Die Liebenden

Les bien-aimés (2011), CZ/FR/GB Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm, Kinostart 03.05.2012

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von Christophe Honoré, mit Chiara Mastroianni und Catherine Deneuve

Wer sagt, dass Liebe eine einfache Angelegenheit sei, ist entweder hoffnungslos naiv, glückselig – oder hat Liebe noch nicht in all ihren Facetten erlebt. Die Liebenden wirft einen nahezu epischen Blick auf die kleine Sache, die man Liebe nennt, ausgebreitet über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten und auf den zarten Schultern zweier Frauengenerationen verteilt:

Zunächst begleiten wir die junge Madeleine (Ludivine Sagnier), die im Paris der 60er Jahre die freie Liebe praktiziert (gerne auch gegen Geld), bis sie sich in einen ihrer Freier, den Tschechen Jaromil (Rasha Bukvic) verliebt. Gemeinsam gehen sie nach Prag und bekommen eine Tochter, Vera. Doch ihr Glück ist nicht von langer Dauer. Madeleine kehrt mit ihrer Tochter nach Paris zurück – ohne Jaromil.

Sie verlieren sich aus den Augen, Madeleine heiratet neu. Doch vergessen kann sie Jaromil nicht.
Die Jahre ziehen ins Land, doch das Schicksal der (unglücklich) Liebenden bleibt ihnen treu. Dies gilt nicht nur für Madeleine (nun gespielt von Catherine Deneuve) und Jarolim (Milos Forman), die sich in Paris wieder über den Weg gelaufen sind und eine emotional anspruchsvolle Affäre pflegen, sondern auch für ihre Tochter Vera (Chiara Mastroianni), die zwar mit Clément (Louis Garrel) zusammen ist, sich aber in Liebe zu dem Musiker Henderson (Paul Schneider) verzehrt. Wie auf einer Odyssee wandern die Liebenden durch die Zeit – und quer durch Europa und um die halbe Welt.

Hintergrund & Infos zu Die Liebenden
Die Liebenden (OT: Les bien-aimés) vereint in seinem Liebesreigen Drama und Komödie in der Form eines Musicals. Inszeniert wurde Die Liebenden von Christophe Honoré, der schon mit Chanson der Liebe sein Händchen für die Verquickung von Musik und Liebe bewies. Dort waren Ludivine Sagnier und Chiara Mastroianni bereits auch schon mit von der Partie.

Überhaupt die Franzosen: sie sprechen einfach die Sprache der Liebe, oder – vielmehr – sie singen sie. Und immer wieder erweisen sie den Stimmen dieser Liebe Ehre in Filmen wie La Vie en rose, die Hommage an Edith Piaf mit Marion Cotillard, oder Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte, mit Eric Elmosnino in der Rolle des ikonischen Herzensbrechers. Auch immer wieder gerne dabei: Catherine Deneuve. Seien es Die Regenschirme von Cherbourg, 8 Frauen oder jetzt Die Liebenden: Die Deneuve mag es, zu singen.

In die Liebenden gibt übrigens Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) ein seltenes Gastspiel als Schauspieler in der Rolle des tschechischen Liebhabers von Catherine Deneuve. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (10) — Film: Die Liebenden

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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5.0Geht so

Die Liebenden erinnert an die großartigen Momente in der Karriere von Deneuve und Marcello Mastroianni, aber der Film kann nicht daran anknüpfen.

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CINEMAN.ch

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2.0Ärgerlich

Wollen Catherine Deneuve und Milos Forman der Karriere von Deneuves Tochter Chiara Mastroianni mit einer Hauptrolle Schub verleihen? Ein schrecklicher Verdacht! Umso wichtiger wären dann aber eine packende Handlung und psychologisch verständliche Figuren. Leider hat man gerade da gespart, wo es am wengisten nützt, aber am meisten schadet: am Drehbuch. Dass auch noch «gesungen» wird, macht die Sache nicht besser.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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3.5Schwach

Die Liebenden ist ein wenig überzeugender Mix aus Liebesdrama und Musical. Der Abschlussfilm des Cannes-Filmfestivals 2011 versucht zu viel in einen Film zu packen und kommt so recht unausgeglichen daher.

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Marguerite Seidel

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8.5Ausgezeichnet

Die beiden [Mutter und Tochter auch im wahren Leben] lieben und streiten sich wie im echten Leben und erschaffen durch ihre magische Leinwandpräsenz eine traurigschöne Szene nach der anderen.

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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6.5Ganz gut

Wie schon in Chanson der Liebe baut Christophe Honoré auf die Kraft des Liedes, um seine Stimmungen und Themen auf einer anderen Ebene zu vertiefen. Die Lieder ersetzen geschriebene Dialoge und wirken wie innere Monologe - gesungen von den Schauspielern.

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Tamara Danicic: Bayern 3 Tamara Danicic: Bayern 3

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7.0Sehenswert

Das Thema Liebe erklingt in Christophe Honorés Tragikomödie mit Gesangseinlagen in unterschiedlichen Variationen und Tonlagen.

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Oliver Mai: Movie Maze Oliver Mai: Movie Maze

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4.0Uninteressant

Die Liebenden versucht Melancholie und Leichtigkeit zu mischen, liefert aber trotz seiner Länge nur beschränkte Einblicke in das Seelenleben der Charaktere.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Melodram und Wahrhaftigkeit, Pathos und Wirklichkeit schließen in diesem Liebesreigen einander nicht aus, sondern laden zu einer Achterbahn der Gefühle ein, die immer in Richtung Abgrund saust.

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Gaby Sikorski: Programmkino Gaby Sikorski: Programmkino

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8.0Ausgezeichnet

Mit viel Gespür für weibliche Befindlichkeiten lässt Christophe Honoré die Zeit mal rennen, mal rasen, mal sanft dahin gleiten. [...] Catherine Deneuve zeigt mit beeindruckender Grandezza und beiläufiger Souveränität den jungen Leuten, wie man in Schönheit und Würde altern kann.

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M. Seidel: Filmdienst M. Seidel: Filmdienst

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8.5Ausgezeichnet

Die Geschichten der Frauen gehen einem nahe, auch weil Honoré elliptisch erzählt und auf die intensivsten Momente fokussiert. Doch erst die Szenen, in denen die Handlung von Die Liebenden innehält und die sich sonst so libertär gebenden Figuren über ihre tiefsten Gefühle zu singen beginnen, bringen den Film zum Schimmern.

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Kommentare (2) — Film: Die Liebenden


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Sonja Hamann

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Bewertung5.0Geht so

ach dieser film enttäuscht mich aber sehr. catherine ist natürlich hinreißend, aber die handlung ist schon so lapidar und uninteressant und dann noch dieses blöde, unnatürliche gesinge.... ich finde diese musicaleinlagen höchst blöd

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Marie Krolock

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Liebesfilm mit Musicaleinlagen - das lasse ich mir doch nicht entgehen :) Bisweilen schien er mir zwar etwas lang, insgesamt habe ich den Kinobesuch aber nicht bereut. Die Lieder sind klasse und die Darsteller wunderbar. Ludivine Sagnier als kesse Schuhverkäuferin im Paris der 60er Jahre ist umwerfend! Toll auch Milos Forman als alternder Schwerenöter mit Catherine Deneuve als seiner ewigen Liebe.
Anfangs noch recht leicht, bekommt der Film eine immer düstere Note, die ich so gar nicht erwartet hätte. Gelungene Mischung!
http://www.youtube.com/watch?v=hHqUDLoypbc

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