Grosse Pointe Blank - Ein Mann, ein Mord

Grosse Pointe Blank (1997), US Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Komödie, Thriller, Kinostart 21.08.1997


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37 Kommentare
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von George Armitage, mit John Cusack und Minnie Driver

Klassentreffen mit Hindernissen. Martin Blank (John Cusack) erscheint zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder einmal in seiner Heimatstadt Grosse Pointe in Michigan. Hier hatte er seine damalige Geliebte Debi Newberry (Minnie Driver), die mittlerweile eine prominente Radiomoderatorin geworden ist, just am Abend ihres Abschlußballes in ihrem mehrere hundert Dollar teuren Ballkleid sitzen lassen und die Stadt verlassen – bis heute. Eigentlich wollte Martin gar nicht zum zehnten Jahrestag seines Highschool-Abschlusses kommen, aber es gab zwei gute Gründe, die doch dafür sprechen: erstens hat der Profikiller, der den Präsidenten von Paraguay mit einer Gabel erledigt hat, einen “Kunden” in Grosse Pointe, der gerade am Wochenende des Jubiläums aufgesucht werden soll; zum zweiten hat sein Seelenklemptner ihn zurück in seine Heimat beordert, damit er seine Idenditätskrise bewältigen kann…

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Grosse Pointe Blank - Ein Mann, ein Mord
Genre
Romantische Komödie, Thriller, Komödie
Zeit
1980er Jahre, 1986, 1996, Sommer
Ort
Detroit , Schule
Handlung
Aufhören, Auftragsmord, Ferien, Heimat, Jubiläum, Jugendliebe, Klassentreffen, Liebe, Mord, NSA, Profikiller, Radio-DJ, Ruhestand, Urlaub, Versöhnung, Wiedersehen
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Gutgelaunt, Hart, Witzig
Verleiher
Buena Vista
Produktionsfirma
Caravan Pictures, Hollywood Pictures, New Crime Productions

Kommentare (33) — Film: Grosse Pointe Blank - Ein Mann, ein Mord


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cookman

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Gespräch mit dem Verkäufer im Grocery Store gehört zu meinem liebsten Verhörszenen. Der Soundtrack ist super, Minnie Driver rührt mein Herz wie in jedem Film und die Atmosphäre in einem Dorf rund um ein Klassentreffen ist gut eingefangen. Kann schon was.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Gelungene Actionkomödie, die mit viel schwarzem und trockenem Humor serviert wird. Dan Aykroyd bereitet die Rolle als durchgeknallter Profikiller viel Vergnügen. John Cusack überzeugt ebenfalls als Profikiller in Gewissensnöten, der permanent seinen genervten Seelenklemptner mit sinnlosen Anrufen bombardiert.

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niceeddy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein weiterer typischer, etwas unbekannterer Vertreter der 90er, der aber auch heute noch ohne Einschränkungen eine Empfehlung wert ist. Die schwarze Komödie über einen Profikiller, der zu einem Klassentreffen fährt, dort einen Job erledigen muss und die Liebe seines Lebens wiedertrifft, ist gespickt mit witzigen Dialogen, Situationskomik, etwas Melancholie und einigen überraschend ruppigen Actionsequenzen. Ideal besetzt mit einem hochsympathischen John Cusack, der in diesem Jahrzehnt eine fast sichere Garantie für einen tollen Film war, heute nicht mehr denkbar. Auch die Nebenrollen sind mit Minnie Driver, Alan Arkin, Joan Cusack, Jeremy Piven und Dan Aykroyd in seinem vermutlich letzten gelungenen Film hervorragend besetzt. Das abschließende Sahnehäubchen stellt der Score da, eine wunderbar gelungene 80er-Compilation aus den üblichen Verdächtigen wie Nena oder David Bowie, aber auch etwas indiemäßigere Songs von The Specials oder The Clash, dessen Frontmann Joe Strummer für den Soundtrack verantwortlich ist.

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JackoXL

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So ein geiler Film, ganz wunderbare Situationskomik. Und ja, der Soundtrack ist der Knaller. Die 99 Luftballons-Szene ist sooo lustig. :D


heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich lass mir doch von 39° Fieber nicht den Samstag verderben", habe ich mir gesagt. So habe ich mir angesehen, was wr noch so auf unserem Sky-Festplattenrekorder hatten: heute morgen 'Beetlejuice' und jetzt 'Grosse Point Blank'! Und der Film hat mich nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, eine tolle Story, tolle Darsteller, alen vorran ein genialer John Cusack und ein genialer und ruhiger Witz, der sich bestimmt durch den ganzen Film zieht machen diesen Film zu der besten Krimikomödie, die ich seid 'Keine Halben Sachen' gesehen habe! John Cusack, bittebitte mehr davon!

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eisbaerdios

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Bewertung7.5Sehenswert

Die benehmen sich alle wie ADHS-Kinder. Schön anzusehen.

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herrmann.jemine

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

einfach großartig!!!

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Lordibenny

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Bewertung9.0Herausragend

Unwahrscheinlich schöner Film. 'nuff said

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Vinyard

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Perle

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Brentano

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Bewertung6.0Ganz gut

Das "Originalmotiv" ("Point blank") noch mit Lee Marvin am Ruder, ist zynischer, gelungener, stimmiger, atmosphärisch dichter, schöner, brutaler, wie echter und auch sonst sehenswerter, diese Amis verwandeln bisweilen gut und gerne sogar noch Edelsteinen in Dreck, .. oder ist das LeitMotiv mal wieder nur ähnlich "an-gedacht" , wie bei "Driver" vs. "Driven"==??

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FordFairlane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film "Grosse Pointe Blank - Ein Mann, ein Mord" ist eine tolle Profikillerkomödie mit John Cusack in einer seiner besten Rollen. Der Humor ist stehts trocken und rutscht nie ins lächerliche ab. Cusack überzeugt in seiner Rolle und hat mit Dan Aykroyd einen guten Gegener gefunden.

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HulktopF

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Bewertung7.0Sehenswert

interessanter film der jedoch zu wenig den gegenspieler erklärt und die romanze zu sehr in den vordergrund stellt.
ach was red ich,das ende macht das mehr als wet.

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit viel Spaß am Spiel geht John Cusack zu Werke und zieht dabei seine Kollegen mit. Neben Alan Arkin, Minnie Driver und Schwester Joan besticht allen voran Dan Aykroyd. Gerade letzterer hat zuletzt nicht mehr gerade häufig auf sich aufmerksam gemacht. Ich habe auch lange Zeit einen Bogen um "Grosse Pointe Blank" gemacht. Völlig zu Unrecht wie sich herausgestellt hatte.
Es begann schon mit der Musik, die komplett aus den 80er Jahren stammt. Sie paßt hervorragend zum Geschehen und wirkt nicht um des Soundtracks Willen zu den Bildern gezwungen, sondern bildet eben immer auch ein bißchen eine Ergänzung des Geschehens. Die Geschichte ist nicht besonders einfallsreich und auch nicht sonderlich schwer zu verfolgen. Aber das haben die meisten Komödien an sich. Und lustig ist der Film ohne Frage. Wobei sich dieser Witz nicht unbedingt in einem zündenden Gag nach dem anderen zeigt, sondern die ganze Widersinnigkeit von Martins Tun wirkt auf den Betrachter lustig. Die Normalität mit der er seinen Job erledigt und dies auch offen vor seinen ehemaligen Klassenkameraden zugibt, sowie die Reaktionen auf solcherart Geständisse treiben einem schon mehr als ein Lächeln ins Gesicht ["Du bist ein Psychopath!" - "Nein, nein, nein, ein Psychopath tötet grundlos, ich habs für Geld gemacht, das ist ein Job. Nein, das hört sich komisch an, mal sehn ob ich es anders formulieren kann"]. Auch die weiteren, diversen Dialoge sind quasi zum schiessen! Zum Beispiel zwischen Martin und seinem Therapeuten ["Bringen Sie mal ein paar Tage keinen um, entdecken sie dieses neue Gefühl." - "Ich legs mal drauf an." - "Nein, nein, nein, legen Sie nicht an, legen Sie auf keinen an!"].
Abstriche mache ich, weil der Film zum Ende hin, ein bißchen zu klamottig wurde und in einem etwas übertriebenen Schowdown gipfelte. Grossartige, schwarze Komödie deren toller Wortwitz das gross Plus ist.

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aberaber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer meiner Lieblingsfilme. Witzig, unterhaltsam und spannend mit einer Riege toller Darsteller und liebenswerter Charaktere.

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Hollunder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genial, furztrocken und pechschwarz. Der Soundtrack passt wie Faust aufs Auge.
Sämtliche Nebendarsteller einfach herausragend - bei so ner Sekretärin kann M einpacken! scharfer Film zum immer immer immer wieder anschauen.
Acroid ist mit seiner Lethal Weapen Attitüde leider en bisschen zu albern.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

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cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

John Cusack ist als psychisch stark angeschlagener Profikiller in seine Heimat unterwegs, um das anstehende Klassentreffen zu besuchen - zunächst eher ziemlich widerwillig. Zu allem Überfluss hat er auch noch einen weiteren Auftragsmord im Gepäck, den es noch zu erledigen gilt...

Also etwas witziger und actionreicher hätte es schon zugehen können, um die zahlreichen positiven Bewertungen zu rechtfertigen.

Wie auch immer, ich habe mich jedenfalls nicht übermäßig gut unterhalten gefühlt, fand´s bis auf einige Ausnahmen eigentlich sogar streckenweise eher langweilig.

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JackoXL

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Ich liebe diesen Film, gib ihm mit etwas Abstand ruhig nochmal 'ne Chance!


cpt. chaos

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Ich weiß, du warst u.a. auch ausschlaggebend dafür, dass ich mir den Silberling zugelegt habe.
Aber vielleicht hast du recht und ich sollte dem Film nochmal eine zweite Chance einräumen...


Andre Jonas

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Bewertung9.0Herausragend

»Grosse Point Blank« ist wirklich ein Unikat - hier passt einfach alles zusammen: Unglaublich trockener, schwarzer Humor, nostalgisch-romantisch Stimmung, ein toller Soundtrack, zwischendurch ein paar gut gemachte Actionszenen und ein zappeliger John Cusack in (nicht zuletzt natürlich gesichtsakrobatischer) Höchstform, wobei sich auch die übrigen Schauspieler ganz und garnicht zu verstecken brauchen.

Mir fallen nur wenige Filme ein (vielleicht noch am ehesten »In Bruges / Brügge sehen… und sterben?«), die einen solchen Spagat so mühelos hinbekommen und die, der ihnen innewohnenden schwarzen Leichtigkeit zum Trotze, ihre Charaktere dennoch ernst zu nehmen wissen.

Zurück bleiben ein warmes Gefühl im Bauch und ein Stimmungsbarometer auf 100% - was will man mehr?

Ein kleiner Wermutstropfen allerdings: Man hat sich scheinbar nicht entblöden lassen, dem Film hierzulande ein gar schreckliches Cover zu verpassen, das mit seiner GZSZ-Ästhetik kaum abschreckender gestaltet sein könnte. Schade! (Und den mal wieder dämlichen Untertitel kommentiere ich garnicht erst weiter... well done!)

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doctorgonzo

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Bewertung9.5Herausragend

Nun, da ich am vergangenen Wochenende ein weiteres Abschlussjubiläum mit zahlreichen meiner damaligen Mitschüler zelebrieren durfte, diesmal sogar das zehnte, möchte ich dies zum Anlass nehmen, mich mit einem weiteren Klassentreffen auseinanderzusetzen...

Klassentreffen, Jahrgangstreffen, Abijubiläum, wie immer man es nennen möchte, es hat sowas retromäßig schickes, etwas antiqiuert-angestaubt-gehemmt-ungezwungen-zeitloses an sich.
Wir standen am Rand der ehemaligen Raucherecke, solche Horte der pausentechnischen Besinnlichkeit gibt es ja mittlerweile nicht mehr, und versuchten, uns aneinander zu erinnern. Bei über 100 Leuten nicht das leichteste Unterfangen, selbst wenn nur die Hälfte von denen auftaucht. Ständig liegt der geflüsterte Satz in der Luft "Begrüße jeden mit Namen, damit ich weiß, wer das ist". Man marschiert durch das alte Schulgebäude, tauscht Anekdoten aus und versucht sich an Sitzordnungen, Stundenpläne, Lehrer und Liebschaften zu erinnern.
Wir bekamen zudem noch unsere Abiprüfungen ausgehändigt, die ja 10 Jahre aufbewahrt werden müssen und siehe da, meine Handschrift hat sich innerhalb er letzten Dekade sogar verbessert.
Anschließend geht es in eine zu dieser Gelegenheit angemietete Lokalität, in der es dann in eine leicht peinliche, aber "ganz spontane" Vorstellungsrunde geht, die man mit Zynismus und einem Bier auch übersteht.
Dann gehts aber endlich los: freie Kommunikation!
Man freut sich über die alten Gesichter, stellt fest, dass sich einige Mitschülerinnen überraschend gut gehalten haben und einige Pärchen von damals tatsächlich immer noch zusammen sind. Einige haben mittlerweile auch ihren Eigenanteil zur Überbevölkerung geleistet und halten stolz entweder Babyfotos oder dicke Bäuche in eine gemischt begeisterte Menge.
Die Typen, über die man damals gelacht hat, haben immer noch ein grandioses Fettnäpfchentalent und haben, zum Zwecke der Kompensation der Vergangenheit (früher nannte man es kreative Streiche, heute ist es Mobbing), auch einen akademischen Titel vor den Namen platziert und natürlich nicht vergessen, diesen auf der Teilnehmerliste zu vermerken. Was aber überhaupt nichts ändert, wenn man immer noch auf dieselben Streiche hereinfällt und der Welt mit Naivität und einer mit dem Titel gewachsenen Egozentrik begegnet.
Man selbst macht da weiter, wo man beim letzten Treffen aufgehört hat, man trinkt und unterhält sich nebenbei zumeist mit den Leuten, zu denen man früher und zwischenzeitlich den meisten Kontakt hatte. Man lästert über andere und wendet sich hin und wieder mal Vetretern des jeweils anderen Geschlechts zu. Sei es zu Zwecken reinen Small Talks oder als Anbahnung ganz anderer Wiedersehensfreuden.
Irgendwann ist auch dieser schöne Abend vorbei, man schwebt oder schwankt zum Taxi, mit oder ohne Begleitung. Nicht ohne sich vorher versichert zu haben, in gutem Kontakt zu bleiben und sich zu nichtigen Anlässen wie Geburtstag, Taufe, Hochzeit oder der Grundsteinlegung der Familiengruft zu besuchen....

In den USA ist das sicher nicht viel anders, aber aus zahlreichen Klassentreffenfilmen haben wir gelernt, dass es dort noch viel bombastischer zugeht, mit Retromusik, kuscheligen Tänzen in der alten Sporthalle und noch militanterem Wetteifern, wer denn nun mehr aus seinem Leben gemacht hat, dazu allerlei affige Wettbewerbe, wer die weiteste Anreise hatte, am meisten zugelegt hat, den regelmäßigsten Stuhlgang hat und so weiter.

John Cusack hat hier in George Armitages Klassentreffenvision ganz andere Probleme: er ist ein professioneller Mörder, aber auch Killer brauchen Liebe und er hat es nie ganz verwunden, seine Highschoolliebe, Debi, auf dem Abschlußball sitzen gelassen zu haben.
Und so führt die lineare Reihe von Zufällen, die man in RomComs gern Schicksal schimpft, den Protagonisten in seine Heimatstadt zurück. Dort lebt noch immer Debi, die das Ganze von damals auch überhaupt nicht verwunden hat. Aber unser Held, nennen wir ihn Martin Q. Blank, hat auch noch andere Sorgen: er hat einen Auftrag vermasselt und jetzt wollen ihm diverse Kriminelle und die staatlichen Sicherheitsorgane ans Leder, während er sich mit seiner nicht übermäßig fröhlichen Vergangenheit auseinander setzt. Als wäre das nicht genug, ist ihm auch noch der legendäre Dan Aykroyd als Killer namens Grocer auf den Fersen, der Blank zum Beitritt in eine Killergewerkschaft nötigen möchte.

Es ist nicht nur das Miteinander der Hauptdarsteller, die im Rahmen Cusack-Aykroyd oder Cusack-Driver, Cusack-Arkin oder Cusack-Cusack wirklich glänzen, sondern auch die Atmosphäre von Grosse Point, die kleinen und großen Gesten, wie das Leeren der Flasche Glenlivet auf dem Grabstein, die kleinen und großen Gemeinheiten, speziell während des Klassentreffens oder der Name des baskischen Killers.

Dazu würde ich mir wünschen, dass Joe Strummer auch den Soundtrack zu meinem Klassentreffen zusammengestellt hätte, denn trotz viel Spaß, guten Drinks und der Gesellschaft guter Freunde und faszinierender Frauen, war die Musik nicht so toll wie sie hätte sein sollen. Im vorliegenden Film allerdings passt es durchgängig.

John Cusack glänzt wie gewohnt mit einer Mischung aus absoluter, fast apathischer, Gleichgültigkeit und herrlich cholerischen Ausbrüchen.
So perfekt schnippisch wie seine Schwester Joan können nur ganz wenige Darstellerinnen rüberkommen und Aykroyd hat eine nicht zu übersehende Freude an seiner fies-tumben Rolle.
Minnie Driver macht aus dem Klischee `harte Schale, weicher Kern´ in ihrer Rolle etwas geradezu poetisch schönes und strahlt somit keineswegs nur optisch.

Auf das erheiterndste Klassentreffen der Filmgeschichte...
Ach, wäre ich doch auch freischaffender Terrorist geworden.

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freakualizer

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Sehr schöne Einleitung- fast besser als die Beurteilung des Films an sich! ^^


Coach T

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Sehr toller Text, und ebenso guter Film!


Wolkenschaf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Egal was euer Therapeut sagt, Give it a shot! :)

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seniorem

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Bewertung7.5Sehenswert

Gute Story, Gags an der richtigen Stelle und John Cusack in Bestform

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zouzou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Absolut sehenswert! Herrlicher trockener Humor, gelungener Soundtrack und ein Profi-Killer, der cooler, sympathischer und charmanter kaum sein könnte.

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