Komm, süßer Tod

Komm, süsser Tod (2000), AT
Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 20.09.2001

7.0 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8 Community
533 Bewertungen
14 Kommentare
Komm, süßer Tod - Bild 5575404
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von Wolfgang Murnberger, mit Bernd Michael Lade und Michael Schönborn

Brenner, von Beruf Rettungsfahrer in Wien, war früher Polizist, bis er dort entlassen wurde. Jetzt will er eigentlich nur noch in Ruhe seinen Job machen, beim Rettungsdienst geht es aber auch nicht ruhiger zu als bei der Polizei, denn die Kreuzretter und der Rettungsbund befinden sich miteinander im Krieg.

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Kritiken (1) — Film: Komm, süßer Tod

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Lakonisch-schwarzhumorige Verfilmung der preisgekrönten Romanvorlage. Die Stimmung liegt irgendwo zwischen Peter Vogels frühem Kottan und klassischen Krimis der schwarzen Serie. Die makaberen Einfälle und Aburditäten werden so gekonnt low-key inszeniert, dass sie nie albern oder aufgesetzt wirken und die Story, trotz der konstruierten Prämisse durchaus spannend wirkt. Hauptdarsteller Hader als maulfauler Ermittler wider Willen ist ein Glücksfall der die Rolle mit knarzigem Leben erfüllt.

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Kommentare (13) — Film: Komm, süßer Tod

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TiH

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Besser als der Durchschnitt, wobei mir "Der Knochenmann" besser gefallen hat. Da ich diesen zuerst gesehn hatte erscheint "Komm, süßer Tod" ein bisschen als Versuchsprojekt. Finster bis schwarz, genial erzählt, aber noch nicht ganz ausgereift. Trotzdem sehr gute Unterhaltung mit Szenen die es selten in Filmen zu sehen gibt... ;)

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die weniger Charmante Seite Wiens, ja fast schon die Abgründe, zeigt uns "Komm, süßer Tod". Und uns Deutschen zeigt er wie man eine kleine fiese Krimikomödie dreht.
Nach schönen Bildern sucht man hier vergebens, auch so etwas wie grosse Gefühle oder wenigstens Moral ist kaum auszumachen und an einen sstrahlenden Helden braucht man bei "Komm, süßer Tod" erst gar nicht denken. Nein, hier ist alles sehr zynisch, irgendwo auch trostlos und wenn Sarkasmus der Humor der Pessimisten ist, trifft das nirgends so zu, wie in diesem Film. Es ist schon herrlich mitanzusehen wie den Meisten hier eigentlich alles völlig egal ist, wie sie von einem zum anderen Tag leben und völlig freud- und interessenlos ihre Jobs erledigen, nur um sich Abends dann zu betrinken. Und das alles ist in keiner Sekunde gekünstelt...so sieht das Leben der unteren Mittelschicht aus.
Erst als 2 Morde geschehen, legen einige dieser Menschen so etwas wie Lebensenergie an den Tag, andere wiederum bleiben in ihrer Lethargie stecken und beteiligen sich an der Aufklärungsarbeit nur, weil sie sich dadurch Sex erhoffen. Sexualität ist sowieso besonders in der ersten Hälfte des Films eine treibende Kraft und auch sie wird als etwas gefühlloses und eigentich recht unschönes dargestellt.
Das alles klingt sehr bedrückend, ist es für Momente sogar auch...aber wenn ich oben meinte es ist ihnen völlig egal, meinte ich das genauso. Die Menschen in "Komm, süßer Tod" interessiert das alles nicht, sie füllen ihr tristes Dasein aus mit Spott, Sarkasmus und Lästerei...und dies lässt den Film witziger erscheinen, als 200 Beziehungskomödien zusammen.
Aber auch die Story an sich kann einiges, ist durchdacht, hat kaum merkbare Lücken und wird in der letzten halben Stunde sogar sehr, sehr Spannend und Actionreich.
Allein diese Geschiche hätte schon einen hervorragenden Krimi abgegeben. "Komm, süßer Tod" punktet aber noch dazu durch ein herrlich absurdes Setting, in dem sich 2 Notfalldienste fast schon mit Mafia-Methoden bekriegen und dadurch, dass es keinen einzigen normalen Charakter in dem Film zu geben scheint. Alles Orginale sozusagen.
Ich mag Josef Hader als Kabarettisten schon sehr und auch hier macht er sein Ding vorzüglich, ohne sich zu weit von seinem eigenen Ich zu entfernen. Nur manchmal könnte er beim Reden die Kippe aus dem Mund nehmen...Wiener Schmäh mit Zigarette im Maul ist so gut wie nicht zu verstehen ;)
Fazit: absolut Empfehlenswerter, tiefschwarzer, sich im Sarkasmus suhlender Krimi, der zum Besten gehört, was aus dem deutschprachigen Raum in den letzten 10 Jahren kam.

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Joe Gillis

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Ich bin großer Wien-Fan, aber an den Orten, wo »Komm, süßer Tod« gedreht wurde, möchte ich auch keinen Verlängerten trinken… ;) Kennst Du die anderen Brenners? »Silentium« mochte ich auch sehr. »Der Knochenmann« liegt hier noch und wartet auf Besichtigung.


ElMagico

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Ja hab sie alle 3 schon gesehen...wollt heut mal ne kleine Brenner Retrospektive einlegen :), "Silentium" grade fertig geguckt, "Der Knochenmann" verschieb ich wohl auf morgen ;)....Kannst dich defintiv auf "Der Knochenmann" freuen, ist keinen Deut schlechter!


Fernschreiber

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Bewertung7.0Sehenswert

Komm, süßer Tod ist glaube ich der erste deutschsprachige Film, den ich mit Untertiteln schauen musste. Wobei das, was "die da untern" sprechen, für ein Nordlicht wie mich doch eher eine Fremdsprache ist. Und vielleicht lag es auch daran, dass ich so lange brauchte, um mit dem Film warm zu werden.
Anfangs entwickelt sich der Krimi in die Richtung: Ja, ganz nett, aber was willst du von mir, Film? Ex-Polizist Brenner ist inzwischen Rettungssanitäter (ob so eine Umschulung normal ist?) und gerät mitten in einen Krieg zwischen Rettungsdienst und Kreuzrittern. Diese Komponente der Story ist bisher für mich auch noch ein Rätsel - ist der Rettungsdienst in Österreich privatisiert? Und ich muss auch sagen, dass mir das als Rahmen nicht so gut gefallen hat. Aber egal, es passiert ein Doppelmord und noch ein Mord und Brenner gerät irgendwie hinein und versucht das ganze aufzuklären.
Viel ähnelt einem klassischen (guten) Krimi. Der Zuschauer denkt zuerst, alles wäre klar (damit wird dann auch von Seiten des Films gespielt) und wird dann Schritt für Schritt vor neue Rätsel gestellt, die sich erst am Schluss auflösen. Dabei muss man nicht auf viele Wendungen (und natürlich Rumgeturtel) verzichten. Alles Elemente eines klassischen Krimis.
Was Komm, süßer Tod dann aber angenehm abhebt sind der schwarze Humor, der zum Glück nie zu sehr in Richtung Slapstick abgleitet und ein Protagonist, der mehr Probleme hat, als ihm lieb ist (okay, das gibt es häufiger).
Wenn man sich also an die Sprache und das Milieu gewöhnt hat, hat man richtig Spaß mit Brenner und Co. Dabei überzeugen sowohl Schauspieler als auch die spannende Geschichte.
Nebenbei kann man noch lachen und miträtseln (sowohl bei der Sprache als auch beim Fall) und hat somit einen rundum gelungen Krimi, der bei der Fortsetzung Silentium in einem anderen Umfeld sicher noch gut Luft nach oben hat.

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flaep

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Oh ha. Im Trailer kommt bei 1:18 von Oben ein Mikrofon ins Bild oder was ist das?

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Bäda

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Bewertung9.0Herausragend

Hader in Topform. Der Film ansich bringt das Buch sehr gut auf die Leinwand. Definitv besser als Silentium.

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peterpit

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Bewertung7.0Sehenswert

Genau die richtige Mischung aus Komik und Spannung. Die Story gefiel mir gut, auch wenn sie Anfangs (fast) etwas zu blöd rüberkam. Brenner (Hader) und der Rest, auch klasse, erwarte mir aber von den anderen Teilen noch etwas mehr.

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DanielleJolie

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Bewertung7.0Sehenswert

Reinhard Nowak, Josef Hader, aber auch die anderen legen sich ordentlich ins Zeug - typische Wiener Momente ..... teilweise echt lässige Aussagen, schon amüsant und teils echt real nachgestellt.

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Goggi

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr gut als Einstieg in die Hader-Murnberger-Haas-Trilogie geeignet, weil man sich dann von Silentium und Der Knochenmann um so mehr überraschen lassen kann, die in puncto Atmosphäre, Spannung und Schwärze des Humors noch ordentlich einen draufsetzten.
Einen kleinen Abzug gibts noch für die etwas zu starke Sexlastigkeit; der Film hat wahrlich andere Qualitäten.

p.s.: Braucht man als Norddeutscher tatsächlich hochdeutsche Untertitel um die Ösis zu verstehen? Ich bitte um Erfahrungsberichte.
p.p.s.: Weitere Hader-Empfehlungen meinerseits: Indien und Der Überfall.

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autopilot off

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Jep, Untertitel waren notwendig. Bei den beiden Nachfolgern nicht mehr. :)


peterpit

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Meine Hader-Empfehlung "Ein halbes Leben"


pellekraut007

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Bewertung9.0Herausragend

Also,das ist nunmal so: wenn man sich die Brenner-Filme ansieht, muß man ehrlich zugeben, ja, die Österreicher sind nicht nur zuweilen etwas abgründig und schräg. Nein! Sie
haben auch vieles, worin wir Piefkes nicht überzeugen
können: Ehrliche Geschichten, Mut zur Häßlichkeit, schwarzen
Humor und Sinn für Unsinn! Der Film hätte auch ein Tatort sein können. Aber: dieser, wie auch die anderen Brenner-Filme, leben von ihrer Sprache, vom Wortwitz und den
ungemein symphatischen und komischen Typen, die hier mühelos alle deutschen, nuschelnden Hollywoodlookalike-Pseudoschauspieler an die Wand spielen. Was für ein Glück! Was die Österreicher im Fußball nicht schaffen, gelingt
ihnen aber mühelos in ihren Filmen, häufig mit und manchmal sogar ohne Hader! 1:0 für Austria! Über den Film schreib ich
nichts, den muß man sich ansehen.

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Schlegel

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Murnberger hat ja auch mal nen Tatort gemacht: "Morde ohne Leichen". Die Legende besagt, dass der zuständige ORF-Redakteur kurz vor der Rente stand und das Drehbuch aus Spass durchgewunken hat, um zu sehen, wie die Deutschen darauf reagieren.


Sonse

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Ah, du hast ihn gesehen! Ja, "Die Mörder san immer die Deutschen". "Komm, süßer Tod" ist mein Liebling unter den bisherigen Brenner-Verfilmungen, der ist sogar noch einen Tick besser als "Silentium".


elizabethanne

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Bewertung4.0Uninteressant

die literarische Vorlage ist so gut und so böse und überhaupt... und was ist daraus geworden?

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Contadinella

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Bewertung7.5Sehenswert

Gut, aber ich mag das Buch lieber.

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Tenzing

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Bewertung9.0Herausragend

Eine hervorragende Verfilmung der Haas-Krimis. Wer die Ösis mag, muss diesen Film sehen! Silentium ist ebenso sehenswert!

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Sonse

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Bewertung9.0Herausragend

Absolut schwarze Krimikomödie über die Machenschaften von Wiens Sanitätern. Warum können Deutsche keine solch herrlich-fiesen Filme machen?

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