Lohn der Angst
Le Salaire de la peur (1953), FR/IT Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Road Movie, Drama, Thriller, Actionfilm, Kinostart 11.09.1953
30 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1742 Bewertungen
32 Kommentare
Keine
von Henri-Georges Clouzot, mit Yves Montand und Charles Vanel
Yves Montand und eine Handvoll weiterer Glücksritter suchen das Abenteuer und transportieren in Lohn der Angst Sprengstoff durchs venezuelanische Hinterland.
Vier gescheiterte Existenzen in einem verlassenen Örtchen in Venezuela: Bimba (Peter van Eyck), ein aus dem Arbeitslager der Nazis entkommener Deutscher, der Korse Mario (Yves Montand), Smerloff (Jo Dest) aus Russland und Luigi (Folco Lulli), ein Italiener. Über eine halbe Stunde nur Trostlosigkeit, Leere und Beklommenheit. In Las Piedras bleiben diejenigen hängen, die anderswo nicht mehr erwünscht sind. Ihre einzige Freude ist die Bar von Hernandez (Dario Grandinetti), in der die hübsche Kellnerin Linda (Véra Clouzot) arbeitet. Eines Tages kommt M. Jo (Charles Vanel) ins Dorf und freundet sich mit Mario an. Sie verbindet ihre kriminelle Vergangenheit, durch die sie nicht mehr nach Europa zurückkehren können. Doch eine nahe gelegene Ölquelle ändert ihr Schicksal vollkommen.
Hintergrund & Infos zu Lohn der Angst
Salaire de la Peur ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Georges Arnaud aus dem Jahre 1950.
Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu Lohn der Angst
Cast & Crew
- Genre
- Abenteuerfilm, Road Movie, Sozialdrama, Thriller, Actionfilm, Drama
- Zeit
- 1950er Jahre
- Ort
- Dorf, Kleinstadt, Venezuela, Zentral- und Südamerika
- Handlung
- Abenteuer, Auswanderer, Autorennen, Autounfall, Barmann, Bedrohung, Berufskraftfahrer, Brand, Brücke, Café, Dreck, Dschungel, Dürre, Einkommen, Emigration, Erdöl, Feuer, Gebrochenes Bein, Gefahr, Hinterhalt, Italiener, Kellnerin, Kneipe, Leben und Tod, Lebensgefahr, Lkw, Nitroglyzerin, Notruf, Patriarchat, Risiko, Russe, Schlamm, Straße, Straßenverkehr, Tanker, Tanz, Ungeselligkeit, Verkehrschaos, Überleben, Überlebenskampf
- Stimmung
- Spannend
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Kritiken (4) — Film: Lohn der Angst
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Obwohl komplett in Frankreich gedreht, entwirft die Romanadaption authentisch, mit viel Liebe zum Detail das Bild eines südamerikanischen Dorfes, in dem verschiedenste Nationalitäten und Kulturen aufeinandertreffen. Die Exposition ist arg lang geraten, auch wenn sie in weiten Teilen der Zeichnung der Figuren dient, mit denen man sich schließlich auf die Reise begeben muss. Dafür ist in dem für einen Schwarzweißfilm sehr bunten Anfangsschauplatz immer etwas los, und das bisschen Geduld, was es in der ersten Stunde aufzubringen gilt, wird mit meisterlichem Spannungskino belohnt. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] „Lohn der Angst“ bietet bestes Kino. Der Film lebt von seinen durchgängigen Spannungselementen. Zugleich lässt er die schicksalhafte Verbindung der vier Männer Revue passieren. Und ruft in Erinnerung, dass Angst ein ständiger Begleiter solcher „Himmelfahrtskommandos“ ist. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sven Lohmann: Schnitt Sven Lohmann: Schnitt
Kommentar löschenDas Etikett »Klassiker«, das sich Lohn der Angst inzwischen verdient hat, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, wie hervorragend er auch heute noch durchgehend funktioniert. Lohn der Angst ist heute natürlich dringend zu empfehlen wegen seiner tollen Kameraarbeit, seiner dichten Inszenierung und der exakten Zeichnung der Figuren, die sich im Bangen ums nackte Überleben regelrecht seelisch entkleiden. Vor allem aber ist er einer der ganz großen Armlehnenkraller; ein existenzialistischer Thriller, bei dem einem beim Zuschauen auch heute noch, Verzeihung, der Arsch auf Grundeis geht.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEin gnadenloser Film, der nach einem etwas schleppenden, elaboriertem Setup, in dem die die Figuren eingeführt werden, die Zuschauer auf eine nervenaufreibende und grausame Tour de Force mitnimmt. Die Figuren sind keine klaren Sympathieträger, sondern zwilichtig graue Gestalten, die selbst die heruntergekommenen Detektive der schwarzen Serie noch heldenhaft aussehen lassen. Kaum zu glauben, das dieser Film nach all der Zeit nichts von seiner Power eingebüßt hat.
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Kommentare (28) — Film: Lohn der Angst
JackoXL Sun, 19 May 2013 17:42:46 -0000
Kommentar löschen"Ihr wisst nicht was Angst ist. Ihr werdet sehen. Die Angst überfällt einen wie die Pocken. Und wer sie kriegt, behält sie für sein Leben."
In den 90ern gab es "Speed", ungebremst nach vorne, sonst geht die Bombe hoch. In den 50ern gab es "Lohn der Angst", Adrenalin im Schritttempo, aber jedes Schlagloch, nur der kleinst Fahrfehler würde zum selben Resultat führen. Der Unterschied: "Speed" war dementsprechend Non-Stop-Turbo-Popcorn-Kino, "Lohn der Angst" schleicht langsam vor sich hin, der Schweiß läuft den Fahrern wie dem Zuschauer in die Augen und ist dadurch weit bedrohlicher. Wenn die explosiven LKWs im Rückwärtsgang über marode Holzbrücken kriechen, jede minimale Abweichung der Idealspur den sicheren Tot bedeuten könnte, ist das nervenaufreibender als jede Baustelle auf dem Highway, durch die mit Vollgas durchgebrettert wird.
Fast 2 1/2 Stunden nimmt sich Henri-Georges Clouzot Zeit für die Umsetzung des Romans von Georges Arnaud, gönnt sich dabei eine ausgiebige Einleitung, die erstmal schildert, wer die Kamikaze-Fahrer sind, wo sie gestrandet sind und warum sie sich überhaupt für diesen Höllenritt bereit erklären. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn alles ist interessant und elementar wichtig, um ihre Motivation überhaupt verstehen zu können. Der Tanz auf der Rasierklinge beginnt erst nach gut einer Stunde, dafür ist ab dann jede Sekunde Spannung pur. Viel intensiver und packender lässt sich, speziell für einen 60 Jahre alten Film, das gar nicht einfangen. Es ist überhaupt nicht möglich, nur für einen Wimpernschlag die Augen vom Bildschirm zu entfernen, das ist Spannungskino auf aller höchstem Niveau.
Neben der ohnehin grandiosen Handlung stimmt zudem das Drumherum. Clouzot verschenkt keinen Moment, alles ist intensiv, pulsierend und die Beziehung der Hauptfiguren zueinander ist ebenfalls dauernd in Bewegung. Freunde werden zu Gegnern, neue Allianzen werden geknüpft und selbst die stehen später wieder auf der Kippe. Mit der Situation wachsen und zerfallen die Charaktere, am Ende ist nichts mehr so wie am Anfang.
"Und wer sie kriegt, behält sie für sein Leben."
Wohl wahr. Wahnsinns-Film, kaum zu übertreffen. Mein Herz vergebe ich ungern beim ersten Date, aber was soll's, bitte, "Lohn der Angst" soll das Herz von Jacko sein, mehr habe ich nicht zu bieten.
bedenklich? 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 24 Antworten
jeffcostello Sun, 19 May 2013 17:45:17 -0000
Antwort löschenSehr schön geschrieben, wuaste das der dir gefällt! :)
JackoXL Sun, 19 May 2013 17:48:55 -0000
Antwort löschenUnd wie! Damit habe ich nicht gerechnet, unglaublich.
stuforcedyou Sun, 19 May 2013 17:51:01 -0000
Antwort löschenUnd kein Horror. Ich bin entzückt und überrascht. ;)
Andy Dufresne Sun, 19 May 2013 17:53:23 -0000
Antwort löschenSchöner, treffender Kommentar zu einem Wahnsinnsfilm :)
JackoXL Sun, 19 May 2013 17:54:11 -0000
Antwort löschenIch kann auch anders. Schau mal durch meine Lieblingsfilmliste, kein Horrorfilm. ;) Ich mag die, aber die Latte hängt etwas höher.
JackoXL Sun, 19 May 2013 17:59:07 -0000
Antwort löschen@Andy: Der Wahnsinn!
lieber_tee Sun, 19 May 2013 18:12:57 -0000
Antwort löschenIst ein 50er Jahre Film, Wahnsinn.
Mein Herz habe ich auch sofort vergeben. Es ist schön zu lesen wie leidenschaftlich du Filme magst. Schön.
JackoXL Sun, 19 May 2013 18:16:53 -0000
Antwort löschenDanke, aber der Dank gebührt eigentlich dir. ;)
Schlopsi Sun, 19 May 2013 18:55:19 -0000
Antwort löschenVor etlichen Jahren habe ich mal das Remake Atemlos vor Angst gesehen und habe da schon höllisch mitgefiebert. Gerade die Brückenszene, der Wahnsinn. Wird mal Zeit für's Original ;)
lieber_tee Sun, 19 May 2013 18:58:25 -0000
Antwort löschenSchön. Mal jemand der das Remake kennt und schätzt. Ist ja eher eine rare Kiste... Das Original ist besser, weil präziser. Gemeinsam haben beide eine adrenalin-getränkte Stimmung.
JackoXL Sun, 19 May 2013 18:59:55 -0000
Antwort löschenKenne das Remake nicht, bin aber schwer interessiert.
Hartigan85 Sun, 19 May 2013 19:28:03 -0000
Antwort löschenNach Jeff jetzt schon der zweite tolle Kommentar heute zu dem Film, den will ich jetzt auch mal endlich sehen...
JackoXL Sun, 19 May 2013 19:30:25 -0000
Antwort löschenHarti, musst du sehen! Wird dir auch gefallen. Ganz groß, zeitlos, wunderbar.
lieber_tee Sun, 19 May 2013 19:42:29 -0000
Antwort löschenGut sortierte Videotheken und Bibliotheken MÜSSEN den Film haben.
Hartigan85 Sun, 19 May 2013 19:47:05 -0000
Antwort löschen@Jacko: Ich denke auch, bisher nur Gutes von gehört!
@tee: Also bei Amazon bekommt man die DVD für knapp 11 Euro. Ich denke mal, bei meiner nächsten größeren Bestellung wird er dabei sein ;) Das Remake von William Friedkin soll auch sehr gut sein...
Andy Dufresne Sun, 19 May 2013 19:48:35 -0000
Antwort löschenSollte unbedingt dabei sein Hartigan, ist genau dein Film!
lieber_tee Sun, 19 May 2013 19:59:55 -0000
Antwort löschenMit n' 11er hat du ein preiswertes Tor geschossen...;)
Das Remake ist auch klasse.
JackoXL Sun, 19 May 2013 20:11:40 -0000
Antwort löschenIst gerade auf meine Amazon-Liste gewandert. Leider keine BD-Version. :(
Hartigan85 Sun, 19 May 2013 20:17:30 -0000
Antwort löschen@Andy: Vorfreude³ :)
Auf meinem Wunschzettel ist er auch gelandet. Nur kann ich das Remake irgendwie bei Amazon nicht finden, merkwürdig...
JackoXL Sun, 19 May 2013 20:20:21 -0000
Antwort löschenScheinbar noch nicht veröffentlicht. Egal, das Original ist die 11 Kröten locker wert. ;)
Le Samourai Sun, 19 May 2013 20:39:43 -0000
Antwort löschenIn der Tat ein absolut unglaubliches Werk!
JackoXL Sun, 19 May 2013 20:41:32 -0000
Antwort löschenUm es in deinen Worten zu sagen: Meisterwerk! ;)))
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Andy Dufresne Sun, 19 May 2013 20:47:06 -0000
Antwort löschen@Hartigan: Original 10, Remake 7.
Freu dich auf das Original ;)
meinalterego Mon, 20 May 2013 10:13:24 -0000
Antwort löschen@Jacko: Ich muss Dir da nochmal "Die Teuflischen" von Clouzot sehr ans Herz legen. Für mich der perfekte Thriller.
jeffcostello Sun, 19 May 2013 14:08:11 -0000
Kommentar löschen"Salaire de la Peur" ist ein Film der seine Zuschauer überrollt und genauso auslaugt wie seine Protagonisten, eine 140 minütige Höllenfahrt ohne Verschnaufpause.
Die Hadlung ist sehr simpel, 4 Männer sollen in 2 Lastwagen hochexplosives Nitroglyzerin von einem Ort zu einem aneren bringen, und daraus macht Clouzot einen der perfektesten und meisterhaftesten Action-Thriler aller Zeiten.
Lange lässt er sich Zeit für die Exposition, beinahe die gesamte erste Stunde des Films, stellt dem Zuschauer die Protagonisten vor und ihre Lebensumstände, und macht so glaubhaft wieso sie sich auf dieses Wagnis einlassen. Clouzot präsentiert keine Helden, er zeigt 4 verzweifelte, bemitleidenswerte oft auch unsymphatische Männer, voller Träume und Sehensüchte, die in diesem Unternehmen ihre letzte Hoffnung auf ein besseres Leben sehen.
Effekthascherei sucht man hier vergeblich, Clouzot setzt auf meisterlich aufgebaute Suspense und die Dynamik der Gruppe.
Die Schauspieler, allen voran Yves Montand, verkörpern ihre Rollen bis an die physische Grenze, die großartigen schwarz-weiß Bilder unterstreichen die Verzweiflung dr Männer, die jede Sekunde des Unternehmens dem Tod ins Auge bicken.
Das eiskalte, konsequente Ende wirkt noch lange nach. Ein Meisterwerk.
bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
VisitorQ Sun, 19 May 2013 14:39:02 -0000
Antwort löschenSpitzenfilm!
JackoXL Sun, 19 May 2013 15:08:20 -0000
Antwort löschenWitzig, der läuft hier gerade. Lese deinen Kommentar noch nicht, aber deine Bewertung klingt schon mal super. ;)
Demine Sun, 19 May 2013 15:33:41 -0000
Antwort löschenMuss ich dann jetzt wohl doch langsam mal sehen...
jeffcostello Sun, 19 May 2013 15:46:28 -0000
Antwort löschen@Visitor: Viel Spitzenmäßiger gehts nicht mehr :D
@Jacko: Der wird dir auf jeden Fall gefallen! :)
@Demine: Wirst es nicht bereuen!
lieber_tee Sun, 19 May 2013 16:07:12 -0000
Antwort löschenHammerteil!
jeffcostello Sun, 19 May 2013 16:40:45 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall! Hat in Zukunft sogar noch Lieblingsfilmpotential!
Andy Dufresne Sun, 19 May 2013 16:49:22 -0000
Antwort löschenUrmutter des Actionthrillers und bis Heute einer der besten Filme überhaupt!
JackoXL Sun, 19 May 2013 17:46:34 -0000
Antwort löschenYes, gesehen, als perfekt empfunden, sogar ein halber Punkt zuwenig. ;)
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jeffcostello Sun, 19 May 2013 17:48:58 -0000
Antwort löschenDen halben Punkt gibts dann bei der zweitsichtung, obwohl ich grad auch nicht weiß was mich eigentlich von der 10 abgehalten hat...perfekter film :)
Andy Dufresne Sun, 19 May 2013 17:50:15 -0000
Antwort löschenIhr mit euren Zweitsichtungen...:) 10, alles andere ist zu wenig! :)
Andy Dufresne Thu, 07 Feb 2013 01:58:55 -0000
Kommentar löschen-"Du hast ein bißchen hoch gespielt, hätte leicht schiefgehen können..."
-"Na das ist es doch: Fantasie!"
Was für ein Film!
Total physisch das Ganze und ebenso eine große Psychostudie.
Man meint den Schweiß, das Öl, das Nitroglycerin, ja die Angst selbst riechen zu können.
Man fühlt den Schmerz, den Hass, die Verzweiflung und den Mut der Männer.
Man sieht die Versinnbildlichung des Wortes "Himmelfahrtkommando", unterwegs auf dem Highway to Hell.
Der Film braucht eine ganze Weile um, im wahrsten Sinne des Wortes, in Fahrt zu kommen.
Aber diese Zeit ist gut investiert, man lernt die Charaktere kennen, bzw. meint man sie einschätzen zu können, was nicht bei allen stimmt.
Einige häuten sich wie eine Zwiebel , bis nichts mehr übrig ist als ein Häuflein nackte Verzweiflung und pure Angst.
Oder aber unbedingter Wille, bereit dazu über Leichen zu gehen.
Wenn sich die LKW mit ihrer hochexplosiven Ladung, ein Teil davon auf der Ladefläche, ein gehöriger Teil im Führerhaus, in Bewegung setzen beginnt einer der spannendsten, atemraubendsten Thriller aller Zeiten, ein Action-Abenteuer-Suspense-Roadmovie wie es kein zweites gibt.
Mit einem Ende das einem komplett die Luft nimmt.
Vielleicht das konsequenteste Ende das ich je sah.
Eine wenn nicht gar DIE Urmutter des Actionreißers.
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Kasparle Thu, 07 Feb 2013 03:59:16 -0000
Antwort löschenGanz großer Film und seiner Zeit weit vorraus wenn es um Spannungsaufbau geht!
Andy Dufresne Thu, 07 Feb 2013 04:50:08 -0000
Antwort löschenAbsolut! Und extrem zeitlos, der Film funktioniert auch Heute noch, ohne Abstriche...
Prechtl Thu, 07 Feb 2013 05:04:17 -0000
Antwort löschenUm 3 Uhr morgens postest du noch? Fleißig :)
Andy Dufresne Thu, 07 Feb 2013 05:59:50 -0000
Antwort löschenWar/ist immer noch meine letzte Urlaubsnacht/Tag, MUSSTE genutzt werden :)
Nach dann 3 Wochen Urlaub muss ich ab Freitag wieder arbeiten...:(
phoenix409 Thu, 07 Feb 2013 14:57:54 -0000
Antwort löschenJawoll! Großartiger Film, gerade mit diesem Ende.
Andy Dufresne Fri, 08 Feb 2013 01:39:33 -0000
Antwort löschenKonsequenter geht es nicht, ja!
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Filmkenner77 Sat, 09 Feb 2013 08:22:08 -0000
Antwort löschenSuper Film. Schade, dass das Remake von 1977 leider nicht überzeugen konnte. Und dies lag nicht an den Kürzungen alleine.
Andy Dufresne Sat, 09 Feb 2013 13:05:04 -0000
Antwort löschenGegen das Original KANN man in dem Fall ja nur abstinken...Obwohl ich Scheider sehr mag...
lieber_tee Tue, 29 Jan 2013 01:59:59 -0000
Kommentar löschenMein 888ster Film, seit ich bei MP angemeldet bin.
Ich stoße mit explosivem Feuerwasser, mit Euch, auf einen meiner persönlich hochfavorisierten Action-Filme der Kino-Geschichte an.
Regisseur Henri-Georges Clouzot am Zenit seines Könnens. Ein Meisterwerk aus dicht verflochtener, innerer-psychologischer und äußerer Spannungs-Dramaturgie. Mit chirurgischer Genauigkeit werden Emotionen und Erwartungshaltungen des Betrachters manipuliert, damit sich die Zuschauerhände an das Genre-Lenkrad schwitzig-verkrampf krallen um den hohen Adrenalin-Pegel aushalten.
Das über 50 Jahre alte S/W-Zelluloid hat nichts an seiner nervenaufreibenden Energie verloren, da diese Melange aus geradliniger Story, exakt gezeichneten Film-Archetypen und zynischer Kapitalismus-Kritik auf hypnotisch-intensives Suspense-Kino trifft.
Start ist ein versoffen-verstaubtes Wüsten-Kaff in Südamerika ohne sozialen Kontext und Ende ist eine verfeuerte Ölfelder-Region, dessen ausbeuterische Gier lichterloh brennt. Dazwischen kämpfen vier Männer, für 2000 Dollar, mit ihren inneren Dämonen, tuckern extrem riskant über Glycerin-getränkte Schlaglöcher, instabile Hängebrücken und unerwartete Wendungen.
Das tödlichste Himmelfahrtskommando der Film-History, ein unerreichbarer Maßstab des klugen Spannungs-Kinos,
alt aber verdammt gut gereift.
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lieber_tee Tue, 29 Jan 2013 03:11:31 -0000
Antwort löschenIch empfehle, in diesem Zusammenhang, übrigens das Remake von William Friedkin (Atemlos vor Angst ,1977), dass fast genauso gut ist...
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JackoXL Tue, 29 Jan 2013 08:10:24 -0000
Antwort löschenHab ich beide noch nicht gesehen. Guter Tipp. Und auf die nächsten 888, ich stoß tageszeitlich bedingt mal mit Kaffee an.
the assassin 666 Mon, 04 Feb 2013 16:22:09 -0000
Antwort löschenJa, Atemlos vor Angst ist auch klasse, aber Lohn der Angst ist fast nicht mehr zu toppen.
Die musst du unedingt sehen jackoXL. :)
Lorion42 Mon, 14 Jan 2013 06:07:02 -0000
Kommentar löschenEin europäischer Action-Film darüber, was aus Menschen wird, wenn sie nur eine Chance haben der Armut zu entkommen. Gnadenlos und zutiefst zynisch wird hier über 4 Männer erzählt, die auf Sprengstoff sitzen. Wäre die Charaktereinführung, bis es endlich mit der eigentlichen Geschichte losgeht, nicht so unnötig umfangreich wär es ein wirklich guter Klassiker.
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ElMagico Thu, 22 Nov 2012 20:14:04 -0000
Kommentar löschenDa bin ich mal ganz ehrlich: Ich bin mir grad bewusst, dass ich "Le Salaire de la peur" nicht gänzlich erfasst habe und es so schnell auch nicht werde. Als würde etwas direkt vor meiner Nase liegen und ich kann es nicht aufheben. Unter der oberflächlichen Hülle des Action-Kinos brodelt in diesem Film soviel mehr. Mehr auch, als in seiner zweiten Schicht welche den Menschen, ich will in diesem Fall fast vom Mann sprechen, aufs wesentliche reduziert. Der innerhalb eines enorm spannenden Action-Films aufzeigt was unter all den Masken stecken kann, wozu ein jeder Fähig ist und wie weit man gehen kann, wenn man einfach muss. Aber da ist noch mehr. Etwas sehr elementares übers Wesen des Menschen. Definitiv nichts gutes. Zähflüssig wie das Öl, gefährlich wie das Feuer und so quälend wie diese elendige Hitze.
Ein Film über das Tier im Mann. Denn das sind sie hier alle von Anfang an. Es sind Wölfe. Sie kläffen. Sie versuchen zu imponieren und zu dominieren. Sie kämpfen um die Knochen und beissen sich um ihre Stellung im Rudel zu unterstreichen oder auszubauen. Frauen spielen hier keine Rolle. Es gibt eine und doch nicht. "Le Salaire de la peur" ist aber weit davon entfernt Frauenfeindlich zu sein: Er beschreibt ein Milieu in dem unsere Gesellschaftsordnung keinen Platz hatte und auch Heute wohl noch nicht so hat. Unschön...aber realistisch. Und letztendlich ist Linda die einzige, die Gefühle als Vorschuss gibt, nicht erst wenn es zu spät ist.
Und doch zeig uns "Le Salaire de la peur" uns, dass hinter jeden Menschen eine Geschichte steckt. Auch hinter dem unsympathischsten Arsch. Man muss sie deswegen nicht mögen, aber es ist schwer sie noch zu hassen. Auch mit dem Wissen das sie immer beissen werden, das sie wohl nicht dazulernen werden. Ein Moment ist kein Leben, eine Heldentat macht keinen guten Menschen.
Doch auch Abseits davon ist "Le Salaire de la peur" ein minimalistischer, drückender und vorallem spannender Film. Leider von wird er oft auf die eigentlich Fahrt reduziert, wo doch die Quelle des Übels gar auf der Fahr liegt. Sie ist nur alle offenlegende Situation. Mario oder Joe hätten ansonsten früher oder später eine Bank überfallen oder jemanden getötet, ihr Schicksal ist aber eine Fahrt mit einer explosiven Ladung.
Eindringlich und voller Dreck, ein Abgesang aufs Mannsbild.
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lil.weeze Tue, 18 Sep 2012 15:18:38 -0000
Kommentar löschenLohn der Angst ist wirklich spannend und hat einige großartige Momente. Leider gibt es aber auch einige Dinge die mich wirklich gestört haben. Da wären zum einen die nicht immer nachvollziehbaren Beziehungen der Personen untereinander (die wirklich merkwürdige Beziehung zwischen Mario und Linda, auf der einen und das ständig wechselnde Freundschaftsverhältnis der Fahrer auf der anderen Seite). Was mich aber am meisten gestört hat, und was vor allem auch vielen Szenen die Spannung komplett geraubt hat, war das absolut unnachvollziehbares Verhalten der Fahrer in gewissen Situationen. Da ignoriert der Fahrer seinen Einweiser schon mal, während er rückwärts auf eine Schlucht zufährt, oder man rennt zurück um einen bereits brennende Zündschnur zu kappen. Ich benutze das Wort unglaubwürdig nicht gerne bei Filmen, aber in diesem Fall habe ich eben genau das mehrfach gedacht. Und das ist wirklich Schade, da diese Szenen an sich sehr spannend und gut inszeniert sind.
Aber es ist natürlich nicht alles schlecht. Im Gegenteil: die Grundidee und das Setting sind großartig, die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut. Außerdem schafft es der Film eine durchgehende Spannung und dichte Atmosphäre aufzubauen, die aber eben manchmal durch oben genannte Mängel beeinträchtigt werden.
Alles in allem absolut sehenswert, aber eben nicht das Meisterwerk, dass ich nach all den guten Kritiken erwartet habe.
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the assassin 666 Tue, 22 May 2012 11:32:10 -0000
Kommentar löschenFesselnd & packend als würde man selber in dem Lastwagen sitzen und NItroglizerin transportiern. Lohn der Angst ist mit Sicherheit der spannendeste Abenteuerfilm den ich kenne. Trotz seines Alters von mir wärmstens empfohlen. :)
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lieber_tee Tue, 22 May 2012 13:35:04 -0000
Antwort löschenÜber-Meisterwerk!
the assassin 666 Tue, 22 May 2012 14:34:36 -0000
Antwort löschenvollkommen richtig, du hastes exaxt auf den Punkt gebracht, mein Freund. :)
Nordlicht79 Sun, 08 Apr 2012 17:12:53 -0000
Kommentar löschenDer Beginn mit der Einführung der Protagonisten ist etwas zäh. Aber wer durchhält wird mit absoluter Hochspannung belohnt. Zu recht einer der ganz großen Klassiker!
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Andy Dufresne Mon, 09 Apr 2012 00:37:20 -0000
Antwort löschenArg,arg,arg kurz, aber :Wahr :D
Andy Dufresne Mon, 09 Apr 2012 12:21:15 -0000
Antwort löschenKann man so stehen lassen.Beim ersten Mal stockt einem der Atem.Und das lässt nicht wesentlich nach wenn man den Film wieder schaut...
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Nordlicht79 Wed, 11 Apr 2012 13:18:25 -0000
Antwort löschen@duffy: Hab zwar noch nicht so viele Filme gesehen wie Du, aber spontan würde mir jetzt auch kein spannenderer Film einfallen.
@Andy: Hab mich während des Films gleich mehrmals ertappt, daß ich vor Spannung vergas zu atmen, daher hatte ich einfach keine Luft mehr für eine längere Kritik.
Andy Dufresne Wed, 11 Apr 2012 19:30:58 -0000
Antwort löschenSehr gute Ausrede...:D
cpt. chaos Tue, 14 Feb 2012 12:07:42 -0000
Kommentar löschenEinige wussten es bereits, andere ahnten es schon: Ich bin ein absoluter Kulturbanause, da es insbesondere die vermeintlichen Klassiker nicht immer so ganz einfach bei mir haben.
Dabei ist "Lohn der Angst" grundsätzlich ganz manierlich gespielt und die Geschichte ist von der Grundidee auch nicht unbedingt uninteressant, aber die allgemeine Wertschätzung kann ich dennoch keinesfalls teilen.
Sorry, dass ich auch in diesem Fall wieder den Nostalgie-Bonus verweigere, aber einige Handlungsweisen fand ich einfach schwer nachvollziehbar bzw. nicht ganz glücklich dargestellt.
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hoffman587 Fri, 10 Feb 2012 12:56:10 -0000
Kommentar löschenLe Salaire de la peur
"Ihr wisst nicht was Angst ist. Ihr werdet sehen! Die Angst überfällt einen, wie die Pocken und wer sie kriegt, behält sie für immer!"
Es gibt in dieser Welt bestimmte Filme, egal wie alt, egal wie klassisch oder actionreich, es gibt bestimmte manche nennen sie Klassiker. Und selbst unter jenen Film gibt es besondere Filme, die einen von Anfang bis Ende nicht loslassen. Bei denen selbst nach mehreren Jahrzehnten der Produktion noch alles stimmen mag. - Ich weiß dies mögen altbekannte und plumpe Worte und Sätze sein, doch halte ich es für richtig diese Worte für "Lohn der Angst" von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1953 nach dem gleichnamigen Roman von Georges Arnaud.
Und die Handlung dabei wahrscheinlich wohl legendär, mit pessimistischen Blick, perfekt erdacht für einen Vorreiter des große Actionfilms, so die Story doch simpel und reißerisch, aber interessant und faszinierend bzw. in jedem Fall spannend, einmal in Hinsicht der Charakterstudie, als auch auf das Abenteuer, welches der Film bietet: Zentralamerika, die Hitze brütet in einem kleinen Nest namens Las Piedras. Eine Mission: Der gefährliche Transport zweier Lastwagen geladen mit Nitroglyzerin. Das Geld lockt, einen Ausweg scheint es eh nicht zu geben und so nehmen vier grundverschiedene Männer den Auftrag an, welcher durch den unwegsamen Dschungel führt und erleben dabei was es bedeutet die Angst zu spüren...
So muss man natürlich vier glaubwürdige Akteure engagieren, welche die Angst ihrer Protagonisten authentisch wiedergegeben und sich in jene reinfühlen können. Jedenfalls ist jene Besetzung nicht schlecht ausgewählt, ob nun Yves Montand, der durch die Rolle des Mario wahrscheinlich große Bekanntheit weltweit erlangte und seine Rolle, welche sich im Laufe der Handlung mutige und kraftvolle Züge zeigt, mimt er selbstredend einprägend und kraftvoll. Neben ihm für mich dabei noch besonders hervorstechend spielend Charles Vanel als französischer Ex-Gangster Jo (zunächst solle Jean Gabin diese Rolle übernehmen, dieser lehnte dennoch ab), welcher anfangs unerschütterlich scheint, doch die harte Schale täuscht und gerade sein Charakter bot für mich so einige faszinierende Aspekte, im Ganzen würde ich sie sogar als die Interessanteste von allen sehen, obgleich es nun seine Darstellung oder seine Wandlung sein mag, dies alles von Vanel brillant und sehr einnehmend verkörpert. Genauso überzeugend aber auch von Peter van Eyck als deutscher Bimba, welcher von den Figuren anscheinend am undurchsichtigsten scheint und Folco Lulli als freundlich wirkender Luigi, gespielt.
Was Clouzot dabei eindeutig perfekt beherrscht ist die Kreierung von etwas großem, von einem Abenteuer. Einem Abenteuer, das stehts begleitet wird vom dem Hauch des Todes. Clouzot zieht einen in den Bann seines Films, es scheint als wäre man atemlos vor Angst und der Lohn genau jener ist eigentlich nur die Endstation des Todes, wofür all diese Furcht? Für nichts? Oder nur für Geld? Clouzot gliedert dabei seinen Handlung in zwei verschiedene Handlungsabschnitte. Zunächst (bei der gelungenen Exposition) beschäftigt er sich ausführlich mit seinen Figuren, ihren Eigenschaften und ihren Fertigkeiten, zeichnet diese präzise und durchaus hintergründig, auch hier interessant gestaltet, gerade diese Exposition der Charaktere scheint im späteren Verlauf des Film wichtig. auch in Hinsicht der Handlungselemente, ob nun Freundschaft, Gier oder Verrat. »Und dann kommt die Angst«. Im weiteren Verlauf, nach jener langen und intensiv abgehandelten Einführung beginnt der wohl zusammengefasst eher reißerische Part des Films und Clouzot erzeugt Nervenkitzel vom Feinsten, denn der Weg der vier »Auserwählten« ist beschwerlich, jede einzelne noch so kleine Erschütterung könnte zur Explosion führen. Eigentlich eine perfekte Formel bzw. Dramaturgie zum Thema Spannung. Zudem pessimistisch angehaucht, ohne einen Lichtschweif am Ende des langen und unerträglichen Weges, könnte man konsequent und ungewöhnlich für die Zeit nennen. Man könnte fast man meinen Clouzot sei einer »der Teuflischen«.
Ein weiterer Aspekt, welcher "Lohn der Angst" besonders auszeichnen mag, ist diese atemberaubende Atmosphäre und Intensität, die von Anfang an konstant aufgebaut wird, so scheint die Hitze jener Kleinstadt förmlich spürbar. Es fühle sich so an als liege etwas in der Luft. Die Antwort lautet »Suspense«. In einprägenden und atmosphärischen Bildern eingefangen.
"Ich brauche »Money« und wenn ich Geld brauche, dann kenn ich mich selber nicht. Also nimm dich in Acht." - "Danke, mein Lieber." - "Weißt du, 15000 Kilometer Ölleitungen das ist immer eine brenzlige Sache, ein paar anständige Sprengladungen und ihr...könnt einpacken."
Schlussendlich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass "Lohn der Angst" nicht umsonst als Vorreiter des modernen Actionkinos gilt. Nicht zu unterschlagen, mit einem fantastischen Darsteller-Quartett verfeinert. Ein Film der Maßstäbe setzte, Clouzot erzählt gnadenlos, pessimistisch, präzise und so ist sein Film voller Explosionskraft.
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Filmkenner77 Fri, 10 Feb 2012 19:27:42 -0000
Antwort löschenEin absolutes Highlight. Der Film und dein Kommentar. Spannungskino pur. Diese Szene auf der morschen Brücke: Mit einfachsten Mitteln wird da Hochspannung erzeugt. Und, wie du schon beschreibst, glaubwürdige Charaktere und keine Knallchargen. Ich hoffe, du hast die 141 Minuten-Fassung gesehen.
hoffman587 Fri, 10 Feb 2012 20:22:04 -0000
Antwort löschenDann erstmal, dank dir für das Lob. :)
Und wohl doch muss ich dich da enttäuschen, werde ich so aber demnächst mal versuchen zu besorgen.
hoffman587 Fri, 10 Feb 2012 22:10:26 -0000
Antwort löschenOk, ist akzeptiert, danke und ich weiß was du meinst, mir geht das auch öfters so, scheint man aber nicht zu beheben können, diesen Bug. :)
cpt. chaos Sat, 11 Feb 2012 11:04:05 -0000
Antwort löschenWie immer sehr schön geschrieben! Habe ich seit Monaten hier liegen, heute soll er dann endlich mal gesehen werden.
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Filmkenner77 Sat, 11 Feb 2012 11:16:43 -0000
Antwort löschen@ cpt. chaos Oha, du und Klassiker. Ich befürchte eine niedrige Bewertung....;-)
hoffman587 Sat, 11 Feb 2012 11:19:33 -0000
Antwort löschen@ctp. chaos: Auch wenn der Filmkenner wieder sich in Hinsicht des Pessimismus deinerseits etwas befürchtet, so hoffe ich doch, dass er dir doch munden wird. Mit einer 6.0 wäre ich schon zufrieden. Aber nochmal danke für das Kompliment. :)
8martin Fri, 03 Feb 2012 13:41:23 -0000
Kommentar löschenEin Klassiker wegen einer Reihe von Gründen. Und die vier Helden des Nitro-Transportes kennt man inzwischen so gut, dass man sie mit dem Vornamen anreden kann: Yves, Charles, Peter und Folco.
Zunächst der beispielhafte Aufbau der Spannung:
Ein waghalsiges Wendemanöver über dem Abgrund auf einer wackeligen Holzkonstruktion. Den Nerven der Zuschauer geht es hier bereits wie dem angespannten Drahtseil, in das der Nitro-Laster einfädelt. Dann die Sprengung des Felsbrockens. Schließlich das Durchqueren eines ölgefüllten Kuhle. Das ist der Gipfel an menschlicher Grausamkeit zwischen Notwendigkeit und Erfolg. Die ölverschmierten Körper von Yves und Charles sind unvergesslich. Und wenn Yves den sterbenden Charles während der Weiterfahrt im Arm hält, dürfen Männer weinen.
Dann der tiefe Einblick in die menschliche Psyche und deren Wandel. Die Entzauberung eines Helden. Charles, der souveräne, anscheinend sehr mutige Mann von Welt entpuppt sich als Angsthase.
Außerdem die Unterstützung der emotionalen Ebene durch markante Symbole und telepathische Fernwirkungen: wie z.B. eine Fahrkarte der Metro und Veras Ohnmacht.
Aber der Gipfel der gekonnten Perfektion ist der Schluss. Die Überleitung durch Walzermelodien von der tanzenden Vera zum übermütig fahrenden Yves. Dem folgen nur noch drei Bilder: Yves blutendes Gesicht, die Fahrkarte und Sirenengeheul. Ende. Waoh! Zeitlos aktuell, unheimlich dramatisch, stellenweise sehr anrührend. Ein Film für den Olymp!
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Keky Mon, 30 Jan 2012 13:14:28 -0000
Kommentar löschenEin Meilenstein des Kinos!
Dieser Film hat auch über 50 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Qualität eingebüßt. Die erste Stunde liefert eine gelunge Menschenstudie, die zweite schafft es, die Spannung bis zur Schmerzgrenze hochzutreiben. Alte Schule, die zeigt, wie man mit der Angst spielt. Obwohl kein Schuss fällt, entsteht eine Stimmung wie in einem Krimi. In der Landschaft eines Western. ;)
Und die Steigerung der Spannung während der hochgefährlichen Fahrt mit 2 LKW über holperige und brüchige Schotterpisten in Südamerika ist auch von der Kamera sensationell eingefangen, auch ich finde. Ein Meilenstein der Filmgeschichte!
Das ist wirklich großes Abenteuerkino! ;)
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VisitorQ Tue, 18 Oct 2011 19:11:02 -0000
Kommentar löschenSchon einmal so von einem Film gefesselt gewesen, dass du dir vor lauter Mitfieberei einen Finger abgenagt hast? Nein? Dann hast du noch nicht Lohn der Angst gesehen. ;-)
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Prestigeww Tue, 04 Oct 2011 08:30:26 -0000
Kommentar löschenDer Lohn der Angst ist so klug auf so vielen verschiedenen Ebenen und dabei so bescheiden. Er ist minimalistisch und trotzdem unglaublich spannend, gerade durch die Dinge, die man nicht sieht - die Dinge, die sich in den Köpfen der vier Fahrer abspielen. Er ist eine große Parabel auf das Leben, über Menschen, die durch die Hölle gehen um etwas zu bekommen und es dann leichtfertig wegwerfen - aber auch eine kleine Geschichte an einem abgelegenen Ort. Ein kleines Meisterwerk!
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scheibenwelt Thu, 04 Nov 2010 16:14:07 -0000
Kommentar löschenG.H. Clouzot baut seinen Paradethriller über eine Handvoll Looser, die zwei Nitroglyzerinladungen auf schrottreifen LKWs durch den südamerikanischen Dschungel transportieren müssen, eben nicht vordergründig auf Action auf.
Was den Film auch nach einem halben Jahrhundert noch so spannend und sehenswert wirken lässt, ist die Entwicklung der Charactere.
Hier sitzt jede Geste, jeder Blick, die Darstellerriege ist einfach erstklassig, die Regie straff und auch ohne Worte eloquent. Gerade die gemächliche Darstellung eines üblen Nestes am Arsch der Welt und die verzweifelten Versuche der Protagonisten diesem zu entfliehen lassen den Zuschauer in der zweiten Hälfte des Films erst recht mit den armen Tröpfen mitfiebern. Das die Charaktere selbst in den verzweifeltsten Situationen ihre Würde bewahren, hebt den Film, trotz seiner Härte, angenehm von dem grimmigen Zynismus anderer Actionproduktionen ab. Gerade aus der Identifikation mit den Charakteren generiert der Film seine Spannung. Selbst die Kaltschneutzigkeit des von Yves Montand gespielten Characters bleibt immer nachvollziehbar.
Handwerklich beschränkt sich Clouzot auf einen unaufgeregten Stil, der mit perfekten Einstellungen und präzisem Schnitt die Handlung nach vorne treibt. Die Sequenz, in der sich die erste Katastrophe durch ein weggewehtes Häufchen Tabak ankündigt, lässt nicht nur Filmtheoretiker sabbern, sondern begeistert auch den gemeinen Filmfreund.
Das die Erlösung von Schuld und Sühne hier nicht in einem familientauglichen Happy End aufgelöst wird, ist nur konseqent.
Ganz großes Kino!
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>MARVEL< Tue, 07 Sep 2010 04:25:18 -0000
Kommentar löschenVor allem die erste Hälfte geht so nicht. Einfach langweilig. Es passiert zu wenig und was passiert ist teils extrem unglaubwürdig. Ab dem Moment wo das Nitro auf die LKWs geladen wird zieht der Film aber an und kann sich noch auf gutes Mittelmaß "retten". Die erste Hälfte um die Hälfte gekürzt und schon wäre der Film mehr als nur "ganz gut".
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Filmkenner77 Fri, 24 Sep 2010 16:32:32 -0000
Antwort löschenDas nennt man wohl Charakterzeichnung. Vielen Filmen heute fehlt dies, da sie nur auf vordergründige Action aus sind und auf die Figuren kaum noch wert legen. Deshalb sind die Beweggründe für ihr Handeln oftmals nicht nachvollziehbar und das ganze wirkt oberflächlich. Dies vermeidet der Film. Zugeben ist die Exposition vielleicht ein wenig lang, aber für die Geschichte meiner Ansicht nach nötig.
>MARVEL< Thu, 30 Sep 2010 00:57:24 -0000
Antwort löschenGegen Charakterzeichnung habe ich überhaupt nichts einzuwenden. Auch nicht dagegen das die Beweggründe der Figuren beleuchtet werden. Aber die Handlungen der Charaktäre in der ersten Stunde sind teilweise so dämlich und peinlich das man sich an den Kopf fassen muss.
Ach ja... und wenn der Film die Chauptfiguren so gut beleuchtet... was ist dann mit dem Blonden der mitfährt?
An sich gebe ich dir aber recht, Charakterzeichnung fehlt vielen Filmen heute in der Tat, aber dieser Film verfügt darüber auch nur bedingt.
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Filmkenner77 Thu, 30 Sep 2010 07:47:27 -0000
Antwort löschenGut, über den Charakter von Peter van Eyck erfährt man in der Tat nur, dass er aus einem Arbeitslager der Nazis geflüchtet ist und sich nun als Tagelöhner in Südamerika verdingt. Aber ich denke trotzdem, dass die Lebensumstände von Verlierern, die ihre letzte Chance ergreifen wollen, um aus dem "Dreckloch" herauszukommen, gut geschildert wurden. Denn nur das erklärt ihr Handeln und letztlich auch die Rücksichtslosigkeit des Charakters, den Yves Montand spielt. Er verkauft seine Menschlichkeit und den letzten Funken Selbstachtung für ein paar Dollar und verliert am Ende auch das wenige, was er hat. Natürlich ist der Film letztlich gut erzähltes Spannungskinos, dass aber Themen wie existenzielle Grundängste und Moral zumindest streift. Ich kann mich nicht an viele Filme in diesem Genre erinnern, die solche Themenkomplexe kombiniert mit hervorragenden Darstellerleistungen anpackt haben.
>MARVEL< Fri, 01 Oct 2010 00:16:17 -0000
Antwort löschenDas mit dem Arbeitslager der Nazis hab ich gar nicht mitbekommen. ;-)
Ja, aber diese Lebensumstände hätten auch etwas straffer geschildert werden können. Gerade was der Hauptcharakter mit seiner "Freundin" macht/erlebt und wie sich die beiden zusammen/zueinander verhalten ist leider extrem unglaubwürdig.
In der zweiten Stunde gefällt mir gern Film ja auch ausgesprochen gut.
Filmkenner77 Mon, 09 Aug 2010 14:21:42 -0000
Kommentar löschenSchauspielerisch und spannungstechnisch auf höchstem Niveau inszeniertes Meisterwerk.
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tenbaht Mon, 02 Aug 2010 15:39:34 -0000
Kommentar löschenGenau SO macht man einen spannenden Film! Fast aus dem Nichts zaubert der Regisseur hier fesselnde Spannung und lässt kaum Zeit zum Atmen. Es gibt noch ein späteres Remake in Farbe, das ist aber nicht mehr mit diesem Meilenstein vergleichbar, sondern eher ein durchschnittlicher Abenteuerfilm.
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Blonder Sat, 05 Jun 2010 14:37:21 -0000
Kommentar löschenVier Verlierer-Typen fahren mit zwei LKWs zu einer brennenden Ölquelle, ihre Ladung besteht aus Nitroglyzerin. Aber bis die Fahrt losgeht, bekommt man eine detaillierte Darstellung der einzelnen Charaktere. Wenn die Tour dann beginnt, fiebert man mit jedem der vier Männer so mit, als würde man selbst mit im Laster sitzen.
Henri-Georges Clouzot hat mit seinem Thriller einen zeitlosen Klassiker erschaffen, der auch noch nach dem x-ten mal sehen nichts an Spannung verliert. Man bekommt auch noch gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln einen Hochspannungsfilm erschaffen kann.
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*frenzy_punk<3 Sun, 06 Jun 2010 12:17:45 -0000
Antwort löschenhach der film ist gut, den hab ich vor jahren schon gesehen und wusste nicht mehr wie der hieß. war schon die ganze zeit auf der suche. danke ;) der film soll ja auf einer wahren begebenheit beruhen, wenn ich es richtig im kopf hab.
schöner kommentar ;)
Blonder Sun, 06 Jun 2010 16:17:21 -0000
Antwort löschenSo viel ich weiß ist er nur eine Romanverfilmung.