Ist das Leben nicht schön?

It's a Wonderful Life (1946), US Laufzeit 130 Minuten, FSK 6, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 10.12.1947

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8.0
Kritiker
28 Bewertungen
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7.1
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43 Kommentare
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von Frank Capra, mit James Stewart und Donna Reed

George Bailey (James Stewart), der Leiter einer kleinen Bausparkasse, hat durch ein Missgeschick 8.000 Dollar verloren. Am Heiligabend entschließt er sich, Selbstmord zu begehen. Doch da greift sein Schutzengel Clarence (Henry Travers) in das Geschehen ein. Er zeigt ihm, was aus all den Menschen, denen Bailey geholfen hat, geworden wäre, wenn er nie gelebt hätte. Das gibt Bailey Mut weiterzuleben. Und schließlich findet sich auch ein überraschender Ausweg aus seiner Not.

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Kritiken (1) — Film: Ist das Leben nicht schön?

Julio Sacchi: Das Manifest

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10.0Herausragend

Das konnte nur Frank Capra: Menschlichkeit statt Schnulze, Rührung statt Kitsch. Daß dieser perfekte Film auch heute noch frisch und modern wirkt, liegt an seiner Schnelligkeit und seinem Humor, vor allem aber an James Stewarts Charakterisierung der Hauptfigur. George Bailey ist ein Humanist, aber er ist auch ein verbitterter, von Enttäuschungen gezeichneter Mann mit Hang zum Wutausbruch. Wer diesen Klassiker zum "Hassfilm" wählt, hat nicht alle Nadeln an der Tanne.

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Kommentare (40) — Film: Ist das Leben nicht schön?


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MissEliza0706

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Klassiker! Kein Weihnachten ohne dieses herzerweichende Märchen!!!

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mikemacbean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderschöner Film mit einer simplen, emotionalen Botschaft, die man nicht mit Kitsch verwechseln sollte.

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Hartmut Wastian

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Bewertung6.0Ganz gut

Anfangs hat mir der Film vor allem durch die sehr sorgfältig geschilderte Biografie von George richtig gut gefallen.
Ab der Stelle, an der es eigentlich packend werden sollte, war es dann leider eher kitschig bis lächerlich - braucht George wirklich die halbe Nacht, um das mit dem Engel und der alternativen Stadt zu kapieren? Und dann die gnadenlos "overacteten" Wutanfälle mit rollenden Auggen, das war nicht Jimmy at his best.
Am Ende dann "feel good" um jeden Preis, dabei haben sich George's Wünsche, die Welt zu sehen, wieder mal in Luft aufgelöst.
Der Kalenderblatt-Spruch à la Menschen mit Freunden sind reich war dann wirklich der Gipfel an verlogenem Kitsch und ist wohl dem 2. Weltkrieg geschuldet.

Insofern würde ich eigentlich eher 4 Punkte geben. Aber einen Punkt dazu gibts für die Kapitalismuskritik, die für die 40er ganz schön massiv ausfällt - und einen Punkt für den großen Jimmy, bis aufs overacting. Einmal sollte man sich den schon anschaun.

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L-viz

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Bewertung5.0Geht so

Dieser Film funktioniert etwa 2/3 seiner Laufzeit sehr gut, und zwar in Gestalt des fiktionalen Biopics, das er darstellt. Ich musste hierbei an "Citizen Kane" denken, zu dem sich "Ist das Leben nicht schön?" diametral gegenüber stehend verhält. Beide Hauptfiguren scheitern schließlich auf die eine oder andere Weise. Dabei bleibt es leider nicht, denn anstatt Mr. Bailey einen würdigen Tod zu gönnen, muss zusätzlich noch ein Engel auftauchen, der den Rest des Films mit Esoterikblödsinn überzieht. Die darauf folgende Parallelwelt ist sehr einfältig gestaltet und führt im Grunde zu nichts. Es hätte eigentlich gereicht, wenn der Engel einfach gesagt hätte
SPOILER, geh mal schnell nach Hause, da haben deine Fans gerade das Geld zusammengekratzt. Denn diese "Sei-mal-froh-dass-es-ist-wie-es-ist-und-nicht-schlimmer-Lehre wird ja dadurch entwertet, dass sich alle Probleme am Schluss von selbst lösen. ENDE

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cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sicherlich geht es zwischendurch auch mal ein bisschen kitschig zu im überschaubaren Kleinstädtchen Bedford Falls, aber Kitsch in der Form, der sich wirklich gut vertragen lässt. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen, stellt "Ist das Leben nicht schön?" für mich den ultimativen Weihnachtsklassiker dar, der, wenn es sich einrichten lässt, neben "Schöne Bescherung" zum alljährlichen Weihnachtspflichtprogramm gehört!

Vorgestern war es dann wieder einmal soweit! Auch wenn ich inzwischen kein riesengroßer Fan des Weihnachtsfestes mehr bin, so lass ich mich doch immer wieder gern aufs Neue durch diesen Film, bei dem es vor allem die letzte halbe Stunde emotional in sich hat, in eine kurzzeitige Weihnachtsstimmung versetzen.

Tja, und am gestrigen Heiligabend, als wie von Geisterhand die Fernbedienung betätigt wurde, flimmerten George Bailey und der flügellose Engel Clarence in einer kolorierten Fassung über dem Bildschirm! Anfangs noch äußerst gewöhnungsbedürftig, fanden meine Augen recht schnell gefallen an dem, was sie da so sahen. Nur schade, dass der Film gerade in den letzten Zuckungen lag und somit recht unbarmherzig weitergeschaltet wurde. Naja, vielleicht komme ich ja nochmal eines Tages in den Genuss, diesen Film in Farbe zu sehen. Ansonsten reicht mir aber auch kommendes Jahr wieder die altbewährte s/w-Fassung, um den Weihnachtswohlfühlfaktor für kurze Zeit zu genießen!

Euch allen erholsame Weihnachtsfeiertage!!!

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Einar

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^ Dito! :-)


Scipio

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Klassiker - nicht mehr aber auch nicht weniger.

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Wumz

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Bewertung7.5Sehenswert

Weihnachten, der Ausverkauf der Nächstenliebe, ist kein Fest, welches mich laut jubeln lässt (der Reim war nicht beabsichtigt). Ich komme nur schwer in diese Weihnachtsstimmung, die in diesen Tagen um sich schlägt. Für mich sind Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche eigentlich nur ein willkommener Anlass mich zu besaufen und zu fressen, aber im Grunde genommen brauche ich dafür keine Feierlichkeiten und diese Glühweinplörre schmeckt mir auch nicht wirklich, Zimt hat meine Geschmacksknospen ebenfalls noch nie betört. Am liebsten verbringe ich die Weihnachtszeit sowieso in südlichen Gefilden, was mir dieses Jahr leider nicht vergönnt ist. Und doch schätze ich es dann an den Feiertagen die bucklige Verwandtschaft wiederzusehen. Ich habe hier eingangs also eher gegen die vorweihnachtliche Stimmung gewettert, denn die verbinde ich mit Stress beim Einkaufen von Geschenken in überfüllten Fußgängerzonen, schrecklicher Musik und Kälte. Weihnachten an sich ist eine schöne Sache und das Leitmotiv der Nächstenliebe bringt auch um mein Herz ein bisschen Wärme, genau wie "It's a Wonderful Life". Die doch etwas kitschiege Geschichte, was nicht negativ gemeint ist, um den verzweifelten George Bailey passt einfach perfekt zur Weihnachtszeit und macht aus "It's a Wonderful Life" einen der Weihnachtsfilme schlechthin und so komme ich nicht umhin allen Lesern meines sehr zerstreuten Textes, der diesen sehenswerten Film sicherlich zu wenig würdigt, etwas zu wünschen: Frohe Weihnachten =)

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stalker

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Frohe Weihnachten wünsch ich Dir auch!


Wumz

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Danke!


CarlSchmitt

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Bewertung10.0Herausragend

Als ich "Ist das Leben nicht schön?" vor etwas über einem Jahr zum ersten Mal sah, musste ich mir eingestehen, dass dies einer der besten Filme ist, die ich bis dato gesehen habe. Dabei ist "Ist das Leben nicht schön?" kein außergewöhnlicher Film im Sinne einer abgefahrenen Story, verrückter Charaktere oder besonderer Dialoge. Nein, es ist ein klassischer Film der von Anfang bis Ende sehr geradlinig daher kommt. Seine Attraktivität, die ihn von den meisten anderen Filmklassikern abhebt, bezieht er zum Einen aus seiner emotionalen Komponente und zum Anderen aus seiner Aktualität. "Ist das Leben nicht schön?" ist ein emotionaler, kitschiger Film, der aber gerade deswegen auch besonders gut die negativen Phasen unseres Lebens beleuchtet. Auf eindringliche Art und Weise versucht uns Capra klar zu machen, dass wir auch in einer von Profitstreben und Distanzierung geprägten Gesellschaft füreinander sein müssen. Das ist das eigentliche Thema des Films - und nicht die Rettung durch Gott, wie es in der einen oder anderen Kritik vor mit moniert wurde. Womit wir auch schon beim zweiten Punkt wären, den "Ist das Leben nicht schön?" so fantastisch macht. Heute, fast 70 Jahre nach Veröffentlichung des Films", sind viele Tatbestände, die in Capra's Klassiker dargestellt wurden, präsenter denn je. Vor allem die Exzesse auf dem Finanzsektor zeigen deutliche Parallelen zum Auftreten von Mr. Potter, der in dem Film den Bösewicht spielt, einen aggressiven Kapitalisten, der aus Profit- und Machtstreben zu fast allem bereit ist. Es scheint so, als würde der Duktus von Mr. Potter (überragend gespielt von Lionel Barrymore) auch heute noch in internationalen Großkonzernen und Investmentbanken umher spuken. Wir haben es hier also mit einen wirklich reizvollen Klassiker zu tun. Ein emotionaler, kitischiger, fast schon kapitalismuskritischer Film, der die Solidarität innerhalb der Gesellschaft zur moralischen Pflicht erhebt. Noch dazu ist "Ist das Leben nicht schön?" der wohl klassischste aller Weihnachtsfilm. Für mich ist er deswegen einer meiner Lieblingsfilme, ein rührender aber dennoch nachdenklich stimmender Film, der an Aktualität nichts eingebüßt hat. Nicht zu Unrecht ist dies einer von drei Filmen, von dem ein Filmplakat in meinem WG-Zimmer hängt ;-) 10/10.

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Mac_C_Tiro

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Bewertung4.0Uninteressant

Für die Nachkriegszeit typische, sentimantal bis kitschig inszenierte Wohlfühlkomödie für ein Amerika das im 2. Weltkrieg weit mehr verloren als gewonnen hat. Simple Story über einen Gutmenschen der vom Glück und dank dem lieben Gott gerettet wird und nach semikatastrophalen Qualen in sein geliebtes, spießiges Kleinbürgertum zurückkehren darf. Die Problematik an sich ist interessant und nahe am Puls der Zeit, leider wird sie nur seicht behandelt und Lösungslos belassen. Schade drum...

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Brentano

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Yes


jollyroger

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Treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen.


Cellmorbasg

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Bewertung9.0Herausragend

Es sind Menschen wie George Bailey die diese Welt jeden Tag ein bisschen besser machen und dieser Film setzt ihnen ein Denkmal. Verkörpert durch James Stewart zeigt der selbstlose Charakter wie ein Leben trotz oder gerade wegen verpasster Chancen glücklich machen kann. Keine Einbahnstraße in der es immer geradeaus geht, sondern viele Kreuzungen müssen passiert werden und manchmal ändert sich eben die Richtung. Doch es sind nicht nur die Wendungen die Georges Leben ausmachen, es ist vor allem seine Hilfsbereitschaft für die er nie überlegen muss, sie kommt einfach aus seinem Herzen. So wird das Ende der rührende Höhepunkt des Films: Gebe, und dir wird gegeben werden.

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longus69

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Bewertung9.5Herausragend

DER Weihnachtsfilm !!!!!

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standec

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Bewertung5.0Geht so

„Ist das Leben NICHT schön(?) “ gilt als Klassiker - auch auf diesem Portal dominieren sehr lobende Bewertungen seiner. Weniger enthusiastische Kommentare finden sich auch, werden aber nicht sehr konkret. Meine Bewertung wird den geneigten Leser bereits auf eine weniger von Begeisterung getragene Auffassung eingestimmt haben, welche zu begründen ich nun bemüht bin.

Die vorliegenden künstlerischen und technischen Qualitäten dieses Filmes lasse ich dabei eher unberücksichtigt, denn mir scheint die hier vorzufindende Argumentation angesichts der Bedeutung ihres Gegenstandes als das wesentliche. Im Grunde ist es nämlich eine interessante Frage, mit der hier getitelt wird, nur dass ihr nun natürlich nicht ernsthaft nachgegangen wird, wie es wohl seiner Zeit z.B ein Arthur Schopenhauer versuchte. Wehrend hier dieser Philosoph übrigens zu einer verneinenden Haltung gelangt sein soll, ist diese Fragehier aber freilich rein rhetorisch, also nicht wirklich gestellt, sondern eine bejahende Feststellung, weil ja schließlich auch vom Filmplakat bereits jeden Zweifel vernichtend beantwortet. Es ist wohl auch zu vermuten, dass eine solche Botschaft von nicht wenigen heiß ersehnt, möglicher weise zu bereitwillig zugestimmt wird; vielleicht wurde der Filmtitel aber auch nur so grandios falsch gewählt, dass mir nun dessen Inhalt als eine so dermaßen zynisch, spießbürgerliche Belehrung erscheint.

Nachdem über die eigentliche Frage nun so süffisant weggegangen wurde, kann nun spielend jede Todessehnsucht als bloße Narretei aufgezeigt werden. Mir kommt dabei Monty Pytons "always look on the bright side of life" in den Sinn - "Zur Kreuzigung? Den Gang entlang. dann links, bitte jeder nur ein Kreuz". Vielleicht ligt es ja nur an mir selbst, diesen Film überhaupt erst als eine Anti-Suizid Botschaft aufzufassen. Auch eine solche dürfte in einem gewissen Zuschauer-Spektrum auf vielleicht nur unvorsichtige Dankbarkeit stoßen. Kann dieser Film nämlich entsprechende ernsthafte und nachhaltige Gedanken zerstreuen, welche aber vielleicht nur wenige wirklich durchleben? Vor solchem Hintergrund könnte die vorgebrachte Argumentation als besten Falls infantil, vielleicht schon leichtfertig, oder doch gar als wahrlich boshaft erscheinen. Abwegig ist schon die hier verwendete „alles-wird-wieder-gut-Argumentation“, die nun natürlich wenig glaubhaft an den Haaren eines Engels herbeigezogen wird. Diese "Beweisführung" gründet nun auf einer aufgezeigten klischeehaften Idylle mit schöner Frau, lieben Kindern, Ansehen und Karriere, und löst sich ohne diese, nicht für jedermann (Frau) realistischen Ingredienzien aber gleich wieder in Luft auf.

Was also mag eine wirklich von Todessehnsucht beherrschte Seele von diesem Film halten?

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Brotkind

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Bewertung9.0Herausragend

Sommer: Ich surfe etwas im Internet, auf der Suche nach DVD-Schnäppchen. Das sehe ich plötzlich "Ist das Leben nicht schön?" zu einem unschlagbaren Preis. Ich bestelle die DVD und nehme mir vor, sie an Weihnachten zu gucken.
29. Dezember: Was? Weihnachten ist schon wieder vorbei? Dieses komische Fest verschwindet genauso plötzlich wie es kommt. Aber ich habe hier ja immernoch ungesehen "Ist das Leben nicht schön?" liegen. Naja, einfach rein in den Player, die Weihnachtsdeko ist ja auch noch da, also was soll's.
130 Minuten später: Oh man, war das schön. Ich habe noch nie bei einem Film geweint, doch bei diesem war ich kurz davor. Das Ende war so schön. Okay, er war kitschig. Na und? Ein Weihnachtsfilm von Frank Capra mit James Stewart muss kitschig sein. Ab jetzt wird dieses wunderschöne Meisterwerk jedes Jahr geguckt. Dann aber an Weihnachten, und nicht zwei Tage später.

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filmschauer

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Bewertung9.0Herausragend

Frank Capras Filme besitzen, obwohl sie schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben, einen unverwechselbaren Evergreen-Faktor, sei es aufgrund des Gutmenschentums in seinen Thematiken, der geschickten Inszenierung oder der hochklassigen Schauspielerwahl. Auch deshalb ist sein "Ist das Leben nicht schön?" nicht nur in den USA zu einem der beliebtesten Weihnachtsfilme avanciert. Das Handwerk könnte mittlerweile etwas überholt wirken, doch im Herzen kann dieser Film nicht altern. Die Lebensgeschichte dieses George Bailey, die anhand punktueller Abschnitte erzählt wird, mag zwar direkt an die essentielle amerikanische Geschichte der 20er bis 40er Jahre geknüpft sein (u.a. Wirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg), im Grunde aber greift er zwischenmenschliche Angelegenheiten und Probleme auf, die noch heute wirken wie eh und je. Der Schlüssel ist sicherlich das Mitwirken von James Stewart, der hier nicht zum ersten Mal erfolgreich mit Capra zusammenarbeitet. Die Darstellung einer wie so oft einfühlsamen und liebenswerten Hauptperson, die eigentlich nur ganz 'normal' und anständig sein Leben bewältigen will, gelingt ihm wie so oft in der Filmgeschichte ausgezeichnet. Viele Szenen würden unter einer anderen Besetzung kitschig und aufgesetzt wirken, in diesem Fall ist es zutiefst menschlich und vielleicht auch (sozial-)romantisch. Ganz besonders die letzte halbe Stunde, die mit einem auf den ersten Blick vergnüglichen Drehbuchkniff spielt, entpuppt sich als der entscheidene emotionale Faktor, um in einer zu Tränen rührenden Endeinstellung zu kulminieren. Meisterliches Wohlfühlkino also aus dem Hause Capra mit unvergesslichen Szenen traurigschöner Dramatik, der vollkommen zurecht seinen Klassikerstatus genießt. Und das wohl noch viele weitere Jahre lang.

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hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

It´s a wonderful Life

Ich weiß die Weihnachtstage scheinen bereits gezählt bzw. sind doch jetzt schon um. Doch würde mich jemand fragen, welcher unter diesen Filme, welche ich in dieser besinnlichen Zeit schaute bzw. stets schaue mein Favorit gewesen wäre, so hätte ich doch stark grübeln müssen. Es ist sicherlich schwer das eindeutig zu bestimmten, doch muss ich nun zugeben, dass bei mir da ein Film immer einen besonderen Status hatte. Ein Evergreen des Weihnachtsfilms (und nein das ist eigentlich auch kein Genre), es handelt sich dabei um Frank Capra´s unvergesslichen Klassiker "Ist das Leben nicht schön?" aus dem Jahre 1946 nach einer Erzählung von Philip Van Doren Stern, heute millionenfach zitiert und Anspielungen gibt es sicherlich genug, ironischerweise damals ein kommerzieller Flop.

Aber genug davon, die Handlung sollte eigentlich fast jedem bekannt sein, ich hoffe selbst wenn man den Film an sich nicht kennen sollte, so hörte man bestimmt schon von dieser hoffnungsvollen und doch rührenden Handlung, an sich zwar recht simpel, doch einfach perfekt für einen solchen Film, nicht mehr und nicht weniger, über Gemeinschaftlichkeit in einer kleinen Stadt, Zuneigung, Freundschaft, Zusammenhalt und noch vieles mehr, wunderbare wie auch zunächst traurige Geschichte: Es ist Weihnachten (was sonst?) George Bailey hat ein Leben lang hart gearbeitet, viel riskiert, doch dann passiert es, dass sich George im entscheidenden Moment verschuldet, durch ein Missgeschick. Er sieht keinen Ausweg mehr, keinem Sinn, er will sich umbringen. Doch der Himmel lässt nicht lange auf sich warten und schickt einen zuverlässigen, irgendwie jedenfalls, Mitarbeiter bzw. Engel zu Bailey, dieser führt ihm vor Augen was aus der Stadt und den Menschen geworden wäre ohne ihn....

Die Hauptrolle des verzweifelten George Bailey, der den Sinn seines Lebens nicht mehr sieht und daher Selbstmord begehen möchte, wurde hier natürlich mit einem der größten (damaligen) Hollywoodstars besetzt (wie könnte man anders?), dabei absolut perfekt James Stewart. Der den Film gekonnt über die vollständige Laufzeit trägt und zu überzeugen weiß, eine erneute Meisterleistung unter Capras Regie, sodass er nunmal wieder in echter Hochform zu bestauen ist, eine ganze Palette an Gefühlen und Emotionen bringt er gekonnt rüber, von absoluten Tiefen seiner Selbst, zu Frohmut, Glück, Liebe, Freude, oder wieder zur Trauer und Verzweiflung; all das (und vieles mehr) weiß Stewart exzellent in seinem Spiel miteinzubringen und das macht seine Darstellung doch gerade so brillant und seine Figur endlos sympathisch. Neben ihn aber auch glänzend ausgewählt Donna Reed (bezaubernd) als Mary, Georges große Liebe, Lionel Barrymore als profitgieriger und scheinbar tatsächlich herzloser Mr. Potter (Barrymore: Im Böse sein extrem gut, so gesehen altmodischer Dagobert Duck ohne Liebe) und Henry Travers (himmlisch amüsant und dabei auch sehr sympathisch) als rettender Engel in Mission Clarence bzw. EZ2, somit ohne helfende Flügel, denn ohne Fleiß keinen Preis, so setzt auch er alles um George zu helfen und ihm verständlich zu machen, worin der Sinn seines Lebens liegt, teilweise auch zum Eigennutz. Aber sonst ein hilfsbereites Kerlchen.

Dabei ähnelt Capra´s Erzählung glatt einem unbeschreiblichen und schönem Märchen aus alten Tagen, sogar fast episodenhaft erzählt (von Baileys Jugend bis zu seinen Leben als Erwachsener als auch sein großer Aufstieg und letztendlich der Tag des Geschehens: Weihnachten), das kompakt in einem Film vereint. Capra wandelt auf dünnem Eis, wechselt stets zwischen Humor und Gefühl, verfällt aber nie dem vollständigen Kitsch und die doch vorhandene Sentimentalität bekommt schlussendlich noch einen Schuss Ironie und Witz angereichert, sodass das Ganze stets schwungvoll und mitreißend bleibt, existieren tut sie dennoch. Wie gesagt eine Story phantasievoll gemacht und doch mit puren Realismus angelegt, insofern sogar einen Hauch gesellschaftskritisch. Etwas naiv, aber trotzdem bemerkenswert liebevoll und intelligent und im Film an sich steckt schon der pure Optimismus und mit Moral verziert. Die Umsetzung eh einfallsreich, von bissig-ironischen Untertönen und liebevollen Charakteren, somit teilweise doch auch recht amüsant, aber eben auch irgendwie ergreifend, mir geht da jedenfalls fast immer das Herz auf. Da werde ich schon wieder sentimental. Zudem von der Kamera noch in eine traumhafte wie auch stimmige Weihnachtsatmosphäre gehüllt, schön gefilmt und toll bebildert, da vergisst man die kalte Zeit und beginnt sich von diesem Werk absolut hinreißen zu lassen und man spürt die Wärme.

Was soll ich sagen, ich weiß nur, dass "Ist das Leben nicht schön?" zu meinen absoluten Favoriten unter den Weihnachtsklassikern zählt, ein wirklich liebenswürdiges und märchenhaft-schönes Meisterstück mit starkem Jimmy Stewart, herzlich als auch berührend, immer wieder gern gesehen. Ein filmischer Weihnachts-Evergreen halt, aber auch außerhalb der Saison mehr als tauglich.

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filmschauer

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Elegant den Ball zurückgespielt. Dankeschön. ;)


hoffman587

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Man versucht sein bestes und bitte gerne. ;-)


potatosoup

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Bewertung9.0Herausragend

Gerade in der Weihnachtszeit zusammen mit heißem Kakao und Plätzchen wunderschön.

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swissroland

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es kann nur einen geben :)
Der einzig wahre weihnachtsfilm.
Wäre ich weiblich, würde ich heulen

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Squidward

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film wirft erstaunlich zeitgemäße Fragen auf, beantwortet sie aber leider nicht. Was wäre denn der richtige Gegenentwurf zum "bösen" Kapitalismus Potters? Etwa das Gutmenschentum Baileys, der durch seine Nachgiebigkeit seine Bank an den Rand des Ruins treibt, dann aber gerade noch mal Glück hat? Sowas funktioniert doch echt nur im Film.

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KlausTrophobie2011

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Es gibt mehr als zwei Extreme. Dein polarisiertes Denken wird dir keine Unterstützung sein, Antworten auf die von dir aufgeworfenen Fragen zu finden.


Squidward

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Die zwei Extreme hab ich mir nicht ausgedacht, die stecken schon im Film drin (Potter vs. Bailey). Natürlich kann man die Arbeit eines Bankmanagers auch differenzierter schildern, aber das macht der Film halt nicht.


Holziade

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ja ist denn das Leben nicht schön? Doch ist es! Vor allem nach dem Genuss dieses Weihnachtstraums. Ein absolutes must see zur Weihnachtszeit, Jahr für Jahr immer wieder schön. Ein Genuss für die ganze Familie, da darf man gerne naschen (sogar ohne zuzunehmen - Weihnachtskekse lassen grüßen...).

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Xebeche

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Bewertung9.0Herausragend

"Ist das Leben nicht schön?" ist vielleicht DER Weihnachtsfilm. Obwohl triefend vor Kitsch in seiner Darstellung eines Gutmenschen, ohne den die (Kleinstadt-)Welt ein ganzes Stück schlechter wäre, schafft er es immer wieder, tief zu berühren. Der Film ist so wohltuend, man muss ihn einfach mögen.

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