Dogville

Dogville (2003), SE/NL/IT/FR/DE/US/NO/JP/GB/FI/DK
Laufzeit 170 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 23.10.2003

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7.5 Kritiker
57 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8 Community
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von Lars von Trier, mit John Hurt und Nicole Kidman

Auf der Flucht vor der Mafia landet Grace Mulligan (Nicole Kidman) in Dogville, einem abgelegenen Bergdorf mit nicht einmal 100 Einwohnern. Der dort ansässige Schriftsteller Tom Edison (Paul Bettany) überredet sie, sich erst einmal in Dogville zu verstecken. Er hofft den anderen Einwohnern durch die Hilfsbedürftige einige überfällige Lektionen in Sachen Bürgerpflicht und über das Wesen der Gemeinschaft beibringen zu können. Widerwillig lässt sich Grace darauf ein. Was folgt, erfüllt nicht direkt Toms Erwartungen, enthüllt aber viel vom Wesen der Gemeinschaft – und den dunklen Seiten der menschlichen Natur.

Regie-Maestro und Exzentriker par excellence Lars von Trier begann mit Dogville seine „USA – Land der Möglichkeiten“-Trilogie. 2005 folgte mit Manderlay der zweite Teil, in dem Bryce Dallas Howard die Rolle der Grace spielte. Die Realisation des dritten Teiles mit dem Titel Wasington steht noch aus. Seine Premiere hatte Dogville 2003 auf dem Filmfestival in Cannes und galt dort als heißer Favorit für die goldene Palme. Bei der Preisverleihung ging der Film jedoch leer aus.

Auffällig an Dogville ist die ausgesprochen karge Austattung des Films. Statt Häuser und Straßen als Filmkulissen sind lediglich Kreidestriche auf den Boden des Filmstudios gezeichnet. Mag diese reduzierte filmische Wirklichkeit illusionsstörend auf den Zuschauer wirken, so ist dies beabsichtigt: Dogville ist zum Teil inspiriert von Bertold Brechts “Ballade von der Seeraeuber-Jenny” aus der “Dreigroschenoper”. Aus diesem Stück des Meisters des epischen Theaters zitiert Grace denn auch an einer Stelle fast wortwörtlich. Dabei waren die Dreharbeiten von Dogville wohl recht beschwerlich: So wurde Paul Bettany von seinem Freund Stellan Skarsgård unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu der Mitarbeit an Dogville bewegt. Skarsgard behauptete vor dem Beginn der Dreharbeiten, die Arbeit mit von Trier sei “spaßig”, um einem vollkommen verdutzen Bettany dann bei der Arbeit zu erklären, dass das offensichtlich eine Lüge gewesen sei. (KJ)

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Kritiken (5) — Film: Dogville

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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5.0Geht so

Obwohl Lars von Trier seit jeher ein Regisseur ist, der sein komplettes Gesamtwerk darauf getrimmt hat, dass man zu ihm Stellung beziehen - es lieben oder hassen - muss, hat er mit "Dogville" ein Film vorgelegt, der - obwohl er gleichermaßen Abscheu wie Beifall hervorrufen wird - letztendlich Licht und Schatten gleichmäßig verteilt, und in Quintessenz weder Verriss noch Lobhudelei rechtfertigen würde.
Von Triers Inszenierung ist ungewöhnlich, und kann zu Beginn aufgrund des "Reiz des Neuen" beeindrucken, fügt sich aber auch nach der anfänglichen Gewöhnungsphase in das Gesamtkonzept ein und kann aufgrund dessen, den Vorwurf des Selbstzwecks zumindest verschleiern, wenn auch nicht gänzlich entkräften. Die Riege an Schauspielern hat das Konzept, in welchem sie sich bewegen, verinnerlicht, und kann so zu großen Teilen überzeugen. Die formale Ebene funktioniert genausso, wie man es vom Querkopf aus dem hohen Norden gewohnt ist.
Umso enttäuschender…

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

dbeutner

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Genau, gib ihm eine zweite Chance. Im Übrigen sind vTriers Referenzen an Brecht ja nun gewollt und offen darliegend, insofern prallt Dein Argument des vorletzten Absatzes doch etwas ab an vTrier.

Was mich aber eigentlich wundert und weshalb ich Deinen Kommentar kommentieren wollte: Du hast Du - jedenfalls jetzt gerade - Agent Cooper als Profilbild, aber kein Wort über die Referenz von vTrier an Lynch und TwinPeaks... Gerade gestern - ich sahe TP Folge 3 - wurde mir das so vehement um die Ohren gehauen, dass ich heute mal geschaut habe, wem das noch auffiel - und: es sind wenige ("Geister" als "Europas Antwort auf TP" ist ja schon eher bekannt). Aber hier zB: "Were you a “Twin Peaks” fan? You just might love this." (http://www.bloggernews.net/116743) -- und ich vermute, dass zumindest der erste Teil bei Dir zutrifft!?


Hitmanski

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Ich muss zugeben, die Referenzen an Lynch, bzw. "Twin Peaks" habe ich bisher auch noch nicht erkannt, was aber durchaus daran liegen kann, dass zwischen meiner letzten TP-Sichtung und "Dogville" doch einiges an Zeit vergangen ist - werde ich bei Gelegenheit aber mal überprüfen; eine Runde TP steht sowieso mal wieder an ;)

Stimmt, die Referenzen von "Geister" sind da auf jeden Fall offensichtlicher - soweit ich mich daran erinnere, ist ja sogar die Marketingschiene darauf angesprungen, die "Geister" mit TP hinten auf dem Cover verglichen hat.

Danke jedenfalls für den Linktipp :)


Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Der dänische Regisseur Lars von Trier ist vor allem Liebhabern von anspruchsvollen, ungewöhnlichen Filmen mit Niveau ein Begriff. In Skandinavien war er Mitbegründer des „Dogma-Films“ und zudem regelmässiger Gast bei den bekannten Filmfestspielen in aller Welt. Sein letzter großer Wurf war „Dancer in the Dark“, der in Cannes mit 2 Goldenen Palmen ausgezeichnet wurde.

In seinem neuesten Werk „Dogville“ stellt Herr vom Trier erneut die beschriebenen Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. In der beschaulichen kleinen Stadt Dogville führen die Einwohner ein tristes Leben ohne Höhepunkte. Da verirrt sich die junge Grace (Nicole Kidman) in das öde Bergkaff, verfolgt von einer Horde Gangster. Der idealistische Jungschriftsteller Tom nimmt sie in Schutz, versteckt sie erst vor den Gangster, dann der Polizei und setzt sich schließlich bei der Dorfversammlung bei den verängstigten Einwohnern dafür ein, dass Grace bleiben kann. Man trifft schließlich die Übereinkunft,…

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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10.0Herausragend

Lars von Trier war schon immer ein Zertrümmerer alter Formen und Stile und ein Erneuerer des Kinos. Den experimentellen ersten Filmen wie The Element of Crime, Epidemic und dem opulenten Europa folgten die filmische Selbstbeschränkung von DOGMA 95 und schließlich die Experimente mit Erzählformen des Theaters vor allem Brechtscher Herkunft, die schließlich in die USA-Trilogie mündet, deren Anfang Dogville markiert. Von Triers Auseinandersetzung mit den USA und der amerikanischen Lebensart haben dem Regisseur zwar viel Prügel eingebracht, doch der Faszination von Dogville kann man sich nur schlecht entziehen – mit minimalistischen Mitteln gelingt das beklemmende Bild einer Gesellschaft, die trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer moralischen Ideale allem Fremden gegenüber äußerst misstrauisch gegenübersteht.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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10.0Lieblingsfilm

Ein hochaktueller Diskurs in einer Zeit, in der die so lange bequem ausgeblendete Konfliktlösung mit gewaltsamen Mitteln plötzlich nicht mehr zu verdrängen ist. Grace war für die Menschen in Dogville eine Prüfung - sie haben sie nicht bestanden.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Von Trier zeigt auch, wie gute Menschen wegen ihrer Tugend gefürchtet werden. Wie die weniger Tugendhaften Güte zu zerstören suchen. Wie Vergebung in Rache umschlägt. Wie Gangster sich als humaner erweisen als der niederträchtige Nachbar. Wie man vielleicht töten muss, zum Wohl der Menschheit. Man darf das alles gar nicht zu Ende denken, sonst versinkt man rettungslos im Nihilismus.

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Kommentare (83) — Film: Dogville

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Skar

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Bewertung7.0Sehenswert

Puh, wirklich schwer diesen Film zu bewerten.
Auf der einen Seite muss man seinen Hut vor den zweifellos tollen schauspielerischen Leistungen, dem guten Drehbuch und der künstlerischen Umsetzung ziehen.
Das alleine sorgt aber noch nicht dafür, dass der Film auch über die doch sehr lange Spielzeit durchweg zu unterhalten weiß. Die Idee, den Film wie ein Bühnenstück zu drehen hat sich für mich leider schon sehr schnell abgenutzt und ich konnte den künstlerischen Zweck auch dafür schlichtweg nicht erkennen. Deswegen hat die Wahl der Darstellung auf mich etwas willkürlich als wirklich bedeutend für den Film und die Geschichte gewirkt. Hinzu kam noch, dass der Film die eine oder andere Länge aufweist und die Spannung nicht konstant aufrecht gehalten werden kann.
Nichtsdestotrotz ein guter und interessanter Film, dessen Bewertung je nach Geschmack sehr unterschiedlich ausfallen dürfte.

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donzel

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Bewertung9.5Herausragend

Wow! Vielleicht sollte ich Lars von Trier doch eine Chance gönnen, der Film hat es echt in sich.
Die Theateroptik mag zuerst etwas befremdlich erscheinen, doch sie erfüllt ihren Zweck voll und ganz: Der Blick wird ganz allein auf das Dorf, seiner Persönlichkeit und die ihrer Bewohner gerichtet. Die vorhandenen Mittel werden optimal eingesetzt, wie z.B das Licht (vorallem am Ende), und unterstützen die Atmosphäre des Filmes und die Stimmung der Bewohner grandios, so dass man irgendwann so von diesem Stil gefangen wird, dass man sich gar nichts anderes mehr in diesem Film mehr vorstellen kann.
Die Persönlichkeiten der Dorfbewohner werden von den Schauspielern bemerkenswert gut dargestellt, man bekommt einen tiefen Einblick in ihren Charakter.
Allen voran natürlich Nicole Kidman, die hier wirklich eine klasse Leistung abliefert.
Die Sinneswandel der Dorfbewohner, die kippende Stimmung in Dogville und das Aufkommen der verborgenen, wahren Persönlichkeiten sind absolut glaubwürdig, und man fängt selbst an, mit der Hauptdarstellerin zu verzweifeln.
Die Spannung baut sich Stück für Stück auf, bis sie in einem grandiosen Finale endet, welches einen sehr Nachdenklich und geschockt zurücklässt.
Ich hätte echt nicht gedacht, dass mich der Film so beeindrucken kann, da ich doch sehr skeptisch war, aber diese Skepsis hat sich dann doch sehr schnell verzogen.
Der Film regt sehr zum Nachdenken über moralisches Handeln, das Handeln in einer eingeschworenen Gemeinschaft, den innern "Hund" und ob man selbst auch so gehandelt hätte.
Absolut Empfehlenswert.

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Markbln

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Bewertung9.0Herausragend

Sowohl von Triers als auch Kidmans bester Film. Punkt.

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CJ1203

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Bewertung10.0Herausragend

Es ist wohl das Wort "Verständnis", das am meisten an Lars von Trier haftet. Mit seiner polarisierenden, aufwühlenden Art, seine Filme stets zu einem Für oder Wider zu trimmen, geht es ihm in keinem seiner Werke darum, Verständnis für sein Publikum, seine Charaktere oder gar sich selbst zu kreieren.
Die Leidensgeschichte der jungen Frau Grace (Nicole Kidman) "Dogville" ist wohl das anschaulichste Beispiel hierfür.

Eingeteilt in einen Prolog und neun Kapitel ist "Dogville" allein von seiner Aufmachung ein unkonventioneller Film. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, als sich das Setting als eine Theaterbühne zu erkennen gibt, auf der die Einwohner des nur skizzenhaft angedeuteten "Dogville" wandeln. Auch wenn diese Inszenierung lange Zeit ungewohnt wirkt, zeigt sie doch die Auswechselbarkeit des Dorfes. "Dogville" ist nicht ein tatsächlich geographisch festgemachter Ort, sondern ein Gebilde, das in vielen Städten und Dörfern exisiteren könnte.
Dafür orientiert sich Lars von Trier viel mehr an seinen Charakteren, denen es mit ihren Eigenarten ohne Weiteres gelingt, das Interesse der Zuschauer für sich zu gewinnen. Wenn man einmal Dogvilles schrullige Einwohner kennen gelernt hat, führen sie einen durch den gesamten Film und bleiben stets - auch in ihren Entwicklungen - glaubwürdig.
Auch der dramaturgische Rahmen, den die Erzählung spannt, ist in sich absolut schlüßig und logisch. Die Geschichte der schutzlosen Grace, die von Mafiosi verfolgt in "Dogville" Unterschlupf findet und - von der Polizei gejagt - zum Spielball der Willkür der Dorfbewohner wird, ist derart glaubwürdig, dass am Ende des Films keine Fragen offen bleiben.
Das, was "Dogville" jedoch einzigartig werden lässt, ist Lars von Triers Anliegen, das meisterhaft die Handlung bestimmt. Wenn die Dorfbewohner bemerken, wie sie von Graces Schutzlosigkeit und ihrer Zwangslage profitieren können, ist das schlichtweg großartig überlegt, wenn es auch rational und emotional mitreißend geschieht, hinterlässt der Film einen schier unfassbaren Eindruck tiefster Verletzlichkeit und Raffinesse. Wenn die Begierde der Dorfbewohner - egal welcher Natur auch immer - nach Grace Überhand gewinnt und sie dadurch jegliche Menschseins-Berechtigung verliert, sondern zu einem Sündenbock mutiert, dem alles angelastet wird, ist das beachtlich. Wenn Lars von Triers These am Ende dennoch lautet, dass sie kein "Verständnis" oder Mitgefühl zu erwarten hat, weil sie all das ohne Aufbegehren zugelassen hat und man ihm eigentlich Recht geben muss, dann macht er vieles, wenn nicht gar alles richtig. Ja, Lars von Trier nennt den Menschen, der sich zum Opfer machen lässt "arrogant", aber auch jenen, der andere für das scheinbare Gemeinwohl eines Dorfes (oder der Gesellschaft?) zum Opfer macht und für beide zeigt er in "Dogville" kein Verständnis.

Nach diesem Film bleibt noch zu sagen, dass man für Lars von Triers "Nazi"-Sager von Cannes kein Verständnis haben darf.
Aber Verständnis für Lars von Triers Anliegen?
Ja, das habe ich schon.

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Joeyjoejoe17

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Bewertung9.0Herausragend

Eine großartig erzählte Geschichte, die von großartig spielenden Darstellern verkörpert und mit großartiger Musik begleitet wird, braucht keine aufwendige Kulisse.

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Synovia

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Bewertung9.5Herausragend

Ein sehr langes Theaterstück, welches jedoch meiner Meinung nach, gar keine Längen enthält. Ein grausames Märchen, so grausam, wie sie in den Büchern geschrieben stehen.
Eingeteilt in 9 Kapitel, wohl eher Akte, und jedes enthält einen knackigen Mittelpunkt, der präzise zum Ausdruck gebracht wird. Die schauspielerischen Leistungen grandios. Kidman hat mir noch nie besser gefallen.
Alles vorhanden: Von A wie minimalistische Ausstattung über S wie Schuld und V wie verletzen/sein oder auch Vergeltung bis hin zu Z wie der zynische Erzähler.
Die Grausamkeit und somit das Unverständnis des Zuschauers ziehen ab der Mitte ordentlich an. Das letzte Kapitel ist somit wahrlich (fast) eine Erlösung, eine ziemlich schwarzhumorige noch dazu ;) ("Das schulde ich ihr.")
Die Kameraarbeit passt perfekt und noch besser fand ich den Schnitt. Vielleicht waren es auch einmal ein paar Filmfehler (Beispiel: Sie liegt auf dem Bett, zack, liegt mit dem Kopf auf seinen Beinen, zack, sitzt neben ihm), trotzallem lässt es das Gesamte in eine angenehme Skurrilität gleiten, die mich verzauberte.
Ein erwachsenes Märchen für erwachsene Menschen, die die Moral von Moral und Arroganz kennenlernen dürfen.
Danke, Lars.

Abzug mindestens für mein innerliches Schreien in einer Szene ( "Warum -zum Teufel- schläft sie jetzt ein und springt nicht aus dem fahrenden Wagen?!") Kenner werden wissen, was ich meine. Die Anderen dürfen darauf warten ;)

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J!GS4W

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Bewertung9.0Herausragend

Herr Doktor Freud hätte sicher Spaß an der psychoanalytischen Auseinandersetzung mit jeder einzelnen Figur des Filmes gehabt ..

Ohjemine, eine Positionierung ist gefragt.
Ich verstehe gleichermaßen Beschimpfungen und Lobhymnen auf dieses Werk von Lars von Trier und könnte auch selbst einen Roten hier verteilen, aber irgendwie ist mir gerade nicht danach.

Tja, der Lars ..

3 Stunden. Wir haben es hier also mit einem minimalistischen Mammutprojekt zu tun, klingt fast wie ein Oxymoron, aber nun gut, wenn der Lars was machen will, dann macht er es auch. Letztlich waren das auch 3 Stunden, die für mich gut investiert waren und ich kann nicht behaupten mich gelangweilt zu haben, im Gegenteil, ich bin erstaunt, welche Boshaftigkeit und welchen Zorn mir Herr von Trier gegenüber seiner Dorfbewohner entlockte. Und genau da setzt aber mein einer Kritikpunkt an, denn ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen kräftigen Ausbruch gewünscht und wäre es nur ein geschrienes "Fuck You" gewesen, aber das spart sich der Herr von Trier, mit seinem Knall wartet er tatsächlich bis ganz ganz ganz zum Schluss. Die Aufmachung ist brilliant, Lars von Trier beweist, dass er theaterfähig ist und selbst da nur spärlich Requisiten und Kulissen braucht um etwas Großes zu schaffen. Da hilft es natürlich ein paar Größen im Cast zu haben, sonst würde sich wahrscheinlich auch kaum jemand seine mutigen Filmchen ansehen. Der Mythos "von Trier" erweist sich mir immer mehr als oberflächlich kryptische, aber bei genauerem Hinsehen als mächtig depressive Chose voller dunkler Intelligenz.

"Dogville" ist ein etwas großräumigeres Kammernspiel, das den Zuschauer an die Abgründe der menschlichen Triebe führt und uns zeigt, was Einsamkeit und Bitterkeit aus uns machen können. Dabei ergibt sich dennoch die Katharsis, dass wir zu Güte fähig sind, wenn es sich Lars von Trier auch nicht nehmen lässt uns den Gewehrlauf direkt in die Fresse zu drücken. Wir sind atmende Materie, die auf den Abgrund zuläuft, wenn wir auch entscheiden können, wie wir das tun. Ernüchternd, ja, aber ebenso brilliant und wahr.

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Toblerone

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Bewertung9.0Herausragend

Großes Kino, wie man es vom Dänen gewohnt ist. Hier abgründig, intelligent und in faszinierend, schrulliger Optik mit der besten Erzähl-Stimme.

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Bohne_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich weiß nicht was ich über den Film sagen soll, ausser dass er ein Meisterwerk ist, der mit einer minimalistischen Ausstattung daherkommt und trotzdem vollends überzeugen kann.
Die unglaubliche Schauspielkunst, die ergreifende Handlung samt ihrer moralischen Aspekte und das innovative Setting werten den Film auf 10 Punkte mit Herz auf.

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Kloppo09

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Bewertung9.0Herausragend

Dogville ist ein fiktiver kleiner Ort umrahmt von den Rocky Mountains.Der Film spielt in den 30er Jahren und die einwohner Dogvilles führen ein anspruchsloses Leben,abgeschottet von der Aussenwelt.
Hauptpersonen sind zum einen Tom Edinson (Paul Bettany) ,ein Schriftsteller,der jedoch noch gar nichts geschrieben hat und sich ständig den kopf darüber zerbricht,wie er aus Dogville eine bessere Gemeinde machen kann.Dabei beisst er bei den sturen Einwohner regelmässig auf Granit.Doch das ganze Leben der Gemeinde ändert sich,als Grace (grandios gespielt von Nicole Kidman) in das Leben von Tom tritt.Und obwohl Grace offensichtlich von Gangstern verfolgt,welche sich bei Tom nach Grace erkundigen,ein grosses Risiko für Dogville darstellt,leugnet dieser Grace jemals gesehen zu haben.Tom ist so fasziniert von Grace,dass er sie am nächsten Tag den anderen bewohnern vorstellt.Die Gemeinde ist gespalten,während die einen bedacht sind keinen Arger zu verursachen,sind die anderen Bewohner der Meinung das sie eine Chance verdient hat.So einigen sich alle Einwohner auf Toms Vorschlag,sie für zwei Wochen in Dogville leben zu lassen,um zu testen ob sie in die Gemeinde passt.Zur Handlung will ich nicht mehr schreiben,da es bei einem 3 Stunden Film ansonsten leicht ausufern könnte:-)
Dogville ist Theater.Dogville ist purer Minimalismus.
Schon nach wenigen minuten wird man merken,ob einem der Film gefällt oder nicht.Denn es wird dem Publikum eine Menge abverlangt,da das Geschehen quasi auf einer riesigen Theaterbühne stattfindet,muss der Zuschauer sich die Häuser und Pflanzen,welche ansonsten nur durch einfache Kreidestriche dargestellt werden,einfach in seiner Phantasie ausmalen.Ich persönlich war von dieser darstellung völlig fasziniert.

Lars von Trier versteht Dogville als Kritik an unserer heuchlerischen Gesellschaft ,und keiner versteht es die Abgründe der menschlichen Psyche besser darzustellen als das regie Genie aus Dänemark.Für alle Freunde anspruchsvoller Kost ein absoluter Pflichtfilm!

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fkfilmkritik

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dogville-Eine Stadt fletscht ihre Zähne

Irgendwo in den Rocky Mountains befindet sich eine Halle. Leerstehend, aber bewohnt. Schrullig geschmückt. Kreidig bemalt. Ein kleines, feines Dorf auf dem ersten Blick. Von Hinterwäldlern bewohnt. Friedlich. Jeder auf seine Art sympathisch und interessant.
Doch Menschen tun vieles. Das meiste für sich. Ihnen ist egal was sie damit bewirken. Nehmen sie einen bei sich auf, sehen sie irgendwo einen Vorteil für sich selbst. Sind sie freundlich zu einem, sehen sie einen Vorteil für sich selbst. Ist jemand zu freundlich, zu herzlich. Schlicht zu perfekt, sehen sie Arroganz. Menschen sehen bei anderen das schlechteste und für sich das beste. Menschen in „Dogville“ sehen zuerst nur irgendeine fremde, irgendwo auftauchen. Alles scheint für sie perfekt. Doch sie beginnen den Charakter so zu analysieren, dass sie wissen was sie an ihr machen können, dass sie aus ihren Charakter einen Vorteil holen. Unnötige Arbeiten in „Dogville“ werden plötzlich nötiger. Die Fremde beschwert sich nicht. Sie will ihre Höflichkeit und damit das gute Ansehen nicht verlieren. Sie arbeitet weiter. Verweigert nichts. Es wird aber immer schlimmer. Jeder Versuch Nettigkeit von ihr wird abgewertet. So entsteht die Sklavin von Dogville.

Die Zweitsichtung von „Dogville“ habe ich - mittlerweile zu meinem Bedauern - lange Zeit vor mir her geschoben, da Ich den Film beim ersten mal als grandios aber auch etwas anstrengend bezeichnete und ich die letzte Zeit nicht wirklich den Nerv für anstrengendes hatte zögerte ich eine Zeit. Diesmal kamen die knapp 3 Stunden jedoch mehr vor wie eine knappe halbe Stunde. Sicher, „Dogville“ ist verstörend, polarisiert und ist an manchen Stellen wirklich auf seine ganz eigene Art heftig, doch diesmal genoss ich die Geschichte wirklich. Mit jedem Kapitel, mit jeder Einstellung, jedes Gespiele mit den unsichtbar erscheinenden Gebäuden. Eine Halle wird mit Kreide bemalt und mit nicht zu erkennenden Häusern bebaut für eine Geschichte, die komplexer Charaktere nicht vorstellen könnte. 15 Personen. Fast alle perfekt geziert. Immer wieder werden diese Eigenschaften der Figuren intelligent und zu Anfang wirklich noch liebevoll mit in die Handlung gebunden bis sie dann Stück für Stück ihre einst guten Facetten ablegen und zu äh... Hunden werden.
[Spoiler]
Der Schluss ist natürlich auch eine Klasse für sich. Ich empfand ihn auf der einen für unglaublich schwarz-humorig. Allein schon wie die Kinder abgemurkst werden. Auf der einen Seite ist es auch ein kleines Happy-End. Ein Dorf voller Fieslinge, die einem im Grunde nur Leid tun konnten nehmen nun Abschied von einem schönen Ort, der nur noch von einem Hund bewohnt wird. Der friedlich schlummern und bellen kann. Ich find das schon auf seine Art beruhigend.
[Spoiler Ende]

Aber das was wirklich zählt: „Dogville“ hat es nun geschafft sich zu 100% ins Herz zu schießen und ist eines der wenigen Werke, was es geschafft hat in meine nicht leicht zugängliche „Top-Top-Top-Liste“ zu kommen. Obwohl ich den Schluss eigentlich ja schon kannte, hat er mich von Anfang bis Ende total gebannt und gefesselt. Der Score von Joachim Holbek wird fantastisch eingesetzt und bestimmt die Atmosphäre die volle Laufzeit. Aber das allerbeste ist neben Nicole Kidman der aufschlussreiche, brillant gezielte und oftmals schön zynische Erzähler. Absolut brillant. Hab seit „Fight Club“ nicht mehr so was brillantes aus dem Off gehört! Die Kamera-Arbeit gehört auch zum besten. Besonders beeindruckend ist es wie die Kamera beim Prolog schon aus der Vogelperspektive mitten in den Raum zoomt. Beim Abspann sollte man - wenn das nicht sowieso schon Standard ist - nicht vergessen sitzen zu bleiben! Denn da sieht man noch einmal Dogville mit ganz anderen Augen. Kenner wissen was ich meine.

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fkfilmkritik

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Mach ich. Vielen Dank! :)


fabel

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Braver Junge! :p ;)


Trimalchio

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Bewertung9.0Herausragend

Extremer, perfekt ausgearbeiter Minimalismus ist Trumpf, von Trier ein Genie.

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Hungerkünstler

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Bewertung7.0Sehenswert

Dogville,ist ein Film, der polarisiert. Das zeigen auch die Bewertungen hier bei moviepilot, auch die meiner "Freunde" " (von uninteressant bis Lieblingsfilm) Die filmische Qualität des Streifens und die schauspielerischen Leistungen sind zweifelsohne hochwertig . Seine Aussage, dass Ausgrenzung, Unterdrückung und Entwürdigung in die Katastrohe führt, ist zeitlos aktuell. Die minimalistische Darstellung lenkt den Blick auf das, was dem Drehbuchschreiber und dem Regisseur wichtig ist.

Gleichwohl halte ich es für fraglich, ob die Verwischung der Darstellungsästhetik von Film und Theater der richtige Weg ist. In seiner kargen Darstellung und Sprache erinnert Dogville an ein Stück von Brecht. Nachträglich wurde der Filmstoff ja auch zu einem (sicher ausgezeichneten) Bühnenstück umgearbeitet. Hier hat die gewählte Darstellung ihre Berechtigung. Beim Film erwarte ich (andere sehen das mit sicher guten Gründen anders) einfach eine weniger minimalistischeund karge Darstellungsform.

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Kreaexo

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Bewertung9.5Herausragend

[Dieser Film hat Aggressionen in mir geweckt, die ich noch nie vorher irgendwo hatte.
Dieses Inzest-Dorfgelumpe, jeder soll verrecken.
Die Charaktere sind zwar durchaus interessant, aber jeder auf seine Weise extrem widerlich.]

Lars von Trier hat einen ganz besonderen Film geschaffen. Keine wirkliche Kulisse, das komplette Geschehen spielt sich in einer minimalistischen Theaterdekoration ab. Neben diesem Aspekt wirkt das Ganze auch wie ein Theaterstück, unterteilt in 9 Kapitel/Akte, mit wenigen Requisiten und es wird nur ein kleiner Ort in den Rocky Mountains betrachtet.

Dank der Stimme aus dem Off und den großartig agierenden Schauspielern langweilt dieser Film nur zeitweise in sehr geringem Maße, meist zu Anfang. Doch umso länger der Film dauert, desto stimmiger, spannender wird das Ganze und fesselt bis zum Ende.
Die Soundeffekte wurden angemessen angewandt. Nicht zu viele, nicht zu wenige, nur die, die benötigt wurden. Unter denen hat mir das Knarzen, Öffnen und Schließen imaginärer Türen am Besten gefallen.
Bis ins kleinste Detail sehr passend.

Die Kameraarbeit muss ich auch loben. Fand ich diese zu Beginn noch störend und merkwürdig, faszinierte sie mich doch bis zum Ende hin immer mehr. Besonders die Draufsicht, die das Geschehen aus einem völlig neuen Blickwinkel beleuchtet, begeistert.

Man kann diesen Film durchaus als einzigartiges Meisterwerk betrachten, da es so eine Art 'Film' nicht oft gibt. Nicole Kidman spielt überragend. Doch nicht nur sie; das komplette Ensemble ist ihr durchaus ebenbürtig.

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Jack_Torrance

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Unbedingt ansehen, der Film ist großartig (wie der Kommentar) !


Kreaexo

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Danke, Jack. (:


FvFingerhoff

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nachdem ich nun meine, die sublime Aussage des Films erkannt zu haben, musste ich nun doch mal den "Lieblingsfilm"-Button verwenden um dieses grandiose Fraktal hervorzuheben. Triers arrogante Erhabenheit über seinem Film und den Kritikern halte ich schlichtweg für genial.

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Schandmaul

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wow. Seit langem gab es keinen Film mehr dem ich die 10 mit Herzchen gegeben habe. Bis gestern Abend.
Da nämlich, durfte ich mich durch den Film Dogville quälen. Der Schmerz lag allerdings nicht in der gewaltigen Länge, sondern alleine in Kidmans hervorragendem Schauspiel und ihrer genialen Rolle: Grace, ein Mensch an der Schwelle, an der Barmherzigkeit sich in naiven Dummheit wandelt. Oder Arroganz, wie es ihr Vater erklärt.

Weniger Ausstattung geht kaum, fast keine Kulissen und Requisiten, sogar der Hund des Ortes ist nur mit Kreide gemalt. Und doch strahlt die Bühne ständig echtes Leben aus. Echt wie die versteckten Gefühle und Gedanken der Dorfbewohner, die realer kaum sein könnten.

Klar, hier wird wieder eine Frau von Lars gequält und ausgebeutet. Klar, das Menschenbild ist wieder äußerst düster und kaputt... aber es hat funktioniert, Bravo!

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Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Community-Durchschnitt von 5.7?
Gott, lass Hirn regnen!

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Le Samourai

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Gut gesagt, Sigmund! :)


Punsha

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Oberflächliches Denken halte ich hingegen für dumm. :)


bestseimon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man bracht schon etwas Zeit, bis man sich an das ungewöhnliche Setting, das aussieht wie eine Theaterbühne, gewöhnt hat. Spätestens bei der Szene, wo Grace den Blinden "provoziert"(meine Lieblingsszene im Film) ist man vollkommen drin in der verstörenden Geschichte. Ich weiß, nach Melancholia habe ich mir geschworen keinen weiteren Film mehr von Lars von Trier anzusehen. Nicht weil Melancholia ein schlechter Film war, ganz im Gegenteil, es war ein Meisterwerk. Aber trotzdem sehr schwerfällig und depremirend.
Irgendwann konnte ich allerdings nicht mehr anders und sah mir Antichrist an, mit mehr oder weniger Freude. Schließlich dann auch Dogville, bei dem ich mich anfangs wirklich sehr schwer getan habe. Nach zehn Minuten war ich sogar kurz davor den Film auszumachen, aber das ist nicht meine Art. Einmal angefangen muss er auch zu ende gesehen werden, egal wie schlecht er auch ist. Also schaute ich weiter und sah wie der Film immer besser wurde. Plötzlich wurde man richtig in die Geschichte mit reingezogen, bis zum schokierenden Ende.
Wenn man Dogville nun einige Zeit auf sich wirken lässt und in einer Woche nochmals über ihn nachdenkt, dann merkt man wie sehr einem dieser Film bedeutet hat. Man vermisst die Bewohner des Dorfes fast schon, mögen diese auch noch so grausam sein.

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kolja10000

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Jetzt glaube ich, ich habe ein fehler gemacht. Ich habe ihn etwa nach 15 minuten ausgemacht. Ich habe mir gedacht, was ist das den für ne scheiße. Ein Film, der eigentlich kein Film ist, sondern ein Theater oder sowas ähnliches. Ich hätte wohl weiter gucken sollen


bestseimon

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Versuchs doch noch mal :)


Philisiphie

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Bewertung7.0Sehenswert

Eigentlich ist es nicht möglich diesen Film korrekt zu bewerten da er so anders ist.

Eine korrekte Bewertung währe möglich, wenn diese 10 Punkte Skala hier, dreidimensional währe. Auf diese Art würde ich wohl am besten meine Gefühle und Gedanken festhalten können.

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DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

Bereits gesehene Filme : 536
Sicherlich gibt es hier viele ,die doppelt soviel gesehen haben, aber dennoch ist es für mich eine beachtliche Anzahl.
In all den Jahren habe ich nun über 5 1/2 gesehen , und dennoch habe ich so etwas wie Lars von Triers Drama "Dogville" noch nie gesehen.
Was der dänische Regisseur hier abliefert sprengt die Grenzen des bisher Gesehenen und die Konventionen sowieso : Ein drei Stunden Epos ,welches reduzierter nicht ausfallen könnte. Trier verzichtet völlig auf eine Kulisse und sogar die Wände und einige Türen werden von den Darstellern pantomimisch improvisiert. Der gesamte Film spielt auf einer 50 mal 50 Bühne. Mehr als einmal überkommt den Zuschauer das Gefühl ,hier abgefilmtes Theater ,statt Kino zu erleben.
Doch wozu all das ? Selbstzweck ? Wohl kaum !
Nein , Trier macht dem Zuschauer klar ,das die Ausstattung und das Setting überflüssig für seinen Film wären. Denn es zählt nur die Geschichte und die Darsteller.
Und Trier gelingt es seine Geschichte wendungsreich , emotional und vorallem ist sie ihren gefühlten 3 Stunden nie langweilig. Die Darsteller um Nicole Kidman , Paul Bettany, James Caan , Phillip Baker Hall sind so umwerfend in ihren Rollen , das der Zuschauer fast vergisst das er hier "nur" Schauspieler vor sich hat.
Fazit :Ein Experiment. Ein episches Monument. Ein Theather im Kino. Ein Film denn man gesehen hasben muss.
Mehr kann ein Film nicht leisten !

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tobieagle

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Ja, kann ich so nur unterschreiben. Ich war überwältigt von dem Film.


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