Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Mirror Mirror (2012), US Laufzeit 106 Minuten, FSK 0, Drama, Fantasyfilm, Abenteuerfilm, Komödie, Kinostart 05.04.2012


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von Tarsem Singh, mit Julia Roberts und Lily Collins

Spieglein Spieglein erzählt die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen. Lily Collins hat Haar so schwarz wie Ebenholz und Haut so weiß wie Schnee. Julia Roberts als böse Schwiegermutter kann das nicht gelten lassen.

Die Sympathien werden klar verteilt sein in Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen: Die Narzisten unter uns werden eher zur bösen Königin halten, der Rest verteilt sich auf die anderen Charaktere des Märchens. Spieglein Spieglein hält sich relativ eng an die Grimmsche Vorlage: Wieder soll die schöne Stieftochter namens Schneewittchen (Lily Collins) beseitigt werden, da sie der eitlen Stiefmama (Julia Roberts) ein Dorn im Auge ihres gespiegelten Antlitzes ist. Doch die in den Wald Verbannte wird nicht Opfer der wilden Tiere, sondern verbündet sich mit einer Bande dort hausender Banditen, die nicht von ungefähr mit den Sieben Zwergen Ähnlichkeit haben. Als auch noch ein edler Prinz (Armie Hammer) zwischen die Fronten der Königin und Schneewittchens gerät, steht der ganz große Ärger im Königreich an.

Hintergrund & Infos zu Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
2012 sollte nicht nur das Jahr von The Dark Knight Rises und Prometheus – Dunkle Zeichen werden, sondern auch das von Schneewittchen. Der Evergreen der Gebrüder Grimm (die wohl berühmteste Verfilmung stammt aus dem Jahre 1937 und dem Hause Disney) wurde zum Wettstreitthema der Studios auserkoren. Tarsem Singh realisierte mit Spieglein Spieglein die quietschbunte Version für Relativity Media, welcher Universal Pictures mit Snow White and the Huntsman eine ungleich düstere Neuinterpretation entgegen hielt. Hier spielen Kristen Stewart als Schneewittchen, Charlize Theron als böse Königin und Sam Claflin als Prinz die Hauptrollen. Wer auch immer den Wettstreit am Ende für sich gewinnen konnte, der Spiegel gab in beiden Fällen eine glänzende Figur ab.
Während Julia Roberts von Anfang an die erste Wahl für Spieglein Spieglein war, war für die Rolle der Schneewittchen zunächst Saoirse Ronan vorgesehen. Für den Prinzen hingegen waren zunächst u.a. Alex Pettyfer und James McAvoy im Gespräch, bevor Armie Hammer den Zuschlag bekam. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
Genre
Drama, Märchenfilm, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Komödie
Zeit
Vergangenheit
Ort
Märchenland, Märchenwelt
Handlung
Abenteuer, Apfel, Ball, Ballsaal, Duell, Erzfeind, Fehde, Feindschaft, Frauenschwarm, Gebrüder Grimm, Gefahr, Gift, Hexe, Hexerei, Hütte im Wald, Kampf, Konkurrenz, König, Königin, Königreich, Maskenball, Märchen, Märchenfigur, Prinz, Prinzessin, Raubüberfall, Rivalen, Räuber, Schneewittchen, Schwert, Schwertkampf, Schöne Frau, Schönheit, Schönheitswettbewerb, Spiegel, Spiegelbild, Stiefmutter, Transformation, Verlieben, Wald, Zwerg
Stimmung
Eigenwillig, Gutgelaunt, Romantisch
Verleiher
Studiocanal GmbH Filmverleih
Produktionsfirma
Goldmann Pictures, Misha Films, Rat Entertainment, Relativity Media, Yucaipa Films

Kommentare (115) — Film: Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen


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DutchSchaefer

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Bewertung6.0Ganz gut

Nachdem ich sehr geringe Erwartungen an dem Film hatte, wurde ich größenteils überraschend gut unterhalten. Was Visuelles angeht, hat Regisseur Tarsem Singh einiges drauf, was dem Film einen schönen Stil verleiht. Besonders die Ausstattung ist sehr gut gelungen. Noch dazu hat der Film einige nette Einfälle und setzt die Schneewittchen-Geschichte auf seine ganz eigene Art um. Anders als befürchtet, ist der Film wenig kitschig und ist insgesamt ziemlich unterhaltsam, da er auch einen ganz guten Humor hat. Highlight des Films ist wohl Julia Roberts, die als böse Königin einen guten Job macht und sichtbaren Spaß an der Rolle hatte.

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Borke

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Bewertung5.0Geht so

Eine humorvolle Interpretation von Schneewitchen.
Leider hat der Humor, trotz ein paar guter Ideen, nicht so wirklich zünden wollen. Man kann ihn durchaus mal ansehen, sollte aber nicht zu viel erwarten.

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HulktopF

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Bewertung6.0Ganz gut

fängt interessant an, hat schräge ansätze, ist aber in der ausführung etwas halbherzig..

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TheEighthHorcrux

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Frische, interessante Neuinterpretation des Märchens, optisch sehr ansprechend und mit Julia Roberts als perfekt witzige Verkörperung der fiesen Königin.
Einziger Minuspunkt für mich ist, dass der Film teilweise eher als Kinderfilm rüberkommt.
Trotzdem witzig und sehenswert und garantiert besser als der Schrott aus dem gleichen Jahr, in dem Kristen Stewart mitspielt.

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Clamio

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Bewertung5.5Geht so

Zum Einmal anschauen reicht es.

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Martin Oberndorf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schneewittchen - #whiteedition

Ja, ich habe mich kurzerhand entschlossen, mir die beiden großen Schneewittchenverfilmungen aus 2012 zu besorgen. So im direkten Vergleich also.
Immerhin: zwei in meinen Augen begnadete Schauspielerinnen in der Rolle der bösen Königin, die Trailer beider Werke sahen großartig aus und nichts deutete daraufhin, dass mir die Werke missfallen könnten.
Also... hier kommt mein Kommentar zum ersten, nämlich "Spieglein Spieglein".
...
Da ist sie also, die hellere, aufmunterndere, fröhlichere und lieblichere Version des Märchens.
Als Schneewittchen: Lily Collins
Als böse Königin: Julia Roberts

Schneewittchen wird von ihrer Stiefmutter, der bösen Königin, gefangen gehalten und darf selbst an ihrem 18. Geburtstag ihren Raum nicht verlassen. Die Königin selbst hat jedoch ebenfalls zu kämpfen: ihr Jugendwahn macht ihr schwer zu schaffen. Sie ist nicht mehr die Jüngste, doch durch Kosmetik, prunkvolle (und viel zu enge) Kleider und dem richtigen, jungen Mann an der Seite kann man gekonnt tricksen. Es handelt sich ja auch nur um "Fältchen". Leider leidet das Volk sehr unter dem ausschweifenden Lebensstil der Königin, als dass es in Form von Steuern dafür blechen muss und selbst der Armut verfallen ist. Doch auch das reicht nicht: man kann es drehen und wenden wie man will - der Palast ist pleite!
Es gibt nur eine Lösung: die Königin muss einen reichen Prinzen heiraten. Der Traumgatte hat allerdings nur Augen für Schneewittchen, die zusammen mit den diebischen Zwergen nur am Wohle des Volks interessiert ist...

"Ihr seid garnicht so ein jämmerlicher Waschlappen wie ich immer geglaubt habe."
"Das ist das netteste, was ihr je zu mir gesagt habt."

"Spieglein Spieglein" hält sich zum Einen an das Originalmärchen, in Form der Grundsituation, der Figuren (mit Ausnahme des Jägers) und der bekanntesten Szenen und Zitate verändert aber einige Ansätze, parodiert die Geschichte und dreht einige Szenen gänzlich um, um einen anderen Storyverlauf zu erschaffen.
Dabei bleibt "Spieglein Spieglein" stets sehr kindgerecht, als dass eventuelle bedrohliche und düstere Szenen nie ausgeschlachtet werden und immer mit überdeutlichem Humor gespickt sind, zumeist ist der Film aber hell und fröhlich. Es gibt immer wieder pazifistische Botschaften, sowie Anregungen, das Richtige zu tun.
Der Humor und die Bildsprache sind auch kindgerecht, sodass der Film auch für einen Abend mit der ganzen Familie bestens geeignet ist.

Eines fällt sofort auf, nachdem der Film eingelegt wurde: ATEMBERAUBENDE Kostüme und Kulissen. Die Gewänder in diesem Film nicht nur märchenhaft sondern einfach wunderschön, selbst, wenn man auf so etwas normalerweise garnicht so achtet.
Ansonsten:
Eine wirklich fantastisch besetzte Julia Roberts, der die Rolle auf den Leib geschneidert scheint.
Ihre Performance wirkt stellenweise sehr selbstironisch, da auch sie weiß, dass die hübsch ist, aber allmählich zu altern beginnt. Ihre Rolle ist in dieser Art aber so komödiantisch überzeichnet, dass es unheimlich viel Spaß macht, ihr zuzusehen, wie sie immer wieder versucht, sich hübsch zu profilieren und Schneewittchen kleinzureden.
Diese ist übrigens auch toll besetzt, da Lily Collins sowohl optisch als auch von ihrer Ausstrahlung her die Lieblichkeit und Güte ihrer Figur perfekt verkörpert und sich somit als echter Glücksgriff herausstellt.

Wo "Spieglein Spieglein" ungemein punkten kann, ist, dass er trotz seines oftmals ironischen Humors stets zauberhaft bleibt.
Vorwiegend handelt es sich um eine Märchenverfilmung, dann um eine Komödie.
Dabei ist der Film aufwändig und liebevoll gestaltet, sodass er groß und klein Spaß macht.
Eine gewisse Affinität für kindliche Macharten schadet aber nicht.
Gerade bei Märchen kommt das in meinen Augen wunderbar an.
Es macht einfach unheimlich viel Spaß, dieser kleinen, unheimlich sympathischen Welt um Schneewittchen zuzusehen, wie sie sich entwickelt. Als Erwachsener und Kind.
Da braucht es keine klugen, philosophischen Ansätze, keine Brutalität, keinen Ernst.
Da lässt man sich einfach in diese traumhafte Welt fallen und sich von all dem Zauber fesseln. Dann hat man auch eine wunderbare Zeit!

"Spieglein Spieglein" ist ein Film, der einfach unheimlich süß, witzig und unterhaltsam ist, und auch das Potenzial hat, eines meiner liebsten Feel-Good-Movies zu werden.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

psychobasti

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Schöner Kommentar. :) Ich glaub den schau ich mir nochmal an, hat mir beim ersten mal schon gut gefallen (7 Punkte) und vor allem besser als Snow White and the Huntsman.


Martin Oberndorf

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Danke sehr!
Dann tu das! Ist sicher ein Filn von der Spate "Kann man immer wieder gucken"
SWATHM fand ich aber auch große Klasse.
Sogar noch etwas besser als den (ich steh auf solche Fantasyspektakel und Charlize Theron spielte göttlich).


sacheria

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Ich hab jetzt den Trailer von Spieglein Spieglein gesehen und muss sagen, dass es eigentlich ganz ansprechend aussah. In wiefern kann ich bei dem Film einen Bezug auf Maleficent ziehen? Ist diese Verfilmung besser gemacht? Wie abweichend ist der Film von der wahren Geschichte? Also wie viel Märchenreiz geht hier verloren oder wird tatsächlich dazu gewonnen?

Lg Manu

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JokerReviews

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Bewertung3.0Schwach

"Spieglein, Spieglein" kam im gleichen Jahr wie "Snow White and the Huntsman" heraus, welchen ich unfassbar enttäuschend fand. Also war ich ganz optimistisch, dass mir zumindest diese Schneewittchen Neuinterpretation gefallen könnte. Erst mal positiv zu erwähnen ist, dass man hier nicht so wahnsinnig war und Kristen Stewart als Schneewittchen besetzt hat (was kommt als nächstes Justin Bieber als He-Man?). Leider wars das fast schon mit den Lobeshymnen, denn auch wenn ich es immer noch nicht ganz fassen kann muss ich knallhart sagen, dass ich Spieglein Spieglein richtig richtig schlecht fand und Snow White and the Huntsman sogar noch unterbietet.

Schneewittchen lebt gefangen im Schloß bei ihrer bösen Stiefmutter, der Königin. Eines Tages soll sie umgebracht werden doch ihr potenzieller Mörder lässt sie laufen. Und so landet sie bei den 7 Zwergen, mit denen sie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell anfreundet. Schnell stellt sie fest, dass die Königin nicht nur sie sondern auch das ganze Volk schlecht behandelt hat und so schließt sie sich den Zwergen an und wird eine tapfere Diebin. Allerdings werden nur die Reichen beklaut und das Geld wird unters Volk gebracht.

Ich habe absolut nichts gegen Reboots, Neu - und Eigeninterpretationen, aber man sollte bei solchen Werken zumindest minimal erkennen können worauf das Werk ursprünglich basiert. Hier ist nichts davon zu spüren, das Originalwerk wird völlig durch den Kakao gezogen aber leider fast schon auf unfreiwillige Art. Der Film versucht auf biegen und brechen witzig zu sein und wiederholt sogar oft die selben Scherze was sehr an den Nerven zerrt. Durch diese absurden Albernheiten kann der Film auch nicht bei den ernsten Momenten überzeugen. Achja und wer schon immer eine total grauenhafte Bollywood Nummer in einem Schneewittchen Film sehen wollte ist hier genau richtig.

Die Schauspieler agieren ebenfalls auf unterem Niveau. Lily Collins, Tochter von Phil Collins, ist zwar optisch wunder wunderschön aber was nützt das wenn man nicht schauspielern kann? Man merkt fast schon, dass sie sich irgendwie nicht wohl fühlt in ihrer Rolle und völlig monoton und frei von Emotionen agiert. Aber die größte Sauerei war Julia Roberts als böse Königin, schon so ein Widerspruch in sich wie ich finde. Roberts versagt in der Rolle komplett und spielt so schlecht und spricht mit einem so schlechten und gezwungene Akzent, dass sie für mich eine größten Fehlbesetzungen überhaupt in diesem Film ist. Immerhin waren die 7 Zwerge auf Ok-Level und auch der 3minütige Überraschungsauftritt eines Game of Thrones Stars war praktisch besser als der gesamte Film.

Fazit : Fürs 11 Uhr Programm im Kinder-TV ist der Film vielleicht richtig. Kostüme und Optik sind nett, aber der Film an sich ist ein katastrophaler Fehlschlag und scheitert praktisch in allem was er gerne sein will. Lange habe ich keine so schlechte Märchen Adaption gesehen und ich bin froh, dass es dieses Jahr Maleficent gab der uns gezeigt hat wie man so einen Film richtig macht. Disney übernehmen sie!

3/10

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lirgg1991

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich find diese Version von Schneewittchen toll. Es muss nicht immer alles exakt wie die Vorlage sein. Die Zwerge habe ich zum brüllen komisch gefunden! Für Kinder vielleicht etwas ungeeignet.

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hallidalli

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Bewertung4.0Uninteressant

Annehmbarer bunter Film der sich leider auf wenige Kulissen/Landschaften beschränkt die dann ärgerlicherweise auch noch aus den Computern kommen!!

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mikkean

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Bewertung6.0Ganz gut

Die gute alte Mär von Schneewittchen, jetzt mal ganz anders. Als gigantomanisches, kunterbuntes Zuckerwatten-Augen-Bonbon. Mit Julia Roberts, die durch die Kulissen stampfen darf und als böse Königin Jugendwahn und Geldknappheit zu trotzen versucht. Lily "Genau-die-Tochter-von-dem-Phil" Collins als gutherziges Schneewittchen, das eigentlich naiv und weltfremd sein müsste, dann aber doch ziemlich schlitzohrig daherkommt. Und auch die sieben Zwerge sind nicht mehr im Diamanten-Abbau-Geschäft, sondern verdingen sich als akrobatisch begabte Räuber.

Alles klar? Na wunderbar. "Spieglein Spieglein" möchte der etwas andere Märchenfilm sein, mehr als eine Disney-Real-Version. Dafür fährt Regisseur Tarsem Singh einiges auf. Wie immer zeigt sich dabei, dass Singh zu den visuell begabtesten Filmemachern Hollywoods gehört. Sein Snow White sieht klasse aus und erinnert mit seiner Fülle an Details an Tim Burtons "Charlie Und Die Schokoladenfabrik". Weil auch Singh in die Vollen geht, dabei leider am fundamentalen Kleister vermissen lässt, der optische und inhaltliche Reize zusammenhält.

So ist seine Schneewittchen-Version ein vergnüglicher Film, bei dem vor allem Julia Roberts in ihrem Beauty-Boot-Camp amüsiert oder Nathan Lane als ihr Speichellecker. Die Spitzen bleiben jedoch eher kindgerecht, weswegen der Film dann auch insgesamt für die ganze Familie gemeint ist. Am besten aber bei den kleinen Zuschauern funktioniert. Wir Größeren dürfen oder müssen halt immer fragen, ob die eine oder andere Entwicklung (Schneewittchen rasche Wandlung zur ausgebufften Freibeuterin an Land, die gesamte Magie) besser als Parodie oder als niedliche Naivität funktioniert.

Im direkten Vergleich zum Konkurrenten "Snow White And The Huntsman" (den ich immer noch als herrlichen Quatsch mit verdeckten Qualitäten erachte), ist Tarsem Singh vielleicht die optisch schlüssigere Version gelungen. Ein Märchenfilm, der sich ganz wie ein Märchen anfühlt und keine unnötigen Anleihen heranzieht, um sich aufzumotzen. Als eben jenes Märchen ist die Erzählweise aber auch zielstrebig engstirnig. Vorhersehbare, harmlose Gags werden einer satirischen Betrachtung bevorzugt (Kinder-)Augen dürfen funkeln, indem sämtliche dunklen Elemente abgeschwächt werden. Interessanterweise erinnert mich "Spieglein Spieglein" oft an die unterschätzte Schneewittchen-Variante mit Sigourney Weaver. Nur war diese konsequent karg, erwachsener und zeigte die böse Königin teilweise als Opfer des unbarmherzigen Wettrennens mit der Jugend.

Dass sich davon sogar nichts in "Spieglein Spieglein" findet, ist natürlich kein Verbrechen. Der Film widmet sich ganz seinen optischen Vorzügen und bleibt damit ganz dem Motto der bösen Königin: Die Oberfläche ist alles, was zählt.

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AmeliaPond

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Den mochte ich gerne.Schon allein weil er sich traut so bunt zu sein,wo doch dunkel und bierernst gerade angesagt ist. :)


mikkean

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Optisch ist er erste Sahne, Oberliga der Märchenfilme. Die Zwergentruppe gefiel mir besonders. Aber auch Julia Roberts ist ein Volltreffer, weil sie solchen Spaß beid er Sache hat. Ich verstehe aber auch, dass viele den Film als unentschlossen auffassen. Will er nun ganz kindgerecht sein oder hätten ein paar erwachsenere Verweise reingepasst. Auf jeden fall ziehe "Spieglein Spieglein" den neuesten Märchen-Versionen der ARD vor. Bereitet mir mehr Freude :)


Zuckerspinne

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Bewertung5.5Geht so

Spieglein Spieglein ist nett.
Das Setting ist "nett", die Kleider sind "nett", die Story ist ganz "nett", die böse Königin ist viel zu "nett" und Schneewittchen, oder hier auch Schneechen genannt, ist leider auch nur ganz "nett".

Es ist alles ganz ok. Aber eben, ihr ahnt es sicher schon, alles ist irgendwie nur ganz "nett".
Wenn man nichts erwartet, wird man "nett" unterhalten und das war's dann auch schon.

Übrigens fand ich Julia Roberts gar nicht mal so gut. Sie wirkte auf mich, nun, wie Julia Roberts. Nicht wie die böse Königin, dafür war sie zu, ja wirklich, viel zu "nett".

Eine richtig böse Königin, lehrt einem das fürchten und gibt auch nicht so schnell auf.
Für mich war ja Sigourney Weaver die beste, böse Königin. Obwohl ich Charlize Theron auch toll fand.

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Filmfan30

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Bewertung3.0Schwach

Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist die schlechteste Schneewittchen-Verfilmung im Hollywood-Land?

The Huntsman konnt' den Titel nicht kriegen, so bringt Lilly Collins die Unterhaltung zum Erliegen. Schreckliche Kostüme, kitschige Handlung, vom klassischen Märchen zur Fantasyschnulze, welch' Wandlung! Einzig Roberts reißt es raus, damit es etwas besser wird, der Graus. Bleibt bei Disney, seid so gscheit, da gibt sich zwar Zeichentrick das Geleit, aber dennoch sind die Zwerger netter, Schneewittchen hübscher und die Handlung besser.

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Filmfan30

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Ich glaub, die haben beim Produzieren Koks genommen. Ich stelle mir das so vor: Produzent nimmt ne Nase voll. "Weiß wie Schnee....Ah, super Idee, machen wir einen Schneewittchen-Film und geben ihr den Spitznamen Schneechen." - "Weiß wie Schnee, Augenbrauen so schwarz wie Ebenholz...." - "Ja, aber der Prinz soll schon der totale Loser sein." - "Na sicher, kein Mann soll besser dargestellt werden als wir." Noch ne Nase voll. :-))


JokerReviews

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Also da fand ich es viel absurder Kristen Stewart als Schneewittchen zu besetzen.


KwesiKulture

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Bewertung5.0Geht so

Mhhhh, da freut man sich mal auf eine moderne Version eines Klassikers und nachdem "Snow White & the Huntsman" als blöde, stumpfe Actionversion verschrien war, dachte ich mir, als Sonntagabend-Unterhaltung kann das ganze ja nur besser funktionieren, als eben genannte, zur selben Zeit konkurrierende Version des Märchen. Leider weit gefehlt:

Kitschig, übertrieben, knallig und weichgezeichnet kam das alles daher. Julia Roberts als sonst so respektable Schauspielerin mochte mich bis auf ein paar Szenen absolut nicht packen und wirre Ideen, ein fehlender roter Faden und ein mehr als blasser Prinz ließen mich verzweifeln, irgendwie meinen Halt oder Emotionen in der Verfilmung zu finden. Zumal mich diese Version der "Sieben Zwerge" einfach kalt gelassen und fast eher verärgert hat, dank ihrer Job-Wahl. Bei allem Wunsch nach Abwechslung und Eigenständigkeit wäre da ein wenig mehr Tradition besser gekommen, vor allem, weil man sich gegenüber "Snow White & the Huntsman" super als Familien-Realfilm-Version des klassischen Disney-Films am Markt hätte platzieren können.

Alles in allem ein paar Schmunzler und ein/zwei Lacher, die den Film aber nicht über die 5,5-Grenze heben können. Und bitte: Natürlichkeit ist schön und Lily Collins ist wirklich hübsch, aber ein wenig Zupfen der doch sehr massiven Augenbrauen wäre nicht gerade "unnatürlich" und fake, wenn sie im Film manchmal eh schon nach Porzellan aussieht.

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Dr.Bobo

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Bewertung2.0Ärgerlich

Oh Gott -.- Die Gebrüder Grimm würden sich im Grab umdrehen nachdem sie diesen Schund gesehen hätten !
- Klischeehaft
- Viel zu überdreht
- Hässliche Kulissen + Kostüme
- Vorhersehbare Story
- Das Ende war grausam
Das einzige was etwas Spaß gemacht hat war Julia Roberts die echt gut als böse König war, Sean Bean und es gab ein oder zwei schöne Einfälle. Da doch lieber zum x-ten mal Zeichentrick-Schneewittchen !

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el_presidente87

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Bewertung3.0Schwach

Außer Julia Roberts, einigen wenigen netten Einfällen und der durchaus sehenswerten Ausstattung hat dieser Märchenverschnitt nichts bieten. Viele Gags zünden nicht und der Film ist insgesamt ziemlich öde!

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Spike1990

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Bewertung6.0Ganz gut

"Spieglein, Spieglein.." ist ein nettes und kurzweiliges Fantasy-Märchen. Julia Roberts mimt die intrigante Stiefmutter hingebungsvoll, aber mit Selbstironie. Sean Bean hat als gütiger und gerechter König zwar nur 2 Minuten Screentime, er war aber dennoch in der Lage seiner kleinen Rolle Gewicht zu verleihen.

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TerminatorCHRIS

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Bewertung6.0Ganz gut

Also ich bin eher positiv überrascht worden. Eine ganz solide Intepretation mit vielen Pointen und Wendungen, die zum größten Teil in der Geschichte gepasst haben. Auch die Kostüme sprechen für diesen unkoventionellen Märchenfilm.
Kleine Kritik: Der Titel "Mirror, Mirror" passt überhaupt nicht. Den Spiegel sieht man sehr selten.
(vgkm. 25.04.11)

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joker99

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Bewertung5.5Geht so

1 Punkt für Julia Roberts
1 Punkt für die netten Kostüme
2 Punkte für Schneewittchens Augenbrauen

uuuuund jeweils 0,2143 Punkte für jeden der Zwerge.

Insgesamt ein netter, vorhersehbarer Sonntagabendfilm, mit einer amüsanten Roberts, netter Kullise aus der Rechnerretorte, die wohl noch ein paar Konzeptzeichnungen aus Burtons "Alice im Wunderland" über hatten und einem paar mächtiger Augenbrauen. Kann man sehen, muss man aber nicht. Ich tendiere zu Zweiterem.

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abendrot

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Bewertung2.0Ärgerlich

Die besten Darsteller in diesem Film sind die Raupen, die Lily Collins' Augenbrauen spielen. Ist ja auch kaum möglich, dort nicht hinzugucken. Julia Roberts ist für die Rolle der zynischen Stiefmutter eigentlich wie geschaffen, aber es nützt wenig, wenn sonst niemand im Film ein ebenbürtiges Charisma besitzt und das ganze somit zu einer Art One-Man-Show gerät. Da Schneewittchen ihre klassisch-unselbstständige Brave-Mädchen Rolle beibehält, bildet sie einfach kein keckes Gegengewicht zur abgehobenen Stiefmama. Der Plot ist ein kitschiges Knallbonbon und in der gesamten Erzählstruktur fehlt ein roter Faden.

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