Funny Games U.S.

Funny Games U.S. (2007), US
Laufzeit 112 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 29.05.2008

6.1 Kritiker
27 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3 Community
1925 Bewertungen
128 Kommentare
Funny Games U.S. - Bild 11830
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von Michael Haneke, mit Naomi Watts und Tim Roth

Remake des Films “Funny Games” aus dem Jahr 1997: Man wählt eine Familie, und dann das erste Opfer. Dies sind die einfachen Regeln von Peter und Paul, die Familien wie die Farbers in den Hamptons besuchen. George, Anna und ihr kleiner Sohn Georgie ahnen zunächst nicht, dass ihre idyllischen Sommerferien bald in einem Alptraum enden. Während Vater und Sohn das Segelboot zu Wasser lassen, bereitet Anna das Essen vor. Plötzlich steht Peter, der junge, sichtlich wohlerzogene Gast der Nachbarn in der Tür und bittet um ein paar Eier. Als er sie fallen lässt und neue verlangt, wird Anna stutzig. Bald taucht ein zweiter junger Mann auf – Paul. Aus dem scheinbar freundlichen Besuch wird ein offen perfider Machtkampf. Die beiden Eindringlinge fordern die Kleinfamilie zu einer eiskalten Wette auf: Entweder schaffen es die drei, sich innerhalb von zwölf Stunden zu befreien oder sie sind tot. Ein Spiel mit vollem Einsatz und unberechenbarem Ausgang.

Handlung

Ferienidylle

Ann (Naomi Watts), George (Tim Roth) und ihr kleiner Sohn Georgie (Devon Gearhart) fahren für Ferien in ihr Sommerhaus auf Long Island. Das idyllisch gelegene Haus grenzt an einen See, weshalb die Familie auch ein Segelboot mitführt. Während Vater und Sohn das Boot zu Wasser lassen, bereitet Ann das Essen vor.

Besucher

Plötzlich steht ein junger Mann vor der Tür, Peter (Brady Corbet), der im Namen der Nachbarn um ein paar Eier bittet. Als er sie fallen lässt und neue möchte, wird Ann langsam stutzig. Dann taucht plötzlich ein zweiter junger Mann auf, Paul (Michael Pitt), der sich für den Golfcaddy der Familie zu interessieren beginnt. Ann ruft ihren Mann zu Hilfe, da ihr das Verhalten der Beiden sehr seltsam erscheint. Mit dem Eintreffen von George und Georgie beginnen sich die Ereignisse zu überstürzen.

Das Spiel beginnt

Paul und Peter brechen George mit einem Golfschläger das Bein und setzen die Familie in ihrem eigenen Haus Gewalt und psychischen Spielchen aus. Die Eindringlinge fordern die Familie zu einer Wette heraus. 12 Stunden haben sie Zeit, das Haus lebend zu verlassen; Peter und Paul setzen dagegen.

Auf und Ab mit bösem Ende

Nach einigen Stunden der Pein kann sich Georgie befreien und fliehen. Doch er wird von Peter gefunden und zu seinen Eltern zurück gebracht. Dann erschießen die beiden den Jungen. Danach lassen sie die Eltern zunächst allein zurück. Nach dem ersten Schock versucht Ann Hilfe zu holen, wird auf der Straße jedoch von den Beiden gefunden und zurück ins Haus geschleppt. Dort nimmt das perfide Spiel seinen Lauf, bei dem kein Mitglied der Familie überleben wird.

Weiterführende Informationen

Wissenswertes zum Film

Weitere Informationen im Internet

Offizielle deutsche Website zum Film
Linksammlung unter filmz.de
Pressespiegel auf film-zeit.de

Filmkritiken zum Remake

Filmkritik von Lars Kosek auf KultHit.de
Rezension von Marc Savlov unter austinchronicle.com

Filmkritiken zum Original

Rezension von Thomas Willmann unter artechock.de

Quellen

Presseheft des Verleihs

  • Funny Games U.S. - Bild 48760
  • Funny Games U.S. - Bild 48761
  • Funny Games U.S. - Bild 48762
  • Funny Games U.S. - Bild 52643

Mehr Bilder und Videos zu Funny Games U.S.


Cast & Crew


Kritiken (12) — Film: Funny Games U.S.

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

«Funny Games U.S.» ist eine intellektuelle Auseindersetzung mit der Funktion und Wirkung von Gewaltdarstellungen. Die zurückhaltende Inszenierung und die überzeugenden Leistungen der Darsteller schüren aber auch die Emotionen.

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isinesunshine: isinesunshine.de

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3.5Schwach

In diesem Film findet sich keine schauspielerischen Leistung und bei Michael Pitt und Brady Corbet sucht man sogar das schauspielerische Talent vergebens. Die beiden wurden gecastet, um psychopathisch auszusehen - das tun sie und dafür müssen sie sich nciht anstrengen oder verstellen. Das Problem dabei ist, dass alles von Anfang an klar ist. Außerdem kann ich persönlich mit dieser Art von Psychopathen nicht wirklich etwas anfangen: sie machen es nicht spannend und weil der Ausgang der Geschichte durch ihre Neigungen sowieso klar ist, wird noch mehr Wind aus den Segeln genommen, was für einen Psychothriller absolut tödlich ist.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

HollyBlue

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das ist ein typischer film den man entweder hasst oder liebt. ich fand ich genial. aber man muss einfach der typ dafür sein. steht nicht jeder drauf.


Andy78

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Ganz sicher...Was für ein "Typ" muss man denn sein? ;)


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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5.5Geht so

Stanley Kubrick hat das in "Uhrwerk Orange" (1971) getan und Oliver Stone in "Natural Born Killers" (1994), hier freilich mit dem Makel der allzu starken Heroisierung. Und in "No Country for Old Men" (2007) haben die Coen Brothers die fatale US-Gewalt-Tradition erst unlängst auf hohem Niveau durchdrungen, ganz legitim in einen spannenden Thriller gekleidet. Demgegenüber wirkt Hanekes Film wie die puristische intellektuelle Fingerübung eines europäischen Künstlers, der die Amerikaner belehren möchte. Zart besaitete Menschen sollten "Funny Games" meiden; Pädagogen können lernen, dass Gewalt keine Bedingungen braucht.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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7.0Sehenswert

Was Funny Games sehr gut macht, ist von Beginn an ein mulmiges Gefühl zu erzeugen und scheinbar harmlose Alltagsszenen bedrohlich aussehen zu lassen. Die benachbarten Villenbesitzer grüßen ein wenig zu verhalten. Der junge Mann, der bei den Nachbarn zu Besuch ist, und sich Eier aus der Küche borgen will, wirkt ein wenig zu nervös, und schnell wird auch dem Zuschauer, der den weiteren Verlauf der Geschichte nicht kennt, klar, dass hier irgendwas nicht stimmt. Der Film läßt sich aber viel Zeit dabei, und läßt den Zuschauer lange zappeln, bis die Geschichte in Fahrt kommt.

Über weite Strecken wirkt Funny Games wie ein Kammerspiel mit extrem ruhige Kameraeinstellungen. Selbst bei den wenigen Actionszenen bleibt die Kamera still, so dass ein Teil der Action immer wieder außerhalb des Sichtbereiches geschieht. Der Widerspruch zwischen elegischen Bildern und dramatischer Handlung ist sehr effektiv und schafft eine beklemmende Atmosphäre.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

Einer der nur denkbar schaurigsten Filme, packend inszeniert, stark gespielt, aber kaum zum Aushalten. Haneke hat seine beabsichtigte Wirkung erzielt.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Wenngleich einem die Dringlichkeit dieser Neuverfilmung, die mit dem Original fast Szene für Szene identisch ist, nie wirklich einleuchten will, hat das Thema an sich an Perfidität und Aktualität nichts verloren. Der an die Nieren gehende Horror entsteht nach wie vor durch den Mangel eines Motivs, das die zwei jungen Männer antreibt, gepaart mit der ungeheuren Brutalität, mit der sie zu Werke gehen. Ein Remake, das die Welt zwar nicht braucht, das einem trotzdem noch einmal vor Augen führt, was für ein brillanter Filmemacher Michael Haneke ist.

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CineKie: CineKie.de

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6.0Ganz gut

[...]Das Grauen kommt auf leisen Sohlen. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn abgesehen vom Vorspann wird auf Musik fast vollständig verzichtet. Dadurch wirkt das Geschehen unheimlich beklemmend und trostlos, was eine hervorragende Atmosphäre erzeugt. So man denn gewillt ist, sich darauf einzulassen. Denn über eines sollte man sich im Klaren sein: Einen actionreichen Thriller darf man nicht erwarten. Auch auf Blut muss der interessierte Zuschauer trotz der 18er-Freigabe verzichten. Die Gewalt wird ausnahmslos ausgeblendet und nur über die Gesichter der Darsteller zum Publikum transportiert. Und diese machen ihre Sache wirklich gut, wobei besonders Naomi Watts und Michael Pitt zu erwähnen sind.[...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Wer die erste Version kennt, wird zwangsläufig vergleichen: Der Vergleich lässt viele kleine Unterschiede erkennen. Keineswegs sind die Einstellungen identisch, gelegentlich sind Winkel verändert, und auch die Differenzen bei Set und Kostüm frappierend und aufschlussreich – wenn auch wohl eher ein Thema für Filmseminare. Selbstverständlich sieht man den Film anders, wenn man das Vorbild kennt, man sucht förmlich kleine Unterschiede, und Haneke wäre nicht Haneke, hätte er derartiges Sehverhalten nicht mitbedacht.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.5Sehenswert

Es gibt Momente, in denen würde man am liebsten im Boden versinken. Egal ob man sich gerade blamiert hat und sich schämt, von einer anderen Person in Bedrängnis gebracht wurde oder ob es ganz einfach eine unangenehme Situation ist - der Mensch ist trotz aller Vernunft ein Gefühlswesen, das diese meist lieber nicht zeigt. Das weiß auch Haneke, und so bringt er im amerikanischen Remake seines eigenen Filmes gleich eine ganze Familie in emotionale Bedrängnis. Was als harmlose Nachbarschaftshilfe beginnt, schlägt spätestens dann um, wenn Paul (Michael Pitt) Ann (Naomi Watts) um die Eier bittet, die sie ihm nicht geben will. Das machte sie von Beginn an klar, sie bekommt nämlich Gäste und die würden Eier doch so gern zum Frühstück essen. So unsubtil und grobschlächtig Haneke seinen Film auch beginnt - hier sei nur der 'Kampf' Metal gegen Klassik genannt -, so beginnt sein Kammerspiel doch spätestens in der Küche, die gleichzeitig auch einen der Höhepunkte markiert.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Hanekes Spiel besteht darin, dass er Ernst macht und seinen Zuschauern keinen Ausweg, keine Scherze, keine musikalische Ablenkung, keine einfache Lösung erlaubt. Dabei ist der Film alles andere als Realismus: Er spult sich selbst einmal zurück - gerade als etwas Hoffnung auf konventionelle Gerechtigkeit aufkommt. Die Akteure sprechen in die Kamera, direkt zum Zuschauer, der schon lässt mitgefangen ist in diesem Spiel.

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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6.0Ganz gut

Haneke dreht seinen Film ‚Funny Games' noch einmal: Bild für Bild, ohne Hektik, mit international bekannten Darstellern und in englischer Sprache. Doch wer schon beim Original mit Ulrich Mühe und Susanne Lothar gelitten hat, der wird diese Intensität beim US-Remake nicht wiederfinden und kann sich diese Version eher schenken. Wie grausam und gleichgültig Menschen mit dem Leben anderer umgehen kann man ja fast wöchentlich in den Medien sehen. Dafür braucht es aber nicht dieselbe filmische Provokation wie vor 10 Jahren.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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2.5Ärgerlich

Gut gespielt und inszeniert, bleibt bei diesem Remake seines eigenen Films nichts das Haneke seiner Geschichte hinzuzufügen hat. Noch immer erzählt er eine freudlose Geschichte in klinisch kalten Bildern. Ergötzt sich am Sadismus und der Gewalt um sich im selben Moment über sein Publikum zu erheben und es anspucken, weil es seinen Film sieht. Hanekes Kritik der Gewalt war schon immer eine verlogene und fadenscheinige, weil er letztlich lustvoll praktiziert, was er den Zuschauern vorwirft. Funny Games bleibt ein auch in der US-Fassung ein Film für elitäre Masochisten, der einen mit der Frage zurück lässt, ob man mit einer halben Stunde im S/M-Studio nicht besser bedient gewesen wäre.

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Kommentare (116) — Film: Funny Games U.S.

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Surfer Rosa

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Bewertung9.0Herausragend

Lustige Spiele mit den Urängsten der Zivilisation – das Eindringen in die Privatsphäre und Hinwegsetzten über jegliche etablierte Konventionen, eben mit der Umkehrung und Veralberung gesellschaftlicher Rituale und Institutionen, die eine perverse Macht der klar definierten Antagonisten initiieren. Ihre harte, undurchdringliche, höfliche Wohlerzogenheit, nur in den ungleich verteilten Kontexten grotesk.
Wenn der Zaun durchbrochen, das Wohnzimmer infiltriert, die moderne Kommunikation gewissermaßen obsolet und dadurch sich die Realität und das Bewusstsein auf die Räumlichkeiten des Hauses beschränken. Die Flucht des Jungen ein perfider Streich…
Sanfte Gewalt, kontrolliert vorgebracht, desto stechender, wirksamer, getragen von dekadentem Stolz und anstößiger Euphorie seinem angebrachten Narzissmus gegenüber, seiner entarteten oder hochentwickelten Intellektualität. Widerlich – Spannend.

Simpel gehaltenes Unterjubeln von Sympathie und Antipathie schafft Raum für Furcht und ihre karge Entladung in angstvoller Lähmung, der sich die Kamera anschließt, sie verfolgt, überträgt in ewigen Einstellungen. Die Antagonisten und ihre perfektionierte Rationalität lassen Empathie nicht zu, diese bezieht sich vollkommen auf die Hilflosigkeit der Geiseln, den Vaterstolz, die Mutterangst, den Kinderschrecken und das Nachempfinden der grausamen aber gefestigten Ausweglosigkeit, derer die Protagonisten auf übliche Weise zu entfliehen ersuchen, deren Unterfangen der Zuschauer voll naiver Hoffnung unterstützt, sein besseres Wissen leugnend.

Dann ein Spiel mit den Gesetzmäßigkeiten einer künstlichen Realität, die Außerkraftsetzung und filmische Usurpation des Konjunktivs. Der Knockout des verzweifelt, zum eigenen Schutz aufrecht erhaltenden Optimismus.

Konsum ist hier kein Genuss, er ist Erlebnis, das nur funktioniert im eigentlich unvereinbaren Zusammenspiel mit jahrelang eingeflößter Naivität und der ihr doch vorbeugenden Erfahrung. Sie wird zum Verhängnis, gleichzeitig aber zur Voraussetzung des absoluten audiovisuellen Erlebnisses. Der popkulturell jungfräuliche Zuschauer sieht „Funny Games“ mit blauen Augen, wird aber wider erwarten nur eindimensionale Spannung erfahren, sich mutmaßlich in Langeweile zurückziehen, ob des realistischen, absehbaren, ständig gepredigten Verlauf des Spannungsbogens. Ja… jedoch lediglich der Unerfahrene.

So oft die die kriminellen Anarchisten, die anarchistischen Kriminellen es dem Zuschauer versichern, letztendlich überzeugend, fundiert dargelegt und gestärkt mit klar eingenommener Machtposition und totaler Kontrolle der Geiseln - der Zuschauer glaubt weiter an das Überleben dieser, weil er es schlicht nicht anders gewohnt ist – ihm wird erst die kalte Schulter, dann ein schiefes Grinsen gezeigt. Vor den Kopf gestoßen wird er bis zum Schluss. Schockelemente deren Überraschungsmoment von vorneherein eliminiert wurde, deshalb das Ableben nur mit zynischer Entfremdung zu Kenntnis genommen werden kann, wenn das eigens, über Jahre hinweg konstruierte und eingelöste Bild der vertrauten Fiktion in sich zusammenfällt, die Mauern eingerissen in einem erhabenen Akt psychologischer Gewalt. Schmerzhaft reißerisch, definitiv, aber ebenso faszinierend.

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Dschadie

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wenn ihr wisst wo ich so eine fernbedienung her bekomme sagt bescheid. dass könnte alles etwas erleichtern.

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ewigkeit

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich hab mich lange vor dem Film gedrückt, da ich ziemliche Grütze und ziemlich viel Kunstblut erwartet hatte. Die Gewaltszenen spielen sich aber mehr oder minder erzwungenermaßen im eigenen Hinterstübchen ab. Letzten Endes hat dann Tim Roth für mich den Ausschlag gegeben, da ich ihm bisher eigentlich ziemlich blind vertrauen konnte und seine Rollen immer sehr genossen hab. Hier frag ich mich allerdings nur: Warum, Tim? Nötig gehabt hättest Du es bestimmt nicht.

Wenn das ein Beitrag zu „Gewalt ist nicht konsumierbar” sein soll, hab ich ihn offensichtlich nicht verstanden. Das scheint aber nicht nur mir so zu gehen, denn es gibt da draußen genügend leicht abseits geistig gesunder Pfade wandelnde Teenager, die dieses Werk vergöttern und sich feierlich daran ergötzen. Wahrscheinlich wäre ich vor 15 Jahren einer von ihnen gewesen. Einen Inhalt oder eine Warnung konnte ich hier nämlich nicht erkennen - einzig und allein ein Werk, das genau von den Leuten zum Kultobjekt hochgejubelt wird, denen man eigentlich den erhobenen Zeigefinger vorsetzen wollte. Dafür müsste es eigentlich eine 6 wegen Themaverfehlung geben.

Das Gewalt konsumierbar war, ist und immer bleiben wird, haben bspw. bereits die alten Römer mit ihren Gladiatorenkämpfen und der Begeisterung dafür bewiesen.

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RoosterCogburn

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Bewertung6.5Ganz gut

Eines vorweg, ich kenne das Original nicht. Da ich aber nun weiss, das bei beiden Version für Regie und Drehbuch Michael Haneke verantwortlich ist und er eine Bild-für-Bild-getreue Neuverfilmung seines Films gedreht hat, spare ich mir die Originalfassung.

Den Film kann man durchaus als kontrovers bezeichnen. Also eher schwere Kost. Zwei Jungs bittet bei einem Paar um Eier. Die Ehefrau ahnt nicht das sie gerade zwei Typen hereingelassen hat, die sich einen Spaß daraus machen, die Familienmitglieder zu Tode zu quälen.
Michael Haneke spielt hier hauptsächlich mit dem Zuschauer, der sich seiner Rolle als Beobachter bewusst werden soll. Den Film kann man als Medienkritik verstehen, gerade in Bezug zu gewaltverherrlichenden Filmen. Die eigentliche Handlung ist sehr kurz. Es ist auch kein Horror- oder gar Splatterfilm im herkömmlichen Sinn, da großteils auf die üblichen Ekeleffekte verzichtet wurden. Das namenlose Grauen entsteht mehr im Kopf des Zuschauers. Die ausgedehnten Darstellungen bezgl. des Leiden der Opfer scheint viel erzählenswerter als eine Erklärung über das 'warum?'.
Eine Medienreflexion? Ja.
Schockierender Thrill? Auch. Dank der angsteinflössenden Authentizität.
Der Regisseur zeigt hier Gewalt als reines Spiel, als Spaß an der Qual.
"Funny Games U.S." wirkt manchmal verstörend und ist nicht für jeden leicht verdaubar.
Allerdings stört mich etwas der erhobene Zeigefinger.

Das war meine erste filmische Begegnung mit Michael Haneke. Bin schon neugierig auf "Das weiße Band".

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HxC_Moe

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Bewertung7.5Sehenswert

Ganz furchtbar böses Stück Film, dass einen relativ verwirrt zurücklässt. Warum das ganze? Wozu? Worum geht es hierbei eigentlich? Eigentlich geht es um gar nichts. Es geht einfach nur um Psychische Gewalt die hier so bedrückend wie nie gezeigt wird. Wirklich Blut fließt kaum, das schlimme spielt sich eigentlich mehr im Kopf des Zuschauers ab. Schlimm dabei ist, wie eiskalt und fast belustigt die beiden Killer bei der Sache sind. Wie als wäre das für sie alles nur ein kleiner Spaß. Dass da keiner lebend rauskommt ist irgendwie klar, vorallem als der Film plötzlich absurd wird, als es fast Rettung gibt. Da wird schon einfach mal im Film zurückgespult und die Ereignisse werden zu dem Gunsten der Killer verändert. Funny Games US ist demnach nur eins: Verdammt unfair. Aber dennoch gut gemacht, jedoch nicht wirklich konsumierbar. Für Fans von schrägen Filmen gibts ne Empfehlung, alle anderen sollten sich von diesem verstörenden Werk fernhalten.

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the assassin 666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eiskalt und schockierend.
Ein moderner Terrorfilm.

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dos6510

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr "böser" - ich sag mal - "Horrorfilm" (es ist nicht wirklich irreal, was da passiert und deshalb umso grausiger).

Nichts für einen "gemütlichen Abend"...

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Parawhore

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meiner Meinung nach spannend bis zum Ende. Da man die Charaktäre nicht wirklich kennenlernt, sondern es sozusagen direkt "losgeht", macht man sich im Prinzip kein wirkliches Bild der Situation. Doch trotzdem hält man (wahrscheinlich) zu den "Guten", umso schockiert ist man jedoch, wenn man merkt, dass sie ganz klar die "Macht" über die Situation haben. Ein super Film, der nicht komplett eindruckslos an einem vorbeigeht.

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smartyx

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Bewertung0.0Hassfilm

Ich sehe an der Bewertung der anderen, dass ich scheinbar kein Fan von Psycho-Thrillern dieser Art bin. Dennoch gebe ich hier kurz meine Meinung kund: Grauenhaft.
Mit Naomi Watts in der Hauptrolle hatte ich etwas überzeugendes erwartet, aber nicht so einen Schwachsinn. Während des Films kam mir langsam der Wunsch, den beiden Milchreisbubis in ihren weißen Klamotten mit einer Axt den Kopf zu spalten. Die gingen mir einfach nur auf die Nerven.
- Spoileranfang - Und eine schlechte Kritik bekommt der Film außerdem, weil er kein Happy End hat. Da bin ich altmodisch. - Spoilerende-

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n0brein

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Du willst also im Film wo es um das pure und hoffnungslose Böse geht ein Happy End?


smartyx

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Wenn du die beiden Vollpfosten in weiß als das pure und hoffnungslose Böse bezeichnen möchtest, ja.


HollyBlue

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Bewertung7.5Sehenswert

Das nenn ich mal psycho der anderen art und weise.
ich kann den meisten hier nur zustimmen, mir gefällt er auch so sehr weil er mal was anderes ist. kein happy end, brutale und schonungslose psychospielchen.
Klar ohne happy end hat man immer ein mulmiges gefühl am ende, doch ab und zu find ich das sehr reizvoll, zumal ich die beiden killer, wenn sie eben nicht killer wären, ganz schnucklig fänd :)

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Sakura

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Bewertung5.5Geht so

Okaaay...jetzt wissen wir zumindest, was Teenager, wenn sie zu viel Langeweile haben, mit ihrer Zeit anfangen. ^^ Naja zwischenzeitlich war es schon mal spannend, aber irgendwie hat mich der Film nicht wirklich gefesselt. Hatte mehr von dem Film erwartet.
Als ich mir den Film vor nem Jahr mal aus der Videothek ausleihen wollte, hatte die mir statt diesem einen falschen mitgegeben....vielleicht sollte das ein Omen sein xD

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IzzO

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Bewertung2.5Ärgerlich

Trotz Tim Roth unfassbar langatmig und langweilig...Peace

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DrPhil

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Bewertung4.0Uninteressant

Obwohl eine Grundspannung vorherrscht, ist dieser Film Zeitweise ziemlich schlecht. Zwar sind die Dialoge mit dem Zuschauer eine gute Idee, kann aber nicht das letzte Drittel wieder gut machen. Der Film hat zwar seine gelungenen Szenen, vor allem der Anfang des Hauptteiles, aber dennoch ist die Neuverfilmung nicht empfehlenswert.

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Yushiko

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

hab ihn neulich mal meiner ma gezeigt, da ich ihn sehr faszinierend finde. sie weniger, da sie von anfang an gedacht hat dass alle gerettet werden^^ als michael pitt dann mit der ferbedienung alles zurückgespult hat, und das, wo sie so froh war, das einer von beiden endlich tot ist, fand sie den film endgültig bescheuert-.- ist wohl nur was für leute, die sich darauf einlassen und versuchen, die tiefe des films zu verstehn

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Johnnie Talker

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So sehe ich das auch, man muss gewillt sein in den Film einzutauchen.


Yushiko

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tja, nehme mal an solche filme sind einfach eher was für die jüngere und nicht so konservative generation^^


Traumtänzerin

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Bewertung6.0Ganz gut

"Warum tötet ihr uns nicht einfach?-Unterschätzen Sie bitte nicht den Unterhaltungswert."
Unterhaltungswert bietet der Film an nicht allzu vielen Stellen. Denn es ist ein beklemmendes Gefühl den beiden Jungs bei ihren psychopathischen Spielchen zuzusehen. In diesem Film finden sich nicht die klassichen Elemente des Horror-oder Thriller-Genres wieder. So werden zum Beispiel viele Geschehnisse gar nicht gezeigt oder passieren nur im Hintergrund. An manchen Stellen passt das ganz gut, an anderen wird so einfach die Chance verspielt ein bisschen Spannung in den Film zu kriegen. Zudem sind viele Szenen der Maßen in die Länge gezogen, dass man gegens Einschlafen kämpfen muss.
*SPOILER*
Tatsächlich wurde es meiner Meinung nach nur an zwei Stellen spannend. Zum einem bei der Flucht des Kindes, zum anderen bei dem Versuch der Eltern, in Abwesenheit der Jungs Hilfe zu holen. Aber spätestens als das fehlschlug war klar, dass es keine Hoffnung mehr gab. Und man sich nur noch angewiedert die Frage stellen konnte, wie die Beiden nun umgebracht werden. Das haben sich die Beiden wohl auch gefragt, die schienen nämlich nicht sehr bestürzt über den Tod ihres Sohnes und fanden sich relativ schnell damit ab, wie es ihnen ergehen wird.
Trotzdem war das eine erschreckend, schonungslos reale Vorstellung, ohne klischeehaftes Happy End. Obwohl ich das normalerweise unterstützen würde, ließ mich der Film unzufrieden zurück, da der Familie keine Chance gelassen wurde.
Wenn man den Film etwas spannender gestaltet und die Hoffnung auf ein Happy End aufrecht erhalten hätte, dann wäre sicher noch mehr drin gewesen. Zumindest für mich.

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Traumtänzerin

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Du hast schon Recht! Ich war mir selber nicht ganz sicher, wie ich den Film einstufen sollte. Die 6 Punkte gabs dann aber für das "Besondere" und "Andere" mit dem der Film durch aus begeistern kann. Zudem finde ich die Tatsache, dass die beiden Jungs genau wissen das sie sich in einem Film befinden und zwischendurch Kontakt zu dem Publikum aufnehmen, mal was anderes.


Andy78

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Das kann man wohl sagen...;)


Filmkenner77

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Bewertung5.0Geht so

"Funny Games U.S." ist quasi ein 1:1 Remake von Hanekes Original aus dem Jahre 1997. Verstörend, schockierend und kompromisslos, dürfte der Film bei vielen auf Unverständnis stossen, da er keine rationalen, letztlich simplen Erklärungen für die Geschehnisse liefert und sich nicht den Mainstream-Kino-Pfaden mit ihren altbekannten Klischees verpflichtet fühlt. Haneke macht sich lächerlich über die Zuschauer, die wie die gequälte Familie nach Gründen für die Gewaltexzesse suchen und sie damit erklärbar machen möchten. Auf die Spitze treibt es Haneke mit der berühmt berüchtigten "Fernbedienungsszene", die so manchen Zuschauer, mich eingeschlossen, erbost zurücklässt. Genau dies war aber das Ziel von Haneke, der den Zuschauer durch seine intellektuelle Fingerübung tatsächlich genüsslich an der Nase herumgeführt hat.
Über allem schwebt Hanekes Leitsatz, dass Gewalt nicht konsumierbar ist und er liefert dafür mit diesem Werk den Beleg. Ihn kotzt die konsequenzlose, vorhersehbare und leicht konsumierbare Fast Food-Gewalt in den Hollywoodfilmen an und er zeigt unerbittlich, dass sie eben nicht zwischen Popcorn und Cola leicht verdaulich ist.
Der Film war in den Kinos ein Flop und spielte trotz Starbesetzung bei einem Budget von 15 Millonen Dollar gerade einmal 1,3 Millionen Dollar an den US-Kinokassen ein. In Anbetracht der Tatsache, dass der Film dem Grundgedanken der Story keine neuen Impulse verleiht, ist er in etwa so verzichtbar wie das Remake oder soll ich besser sagen, die Farbkopie von "Psycho".

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Filmkenner77

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Nun ja, aber ein echtes Urteil kann man sich nur dann bilden, wenn man es selbst gesehen hat. Wobei ich auch ganz klar sage, dass das Werk nicht zu jenen Filmen gehört, die man unbedingt gesehen haben muss, bevor man in die Grube springt. ;-)


Andy78

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@ Stefan-R: Wenn man Bock auf ne saftige Herbstdepression hat...dann nur zu...;) Habe mir nur einige Sequenzen angetan, was vollkommen gereicht hat, wie ich finde...Gehöre auch nicht zu den jugendlichen Straftätern, die sich infolge seelischer Verrohung mit dem Gewaltbegriff auseinandersetzen sollten...Dieses Lehrstück mit mehr als fadem Beigeschmack lässt eher irritiert, als klärend zurück...Das muss zwar nicht schlecht sein, hier wird es mir dann aber doch zu durchschaubar und platt serviert...


littledrummerboy01

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Bewertung7.0Sehenswert

Es gibt Filme, die sind schön anzusehen, aber eigentlich nicht besonders gut durchdacht, inhaltslos. Dieser Film ist so ziemlich das genaue Gegenteil. Er ist eiskalt, aber absolut präzise durchgedacht und eigentlich überhaupt nicht schön anzusehen. Wie wertvoll die Botschaft des Films ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber wer behauptet, es gäbe keine, der hat ihn nicht verstanden. Ich selbst fand es schon ziemlich erschreckend, wie Haneke uns vorführt, wie sehr wir als Zuschauer Gewalt genießen und sehen wollen. Aber er führt uns die Gewalt auf so eine unglaubliche Art und Weise vor, dass wir nur noch davon abgestoßen werden. Es wird niemals der Gewaltakt selbst gezeigt, sondern nur, wie die Figuren diesen aufnehmen, was das Ganze unerträglich macht (bis auf eine Stelle, aber was fühlen wir da?). Am Anfang werden Fährten auf typische Hollywood-Lösungen der Situation gelegt, die aber einfach nicht funktionieren. Und die beiden Kerle mit den weißen Handschuhen sind unglaublich böse. In einer unglaublich gut gefilmten Sequenz lässt Haneke sie wie Geister in den Film hinein kommen, ungreifbar bleiben sie auch später, weil sie einfach kein Motiv haben.
Von daher fand ich den Film sehr gut. Auch die schauspielerischen Leistungen sind finde ich sehr überzeugend, vor allem von Naomi Watts. Auch Tim Roth ist brilliant, leider ist die Figur des Vaters ein bisschen zu wenig entwickelt, es ist gut, dass der Vater mal nicht der ist, der in der Familie zum Helden mutieren will, aber trotzdem, ein klein bisschen präsenter hätte er sein dürfen.
Aber solche kleineren Kritikpunkte macht der Film durch gewagte, aber sehr gut funktionierende Einstellungen wieder wett (z.B. die 8-minütige Sequenz, als die Mutter versucht, die Fesseln los zu bekommen), außerdem durch seine eiskalte Präzision in der Kameraführung und dadurch, dass Paul sich an manchen Stellen sogar direkt an das Publikum wendet.
Trotzdem gebe ich dem Film "nur" 7 Punkte, zum Einen, weil er eben doch nicht ganz perfekt ausbalanciert ist, was die Charaktere angeht, zum Anderen einfach auch weil es kein Vergnügen ist, ihn anzusehen. Er ist wegen der handwerklichen Mittel, starken Schauspielerleistungen und der wie ich finde durchaus guten Botschaft durchaus "sehenswert", aber eben teilweise sehr qualvoll anzusehen.
Also, gutes Kino für Hartgesottene.

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Andy78

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Ein Film "Zum sich schlecht fühlen"...Danke, aber dieser therapeutischen Botschaft hab ich mich lieber verweigert...;)


crab1973

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Bewertung5.0Geht so

Unötiges Remake. Frank Giering war im Orginal wesentlich bedrohlicher. Ansonsten: Selber Film, selbe Kritik. Hanekes Message kommt viel zu plakativ daher, wirkt auf mich eher Oberlehrerhaft.
Schlecht isser aber nicht. Wer meint das er es braucht...

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kat-ching

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Bewertung9.0Herausragend

ich habe selten die "Bösen" so gehasst wie in diesem film...ich musste mehrere Male eine Raucherpause machen aus lauter Hass... Die Szenen werden endlich mal ausgespielt in einem Film! Und nicht "simsalabim" sie sind frei...irgendwie hat sie die fesseln aufbekommen... mag für den einen oder anderen langatmig sein. ich fand den film "mal was anderes"...

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ElitePilot

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist einfach nur Böse. Und es gibt auch kein Happy-End. Mal was anderes ;)

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