Possession

Possession (1981), DE/FR Laufzeit 127 Minuten, FSK 18, Drama, Horrorfilm

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.0
Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
362 Bewertungen
55 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Andrzej Zulawski, mit Isabelle Adjani und Sam Neill

Als Mark von einer langen Geschäftsreise nach Berlin zurückkehrt ist seine Ehe ein Scherbenhaufen. Bereits bei seiner Ankunft ist Anna zurückweisend, seinen Fragen nach dem Grund für ihr Verhalten weicht sie aus. Gekränkt und rasend vor Eifersucht drängt er darauf, von ihr zu erfahren, warum sie sich so verändert hat. Anna gibt schließlich nach und erzählt ihm von einer Affäre ‘mit einem anderen Mann’, wie sie es nennt. Als er einen Liebesbrief von einem Mann namens Heinrich findet, glaubt Mark, den vermeintlichen Rivalen ausfindig gemacht zu haben. Allerdings lässt dieser ihn wissen, dass sich Anna mittlerweile auch ihm gegenüber sehr seltsam verhält. Offensichtlich gibt es da noch einen dritten Mann in ihrem Leben. Um der Sache nachzugehen, beauftragt Mark einen Detektiv, der ihr in ein heruntergekommenes Wohnhaus folgt. Was er dort vorfindet, ist monströs – und es lebt!

  • 37795279001_1860849292001_th-5061e06dc569b0e4f28a669f-1592194042001
  • Possession 1981
  • Possession 1981
  • Possession 1981
  • Possession 1981

Mehr Bilder (19) und Videos (2) zu Possession


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Possession

GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Dabei ist "Possession" aber nicht immer ein Vergnügen, denn gerade durch seinen Surrealismus, das enorm physische Spiel der Darsteller, das daher hin und wieder etwas redundant wirkt, ist es nicht immer einfach, dem Geschehen zu folgen. Man will sich nicht wirklich in die Beziehungsprobleme eines Ehepaares einmischen, das eigentlich alles hat, was es will. Doch erst später, wenn es sich zu einem größeren Ganzen entwickelt, ist man wieder voller Spannung dabei. Dann, wenn die ganze Welt plötzlich aus den Fugen zu geraten droht und endgültig alles gescheitert ist zwischen den beiden Liebenden, die einfach nicht zusammen sein können. Letztlich regiert der Nihilismus. Die einzige Konstante während alledem, das man buchstäblich als Krieg bezeichnen kann, bleibt der Ort, Berlin. Dass Zulawskis vermeintlicher Skandalfilm als solcher wahrgenommen wurde, liegt sicherlich auch daran, dass die Mauer nach Erscheinung noch acht Jahre bestehen sollte. Aber auch heute ist "Possession" noch ein ziemlich verstörendes Werk, das auch hinsichtlich seiner politischen Allegorien nicht an Aktualität verloren hat. Denn das Böse, das Zulawskis selbst erlebt hat, ist allgegenwärtig.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

Kommentar löschen
2.5Ärgerlich

Ebenso verschwurbelte wie wirre Kombination aus Ehedrama, metaphysischer Sinnsuche und Horrorfilm, die zwischen einer exaltiert aufspielenden Isabelle Adjani, Unsympath Sam Neill und dem überdrehten Heinz Bennent zu keiner Einheit findet. Mal abstoßend (die legendäre Tentakel-Sexszene), mal mit hübschen Weitwinkel-Aufnahmen Berlins bestückt, überwiegt jedoch die anstrengende Pseudo-Intellektualität, mit der dieser lärmende, hohle Haufen kausal fragwürdig aneinandergereihter Merkwürdigkeiten auf den Zuschauer losgelassen wird.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

LuGr

Antwort löschen

Irgendwie hast du es jetzt geschafft, mich neugierig zu machen... Ich glaube, ich werde - wenn mir denn irgendwann mal nach wirklich sperrigen Filmen ist - weitere Zulawskis geben. Noch vor Antonioni.


Niotq

Antwort löschen

Hey, toll. Ich hoffe bloß, dass ich von deinem Zorn verschont bleibe, falls es am Ende doch nur verschwendete Lebenszeit war. ;)


Monsieur Hulot: www.eskalierende-traeume.de

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Einer der großartigsten Filme überhaupt!!! Ich kann ihn wieder und wieder sehen und finde jedesmal neue Aspekte in diesem vielschichtigen, existenzialistischen Werk!
Kein Film beschreibt so konsequent das Gefühl der Trennung, und das auf persönlicher, politischer und metaphysischer Ebene. In dieser Hinsicht wahrscheinlich wirklich "der einzig wahre Berlin-Film", wie Buttgereit schreibt. Habe unlängst mal einige der Schauplätze aufgesucht, wie den U-Bahn-Tunnel am "Platz der Luftbrücke" und das Haus in der Sebastianstraße, wo das Böse wohnt... oder ist es Gott?

Lieblingsdialog:

Heinrich: "There is nothing to be afraid of, except God, whatever that means to you."
Mark: "To me God is a disease!"
Heinrich: "That's why when we are ill we feel closer to God..."

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Der einzig wahre Berlin-Film!

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Isabelle Adjani und Sam Neill schlachten sich durchs eingemauerte West-Berlin der frühen 80er. Als Zeitdokument und Kommentar gebührt dem Film allein schon eine Ehrenloge unter den besten der besten. Die Teilung, der tiefe Riss der durch die Welt geht, ist stets spürbar, sei es durch die echten Grenzsoldaten, die über die Mauer lukend, einen Kamerablick riskieren oder durch die schizophrenen Charaktere.
Zulawskis extreme Schauspielführung führt alle Vorstellungen von Bewertbarkeit von Schauspielerei ad absurdum. Die Kamera saugt alles ein, was ihr vor die Linse springt, dokumentarisch und gleichzeitig höchst-inszeniert. Am Ende regnet es Bomben, die Welt geht unter und wir können uns sicher sein. Wir leben weiter, als göttliche Wesen, geboren aus Schleim, wunderschön. Ein Meisterwerk!

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (50) — Film: Possession


Sortierung

blue1

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Irgendwo zwischen Kunst und Trash siedelt sich dieses an sich selbst erstickendes und überfressendes Drama (?) an. Der Zuschauer wird ungewollt (!), und das verallgemeinere ich nun ganz bewusst, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das jemand will, mit einer Fülle an Kuriositäten und Ekelerregendem überschwemmt. Ein Meilenstein.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Demine

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Ein zurecht umstrittener Film, der mir garnicht, aber wirklich auch überhaupt garnicht zusagt und dessen Bewertung mir vermutlich einige Sympathien hier kosten düfte. So sehr dieser Film viele anscheinend auch gefesselt und begeistert hat, für mich war er zunehmend langweilig und gleichermaßen abschreckend - und das in keinem positiven Sinne. Nicht nur die hier dargestellte Problembewältigung in Form von Gewalt, sondern auch das für mich fast unerträglich werdene Overacting sind in meinen Augen einfach so dermaßen nervtötend, dass eine bessere Bewertung meinerseits schlichtweg unangebracht wäre. Man kann diesen Film als Kunst bezeichnen, aber wenn das Kunst sein soll, verzichte ich gerne darauf.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Demine

Antwort löschen

Geschmäcker sind verschieden, ist ja ganz normal ;)


Markbln

Antwort löschen

Wenn Adjani eins kann, dann die Grenzen zwischen Schauspielkunst und Overacting fließend werden zu lassen.


zmpfl

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Der Film schildert vor der Kulisse der Berliner Mauer, wie religiöse Zwänge die Menschen in tiefe Entfremdung von ihrem eigentlichen Sein treiben."
Aha, das ist es also (lt Wikipedia), dann brauch ich mich ja Gottseidank nicht weiter zu fragen, was zur Hölle dieser Film will/zeigt/ist. ;)

Gröbster Mindfuck, den man sich besser nicht unter dem Einfluß härterer psychedelischer Drogen reinziehen sollte. :D

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mikemacbean

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oft, wenn ich einen guten Film sehe wünsche ich mir die Macher zu treffen und sie auszufragen oder einfach nur herauszubekommen, wo die Thematiken herkamen. Bei diesem Film jedoch, möchte ich niemanden der Beteiligten kennenlernen, aus Angst in die tiefe Schwärze aus der dieser Film kommt eingesogen zu werden. Kein angenehmes Filmerlebnis, aber ein eindrucksvolles.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jollyroger

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

POSSESSION hat genau 3 Probleme:

1.) Das permanente, zwei-stündige Overarcting von Neill und Adjani ist unerträglich.

2.) Die sack-dummen Dialoge. Kleines Beispiel? Gerne doch:

"Our situation is like a mountain
lake we are trying to swim in,
starting from different shores."

Ähm, ja.

3.) Die unfreiwillige Komik, die sich aus [1] und [2] ergibt.

Zu lachen gab's viel, für ein Drama schon mal 'ne schlechte Vorraussetzung.
Not my cup of tea.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

jollyroger

Antwort löschen

@Bigdi
"[1] In Beziehungskrisen gibt es keine Zwischentöne. "
Genau das ist mir zu pauschal. Meine Krisen hatten immer das volle, ähm, Klangspektrum.:)


Markbln

Antwort löschen

Toll, wollte den gerade nochmal einwerfen, aber lakonischer kann man Adjanis Fratzenschneiderei nicht beschreiben.


Suki93

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Für meinen 999. Film dachte ich suche ich mal einen netten Horrorfilm raus. Im Sinne von "dreht man die 999 um, haben wir eine 666" so entzückend teuflisch, nich? Also habe ich nach hübschen Werken geschaut, da kam mir auch schon Andrzej Zulawskis „Possession“ von 1981 entgegen. Meine Vorhersage zeigte 8,5 Punkte und sonst hatte der Film auch so einige gute Kritiken. Da dachte ich mir ‚schlechter als der Possession Film von 2012 kann‘s ja nicht werden‘… Ha-ha-ha-ho… denkst’e… Verdammter Film Nr.:
--
☆#999 – „Possession“ ☆
--
„There is nothing in common among women expect menstruation.” - Helen

Okay, wenn ich versuchen müsste jemanden diesen Film zu beschreiben, dann würde das wohl haargenau so aussehen: http://alturl.com/z93zv
Aber ich versuche es mal in Worten auszudrücken: What. the. fuck?!
Um noch genauer zu werden: ich habe keine Ahnung was für ein verstörendes Werk ich mir da ausgesucht und angeguckt habe. Ich weiß noch nicht mal wie ich den Film bewerten soll… gut oder schlecht? Ich fand ihn ehrlich gesagt so krank, dass er schon wieder gut ist. Deswegen muss „Possession“ sich erst einmal mit einer runden 5,0 zufrieden geben…

Wie gesagt, den Inhalt will und kann ich gar nicht wirklich beschreiben. Zudem der Film zum Schluss mehr Fragen aufwirft als zu beantworten. Ich meine, was hat es mit diesem pinken Sockenmann auf sich? Wo hat das verstörte Mädel dieses… 'Ding' da kennen gelernt?! Was zur Hölle war das für eine Szene in der U-Bahn?! (Ich hoffe diese Szene mussten sie nur einmal drehen, denn sonst mach ich mir noch unnötig mehr Sorgen). Und warum sind wirklich alle Charaktere so gruselig irre? Die ganze Zeit habe ich nur gedacht ‚schickt doch endlich mal jemand diese Anna in die Klapse!‘
Der Film ist ekelhaft. Verstörend. Manchmal so verrückt, dass man nur lacht. Mindfuck, gemischt mit zu viel „wtf“ und einer Brise Tentakel-Hentai… Der ganze Film macht wahrscheinlich nur dem Kerl Sinn, der den Film produziert hat.

Ich habe mich gefragt, ob dass alles overacting ist, oder ist das gewollt, oder was ist das? Man will den Film ausschalten, weil es einem zu blöd wird, aber man kann nicht, weil man es doch weitergucken muss. Es macht einem Angst, Angst vor Anna und diesen blutigen Tintenfisch… Anna (zu Zimmermann, über das schleimige Monster): “He's very tired. He made love to me all night.” http://alturl.com/m4q8u

Da ich es besser nicht beschreiben kann, bin ich mal so frei und zitiere einen gewissen Professor Adelbert von multi-film.blogspot.de: „Das wenige eindeutig festzumachende an diesem Film dürften die schauspielerischen Leistungen und die Kamerafahrten sowie -Einstellungen sein. Isabelle Adjani als Anna gibt eine "Wahnsinns"-Performance ab, die so abgefahren ist, dass ich aus diesem Film eine Angst vor Frauen mitgenommen hab.
Die ebenfalls körperliche/seelische Nicht-Alltäglichkeit von Sam Neil als Ehemann Mark nahm mir dann das verbliebene Vertrauen in die Menschheit. Verstört und neugierig sah ich mir dann den restlichen Film an, um von den nervös machenden, sowie anstrengenden Kamerarundfahrten und beängstigenden Nahaufnahmen endgültig den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen. In Embrionalstellung lugte ich auf den Fernseher um wenigstens etwas Aufklärung zu erhalten - diese Sehnsucht wurde aber blutig niedergeschlagen.“

So ist es. Und was haben wir daraus gelernt liebe Kinder? Lasst euch nicht von außerirdischen Tentakelmonstern verführen und verlasst euch nicht immer auf gute Vorhersagen und Kritiken auf Moviepilot. Amen.

PS: Den Film gibt es wohl nur auf englisch. Es existieren irgendwo im Internet deutsche Untertitel, wer's braucht... viel Spaß. Oder auch nicht ;)

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

Suki93

Antwort löschen

Challenge accepted.


Le Samourai

Antwort löschen

Bin dabei.


dasmitglied

Kommentar löschen

gibt es den film eigentlich auch auf deutsch oder nur subbed ? bin im netz nicht fündig geworden

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Demine

Antwort löschen

Gibt's glaube ich nicht mit deutschen Ton.


dasmitglied

Antwort löschen

sehr schade. thx for info


JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Possession" ist ein Albtraum, für die Einen im positiven, für die Anderen im negativen Sinne. Andrzej Zulawskis gefeiertes wie umstrittenes Werk beginnt als reines Ehedrama um eine schmerzhafte Trennung, wandert dabei schon früh auf sehr eigenen Pfaden und verlässt irgendwann jegliche narrative Konventionen. Schon lange vor dem vernichtend-interpretativen Finale dürften viele Zuschauer entnervt die Segel streichen oder sich zumindest mehrfach irritiert am Kopf kratzen. Das ist schon eine Hausnummer.
Relativ früh dürfte klar sein, darauf muss sich eingelassen werden, sonst wird man schnell vor die Tür des Verständnisses gesetzt. Auch Zulawskis Stil, mal ganz abgesehen von dem immer abstrakter werdenden Plot, ist keine einfache Hausmannskost. Seine beiden Hauptdarsteller, Isabelle Adjani und Sam Neill, betreiben heftiges Schauspiel weit über die Grenzen des Overactings hinaus, was in diesem speziellen Kontext aber vollkommen richtig ist. Denn was ihre Rollen verlangen, wäre mit zurückgenommenen, dezent-nuancierten Spiel wirkungslos. Der Begriff Overacting ist ja eher negativ belegt, oft nicht zu unrecht, doch das ist so packend und kraftvoll, dem lässt sich kaum entziehen. Adjani läuft ohnehin zu einer fast befremdlichen Form auf, was seinen unbestrittenen Höhepunkt in der U-Bahn-Szene findet, die an bizarrer Faszination kaum zu überbieten ist. Das wären wir bei den beiden Albtraum-Szenarien: Für einige dürfte spätestens jetzt der Punkt erreicht sein, an der endgültig der Geduldsfaden reißt, der Rest wird leicht feucht.
Demenstprechend ist es absolut verständlich, dass sich an diesem Film die Geister scheiden. Da wird dem Zuschauer extrem viel abverlangt, was er entweder mit Beifall oder ungläubiger Verachtung belohnt. Zulawski macht es dem Publikum nicht einfach, was sich so konsequent steigert, dass es schon als sehr mutig zu bezeichnen ist. Das "Possession" ein, auf seine Art, sehr einzigartiges Erlebnis ist, lässt sich wohl kaum bestreiten. Was genau Zulawski uns erzählen will, lässt sich in Ansätzen erahnen, aber wohl kaum vollständig aufdröseln. Nur wenn das überhaupt keine Geige spielt und man als fasziniert-verstörte Geisel dieses Bilderrauschs auch noch dankbar dafür ist, hat der Mann wohl alles richtig gemacht.
Ein Horrorfilm? Ja, auf jeden Fall. Ein Ehedrama? Ja, noch viel mehr. Parallelen zu Lars von Triers "Antichrist" sind nicht von der Hand zu weisen, denn letztendlich entsteht das Eine durch das Andere, nur was denn zuerst da war, ist kaum nachvollziehbar. "Possession" ist ein zutiefst verkopfter, gleichzeitig ungemein extrovertierter Höllenritt, der so manche Szenen parat hält, die wohl nur durch starke Medikamente und ausgiebige Therapiesitzungen wieder aus dem Gehirn gelöscht werden können. Die Kulisse des zweigeteilten Berlins ist dabei nicht nur, aber vor allem, als Gleichnis auf die Beziehung des Paares zu sehen, sondern darüberhinaus auch erschreckend kalt. Wurde jemals die jetzige Hauptstadt in einem Film so menschenleer und teilweise verwaist gezeigt?

Ein Monster von einem Film, unheimlich, teils ekelhaft, unbequem und erschreckend. Es ist gut, dass es nicht nur solche Filme gibt, aber noch besser, dass es sie auch gibt.

bedenklich? 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Johnzy

Antwort löschen

So endlich gesichtet...wirklich eigensinnig, aber hat mich fasziniert :)

im glaskäfig hab ich schon gesehn, der ist in seiner bösen,harten atmosphäre wohl unübertrefflich ;)


JackoXL

Antwort löschen

Bei "Im Glaskäfig" lief es mir mehrfach eiskalt den Rücken runter, was mir ausgesprochen selten passiert.


wurzel.mann

Kommentar löschen
vorgemerkt

Gibt es den Film auch irgendwo mit deutscher Syncro zu finden?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

AlArenal

Kommentar löschen

Der Film hat mich eben sprachlos hinterlassen. Sprachlos auch, weil ich bis zum Ende duchgehalten habe. Doch auch dort gönnte man mir keinen Aha-Effekt.
Sprachlos eben - und auch wertungslos.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Momemik

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist natürlich schwer unvoreingenommen an einen Film zu gehen wie Possession. Trotzdem war der Film komplett anders als erwartet und im ersten Moment nach dem Film dachte ich nur, dass ich gerade einen der surrealsten Filme überhaupt gesehen habe. Das ist so auch nicht ganz falsch (zumindest was meine bisherige Filmerfahrung aneght), aber trotz des ersten unverständlichen Eindrucks hat der Film mich gefesselt. Ist die erste Hälfte des Films in viellerlei hinsicht noch gewöhnungsbedürftig hat mich dennoch püber den ganzen Film gesehen vor allem die Schauspielerische Leistung von Isabelle Adjani und Sam Neill überzeugt! Ultragut. Und ja so Szenen wie die U-Bahn schocken jetzt heute nicht mehr bla bla... Einfach geil gespielt und verstörend!

So, ich also nach dem Film irgendwie Ratlos zu dem was ich gearde gesehen habe mit einigen Ideen und ich denke über den Film nach, weil er mich wie gesagt gefesselt hat. Das ist schonmal mehr als ein Qualitätsmerkmal. Dann wollte ich den Film fast schon direkt ein zweites mal anmachen hab mich dann aber entschieden ein wenig im Bonusmaterial auf die Suche nach Antworten zu gehen und siehe da, Interviews mit Regisseur und Kameraleuten etc. geben Denkanstöße die zwar auch im Film gegeben werden, dort aber so surreal verarbeitet sind, dass sie nicht direkt ins Gesicht springen! Dabei steht vor allem die Thematik eines Kommunistischen Regimes als Bedrohung im Vordergrund, was natürlich schon mit der Wahl des Settings direkt an der Mauer im geteilten Berlin der 80er deutlich wird, für mich jedoch immer presenter wurde je mehr ich nach dem Film darüber nachdachte.

Insgesamt war ich auch whärnd des Films skeptisch und er ist und bleibt Kunst und keine pure Unterhaltung. Meiner Meinung nach ist die allgemeine klassifizierung als Horrorfilm eine Frechheit und wird dem Film bei weitem nicht gerecht, denn gruselig ist er nicht! Man sollte bereit sein über den Film nachdenken zu wollen wenn man ihn schaut und darf keine seichte Unterhaltung erwarten! Ich empfehle sehr das Bonusmaterial und vor allem die Interviews mit dem Regisseur! Diese erklären den Film nicht, geben aber die richtigen Denkanstöße und machen den Film dadurch nahbarer. Ich fand ihn insgesamt sehr geil, sowohl von der Thematik, den Schauspielern und der Kameraführung. Ich freu mich auf die nächste Sichtung wenn ich dann noch mehr Licht in die dunklen Abgründe des Films bringen kann :)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

jacker

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Mr. Vincent Vega hatte mit deinem "Das Rezeptionsdiktat in Online-Communities"-Artikel schon irgendwie recht: man fühlt sich komisch wenn einem ein so einheitlich und ultimativ hochgefeiertes 'Meisterwerk' nur wenig gegeben hat. Erst recht wenn alle Zeichen - stilistisch wie inhaltlich - im Vorfeld auf 'Über-like' stehen!

Nur wenig, denn krasse Momente hat der Film ohne Frage, Momente in denen man plötzlich das Gefühl hat in direkter Interaktion mit zwei Wahnsinnigen zu stehen, von ihnen angesehen, instantan durschaut zu werden - abseits dieser Momente ging mir "Possession" jedoch immer wieder und über weite Strecken ziemlich auf die Nerven. Das meisterhafte Schauspiel (AKA maximal möglichstes Overacting), was ja zu weiten Teilen nur aus abartig lautem Gebrülle besteht, war mir einfach bis auf ein unerträgliches Level zu viel (gefühlt: Claudia Wilson's hysterisches 'Get Out!' Gebrülle aus "Magnolia" im 2 Stunden Loop), teilweise driftet das ganze dann endgültig ins lächerliche ab: Die U-Bahn Tunnel Szene hat einfach zu viel von Helge Schneider's 'Nachbeben' aus "Texas", als das ich mir das Lachen hätte verkneifen können!

Dabei hätte diese ganze Beziehungskiste so schön mit dem Vorschlaghammer die Magengrube malträtieren können, hätte ich sie denn ernst nehmen können. Ich glaube ich bin einfach was, impulsives, unkontrolliertes Verhalten betrifft, so meilenweit vom Psychoterror der zwei Protagonisten entfernt, dass ihr Verhalten sich für mich gegenüber jeglicher Nachvollziehbarkeit verschliesst.

Ich glaube aber "Possession" und ich, das passte speziell GESTERN wohl nicht richtig zusammen. Kaputt, müde, wenig aufnahmefähig ist (vielleicht) keine gute Basis für einen recht anstrengenden Film, der überwiegend über seinen Interpretationsspielraum funktioniert. Speziell der zweite Tei des Films - in dem es ja immer obskurer wird, was mir eigentlich immer mehr zusagen würde - hat mich immer mehr verstimmt.
Versuch ich nochmal und hoffe die guten Momente weiten sich vom Empfinden her aus. Bis dahin kann ich leider nicht von einem Sog Sprechen, sehe kein 'Meisterwerk' und war leider nur teils fasziniert und überwiegend genervt.
Und jetzt 3, 2, 1... Samourai in!

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 25 Antworten

jacker

Antwort löschen

'Achtung 00 Schneider! So ein Nachbeben hat es in sich!'


Bubbles

Antwort löschen

"Jetzt geht es erst richtig los!"


Aronofsky

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Die Schauplätze entlang der Berliner Mauer kreieren eine einzigartige Atmosphäre. Die "Schreiszene" hat sich für immer in mein Gehirn gebrannt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gretchen_Ross

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Es wurden schon viele weise Worte gesagt, deswegen spar ich mir mal die große Laberei...
was den Film so schockierend macht, ist eigentlich nicht die Handlung, sondern die Machart.
Was mich besonders beeindruckt hat, war die Kamera und die Darsteller. Sowas autentisches hab ich lang nicht mehr gesehen.
Ich bin fix und fertig^^

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

pxl

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Sollte die U-Bahn Szene schockierend auf mich wirken? Mich hat sie jedenfalls zum lachen gebracht, was nach einer Stunde Langeweile auch dringend nötig war. Der Film ist an vielen Stellen einfach so unfreiwillig komisch, die Schauspieler so krampfhaft und die Kameraführung so grottig und die Inszenierug in Anbetracht des Themas einfach sowas von übertrieben und lächerlich, dass ich dann nach der Stelle in der U-Bahn Unterführung, von der ich zuvor so viel gehört hab und die bei mir wohl eher das Gegenteil ausgelöst hat als bei den meisten hier, ausgemacht habe. Hiermit verschwende ich meine Zeit nicht.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

nz2004

Antwort löschen

Habe genau dasselbe erlebt. Da hatte ich irgendwann keinen Bock mehr.


emp6

Antwort löschen

Selbst schuld...aber es soll ja auch schon Leute gegeben haben, die das Kino schon während der Werbung verlassen haben... xD


Moviefan29

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein unglaubliches Kunstwerk von einem Film.
Ausdrucksstarke Szenen. Tolle Dialoge. Wundervolle Charaktere und noch wundervollere Schauspieler. >>Possession<< ist in vielerlei Hinsicht einfach perfekt. Eine perfekte Komposition von Ton und Bild. Schöne Einstellungen, alles wirkt unglaublich durchdacht, Vielschichtig und Echt. Der Film zieht sich in seinen Bann und lässt dich nicht mehr los. Zulawski schafft es hier wie kaum ein anderer den Zuschauer emotional miteinzubinden. Man hat das Gefühl den Protagonisten wirklich nah zu sein, fühlt mit ihnen mit. Man distanziert sich auch niemals, so bizarr die Ereignisse auch sein mögen. Ganz großer Film und ein "Horrorfilm" den man sich auch anschauen kann, wenn man Lust auf anspruchsvolleres Kino hat. Wohl einer der Ausdrucksstärksten Filme, die ich je gesehen habe und sichert sich, ob seiner Genialität, einen Platz in meiner Lieblingsfilmliste. Verdient, wie kaum ein anderer.
SPOILER!
"It's about a woman fucking an octopus" -Zulawski
Ja, aber es ist noch viel mehr!
SPOILER ENDE!

Unbedingt Anschauen!

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DerDude_

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Nach langem Ringen um die Bewertung zu Possession habe ich mich auf 5 Punkte geeignet. Eine Wertung die jetzt sehr negativ erscheint aber immer noch gut gewollt ist.
Der Film hat etwas faszinierendes, horrormäßiges und abartig krankes das es das Blut in den Adern gefrieren lässt. Szenen wie die U-Bahn Unterführung möchte man schnell vergessen und das Geschrei der Hauptfiguren verfolgt mich noch heute in meine Alpträume.
Nur wenige Filme sind so horrormäßig. Ein weiteres Beispiel stellt Lynchs Eraserhead dar.
Doch während Eraserhead bei mir 9 Punkte abbekommt und Possession mit 5 Punkten gestraft ist so besitzt Lynchs Film etwas das Zulawski nicht hat :
Auch wenn Lynch oftmals abartig krank daher kommt so wirkt nie es ob er den Zuschauer weg jagen möchte. Nie will er den Zuschauer bewusst anekeln. Sein Horror ist kein mittel zum Zweck und sei es nur um der Atmosphäre eines Alptraumes nahe zu kommen.
Possession will keine Atmosphäre erzeugen. Sicherlich erzeugen die kranken Szenen und das Spiel der Darsteller ,welches von Schlecht bis zu Übergroß reicht, noch eine gewisse Faszination aber es entsteht der Eindruck das Possession seine Schock Momente nur benutzt um den Zuschauer ganz bewusst weg zu stoßen. Während man sich bei Lynch an den Sessel krallt und wissen will wie es weiter geht, so ist man bei Possession so angewidert das man am Liebsten den OFF Schalter der Fernbedienung drücken möchte. Dadurch verfliegt die Faszination schnell und wird durch Ablehnung ersetzt. Sieht man von dem Ekelfaktor von z.b. Isabelle Adjani in der Unterführung, so bleibt nur eine (im wahrsten Sinne des Wortes) eingebildete Soße übrig.
Nicht falsch verstehen : Ein Film muss dem Zuschauer nicht immer entgegen kommen, ein Film darf auf konventionelle Dramaturgie verrichten aber wenn ein Film völlig bewusst dem Zuschauer entzieht hört der Spaß (bei mir zumindest) auf. In meinen Augen darf so etwas nur eine Form von Filmen, nämlich Anti-Kriegsfilme (bestes Beispiel : Idi i Smotri) da diese reales Grauen darstellen während Possession völlig abstrakt daher kommt.
Warscheinlich werde ich gleich mit Sachen "Hast foll net verstanden Kerle" bombadiert aber Possession ist für mich einfach ein kranker Film der mich nicht haben will.
Und warum sollte ich jemanden mögen der mich immer wieder aus seinem Haus wirft ?

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Le Samourai

Antwort löschen

"Possession will keine Atmosphäre erzeugen." Ojeh.


Le Samourai

Antwort löschen

"As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment and who know nothing about their own existence" - Zulawski.


ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, auf den man hier bei Moviepilot unweigerlich immer wieder stößt. Mehrheitlich gefeiert, von vielen aber auch abgelehnt. Wenn ich ehrlich bin, dann war auch ich eher der Meinung das "Possession" mir nicht sonderlich zusagen wird. Einfach weil ich dachte, dass er ein paar Grenzen in mir überschreitet, die ich nicht gern eingerissen sehe. Ich beschäftige mich eigentlich gern mit mir, bin bereit Sachen zu überdenken und mich auch angreifen zu lassen. Mir passiert es aber immer öfter, dass ich in solchen Filmen nur noch Provokation finde und eben nichts dahinter. Filme die nichts anregen wollen, sondern einfach nur Weh tun wollen, sich in einer inhaltslosen Andersartigkeit suhlen und sich dieser rühmen. "Possession" tat auch Weh oft, war unangenehm und ich war auch ziemlich angespannt. Das durfte er aber, denn ich fühlte mich von ihm nie belogen.
Doch auch objektiv kann ich die negativen Stimmen nicht ganz nachvollziehen. Sicherlich, "Possession" ist ein seltsamer Film...aber ein grandios inszenierter. Selbst wenn man alles beiseite lässt was einem dieser Film geben will oder kann, bleibt immernoch ein ziemlich intensives Erlebnis übrig. Und ja, das ist auch profane Spannung...den ich für meinen Teil konnte nicht wirklich erahnen wo dieser Irrsinn hinführt, konnte keine Richtung ausmachen, sondern den Film oft nur wirken lassen. Und ist das nicht Horror pur? Nichts wissen? Ausgeliefert sein. Ganz davon zu schweigen, dass "Possession" einiges an Schauwerten zu bieten hat. Kranke, teilweise blutrünstige Szenen und erschreckend intensive Schauspieler. So sehr es mich auch manchmal nervte: Das was Isabelle Adjani da macht ist unfassbar. Sie machte mir teilweise tatsächlich richtig Angst. Verwirrend, jedoch dann auch nie so abstrus, das man den Faden des Films verlieren könnte. Aber vorallem ist er eins: Total intensiv.
Das würde aber noch nicht für die ganz hohen Berwertungsregionen genügen bei mir. Warum ist er dann doch dort gelandet? Weil er soviel Wahrheit in sich trägt. Hinter all dem Wahnsinn lacht einem nämlich immer wieder das wahre Leben entgegen, das in diesem Film allgegenwärtig ist. Aber hinter diesem manischen Schauspiel, diesen schönen, grauen Bildkompositionen und der undurchsichtigen Geschichte, kann sie sich einfach sehr gut verstecken. So tun als wär sie gar nicht da. Doch sie ist da, denn im Kern einer jeden Szene sagt "Possession" sehr wahrhaftige Dinge über die Menschen, die Liebe und die inneren Konflikte, die diese Große Kraft in uns erschafft. Sicherlich: Es gibt wohl keine solche Kreaturen, aber lässt man dieses eh sehr symbolbeladene Ding einmal beiseite, dann würde ich alles was in "Possession" passiert eigentlich auch jedem Menschen zutrauen. Dazu braucht es nur die richtigen Umstände.
Ein heftiges, verstörendes, aber auch ein betörendes Stück Film. Welches eine absurde, jedoch durchaus tiefsinnige Geschichte duch eine geniales Zusammenspiel von Bild, Schauspiel und Musik/Geräusche zu einem völlig einzigartigen Horror-Erlebnis werden lässt.

bedenklich? 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

jacker

Antwort löschen

Starker Kommentar, der Film ist direkt auf die Leihliste gewandert!


ElMagico

Antwort löschen

Danke! Kurz mal deine Lieblingsfilme überflogen und denk der wird dir taugen.


onyxxx11

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Warum nochmal ist Sam Neill irgendwann in die Belanglosigkeit abgerutscht?
Gehen doch alle 4 Punkte, die ich hier sehr großzügig vergeben habe, nur auf sein Konto. Possession ist also Kunst, aha, nennt mich Banause, ich kann damit nichts anfangen. Schade, weil dieser Sam Neill, hach auf den muss ich einfach nochmal zurückkommen, der hats einfach drauf, irrer Blick, beängstigend reale Mimik, toller Typ, Scheißfilm.

bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Touché. :)


Rukus

Antwort löschen

Recht anspruchslos ... soso ... Hauptsache, das Konto stimmt, dann können sie so alt und gebrechlich sein, wie sie wollen, oder wie? ;p


Hitchcock

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wow. So berührt, ergriffen und zugleich freudig erregt über das grade Gesehene hat mich neben Possession allerhöchstens Lynch's großartiges Inland Empire zurückgelassen – und das will was heißen !
Dabei hat mich Possession von der ersten Sekunden an völlig in seinen düsteren, magischen Bann gezogen. Ich klebte förmlich am Bildschirm um auch ja keine Sekunde, keinen einzigen Frame von diesem großartigen Stück Filmkunst zu versäumen.
Warum genau Zulawski's Film diese extreme Wirkung bei mir entfachen konnte kann ich mir kaum selbst erklären.
Zum Einen ist da natürlich das furchtlose Spiel Neills und vor Allem Adjanis, welches absolut atemberaubend, angsteinflößend und bis an die Grenze der Schauspielkunst zu reichen scheint und sie damit zum wohl intensivsten Filmpaar seit Taylor/Burton in 'Wer hat Angst vor Virginia Woolf' macht.
Darüber hinaus hat Possession aber auch eine besonders starke, visuelle Kraft an sich. So ist die Kameraarbeit von der ersten Szene an beeindruckend und schafft es immer wieder aufs Neue den einzelnen Szenen durch fantastische Fahrten und kreative Perspektiven eine besondere Tiefe zu verleihen.
Doch hat Possession irgendwie noch mehr an sich das ihm diese hypnotische Kraft verleiht – und ich kann es jetzt schon kaum erwarten dem bei einer zweiten Sichtung näher zu kommen .

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch