Harus Reise
Haru tono tabi (2010), Laufzeit 134 Minuten, FSK 6, Drama
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5 Kommentare
Keine
von Masahiro Kobayashi, mit Tatsuya Nakadai und Eri Tokunaga
Der pensionierte Fischer Tadao und seine Enkelin Haru eben in einem abgelegenen Küstendorf in Hokkaido. Als Haru ihre Arbeit verliert und in die Stadt ziehen möchte, begibt sich das sonderbare Paar auf die Suche nach Tadaos Familienmitgliedern. Sie sollen ihm ein neues Zuhause für seinen Lebensabend geben. Die Reise führt sie gleichermaßen in Tadaos Vergangenheit wie in Harus Zukunft.
Mehr Bilder (6) und Videos (1) zu Harus Reise
Cast & Crew
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Masahiro Kobayashi
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Tatsuya Nakadai
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Eri Tokunaga
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Hideji Ôtaki
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Shigeo Kanemoto
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Kin Sugai
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Keiko Kanemoto
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Kaoru Kobayashi
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Chikage Awashima
Regie
Schauspieler
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Yûko Tanaka
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Teruyuki Kagawa
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Masahiro Kobayashi
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Japan, Tokio
- Handlung
- Alter Mann, Altersheim, Altersschwäche, Bruder, Familie, Großvater, Großvater-Enkeltochter-Beziehung, Hohes Alter, Japaner, Reise, Rentner, Schlaganfall
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig
- Mitmachen
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Kritiken (1) — Film: Harus Reise
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenDie Art und Weise, wie so die Charaktere vertieft werden und gleichzeitig in ihren jeweiligen Dilemmata auch eine Entwicklung durchlaufen, ist sehr gelungen und glaubhaft umgesetzt. Nebenbei gibt der Film über den Einblick in die Familie und den Umgang miteinander auch viel über die japanische Kultur und Mentalität preis. Im Hinblick auf die bekannte Problematik der Überalterung der japanischen Gesellschaft und des Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne kann man die eine oder andere dargestellte Situation durchaus also auch als kräftiger Seitenhieb auf aktuelle gesellschaftliche Problemstellungen sehen. Kurzum: "Harus Reise" schlägt so gelungen so viele Saiten auf unprätentiöse Art und Weise an, daß Freunde von stillen, Beziehungsbasierten Geschichten ein tolles Beziehungs- und Gesellschaftsporträt vorfinden.
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Kommentare (4) — Film: Harus Reise
Kommentar schreibenVisitorQ 2012/05/06 16:27:07
Kommentar löschenKleines, schönes japanisches Drama. Geht vielleicht 15 Minuten zu lang und einige der Szenen wirken ein wenig aufgesetzt doch ansonsten hat mir der Film gut gefallen. Süße Geschichte, ulkige Charaktere und der Soundtrack ist auch sehr schön.
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Kurono 2012/04/13 02:55:29
Kommentar löschenWie wollt ihr gerne euren Lebensabend verbringen? Mit einen guten Buch schön vor den Kamin sitzend, mit dem beruhigenden Wissen das die Enkelkinder nur vorbeikommen wenn man es auch will?
Nun der alte Fischer Tadao hat es nicht so leicht. Er lebt in armen Verhältnissen in einem kleinen Fischerdörfchen auf Hokkaido. Mit den Bescheidenen Verhältnissen hat er sich eigentlich schon arrangiert. Ertragen kann er das aber nur durch seine Enkelin Haru, mit der er zusammen wohnt und die sich um den invaliden Alten kümmert.
Als Haru ihren Job im Örtchen verliert und deshalb in die Stadt ziehen will, entbrennt ein Streit zwischen ihr und den verbitterten Alten. Da er sich strickt weigert in einen Heim zugehen macht er sich unmittelbar auf den Weg zu seinen Geschwister um bei diesen zu wohnen, obwohl sein Verhältnis zu seinen engsten Verwandten angespannt ist. Gut nur dass der sture Bock auf seiner Reise von Haru begleitet wird.
Harus Reise ist ein sehr leiser Film mit wenigen aufregenden Dialogen und auch Kameraeinstellungen. Er konzentriert sich auf den Fischer Tadao und seiner Beziehung zu seinen Geschwistern und Haru. Genauso aber konzentriert sich der Film auf Haru und ihrer Beziehung zu ihrem Großvater. Gerade diese Dualität macht „Harus Reise“ aus. Je länger der Film geht desto deutlicher wird die Abhängigkeit der beiden von einander. Beide suchen ihren Platz im Leben und denken diesen zu haben indem sie für den anderen da sind. Ein gegenseitiger Tausch bei den Haru vielleicht mehr verliert als sie gewinnt.
Ich finde Harus Reise funktioniert auch als Parabel für das heutige Japan. Ein müdes, ja ein altes Japan. Ein Japan was sich zwischen alten traditonen und den heutigen Gegebenheiten erst einmal wieder neu finden muss, um nicht in Laufe der Zeit in Bedeutungslosigkeit zu versinken.
Abschließend kann ich nur sagen, wenn man ruhigen Dramas was abgewinnen kann ist Harus Reise auf jeden Fall einen Blick wert.
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8martin 2012/03/08 12:21:57
Kommentar löschenEin ganz leiser Film mit langen wortlosen Einstellungen, die mit Klavierbegleitung unterlegt sind. Großvater Tadao sucht mit seiner Enkeltochter Haru eine Bleibe. Es wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Jeder seiner Geschwister begründet die Ablehnung mit Tadaos egoistischem Verhalten aus früheren Zeiten. Es wird immer deutlicher, dass dem alten Mann Zeit seines Lebens das Pech an der Backe geklebt hat. Auch bei der Option zwischen eigener Selbstständigkeit und/oder der Liebe zum Großvater entscheidet sich Haru für Letzteres. Sie verknüpft ihre Zukunft unabdingbar mit der ihres Großvaters.
Dennoch gilt als letzter Ausweg, nun noch Harus Vater zu finden. Höhepunkt ist das parallel geschnittene Gespräch zwischen den beiden und das von Tadao mit der neuen Schwiegertochter, Harus mögliche Stiefmutter. Hier gibt es überraschende Wendungen und zwar sowohl von Tadao, dem die neue Frau von Harus Vater ein Angebot macht, dass er eigentlich nicht ablehnen kann, als auch aus dem Leben von Harus Eltern.
Eindrucksvolle, oft fast menschenleere Landschaftsbilder verstärken die Tragik der Geschichte, in der Haru und Tadao in einer sich verändernden Welt umherirren. Wegen der Endlichkeit menschlicher Existenz schrammt sie am hoffnungsfrohen Happy End bewusst vorbei.
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Stefan Ishii 2012/03/08 01:12:30
Kommentar löschen"Harus Reise" ist ein wunderschön ruhiger, aber trotzdem (oder vielleichte gerade aufgrund dessen?) zutiefst berührender und bewegender Film über eine Reise zweier Menschen, die nach etwas suchen, dass sie vielleicht längst gefunden haben. Das Ende hat mich sehr ergriffen.
Wenn man sich auf diesen Film einlassen kann und mit auf die Entdeckungsreise der zwei Hauptfiguren geht, wird man etwas wundervolles erleben. Mir erging es jedenfalls so...
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