Iron Sky

Iron Sky (2012), AU/DE/FI Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Komödie, Actionfilm, Kinostart 05.04.2012


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5.5
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von Timo Vuorensola, mit Götz Otto und Julia Dietze

Während alle Welt glaubte, die Nazis wären mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vernichtet worden, arbeiten diese in Iron Sky an einer neuen Invasion – vom Mond aus.

Der Himmel wird eisern sein – willkommen in der Welt von Iron Sky! – Was wäre, wenn die Nazis kurz vor der Kapitulation einen Teil ihrer Truppen abgezogen hätten, um in einer streng geheimen Mission auf dem Mond eine Basis zu errichten und auf den Tag einer erneuten und diesmal erfolgreichen Unterwerfung der Welt und Installation des arischen Terror-Regimes zu warten? Dieses Szenario, nach welchem nicht nur die Eroberung des Weltraumes bzw. Mondes neu geschrieben werden müsste, spielt Iron Sky durch. Im Jahre 2018 startet die neue Invasion gen Erde und die Bewohner des blauen Planeten sehen sich einer erneuten braunen Gefahr ausgesetzt. In Iron Sky, der komödiantischen Interpretation der etwas anderen Gefahr aus dem Weltall, geben sich Schauspieler die Hand, die man auch schon in anderen Rollen als Nazi-hafte Gestalten gesehen hat, allen voran Götz Otto als Klaus Adler oder Udo Kier als Wolfgang Kortzfleisch.

Hintergrund & Infos zu Iron Sky
Die Produktionsgeschichte von Iron Sky mutet genauso haarsträubend an wie die Story des Films selbst. So waren an Iron Sky nicht nur mehrere Produktionsfirmen an der Finanzierung beteiligt, sondern wurde über die Internetseite www.ironsky.net ein Aufruf an die Öffentlichkeit gestartet, in der um eine monetäre Beteiligung zur Realisierung des Projektes geworben wurde. Dies bedeutete mit 900.000 € einen Anteil von nahezu 8 %. Iron Sky ist damit ein bisher in dieser Größenordnung einmaliges Unterfangen im Funding. Ein Blick auf die Seite von Iron Sky lohnt sich, da die Werbung sich einer Ästhetik bedient, die an die 1930er und 1940er erinnert.

In der Vergangenheit gab es auch in Deutschland immer wieder Unternehmungen, sich mit der Nazi-Vergangenheit über das Medium Film auseinander zu setzen. Während dramatische Interpretationen wie Der Untergang von Oliver Hirschbiegel vor allem in der ausländischen Kritik durchaus positiv wahrgenommen werden, tut sich die Vergangenheitsbewältigung in Form der Komödie schwer – mit Ausnahme solcher Filme wie Sein oder Nichtsein vom deutschen Regisseur Ernst Lubitsch, der über die Distanz eines Weltmeeres und eines Kontinents die nötige Distanz zur unbeschwerten Umsetzung fand. Wie Iron Sky in diesem Kontext wahrgenommen wird, wird erst die Zeit zeigen.(EM)

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Kommentare (360) — Film: Iron Sky


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DocArroway

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Bewertung5.0Geht so

Selten bin ich von einem Film so enttäuscht gewesen, wie von "Iron Sky". Die Prämisse verspricht eine bissige, politisch inkorrekte Satire, die nicht nur die gegenwärtige Weltpolitik, sondern auch die Klischees des Science-Fiction Genres aufs Korn nimmt.
Aber der fertige Film ist so zahm geworden, dass sich bei mir der Eindruck aufdrängte, die Macher hätten während des Produktionsprozesses den Mut verloren einen Film zu drehen, der auch mal unter die Gürtellinie geht und den Zuschauer durch subversiven Witz nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken bringt.
Wie toll wäre "Iron Sky" geworden, hätten die "South Park" Macher Trey Parker und Matt Stone auf dem Regiestuhl gesessen. Denn die wissen wirklich am besten wie man Albernheit und satirische Schärfe unter einem Hut bringt.

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T-Petersson

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Bewertung3.0Schwach

Die Idee war ja ganz nett, aber die meisten Witze zündeten nicht so richtig, daher war dieser Film leider ein Griff ins Klo.

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Shame

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Bewertung7.5Sehenswert

Nazi-Trash ist wundervoll. Besonder´s das Ende gefiel mir gut. Der Typische Ami "gewinnt" aber ein wundervolles ende mit Julia Dietze mit einem ausdrücklichen "NIE WIEDER".

#3Sargon

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howartwollowitz

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Bewertung1.5Ärgerlich

Erbärmlich.

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AtlanGV

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Bewertung5.0Geht so

Vorab: Diesen Film darf man, wie ich finde, natürlich nicht ganz ernst nehmen.
Die Story finde ich sehr lustig! Es gibt so viele Verschwörungstheorien darüber, wo die Nazis alle hin sind und sowas nimmt das ganze natürlich gut auf die Schüppe.
Betrachtet man den Film in seinen einzelnen Aspekten, so finden sich sowohl gute, als auch sehr schlechte Aspekte.
Einerseits hat man die doch sehr gut gemachten Raumschiffe, das Setting und die Effekte, die sich für einen Film dieser Klasse doch sehen lassen können.
Auf der anderen Seite, hat man die meiner Meinung nach sehr schlechte schauspielerische Leistung. Der gute Herr Adler ist so fehl am Platz, er hat mich teilweise fast wütend gemacht. Diese Präsidentenwahl war auch unnötig. Diese Faktoren haben mir den Film doch sehr vermiest und mich etwas enttäuscht. Der "neue" Führer war ebenfalls albern. Vielleicht hatte man Angst ernste Nazis zu zeigen und nicht nur einen Haufen alberner und Verrückter Komiker. Schade!
Ich hatte trotzdem meinen Spaß beim gucken und gerade das Ende fand ich sehr amüsant, im Gegensatz zu unserem lustigen Astronauten...

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BergerKing

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Bewertung2.5Ärgerlich

Das die Nazis hinterm Mond wohnen wissen wir alle-warum mir aber trotz all den positiven Rezessionen kein einziger Grinser über den Mund kam ist mir ein Rätsel.

Die Grundidee ansich sorgt für Schmunzeln, lachen kann ich aber nicht darüber. Zu viele Klisches werden flach und steif umgesetzt, auch die bissige Diskussion im UN Senat verkommt so zur völlig langatmigen Satire-was schade ist. Die CGI hingegen kann sich sehen lassen-aber warum muss eine Trash-Satire gegen Ende hin so ernst und melanchonisch werden?

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heikschn

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Bewertung5.5Geht so

Iron Sky hat ein paar großartige Einfälle. Die Szenen im UN-Sicherheitsrat und die Dialoge dort gehören dazu. Andere Ideen sind mir jedoch wiederum zu simpel ausgefallen. Sicher nimmt sich der Film selbst nicht ernst und will entsprechend auch nicht ernst genommen werden. Doch lässt sich alles entschuldigen? Warum der Funke bei mir letztlich nicht übergesprungen ist, kann ich gar nicht mehr genau sagen (Sichtung ist auch schon ein paar Wochen her): Waren mir die Clichées zu abgedroschen? Fehlten mir die Bezugsfiguren (das albinisierte Männermodel und das blonde Madel waren mir viel zu unsympathisch)? Mein Fall war es jedenfalls nicht.

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Matty

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Bewertung6.0Ganz gut

Trash Deluxe mit ganz überzeugenden Effekten. Herrlich Götz Otto als finster dreinschauender Adler und Udo Kier mit Kurzauftritt. Und Julia Dietze muß man hier einfach gern haben.

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Chriz85

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Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich böser Satire Trash. In der DC Version noch ein Stück besser.

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Hellbilly

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Bewertung5.5Geht so

Der Film lässt mich dann doch etwas zwiegespalten zurück. Die Idee an sich – Nazis auf der dunklen Seite des Mondes – finde ich klasse. Die birgt in meinen Augen auch sehr viel Potential, da man vor diesem Hintergrund einfach eine Unmenge an Blödsinnigkeiten ausleben könnte. Und in der ersten Hälfte geht Iron Sky auch eindeutig in diese Richtung. Die Optik ist sehr gelungen, der Filmeinstieg weckt sofort Interesse und auch der Soundtrack tut sein Übriges. Man will weiterschauen, wenn man mal ein paar Minuten gesehen hat.

Ganz wichtig bei so einer Produktion ist natürlich der Witz. Und der funktioniert in der ersten Hälfte des Films ganz vorzüglich. Nicht zu dicht gesät, immer sehr pointiert und gerne auch schwarz angehaucht (oder mehr). Ohne ein überladenes Gagfeuerwerk abzubrennen, zünden hier in schöner Regelmäßigkeit gut getroffene Späßeleien, die die Atmosphäre in genau der richtigen Art und Weise auflockern.

Noch besser haben mir die vielen versteckten Anspielungen gefallen, die dem Film viel Charme geben. Ich mag es, wenn dem Zuschauer nicht jedes Detail auf die Netzhaut geschweißt bzw. in die Ohrmuschel implantiert wird. Man sollte ruhig auch etwas selbst auf Entdeckungsreise gehen können und diese Möglichkeit bietet Iron Sky immer wieder. Man merkt, dass hier zum Teil sehr viel Herzblut investiert wurde, um die Idee hinter dem Film mit leben zu füllen und dem Nazi-Mond-Rahmen gut abzustecken.

Leider geht es mit dem Film in der zweiten Hälfte – sobald dieser Rahmen ausreichend abgesteckt ist – zunehmend bergab. Statt konsequent weiter einen möglichst eigenen Weg zu beschreiten, haben die Macher auf ein vielfach gesehenes Erderoberungsschema zurückgegriffen, das einfach sehr ausgelutscht daherkommt. Es wurde zwar versucht, gezielt Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen – vor allem diesen wahnwitziges UN-Sicherheitsrat – um den Film trotz bekannter Thematik weiter interessant zu halten, das gelingt aber mit zunehmender Spieldauer immer weniger. Es gibt zwar bis zum Schluss ein paar sehenswerte Ideen, aber letztlich rutscht Iron Sky leider von einer herzerwärmenden Nazi-Dystopie hin zu einer biederen „Sie kommen aus dem Weltraum und irgendwer muss sie aufhalten“-Fummelei ab. Da passt schlagartig nicht mehr viel zusammen und der Sehgenuss lässt deutlich nach. Und dass dieser Weg, wenn er einmal eingeschlagen ist, nur noch schwer zu verlassen ist, beweist auch Iron Sky einmal mehr. Die Macher haben es nicht geschafft, dem Film ein Ende zu verpassen, das den Charme der ersten Filmhälfte aufrechterhalten konnte. Stattdessen versteigt sich der Film in bester Michael-Bay-Manier dazu, auf einen vermeintlichen Paukenschlag hinzuarbeiten, den er eigentlich gar nicht nötig hätte. Was anfangs mühe- und liebevoll aufgebaut wurde, macht man hinten raus mit der groben Actionkeule eigenhändig wieder nieder. Das finde ich sehr schade, da die Geschichte einfach mehr hergegeben hätte.

Und so wird man (wurde zumindest ich) nach dem Anschauen auch unweigerlich in das zwiespältige Bewusstsein getrieben, einerseits einen Trash-Film par excellance gesehen zu haben, andererseits aber auch miterlebt zu haben, wie eine gute Idee letztlich mal wieder viel zu wenig ausgebaut wurde. Man kann an Iron Sky Spaß haben, der ganz große Wurf mit Drang zum mehrmaligen Schauen ist der Film aber sicher nicht.

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robert.nsk

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Klasse Film! Klasse Musik -> Danke Laibach

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Farlander

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Bewertung7.5Sehenswert

Wer den Film nicht gut findet, hat die meisten Anspielungen nicht gerafft.
Satire setzt halt voraus, dass man sie versteht....

Ich mag den Film von daher 7,5 Punkte

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mikkean

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Bewertung5.0Geht so

Grundgütiger, das ist er also. "Iron Sky", der Film mit den Nazis auf dem Mond drin. Groteske, Sci-Fi-Parodie oder einfach nur im Rausch entstanden? Wollte hier jemand Quentin Tarantino vorführen und zeigen, wie Geschichts-Verdrehung, äh, Neuinterpretation wirklich geht?

Eigentlich Wurst, "Iron Sky" sollte vor allem als eines wahrgenommen werden: purer Trash. So schlecht und von der Idee her fragwürdig, um wirklich als ernstgemeint eingestuft werden zu können. Der Film ist mit seiner Nazi-Mond-Festung so größenwahnsinnig blöd, dass es beinahe schon wieder bewundernswert ist. Wo andere sich nur an der Idee ergötzen würden, holt "Iron Sky" erst noch richtig aus.

Im filmgewordenen Wahnwitz hagelt es schließlich Zeppelin-Raumbomber, Asteroiden statt Raketen, Nazi-Ufos und Politiker-Parodien. Eine Sarah-Palin-Karikatur sitzt im Weißen Haus, das Mars-Erkundungsschiff wird nach George W. Bush benannt. Großer Gott, wo sind wir denn hier gelandet? Wenigstens darf jemand mit schwarzer Hautfarbe zum Mond fliegen.

Na ja. Sich darüber streiten zu wollen, ob Filme wie "Iron Sky" gedreht werden dürfen, wäre zu müßig. Im Namen der Trash-Unterhaltung ist ja alles erlaubt was Spaß macht. Wobei der Unterhaltungswert von "Iron Sky" schon zur Diskussion offen steht.

Nazis auf dem Mond, schön und gut. Aber wohin soll die Reise noch gehen? Da gibt es Späße auf Kosten ideologischer Verblendung. Wird eine Renate als Mondgesandte vorgeführt, weil sie Propaganda lehrt und selber nur nachplappert, weil sie im falschen Glauben erzogen wurde. Es gibt Weltherrschafts-Träume und Muckertum einer US-Präsidentin, die so hoffentlich nie ins Amt kommen wird. Sogar Chaplins Genie-Streich "Der Große Diktator" wird herangezogen. Und am Ende geht alles doch unter in einer Weltraum-Schlacht, bei der sich die Götterdämmerung vom Mond erhebt.

Dann ist sowieso alles andere vergessen. Nur der Gag und der Knall allein zählen. "Iron Sky" will dann zwar noch über seine absurde Grund-Idee hinauswachsen und stachelt einen idiotischen neuen Weltkrieg an, aber da ist es schon zu spät. Wozu soll der verunglückte ernstere Tonfall jetzt noch nützen? Grotesk ist das immer noch, aber eben auch verdammt schlecht aufgezogen. Bei der Vorstellung, dass am Ende die einzig vernünftig denkenden Menschen im Weltall auf der Mond-Festung festsitzen, wird mir wahlweise wirr bis komisch, im Sinne von nicht lustig.

Was will "Iron Sky" nun eigentlich? Der Film führt die Nazis als dumpf agierende Dödel vor. Zeichnet ein parodistisches Bild einer blutgeilen Politiker-Meute, die mit Kriegen wiedergewählt werden will. Und pendelt zwischen merkwürdigem Humor und gigantomanischem Spieltrieb. Dass einige der aufgefahrenen Kreuzer aussehen, als wären sie einem "Hellboy"-Abenteuer im Weltraum-Abenteuer von Del Toro, ist schon bemerkenswert. Für den Rest gilt, bis auf einen vergnüglichen Udo Kier in Uniform, ist "Iron Sky" einfach nicht gut genug.

Die Figuren gleichen aufgeblasenen Ballons bei einer Parade. Skurril, nett anzusehen, aber sonst nichts dahinter. Mit dem Plot verhält es natürlich ähnlich. Und das alles nur als riesengroßen Spaß durchzuwinken, erscheint mir ebenso platt wie fahrlässig. Ein teilweiser ernster Schluss, wenn wir ihn dann als solchen betrachten, reißt die "Machen-wir-uns-über-die-Nazis-lustig"-Haltung auch nicht wett. Bisweilen gibt es natürlich echte Lacher, aber zu wenige, um hier von einer intelligent gestrickten Komödie zu reden.

"Iron Sky" zeigt eher, welch Schindluder mit dem Etikett Trash betrieben wird. Kein Einfall ist zu absurd und abwegig, um ihn nicht auszuschlachten. Eine wirklich stringente Linie ist da zweitrangig, solange es möglich ist, alles überdrehte reinzupacken und einen auf dicke Hose zu machen. Dabei ist "Iron Sky" inhaltlich sicherlich die Körnung aller Spinnereien, aber seine Halbwertszeit wird am Ende so kurz sein wie die des braunen Weltreichs. So, und jetzt will ich nie wieder so oft das Wort Nazi in meinen Ansichten niederschreiben.

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kebra72

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein Trash-Film der aussieht wie ein Blockbuster? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ist das überhaupt Trash? Doch wohl eher der Versuch von Fan-Fiction-Nerds eine Sci-Fi-Nazi-Comedy fürs Massenpublikum abzuliefern.

Die Idee ist schon hübsch abgedreht, einige weitere Einfälle, vor allem wenn sie den Rassenwahn ins Lächerliche ziehen, auch ganz witzig, aber laut lachen musste ich fast gar nicht. Und bei einer guten Komödie MUSS man lachen, eben auch, wenn der Dispo ausgereizt ist oder nach 5 Wochen Regenwetter der Keller unter Wasser steht.

Hier fühlte man sich mich doch erschreckenderweise eher an Bully-Herbig-Filme erinnert. "Style over Substance" oder besser gesagt "Look over Humour". Sieht schon ganz gut aus, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass kaum ein Gag zündet. Die Figur der US-Präsidentin dient etwa nur dazu, möchtegern-provokante Allgemeinplätze zur Politik der doofen Amis zu bestätigen. Nicht, dass diese Allgemeinplätze unbedingt falsch wären, aber lustig ist das nicht, vor allem, wenn die bemüht pubertär-lockere Art des Sarah-Palin-Klons zusätzlich Komik erzeugen soll, aber nur nervt.

Vielleicht wär's was geworden, wenn man den Fokus mehr auf den schwarzen, albinisierten Mondfahrer und das naive Nazi-Blondchen gelegt hätte. Dann hätte es aber schon mutiger und absurder werden müssen. Denn wirklich mutig oder gar kontrovers ist hier mal gar nichts (sollte es allerdings evtl auch gar nicht). Nazis als Trottel in Filmen gibt es schließlich nicht erst seit Indiana Jones. Das ist schon ok, zumindest hierzulande sollte ja nun wirklich jeder einigermaßen über die damaligen Greul Bescheid wissen.

Hat man aber im Sinn, zu schocken, d.h. die grassierende Political Correctness zu unterlaufen, um gerade damit Rassismus und Anismitismus bloßzustellen, muss man es schon ganz anders machen. Da gibts auch richtig gute Beispiele... "OSS 117 - Er selbst ist sich genug!" etwa. Auch eine Komödie mit Trottel-Nazis. Da MUSSTE ich lachen!

Irgendwie bring ich es jetzt aber auch nicht übers Herz, den Streifen völlig zu zerreißen. Es nötigt schon Respekt ab, mit zusammengeschnorrten Geld einen so teuer aussehenden Film hinzukriegen. Die Effekte sind recht chick und die Steampunk-Optik (Kostüme und zeppelinartige Raumschiffe) zeugt ebenfalls von Geschmack. Die Schauspielleistungen sind meist OK und immerhin haben Tilo Prückner und Udo Kier einige kurze Szenen (wenn die auch schon besser waren). Auf gewisse Weise hat das Ganze auch einen merkwürdigen Charme....

Trotzdem:
Relativ unterhaltsam, vor allem aber ärgerlich. 4.5

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kaching3007

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Bewertung3.0Schwach

Dann doch mehr Müll als Trash.

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Troublemaker69

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Bewertung6.5Ganz gut

Warum denn eigentlich nicht!? Iron Sky stellt einen recht hochwertigen Trashfilm dar, der nicht dadurch begeistert, dass er so schlecht ist, sondern durch irrwitzige Ideen und sehr unterhaltsame Dialoge.
Man kann bei dem Streifen wirklich das eine oder andere Mal schmunzeln und zwischendurch auch mal laut lachen und genau das ist es, dass Iron Sky auszeichnet: Es macht einfach Spaß.
Die Story ist absurd komisch, die Schauspieler in Ordnung und für ordentlich Gags ist auch gesorgt.
Der einzige große Kritikpunkt meinerseits: Der Film zieht sich zum Ende hin etwas in die Länge, wodurch er dann doch leider ein wenig an Unterhaltungswert verliert.

Insgesamt trotzdem Trash vom Feinsten.

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Göksel Algan

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Bewertung3.0Schwach

Meinen Geschmack trifft der Film leider nicht. Der Anfang ist sehr gut, das mysteriöse scheint den Zuschauer auf dem ersten Blick in eine total neue Welt und Dimensionen zu verführen, was nach einiger Zeit jedoch sich als heisse Luft entpumpt. Somit bleibt nur noch ein ziemlich lahmer Film übrig, was den Zuschauer ja interessant bleibt, doch die Qualität leidet enorm, sei es schauspielerisch oder storytechnisch. Schade ist das irgendwo schon, hier wäre durchaus mehr drin gewesen. Für das kleine Budget was man für diesen Film zur Verfügung hatte, war jedoch auch vielleicht gar nicht mehr drin.

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StrawStar

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Bewertung6.0Ganz gut

Iron Sky ist Hochglanz-Trash der feinsten Sorte. Mal lachhaft, dann wieder wirklich zum Lachen komisch. Die absurde Idee der Mond-Nazis verliert nach einer Weile allerdings ihren Neuheitswert und dann beginnt der Film, sich etwas in die Länge zu ziehen.

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Pete-Air

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Streifen blieb stark hinter meinen Erwartungen zurück.
Aber... mit jeder Minute die man durchhält wird er besser. Der Schluss ist auf jeden Fall mal 'ne Ansage und sollte Anlass zum Nachdenken sein.
Die Musik ist jedoch durchaus bemerkenswert...

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doeme28

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin ziemlich gespalten. Grundsätzlich fand ich den Film Mittelmässig bis Gut, aber eine Szenen und Dialoge waren wirklich sehr witzig, darum hat der Film wieder Punkte verdient.
Schauspielerisch hat mich den Film nicht überzogen, sind meiner Meinung nach klar Schwächen vorhanden.

Sehr witzig und komische Filmidee, aber an der Umsetzung happerte es teilweise.

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