Ein Kind wartet
A Child is Waiting (1963), US Laufzeit 104 Minuten, Drama
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Keine
mit Judy Garland und Paul Stewart
Die junge Musiklehrerin Jean Hansen bewirbt sich in der von dem Psychologen Dr. Matthew Clark geleiteten psychiatrischen Kinderklinik. Sie ist vom Leben enttäuscht und möchte durch die Arbeit mit den Kindern etwas Gutes tun. Jean hat keine Fachkenntnisse, doch sie überzeugt Dr. Clark durch ihr starkes Engagement. Rasch wird sie auf den zwölfjährigen Reuben Widdicombe aufmerksam. Der introvertierte Junge sondert sich trotzig von allen anderen ab, doch gegenüber Jean zeigt er ein spontanes Zutrauen. Jean hört, dass Reuben seit seiner Ankunft im Heim noch nie von seinen Eltern besucht worden ist. Sie sorgt sich daraufhin so intensiv um ihn, dass sie die anderen Patienten vernachlässigt. Dr. Clark wirft Jean daraufhin vor, dass Liebe allein keine Lösung für Reubens Probleme sei. Er will nicht, dass Reuben ständig umsorgt wird und möchte stattdessen die Eigeninitiative des Jungen wecken. Jean ist von den oft recht ruppigen Entscheidungen ihres Chefs enttäuscht. Er lehnte es auch ab, Reubens Eltern einzuladen. Unter einem Vorwand lässt Jean dennoch Sophie und Ted Widdicombe in die Klinik kommen. Damit löst sie eine dramatische Konfrontation aus…
Cast & Crew
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Judy Garland
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean Hansen
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Paul Stewart
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Gloria McGehee
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Lawrence Tierney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Douglas Benham
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Bruce Ritchey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reuben Widdicombe
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John Marley
Schauspieler
Trailer zum Film Ein Kind wartet
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Kommentare
Kommentar schreibenRipley1 2011/04/20 23:31:02
Kommentar löschenEin Film aus der Frühphase von John Cassavetes, changierend zwischen Hollywood-Drama mit seinen Sentimentalitäten und seinem sich später entwickelnden Independent-Stil.
Der Schauplatz ist eine Schule bzw. ein Heim für geistig behinderte Kinder. Dass Behinderte ausgeschlossen und in Heime abgeschoben werden müssen, entspricht noch ganz den gängigen Vorstellungen Anfang der sechziger Jahre, die auch hier nicht hinterfragt werden.
Dennoch ist das Anliegen Cassavetes' durch und durch humanistisch: Er beobachtet - ohne Voyeurismus und ohne Wertung. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung eines Jungen, der wie die anderen zunächst abgeschoben wird, sich dann dank des Engagements einer Lehrerin schließlich doch aus seiner anfänglichen Verschlossenheit löst.
In den Hauptrollen glänzen Burt Lancaster als erfahrener, abgeklärter Schulleiter, Judy Garland als idealistische, aber unsichere Lehrerin und wie in fast allen seinen Filmen: Gena Rowlands. Nur wenigen Regisseuren gelingt es wie Cassavetes, seine Schauspieler so zur Geltung zu bringen - ohne Posen und dramatische Auftritte, fast schon dokumentarisch. Innere, emotionale Konflikte werden deutlich, ohne dass sie ständig erklärt oder gelöst werden müssen. Dadurch werden die Figuren authentisch und alltagsnah.
Ich kenne keinen anderen Film, der diese schwierige Thematik so selbstverständlich behandelt, und bedaure, dass heutige Hollywood-Produktionen sich fast nur noch in künstlichen Wirklichkeiten bewegen.
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