Draussen Bleiben

Draussen Bleiben (2007), DE
Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 08.05.2008

7.2 Kritiker
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6.5 Community
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2 Kommentare
Draussen Bleiben - Bild 53942
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von Alexander Riedel, mit Valentina Llazicani und Suli Kurban

Zwei Freundinnen, die sich in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft kennen gelernt haben. Valentina (16) ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder vor elf Jahren aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen, eine Aufenthaltsgenehmigung haben sie nie bekommen, sie sind immer nur für zwei oder drei Monate geduldet. In dieser Unsicherheit ist Valentina aufgewachsen – und sie hat sich ihr Selbstbewusstsein erkämpft: Sie ist stark, sie ist unabhängig, kennt sich mit der Liebe noch nicht aus und hat ständig Hunger. Suli (17) ist Uigurin. Vor neun Jahren ist die Familie aus dem Nordwesten Chinas geflohen. Sie hatten mehr Glück, alle wurden schnell als politische Flüchtlinge anerkannt und konnten inzwischen in eine kleine Wohnung am westlichen Stadtrand von München ziehen. Suli hat jetzt ein eigenes Zimmer, dafür aber keine Nachbarn mehr, mit denen sie einfach so reden kann. Draußen fühlen die beiden Freundinnen sich frei. In der Anonymität der Stadt, wo sie nicht dem Einfluss der Brüder, Eltern, Lehrer oder Behörden ausgesetzt sind, hängen sie gemeinsam mit Diana, Yasi und den anderen Mädchen in U-Bahnhöfen, beim Chatten oder auf dem Bolzplatz ab. Valentina ist die Anführerin der Mädchengang; sie nennen sich die “Harras Ladies”! Sie spielen Straßenfußball. Doch eigentlich geht es um andere Dinge. Valentina muss für vier Wochen in Jugendarrest, es hat Schlägereien gegeben, und sie hat sich dabei mit der Polizei angelegt: Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Mutter mischt sich schon lange nicht mehr ein. Sie kocht, wäscht, bügelt und putzt ab und zu für ein kleines Taschengeld das Treppenhaus der Flüchtlingsunterkunft. Suli bewundert Valentina, denn sie ist mutig und stark. Aber manchmal macht sie sich auch Sorgen um die Freundin: Valentina ist viel zu unruhig. Sie will nicht auf bessere Zeiten warten, sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Handlung

Flüchtlinge

Die 16-jährige Valentina (Valentina Llazicani) lebt mit ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder in einem Münchner Flüchtlingsheim. Die Drei sind vor 11 Jahren aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen. Eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben sie bisher nicht erhalten, sie gilt jeweils nur für 2-3 Monate. In der Unterkunft wohnen viele verschiedene Familien, so auch Valentinas beste Freundin Suli (Suli Kurban). Suli ist vor 9 Jahren mit ihrer Familie ais dem Nordwesten Chinas geflohen. Ihre Familie wurde als politischer Flüchtling anerkannt.

Alltag

Valentina und Suli verbringen ihren Tag mit gleichaltrigen Mädchen beim Fußball spielen. Schule und Behörden sind dann ganz fern, die Mädchen fühlen sich frei. Valentina ist schon oft mit der Polizei konfrontiert worden, denn sie fordert durch ihre oftmals aggressive Art Schlägereien geradzu heraus. Sie muss deshalb auch in einen vierwöchigen Jugendarrest, der die Freundschaft zu Suli auf eine harte Probe stellt.

Auszeichnungen
STARTER FILMPREIS der LH München 2008
Jurybegründung
Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern, 23. Internationales Dokumentarfilmfestival München 2008
Preis der Jugendjury der Filmschule Leipzig e. V. 2007

Wissenswertes

Die Idee zum Film fand Regisseur Alexander Riedel mit der Suche nach Verweigerung.
Eigene schwierige Lebensphasen flossen genauso in die Vorbereitungen zum Film ein wie Gründe, die Jugendliche zu Schulverweigerern werden lassen.
Ziel ist des Films ist es, das Lebensgefühl junger Menschen einzufangen, die sich fern ihrer Heimat einem System fügen müssen, welches sie nicht verstehen.

Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet

Zusammenstellung von Film-Kritiken, Trailer, Preise auf film-zeit.de (deutsch)

Quellen

Presseheft des Verleihs


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Draussen Bleiben

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nalmargi

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Bewertung5.0Geht so

Finde, dass der Film an vielen Stellen zu inszeniert wirkt und damit einwenig an Authenzität verliert...

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Abschlussfilm von Alexander Riedel weist zwar Ähnlichkeiten zu Prinzessinnenbad auf, fokussiert aber mehr noch das Thema Einwanderung und Fremdsein. Sehenswertes Debüt!

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