesetzte gebrochene deutsch klingt voll bescheuert. Die Schauspieler sind schlecht. Und trotzdem hatte der film Humor und dazu noch etwas fesselndes so das ich ihn die ganze Zeit gefesselt und interessiert geschaut habe.
Und dabei bin ich nur aus Langeweile beim zappen dabei hängen geblieben.
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Mr. Pink Sat, 23 Jun 2012 12:31:55 -0000
Kommentar löschenDer Film mit dem wunderschönen Titel erzählt eine ebenso schöne, aber auch bedrückende Liebesgeschichte in einer von Hass und Intoleranz geprägten Umgebung. Die Dialoge waren mir zum Teil fast schon zu gestelzt, ansonsten ist "Angst essen Seele auf" allerdings ein gelungener Film, der durchaus nah geht, weil man sich wegen der warmen, teilnahmsvollen Inszenierung gut in die Protagonisten und deren dramatisches Schicksal versetzen kann.
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KilianPai Thu, 21 Jun 2012 12:51:57 -0000
Kommentar löschenEigentlich ein Schöner Film, doch leider viel zu vorhersehbar. Nichts an der Handlung war überraschend oder unvorhergesehen. Die Charaktere waren sofort klar und deutlich offen gelegt, der Plot simpel und nachvollziehbar. Zu seiner Zeit wahrscheinlich noch wesentlich eindrucksvoller, heute ist das Ganze etwas zu plump.
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Sinister Kid Thu, 21 Jun 2012 07:37:56 -0000
Kommentar löschenEinen Punkt Abzug für die überzeichnete Sprache Alis.
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benutzerbenutzer Wed, 20 Jun 2012 23:51:40 -0000
Kommentar löschenSicherlich ist manches ziemlich gewöhnungsbedürftig an diesem für mich ersten Film von Rainer Werner Fassbinder. Das fängt bei den ungewöhnlichen Protagonisten, die weit entfernt vom heute üblichen Schönheitsideal sind, an, setzt sich in der teils grotesken Überzeichnung mancher Situationen fort und hört auch bei dem äußerst spärlichen Musikeinsatz, der jene Betroffenheit, wie sie heute im Kino häufig durch Musik suggeriert werden soll, noch nicht auf. Hat man sich aber an diese Umstände gewöhnt, erwartet den Zuschauer ein wirklich sehenswerter Film zur Frage nach dem Umgang mit Fremden in Deutschland, der sicherlich auch heute noch aktuell ist.
Zwar wirkt das Gezeigte manchmal etwas übertrieben, darin liegt aber gerade der Reiz des Films, da er so auf den ganz alltäglichen, unterschwellig bei eigentlich so ziemlich jedem vorhandenen Vorurteilen (die einem oftmals gar nicht selbst bewusst sind) aufmerksam macht und dadurch zu einer eigenständigen Aussage findet.
Was Fassbinder in den Situationen, in denen das Liebespaar besonders drastisch mit Anfeindungen konfrontiert wird, den Schauspielern in den Mund legt, ist vielleicht nicht das, was jemand im wirklichen Leben sagen würde (vor allem nicht zur eigenen Mutter), es ist aber ganz sicher das, was viele Menschen denken und heute aus Angst, in ihrer Intoleranz bloßgestellt zu werden, nicht einmal mehr aussprechen. An ihrem latent vorhandenen Rassismus ändert das allerdings herzlich wenig. Genau diese festgefahrenen Denkmuster wollte Fassbinder meines Erachtens hier anprangern, und es ist mehr als verständlich, dass er dazu durchaus drastische Mittel wählte, die Szenen teilweise verfremdete und den Zuschauer somit ständig auffodert, über das Gesehene zu reflektieren.
Zwar wird im Verlauf des Films deutlich, dass "Angst essen Seele auf" eigentlich mehr Lehrstück als die Geschichte eines Liebspaares ist, aber dennoch stört es nicht selten, dass der Film immer wieder Auslassungen in der Entwicklung der Liebe der beiden Protagonisten zugunsten seines Kernthemas vornimmt, so ist zum Beispiel die Spanne zwischen dem Kennenlernen der beiden und ihrer Heirat viel zu knapp bemessen. Und auch den Schauspielern merkt man, vermutlich aus oben genanntem Grund, etwas zu oft an, dass sie eben "nur" spielen (obwohl gerade die beiden Hauptdarsteller sehr stark sind).
Aber das sind kleine Schwächen in einem sonst starken Film, bei dem schließlich die Aussage im Vordergrund steht, und die stimmt bei "Angst essen Seele auf" ganz gewiss. Dabei verlässt sich der Film allerdings nie ganz auf diese Aussage, sondern versucht, eine eigene Geschichte zu erzählen, und entlässt das ungleiche Paar, das er dankenswerterweise nicht romantisch verklärt, sondern auch die Probleme schildert, die mit dieser ungleichen Beziehung verbunden sind, am Ende in eine ungewisse Zukunft.
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fkfilmkritik Sun, 10 Jun 2012 13:28:59 -0000
Kommentar löschen"Das Glück ist nicht immer lustig."
Sensibles und minimalistisches Melodram über den kleinbürgerlichen Rassismus in dem Umfeld der 70er. In seiner Thematik wird "Angst essen Seele auf" in jedem Fall zeitlos bleiben. Die Figuren, die hier entworfen werden dürften möglicherweise leicht konstruiert wirken, geben diesem Film aber doch eine unglaubliche Intensität. Fassbinder geht es vor allem um das gesellschaftliche Miteinander. Über die pessimistisches Beobachtungsgier unserer Mitmenschen. Seine konzentrierte Inszenierung, die in den passenden Momenten Distanz und Nähe zu seinen Figuren zulässt, schließt taktisch klug einen immer enger werdenden Teufelskreis um die beiden Hauptpersonen, die wirklich höchstbewegend und glaubhaft, sowohl von Brigitte Mira als auch El Hedi ben Salem, gespielt werden. "Angst essen Seele auf" ist ein - ganz besonders für Fassbinder - sehr deprimierender Film. Ein Unwohlsein im Wohlsein. Ein Höllenritt im Glück. Eine gedankenorientierte Tristesse.
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Canis Majoris Wed, 11 Jan 2012 22:39:14 -0000
Kommentar löschenEiner der sehr wenigen wirklich guten deutschen Filme nach 1943.
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FumerTue Wed, 20 Jun 2012 21:31:27 -0000
Antwort löschenUnd was gab es 1943 für einen guten deutschen Film?
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Sinister Kid Thu, 21 Jun 2012 07:36:49 -0000
Antwort löschen:-D
Canis Majoris Mon, 06 Aug 2012 03:08:24 -0000
Antwort löschenMünchhausen natürlich, what else?!
Roco De Long Tue, 10 Jan 2012 20:38:42 -0000
Kommentar löschenRainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" erzählt die ungewöhnliche Liebesgeschichte der älteren Dame Emmi (Brigitte Mira) und des deutlich jüngeren Marokkaners Ali (El Hedi ben Salem).
Inspiriert von Douglas Sirks "All That Heaven Allows" verlegt Fassbinder die Geschichte ins Deutschland der 1970er Jahre, in dem es Unterschiede in Alter und besonders Nationalität der Liebenden sind, die bei der Umwelt auf Intoleranz und Zynismus stoßen.
Nach dem großen Vorbild von Sirks Melodramen kommt der Bildsprache auch bei "Angst essen Seele auf" eine entscheidende Bedeutung zu. Ist die Mise-en-Scène bei Sirk jedoch bis ins Detail komponierter Ausdruck überbordender Leidenschaften, bestechen die Bilder von Kameramann Jürgen Jürges durch Reduktion. Die asketische Kamera bleibt dezent im Hintergrund und lenkt den Fokus somit stets auf die Geschichte dieses ungleichen Paares, das seine Liebe inmitten der Engstirnigkeit seiner Mitmenschen zu bewahren versucht.
Fassbinder beobachtet das zwischen(un)menschliche Verhalten der Spießer treffend und überzogen, fast schon satirisch. Daraus entsteht eine teils absurd wirkende Präzision der Dialoge. Alis Aussprache, aus der auch der zentrale Satz und Titel des Films hervorgeht, wirkt aus heutiger Sicht wie die sprachhistorische Parodie von gebrochenem Ausländerdeutsch. All das ist natürlich mehr als komischer Selbstzweck, erwächst aus dieser Sprachgestaltung doch eine figurenbezogene Einfachheit: im Falle der Mitmenschen einfach dumm; im Falle Alis einfach ehrlich.
Was den Film herausragend macht, ist, dass er nicht nur als böse und entlarvende Gesellschaftssatire funktioniert, sondern als Liebesdrama ebenso bewegt. In ihrer Aufrichtigkeit zueinander und ihrer rührenden Allianz gegen den Rest der Welt fungieren Emmi und Ali als strahlendes Exemplar für den Glauben an die Liebe und den Mut, sich über Konventionen hinweg zu setzen.
So ergeben kleine Gesten in zurückhaltenden Bildkompositionen am Ende einen großen Film. Mit seinem ungewöhnlichen Inszenierungsstil, seiner ästhetischen Schlichtheit und emotionalen Direktheit gehört "Angst essen Seele auf" zum Stärksten, was das Deutsche Kino in den 70er Jahren und bis heute hervorgebracht hat.
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Le Samourai Tue, 10 Jan 2012 21:52:52 -0000
Antwort löschenFinde ich zwar alles ganz und gar nicht (Wenders und vor allem Herzog sind da weitaus stärker gewesen), aber trotzdem schön geschrieben! Kommt morgen in den Klub der Söhne Blog! :)
Roco De Long Wed, 11 Jan 2012 17:12:18 -0000
Antwort löschenDeswegen ja auch "zum Stärksten", nicht etwas "das Stärkste"! Ich versuche mich ja stets in der Vermeidung von Superlativen zur Offenhaltung etwaiger Korrekturen.
Wobei unsere Stile da unterschiedlich sein dürften, da doch eine relativ hohe Anzahl deiner Texte die Zusätze "...aller Zeiten" oder "...der Filmgeschichte" trägt :)
Le Samourai Wed, 11 Jan 2012 17:17:37 -0000
Antwort löschenhehe, aber immer mit einem "vermutlich" oder "wohl" versehen! :)
AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 19:53:45 -0000
Antwort löschenHaste schön geschrieben und im Gegensatz vom Samurai stimme ich auch zu... diese spröde Ästhetik ist zwar heute antiquiert, aber gerade dieser antike Blick (...durch die Türrahmen, zB beim Hochzeitsmahl) ist fantastisch, und die geschichte ist "stark" - sowas erlebt man eigentlich nur im Film, in einem guten, ausgezeichneten Film - für mich zehn Punkte
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Markbln Tue, 17 Apr 2012 17:04:09 -0000
Antwort löschenFassbinder ist auf jeden Fall der Stärkste. Was er in 37 kurzen Jahren geschaffen hat, wird Wenders in 3 Leben nicht schaffen. "Angst..." ist wie viel Fassbinderwerke hochgradig stilisiert, Fassbinders Konzept entstandt aus dem so genannten Anti-Theater, was man hier noch schön erkennnen kann. Das ist keine method acting, sollte man einfach kapiert haben.
Le Samourai Sun, 13 May 2012 13:01:00 -0000
Antwort löschenWenders ist der vielleicht größte Poet unter den deutschen Filmemachern, der wie kein zweiter versteht, diese schwierige Sprache zu nutzen und was schönes draus zu machen. Fassbinders Stil sagt mir da weniger zu. Der Himmel über Berlin ist (neben Fitzcarraldo und M) für mich der beste deutsche Film aller Zeiten.
danseuse de rêve Sun, 08 Jan 2012 22:03:47 -0000
Kommentar löschen"Angst essen Seele auf" regt zum Nachdenken darüber an, wie man sich selbst gegenüber "Fremden" verhält. Ein kleines Manko für den Zuschauer ist das Alter des Filmes: Viele Situationen wirken überzeichnet, die gesellschaftliche Situation hat sich mittlerweile gewandelt.
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AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 19:55:30 -0000
Antwort löschenDas ist gerade der Vorteil, das Antike... es führt uns nämlich zurück auf nackte Empfindungen und Gedanken, hier bloßgestellt - es hilft der Behebung von Migrantenproblematik im Ansatz weit mehr als beispielsweise "Gegen die Wand"...
FumerTue Wed, 20 Jun 2012 21:42:24 -0000
Antwort löschenIch finde es gerade interessant, eine 60-jährige Frau zu sehen, die selbst noch "beim Hitler in der Partei" war... Ich mein, damals war es ganz normal, noch irgendwie was mit den Nazis zu tun gehabt zu haben, heute ist man da schon ein paar Generationen weiter; gleichzeitig aber weiß man, dass unsere Eltern zu dieser Zeit selber groß wurden... "Angst essen Seele auf" ist in sofern wichtiges deutsches Kulturgut, um auch als Kind des Internetzeitalters zu verstehen, wie die Menschen ein noch paar Dekaden vor einem gelebt haben und wie nahe wir noch am Nationalsozialismus dran sind.
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 17:42:22 -0000
Kommentar löschenANGST ESSEN SEELE AUF - der wohl tollste Titel der deutschen Filmgeschichte. Der tollste Film allerdings bei Weitem nicht.
Fassbinders Absichten sind sicherlich nachvollziehbar und respektabel; die stimmige, trostlose Inszenierung mag sogar über weiteste Strecken zu überzeugen und rettet den Film vor der Bedeutungslosigkeit, täuscht aber nicht über sein größtes Problem hinweg: das Drehbuch. Zum Abwinken klischeebeladen, weltfremd und schlicht hölzern. Jeder einzelne Charakter ist übertrieben, zu eindeutig, nicht ambivalent genug. Der Großteil der Dialoge ist unfassbar hölzern und von einem relativ talentfreien Ensemble (mit Ausnahme von Brigitte Mira) unüberzeugend vorgetragen, sodass ich leider des Öfteren das Gefühl hatte, in einem Laientheater einer deutschen Kleinstadt zu sitzen. Höhepunkt dessen ist die Zusammenkunft im Wohnzimmer mit den beiden Söhnen und der Tochter ("Jetzt musst du vergessen, dass du Kinder hast! ich will mit einer Hure nichts mehr zu tun haben!"). Total daneben.
Das Prädikat "sehenswert" hat der Film alleine der stilsicheren Inszenierung Fassbinders zu verdanken, dessen beobachtende, ruhige Kamera mir sicherlich am stärksten in Erinnerung bleiben wird.
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BigDi Sat, 07 Jan 2012 17:51:02 -0000
Antwort löschen"Übertrieben", kann man das denn heute so genau wissen? Ich sehe schon, du hattest Glück, solchen Menschen nicht im echten Leben begegnet worden zu sein...
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 17:54:36 -0000
Antwort löschenÜbertrieben einseitig. Der urbayrische, rassistische Verkäufer. Die gelangweilten, vorurteilsbehafteten Nachbarinnen. Die vorurteilsbehafteten Putzkolleginnen. Ali, der Vorzeigearaber. Der asoziale, rassistische Ehemann Emmis' Tochter. Usw usw...
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 17:56:13 -0000
Antwort löschenKlar gibt es so Menschen. Aber es war einfach zu viel des Guten, zu konstruiert. Dazu noch schlecht geschrieben und gespielt.
Roco De Long Sat, 07 Jan 2012 18:30:21 -0000
Antwort löschenDann muss ich meinen Text über den Film, der seit längerem unfertig auf dem Desktop liegt, wohl mal zum KdS-Ausgleich nachreichen :)
Für mich einer der besten deutschen Filme überhaupt. Natürlich ist das alles überspitzt! Es ist ja auch vielmehr eine bitterböse Satire, kein realistische Story. Aber wie BigDi schon anmerkt: so unrealistisch ist es ganz und gar nicht, wenn man bedenkt, was derartige Menschen - damals wie heute - wirklich denken.
(Hatte den Text vorher nicht ausgeklappt, deswegen der Brigitte Mira Edit)
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 18:30:42 -0000
Antwort löschenHehe, Roco meldet sich zu Wort, sehr schön! :) Wenn du genau lesen würdest, bildet Brigitte Mira die Ausnahme des schlechten Ensembles. Sie ist gut. Aber der Rest ist ja wohl wirklich zu hölzern und unüberzeugend.
Kannst den Text gerne posten, wird mal wieder Zeit für ein KdS-Battle!
Aber "einer der besten deutschen Filme überhaupt"? Sicherlich nicht! Nicht mal Top 10. Und dabei hab ich nur geschätzte 20 gesehen :)
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 18:31:49 -0000
Antwort löschenAh, ok. Zu spät ;)
BigDi Sat, 07 Jan 2012 18:49:00 -0000
Antwort löschenEinseitig, stimmt. Aber Fassbinder ging es wohl kaum um ein hochpräzises Gesellschaftsmodell mit Pros und Kons auf allen Seiten, sondern mehr um eine (bestimmt nicht unberechtigte) Anklage. In dieser Hinsicht halte ich persönlich die Figuren für zweckmäßig sehr gelungen.
Was Darsteller und Dialoge angeht, so mochte ich auch beides, bin aber auch ziemlicher RWF-Fanboy. ;) Aber die anderen Fassis, die ich geschaut habe, gefallen mir generell auch einen Ticken besser. Vor allem, weil sie durch ihren Sarkasmus indirekt noch bösartiger wirken und auch sind...
Roco De Long Sat, 07 Jan 2012 19:05:27 -0000
Antwort löschenDem Besitzer eines Beamers kann und will ich nicht widersprechen.
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 19:16:47 -0000
Antwort löschenHm, also die Dialoge gingen wirklich nicht klar! Nicht meine Art von Film/ Schauspiel. Aber ich geb' ihm noch ne Chance, denn jetzt kommen noch WELT AM DRAHT und FAUSTRECHT DER FREIHEIT dran. Speziell von ersterem erwarte ich einiges... ;)
Roco De Long Sat, 07 Jan 2012 19:27:29 -0000
Antwort löschenEy, nicht so schnell! Lass mal zusammen mehr deutsche Filme aufarbeiten demnächst. Meine Lücken sind immer noch viel zu groß.
BigDi Sat, 07 Jan 2012 19:52:48 -0000
Antwort löschen@ Le Samurai: War das dein erster Fassbinder? Wenn ja: Die Dialoge in seinen anderen Filmen sind definitiv witziger. ;) Siehe vor allem "Satansbraten": "Siest du die Pistole? Damit kann man schießen." - "Fliegen schießen?" - "Nein, Fliegen sollst du ficken, nicht schießen."
"Welt am Draht" ist natürlich großartig, lass dich vom mE etwas langatmigen Beginn nicht abschrecken, das entwickelt sich so krass zum Schluss...hach. *____*
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 20:04:08 -0000
Antwort löschenEi klar Roco, morgen Welt am Draht!? Dann können wir auch mal das Musikvideo besprechen und du könntest meine Gewürze mitbringen :)
@ BigDi: Jep, war mein erster! Hab aber wie gesagt vor, die Wichtigsten zu schauen. Auf Welt am Draht hab ich am meisten Lust!
BigDi Sat, 07 Jan 2012 20:17:02 -0000
Antwort löschenViele sagen zwar, dass "Angst..." der beste Einstieg wäre, finde ich persönlich nicht unbedingt, da diesem wirklich zu oft der typische Fassbinder-Witz fehlt.
"Welt am Draht" dürfte dir mehr gefallen - man gewöhnt sich mit der Zeit zudem an den (eigentlich superben ^^) stil. Die BRD-Trilogie ist auch keinesfalls zu missen, bin mir da sehr sicher, dass du Gefallen daran finden wirst. ("Ich bin Reporter, ich habe keine eigene Meinung!" etc.) ;)
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 20:19:33 -0000
Antwort löschen"Welt am Draht" gefällt mir bestimmt. BRD-Trilogie kommt auch dran! Wie gesagt, sein Stil, seine Art zu inszenieren sagt mir auf jeden Fall zu. Mich haben bei "Angst" halt vor allem das klischeehafte Drehbuch und die unzureichenden, hölzernen Darsteller gestört...
Filmsuechtiger Sat, 07 Jan 2012 20:45:44 -0000
Antwort löschenMit hölzernen Darstellern muss man bei Fassbinder immer leben können. Seine Filme haben andere Stärken. Tipp von mir: Warum läuft Herr R. Amok?
Filmsuechtiger Sat, 07 Jan 2012 20:46:48 -0000
Antwort löschenUnd wenn dir Melville und Godard zusagen unbedingt Fassbinders Debütfilm Liebe ist kälter als der Tod - mit Uli Lommel als Alain Delon-Kopie. :-)
Le Samourai Sat, 07 Jan 2012 21:11:27 -0000
Antwort löschenHehe, das klingt in der Tat gut! Na wie es scheint hab ich Fassbinder-Wochen vor mir!
the traveler Sun, 08 Jan 2012 01:10:38 -0000
Antwort löschenIch bin gespannt, wie dir "Welt am Draht" gefällt.
Le Samourai Sun, 08 Jan 2012 01:21:00 -0000
Antwort löschenIch auch!! :)
BigDi Sun, 08 Jan 2012 09:08:51 -0000
Antwort löschenalle voll im Fassbinder-Rausch hier, fein. :D
Le Samourai Sun, 08 Jan 2012 10:26:57 -0000
Antwort löschenNaja, "Rausch" würde ich das noch nicht nennen. Eher pflichtbewusstes Abarbeiten der deutschen Filmgeschichte :) Aber ich denke schon, dass mir "Welt am Draht" mehr zusagen wird als "Angst"...
Anoirja Sun, 08 Jan 2012 15:21:26 -0000
Antwort löschenNach "Welt am Draht" gleich mit "Die dritte Generation" fortfahren. ;)
Le Samourai Sun, 08 Jan 2012 15:28:18 -0000
Antwort löschenAhhh, hört mal auf!! :)
BigDi Sun, 08 Jan 2012 16:00:11 -0000
Antwort löschenNicht bevor du dich zu Gott Fassbinder bekennst, du Heide! :P
Le Samourai Sun, 08 Jan 2012 16:43:17 -0000
Antwort löschenNeeneenee, glaub nicht dass das passieren wird. Wenn schon deutsches Nachkriegskino, dann Herzog und Wenders! ;)
AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 20:00:59 -0000
Antwort löschenIch denke auch, du irrst, ich denke auch, du bist keine Theater-Kenner: Schade. Diese Reduzierung auf das Blanke, dir banal Erscheinende (du sagst "hölzern" - nicht zu unrecht) - das gerade ist die Stätke Fassbinders in diesem Film und anderen. Hölzern, das ist es doch genau, was die Nachbarn, die eigenen Kinder, den Kämer (herrlich gespielt!!!) "auszeichnet"! Dieses spröde, realistische, unlyrische, das kalte, Herzlose, übertrieben Triste - gerade das ist fassbinders Sicht, das ist das Gute am Film
Le Samourai Thu, 19 Jan 2012 20:08:43 -0000
Antwort löschenNa und für mich halt das Schlechte. Mit hölzern meine ich auch nicht nur das (mittelmäßige) Schauspiel, sondern auch die Dialoge, das Script. So redet kein Mensch. Eigentlich schade, denn die Intention ist sicherlich aller Ehren wert und kameratechnisch ist das Ding exzellent.
AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 20:35:26 -0000
Antwort löschenneee, das "Hölzerne" ist in Wirklichkeit Theatertext - in gute Brechtscher, später Müllerscher Diktion, es reduziert eben auf den kern der Aussage, besonders krass finde ich dabei die Szene, wo die Kinder mit Eliis Eheabsichten konfrontiert werden. Da wird gerade durch die schnöde Schroffheit der Aussagen die Stärke der Emotionen - gefühllos - dargestellt, das ist meisterlich. Wenn du das (inhaltlich) mit den Dialogen von Unterhaltungsserien a la "Der Doktor Arschgesicht und die klinik XY" vergleichst, dann musst du anerkennen, dass hier effektiv schwerer Inhalt projiziert wird...
Le Samourai Thu, 19 Jan 2012 20:44:26 -0000
Antwort löschenGerade das ist für mich die unglaubwürdigste, schwächste Szene. :)
Mit Unterhaltungsquatsch-Serien vergleichen geht gar nicht, die sind auf ganz andere (natürlich viel primitivere und schlechtere Weise) unglaubwürdig. Ich tu' mich immer schwer mit theaterhaften Filmen. Das passt irgendwie nicht. Ich liebe Theater, ich liebe Brecht, ich liebe Film. Aber alles zusammen geht irgendwie nicht klar. Deswegen konnte ich auch dem neuen Polanski (Carnage) nicht viel abgewinnen...
AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 21:12:35 -0000
Antwort löschenWenn du Brecht magst, dann musst die das Simple seiner Aussage mögen: Erst kommt das Fressen, dann die Moral... / Die Szene ist nicht unglaubwüridig, wenn man sie nicht als "realistisch" begreifen will. Sie ist symbolisch, der Film ist doch glasklar eine Parabel, überzeichnet um in 90 Minuten zu zeigen, was in 25 Jahren nach dem WK II alles noch nicht funktioniert hat...
Apropos theater: Bis 2012 wird hoffentlich der einzige Vaclav-Havel-Film synchronisiert sein, das ist dann ganz starker Tobak!
Le Samourai Fri, 20 Jan 2012 00:32:31 -0000
Antwort löschen:D Wenn du wüßtest, wie mein Patenonkel redet... Nein Quatsch, generell finde ich Fassbinders Dialoge nun mal einfach etwas zu hölzern, und speziell die Szene, wo sie ihren Söhnen von der Eheschließung erzählt, war für mich befremdlich und einfach nicht überzeugend. So würde niemand im normalen Sprachgebrauch reden. Absicht/ Symbolik hin oder her. Da gefällt mir jeder Padrino-Monolog hundertmal besser!
Und jetzt lasst doch mal gut sein, es ist ja ein guter Film, verdammt noch mal. :)
Markbln Tue, 17 Apr 2012 17:09:32 -0000
Antwort löschenoh gott, du kannst doch Fassbindertexte nicht 1:1 nehmen.
Le Samourai Tue, 17 Apr 2012 17:11:33 -0000
Antwort löschen:D Na wie denn sonst? 1:2?
Sepf Wed, 20 Jun 2012 21:29:52 -0000
Antwort löschenIch musste irgendwie den ganzen Film über an Brecht denken..
Mimuschka Tue, 09 Apr 2013 11:19:55 -0000
Antwort löschenviele filme zeichnen sich ja dadurch aus dass die leute eben nicht realistisch reden, ist ja z.B. in jedem zweiten film noir auch so, oder fellini, oder oder.... und die magst du doch? also zählt das argument "so redet doch kein mensch" nicht ;-)
Le Samourai Tue, 09 Apr 2013 11:25:00 -0000
Antwort löschenDas mag eventuell sogar sein, aber Fassbinders Filme sind nun mal in meiner Muttersprache. Und ich kann mit gestelztem deutsch absolut nichts anfangen.
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Mimuschka Tue, 09 Apr 2013 11:27:40 -0000
Antwort löschenok, aber ich kann im gegenzug mit schafen auf stelzen nichts anfangen, die wackeln immer so, was meinst du?
http://www.labbe.de/zzzebra/spielgeraete/stelzen5.gif
Le Samourai Tue, 09 Apr 2013 11:46:50 -0000
Antwort löschenSchafe auf Stelzen gehen in der Tat noch weniger klar als Fassbinderfilme.
David "Noodles" Aaronson Fri, 16 Dec 2011 06:21:18 -0000
Kommentar löschenEines von vielen großen Werken des Rainer Werner F. Der Höhepunkt seiner Douglas Sirk Phase, einfühlsam, fordernd und immer den Finger auf die offene Wunde gelegt. Im Gesamtwerk nimmt der Film nicht nur die 'obligatorische Abrechnung' mit Rassismus ein, sondern fügt sich nahtlos in ein Oeuvre, bestehend aus Außenseitertum, Abgrenzungen und Trotzigkeit, ein.
Die dunklen Schatten einer Gesellschaft, in der aber auch gar keiner wirklich gesellig sein will, breiten sich über die Hauptdarsteller Emmi und Ali gnadenlos aus. Beinahe unfassbare Szenen der Anfeindung finden durch die melodramatische Struktur direkten Anklang im Kopf und (wie soll ich’s anders ausdrücken?) im Herzen des Betrachters. Ja genau, die Leute stehen auch heute noch hinter den Fenstern, um zu gaffen, zu tratschen und was weiß ich nicht noch alles.
Das berüchtigte noch oben ducken aber nach unten treten wird mustergültig vorgeführt. Gott sei's Gedankt dass auf der Gesellschaftsleiter immer noch Menschen unter einem selbst stehen! Den 'unteren' muss nicht einmal mit jener glasigen Höfflichkeit begegnet werden, die sowieso nur für die besser akzentuierten reserviert ist. Und jeder sollte sich selbst fragen, ob er die Definition seines eigenen Ichs nicht hauptsächlich über aus- und abgrenzungen vollzieht. Die Beantwortung jener Frage würde die meisten, bei genauerer Selbstbetrachtung, sicher erschrecken (nehme mich da nicht aus). Gelebtes Motto: Ich und Wir das sind nicht die anderen!
In unseren filmischen Fall kommt noch eine widerliche Form der Ausländerfeindlichkeit dazu. Doch wie Frau Lorenz im Bonusmaterial sicher richtig bemerkte, ist schon das Wort Ausländer ein Unding an sich, welches, neben seiner verwaltungstechnischen Gebräuchlichkeit, bei nicht wenigen genau die Knöpfe und Schalter betätigt die oben genannte Ansichten in Gang setzen und/oder vervollständigen. Allerdings hätte es nahezu jeden - anderen eben - treffen können, das wird beim betrachten des Filmes mehr als deutlich, und darin liegt auch eine seiner großen stärken.
In dieser Form Ist "Angst essen Seele auf" für mich der bedeutendste Film, nicht nur von Fassbinder, sondern auch des gesamten neuen deutschen Films. Somit auch einer der besten Filme der je gemacht wurde.
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Puni Wed, 02 Nov 2011 13:58:19 -0000
Kommentar löschenMein erster Ausflug in die Welt des Rainer Werner Fassbinders, und dann gleich so eine Wucht. Der Film beschreibt den Zeitgeist von damals so authentisch, dass es einem fast schon Angst macht - egal ob Arbeiter, Nachbarn, Vermieter oder Ladenbesitzer - zwar kommt in hin und wieder der Verdacht auf, dass Fassbinder sich in Klischees verirrt, aber aufgrund der Glaubwürdigkeit kauf ich ihm wirklich jede Rolle ab. Es ist ebenso bemerkenswert, was der Film für eine Atmosphäre schafft - man könnte meinen, es handelt sich nicht um die Nachkriegs-, sondern um die Vorkriegszeit, in der der Antisemitismus auf die Deutschen übergriff, und es braucht nur noch einen Funken bis zur Explosion. Auch fährt der Film keine völlig klare Linie, wie man sie am Anfang vielleicht vermutet hätte. "Ali" ist auch nur Mensch und kein reines Opfer der Gesellschaft und der Fremdenfeindlichkeit, Emmi auch nicht nur die total liebenswerte, hingebungsvolle Ehefrau - Fassbinders Aussage wurde für mich aufgrund dessen auch nicht zu hundert Prozent klar, aber das macht vielleicht auch gerade den Reiz aus.
All das und die Inszenierung, die seines gleichen sucht, runden das Gesamtpaket so stark ab, dass man für 90 Minuten ohne einen Anflug von Langeweile dieser tollen, kleinen Geschichte folgt. Von Fassbinder muss ich noch viel mehr sehen.
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Florian Albrecht Wed, 02 Nov 2011 16:31:04 -0000
Antwort löschenwillkommen in der Welt Rainer Werner Fassbinders
neenchen Sun, 09 Oct 2011 16:40:31 -0000
Kommentar löschenEin interessanter Film, der sich mit dem Rassismus in Deutschland in den 70er Jahren beschäftigt. Der Film besitzt eine aufklärende Wirkung und versucht die Vorurteile dieser Zeit zu bekämpfen. Die Darsteller spielen ihre Rollen gut und das triste Leben ist gut in hässlichen, grauen Bildern eingefangen. Das Unverständnis, was die Hauptdarstellerin Emmi empfindet, wird gut vermittelt. Vor allem die drei anderen Putzfrauen sind das Paradebeispiel für deutsche (heute noch genauso existierende) Intoleranz.
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AASFRESSER Thu, 19 Jan 2012 20:09:37 -0000
Antwort löschenIch glaube, dass diese "deutsche" Intoleranz eben nicht mehr dieselbe ist, ich habe eine zeit in der Ukraine gelebt und lebe jetzt schon lange in Tschechien... ich glaube, das in punkto tumber Fremdenfeindlichkeit, Xenophobie etc. die deutschen wirklich eine Menge gelernt haben - im Vergleich zu jenen Nationen... /vergleichbare themen oder Filme in einer vergleichbaren zeit gibt es in beiden Gesellschaften nicht. Es ist ein, wenn nicht DAS Verdienst Fassbinders, menschliche Primitivität und Herzlosigkeit so zu zeigen, wie er es u.a. hier tut.
veseria Wed, 12 Jan 2011 22:54:19 -0000
Kommentar löschenWirklich ein guter Film und dann auch noch aus Deutschland. Ich war sehr positiv überrascht das der Film kein Overacting hat obwohl er so alt ist!
Und wenn man überlegt wie alt der Film ist, ist er doch sehr seiner Zeit vorraus und ich kann mir gut vorstellen, wie skandalös er früher gewesen sein muss.
Er zeigt aber die 100% Wahrheit. Leider hat sich nach 40 Jahren nicht viel getan und es gibt immer noch so hohe Ausländerfeindlichkeit. Zwar schon weniger als damals doch dafür gibt es jetzt die "Schwulenfeindlichkeit" die wirklich nicht so schön ist! Hoffe das es sich irgendwann so bessert, dass wirklich jeder Mensch gleiche Rechte hat. Aber 100% zum guten wenden wird es nie. Der Mensch ist einfach so!
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