Strange Days

Strange Days (1995), US Laufzeit 140 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 08.02.1996

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7.1
Kritiker
37 Bewertungen
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7.3
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2506 Bewertungen
55 Kommentare
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von Kathryn Bigelow, mit William Fichtner und Angela Bassett

Bereits 1995 inszenierte Kathryn Bigelow mit Strange Days einen dystopischen Thriller fürs Millenium.

Los Angeles, 24 Stunden vor dem Millenium: Ex-Cop Lenny Nero (Ralph Fiennes) kommt nicht über die Trennung von seiner Freundin Faith (Juliette Lewis) hinweg.

Sein Geld verdient er mit dem Dealen so genannter Squids, illegaler Cyberdiscs, mit denen sich Wahrnehmungen und Gefühle anderer Personen erleben lassen.
Als Lenny die Aufzeichnung des Mordes an einer Prostituierten in die Hände fällt und Faith bedroht wird, ermittelt er auf eigene Faust. Mit Hilfe des weiblichen Bodyguards Lornette ‘Mace’ Mason (Angela Bassett) versucht er, den Killer zu stellen und gerät dabei in einen unaufhaltsamen Strudel aus Sex, Lügen und Gewalt.

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Kritiken (2) — Film: Strange Days

Kubrick_obscura: CinemaForever

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9.0Herausragend

Ein sträflich missachtetes Ausnahmewerk der 90er Jahre, dass seine utopischen Gedanken um Mediensucht, soziale Ungerechtigkeit und Humanitätsverlust kompromisslos zu Ende denkt und dadurch zum politisch aufwühlendsten Sci-Fi-Film der letzten Jahrzehnte wird. Bigelow treibt ihr Publikum souverän durch den anarchistischen Bildersturm und behält bei all den Schauwerten die Figuren gekonnt im Auge, so dass "Strange Days" sogar als Neo-Noir vollkommen überzeugt. Nur schade, dass dieser wichtige und brilliant inszenierte Film so an den Kinokassen unterging. Kanonwürdig!

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Chris12zero

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Klasse auf den Punkt gebracht!! ;-)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Kathryn Bigelows lebhaft pumpende, kernige Millenniumsdystopie, deren darin vegetierende Seelen verlorene sind, die sich und ihre Erinnerung suchen, eine Erinnerung, die nur noch digital an ihr Dasein in Pixeln und Bildinformationen erinnert, in Discs vom Schwarzmarkt, umgeben von Plastik und Gebrauchsspuren. "Strange Days" ergießt sich im Tumult, in Desorganisation, im Sündenpfuhl der Farben, in überkochender Betriebsamkeit und polizeilicher Kriminalität, pulsiert im Rotlicht- und Discomilieu, bevölkert von den selbstmörderischsten Persönlichkeiten in grellem Fummel und noch grellerem Licht, jeder schreit, jeder tanzt, jeder hat seinen Spaß, auf dem Bürgersteig herrscht hingegen die höhere Gewalt einer Diktatur ohne weiße Weste, ohne weißen Ritter. Werbung, Feuer, Schüsse, Exekutionen – und mittendrin ein sentimentaler Loser, zerknautschter Fanatiker und blitzgescheiter Verkäufer (Ralph Fiennes), der jeder Schlägerei aus dem Weg geht, indem er einen Scheck als Alternative…

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

_Garfield

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Da haste doch noch was durchaus ansehnliches zusammengeschustert, auch wenn du für meinen Geschmack ein wenig zu sehr damit beschäftigt bist, den Plot nachzuerzählen. Irgendwie schon 'nen cooler Film und die angesprochene Vergewaltigungsszene hat mich ziemlich geschockt. Gute Arbeit! :)


Timo K.

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#1. Absatz
Atmosphärenschilderung; die Einbindung des zu charakterisierenden Protagonisten
#2. Absatz
Herausstellen des Subtextes (Kritik)
#3. Absatz
eine Weiterführung dessen, einschließlich der darauf aufbauenden Besonderheiten des Handwerks (Gegenlob)
#4. Absatz
abermals ein Herausstellen des Noir-Querverweises; die wichtigsten Figuren werden in ihrer Funktion grob umrissen, um das zu untermauern
#5. Absatz
weitere charakterliche Verbindungen; dazu ein nicht häufig vermengtes Merkmal als Randbeobachtung (die schlagfertige Frau an der Seite)
#6. Absatz
letzter Absatz, geht somit konform mit dem Finale des Films; Wink auf die Naivität und gleichzeitig auf den tollen Hollywood-Kitsch in beiden angerissenen (!) Handlungssträngen

;)

Und danke! :)



Kommentare (52) — Film: Strange Days


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gabriel.rost.77

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Bewertung9.5Herausragend

Auch dieser Film hat mich erst beim zweiten Anschauen so richtig vom Hocker gehauen. Ich finde, Kathryn Bigelow hat damals einen Film gedreht, der seiner Zeit voraus war. "Strange Days" ist ein pessimistischer Science-Fiction-Thriller mit Cyberpunk-Elementen, der stellenweise an Ridley Scotts Klassiker "Blade Runner" erinnert. Er zeichnet eine (damals nicht allzu ferne) düstere Zukunftsvision eines Amerikas, das von Rassenunruhen und Ungerechtigkeit geprägt ist und sich mitten in der Hysterie zum Jahrtausendwechsel befindet (dabei war der Jahresübergang 1999/2000 im Grunde genommen noch garnicht die Jahrtausendwende; tatsächlich fand diese erst ein Jahr später statt). Gleichzeitig ist es dort durch eine neue Technologie möglich, Erinnerungen wie Drogen zu konsumieren. Die Hauptfigur ist der abgewrackte Dealer Lenny Nero (großartig: Ralph Fiennes), der mitten in dieser angespannten Situation in eine gefährliche Intrige gerät.
Was mir an "Strange Days" neben seiner interessanten Thematik und den großartigen Darstellern gefällt, ist die Gesellschaftskritik und der im Grunde postmoderne Blick auf Massenhysterien (wir haben ja erst letztes Jahr eine erleben müssen, auch wenn diese, wie auch die tatsächliche 1999, bei weitem nicht die Ausmaße der erreichte, die im Film zu sehen ist). Die beeindruckenden Massenszenen (Wie haben die die eigentlich gedreht? Haben die da tatsächlich ein paar tausend Leute auf den Straßen von Los Angeles versammeln können oder fanden diese Drehs während einer tatsächlichen Silvesterparty statt?) ziehen mich jedes Mal in ihren Bann, ebenso wie die Point-Of-View-Szenen, in denen aufgenommene Erinnerungen gezeigt werden, welche den Zuschauer direkt an der Handlung teilnehmen lassen. Schon zu Beginn des Films wird man durch einen Clip, der einen brutalen Überfall auf ein asiatisches Restaurant zeigt, mitten in die Handlung hineingeworfen. Und später wird man dann in einer erschütternden Szene auf diese Weise Zeuge der Vergewaltigung und Ermordung einer Frau.
Der Film übt auf diese Weise Kritik an Medien und Gesellschaft, thematisiert nebenbei noch Rassismus und die Spannungen zwischen Arm und Reich, inspiriert durch den Fall Rodney King vier Jahre zuvor. Auch die interessante Prämisse, dass eine Information zur falschen Zeit eine Katastrophe auslösen kann, wird, besonders gegen Ende, gut rübergebracht.
Daneben hat der Film auch eine großartige, fast schon Endzeit-ähnliche Atmosphäre. Ralph Fiennes und die anderen Darsteller stellen hervorragend Charaktere dar, die von den Ereignissen einfach überrollt werden.
Generell haben mich hier viele Schauspieler beeindrucken können. Neben Ralph Fiennes war das vor allem Angela Bassett in einer starken weiblichen Rolle, die eine der besten Leistungen ihrer Karriere abliefert. Auch Juliette Lewis als Neros Exfreundin gefiel mir, obwohl sie zum Teil übertrieben spielte. In einer Nebenrolle sieht man auch hier Michael Wincott als gewalttätigen und paranoiden Bösewicht. Hier fiel er mir zum ersten Mal bewusst auf; "The Crow", in dem er ebenfalls den Bösen gibt, habe ich erst danach gesehen. Beide Filme weisen übrigens auch ein paar Parallelen auf.
In weiteren Nebenrollen sieht man Tom Sizemore als Lennys Freund Max, sowie Vincent D'Onofrio und den auf Nebenrollen abonnierten William Fichtner als Antagonisten.
"Strange Days" lebt, ebenso wie "The Crow", auch von seinem Soundtrack (die Filmmusik wurde übrigens bei beiden von Graeme Revell komponiert). Man hört hier viele Rocksongs, u.a. auch welche von Juliette Lewis und ihrer Band, die im Film auch zwei Auftritte hat. Die Band Skunk Anansie, welche auch zwei Titel beisteuert, ist ebenfalls in einer Szene zu sehen.
Die Thrillerstory ist sehr komplex und spannend inszeniert, die Dialoge intelligent geschrieben. James Cameron, der damals bereits von Bigelow wieder geschieden war, schrieb am Drehbuch mit und produzierte den Film auch. Er hat ihn maßgeblich mitgeprägt, soviel ist sicher. Beide haben einen beeindruckenden, dystopischen Thriller geschaffen, der zu seiner Zeit leider im Kino unterging und dem selbst vier Jahre später, als er im allgemeinen Rummel um die Jahrtausendwende 1999 noch einmal in die Kinos gebracht wurde, der Erfolg versagt blieb. Wegen seiner beeindruckenden Atmosphäre, Inszenierung und der Thematik ist er aber auf jeden Fall einen Blick wert, auch wegen ein paar heute amüsanter Vorstellungen von der Zukunft. Dass der Friedens-Nobelpreis an Gaddafi (!) geht oder die USA bereits ihre zweite Präsidentin bekommen, ist heute unvorstellbar, war damals aber garnicht so weit hergeholt.
Das Ende des Films stellt schließlich einen Gegenpol zum vormaligen Pessimismus dar, bietet ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit und Toleranz und wagt einen optimistischeren Blick in die Zukunft. Und auch wenn die allerletzte Szene doch arg kitschig geriet [SPOILER: Der Film hätte eigentlich schon damit enden können, dass Lenny und Mace in getrennten Wagen weggefahren werden. Dieser letzte Kuss zwischen den beiden war wohl einfach ein Zugeständnis an das Mainstreampublikum], so handelt es sich hierbei doch um einen wirklich interessant gemachten Film, von dessen Sorte es gerne mehr geben darf.

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SKURRIL

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Gefällt mir!


ShayaNova

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

gelungener sci-fi-thriller, bei dem man nicht vergessen sollte, dass er schon ein paar jahre auf dem buckel hat, wenn man ihn heute erst sieht und dann bewertet.

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BrittaLeuchner

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ein Film der gern düster, spannend und dramatisch sein will, endet in einer völlig ungewollt satirischen unspannenden, undüsteren, undramatischen Action-Orgie nebulös bleibender Settings die nur ihrer selbst Willen ohne glaubhafte Herleitung zu existieren scheinen, die selbst im Kontext ihrer Entstehungszeit den Eindruck vermitteln, aus einer 10 Jahre älteren Film-Ära zu entstammen, in der es noch erlaubt war alles humorlos unrealistisch zu überziehen, jede Szene und Glaubwürdigkeit der Dramaturgie zu opfern und jeglisches filmische Element bis zum Erbechen zu überspannen ohne dabei wirklich zu fesseln. Quasi die Anfänge des Action-Thrillers, nur leider 2 jahrzehnte nach dem man schon wusste wie man es richtig macht.

Klassischer Aufbau, klassischer Showdown, klassischer Twist, nichts wirkt überraschend, auch nicht mit Rücksicht auf das Entstehungsjahr (immerhin 15 Jahre nach dem ersten Alien 1!), ist dieser Film allerhöchstens so etwas wie unausweichliches Popkornkino, wenn grad auf keinem Sender was läuft.

Vor einem Jahr verschenkte ich die leidliche DVD dann endlich, nachdem ich es nochmal versucht hatte an diesem Streifen etwas zu finden, und erst vor Kurzem erfuhr ich dass es Mr. Bigelow war, die diesen Film verzapft hatte und was jene selbige für mich damit als überschätzte Regisseurin wiedereinmal bestätigte. Auffallend zieht sich durch ihre Filme eine schlechte Schauspielerführung, in der es den Akteuren an jeglicher Glaubhaftigkeit in ihrem Gesichtsausdruck, Körpersprache und Text fehlt. Der Film hat sich bei mir so wenig eingeprägt, dass selbst nachdem ich jüngst auf Grund des 0Dark30 Debakels mit anderen über sie in Diskkussion geriet und der Film erwähnt wurde, nicht darauf kam, dass cih diesen Film längst kannte und verschenkt hatte. Erst ein Trailer denich jüngst noch einmal sah brachte Aufklärung und vieles in meiner Einschätzung zu ihrem damaligen Film als auch den jüngsten macht für mich immer mehr Sinn.

Einzig positive Trostpunkte gibt es für mich für Skunk Anansie und Juliette Lewis, deren Beteiligung an diesem Film zumindest für kurze Momente das Gefühl vergessen ließen in einem C-Movie gelandet zu sein...

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BrittaLeuchner

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das war natürl. Spaß :-) ... Jup, den Joe meint ich :-)


N. Hornblower

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Weiß ich doch, hattest Du ja auch dazu geschrieben. :)
Und danke für die Joe-Klarstellung!


Aldo_Valletti

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Bewertung6.5Ganz gut

Ganz klar ein Haircrime Film.

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aggrotainment

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Bewertung7.0Sehenswert

Achherrjeh. Von dem Film hatte ich bis Dato noch gar nichts gehört. Dafür hat er es wirklich in sich. Brillante Atmosphäre, gute Schauspieler und auch noch ne einfallsreiche Story. Mehr kann man heute doch gar nicht mehr von einem ordentlichen Film erwarten.

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deevaudee

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Bewertung9.5Herausragend

So zum Jahresausklang, noch ein Film in dem das letzte Jahrtausend bildlich sein Ende nahm. Und es ist ein kleines Highlight. Die Nacht Silvester, 31.12.99 zum 1.1.2000 hat so viel mehr zu bieten als nur etwas Feuerwerk an einem der Zeitzonen Westlichsten Städte der Welt. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, und möchte behaupten, bislang Fiennes bester Film, den ich zumindest gesehen habe, mit ihm. Aber gerade was hier Darstellerisch, Kulissentechnisch und alles Koordinationshalber die Regisseurin Bigelow ihren Akteuren abverlangt hat, ist wahrlich grosses Kino. Auch sonst sehr gut besetzt, Sizemore mal mit einer etwas grösseren Rolle, einer sehr Muskolösen Angela Bassett, und Fichtner und D' Onofrio als, ich sag mal Zielorientierte Cops, als Klasse Nebenprodukt, einer Klasse Story. Dialoge, Handlung, scheinen super abgestimmt, denn es verläuft recht flüssig, ohne das man merkt das die Charaktere nicht wissen was sie da tun. Die Idee mit den Gehirnclips gefällt ganz gut. Und wer in Besitz einer guten 5.1 oder besser, Anlage ist, kommt allein in der Eröffnungssequenz voll auf seine Kosten.

Ausserdem kommt man in dem Film im Genuss der Sangeskünste von Juliette Lewis. Ich weiss gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Denn spoilern, hab ich einfach kein Bock drauf. Doch könnte ich glatt schwärmen von den Verzweigungen und dem Handlungsablauf. Auch die Kulisse der Silvesterparty am Ende des Films ist schon urst genial. Im groben kann man zumindest wiedergeben um was es sich handelt. Es ist die Nacht des Jahrtausendswechsels, Los Angeles ist wie eine Militarierte Zone, Polizei Präsenz wo man nur hin schaut, und doch stört sich kein Mensch dran. Alles ist aufgeregt wegen dem neuen Jahrtausend. Es geht indirekt um Rassismus in dem Film, um Freundschaft, Besessenheit, Versprechen, Liebe, Wut, Hoffnung und um einfach so vieles mehr. Nero kann seine verflossene Liebe nicht vergessen, und versucht sie immer noch zu beschützen, weil er es ihr mal versprochen hatte. Selbst als Ex Cop gescheitert, dealt er illegal mit Squidclips. Und so ziemlich jeder in der Stadt kennt ihn als den 'Magic Man'. Als nach einem Mord die Spur zu ihm führt, und er selbst gehörig in der Scheisse steckt, entpuppt sich die ganze Geschichte zu einem Skandal. Doch so herrlich naiv und immer noch wie ein Antiheld versucht er die holde Maid zu erretten, und stolpert immer wieder.

Wie sich dieses Netz aus Mord und Verrat zusammensetzt, hat Kathryn Bigelow ganz gewaltig superb dargestellt. Leichte Minuspunkte gibts für das doch teilweise dümmliche Musikalische Begleitteilchen, weil nicht jedes Stück musikalisch, wirklich hörenswert ist, aber sonst gefallen mir gerade Bassett's Schauspiel, das von D' Onofrio und Fichtner aber eben auch das von Fiennes. Die Rolle passt so wunderbar zu ihm. Es ist einfach schön, wie alle kleinen und grossen Geschichten miteinander verwebt sind. Wie Nero zu seiner Faith steht, warum er und Lornette miteinander befreundet sind, was er mit mit Max zu tun hat, und wie jede Beziehung, quasi eine 2. Seite besitzen wird. Und als es Mitternacht schlägt, gibts den grossen bums! Ein wirklich fantastischer Film, der ideal zum Silvestertag passt.

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Hartigan85

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Der hat mindestens ne 8 verdient, müsste den auch mal wieder sehen ;)


deevaudee

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Na denn, ran an den Speck. Jünger wirste nicht mehr. ^^


Shady95

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film beginnt stark mit einer interessanten Idee, Spannung und einer tollen Kameraperspektive während der "Clip"-Sequenzen. Fast alle Schauspieler überzeugen, besonders Ralph Fiennes hat mir gefallen. Ab der Hälfte wird der Streifen aber leider immer schlechter und so manche Szenen (das Ende *hust*) haben die Bewertung ziemlich heruntergezogen. Das war dann alles irgendwie nicht mehr glaubwürdig und langweilig.

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simvlacrvm

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film beginnt Herausragend, ist die ersten paar Szenen Ausgezeichnet, bleibt die erste halbe Stunde auf Sehenswert, geht dann runter auf ganz Gut, nur um mit einem Geht so zu enden. Wirklich verdammt schade!

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Moncineo

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Interessant, ich habe es damals genau umgekehrt empfunden, weil sich erst im Verlauf alle Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammensetzen.


Slash

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Bewertung5.0Geht so

Das Ende dieses Films tut mir heute noch weh! Der Film wird vom Kitsch ja am Ende sowas von begraben, dass er absolut unfreiwillig komisch wirkt. Das hat in meiner Wertung locker 2 Punkte Abzug bedeutet.

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BrittaLeuchner

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"dass er absolut unfreiwillig komisch wirkt" ... du sagst es!


Briseis

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Bewertung6.0Ganz gut

Neben der sehenswerten Story, Ralph Fiennes und einer (wie so oft) viel zu kleinen Rolle für William Fichtner ( rroarrrr ♥), klärt "Strange Days" uns bei der ca. 89-sten Minute - in Form einer kurzen Sequenz mit einer Art Negativeffekt - darüber auf, dass Ralph Fiennes und Nicolas Cage höchstwahrscheinlich ein und die selbe Person sind.

Beweis-Screenshot:
http://imgur.com/oC7GJ

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CarrionFairy

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frevel, du hexe!!!


Briseis

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verbrenn mich doch!!! mir ist eh kalt.


swissroland

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Bewertung5.5Geht so

Halt ein typischer Kathryn Bigelow Film. Wie meistens bei der guten Frau, fast in Monumentalfilm Länge!
Vielleicht liegt es daran, das ich ned gerade ein Fan von ihr bin, obwohl sie mit "Gefährlich Brandung" einen wirklich Tollen Film gedreht und "Hurt locker" jetzt auch ned so schlecht war.
Nur hier sieht alles wie gewollt und ned gekonnt aus. Natürlich ist es normal, das bei ner Laufzeit von 140 min, extrem viel Leerlauf dabei ist. Aber auch sonst besticht das ganze ned durch ne Topstory. Ich bin mir sicher das man(n) mit 8 mio Dollar (1995) Ralph Fiennes und Angela Bassett viel mehr hätte raus holen können/müssen
Immerhin gibts mit Schätzchen Juliette was fürs Auge und den 36 Jährigen Vincent D'Onofrio
als böser Bulle dazu ;)
Warum allerdings MP William Fichtner hier so hinstellt, als hätte er ne wichtige Rolle ....

Übrigens würde ich das ned wirklich toll finden, wenn man sich die Erinnerung, an den Sex mit der Ex, so immer und immer wieder reinziehen könnte. Dann kann ich sie gleich behalten.

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russell

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"Übrigens würde ich das ned wirklich toll finden, wenn man sich die Erinnerung, an den Sex mit der Ex, so immer und immer wieder reinziehen könnte. Dann kann ich sie gleich behalten."

wollte er doch - das war ja sein problem (oder eins davon).
davon ab werden "konservierte gefühle" keineswegs als wünschenswert, sondern als schädlich, zumindest hinderlich thematisiert.
welchen film hast Du denn gesehen?


Ale_Noir

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Bewertung9.0Herausragend

Geile Idee, geiler Film; sollte mehr was derart Gutes in der Richtung geben!

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BrittaLeuchner

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aha ....


vanilla

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Bewertung6.0Ganz gut

für mich ist dieser Film zu abgespaced, obwohl ich Science-Fiction-Filme mag. Leider entsteht für mich überhaupt keine Spannung und die Geschichte ist auch nur Mittelware. Schade habe mich auf einen tollen Film eingestellt, vielleicht waren die Erwartungen auch zu hoch. Schauspielerisch kann man nicht meckern, auch die visuellen Effekte sind gut, aber der Rest ist sehr polarisierend. Den einen gefällt er den anderen nicht. Mir hat er nicht gefallen.

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chmul_cr0n

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Bewertung6.5Ganz gut

Kommt mir vor wie der missglückte Versuch, einen ähnlich spannungsfreien Thriller wie Blade Runner hinzubekommen.

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vanilla

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true.


Iwan Goratschin

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Was ist schon Blade Runner im Vergleich mit Strange Days


CarrionFairy

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Bewertung9.5Herausragend

ich übernehme keine verantwortung für verletzte gefühle aufgrund der sexuellen offenheit im folgenden text.
danke moviepilot für diese wichsvorlage als empfehlung des gestrigen abends - take my cumshot!

neben einem höchstinteressanten gedankenexperiment in einer nicht sehr unwahrscheinlichen dystopie, charaktervielseitigkeit, hochspannung, action, schnelligkeit, extravaganz, toller auflösung und schöner optik (spoiler):

endlich entscheidet sich ein mann nicht für die pseudomysteriöse, dumme hure, die für jeden die beine breit machen muß, der sich ihrem 3m-radius nähert und dem sie dann saft und leben aus dem körper zieht, um im glitzerfummel einen auf attention whore zu machen. nein, er entscheidet sich in zeitlupe und blutend für die richtige - für eine, die ihn auch liebt.

gerne hätte man noch ein paar sexszenen einbauen dürfen (0,5 punkte abzug deswegen ^^). und ich meine nicht diese üblichen mit ein paar weißen, fluffigen laken und wehenden vorhängen, wo menschen in unnatürlichen posen mal ellbogen und mal kniekehle in die camera halten...

dann bleibt noch anzumerken, dass hier auch eine sehr große bandbreite der gefühle angesprochen wird: während ihre-herrlichkeit die letzte halbe h in ihre pupsdecke gebissen und fast geheult hat, habe ich in meine pupsdecke gebissen und war geil.
...
da hat jemand die mutti sehr, sehr glücklich gemacht. fühlt euch vollgewichst. küsschen.

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Violent Fiffy

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Ein bißchen gut verteilte Schminke ist natürlich nicht verkehrt, muss aber auch nicht sein, wenn mir die Dame ohnehin gefällt. Bzw. konnte Schminke es bisher nicht rausreissen, wenn eine Frau mal nicht mein Typ war. :D
Klar, wenn Frauen anfangen würden mit Formeln wie "Alter! Alter! Alter!" und aufgerissenen Augen sich auf den Rücken zu werfen und mit angezogenen Knien auf eine nahende Flatulenz hinzuweisen, hätte ich wohl ein paar Wochen keinen Spaß mehr an meinen Liebesfilmen für Große aber als bekennender Freund der Grundidee der Emanzipation spreche ich mich gegen implodierende Frauen aus und finds daher schon okay, wenn Frauen sich auch ohne langjährige Beziehungen mit sämtlichen gefallenen Hemmschwellen mal locker "befreien". Es kommt immer auf den Stil an, finde ich.

@C_C: Auch Sorry aber beim Frauen-Vergöttern bin ich raus. Ich habe den Eindruck, dass es denen und mir langfristig nicht gut tut. :-)
Warum sollte Gott nicht furzen sollen? (ist er etwa doch eine sie?!? :-O )
Wie erklärst du dir dann das derzeitige Wetter? :D
So langsam fühl ich mich in der Not den Film wirklich schauen zu müssen bei dem ganzen Spam. :D


RoosterCogburn

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Als Trauma würde ich es nicht bezeichnen. Aber es gibt Erlebnisse, die man nicht vergisst.


Uwe B.B.B.

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Bewertung7.5Sehenswert

Wirklich guter Sci-Fi-Film, der die heute etwas kurios wirkende "Milleniums"-Hysterie mit damals noch aktuellen Ereignissen verbindet. Es gibt eine überwiegend hervorragende Starbesetzung, wovon ich Angela Bassett am besten finde.

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lil.weeze

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr düsterer und kompromissloser Thriller mit großartigen Schauspielern, dichter Atmosphäre und jeder Menge inszenatorischer Finesse. Genau so wie ich es mag. Da verzeiht man dann auch gerne, dass die Story in der zweiten Hälfte etwas abbaut.

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lil.weeze

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und schon wieder der unvermeidliche unproduktive und dazu noch überhebliche Kommentar irgendeines Mitteilungsbedürftigen. Nur dafür gibt es kein Danke..


Andy Dufresne

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Ihr habt irgendwie beide recht :)


Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

"Paranoia - das heißt doch nur, die Wirklichkeit realistischer zu sehen als andere."

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HulktopF

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Bewertung9.0Herausragend

böser sci fi thriller der komplett überzeugt.
sehenswert.

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Uwe B.B.B.

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Zumindest der Thrillerpart beruht auf Tatsachen. Soviel zu "unglaubwürdig", Trottel!


Brentano

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wer nicht "cool" bleibt, hat evnbetuell schnell verloren an Glaubwürdigkeit, .aber dieser Film ist "cool" und bedenkenswert, daran lässt sich nicht rütteln, ausser von Leuten, die weder gnügend Phantasie noch entsprechende Vorstellungskraft haben, etc.
und die im "Mainstream" wie tote Fische blubbernd mitschwimmen, ...?


Morten Pissnelke

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kamerakunst!
In dem Film sind richtig gute Kameraeinstellungen aus der Ego-Perspektive. So macht neben der Story, den Schauspielern auch das Zusehen richtig Spaß!

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