Mammuth

Mammuth (2010), FR
Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Road Movie, Komödie, Drama, Kinostart 16.09.2010

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6.8 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2 Community
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von Benoît Delépine und Gustave de Kervern, mit Gérard Depardieu und Isabelle Adjani

Mammuth – so wird er gutmütige Riese Serge Pilardosse (Gérard Depardieu) von allen nur genannt. Der Spitzname rührt nicht nur von seiner voluminösen Gestalt, sondern auch von seinem Motorrad, einer Münch-Mammut aus den 70er Jahren. Auf dieser macht sich der frischgebackene Rentner zu einer Reise in die Vergangenheit auf, um Arbeitsnachweise seiner ehemaligen Arbeitgeber zu bekommen. Auf dem Weg macht Mammuth neue Bekanntschaften, erinnert sich an seine erste, große Liebe Yasmine (Isabelle Adjani) und findet heraus, dass man auch in seinem Alter noch schöne, aber auch bittere Erfahrungen machen kann.

Mammuth war im Wettbewerb der Berlinale 2010 vertreten. Das bittersüße Roadmovie markiert die inzwischen vierte Zusammenarbeit von Gerard Depardieu und Isabelle Adjani. Die französischen Stars spielten gemeinsam in den Filmen Bon Voyage, Barocco und Camille Claudel.

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Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Mammuth

Marguerite Seidel

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9.0Herausragend

Mit meisterlichem Gespür für die gleichzeitig komischen wie bitteren Absurditäten des Alltags haben Delépine und de Kervern dem Schauspielschwergewicht Depardieu die Rolle auf den Leib geschrieben. Als tragikomische Figur wirkt Depardieu an der eigenen Monumentalisierung mit, einer Hommage an den trotz aller Ausfälle unverwüstlichen Liebling der Franzosen, der es immer wieder nach ganz oben schafft.

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A. Körner : Sächsische Zeitung A. Körner : Sächsische Zeitung

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6.5Ganz gut

Die Regisseure Benoit Delépine und Gustave Kervern nehmen dem Humor ihrer Vorgängerfilme („Aaltra“, Louise Hires A Contract Killer“) jede Bösartig- und Bissigkeit und transformieren sie in spröde Poesie. Wenn das Duo Mammuth mit Metalldetektor durch die Landschaften schickt, um sich selbst zu finden, dann ist das neben aller bizarrer Komik vor allem anrührend, traurig und dann doch tröstend.

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

[...] das französische Regie- und Autorenduo Benoît Delépine und Gustave Kervern ("Louise Hires a Contract Killer") hat wenig Sinn für konventionelles Erzählkino, aber eine große Schwäche für surreale Situationen und absurden Witz. [...] "Mammuth" ist ein kleiner Film, in körnigen Bildern gedreht, und so unaufgeregt erzählt, dass sich Witz und Charme immer eher leise anpirschen, statt einem ständig und laut ins Gesicht zu springen. Zurückhaltend wäre vielleicht das richtige Wort, wenn es zwischendurch nicht so schreiend komisch würde und dann wieder so unendlich melancholisch. [...] "Mammuth" ist ein Film wie das Ende eines Sommers: traurig und schön, mit einer Wärme, die den kommenden kalten Tagen noch zu trotzen weiß.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Gustave de Kervern und Benoît Delépine bemühen erneut den Tonfall der schwarzhumorig-makabren Sozialkomödie, die vom Überlebenskampf am unteren Rand der Gesellschaft erzählt. Ganz so politisch unkorrekt wie in ihren Vorgängerfilmen geht es in „Mammuth“ nicht zu. Einmal mehr steht ein Vertreter der Unterschicht im Mittelpunkt, der immer wieder einstecken muss, ohne davon zu Boden zu gehen. [...]
Man mag dem Film vorwerfen, dass er zu viele Kuriositäten an Serges Wegesrand aufreiht und vielleicht zu sehr vom Boden der sozialen Tatsachen abhebt; dennoch bleibt er, zusammengehalten von Gérard Depardieus mächtiger Leinwandpräsenz, ein schöner Gegenentwurf zu jenen Prolo-Komödien à la „Die Beschissenheit der Dinge“, die sich als ungeschönte Milieubilder gerieren, letztlich aber Freakshows sind, die Zerrbilder statt Menschen zeigen. „Mammuth“ dagegen weiß durch alle Absurditäten hindurch die Würde seiner Protagonisten zu verteidigen. Das Lachen über sie ist immer empathisch, nie abfällig.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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7.0Sehenswert

Der Humor von "Mammuth" mag manchmal allzu deftig geraten, doch bekommt man es mit einer liebenswerten Komödie zu tun.

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Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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7.5Sehenswert

Eines steht fest: Gerard Depardieu ist wahrhaftig mit Haut und Haaren in seine Rolle als Mammuth geschlüpft. Fett ist er, mit einem unglaublichen Schwabbelbauch, schmuddelig mit zotteligen, langen Haaren. So verkörpert er einen Antihelden vom unteren Ende der Gesellschaft. Aber Depardieu fühlt sich sichtlich wohl als kauziger und doch liebenswerter Brumm-Bär. Seine Filmehefrau Yolande Moreau steht ihm dabei in nichts nach. Diese zwei liebenswürdigen Schauspieler prägen mit ihrem Können und ihren irgendwie sympathischen Figuren den Film. [...]
Sowohl die Sprache als auch die Kamera sind nah dran an den Menschen, man fühlt sich hineinversetzt in ihr kleinbürgerliches Leben. Dabei erlebt man einige lustige, anrührende Momente, aber vor allem ist das Drama gezeichnet von Ernüchterung, Depressionen und Skurrilität.

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T.Volkmann: Programmkino.de T.Volkmann: Programmkino.de

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7.0Sehenswert

Sind das nicht die schönsten Rollen, in denen Schauspieler einfach so sein dürfen, wie sie sind? Man kann sich gut vorstellen, welchen Spaß es Gérard Depardieu gemacht haben muss, hier einfach nur der traurig traumatisierte Brummbär sein zu dürfen, der langsam entdeckt, dass er [...] gar nicht der Idiot ist, für den alle anderen ihn halten und gehalten haben.

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alviesinger: bummelkino

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4.0Uninteressant

Der Fleischverarbeiter Mammuth wird in den Ruhestand versetzt. Nun weiß das langhaarige Etwas von einem Mann von heute auf morgen nichts mehr mit sich anzufangen. Wie ein Mammut trabt der Kerl unruhig durch die ärmliche Wohnung. Bevor die große Langeweile sich ausbreitet geht Mammuth auf einen Renter-Roadtrip. Er muss noch Rentenansprüche bei alten Arbeitgebern sammeln. In Benoit Delépnes und Gustave Kerverns „Mammuth“ brettert Gérard Depardieu in stets über- oder unterbelichteten Bildern auf seinem Motorrad dauernd in merkwürdige Situationen und trifft dauer-bekiffte Teenager, geizige Rummelbetreiber, wichsende Altkumpels und andere Freaks. Die Reise des alten Schlachtrosses in seine Vergangenheit ist ein missglückter Versuch eines schrägen Gutelaune-Films. Diese Verliererballade ist einfach zu krampfhaft um Skurrilität bemüht. Am Ende der extravaganten und doch so gewollt wonnigen Gefühlsduselei-Nummer lernt der gutmütige Laissez Faire-Rentner dann auch wieder das Leben zu lieben. Und der Zuschauer hat auch etwas gelernt: Anstatt „Mammuth“ zu schauen lieber wieder „Pappa ante Portas“ hervorkramen und die Dialoge mitsprechen oder Cervantes’ „Don Quixote“ lesen.

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Kommentare (11) — Film: Mammuth

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nazarener

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Bewertung0.0Hassfilm

das plakat hat mich angesprochen, die story, der trailer und ich mag gérard depardieu, also auf ins kino.

meine kleine fimkritik: spart es euch! der film hat nichts, aber auch gar nichts was man von einem kinofilm erwartet. die qualität ist schlecht ..... nein sie ist scheisse! unglaublich körnig und verwackelt, dies soll wohl authentizität (klasse modewort) darstellen. schnitt und kameraführung hat schon mein patenonkel herbert zu antiken super8 zeiten besser hinbekommen und seine filmchen sind in meiner erinnerung wirklich grottig!

weder die musik noch die bilder brauchen die grosse leinwand, ich hätte den streifen auch auf dem 15" bildschirm meines notebooks anschauen können ohne das gefühl etwas zuverpassen.

die message des films? keine ahnung ..... mit viel phantasie und goodwill kann man was interpretieren und sogar eine positive kritik verfassen!

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JoeKramer

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Bewertung5.0Geht so

Sehr schräg und sehr merkwürdig... Kann man sehen, muss man aber nicht. Auch als großer Fan von Mann und Maschine

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Abronsius

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vertuschte Bilder und sphärischer Musik begleiten die merkwürdige Reise von Serge zu sich selbst.
Depardieu (Serge) spielt hier ein klischeebrechendes Ungetüm,ein melancholischer Fremdkörper in der modernen Welt, in der Reales und Surreales miteinander Bäumchen-wechsel-dich spielen.
Wie dieses große Kind mithilfe diverser Reisebekanntschaften anfängt zu begreifen, worin der Unterschied zwischen gefüllter Zeit und erfüllter Zeit liegt, wird filigran und humorvoll erzählt. Alle Nebencharaktere agieren zum Niederknien -selbst die stoisch vor sich hinblickende Isabelle Adjani- und zwischendurch ist noch genug Luft für sozialkritische Töne.
Depardieu wird niemals zum Madenmeer oder zu Staub zerfallen, er wird irgendwann als Marmorstatue im Louvre stehen-als Schutzpatron aller Masturbatoren und Schauspieler. Wer denkt beim Tête-à-tête mit dem Cousin nicht an Alfredo und Olmo?

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Der Franzose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Eröffungszene mit dem kugelrunden Depardieu und einem Schwein über der Schulter ist ein Bild für die Götter. Je dicker Depardieu wird, desto besser läuft er wohl in schauspielerischer Höchstform auf , wie auch zuvor in Chanson d`Amour.
Der Film ist sehr speziell und fährt die langsame Gangart, man liebt oder hasst den Film .

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wolf260366

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr still und schräg zu gleich. Hat mich nicht gefangen genommen.

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DasSchwein

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Bewertung7.5Sehenswert

Schöner stiller, und doch aussagekräftiger Film mit Hauptthema das 'normale' Leben ohne Extras einfach erzählt.

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grouchomarx

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

nach dem hochgelobten aber meiner meinung nach viel zu braven "chanson d´amour", und vielen anderen seichten filmen oder nebenrollen.
endlich wieder ein guter film mit depardieu, der ihn ganz in den mittelpunkt stellt.

lohnt sich den film im kino zu sehen, schön witzig und absurd, und trotzdem/dadurch immer wieder auch melancholisch
danke

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Scout_Finch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein bisschen weird war das schon... alte speckige Männer, die sich gegenseitig einen runterholen (und dann auch noch so unverhofft!), Gérard Depardieu, wie er einer Frau beim Pinkeln zuguckt und dann noch seine freakige Nichte, die bizarre und gruselige Skulpturen aus Babypuppen mit leeren Augenhöhlen baut. Im ersten Moment war es etwas gewöhnungsbedürftig, holte dann aber doch mehr aus ein bloßes Depressiver-Rentner-auf-Selbstfindungstrip-Movie raus. Depardieu glänzte natürlich als alter Fettsack mit ungepflegter Rockermatte, die sich allmählich lichtet. Über die Nichte Miss Ming (die übrigens in Wirklichkeit auch so heißt) und ihre grotesken Kunstobjekte, die den gesamten Vorgarten zieren, wollte ich gleich mehr erfahren. Ansonsten gelang den Machern von Mammuth mit ihrem körnigen und groben Filmmaterial genau der Effekt, den sie sich gewünscht hatten: alles wirkt schmutzig, altbacken und ziemlich 70er. Wenn Gérard Depardieu dann auch auf seinem knatternden Motorrad mit Tempo 50 durch die französische Pampa gurkt, fühlt man sich fast wie bei Easy Rider.

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jannis

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Heiliger Bimbam


Nagelfar

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"...fühlt man sich fast wie bei Easy Rider." Gab einige Sachen die mich durchaus an Easy Rider erinnert haben. Z.B. die langen Kamerasequenzen und die allgemein wenigen/ruhigen Schnitte


dgk

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Bewertung3.5Schwach

Gerard Depardieu in großen Dosen, ziemlich schwer verdaulich. So tollpatschig kommt heute auch in la France profonde keiner mehr durchs Leben. Aber nette szenische Einfälle helfen über die Zeit.

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Motsche

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Depardieu - mit leisem, nahezu unauffälligem Spiel, in absoluter Höchstform!

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

Gerard Depardieu, der hässlichste und gleichzeitig gutaussehende Schauspieler der Welt, macht sich auf, als französische Antwort auf Mickey Rourkes "Wrestler", seine Vergangenheit zu bereisen. In einer losen Szenenreihenfolge voller Sketche, Begegnungen, verstorbenen Freundinnen und grausiger Puppenskulpturen, entwickelt der Film eine spannende Auseinandersetzung zwischen dem Mensch und seiner Arbeit. Was sie aus ihm macht, wie sie ihn fördert und gleichzeitig unmündig macht. Dazu mit Moreau und Adjani hochkarätig besetzt und in körnige, entweder über- oder unterbelichtete, Bilder eingefangen, ist "Mammuth" ein überraschend guter Abschluss einer eher mittelmäßigen Berlinale.

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