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Michael Clayton

Michael Clayton (2007), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 28.02.2008


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7.4
Kritiker
46 Bewertungen
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6.9
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5315 Bewertungen
102 Kommentare
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von Tony Gilroy, mit George Clooney und Tom Wilkinson

Es sind die vier schlimmsten Tage seiner Karriere. Rechtsanwalt Michael Clayton (George Clooney) ist bei seinen Kollegen nur unter dem Spitznamen ‘The Janitor’ bekannt, da er als Anwalt 15 Jahre lang hinter den Kulissen die persönlichen Probleme seiner wichtigsten Klienten ‘bereinigte’. Als er eine Millionen-Dollar-Klage im Auftrag seiner New Yorker Kanzlei ausfechten soll, befindet er sich plötzlich selbst inmitten einer tödlichen Intrige, in der ihn ausgerechnet sein ehemaliger Partner zu Fall bringen will.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (11) — Film: Michael Clayton

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] Tony Gilroy, der für sein Regiedebüt eine hervorragend inszenierte Geschichte zeigt und sich direkt eine Oscar-Nominierung einhamsterte, bringt mit Michael Clayton einen Thriller voller moralischer Fragen. Wie weit darf man gehen? Wie weit darf man Recht und Ordnung biegen ohne selbst zu fallen? Welche Rolle spielt Geld und Ehrlichkeit im eigenen Leben? Auf jeden, der Charaktere geht Gilroy ein und keiner wirkt, als würde irgendwas fehlen. Clayton, ist trotz guter Bezahlung pleite und ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Seine Ehe ist längst vorüber, doch in seinem Beruf ist er der Beste. Ein knallharter, eiskalter Hund, der Probleme aus dem Weg räumt wie kein zweiter. Doch Michael befindet sich in einem Teufelskreis aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Der geniale Enddialog zwischen Swinton und Clooney ist dann das i-Tüpfelchen auf den genialen Leistungen der beiden. Doch leider gibt es im Film, vor allem im Mittelteil, einige Hänger, die einen Teil der Spannung einbüßen müssen und den Film mehrere Male zäh erscheinen lässt. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Lieblingsfilm

Was sich anhört wie einer der diversen John Grisham Thriller der 1990er Jahre, entpuppt sich als tiefgründiges, moralisches Portrait einer durch und durch macht- und erfolgshunrigen Gesellschaft, das nicht nur dank des Thrillerplots, sondern auch durch seine tolle Figurenzeichnung fesselt.

Die Geschichte des Films erinnert an "Erin Brockovich", doch wo bei Soderberghs Drama die Anwälte nur als Staffage für die Heldentaten der Hauptfigur dienten, sind sie bei Tony Gilroys nüchtern-grandiosen Regie-Debüt die Fixpunkte. Gilroy zeigt Menschen die in der Welt des Erfolgs. Menschen als Teil einer gigantischen, kalten Maschinerie, die sich entweder selbst verloren haben oder an den an sie gestellten Erwartungen fast zerbrechen. So sind die wenigen Szenen, in denen man Anwältin Karen Crowder (toll: Tilda Swinton) kurz vor wichtigen Meetings sieht, eine der imposantesten und bemerkenswertesten Szenen des Films, da man hier sieht, wie sehr der Druck auf ihren Schultern lastet.

Es gibt aber noch eine Figur in diesem Meisterwerk, die mit dieser Last nicht mehr arbeiten will und sie in einem inneren Inferno aus Wut, Wahnsinn und Wahrheit aus diesem Korsett befreit. Dieser jemand ist Arthur Edens (wild wie ein Derwisch: Tom Wilkinson), der es schafft dem abgebrühten und müden Michael Clayton aus seiner Lethargie zu reißen, wenn auch zu einem überaus hohen Preis.

"Michael Clayton" ist für mich ein Meisterwerk. Ein dramatischer Anwalts-Thriller ohne Schnörkel der trotz seiner ruhigen Erzählweise eine brodelnde Stärke besitzt, die immer wieder ausbricht.

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Stefan_R.

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@Yvonne: Wirst du bestimmt nicht bereuen, denn der Clooney-Schorsch liefert eine wirklich tolle Vorstellung ab - wie der gesamte Cast. Hatte mich damals auf ein leichtes Justizdrama eingestellt und wurde mehr als nur eines Besseren belehrt.


stuforcedyou

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Alleine der Monolog zu Beginn ist grandios, oder die Dialoge zwischen Wilkinson und Clooney - göttlich.


José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Mit einem deutlichen Gespür für Spannung gelingt es dem Regisseur, die verschiedenen Mosaiksteinchen aus dem Verwirrspiel zusammenzufügen, so dass die im Kern nicht neue Geschichte vom Kampf eines Rechtsanwalts gegen die Verschleierungstaktik eines Großkonzerns den Zuschauer fesselt. Es sind aber nicht nur die schauspielerischen Leistungen von Georges Clooney und Tilda Swinton in ihrer mit dem Oscar ausgezeichneten Nebenrolle, die wesentlich zum Gelingen dieses Thrillers beitragen.

Darüber hinaus spricht „Michael Clayton“ moralische Fragen an, ohne in den Moralismus etwa von „Erin Brockovich“ zu verfallen. Denn Michael Clayton ist keineswegs ein strahlender Held im moralischen Sumpf. Im Laufe der Handlung erhält er indes die Gelegenheit, aus einem System auszuscheren, in dem die Gier nach Geld über moralischen Fragen steht. „Michael Clayton“ stellt letztlich die Frage, ob ein Einzelner seiner Verantwortung gegenüber seinem Gewissen gerecht werden kann.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Ohne Übertreibung ein Stück Filmgeschichte: Ein sehr kluges Drehbuch verwebt einen spannenden Thriller um Moral und Geld mit der tiefen Charakterzeichnung seiner Protagonisten. Wilkinson, Swinton und Clooney glänzen in einem Film der Extraklasse. Der etablierte Drehbuchautor Tony Gilroy hat nach diesem Regiedebüt mit "Duplicity" und "State of Play" nicht ganz das Niveau halten können - aber fast. Im Hintergrund von "Michael Clayton" agierten im Produktionsteam Steven Soderbergh, Sydney Pollack, George Clooeny und Anthony Minghella. Herausragende Filme wie "Michael Clayton" fallen also auch nicht einfach so vom Himmel.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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8.0Ausgezeichnet

Michael Clayton ist sicherlich einer der Überraschungsfilme des letzten Jahres. Wer hätte schon gedacht, dass ein Thriller im Anwaltsmilieu mit Sonnyboy George Clooney in der Hauptrolle und Neuling Tony Gilroy im Regiestuhl insgesamt 7 Oscar-Nominierungen einstreichen kann? Niemand! Grund genug, sich Michael Clayton im Kino anzusehen und nicht auf die DVD-Veröffentlichung zu warten.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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9.0Herausragend

Clooney ist ein wenig zu hübsch und zu smart für einen Ausputzer, aber Manns genug, eine schmerzhafte Läuterung glaubhaft zu durchleiden. Von anmaßender Kälte ist seine Gegenspielerin Tilda Swinton, die als zynische Vertreterin des Konzerns nicht nur das Schicksal der Farmer und ihrer Familien kalt lässt, sondern die sogar wüste Mörder anheuert, um das Problem aus der Welt zu schaffen - ein Spiegel der Umgangsformen, die viele Normalbürger Wirtschaftsbossen nach all den Skandalen der jüngsten Vergangenheit ohne weiteres zutrauen. Swinton ist dafür zu Recht mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet worden.

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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10.0Herausragend

Um die Rache der Opfer von Profitmaximierungsstrategien geht es in MICHAEL CLAYTON nur am Rande, sie bildet vielmehr die hoffnungsvolle Koda eines Films, in dem das Charakterdrama und der Wirtschaftskrimi auf ziemlich einmalige Weise ineinander fließen. Tony Gilroy, den meisten als Autor der Drehbücher zur BOURNE-Trilogie ein Begriff, erzählt virtuos und inszeniert elegant, er schafft mit MICHAEL CLAYTON zugleich einen spannenden Genrefilm und eine subtile Reflexion menschlicher Schwachheit.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

Wer ist Tony Gilroy? Das fragen sich wohl die meisten. Obwohl in Hollywood ist der schon ein Star. Kein Schauspiel-Star und auch kein Regie-Star, sondern ein Drehbuch-Star. Gilroy war zum Beispiel für die Drehbücher der Bourne-Filme verantwortlich. Nun kommt mit „Michael Clayton“ sein Regie-Debüt in die Kinos und natürlich hat Gilroy das Buch geschrieben. Das fällt auf. „Michael Clayton“ ist nämlich ungemein gut geschrieben, tolle Dialoge, die einen Oscar gerechtfertigt hätten. Aber auch die Schauspieler sind atemberaubend. Gilroy setzt voll auf seine Besetzung. Drei Namen: Clooney, Wilkinson, Swinton. Diese drei Stars bringen es fertig, die überaus komplexen Charaktere, aus der Feder Gilroys, zu glaubhaften Leben zu erwecken. Es steckt natürlich eine Menge Ironie darin, dass gerade das Regie-Debüt eines Star-Autors am Drehbuch schwächelt, denn vieles ist in „Michael Clayton“ einfach zu viel. Man merkt wie Gilroy möglichst jeden Konflikt am Ende zu einer Lösung treiben möchte, was den Film einfach sehr lang werden lässt. Auch den Einsatz der Rahmenhandlung habe ich nicht wirklich nachvollziehen können. Eine lineare Erzählweise hätte den Film straffer gezogen. Trotzdem ist „Michael Clayton“ erstklassiges Schauspieler-Kino für Erwachsene.

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Evie: www.inderzange.de

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8.5Ausgezeichnet

Ein Film, der an die Grishamumsetztungen erinnert, aber leider nicht ganz rankommt. Solide Leistung von George ( bis auf die letzten 2 minuten, die echt genial waren ;) ) und ein sehr guter Nebendarsteller mit Tom Wilkinson, die aber beide nicht über den lahmen Mittelteil hinweghelfen. Dennoch ein guter Titel mit aktuellem Bezug, der aber nix für den schnellen Kinoabend ist.

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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8.0Ausgezeichnet

Es braucht eine ganze Weile, bis der Film Fahrt aufnimmt und so richtig zu fesseln vermag, nicht zuletzt durch den komplex verschachtelten Einstieg. Doch das Thema hat es in sich, gerade in Zeiten der Globalisierung: Shareholder-Value-Streben, und zwar um jeden Preis - was zählen da schon Menschenleben. Und wenn, wie so oft, die Masse tumb ist oder systemkonform mitzieht, hängt es mal wieder von der Zivilcourage Einzelner ab. "Aufräumer" Michael Clayton alias George Clooney weiß da noch nicht so recht, wo er hingehört. Doch die Ereignisse verhelfen ihm zu einer Entscheidung. Das grandiose Finale entschädigt für die Geduld und entlässt den aufmerksamen Zuschauer mit einem tiefen Gefühl der Genugtuung.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

"Michael Clayton" ist das Porträt eines Angestellten in einer kalten, entfremdeten Arbeitswelt. Alles hat eine doppelte Bedeutung: Wenn Clayton Mercedes fährt. Wenn hier einer das Buch "Realm and Conquest" liest. Wenn Menschen etwas sagen. Alle drei Hauptfiguren versuchen hier etwas zu beschützen und riskieren dafür viel. Und alle drei müssen ihre Erntscheidung revidieren. "Michael Clayton" ist nicht nur ein schöner, unterhaltsamer, gut gemachter Film, er ist auch ernst. Ein Film über unser aller Leben.

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Kommentare (91) — Film: Michael Clayton


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SteveZissou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man könnte Michael Clayton viel vorwerfen. Das er langweilig sei, weil der Thriller nie so richtig in Fahrt kommt, nie so richtig spannend wird und das gerade das ja Dinge seien die einen Thriller ausmachen und auch irgendwie wichtig sind um den Zuschauer bei der Stange zu halten.
Aber Michael Clayton punktet mit anderen Dingen, wie den genialen Dialogen. Kein Wort wirkt überflüssig oder verschwendet. Außerdem passt die Rolle für Clooney wie die Faust aufs Auge, er verkörpert den mit seinem Job unzufriedenen und verschuldeten Michael Clayton authentisch und lässt mich dabei fast vergessen wie gut die anderen Rollen besetzt sind (Wilkinson, Pollack, Swinton).
Auch dachte ich, Michael Clayton sei ein Film den man nur einmal schauen könne. Zugegeben: Beim zweiten mal gefiel er mir noch ein bisschen besser.

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thoen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ich mag die ruhe, abgebrühtheit die der film hat.
ich war in der nachtvorstellung - fast allein. bis auf eine stadtratte, im kino - horror!
wenn george dann so allein durch dir nacht fährt, mit seinem auto, dann finde ich das sehr gemütich und säß gern daneben.
ernsthaft: wie er auto fährt, bleibt mir in erinnerung!
besser als meditieren!!

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Herausragend

"Es ist nicht alles Wahnsinn" - Arthur Edens

Aber vieles ist schon Wahnsinn in dieser tapferen, neuen Welt! Irgendwelche Scheißkerle ohne Gewissen ziehen die Fäden, an denen die meisten von uns tanzen. Tanzt einer aus der Reihe, schneidet man den Faden durch und hängt die nächste Figur dran. Tanztanztanz kleine Puppe!

Der Film erlaubt uns einen imaginären Blick hinter die Kulissen, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen, in die Schaltzentralen der "Master of Puppets". Realistisch oder nicht ist hier Ermessenssache. Ich fand es ziemlich glaubhaft. George Clooney, Tom Wilkinson und Tilda Swinton lassen den Film durch ihr uneingeschränkt hinreißendes Schauspiel zu einem Meisterwerk werden.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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ezemeze

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Bewertung9.0Herausragend

Erinnert von der Machart an Politthriller/Agentenfilme der 70er Jahre. Eine kleine Perle.

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ezemeze

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Schätze mal, dass er von der Erzählgeschwindigkeit zu langsam für viele Leute ist. Aber das ist genau das, was ich u.a. an Michael Clayton schätze: er hat die richtige Balance in der Geschwindigkeit, der Film lässt einem genug Zeit, zu beobachten und um die eigenen Gedanken entwickeln zu können und bleibt gleichzeitig spannend, weil man nicht vorhersagen kann, was als nächstes passiert. Er entspricht also nicht einer der üblichen Hollywood-Genre-Erzählstruktur-Schablonen und das macht ihn besonders reizvoll.


ezemeze

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"The American" ist vom Stil her ähnlich.


Monkey_Business

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist ein durchaus spannender Thriller. Ich finde jedoch, dass er eine ganze Zeit brauch bis klar wird wohin der Film will. Er verzettelt sich etwas mit dem Erzählstrang über die privaten Schulden von Michael Clayton, sodass der Film hier ein paar Längen aufweist. Ansonsten sind die Schauspieler sehr gut, wobei neben Clooney besonders Tilda Swinton hervorzuheben ist, die aufjedenfall zu Recht einen Oscar als beste Nebendarstellerin bekommen hat.
Da ich mit der ersten Hälfte des Films jedoch nicht so recht warm geworden bin, hab ich hier bei der Wertung für mich einen Punkt abgezogen.

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mattxl

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch das Böse muss üben.

Ich liebe Tilda Swintons bzw. "Karen Crowders" Schwitzflecken (keine Sorge, ist nix sexuelles bei mir), ihre Panikattacken, die nervösen Zuckungen ihres Körpers, der sich ihrer Kontrolle immer wieder entzieht. Ich liebe es, ihr zuzuhören, wenn sie ihre dümmlichen Plappereien für den nächsten Tag, den nächsten Auftritt, das nächste Meeting einstudieren muss. Fasziniert sehe ich ihr zu, wie sie vor dem Spiegel ihre Mimik trainiert, bis die Gesichtszüge endlich zu der makellosen Maske erstarrt sind, die sie in ihrem Job so dringend braucht. Auch das Böse muss üben. Auch das Böse hat einen Körper, der ersteinmal unter Kontrolle gebacht sein will. "Michael Clayton" ist die Geschichte einer Erfolgsjuristin, die, wenn's sein muss, über Leichen geht - es ist aber auch die Geschichte einer Frau im Kampf mit sich selbst. (Muss ich noch sagen, dass ich den Oscar für Tilda Swinton mehr als verdient finde?)

Gern würde ich auch einmal George Clooney so sehen - schwitzend, stinkend, Körper außer Kontrolle etc. Den Gefallen hat er mir leider bisher noch nie getan. Ich mag ihn, er ist gewiss ein toller Schauspieler, intelligent und amüsant. Aber er hat mich bisher noch nie mit seinen Rollen wirklich vom Hocker reißen können - wobei "Michael Clayton" sicher eine seiner besten Leistungen ist. Der "Ausputzer vom Dienst", der sich in einer amoralischen Welt noch ein bisschen Restmoral erhalten hat, das kann er gut. (Hat er allerdings auch schon ein paar mal zum besten gegeben.)

Schließlich Tom Wilkinson. Natürlich: "Verrückte" sind immer eine dankbare Rolle. Aber was Wilkinson aus dem verrückten Arthur Edens macht, ist schon etwas SEHR besonderes. "Es ist nicht alles Wahnsinn" - der Satz markiert genau die Linie, auf der Wilkinson virtuous tänzelt und ab und an rechts, dann wieder links danebentritt.

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mattxl

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Vielen dank Andy - weiß mich da mit dir mal wieder ganz eins (ist ne 7,5 mit Tenzenz zur 8) ! Versteh gar nicht, warum viele MP-ler den so spröde finden ...


Andy Dufresne

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Ist halt nicht wirklich mainstreamig, eher differenziert und ruhig.Schade das der Film nicht besser ankommt, bzw. mehr geschaut wird, allein Swinton und Wilkinson sind das Schauen des Filmes 10 mal wert.


frank-br

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Bewertung7.5Sehenswert

Dieser Verschwörungsthriller kommt eher ruhig daher. Actionszenen erwartet man hier vergeblich. Diese sind aber auch nicht nötig. Clooney besticht durch klasse schauspielerische Leistung. Kein Film für einen netten Popcornabend, eher für aufmerksame und interessierte Zuschauer.

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Alienator

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Bewertung5.5Geht so

Politthriller der alten Schule

Dieser Politthriller wandelt auf den Spuren der 70er-Jahre-Thriller. Er nimmt ein politisch-wirtschaftliches Thema und verwandelt es in einem Gespann aus Korruption und Unmenschlichkeit. Die Machenschaften der Wirtschaft und des Rechtes werden hier soweit gebogen, dass ein Menschenleben nicht mehr zählt.
Ein netter Ansatz und partiell auch durchaus spannend inszeniert. Aber Gilroy hat die Chance vertan, das Potenzial des Filmes voll auszuschöpfen. Es ist gut, dass der Film verschachtelt ist und die Spannung sehr langsam aufbaut, allerdings geht dem Film irgendwann die Luft aus. Da hilft auch die Anwesenheit des großen Sidney Pollack nichts, der ja selbst ein Mitinitiator des Genres war.
Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg gut - auch die von Tilda Swinton. Dass sie allerdings für diese Rolle den Oscar bekam, ist sehr merkwürdig, denn so eine tragende Rolle war es nun nicht und überragend war sie auch nicht (während ihn wiederum Tom Wilkinson verdient hätte).

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Ener

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Bewertung5.0Geht so

Ich wüßte nicht wo hier die Schwachpunkte zu suchen sind, die eine höhere Wertung nicht zulassen. Er geht allerdings im Politthriller-Dschungel ziemlich unter, kommt zu gewöhnlich daher. Ich hatte permanent das Gefühl, das alles schon mehrfach gesehen zu haben. Und ohne George Clooney als markanten Darsteller wäre es gar noch weniger gut ausgefallen. Purer Durchschnitt.

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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

"Es geht nicht nur um Wahnsinn!"

Nach dem anfänglich starken Auftakt, tat ich mich urplötzlich zunehmend schwerer. Als dann allerdings die filmische Durststrecke überwunden war, nahm "Michael Clayton" schließlich wieder Fahrt auf und mauserte sich letztendlich zu einem sehenswerten Wirtschaftsthriller, dem ab und an ein bisschen zusätzlicher Pepp nicht geschadet hätte.

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Renato84

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Bewertung4.0Uninteressant

zu diesem film fallen mir 3 wörter ein - zäh, wirr, langweilig ... die lichtblicke sind ganz klar die atmosphäre, die performances des george clooney (hab ihn selten überzeugender spielen gesehen), tilda swinton und des großartigen tom wilkinson ... heute gesehen, morgen vergessen, weiter gehts :-)

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CaptainHowdy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon lange in meiner "Top 100" zu finden, aber bisher nicht dazugekommen meinen Senf dazuzugeben. Gestern lief er dann auf Sky...

Nun ja, was soll man nun schreiben? Ein sehr sehr schwieriger Film, der den Zuschauer ziemlich lange, wenn nicht gar durchgehend über die eigentliche Story im unklaren lässt. Es wird sehr viel geredet (wirklich sehr viel) und ich dachte mir ab und an "hä" ... ..., aber nach und nach wird dann ein Thema ersichtlich und dann nimmt das ganze auch mehr Fahrt auf, bis der Film in einem grandiosen Ende mündet.

Die Darstellung von Clooney ist einmal mehr hervorragend, ebenso zu loben ist Tom Wilkinson. Warum Tilda Swinton den Oscar bekam verstehe ich allerdings nicht so ganz. Sei's drum, für alle die nicht dazu neigen bei Filmen solcher Art mittendrin abzuschalten ist er absolut empfehlenswert.

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Mr.Jingles

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Tilda Swinton verkörpert hervorragend die innerlich zerissene, von Ehrgeiz zerfressene Drahtzieherin. Karen Crowder verfängt sich immer tiefer in dem Geflecht von Vertuschung und Mord, und begibt sich somit auf ein Gebiet, das außerhalb ihrer eigentlichen Kompetenzen liegt, denn sie ist keineswegs kaltblütig. Ihre Entscheidungen fallen durch Verzweiflung, was im Verlauf der Geschichte stetig den Druck erhöht, der auf ihr lastet. Bis zuletzt scheint sie sich nicht von ihm befreien zu können und das wird sehr gut an den Zuschauer übermittelt. Auch wenn ich Frau Swinten nicht besonders mag, hat sie sich den Oscar verdient. Selten war ein von Anfang an bekannter Bösewicht so authentisch.


doctorgonzo

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Bewertung7.0Sehenswert

Joa. Die clooneyaffine Glotze brachte mir schon wieder ein Werk mit Onkel Graumeliert näher.
Dieses Mal ist er sozusagen die Bad Ass Version von Tom Cruise in "Die Firma" oder dem netten Matt Damon in "Der Regenmacher".

Wo mein ewiger Zweit-Lieblingsanwalt, Ben Matlock, wahrscheinlich bloß vor sich hingegrantelt hätte, muss der gute George auch mal etwas direkter ran, zudem hat er Geldprobleme. Ganz Anwalt-untypisch nicht etwas durch Koks oder Nutten, sondern durch sein Brüderchen und ein kleines Spielproblemchen....

Also muss er für seine Kanzlei auch die unschönen Dinge machen. Unfallflüchtige Fahrer rauspauken und sich um durchdrehende Kollegen kümmern. Jener hat eine bipolare Störung und sein unregelmäßiger Medikamenteneinnahmerhythmus hatte erstaunlich schwerwiegende Folgen.
Unglücklicherweise war eben dieser Anwalt mit einem äußerst brisanten Prozess betraut: er sollte einen Chemiekonzern (mächtig böse) rauspauken, weil der eine ganze Menge Landeier vergiftet hat und ein paar von denen wohl schon hops gegangen sind (kann man den Konzern vielleicht mieten?). Der überlebende Rest klagt.
Aber der Anwalt mit den psychischen Problemen bekommt erkennbare Gewissensbisse. Kurz drauf ist er hinüber. Offiziell kein Fremdverschulden...

Klingt nicht übermäßig neu und das hat einen Grund: es ist nicht neu.
Zudem auch wenig innovativ.

Aber es ist nicht uninteressant. Das liegt primär natürlich daran, dass diese Geschichte kompromisslos auf Clooney zurechtgeschrieben wurde und er in der Titelrolle uneingeschränkt glaubhaft ist. Zudem stehen ihm mit Wilkinson, Pollack und Swinton absolut würdige Gegenspieler zur Seite. Intensiv, gnadenlos überzeugend und rundum lebendig wirkt dieses Quartett.
Mir gefallen auch Robert Prescott und Terry Serpico als Männer fürs Grobe, obwohl ihre Rollen natürlich so klischeehaft sind wie ein fettes menschliches Weibchen als Pferdefilmfan oder ein über 20jähriger Grundschüler, der Bilder eines "krass 3er BMW" als Profilbild postet.

Ich mag atmosphärische Bilder und das klappt hier gut, ich gucke gern hin, alles wirkt stimmig, selbst wenn eigentlich kaum was passiert und diese "böse Großkonzerne" Drescherei sich, jetzt auch noch verstärkt durch die ganzen Wirtschaftskollapse, erbärmlich schnell abnutzt.
Der Score ist okay. Im Grunde genommen ist alles okay. Aber okay ist nicht unbedingt das, wovon man Jahre später noch begeistert erzählt.
So ist auch "Michael Clayton" eher die Geschichte eines Anwalts, die irgendwie als Randanekdote mal erzählt werden kann, aber insgesamt ein bisschen untergeht. Obwohl oder gerade weil sie sich eben beinahe ausschließlich auf Clooneys Wirkung verläßt, die zwar unbestreitbar ist, aber für einen ganzen Film nicht vollumfänglich ausreicht.

Wenigstens spart man sich dieses Gutmenschengenerve à la "Erin Brockovich".

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Digit

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Nun aus meiner Sicht sind praktisch alle Großkonzerne Böse, das ist mein Spezialthema! Das Thema wird filmisch noch viel zu wenig aufgegriffen, natürlich weils nicht neu ist. Aber jemals besser als hier?


doctorgonzo

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Dieses Geklopfe auf eben diesem dankbaren Thema ist mir zu einfach und auch oft zu platt, dagegen kommen sie auch hier nicht ganz an. Auch, wenn es in dem Falle besser als gewöhnlich.


fabel

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Bewertung5.5Geht so

Dieses Problem kennt jeder von euch:
ihr seht einen Trailer zu einem Film und denkt euch, dass ihr den unbedingt sehen müsst. Doch dann kommt ihr weder dazu, ihn zu kaufen oder ihn euch bei TV-Ausstrahlungen anzugucken. "Michael Clayton" ist so ein Fall.
Was hört man nicht alles Gutes über dieses Werk. Clooney so gut wie nie, die Story intelligent, alles schön, alles toll. Das Problem:
"Michael Clayton" wird kräftig über Wert verkauft. Der Part von Mister Nespresso alleine liest sich natürlich prächtig.
Clooney als Ausputzer einer riesen Anwaltskanzlei, Clooney als Gejagter, Clooney als Vermittler, Clooney überall - ja, das macht er ohne Zweifel ganz, ganz großartig. Eine Rolle, wie für ihn auf den Leib geschrieben. Sein Charakter besitzt Tiefe, und wenn mal hier und da etwas fehlt, verleiht Clooney seiner Figur die notwendige Würze. Das passt - der Rest leider nicht so.
Da ist ein Konzern, ganz böse selbstverständlich, der unlautere Geschäfte am Laufen hat. Die Kanzlei von Clooneys Film-Ich Michael Clayton muss dabei helfen, diese Machenschaften unter den Tisch zu kehren. Die schlimmen Juristen helfen der schlimmen Industrie. Und Clayton steht irgendwann irgendwo zwischen den Stühlen. Wo der Charakter des Hauptprotagonisten seine Stärken besitzt, da besitzt die Story ihre Schwächen. So intelligent, wie ihn jeder beschreibt, ist das ganze nun wahrlich nicht.
Nun, es wäre ja alles halb so wild, wenn das ganze Ding immerhin spannend wäre - ist es aber nicht.
Zum Debüt von Gilroy auf dem Regiestuhl findet man nur schwer Zugang, die ganze Geschichte ist dermaßen zäh, dass man dann und wann meint, man säße in einer Jura-Vorlesung. Längen sind an der Tagesordnung, so wirklich vom Hocker haut das Geschehen einen nie.
So ist "Michael Clatyton" eben nur "The big George Clooney-Show" und die ewige Mär von bösen Wirtschaftswelt.
Biederes Mittelmaß. Schade.

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fabel

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Ich find euch beide auch unsexy.


SoulReaver

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Ich find euch beide sexy.


MrTrombone

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für ein sperriger Film, Michael Clayton doch ist, wahrlich keine leichte Kost. Wenn man ihm aber Zeit gibt sowie wach und aufmerksam der Geschichte in ihren Einzelheiten folgt, wird einem eine absolut beeindruckende Dramatik präsentiert, die sich zu schauen sehr lohnt. George Clooney spielt den zwischen Überlebenswillen und moralisch korrektem Verhalten schwankenden "Müllmann" einer Kanzlei und schafft es auf ganzer Linie zu überzeugen. Tom Wilkinson als psychopathischer Gutmensch und Tilda Swinton als im ständigen inneren Konflikt stehende Schurkin können aber gut daneben mitzuhalten.
Von mir gibt's eine Empfehlung und ich selbst, werde Michael Clayton noch mindestens einmal anschauen.

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dustyOn3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seit langem durfte ich George Clooney mal wieder in einem Film, anstatt nur in der Kaffeewerbung begutachten. Es hat sich auch wirklich gelohnt.

"Michael Clayton" ist eigentlich ein typischer Verschwörungsthriller, jedoch konnte ich einige Unterschiede zu der üblichen Herangehensweise bei solchen Filmen entdecken. Es gibt keine richtigen Hochs und Tiefs, sondern vielmehr schwebt die Story dauerhaft in einer Suspense. Das hat einen überaus beklemmenden Effekt auf alles was geschieht. Der Storyablauf ist ebenfalls kein geradliniger, fortlaufender Prozess, sondern eine innovative Mischung aus verworrener Story, hervorragenden Dialogen und ein bisschen schwarzem Humor.

"Du bist manisch depressiv!" - "Ich bin Shiva, der Gott des Todes."

Tom Wilkinson in absoluter Bestform. Auch wenn er hier natürlich nicht die Hauptfigur spielt, so ist er doch derjenige der maßgeblich zu der Klasse dieses Films beigetragen hat. Ein ganz toller Schauspieler.

Aber auch die ernste und aufrichtige Seite eines George Clooney kommt wirklich gut zur Geltung. In vielen Film hatte ich bisher das Gefühl, dass in Clooney deutlich mehr steckt, wenn er denn will und, dass er sein wahres Talent nie wirklich zur Geltung bringt. Gut aussehen und einen smarten Blick in die Runde werfen ist schließlich nicht alles. Hier aber ist alles anders. Clooney kann absolut überzeugen.

"Michael Clayton" ist ein heimtückischer, energischer, aber trotzdem auch ein sehr ausführlicher und berechnender Verschwörungsthriller, welcher nicht mit Unrecht zu einem der besten Thriller aus dem Jahr 2008 gelobt wurde und wird. Für Thriller-Fans, aber auch für Leute die sich von Clooney überraschen lassen wollen, eine uneingeschränkte Empfehlung.

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Andy Dufresne

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Top Film,Top Kommentar! Wilkinson ist Hammer,Swinton ebenso und Clooney ist richtig,richtig gut!


dustyOn3

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Danke sehr! :-)


Filmfanatiker

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Bewertung9.0Herausragend

Also ich tat mir sehr schwer beim Bewerten...
Beim 1. Mal sehen bin ich eingeschlafen und dachte mir nur, was da alles geschwafelt wird...fand ich sehr langweilig.

Dachte mir aber ich tu mir den nochmal an...und ja, auch während des 2. Schauens wollte der Film nicht so Recht zünden. Erst ab den letzten Drittel des Films bekam ich einen Bezug. Vor allem die Szene mit den 3 Pferden gefiel mir sehr gut und wird haften bleiben. Die 3 Pferde symbolisieren meines Erachtens die verschiedenen Wege die ein Mensch gehen kann, den guten, den falschen (einfachen) oder den eigenen Weg.

Man merkt spürbar die Zerrissenheit, die George Clooney in diesem Film darstellt. Dies wird auch in der Schlussszene bemerkbar. Großes Kino.
Tipp: Am Ball bleiben, es könnte sich lohnen und lässt viel Raum zur Interpretation.

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Filmfanatiker

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wie würdest du es interpretieren?...kann man sehen wie man will...hab das Ende heute auch wieder gesehen. Und sehe es immer noch als schwarz, grau, und weiß...seine zur wahl stehenden möglichkeiten.

"Einfach" in dem Sinn, dass es für ihn oberflächlich gesehen, die wenigsten Probleme bereiten würde. Eher sogar Annehmlichkeiten in Form von materiellen Vergünstigungen.


cpt. chaos

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Die Interpretation ist ja richtig tiefsinnig und klingt sogar alles andere als unlogisch. Dabei hatte ich lediglich gemeint, dass er sich an das Bild in dem roten Kinderbuch erinnert gefühlt hat (ein Pferd, welches auf einem Hügel steht).
Ich muss mir den jedenfalls nochmal in aller Ruhe ansehen.


eisbaerdios

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hab bis zum Schluss nicht ganz verstanden, wer Micheal Clayton nun war und hab auch das Gefühl, das mir das Verständnis für solche Witschaftsthriller fehlt.
Nichtsdestotrotz konnte mich der Film mit seiner Atmosphäre unterhalten. Gerade am Schluss als Clayton Karen zur Rede gestellt hatte, war dies so überzeugend, dass obwohl man die Möglichkeit in Betracht zog, ich nicht damit gerechnet hätte, dass dies wirklich eintritt. Das war wirklich beeindruckend überzeugend :)

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skinflowers

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Muss dir zustimmen... mir fehtl auch das Verständnis bzw. den Überblick zu behalten - da muss man sich einiges merken um mitzudenken und zu begreifen was dort eigentlich geäußert wird und was das wieder für eine (vorerst unscheinbare) Konsequenz nach sich zieht usw. Ähnlich gings mir mit dem Film: Der Informant, mit Matt Damon...


Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz großes Schauspielerkino!

Clooney überzeugt als Ausputzer-Anwalt im Hintergrund, Sidney Pollack als rationaler und fast schon zu abgeklärter Kanzleiboss ist wie immer top und Tilda Swinton hat ihren Oscar redlich verdient.Sie ist zwar nur insgesamt ca. eine Viertelstunde zu sehen,aber wenn sie da ist :Gänsehaut !

Bester im Film für mich :Tom Wilkinson als psychotisches Genie und empathischer, manischer Verschwörungswitternder Staranwalt.Ganz groß!

Melancholisch, eher ruhig dreht der Film ganz beiläufig an der Spannungsschraube.
Er ist sehr gut montiert und sehr stimmig.
Und er hat eine Botschaft ohne die obligatorische Moralkeule allzu heftig zu schwingen.

Rundum gelungenes Spannungskino mit Topschaupielern und einer packenden, (leider wohl) realistischen Story.
Sehenswert.

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

FilmFreeza

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Selten kann ich einem Kommentar so zustimmen wie diesem hier :)


Andy Dufresne

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Sehr schön,das freut mich :D


walktheline

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Bewertung3.0Schwach

Das einzige Sehenswerte an diesem Film ist George Clooney. Ansonsten ist er stinklangweilig.

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