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Ist das Leben nicht schön?
It's a Wonderful Life (1946), US Laufzeit 130 Minuten, FSK 6, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 10.12.1947
8.0
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von Frank Capra, mit James Stewart und Donna Reed
George Bailey (James Stewart), der Leiter einer kleinen Bausparkasse, hat durch ein Missgeschick 8.000 Dollar verloren. Am Heiligabend entschließt er sich, Selbstmord zu begehen. Doch da greift sein Schutzengel Clarence (Henry Travers) in das Geschehen ein. Er zeigt ihm, was aus all den Menschen, denen Bailey geholfen hat, geworden wäre, wenn er nie gelebt hätte. Das gibt Bailey Mut weiterzuleben. Und schließlich findet sich auch ein überraschender Ausweg aus seiner Not.
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Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Ist das Leben nicht schön?
- Genre
- Familiendrama, Fantasyfilm, Romanze, Drama
- Zeit
- 1940er Jahre, Weihnachten, Weihnachtsbaum, Weihnachtsfest, Weihnachtsmann
- Ort
- Kleinstadt
- Handlung
- Abschlussfeier, Bahnhof, Bank, Baseballspieler, College, Eigenheim, Engel, Flirt, Flitterwochen, Glaube, Glück, Gottheit, Große Depression, Große Liebe, Himmel, Im Eis einbrechen, Jagdflieger, Klassiker, Kriegsheld, Lungenentzündung, Medal of Honor, Nebel, Nebenbuhler, Pechvogel, Schicksal, Schicksalsschlag, Schlaganfall, Selbstmordgefährdet, Selbstmordversuch, Strip-Club, Swimming Pool, Vergiften, Vergiftung, Verlust des Sohnes, Verlust des Vaters, Weihnachten, Weihnachtsbaum, Weihnachtsfest, Weihnachtsmann
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Kritiken (1) — Film: Ist das Leben nicht schön?
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenDas konnte nur Frank Capra: Menschlichkeit statt Schnulze, Rührung statt Kitsch. Daß dieser perfekte Film auch heute noch frisch und modern wirkt, liegt an seiner Schnelligkeit und seinem Humor, vor allem aber an James Stewarts Charakterisierung der Hauptfigur. George Bailey ist ein Humanist, aber er ist auch ein verbitterter, von Enttäuschungen gezeichneter Mann mit Hang zum Wutausbruch. Wer diesen Klassiker zum "Hassfilm" wählt, hat nicht alle Nadeln an der Tanne.
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Kommentare (40) — Film: Ist das Leben nicht schön?
MissEliza0706 Wed, 13 Feb 2013 18:01:48 -0000
Kommentar löschenKlassiker! Kein Weihnachten ohne dieses herzerweichende Märchen!!!
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mikemacbean Fri, 25 Jan 2013 23:27:06 -0000
Kommentar löschenEin wunderschöner Film mit einer simplen, emotionalen Botschaft, die man nicht mit Kitsch verwechseln sollte.
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Hartmut Wastian Mon, 07 Jan 2013 09:33:24 -0000
Kommentar löschenAnfangs hat mir der Film vor allem durch die sehr sorgfältig geschilderte Biografie von George richtig gut gefallen.
Ab der Stelle, an der es eigentlich packend werden sollte, war es dann leider eher kitschig bis lächerlich - braucht George wirklich die halbe Nacht, um das mit dem Engel und der alternativen Stadt zu kapieren? Und dann die gnadenlos "overacteten" Wutanfälle mit rollenden Auggen, das war nicht Jimmy at his best.
Am Ende dann "feel good" um jeden Preis, dabei haben sich George's Wünsche, die Welt zu sehen, wieder mal in Luft aufgelöst.
Der Kalenderblatt-Spruch à la Menschen mit Freunden sind reich war dann wirklich der Gipfel an verlogenem Kitsch und ist wohl dem 2. Weltkrieg geschuldet.
Insofern würde ich eigentlich eher 4 Punkte geben. Aber einen Punkt dazu gibts für die Kapitalismuskritik, die für die 40er ganz schön massiv ausfällt - und einen Punkt für den großen Jimmy, bis aufs overacting. Einmal sollte man sich den schon anschaun.
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L-viz Thu, 27 Dec 2012 14:14:14 -0000
Kommentar löschenDieser Film funktioniert etwa 2/3 seiner Laufzeit sehr gut, und zwar in Gestalt des fiktionalen Biopics, das er darstellt. Ich musste hierbei an "Citizen Kane" denken, zu dem sich "Ist das Leben nicht schön?" diametral gegenüber stehend verhält. Beide Hauptfiguren scheitern schließlich auf die eine oder andere Weise. Dabei bleibt es leider nicht, denn anstatt Mr. Bailey einen würdigen Tod zu gönnen, muss zusätzlich noch ein Engel auftauchen, der den Rest des Films mit Esoterikblödsinn überzieht. Die darauf folgende Parallelwelt ist sehr einfältig gestaltet und führt im Grunde zu nichts. Es hätte eigentlich gereicht, wenn der Engel einfach gesagt hätte
SPOILER, geh mal schnell nach Hause, da haben deine Fans gerade das Geld zusammengekratzt. Denn diese "Sei-mal-froh-dass-es-ist-wie-es-ist-und-nicht-schlimmer-Lehre wird ja dadurch entwertet, dass sich alle Probleme am Schluss von selbst lösen. ENDE
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cpt. chaos Tue, 25 Dec 2012 12:07:55 -0000
Kommentar löschenSicherlich geht es zwischendurch auch mal ein bisschen kitschig zu im überschaubaren Kleinstädtchen Bedford Falls, aber Kitsch in der Form, der sich wirklich gut vertragen lässt. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen, stellt "Ist das Leben nicht schön?" für mich den ultimativen Weihnachtsklassiker dar, der, wenn es sich einrichten lässt, neben "Schöne Bescherung" zum alljährlichen Weihnachtspflichtprogramm gehört!
Vorgestern war es dann wieder einmal soweit! Auch wenn ich inzwischen kein riesengroßer Fan des Weihnachtsfestes mehr bin, so lass ich mich doch immer wieder gern aufs Neue durch diesen Film, bei dem es vor allem die letzte halbe Stunde emotional in sich hat, in eine kurzzeitige Weihnachtsstimmung versetzen.
Tja, und am gestrigen Heiligabend, als wie von Geisterhand die Fernbedienung betätigt wurde, flimmerten George Bailey und der flügellose Engel Clarence in einer kolorierten Fassung über dem Bildschirm! Anfangs noch äußerst gewöhnungsbedürftig, fanden meine Augen recht schnell gefallen an dem, was sie da so sahen. Nur schade, dass der Film gerade in den letzten Zuckungen lag und somit recht unbarmherzig weitergeschaltet wurde. Naja, vielleicht komme ich ja nochmal eines Tages in den Genuss, diesen Film in Farbe zu sehen. Ansonsten reicht mir aber auch kommendes Jahr wieder die altbewährte s/w-Fassung, um den Weihnachtswohlfühlfaktor für kurze Zeit zu genießen!
Euch allen erholsame Weihnachtsfeiertage!!!
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Einar Tue, 25 Dec 2012 19:00:03 -0000
Antwort löschen^ Dito! :-)
Scipio Mon, 24 Dec 2012 19:24:58 -0000
Kommentar löschenEin Klassiker - nicht mehr aber auch nicht weniger.
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Wumz Sun, 23 Dec 2012 23:05:27 -0000
Kommentar löschenWeihnachten, der Ausverkauf der Nächstenliebe, ist kein Fest, welches mich laut jubeln lässt (der Reim war nicht beabsichtigt). Ich komme nur schwer in diese Weihnachtsstimmung, die in diesen Tagen um sich schlägt. Für mich sind Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche eigentlich nur ein willkommener Anlass mich zu besaufen und zu fressen, aber im Grunde genommen brauche ich dafür keine Feierlichkeiten und diese Glühweinplörre schmeckt mir auch nicht wirklich, Zimt hat meine Geschmacksknospen ebenfalls noch nie betört. Am liebsten verbringe ich die Weihnachtszeit sowieso in südlichen Gefilden, was mir dieses Jahr leider nicht vergönnt ist. Und doch schätze ich es dann an den Feiertagen die bucklige Verwandtschaft wiederzusehen. Ich habe hier eingangs also eher gegen die vorweihnachtliche Stimmung gewettert, denn die verbinde ich mit Stress beim Einkaufen von Geschenken in überfüllten Fußgängerzonen, schrecklicher Musik und Kälte. Weihnachten an sich ist eine schöne Sache und das Leitmotiv der Nächstenliebe bringt auch um mein Herz ein bisschen Wärme, genau wie "It's a Wonderful Life". Die doch etwas kitschiege Geschichte, was nicht negativ gemeint ist, um den verzweifelten George Bailey passt einfach perfekt zur Weihnachtszeit und macht aus "It's a Wonderful Life" einen der Weihnachtsfilme schlechthin und so komme ich nicht umhin allen Lesern meines sehr zerstreuten Textes, der diesen sehenswerten Film sicherlich zu wenig würdigt, etwas zu wünschen: Frohe Weihnachten =)
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stalker Mon, 24 Dec 2012 01:52:53 -0000
Antwort löschenFrohe Weihnachten wünsch ich Dir auch!
Wumz Mon, 24 Dec 2012 10:31:16 -0000
Antwort löschenDanke!
CarlSchmitt Thu, 13 Dec 2012 23:36:29 -0000
Kommentar löschenAls ich "Ist das Leben nicht schön?" vor etwas über einem Jahr zum ersten Mal sah, musste ich mir eingestehen, dass dies einer der besten Filme ist, die ich bis dato gesehen habe. Dabei ist "Ist das Leben nicht schön?" kein außergewöhnlicher Film im Sinne einer abgefahrenen Story, verrückter Charaktere oder besonderer Dialoge. Nein, es ist ein klassischer Film der von Anfang bis Ende sehr geradlinig daher kommt. Seine Attraktivität, die ihn von den meisten anderen Filmklassikern abhebt, bezieht er zum Einen aus seiner emotionalen Komponente und zum Anderen aus seiner Aktualität. "Ist das Leben nicht schön?" ist ein emotionaler, kitschiger Film, der aber gerade deswegen auch besonders gut die negativen Phasen unseres Lebens beleuchtet. Auf eindringliche Art und Weise versucht uns Capra klar zu machen, dass wir auch in einer von Profitstreben und Distanzierung geprägten Gesellschaft füreinander sein müssen. Das ist das eigentliche Thema des Films - und nicht die Rettung durch Gott, wie es in der einen oder anderen Kritik vor mit moniert wurde. Womit wir auch schon beim zweiten Punkt wären, den "Ist das Leben nicht schön?" so fantastisch macht. Heute, fast 70 Jahre nach Veröffentlichung des Films", sind viele Tatbestände, die in Capra's Klassiker dargestellt wurden, präsenter denn je. Vor allem die Exzesse auf dem Finanzsektor zeigen deutliche Parallelen zum Auftreten von Mr. Potter, der in dem Film den Bösewicht spielt, einen aggressiven Kapitalisten, der aus Profit- und Machtstreben zu fast allem bereit ist. Es scheint so, als würde der Duktus von Mr. Potter (überragend gespielt von Lionel Barrymore) auch heute noch in internationalen Großkonzernen und Investmentbanken umher spuken. Wir haben es hier also mit einen wirklich reizvollen Klassiker zu tun. Ein emotionaler, kitischiger, fast schon kapitalismuskritischer Film, der die Solidarität innerhalb der Gesellschaft zur moralischen Pflicht erhebt. Noch dazu ist "Ist das Leben nicht schön?" der wohl klassischste aller Weihnachtsfilm. Für mich ist er deswegen einer meiner Lieblingsfilme, ein rührender aber dennoch nachdenklich stimmender Film, der an Aktualität nichts eingebüßt hat. Nicht zu Unrecht ist dies einer von drei Filmen, von dem ein Filmplakat in meinem WG-Zimmer hängt ;-) 10/10.
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Mac_C_Tiro Sat, 14 Jul 2012 09:49:26 -0000
Kommentar löschenFür die Nachkriegszeit typische, sentimantal bis kitschig inszenierte Wohlfühlkomödie für ein Amerika das im 2. Weltkrieg weit mehr verloren als gewonnen hat. Simple Story über einen Gutmenschen der vom Glück und dank dem lieben Gott gerettet wird und nach semikatastrophalen Qualen in sein geliebtes, spießiges Kleinbürgertum zurückkehren darf. Die Problematik an sich ist interessant und nahe am Puls der Zeit, leider wird sie nur seicht behandelt und Lösungslos belassen. Schade drum...
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Brentano Sun, 15 Jul 2012 01:05:27 -0000
Antwort löschenYes
jollyroger Sat, 13 Oct 2012 11:22:52 -0000
Antwort löschenTreffender kann man es nicht auf den Punkt bringen.
Cellmorbasg Fri, 22 Jun 2012 13:00:15 -0000
Kommentar löschenEs sind Menschen wie George Bailey die diese Welt jeden Tag ein bisschen besser machen und dieser Film setzt ihnen ein Denkmal. Verkörpert durch James Stewart zeigt der selbstlose Charakter wie ein Leben trotz oder gerade wegen verpasster Chancen glücklich machen kann. Keine Einbahnstraße in der es immer geradeaus geht, sondern viele Kreuzungen müssen passiert werden und manchmal ändert sich eben die Richtung. Doch es sind nicht nur die Wendungen die Georges Leben ausmachen, es ist vor allem seine Hilfsbereitschaft für die er nie überlegen muss, sie kommt einfach aus seinem Herzen. So wird das Ende der rührende Höhepunkt des Films: Gebe, und dir wird gegeben werden.
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longus69 Wed, 25 Apr 2012 14:50:10 -0000
Kommentar löschenDER Weihnachtsfilm !!!!!
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standec Sun, 15 Jan 2012 19:42:36 -0000
Kommentar löschen„Ist das Leben NICHT schön(?) “ gilt als Klassiker - auch auf diesem Portal dominieren sehr lobende Bewertungen seiner. Weniger enthusiastische Kommentare finden sich auch, werden aber nicht sehr konkret. Meine Bewertung wird den geneigten Leser bereits auf eine weniger von Begeisterung getragene Auffassung eingestimmt haben, welche zu begründen ich nun bemüht bin.
Die vorliegenden künstlerischen und technischen Qualitäten dieses Filmes lasse ich dabei eher unberücksichtigt, denn mir scheint die hier vorzufindende Argumentation angesichts der Bedeutung ihres Gegenstandes als das wesentliche. Im Grunde ist es nämlich eine interessante Frage, mit der hier getitelt wird, nur dass ihr nun natürlich nicht ernsthaft nachgegangen wird, wie es wohl seiner Zeit z.B ein Arthur Schopenhauer versuchte. Wehrend hier dieser Philosoph übrigens zu einer verneinenden Haltung gelangt sein soll, ist diese Fragehier aber freilich rein rhetorisch, also nicht wirklich gestellt, sondern eine bejahende Feststellung, weil ja schließlich auch vom Filmplakat bereits jeden Zweifel vernichtend beantwortet. Es ist wohl auch zu vermuten, dass eine solche Botschaft von nicht wenigen heiß ersehnt, möglicher weise zu bereitwillig zugestimmt wird; vielleicht wurde der Filmtitel aber auch nur so grandios falsch gewählt, dass mir nun dessen Inhalt als eine so dermaßen zynisch, spießbürgerliche Belehrung erscheint.
Nachdem über die eigentliche Frage nun so süffisant weggegangen wurde, kann nun spielend jede Todessehnsucht als bloße Narretei aufgezeigt werden. Mir kommt dabei Monty Pytons "always look on the bright side of life" in den Sinn - "Zur Kreuzigung? Den Gang entlang. dann links, bitte jeder nur ein Kreuz". Vielleicht ligt es ja nur an mir selbst, diesen Film überhaupt erst als eine Anti-Suizid Botschaft aufzufassen. Auch eine solche dürfte in einem gewissen Zuschauer-Spektrum auf vielleicht nur unvorsichtige Dankbarkeit stoßen. Kann dieser Film nämlich entsprechende ernsthafte und nachhaltige Gedanken zerstreuen, welche aber vielleicht nur wenige wirklich durchleben? Vor solchem Hintergrund könnte die vorgebrachte Argumentation als besten Falls infantil, vielleicht schon leichtfertig, oder doch gar als wahrlich boshaft erscheinen. Abwegig ist schon die hier verwendete „alles-wird-wieder-gut-Argumentation“, die nun natürlich wenig glaubhaft an den Haaren eines Engels herbeigezogen wird. Diese "Beweisführung" gründet nun auf einer aufgezeigten klischeehaften Idylle mit schöner Frau, lieben Kindern, Ansehen und Karriere, und löst sich ohne diese, nicht für jedermann (Frau) realistischen Ingredienzien aber gleich wieder in Luft auf.
Was also mag eine wirklich von Todessehnsucht beherrschte Seele von diesem Film halten?
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Brotkind Fri, 30 Dec 2011 00:48:25 -0000
Kommentar löschenSommer: Ich surfe etwas im Internet, auf der Suche nach DVD-Schnäppchen. Das sehe ich plötzlich "Ist das Leben nicht schön?" zu einem unschlagbaren Preis. Ich bestelle die DVD und nehme mir vor, sie an Weihnachten zu gucken.
29. Dezember: Was? Weihnachten ist schon wieder vorbei? Dieses komische Fest verschwindet genauso plötzlich wie es kommt. Aber ich habe hier ja immernoch ungesehen "Ist das Leben nicht schön?" liegen. Naja, einfach rein in den Player, die Weihnachtsdeko ist ja auch noch da, also was soll's.
130 Minuten später: Oh man, war das schön. Ich habe noch nie bei einem Film geweint, doch bei diesem war ich kurz davor. Das Ende war so schön. Okay, er war kitschig. Na und? Ein Weihnachtsfilm von Frank Capra mit James Stewart muss kitschig sein. Ab jetzt wird dieses wunderschöne Meisterwerk jedes Jahr geguckt. Dann aber an Weihnachten, und nicht zwei Tage später.
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filmschauer Wed, 28 Dec 2011 17:36:39 -0000
Kommentar löschenFrank Capras Filme besitzen, obwohl sie schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben, einen unverwechselbaren Evergreen-Faktor, sei es aufgrund des Gutmenschentums in seinen Thematiken, der geschickten Inszenierung oder der hochklassigen Schauspielerwahl. Auch deshalb ist sein "Ist das Leben nicht schön?" nicht nur in den USA zu einem der beliebtesten Weihnachtsfilme avanciert. Das Handwerk könnte mittlerweile etwas überholt wirken, doch im Herzen kann dieser Film nicht altern. Die Lebensgeschichte dieses George Bailey, die anhand punktueller Abschnitte erzählt wird, mag zwar direkt an die essentielle amerikanische Geschichte der 20er bis 40er Jahre geknüpft sein (u.a. Wirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg), im Grunde aber greift er zwischenmenschliche Angelegenheiten und Probleme auf, die noch heute wirken wie eh und je. Der Schlüssel ist sicherlich das Mitwirken von James Stewart, der hier nicht zum ersten Mal erfolgreich mit Capra zusammenarbeitet. Die Darstellung einer wie so oft einfühlsamen und liebenswerten Hauptperson, die eigentlich nur ganz 'normal' und anständig sein Leben bewältigen will, gelingt ihm wie so oft in der Filmgeschichte ausgezeichnet. Viele Szenen würden unter einer anderen Besetzung kitschig und aufgesetzt wirken, in diesem Fall ist es zutiefst menschlich und vielleicht auch (sozial-)romantisch. Ganz besonders die letzte halbe Stunde, die mit einem auf den ersten Blick vergnüglichen Drehbuchkniff spielt, entpuppt sich als der entscheidene emotionale Faktor, um in einer zu Tränen rührenden Endeinstellung zu kulminieren. Meisterliches Wohlfühlkino also aus dem Hause Capra mit unvergesslichen Szenen traurigschöner Dramatik, der vollkommen zurecht seinen Klassikerstatus genießt. Und das wohl noch viele weitere Jahre lang.
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hoffman587 Tue, 27 Dec 2011 12:59:12 -0000
Kommentar löschenIt´s a wonderful Life
Ich weiß die Weihnachtstage scheinen bereits gezählt bzw. sind doch jetzt schon um. Doch würde mich jemand fragen, welcher unter diesen Filme, welche ich in dieser besinnlichen Zeit schaute bzw. stets schaue mein Favorit gewesen wäre, so hätte ich doch stark grübeln müssen. Es ist sicherlich schwer das eindeutig zu bestimmten, doch muss ich nun zugeben, dass bei mir da ein Film immer einen besonderen Status hatte. Ein Evergreen des Weihnachtsfilms (und nein das ist eigentlich auch kein Genre), es handelt sich dabei um Frank Capra´s unvergesslichen Klassiker "Ist das Leben nicht schön?" aus dem Jahre 1946 nach einer Erzählung von Philip Van Doren Stern, heute millionenfach zitiert und Anspielungen gibt es sicherlich genug, ironischerweise damals ein kommerzieller Flop.
Aber genug davon, die Handlung sollte eigentlich fast jedem bekannt sein, ich hoffe selbst wenn man den Film an sich nicht kennen sollte, so hörte man bestimmt schon von dieser hoffnungsvollen und doch rührenden Handlung, an sich zwar recht simpel, doch einfach perfekt für einen solchen Film, nicht mehr und nicht weniger, über Gemeinschaftlichkeit in einer kleinen Stadt, Zuneigung, Freundschaft, Zusammenhalt und noch vieles mehr, wunderbare wie auch zunächst traurige Geschichte: Es ist Weihnachten (was sonst?) George Bailey hat ein Leben lang hart gearbeitet, viel riskiert, doch dann passiert es, dass sich George im entscheidenden Moment verschuldet, durch ein Missgeschick. Er sieht keinen Ausweg mehr, keinem Sinn, er will sich umbringen. Doch der Himmel lässt nicht lange auf sich warten und schickt einen zuverlässigen, irgendwie jedenfalls, Mitarbeiter bzw. Engel zu Bailey, dieser führt ihm vor Augen was aus der Stadt und den Menschen geworden wäre ohne ihn....
Die Hauptrolle des verzweifelten George Bailey, der den Sinn seines Lebens nicht mehr sieht und daher Selbstmord begehen möchte, wurde hier natürlich mit einem der größten (damaligen) Hollywoodstars besetzt (wie könnte man anders?), dabei absolut perfekt James Stewart. Der den Film gekonnt über die vollständige Laufzeit trägt und zu überzeugen weiß, eine erneute Meisterleistung unter Capras Regie, sodass er nunmal wieder in echter Hochform zu bestauen ist, eine ganze Palette an Gefühlen und Emotionen bringt er gekonnt rüber, von absoluten Tiefen seiner Selbst, zu Frohmut, Glück, Liebe, Freude, oder wieder zur Trauer und Verzweiflung; all das (und vieles mehr) weiß Stewart exzellent in seinem Spiel miteinzubringen und das macht seine Darstellung doch gerade so brillant und seine Figur endlos sympathisch. Neben ihn aber auch glänzend ausgewählt Donna Reed (bezaubernd) als Mary, Georges große Liebe, Lionel Barrymore als profitgieriger und scheinbar tatsächlich herzloser Mr. Potter (Barrymore: Im Böse sein extrem gut, so gesehen altmodischer Dagobert Duck ohne Liebe) und Henry Travers (himmlisch amüsant und dabei auch sehr sympathisch) als rettender Engel in Mission Clarence bzw. EZ2, somit ohne helfende Flügel, denn ohne Fleiß keinen Preis, so setzt auch er alles um George zu helfen und ihm verständlich zu machen, worin der Sinn seines Lebens liegt, teilweise auch zum Eigennutz. Aber sonst ein hilfsbereites Kerlchen.
Dabei ähnelt Capra´s Erzählung glatt einem unbeschreiblichen und schönem Märchen aus alten Tagen, sogar fast episodenhaft erzählt (von Baileys Jugend bis zu seinen Leben als Erwachsener als auch sein großer Aufstieg und letztendlich der Tag des Geschehens: Weihnachten), das kompakt in einem Film vereint. Capra wandelt auf dünnem Eis, wechselt stets zwischen Humor und Gefühl, verfällt aber nie dem vollständigen Kitsch und die doch vorhandene Sentimentalität bekommt schlussendlich noch einen Schuss Ironie und Witz angereichert, sodass das Ganze stets schwungvoll und mitreißend bleibt, existieren tut sie dennoch. Wie gesagt eine Story phantasievoll gemacht und doch mit puren Realismus angelegt, insofern sogar einen Hauch gesellschaftskritisch. Etwas naiv, aber trotzdem bemerkenswert liebevoll und intelligent und im Film an sich steckt schon der pure Optimismus und mit Moral verziert. Die Umsetzung eh einfallsreich, von bissig-ironischen Untertönen und liebevollen Charakteren, somit teilweise doch auch recht amüsant, aber eben auch irgendwie ergreifend, mir geht da jedenfalls fast immer das Herz auf. Da werde ich schon wieder sentimental. Zudem von der Kamera noch in eine traumhafte wie auch stimmige Weihnachtsatmosphäre gehüllt, schön gefilmt und toll bebildert, da vergisst man die kalte Zeit und beginnt sich von diesem Werk absolut hinreißen zu lassen und man spürt die Wärme.
Was soll ich sagen, ich weiß nur, dass "Ist das Leben nicht schön?" zu meinen absoluten Favoriten unter den Weihnachtsklassikern zählt, ein wirklich liebenswürdiges und märchenhaft-schönes Meisterstück mit starkem Jimmy Stewart, herzlich als auch berührend, immer wieder gern gesehen. Ein filmischer Weihnachts-Evergreen halt, aber auch außerhalb der Saison mehr als tauglich.
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cpt. chaos Wed, 28 Dec 2011 07:05:21 -0000
Antwort löschenDen hatte ich mir eigentlich ansehen wollen, um meine Bewertung etwas auzupeppen, aber jetzt wo Weihnachten vorbei ist, werde ich dann wohl wieder ein Jahr warten müssen... :o(
Also für mich ist das ein reiner Weihnachtsfilm, aber dafür der ultimative!
hoffman587 Wed, 28 Dec 2011 13:51:44 -0000
Antwort löschen@cpt.chaos: Naja das muss wohl jeder für sich selbst sehen, aber fast ultamtiv würde ich ihn wohl auch sehen. :)
filmschauer Wed, 28 Dec 2011 18:03:39 -0000
Antwort löschenIch habe ihn an Weihnachten auch wieder gesehen. Immer noch schön wie eh und je, deinen Worten kann ich da nur zustimmen. :)
hoffman587 Wed, 28 Dec 2011 18:13:25 -0000
Antwort löschen@filmschauer: Schön zu hören Und das kann ich insofern nur zurückgeben, somit kann ich deinen Kommentar da auch nur unterschreiben. :)
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filmschauer Wed, 28 Dec 2011 18:27:35 -0000
Antwort löschenElegant den Ball zurückgespielt. Dankeschön. ;)
hoffman587 Wed, 28 Dec 2011 18:43:05 -0000
Antwort löschenMan versucht sein bestes und bitte gerne. ;-)
potatosoup Thu, 22 Dec 2011 23:43:19 -0000
Kommentar löschenGerade in der Weihnachtszeit zusammen mit heißem Kakao und Plätzchen wunderschön.
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swissroland Thu, 15 Dec 2011 01:26:28 -0000
Kommentar löschenEs kann nur einen geben :)
Der einzig wahre weihnachtsfilm.
Wäre ich weiblich, würde ich heulen
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Squidward Tue, 01 Nov 2011 22:13:47 -0000
Kommentar löschenDer Film wirft erstaunlich zeitgemäße Fragen auf, beantwortet sie aber leider nicht. Was wäre denn der richtige Gegenentwurf zum "bösen" Kapitalismus Potters? Etwa das Gutmenschentum Baileys, der durch seine Nachgiebigkeit seine Bank an den Rand des Ruins treibt, dann aber gerade noch mal Glück hat? Sowas funktioniert doch echt nur im Film.
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KlausTrophobie2011 Fri, 18 May 2012 08:12:28 -0000
Antwort löschenEs gibt mehr als zwei Extreme. Dein polarisiertes Denken wird dir keine Unterstützung sein, Antworten auf die von dir aufgeworfenen Fragen zu finden.
Squidward Fri, 18 May 2012 13:27:27 -0000
Antwort löschenDie zwei Extreme hab ich mir nicht ausgedacht, die stecken schon im Film drin (Potter vs. Bailey). Natürlich kann man die Arbeit eines Bankmanagers auch differenzierter schildern, aber das macht der Film halt nicht.
Holziade Sat, 28 May 2011 16:23:38 -0000
Kommentar löschenJa ist denn das Leben nicht schön? Doch ist es! Vor allem nach dem Genuss dieses Weihnachtstraums. Ein absolutes must see zur Weihnachtszeit, Jahr für Jahr immer wieder schön. Ein Genuss für die ganze Familie, da darf man gerne naschen (sogar ohne zuzunehmen - Weihnachtskekse lassen grüßen...).
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Xebeche Sat, 04 Dec 2010 23:25:22 -0000
Kommentar löschen"Ist das Leben nicht schön?" ist vielleicht DER Weihnachtsfilm. Obwohl triefend vor Kitsch in seiner Darstellung eines Gutmenschen, ohne den die (Kleinstadt-)Welt ein ganzes Stück schlechter wäre, schafft er es immer wieder, tief zu berühren. Der Film ist so wohltuend, man muss ihn einfach mögen.
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