Sideways
Sideways (2004), US Laufzeit 127 Minuten, FSK 6, Komödie, Road Movie, Kinostart 03.02.2005
49 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2901 Bewertungen
54 Kommentare
Keine
von Alexander Payne, mit Marylouise Burke und Virginia Madsen
Um die letzten Tage von Jacks Junggesellendasein zu feiern, lädt Miles (Paul Giamatti) seinen alten Freund Jack (Thomas Haden Church) zu einem Trip in die kalifornischen Weinberge ein. Ein letzter gemeinsamer Urlaub, bei dem nicht nur Miles geliebter Pinot Noir auf eine harte Probe gestellt wird. Denn unterschiedlicher könnten Freunde nicht sein: Miles, der geschiedene und verbitterte Möchtegern-Autor, und Jack, der charmante Frauenheld und Schauspieler.Unversehens torkeln die beiden aus den Weinproben in ein unerwartetes Chaos aus Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und Sehnsucht. Und nichts wird mehr so sein wie es vorher war.
Mehr Bilder (12) und Videos (3) zu Sideways
Cast & Crew
-
Alexander Payne
-
Marylouise Burke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miles' Mutter
-
Virginia Madsen
-
Thomas Haden Church
-
Jessica Hecht
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Victoria
-
Missy Doty
-
M.C. Gainey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cammis Ehemann
Regie
Schauspieler
-
Alysia Reiner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christine Erganian
-
Shake Tukhmanyan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Erganian
-
Duke Moosekian
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mike Erganian
-
Robert Covarrubias
-
Patrick Gallagher
-
Stephanie Faracy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stephanies Mutter
- Genre
- Romantische Komödie, Road Movie
- Ort
- Kalifornien
- Handlung
- Eheversprechen, Essen und Trinken, Golf, Junggesellenabschied, Mann-Frau-Beziehung, Reise, Roman, Romanze, Schauspieler, Schriftsteller, Wein
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Sideways
Fans dieses Films mögen auch
Broken Flowers
US/FR 2005
About Schmidt
US 2002
Miller's Crossing
US 1990
Die WonderBoys
US 2000
Garden State
US 2004
Trailer zum Film Sideways
bedenklich? | Alle Trailer, Clips & Videos (3)
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Sideways
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Sideways
- Sideways: critic.de
















Kritiken (5) — Film: Sideways
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Payne zeichnet seine Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten. Die Schwächen und Fehler werden offen und mit viel Ehrlichkeit aufgedeckt. Miles und vor allem Paul verhalten sich sicher nicht immer richtig. Doch beide machen sich zu keinem Zeitpunkt unsympathisch und stehen unter einem negativen Schatten. Dazu sind sie einfach viel zu menschlich. Keine Helden, einfach nur ganz normale Menschen, wie frisch aus dem Leben gegriffen. Die Sympathien haben sie sich so schnell gesichert und der gemeinsame Weg wird zur Herzensangelegenheit. [...]
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Edward Nigma 2012/03/26 18:04:28
Antwort löschenGroßartiger Film! Kann dir da in allen Punkten nur zustimmen :)
SoulReaver 2012/03/27 00:49:53
Antwort löschenOh ja! Ich muss einfach dringend wieder About Schmidt gucken :) Und das freut mich natürlich! :)
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenDie zwei Midlife Crisis-geplagten Hauptfiguren beginnen in ihrer Jammerlappigkeit irgendwann zu nerven, was tödlich ist für den Film. Ab und an gleitet's auch noch ins Sülzige (Virgina Madsens Oscar-Clip, mit langsamem Zoom auf Giamatti) und auch noch ins übelst Moralinsaure (Haden Churchs Rolle wird zur Eindimensionalität verdammt). Schön ist tatsächlich alles, was mit Wein zu tun hat und macht auch Spaß. Mit 126 Minuten aber auch viel zu lang.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenMit Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten arbeitet Payne bei diesem Film und kann es sich mittlerweile erlauben, auf jegliche zeitgeistigen und inszenatorischen Mätzchen zu verzichten und als Regisseur völlig auf seine Figuren und seine Geschichte zu vertrauen. Ganz simpel erzählt Payne seinen Film, weil er weiß, dass die Darsteller und sein abermals mit seinem Kreativpartner Jim Taylor geschriebenes Drehbuch die Show sind. Wie sie die Schwächen ihrer Hauptfiguren offenbaren, ohne sie jemals schwach oder gar unsympathisch erscheinen zu lassen, und dahinter ihre Wünsche und Sehnsüchte aufschimmern lassen, ihre verpassten Chancen und Fehler zu konstatieren, ist große Kunst - gerade weil „Sideways“ immer aufrecht ist, selbst in seinen schwersten Momenten von beschwingter Leichtigkeit und Liebe für seine Figuren und auch die Niederlagen wie Triumphe zelebriert. Weniger auf einen Star zugeschnitten als der Vorgänger, bietet Payne seinen Hauptdarstellern Paul Giamatti und Thomas Haden Church in seiner wunderbaren Komödie bei ihren sympathischen Eskapaden den Raum für wunderbar genaue Charakterisierungen und entdeckt auf seine unverwechselbar beobachtete Art, dass im Wein nicht nur Wahrheit, sondern auch der Stoff für Träume, Lebensanschauungen und sehr viel Humor liegt...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenDas Wine Country mit seinem kalifornisch-verträumten Easy-Rider-Charme bietet die ideale Folie für eine multiple Selbstbesinnung. Dabei wird die Frage, worauf es in wessen Leben ankommt, nie ausgesprochen - Payne und sein wunderbares Ensemble lassen sie ganz beiläufig zwischen Bildern und Worten aufscheinen und blicken mit sanftem Galgenhumor auf Midlife-Crisis, Missverständnisse und Lebensträume.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenWein, Weib und wenig Gesang: Alexander Payne erzählt in diesem mit zwei Golden Globes ausgezeichneten Film die Geschichte zweier Männer, die in Kalifornien nicht nur guten Wein, sondern auch noch anderes Lebenswertes suchen. Eine sehenswerte Tragikomödie, deren Regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen Schauspieler vertraut.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (49) — Film: Sideways
Kommentar schreibenMurray 2012/04/03 20:20:15
Kommentar löschenIch werde es mir sparen diesen Film mit Wein zu vergleichen. Das wurde bereits zu Genüge getan. Deswegen ganz kurz: charmant, romantisch, toll besetzt und vor allem richtig witzig.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sozionaut 2012/03/29 23:27:53
Kommentar löschenEin Film der zunächst wie eine Weinwerbung für us-amerikanische Weinerzeugnisse wirkt. Doch dann fließt da einem eine melancholische Story, wie ein guter Pinot, in den filmischen Gaumen. Okay, ich habe den ganze Film über keinen Wein sondern Bier getrunken. Aber auch das hat zum Film gepasst.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
brotherdan 2012/05/21 17:12:25
Antwort löschenDer Film fährt mit 3 km/h vorüber und ich bekomms nicht geschissen aufzuspringen.
Sozionaut 2012/05/21 17:37:15
Antwort löschenHast du an das Bier bzw. an den Wein dabei gedacht...? Wenn nicht, dann funzt das nicht so einfach!
Azazil 2012/03/25 22:32:38
Kommentar löschenTrockener Humor at its best. Ein schöner und vor allem unaufdringlicher Film über Freundschaft, Liebe und Verlust, der von einem ebenso unaufdringlichen aber passendem Soundtrack begleitet wird. Dieser Film ist, wie soll ich sagen, einfach ausgeglichen. Er hat seinen Tiefgang und traurige, melancholische Momente, aber auch reichlich Szenen zum Tod lachen. Unser Protagonist Miles ist zynisch und vom Leben enttäuscht und gebeutelt. Begleitet wird er von seinem stets gut gelaunten, impulsiven und anstrengenden Freund aus alten Tagen. Beide bilden einfach ein liebenswertes und zu tiefst sympathisches Duo. Man sollte nicht den Fehler machen eine offensive Komödie zu erwarten. Sideways schöpft seine Genialität vor allem aus der Ruhe, die ihn stets begleitet. Voll auftrumpfen kann der Film wenn unsere Protagonisten auf ihre weibliche Gegenparts treffen. An dieser Stelle möchte ich noch auf die grandiosen Schauspieler aufmerksam machen. Viele Menschen werden Sideways wahrscheinlich langweilig finden, für mich ist er perfekt. Dieser Film hat aufjedenfall eine Chance verdient gesehen zu werden.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Andy Dufresne 2012/03/14 18:36:52
Kommentar löschenTrauben, Menschen und Filme, in manchem ähneln sie sich ein wenig...
Manche Trauben fallen von der Rebe auf schlechten Boden, vertrocknen, sind verschwendet.
Manche Menschen werfen ihr Leben weg, nutzen ihre Gaben, ihre Talente,ja ihr
Schicksal nicht.Oder sie werden vom Leben so stark verletzt das sie zerbrechen.
Manche Filme sind eine einzige Verschwendung, sei es wegen schlechter Drehbücher, schlechter Regisseure, schlechter Schauspieler.Oder auch wegen schlechtem Publikum.
Manche Trauben fallen auf fruchtbaren Boden oder werden von Vögeln gefressen und erreichen so Neuland, sie vermehren sich ,sind wichtig für den Fortbestand,die Vielfalt.
Manche Menschen nutzen ihre Talente,ihre Gaben,ihr Schicksal,sind selbstlos und hilfsbereit und bewirken dadurch Existentielles.
Manche Filme verbinden Generationen,manche Filme sind so wichtig für einzelne Menschen das sie sie beinflussen,sie anspornen oder ihnen Mut machen oder ihnen auch einfach nur Freude bereiten und dadurch etwas Gutes,Wichtiges bewirken.
Und dann gibt es noch Trauben aus denen Ausnahmeweine gemacht werden, sie vergeistigen sozusagen.
In ihnen liegen somit tiefere Wahrheiten die sich entfalten und schier unendliche Möglichkeiten in sich bergen.
Und es gibt Menschen die anders sind, die wahrhaft denken,schreiben,Ideen haben.
Die andere verändern,begleiten,beraten.Die quasi unsichtbar und ohne offensichtliche Ergebnisse leise und beständig wirken und ohne die alles nichts wäre.
Und es gibt Filme die so sind.
Sideways ist einer von dieser Sorte.
bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
JackoXL 2012/03/14 22:03:06
Antwort löschenWunderbarer Text.
Andy Dufresne 2012/03/15 14:10:05
Antwort löschenVielen Dank :D
Alle 4 Antworten zeigen
Sozionaut 2012/03/29 23:28:31
Antwort löscheni luv yu :)
Andy Dufresne 2012/03/30 09:57:18
Antwort löscheni luv yu 2 :D Und Danke :D
rkuehne 2012/03/03 22:40:45
Kommentar löschenein netter, nach sprödem Beginn doch noch unterhaltsamer roadmovie(wenn man das überhaupt so nennen darf), mit einem guten paul giamatti und sonst etwas zuviel Wein für meinen Geschmack.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sachsenkrieger 2012/03/02 18:16:35
Kommentar löschenMein Lieblings-Roadmovie! Zwei Hauptdarsteller, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der alternde Sunnyboy-Schauspieler, der unter dem Deckmantel einer "Weinprobenfahrt" nochmal richtig einen draufmachen will vor seiner Hochzeit mit einer armenischen Schönheit und der völlig zerüttete, geschiedene Englischlehrer, Weinkenner und Möchtegernschriftsteller, der mit Alkohol versucht, seine Probleme zu ertränken (die natürlich schwimmen können). Dies ist nur das von mir schlecht beschriebene Grundgerüst zweier Charaktere, die es über 120 Minuten schaffen, dem geneigten Zuschauer immer wieder Tränen des himmelhochjauchzenden Glücks oder des abgrundtiefen Leids über das Gesicht laufen zu lassen. HERRLICH!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Isolation 2012/02/22 17:29:12
Kommentar löschenDie letzten wärmenden Strahlen der untergehenden Sonne legen sich über die sich bis in weite Ferne erstreckenden Weinfelder – und mitten in dieser stillschweigend-idyllischen Landschaft steht ein roter Saab Cabrio. Diejenigen, die üblicherweise in diesem Auto sitzen, sind bekennende Weinverkoster – zumindest einer. Miles (Paul Giamatti) liebt seinen fruchtigen Pinot Noir, er ist ein Kenner und Genießer, bei ihm ist Wein keine einfache Spirituose – bis zur Verkostung ist es ein langer Weg, der gewisse Zyklen – darunter eine intensive Geruchswahrnehmung – durchlaufen muss. Sein Freund Jack (Thomas Haden Church) ist da anders, er will das Zeug schleunigst trinken, sich berieseln lassen, denn immerhin ist er in gut einer Woche verheiratet. Und bis dahin möchte er mit seinem apathisch-depressiven Kumpel Miles die letzten Tage seiner ‚Freiheit‘ genießen…
Alexander Payne hat sich mit „Sideways“ wohl seiner Liebe zum Wein besonnen, denn nimmt der das innigste Handlungselement ein und ist immer wieder Förderer von Gesprächen wie bildlicher Verdeutlichung. Von der Ernte bis zum ausführlichen Begutachten und genüsslich-verdienten Schmecken; Payne macht die Reifung des Rebensaftes zu einer unermesslichen Komponente seines Films. Er beschreibt unser Dasein anhand der grünen und roten Trauben – skurrile, aber hinreißend-fantasievolle Idee. Und „Sideways“ startet die Urlaubstour Miles‘ und Jacks auch mit einer innig-witzigen Kulturreise ins Herz der spätsommerlichen Abbaugebiete, während die beiden sich in den besten Jahren befindlichen Männer immer wieder durch ihr unterschiedliches Lebensniveau, was sich auch in der Verkostung verschiedenster Weinsorten widerspiegelt, auffallen. Miles ist vielmehr ein Feinschmecker, der sich jedoch erst durch spezifische Prozesse seiner Sache sicher werden muss, bei ihm muss die Harmonie zur Traube stimmen – das komplette Gegenteil bildet da Jack.
Dabei ist es interessant, wie sehr diese elementaren Geschmacks-wahrnehmungen die folgenden geschichtlichen Szenen vorwegnehmen – nämlich jene, in denen die beiden Freunde weibliche Bekanntschaften schließen. Hierbei verzichtet Regisseur Payne aber auf ausgediente Klischees und überlässt den Charakteren ihre ganz eigenen Freiheiten - die reichen vom dickköpfigen Verhalten bis zur Fassung neuen, wichtigen Mutes. Aber vor allem liefert das Drehbuch ganz hervorragend-philosophierende Gedankengänge der beiden männlichen Protagonisten. Es lässt sie fragen, woran man Liebe festmachen kann, wie man spüren kann, das jene Person alles ist, was man je wollte. Was sind bedeutende Lebensprinzipen? Und mit wem bin ich bereit eben diese zu teilen? Obwohl „Sideways“ der (schwarz-)humorigste Film Paynes ist, betrachtet man „About Schmidt“ oder „The Descendants“ ist er fast wolkenlos-sonnig, hat er dennoch seine wehmütigen Momente – insbesondere mit dem Charakter des Miles. Und dieser wird von Paul Giamatti ganz wunderbar warmherzig und schrullig gespielt. Besonders überzeugen kann aber Thomas Haden Church, welcher für die Verkörperung Jacks unter anderem auch eine Oscar-Nominierung erhielt. Zu Recht, denn der spielt den mit sich selbst uneinigen Draufgänger unfassbar authentisch. All das von tollen Kameraeinstellungen eingefangen, die sich passend den Situationen hingeben - hier gibt's mehr als schöne Panoramaufnahmen.
Der filmische Charakterausklang ist wieder Payne-typisch, wenn gleich auch weniger trübselig-nachdenklicher als in seinem bis heute für mich unerreichten „About Schmidt“. Das Werk lässt offen, inwieweit eine Erholung im nachkommenden Alltag möglich ist, gibt einem jeden aber auch die kraftvollen Worte auf den Weg, welche eine Erholung möglich erscheinen lassen. Eine derart gefühlsverbundende Intensivierung wie in anderweitigen Payne-Filmen spürte ich in „Sideways“ jedoch nicht. Das soll aber nicht heißen, dass dieser Film keine Empfehlung verdient, ganz im Gegenteil, er versprüht seine ganz eigene Lust am Leben – und der des Weines. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich am liebsten selbst ein, zwei, vielleicht auch drei Gläschen mitgetrunken. Nicht nur wegen der vielfältigen Spirituosen, sondern auch aus menschlicher Sympathie gegenüber Miles und Jack.
bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kreaexo 2012/02/19 22:27:23
Kommentar löschenDieser Film ist wie ein guter Wein. Betört, bezirzt die Sinne, prickelt, schmeichelt den Gaumen, ist in gewisser Weise fruchtig, hat einen unaufdringlichen Abgang und ist nichts für jeden.
Zwar ist 'Sideways' bereits für 6-jährige freigegeben, aber aufgrund des geforderten Intellekts nicht geeignet. Die Zielgruppe liegt meines Erachtens nach bei mindestens um die 30. Da ich selbst nicht in diese Gruppe gehöre und mir, um mich mit den Charakteren identifizieren zu können, noch eine gewisse Lebenserfahrung fehlt, hatte der Film auf mich nicht die Wirkung, die der Regisseur wahrscheinlich beabsichtigte. Trotzdem schwankte meine Gefühlslage hin und her. Betroffenheit, Melancholie, Vergnügen waren nur wenige davon.
Woran das lag ist schnell erklärt. Die Darsteller agieren bravourös. Paul Giamatti beweist mehr und mehr, dass er alles spielen kann was er will. Wenn man beispielsweise seine Rolle in 'Shoot 'Em Up' mit dieser hier vergleicht, kommt sein Können noch mehr zum Vorschein, da sein Wirken unterschiedlicher nicht sein kann. Miemt er dort den typischen "Bad Ass Motherfucker", besticht er in 'Sideways' als Englischlehrer und erfolgsloser Romanautor Miles Raymond, der mit seinem Leben unzufrieden ist und innerhalb einer Woche alle Gefühlslagen durchlebt, die ein Mensch nur haben kann und ackert sich dadurch in das Herz des Betrachters. Thomas Haden Church, den ich zuvor noch nie in einem anderen Film gesehen habe, überzeugt als eigentlicher Hauptakteur. Sein Charakter und der von Paul Giamatti können unterschiedlicher nicht sein. Möchte er in der einen Woche vor seiner Hochzeit das Leben nochmal in vollen Zügen genießen, plagt sich Paul mit dem Alltag rum und durchlebt eine Art Midlife Crisis. Die Tatsache, dass die beiden beste Freunde sind und in Form von Virginia Madsen und Sandra Oh 2 Frauen treffen die sie voll ergänzen und innerhalb der Woche nicht alles glatt geht, verleiht dem Film eine gewisse Leichtigkeit.
Dafür sorgen auch die fabelhaften Dialoge und allgemein das wunderbare Drehbuch, wofür Alexander Payne und Jim Taylor zurecht den Oscar abstaubten. Der stimmige Score setzt dem Gesamtwerk die Krone auf.
Fazit: 'Sideways' ist ein unterhaltsamer, lockerer Film für Interessenten und Weihnliebhaber, die etwas Licht in den sonst tristen Alltag haben möchten.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
SoulReaver 2012/02/19 22:58:34
Antwort löschenGrandios is die Szene, in der Giamtti von dem Ehemann gejagt wird. Da lach ich mich immer wieder weg :D
Alle 3 Antworten zeigen
Kreaexo 2012/02/19 23:06:54
Antwort löschenOh ja, ich find's schade, dass er danach keinen Auftritt mehr hatte. Wäre noch ein kleiner Gag gewesen, wenn der Ehemann ihn noch irgendwo aufgespürt hätte. :D
Le Samourai 2012/02/20 00:52:39
Antwort löschenToller Film!
michebavaria1986 2012/02/10 10:36:41
Kommentar löschenWunderbare Komödie mit manch ernstem Unterton von Alexander Payne, der auch mit „About Schmidt“ und neulich „The Descedants“ gezeigt hat, dass er auf diesem Metier zu den Besten gehört.
Die Reise der beiden ungleichen Freunde, hervorragend verkörpert von Paul Giamatti (eine Paraderolle) und Thomas Haden Church (Oscar-nominiert), ist witzig und geistreich inszeniert.
Der Wein und dessen Zubereitung spielen eine große Rolle im Film. Allerdings nehmen die Gespräche darüber vielleicht ein ganz kleines bisschen zu viel Raum ein.
Die Hauptcharaktere sind beide nicht frei von menschlichen Schwächen. Das macht es dem Zuschauer leicht sich mit ihnen zu identifizieren.
Ein Film der einen manchmal lauthals zum Lachen bringt, häufig zum Schmunzeln und trotzdem intelligent und auch ein bisschen bewegend ist. Klare Empfehlung!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
MarcelN44 2012/01/29 18:30:59
Kommentar löschenHeutzutage würde man "Sideways" womöglich als "Hangover" für die Generation Wein beschreiben. Dabei hinkt der Vergleich natürlich deutlich. Vor allem ist "Hangover" lustiger und "Sideways" zieht sich. Aber die Geschichte rund um das Wein-Roadmovie ist dank Paul Giamatti anschaubar.
6/10
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
aberaber 2012/01/22 11:10:42
Kommentar löschenEtwas langer, aber aufgrund der ungewöhnlichen Charaktere unterhaltsamer Film.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Amadis 2012/01/15 13:31:20
Kommentar löschenDie Geschichte ist zu Beginn recht langatmig und einfach gestrickt, wird aber nach etwa 15 Minuten dann doch besser und man wird recht kurzweilig unterhalten. Wir haben es hier sicher nicht mit einem cineatischen Meisterwerk zu tun aber mit einem ansprechenden Film, auf den man sich aber einlassen muss. Die schauspielerische Leistung hat mich überzeugt und auch das Ende ist gut gemacht und lässt Raum für Fantasie...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
hnnng 2011/11/08 03:07:12
Kommentar löschenIch möchte keinen Roman schreiben, darüber was ich von Sideways halte. Es wird sowieso niemanden interessieren. Und am Ende wäre ich nur wieder deprimiert. Aber es gibt ja noch den Wein.
...Und diesen Film.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
annaberlin 2011/07/18 23:34:26
Kommentar löschenEinen Film mit Paul Giamatti kann man nicht schlecht finden. Und dieser hier ist sogar gut, auch wenn er ein wenig lang geraten ist und eher gegen Ende an Fahrt gewinnt. Zwei Loser auf Weinprobentour in Kalifornien - wer subtil-schwarzen Humor mag, ist hier richtig.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Elman Smithee 2011/07/18 22:27:24
Kommentar löschenWie bei dem von Miles angepriesenen Wein (wie hieß er noch gleich) ist Sideways auch hervorragende(s) Vintage. Und wie dort auch ist der Film selbst das Ereignis und muss nicht zu einem bestimmten Ereignis goutiert werden. Im Abgang zu Herzen gehend...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
spemikk 2011/07/03 22:27:36
Kommentar löschenAls Komödie klassifiziert, wird er diesem Genre nur in gefühlten 15 Minuten annähernd gerecht. Der einzige Lichtblick sind die Momente, wenn es um das Thema Wein geht. Als Wein ABC durchaus interessant, bleibt der Film und die Charaktere ansonsten unter dem Durchschnitt.
Vorhersage: 7.5
Bewertung: 4.5
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hoang-Thach-Vu 2011/05/28 00:20:05
Kommentar löschenDer Film fängt suuuuuuper langsam und uninteressant an, sodass ich oft das Gefühl hatte, es wäre ein sehr simpler Weinkennerfilm. Aber nach und nach wurde "Sideways" immer besser und ich war überrascht über die wundervolle Entwicklung des Hauptcharakters "Miles"! Hingegen war ich entsetzt was für ein fürchterliches Arschloch sein Freund "Jack" doch war.
Alles in Allem ein sehr unterhaltsamer Film, der mir viel Freude bereitet hat :)
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sigrun 2011/04/26 13:41:57
Kommentar löschenMeine Beziehung zu Wein ist zwar anders, aber der Film hat seine Momente. Wenn über das Thema "Wein" sinniert wird, ist er sogar richtig klasse!! Die Handlung dazwischen ist mir allerdings von ein paar US-amerikanischen Neurosen zuviel geprägt. Dieser Umstand gibt dem Film eine völlig unnötige "Unwucht" - veilleicht war das aber auch beabsichtigt :-)
P.S. Dass einer der Protagonisten keinen Merlot mag, spricht übrigens 100% für ihn. Diese Pointe allein ist mir einen kompletten Punkt wert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kronenhummer 2011/04/17 17:36:04
Kommentar löschenDer Genuss von „Sideways“ legt einem den Vergleich mit dem Genuss eines guten, aber nicht alltäglichen Weines nahe. „Sideways“, ein Film über gestandene Männer, die auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens und dem letzten großen Abenteuer sind, ist ruhig und unauffällig, aber doch gehaltvoll und voller erlesener Zutaten. „Sideways“ ist nachdenklich und tiefgründig, teilweise aber auch überraschend. Das Ende bietet einen traurigen, aber auch irgendwie hoffnungsvollen Abgang und bleibt im Kopf wie mancher Wein, der sich regelrecht am Gaumen festsetzt.
„Sideways“ ist letztlich wirklich wie ein guter Wein: Er trinkt sich zwar einerseits lockerleicht und einfach. Vor allem wenn man kein Weintrinker ist, wird einem der völlige Genuss jedoch wohl schwerfallen. Ich bin leider kein Weintrinker.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
doctorgonzo 2011/01/12 17:54:04
Kommentar löschenJungesellenabschied mal anders.
Bekommt man bei Hollywoodfilmen meistenteils Besserverdienende, Kriminelle, Exoten oder die gesellschaftlichen Problemfälle zu sehen, präsentiert uns "Sideways" eine angenehm ruhige Beobachtung des Joe Average: ein schlecht bezahlter Lehrer, Kellnerinnen und als Paradiesvogel nebenher ein bestenfalls mäßiger Schauspieler, der von einer längst abgesetzten Serie zehrt und ansonsten dümmliche Werbespots dreht.
Jack, besagter Schauspieler, hat allerdings eine gute Partie gemacht: Er wird die aus reichem Hause stammende Victoria heiraten. Statt eines Junggesellenabschieds mit Bierkästen und Stripperinnen will er ganz feinsinnig mit seinem Collegekumpel Miles eine Weinreise machen.
Miles allerdings ist ein verkaterter und frustrierter verhinderter Schriftsteller und Weinliebhaber Mitte 30, der momentan massig Sorgen hat. Geschieden, gefangen in einem öden Job und mit schlechten Aussichten darauf, dass seine Werke irgendwann einen Verleger finden.
Dazu kommt, dass Jack eigentlich nur nochmal richtig einen wegstecken will, bevor er sich in die Ehe stürzt und Miles irgendwas beschauliches tun will, um den Kopf freizukriegen.
Bei allen charakterlichen Unterschieden eint dieses Duo doch die Tatsache, weit weg von ihren einstigen Träumen gelandet zu sein und wenn die beiden dann auf ihrer Odyssey die feurige Stephanie und die zurückhaltende Maya kennenlernen, sind Chaos und Freude gleichermaßen sehr nahe.
Wein, Weib und ein absolut gelungener Score von Rolfe Kent sind Teil des enormen Reizes, den "Sideways" auf mich ausübt.
Entscheidend aber sind die Charaktere und was ihnen im Laufe der Geschichte so alles widerfährt.
Gebrochene Herzen, gebrochene Nasen, zerbrochene Weinflaschen, zerstörte Träume, betrogene Ehemänner, geleerte Weinflaschen, beschädigte Cabrios, überraschende Wendungen und wertvolle Weinflaschen, all das findet sich in diesem Film.
Erzählt wird es auf traurig-schöne und abgedreht-humorvolle, aber immer intelligente, menschliche und angehm stille Weise und immer mit hochgradig gelungenen Dialogen, mal tiefsinnig, mal grandios ironisch-witzig und mal vollkommen sinnlos.
Paul Giamatti macht sich mit seiner Präsentation des Miles als Charakterdarsteller unsterblich: Tief frustriert und doch immer voller Hoffnung, Zynismus und auch Loyalität für seinen Freund Jack, zeigt er mit all seiner großen Überzeugungskraft das Auf und Ab der Gefühle dieser ebenso bemitleidenswerten wie sympathisch anstrengenden Figur.
Thomas Haden Church feiert hier mit der Darstellung des oberflächlichen, machohaften Jack seinen Durchbruch. Als donjuanesker abgehalfterter Schauspieler, der noch einmal richtig die Sau rauslassen will, ist er einfach herrlich.
Die beiden Jungs treffen auch auf ihre charakterlich passenden Gegenparts: Sandra Oh als Stephanie und Michael Madsens Schwester Virginia machen ihre Sache ebenfalls anstandslos toll und überzeugen als gegensätzliche Damen, die entscheidenden Part zur betulichen, aber stets beeindruckenden Dynamik der Handlung beisteuern.
M.C. Gainey, bekannt als Swamp aus "Con Air" begeistert mit coolem und lustigem Kurzauftritt als gehörnter Ehegatte einer fetten Kellnerin.
Alexander Payne nimmt den Zuschauer mit zu sieben Tagen feinster Männerfreundschaft, tiefster Identitätskrise, großer Libido, schöner Landschaft, köstlichen und weniger köstlichen Weines, Freundschaft, Betrug, Ernüchterung und dem Licht am Ende des Tunnels.
Selten hat mich ein Film auf so fast permanent stille Weise so tief berührt und fasziniert.
Prost!
Aber: "Wenn jemand Merlot bestellt, werde ich geh´n!"
bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
stuforcedyou 2011/01/12 18:02:10
Antwort löschenEin Kommentar, so gut wie ein echter Rothschild
Imran 2011/01/12 18:13:15
Antwort löschenBeim Lesen des Kommentars hätte ich vielleicht eine 8 erwartet, aber sicher keine 10. Liegt warscheinlich daran, dass der Film so ruhig und still ist, oder?
phoenix409 2011/01/12 18:48:42
Antwort löschenSehr schön, und mal wieder einer Meinung... Großartiger Film!
doctorgonzo 2011/01/12 19:35:21
Antwort löschen@Imram: Das liegt darin, dass diesem Film eine Atmosphäre innewohnt, die sich schwerlich in Worte fassen läßt, fast so, als müßte man den Geschmack eines Weines, das Prickeln auf der Zunge, in Worte fassen.
Imran 2011/01/12 19:44:17
Antwort löschenGeht klar, so in etwa hatte ich mir das gedacht. Aber bitte, der Name ist "Imran" - mit "n" ;)
SiameseAlex 2011/01/12 20:57:39
Antwort löschenOhje, habe ihn damals mit völlig falschen Erwartungen einer herkömmlichen Komödie gesehen und schäme mich nun ein bisschen, aufgrund meiner recht niedrigen Wertung. Wohl Zeit für eine nochmalige Sichtung...
doctorgonzo 2011/01/12 21:20:44
Antwort löschen@Imran: so sorry, in meinem Alter haut man schonmal die Tasten durcheinander...
SimaSu 2011/01/12 23:19:08
Antwort löschenDanke für diesen Kommentar. Habe soeben den Film gesehen und bin ziemlich begeistert.
Alle 10 Antworten zeigen
pellekraut007 2011/01/18 19:50:20
Antwort löschen"Du kaust doch nicht etwa Kaugummi?" xD Der Film ist wie ein guter Wein: er braucht eine Zeit, aber am Ende wirst du dich ewig an ihn erinnern! xD
hnnng 2011/11/08 03:16:22
Antwort löschenschön!