Lohn der Angst

Le Salaire de la peur (1953), IT/FR
Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Road Movie, Abenteuerfilm, Kinostart 11.09.1953

7.8 Kritiker
30 Bewertungen
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6.9 Community
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von Henri-Georges Clouzot, mit Yves Montand und Charles Vanel

Las Piedras, ein kleines Nest irgendwo in Venezuela zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Haufen gestrandeter Abenteurer verschiedener Nationalitäten hofft hier auf die Möglichkeit, genug Geld zu verdienen, um den trostlosen Ort endlich verlassen zu können. Unter ihnen ist Mario, ein Korse, der sich von Linda, der Bedienung einer heruntergekommenen Kneipe, die Zeit versüßen lässt und davon träumt, wieder in sein geliebtes Paris zurückzukehren. Außerdem Jo, ein französischer Gangster mit Nerven wie Stahl; Bimba, der seine Erfahrungen im Nazi-Deutschland mit Härte und Unnahbarkeit verbirgt; und schließlich Luigi, ein gutmütiger Italiener, der Marios bester Freund war, bis dieser sich Jo anschloss. Als ein Ölfeld Feuer fängt, bietet sich den gestrandeten Existenzen aus Europa die langersehnte Chance: Ein amerikanischer Ölkonzern – der einzige Arbeitgeber der Region – zahlt den Männern je 2.000 Dollar, wenn sie in zwei Lastwagen das zum Löschen notwendige Nitroglyzerin zum Brandherd schaffen. Doch dazu muss eine 500 Kilometer lange, bergige und natürlich nicht asphaltierte Straße zurückgelegt werden, bei der die kleinste Erschütterung zur Explosion der gefährlichen Fracht führen kann. Mario und Jo bilden ein Team, Bimba und Luigi fahren den zweiten Lastwagen. In ständiger Angst und in wachsender Rivalität zum jeweils anderen Fahrerteam macht sich das Himmelfahrtskommando auf eine nervenzerreißende Reise.

Salaire de la Peur ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Georges Arnaud aus dem Jahre 1950.

Handlung

Vier gescheiterte Existenzen in einem verlassenen Örtchen in Venezuela: Bimba (Peter van Eyck), ein aus dem Arbeitslager der Nazis entkommener Deutscher, der Korse Mario (Yves Montand), Smerloff (Jo Dest) aus Russland und Luigi (Folco Lulli), ein Italiener. Über eine halbe Stunde nur Trostlosigkeit, Leere und Beklommenheit. In Las Piedras bleiben diejenigen hängen, die anderswo nicht mehr…

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Kritiken (3) — Film: Lohn der Angst

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] „Lohn der Angst“ bietet bestes Kino. Der Film lebt von seinen durchgängigen Spannungselementen. Zugleich lässt er die schicksalhafte Verbindung der vier Männer Revue passieren. Und ruft in Erinnerung, dass Angst ein ständiger Begleiter solcher „Himmelfahrtskommandos“ ist. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sven Lohmann: Schnitt Sven Lohmann: Schnitt

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9.0Herausragend

Das Etikett »Klassiker«, das sich Lohn der Angst inzwischen verdient hat, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, wie hervorragend er auch heute noch durchgehend funktioniert. Lohn der Angst ist heute natürlich dringend zu empfehlen wegen seiner tollen Kameraarbeit, seiner dichten Inszenierung und der exakten Zeichnung der Figuren, die sich im Bangen ums nackte Überleben regelrecht seelisch entkleiden. Vor allem aber ist er einer der ganz großen Armlehnenkraller; ein existenzialistischer Thriller, bei dem einem beim Zuschauen auch heute noch, Verzeihung, der Arsch auf Grundeis geht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Ein gnadenloser Film, der nach einem etwas schleppenden, elaboriertem Setup, in dem die die Figuren eingeführt werden, die Zuschauer auf eine nervenaufreibende und grausame Tour de Force mitnimmt. Die Figuren sind keine klaren Sympathieträger, sondern zwilichtig graue Gestalten, die selbst die heruntergekommenen Detektive der schwarzen Serie noch heldenhaft aussehen lassen. Kaum zu glauben, das dieser Film nach all der Zeit nichts von seiner Power eingebüßt hat.

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Kommentare (20) — Film: Lohn der Angst

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hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Le Salaire de la peur

"Ihr wisst nicht was Angst ist. Ihr werdet sehen! Die Angst überfällt einen, wie die Pocken und wer sie kriegt, behält sie für immer!"

Es gibt in dieser Welt bestimmte Filme, egal wie alt, egal wie klassisch oder actionreich, es gibt bestimmte manche nennen sie Klassiker. Und selbst unter jenen Film gibt es besondere Filme, die einen von Anfang bis Ende nicht loslassen. Bei denen selbst nach mehreren Jahrzehnten der Produktion noch alles stimmen mag. - Ich weiß dies mögen altbekannte und plumpe Worte und Sätze sein, doch halte ich es für richtig diese Worte für "Lohn der Angst" von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1953 nach dem gleichnamigen Roman von Georges Arnaud.

Und die Handlung dabei wahrscheinlich wohl legendär, mit pessimistischen Blick, perfekt erdacht für einen Vorreiter des große Actionfilms, so die Story doch simpel und reißerisch, aber interessant und faszinierend bzw. in jedem Fall spannend, einmal in Hinsicht der Charakterstudie, als auch auf das Abenteuer, welches der Film bietet: Zentralamerika, die Hitze brütet in einem kleinen Nest namens Las Piedras. Eine Mission: Der gefährliche Transport zweier Lastwagen geladen mit Nitroglyzerin. Das Geld lockt, einen Ausweg scheint es eh nicht zu geben und so nehmen vier grundverschiedene Männer den Auftrag an, welcher durch den unwegsamen Dschungel führt und erleben dabei was es bedeutet die Angst zu spüren...

So muss man natürlich vier glaubwürdige Akteure engagieren, welche die Angst ihrer Protagonisten authentisch wiedergegeben und sich in jene reinfühlen können. Jedenfalls ist jene Besetzung nicht schlecht ausgewählt, ob nun Yves Montand, der durch die Rolle des Mario wahrscheinlich große Bekanntheit weltweit erlangte und seine Rolle, welche sich im Laufe der Handlung mutige und kraftvolle Züge zeigt, mimt er selbstredend einprägend und kraftvoll. Neben ihm für mich dabei noch besonders hervorstechend spielend Charles Vanel als französischer Ex-Gangster Jo (zunächst solle Jean Gabin diese Rolle übernehmen, dieser lehnte dennoch ab), welcher anfangs unerschütterlich scheint, doch die harte Schale täuscht und gerade sein Charakter bot für mich so einige faszinierende Aspekte, im Ganzen würde ich sie sogar als die Interessanteste von allen sehen, obgleich es nun seine Darstellung oder seine Wandlung sein mag, dies alles von Vanel brillant und sehr einnehmend verkörpert. Genauso überzeugend aber auch von Peter van Eyck als deutscher Bimba, welcher von den Figuren anscheinend am undurchsichtigsten scheint und Folco Lulli als freundlich wirkender Luigi, gespielt.

Was Clouzot dabei eindeutig perfekt beherrscht ist die Kreierung von etwas großem, von einem Abenteuer. Einem Abenteuer, das stehts begleitet wird vom dem Hauch des Todes. Clouzot zieht einen in den Bann seines Films, es scheint als wäre man atemlos vor Angst und der Lohn genau jener ist eigentlich nur die Endstation des Todes, wofür all diese Furcht? Für nichts? Oder nur für Geld? Clouzot gliedert dabei seinen Handlung in zwei verschiedene Handlungsabschnitte. Zunächst (bei der gelungenen Exposition) beschäftigt er sich ausführlich mit seinen Figuren, ihren Eigenschaften und ihren Fertigkeiten, zeichnet diese präzise und durchaus hintergründig, auch hier interessant gestaltet, gerade diese Exposition der Charaktere scheint im späteren Verlauf des Film wichtig. auch in Hinsicht der Handlungselemente, ob nun Freundschaft, Gier oder Verrat. »Und dann kommt die Angst«. Im weiteren Verlauf, nach jener langen und intensiv abgehandelten Einführung beginnt der wohl zusammengefasst eher reißerische Part des Films und Clouzot erzeugt Nervenkitzel vom Feinsten, denn der Weg der vier »Auserwählten« ist beschwerlich, jede einzelne noch so kleine Erschütterung könnte zur Explosion führen. Eigentlich eine perfekte Formel bzw. Dramaturgie zum Thema Spannung. Zudem pessimistisch angehaucht, ohne einen Lichtschweif am Ende des langen und unerträglichen Weges, könnte man konsequent und ungewöhnlich für die Zeit nennen. Man könnte fast man meinen Clouzot sei einer »der Teuflischen«.

Ein weiterer Aspekt, welcher "Lohn der Angst" besonders auszeichnen mag, ist diese atemberaubende Atmosphäre und Intensität, die von Anfang an konstant aufgebaut wird, so scheint die Hitze jener Kleinstadt förmlich spürbar. Es fühle sich so an als liege etwas in der Luft. Die Antwort lautet »Suspense«. In einprägenden und atmosphärischen Bildern eingefangen.

"Ich brauche »Money« und wenn ich Geld brauche, dann kenn ich mich selber nicht. Also nimm dich in Acht." - "Danke, mein Lieber." - "Weißt du, 15000 Kilometer Ölleitungen das ist immer eine brenzlige Sache, ein paar anständige Sprengladungen und ihr...könnt einpacken."

Schlussendlich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass "Lohn der Angst" nicht umsonst als Vorreiter des modernen Actionkinos gilt. Nicht zu unterschlagen, mit einem fantastischen Darsteller-Quartett verfeinert. Ein Film der Maßstäbe setzte, Clouzot erzählt gnadenlos, pessimistisch, präzise und so ist sein Film voller Explosionskraft.

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

sikkmeidack

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Keinen Bock mehr, die Seite hier zu refreshen...
Ich kannn nur "Kommentar gefällt mir doch nicht" drücken.
Also, gefällt.


hoffman587

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Ok, ist akzeptiert, danke und ich weiß was du meinst, mir geht das auch öfters so, scheint man aber nicht zu beheben können, diesen Bug. :)


8martin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Klassiker wegen einer Reihe von Gründen. Und die vier Helden des Nitro-Transportes kennt man inzwischen so gut, dass man sie mit dem Vornamen anreden kann: Yves, Charles, Peter und Folco.
Zunächst der beispielhafte Aufbau der Spannung:
Ein waghalsiges Wendemanöver über dem Abgrund auf einer wackeligen Holzkonstruktion. Den Nerven der Zuschauer geht es hier bereits wie dem angespannten Drahtseil, in das der Nitro-Laster einfädelt. Dann die Sprengung des Felsbrockens. Schließlich das Durchqueren eines ölgefüllten Kuhle. Das ist der Gipfel an menschlicher Grausamkeit zwischen Notwendigkeit und Erfolg. Die ölverschmierten Körper von Yves und Charles sind unvergesslich. Und wenn Yves den sterbenden Charles während der Weiterfahrt im Arm hält, dürfen Männer weinen.
Dann der tiefe Einblick in die menschliche Psyche und deren Wandel. Die Entzauberung eines Helden. Charles, der souveräne, anscheinend sehr mutige Mann von Welt entpuppt sich als Angsthase.
Außerdem die Unterstützung der emotionalen Ebene durch markante Symbole und telepathische Fernwirkungen: wie z.B. eine Fahrkarte der Metro und Veras Ohnmacht.
Aber der Gipfel der gekonnten Perfektion ist der Schluss. Die Überleitung durch Walzermelodien von der tanzenden Vera zum übermütig fahrenden Yves. Dem folgen nur noch drei Bilder: Yves blutendes Gesicht, die Fahrkarte und Sirenengeheul. Ende. Waoh! Zeitlos aktuell, unheimlich dramatisch, stellenweise sehr anrührend. Ein Film für den Olymp!

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Andy Dufresne

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Bewertung10.0Herausragend

"Du hast ein bißchen hoch gespielt,hätte leicht schiefgehen können"
"Na das ist es doch: Fantasie"

Was für ein Film!
Total physisch das Ganze und ebenso eine große Psychostudie.
Man meint den Schweiß,das Öl,das Nitroglycerin,ja die Angst selbst riechen zu können.
Man fühlt den Schmerz,den Hass,die Verzweiflung und den Mut der Männer.
Man sieht die Versinnbildlichung des Wortes "Himmelfahrtkommando",unterwegs auf dem Highway to Hell.
Der Film braucht eine ganze Weile um,im wahrsten Sinne des Wortes,in Fahrt zu kommen.Aber diese Zeit ist gut investiert,man lernt die Charaktere kennen, bzw. meint man sie einschätzen zu können,was nicht bei allen stimmt.
Einige häuten ihre Zwiebel auf dem Weg,bis nichts mehr übrig ist als ein Häuflein nackte Verzweiflung und pure Angst,oder aber unbedingter Wille,bereit dazu über Leichen zu gehen.
Wenn sich die LKW mit ihrer hochexplosiven Ladung,ein Teil davon auf der Ladefläche,ein gehöriger Teil im Führerhaus,in Bewegung setzen,beginnt einer der spannendsten,atemraubendsten Thriller,ein Action-Abenteuer-Suspense-Roadmovie wie es kein zweites gibt.
Mit einem Ende das einem ganz schlicht die Luft nimmt.
Vielleicht das konsequenteste Ende das ich je sah.

Eine der Urmütter des Actionreißers.

Ein böser, nervenzerreißender,fatalistischer,komplett schnörkelloser,zeitlos stringenter und absolut runder Film.

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Filmkenner77

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Ja, der ist natürlich nicht so gut wie das Original. Aber die Szenen mit der Hängebrücke waren schon genial. Allerdings habe ich nur die 90 Minuten-Fassung gesehen. Die Handlung und vor allem das Ende sind total verfälscht, was ich sehr schade finde, aber angesichts von fast 30 Minuten, die geschnitten wurden, auch kein Wunder ist.


Andy Dufresne

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Jupp,die ganze Schneiderei immer...So oft werden dadurch Filme komplett verfälscht bzw. in ihrer Aussage geändert.Manchmal bin ich auch äußerst verwundert welch zum Teil oberbrutale Sachen drin bleiben und im Vergleich dazu lächerliche Sachen rausgenommen werden.


Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meilenstein des Kinos!
Dieser Film hat auch über 50 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Qualität eingebüßt. Die erste Stunde liefert eine gelunge Menschenstudie, die zweite schafft es, die Spannung bis zur Schmerzgrenze hochzutreiben. Alte Schule, die zeigt, wie man mit der Angst spielt. Obwohl kein Schuss fällt, entsteht eine Stimmung wie in einem Krimi. In der Landschaft eines Western. ;)
Und die Steigerung der Spannung während der hochgefährlichen Fahrt mit 2 LKW über holperige und brüchige Schotterpisten in Südamerika ist auch von der Kamera sensationell eingefangen, auch ich finde. Ein Meilenstein der Filmgeschichte!

Das ist wirklich großes Abenteuerkino! ;)

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VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Schon einmal so von einem Film gefesselt gewesen, dass du dir vor lauter Mitfieberei einen Finger abgenagt hast? Nein? Dann hast du noch nicht Lohn der Angst gesehen. ;-)

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Prestigeww

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Bewertung9.0Herausragend

Der Lohn der Angst ist so klug auf so vielen verschiedenen Ebenen und dabei so bescheiden. Er ist minimalistisch und trotzdem unglaublich spannend, gerade durch die Dinge, die man nicht sieht - die Dinge, die sich in den Köpfen der vier Fahrer abspielen. Er ist eine große Parabel auf das Leben, über Menschen, die durch die Hölle gehen um etwas zu bekommen und es dann leichtfertig wegwerfen - aber auch eine kleine Geschichte an einem abgelegenen Ort. Ein kleines Meisterwerk!

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KlapTrap

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Now, that´s interresting....gerade vor einer Stunde habe ich mich über das Remake von Friedkin schlau gemacht, bzw. versucht aufzutreiben...(nach einer glühenden Rede von Herrn Mark Kermode)....Original auch noch nie gesehen.
Hab da scheinbar noch was vor mir......


Jack_Torrance

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jeder der vier Hauptpersonen lebt mit dem Drang dem alltäglichen Elend zu entfliehen und das große Geld zu machen. Mit sehr viel Geduld wird am Anfang die gähnende Leere des verarmten Dorfes gezeigt. Hoffnung ist dort ein Fremdwort.
Dann der Auftrag, die Chance. Jeder gefahrende Kilometer ist lebensgefährlich, aber es geht immerhin um Geld. Da schreckt man auch nicht davor zurück seinen besten Freund plattzufahren. Eine deprimierende Welt, die Clouzot da zeichnet, aber ein Stück Wahrheit steckt dahinter...

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scheibenwelt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

G.H. Clouzot baut seinen Paradethriller über eine Handvoll Looser, die zwei Nitroglyzerinladungen auf schrottreifen LKWs durch den südamerikanischen Dschungel transportieren müssen, eben nicht vordergründig auf Action auf.
Was den Film auch nach einem halben Jahrhundert noch so spannend und sehenswert wirken lässt, ist die Entwicklung der Charactere.
Hier sitzt jede Geste, jeder Blick, die Darstellerriege ist einfach erstklassig, die Regie straff und auch ohne Worte eloquent. Gerade die gemächliche Darstellung eines üblen Nestes am Arsch der Welt und die verzweifelten Versuche der Protagonisten diesem zu entfliehen lassen den Zuschauer in der zweiten Hälfte des Films erst recht mit den armen Tröpfen mitfiebern. Das die Charaktere selbst in den verzweifeltsten Situationen ihre Würde bewahren, hebt den Film, trotz seiner Härte, angenehm von dem grimmigen Zynismus anderer Actionproduktionen ab. Gerade aus der Identifikation mit den Charakteren generiert der Film seine Spannung. Selbst die Kaltschneutzigkeit des von Yves Montand gespielten Characters bleibt immer nachvollziehbar.
Handwerklich beschränkt sich Clouzot auf einen unaufgeregten Stil, der mit perfekten Einstellungen und präzisem Schnitt die Handlung nach vorne treibt. Die Sequenz, in der sich die erste Katastrophe durch ein weggewehtes Häufchen Tabak ankündigt, lässt nicht nur Filmtheoretiker sabbern, sondern begeistert auch den gemeinen Filmfreund.
Das die Erlösung von Schuld und Sühne hier nicht in einem familientauglichen Happy End aufgelöst wird, ist nur konseqent.
Ganz großes Kino!

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>MARVEL<

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Bewertung6.5Ganz gut

Vor allem die erste Hälfte geht so nicht. Einfach langweilig. Es passiert zu wenig und was passiert ist teils extrem unglaubwürdig. Ab dem Moment wo das Nitro auf die LKWs geladen wird zieht der Film aber an und kann sich noch auf gutes Mittelmaß "retten". Die erste Hälfte um die Hälfte gekürzt und schon wäre der Film mehr als nur "ganz gut".

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Filmkenner77

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Gut, über den Charakter von Peter van Eyck erfährt man in der Tat nur, dass er aus einem Arbeitslager der Nazis geflüchtet ist und sich nun als Tagelöhner in Südamerika verdingt. Aber ich denke trotzdem, dass die Lebensumstände von Verlierern, die ihre letzte Chance ergreifen wollen, um aus dem "Dreckloch" herauszukommen, gut geschildert wurden. Denn nur das erklärt ihr Handeln und letztlich auch die Rücksichtslosigkeit des Charakters, den Yves Montand spielt. Er verkauft seine Menschlichkeit und den letzten Funken Selbstachtung für ein paar Dollar und verliert am Ende auch das wenige, was er hat. Natürlich ist der Film letztlich gut erzähltes Spannungskinos, dass aber Themen wie existenzielle Grundängste und Moral zumindest streift. Ich kann mich nicht an viele Filme in diesem Genre erinnern, die solche Themenkomplexe kombiniert mit hervorragenden Darstellerleistungen anpackt haben.


>MARVEL<

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Das mit dem Arbeitslager der Nazis hab ich gar nicht mitbekommen. ;-)
Ja, aber diese Lebensumstände hätten auch etwas straffer geschildert werden können. Gerade was der Hauptcharakter mit seiner "Freundin" macht/erlebt und wie sich die beiden zusammen/zueinander verhalten ist leider extrem unglaubwürdig.
In der zweiten Stunde gefällt mir gern Film ja auch ausgesprochen gut.


Filmkenner77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schauspielerisch und spannungstechnisch auf höchstem Niveau inszeniertes Meisterwerk.

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tenbaht

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Bewertung10.0Herausragend

Genau SO macht man einen spannenden Film! Fast aus dem Nichts zaubert der Regisseur hier fesselnde Spannung und lässt kaum Zeit zum Atmen. Es gibt noch ein späteres Remake in Farbe, das ist aber nicht mehr mit diesem Meilenstein vergleichbar, sondern eher ein durchschnittlicher Abenteuerfilm.

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Blonder

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Bewertung10.0Herausragend

Vier Verlierer-Typen fahren mit zwei LKWs zu einer brennenden Ölquelle, ihre Ladung besteht aus Nitroglyzerin. Aber bis die Fahrt losgeht, bekommt man eine detaillierte Darstellung der einzelnen Charaktere. Wenn die Tour dann beginnt, fiebert man mit jedem der vier Männer so mit, als würde man selbst mit im Laster sitzen.
Henri-Georges Clouzot hat mit seinem Thriller einen zeitlosen Klassiker erschaffen, der auch noch nach dem x-ten mal sehen nichts an Spannung verliert. Man bekommt auch noch gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln einen Hochspannungsfilm erschaffen kann.

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*frenzy_punk<3

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hach der film ist gut, den hab ich vor jahren schon gesehen und wusste nicht mehr wie der hieß. war schon die ganze zeit auf der suche. danke ;) der film soll ja auf einer wahren begebenheit beruhen, wenn ich es richtig im kopf hab.
schöner kommentar ;)


Blonder

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So viel ich weiß ist er nur eine Romanverfilmung.


Bäda

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Bewertung6.5Ganz gut

Naja der Film ansich bzw die Thematik ist ja nicht schlecht, aber der Film zieht sich viel zu sehr. Zu oft sieht man Großaufnahmen von Rädern usw. Also schon wirklich sehr langatmige Erzählweise. Zum Schluss war ich froh dass der Film endlich zu ende war. Und das, obwohl ich zeitlose Klassiker eigenltich ziemlich gern mag, aber dieser "zündete" bei mir nicht so richtig.

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maslobojew

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Bewertung10.0Herausragend

Clouzot führt hier mustergültig vor, wie man einen extrem spannenden Film inszeniert.
Die Figuren werden mit all ihren Facetten, aber auch in ihrer Unterschiedlichkeit zueinander hinreichend eingeführt. Das Ensemble als Kollektiv spiegelt dann, als es auf die Tortur des Unternehmens losgelassen wird, die sehr differenten Möglichkeiten wider mit Angst umzugehen. Man identifiziert sich gleich mit allen zusammen - man will bestimmt nicht, auch nur ansatzweise, mit einer der Figuren tauschen. Das Nitro repräsentiert schlechthin die Urangst vor dem, was man sich nicht vorstellen kann und will.
Ich kann mich kaum daran erinnern einen Film gesehen zu haben, der mich dermaßen gepackt hat. Waaahnsinn!

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cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Anfang ist alles andere als vielversprechend. Man hat nicht das Gefühl den Ort und die Figuren "vorgestellt" zu bekommen, sondern wird in das Tropen-Setting einfach hineingeworfen. Die ersten Minuten wirken schlicht bieder und langweilig.

Was aber glücklicherweise im Gegensatz zum restlichen Film steht. Im Lastwagen entwickelt "Lohn der Angst" hochdramatische Spannung. Mit dem Sprengstoff im Gepäck kann jeder noch so kleine Fehler bestraft werden, und jede Sekunde könnte damit die Letzte im Leben der Protagonisten sein, ehe nicht mehr als schwarzer Staub von ihnen übrig bleibt.

Und bei Spannung die einem den Schweiss von der Stirn tropfen lässt, verzeiht man dann auch gern den schwachen Beginn. Der gnadenlose und realistische Stil tut dann sein Übriges um diesem Film einen Klassikerstatus einzubringen.

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Pantagruel

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Bewertung9.0Herausragend

Le Salaire de la Peur, gehört zu den Anfängen des Film Noir in Frankreich. Die Kerle sind die reinsten Kotzbrocken, die Regie ein Meisterwerk. Diese mit minimalen Mitteln auskommende cinematografische Glanzleistung war ein Meilenstein auf dem Weg zur Nouvelle Vague. Wenn man diesen Film zu Ende gesehen hat, sucht man auf seinen Jeans die Schlammspritzer vom TNT-Transport. So echt, so nah und so beängstigend realistisch. Was für ein Film.

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Der Franzose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Anfang ist etwas in die Länge gezogen, aber umso schöner wird es, wenn sie mit ihren Lkw`s starten und die Spannung sich nach und nach aufbaut. Ein Klassiker !

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Matty

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Braucht etwas Zeit bis er ins Rollen kommt.
Aber dann gibt es kein zurück mehr.Spannung pur.Dramatisches Ende.

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annaberlin

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Bewertung10.0Herausragend

Ein extrem wichtiger Film für das französische Kino. Henri-Georges Clouzots Werk ist leider im Ausland kaum bekannt. Dieser "dreckige Road Movie" würde so manchem einen anderen Blick auf das ansonsten für leichte Komödien bekannte französische Kino der 1950er/1960er Jahre eröffnen. Yves Montand nutzte den Film, der 1952 in Cannes ausgezeichnet wurde, als Sprungbrett für seine Karriere der kommenden Jahre.

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doctorgonzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Langatmig könnte man meinen, aber wenn man sich mit den Leuten identifiziert, kommt man kaum zum atmen...So dichte Spannung ist selten.Erstaunlich, dass die Franzosen,die ja eher für das amüsante Fach bekannt sind, sowas hinbekommen haben

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