Lebende Ziele

Clay Pigeons (1999), DE/US
Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 22.07.1999

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Lebende Ziele - Poster
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von David Dobkin, mit Joaquin Phoenix und Gregory Sporleder

Der junge Clay lebt in einer kleinen Stadt und muß mitansehen, wie sich sein bester Freund umbringt, weil Clay eine Affäre mit seiner Frau hat. Clay fühlt sich schuldig und geht der Witwe aus dem Weg. Er freundet sich mit einem Fremden an – wie sich später herausstellt ein gesuchter Serienmörder, der bald auch die Witwe auf dem Gewissen hat. Natürlich fällt der Verdacht auf Clay.

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Kommentare (2) — Film: Lebende Ziele

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crab1973

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Fantastische schwarze Komödie und eine der besten dieser Machart aus den 90ern obwohl es da einige Konkurrenz gibt.
Das Debütwerk von David Dobkin floppte ganz kapital und danach hat sich der gute auf seichte Mainstreamware verlegt, was ihn Box Office technisch gut bekam allerdings für mich völlig uninteressant machte.
Hier stimmt aber fast alles. Eine Handlung, die gleich mit einem skurrilen Bang beginnt und dann immer böser und böser und böser wird. Oder wie Vince Vaughn im Film einmal so schön sagt: „Die ganze Scheiße wird noch viel abgefahrener!“
Vaughn spielt den Serienkiller mit viel Spaß an der Sache und sein Gegenstück und Held wider Willen Joaquin Phoenix kann nur fassungslos dabei zusehen, wie sein Leben Stück für Stück auseinanderfällt und sich die Leichen langsam um ihn herum stapeln. Das natürlich er der Hauptverdächtige ist, liegt bei einem solchen Film auf der Hand.
Janeane Garofalo komplettiert den hervorragenden Cast als unkonventionelle FBI-Agentin, die auch mal Gras und ein „Alien“ Video vom Tatort mitgehen lässt um sich einen schönen Abend im Motel zu machen und man wünscht sich sie hätte etwas von diesem lakonischen Charme auch bei „Criminal Minds – Team Red“ untergebracht.
Aber Vince Vaughn toppt sie alle. Wie er charmant und gutgelaunt seinen Freund zum angeln abholt, ihm Tipps über Beziehungen gibt, ab und zu mal eine Frau abschlachtet, immer mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen und einem Stetson auf dem Kopf ist teilweise wirklich lustig anzusehen. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass dabei keine Karikatur herausgekommen ist, denn trotz aller Komik schafft er es aber auch seinem Charakter eine unberechenbare Bedrohlichkeit zu geben und trotz oder wegen einer gewissen Infantilität absolut gefährlich zu wirken. Das gelingt ihm natürlich auch durch seine pure physische Präsenz.
Mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen versehen und einem Score, der sich nie in den Vordergrund drängt ist auch auf der Handwerklichen Seite alles bestens und Dobkin macht nicht den Fehler sein Debüt zu sehr ins alberne abgleiten zu lassen. Das Finale ist dann spannende Thrillerkost vom allerfeinsten.
Fassen wir mal zusammen: Makaber, witzig, spannend, toll gemacht und erfrischend gespielt.
Ich habe den Film jetzt schon öfters gesehen und kann sagen, dass er sogar nach mehrmaligen Schauen noch eine Menge Unterhaltungswert hat.
Unbegreiflicherweise ein Flop und wenig bekannt sollte man sich, als Fan des Genres, dieses kleine Juwel wirklich einmal vormerken.

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crab1973

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P.S.: Die FSK Freigabe (ab 12) ist ein Witz und zeigt, dass die Verantwortlichen den Film (und wie heftig er wirklich ist) überhaupt nicht verstanden haben.


mikkean

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Doofer deutscher Titel, hab ich aber schon vor Ewigkeiten gesehen. Danke für die Erinnerung!


MoviePunk

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Bewertung7.0Sehenswert

Gute Thrillerkomödie, die zu unrecht ziemlich unbekannt ist. Die makabre Story, die mit bitterbösem Witz versüßt wird, ist definitiv mal was anderes zu den ganz nach Schema F ablaufenden Thrillern.
Skurril, witzig, charmant
Gute Vorstellung

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