Filmtoast - Kommentare

Alle Kommentare von Filmtoast

  • 6

    [...]Welcome to Chippendales mit Kumail Nanjiani in der Hauptrolle ist eine spannende und vor allem interessante True-Crime-Serie, die uns Einblicke in eine Welt gewährt, die uns bisher verborgen blieb. Neben der faszinierend abgedrehten Story bietet die Serie von Robert Siegel einen tollen Cast und einiges an nackter Haut. Doch leider kann Welcome to Chippendales diese Faszination nicht bis zum Ende halten, durch die großen Zeitsprünge verliert die Serie enormes Potential und kann ihre Handlung nicht glaubwürdig zu Ende bringen.

    • 8

      [...]Der Festival-Geheimtipp aus Cannes Return to Seoul ist ein nicht immer greifbares Charakterstück, das in vermeintlich alltäglichen Bildern seine subtilen Botschaften transportiert und mit leisen Tönen die offensichtliche Geschichte erzählt. Eine herausragende Hauptdarstellerin, die Balance aus kraftvollen und zerbrechlichen Dialogen und das Feingefühl des Regisseurs für Kultur und Zeitgeist machen den Film zu einer glasklaren Empfehlung für Zuschauer, die nach dem Schauen auch gern mal noch über einen Film sprechen oder nachdenken wollen. Aus einer fixen Idee wird eine Odyssee der Sinnsuche, die versinnbildlichen soll, dass eine Suche nicht nur erfolgreich ist, wenn man das findet, was man am Anfang erwartet.

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      • 6

        [...}Als Verbeugung vor klassischen Animations-Abenteuer für Erwachsene im Stile eines Ralph Bakshi und der Kunst des Illustrators Frank Frazetta funktioniert The Spine of Night, trotz aller Defizite, einigermaßen gut. Aufgrund der etwas antiquiert wirkenden Rotoskopie-Technik und des brutal-blutigen Settings wird er kaum neue Zuschauergruppen abholen können. Wer sich als Animationsfan alter Schule einen guten Schub Nostalgie abholen will, kann guten Gewissens einen Blick riskieren.

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        • 8

          Das Konzept, das auch eine moderne Hommage an den Serienklassiker Twilight Zone ist, schlägt immer noch ein. Man hat durchaus auch noch Raum für eine regelmäßige Fortführung, vielleicht als kleine Netflix-Halloween-Tradition neben dem inzwischen alljährlichen Flanagan im Oktober. Alle Einzelfolgen haben ihren eigenen Stil und die Handschrift des jeweiligen Machers. Das Gesamtwerk eint die fantastische Ausstattung, die Detailverliebtheit, die engagierten Darsteller. Einen richtigen Durchhänger gibt es unter den acht Folgen nicht, obgleich leichte Schwankungen im Niveau nicht von der Hand zu weisen sind. Nichtsdestotrotz können die Lovecraft’schen Folgen genauso durch ihre schwelende Spannung überzeugen, wie andere wiederum durch die Jump-Scare- und Schock-Momente. Dieses Kuriositätenkabinett hat Zukunft!

          • 8

            [...]Ein exzellenter Auftakt mit toller Musik, einem spannenden World Building und liebenswert morbiden Charakteren. Schon mit der ersten Folge ist man bei Wednesday am Haken. Jenna Ortega fügt ihrer jungen Schauspiel-Vita eine weitere starke Performance hinzu und wird von ihren Mitstreitern, die teils große Namen mitbringen, exzellent unterstützt und in Szene gesetzt. Tim Burton hat hier eine charmante, kurzweilige Detektivgeschichte in einem extravaganten Setting kreiert, das alte Fans abholen und neue Fans in Windeseile gewinnen wird. Ein starkes Stück kurz vor Jahreswechsel beim Streamingriesen.

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            • 4

              [...]Starpower eines Jason Momoa schützt vor Belanglosigkeit nicht. Schlummerland ist weder Fisch noch Fleisch. Als Geschichte einer Trauerbewältigung kratzt man zu sehr an der Oberfläche, als optische Spielerei setzt man keine neuen Akzente. Wenn, dann kann man diesen Film aber doch jungen Zuschauern empfehlen, denn als kindgerecht kann man die Art, wie hier mit sensiblen Themen umgegangen wird schon bezeichnen. Und das jugendliche Publikum wird auch bezüglich der eher mauen Inszenierung der Action nicht ganz so kritisch sein. Ein kleines Abenteuer für die Kleinen.

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              • 4

                [...]Schade! Die richtigen Zutaten waren allesamt gegeben, doch The Menu mag einfach nicht wirklich funktionieren. Während der Abspann läuft, verlässt der Zuschauer amüsiert den Saal, fängt aber bereits auf dem Heimweg an zu hinterfragen, ob das, was er gerade gesehen hat, wirklich zufriedenstellend war. Der Film ist zur gleichen Zeit zu clever und nicht clever genug. Keine der Figuren wurde ausreichend überspitzt, um im Gedächtnis zu bleiben. Schön anzusehen ist das Ganze dennoch und die aus der Präsentation resultierende Erfahrung ist nicht zu verachten. Wer also Fan davon ist, zu essen, was auf dem Tisch kommt, wird angenehme 106 Minuten erleben. Wer allerdings aus dem Kinobesuch wirklich etwas mitnehmen möchte, geht hier vermutlich hungrig zu Bett.

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                • 5

                  [...]Wer sich noch gar nicht mit den Black Mambas, Tierschutz und Südafrika befasst hat, wird hier einige spannende Einblicke bekommen. Der Film bietet einen breiten Überblick über die verschiedenen Grauzonen rund um die Arbeit der Black Mambas und das Leben um den Kruger Nationalpark. So werden viele Themen nur kurz angerissen, insgesamt bleibt der Film aber doch recht oberflächlich. Auch bei spannenden Inhalten geht es selten weiter in die Tiefe. Die Regisseurin zeichnet ein vielschichtiges Bild. Ein bisschen mehr Raum für die drei Hauptprotagonistinnen wäre aber sicherlich interessanter gewesen.

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                  • 8

                    [...]Die Schwimmerinnen von Sally El Hosaini ist ein kraftvoller Film, der mit der Schwere der Thematik „Flucht“ stark umzugehen weiß. Die eingefangenen Bilder sind beeindruckend, ebenso das Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen. Leider verliert sich die Netflix-Produktion oft in ihren Popsongs und dem großen Traum von Olympia, was die aufgeladene Thematik etwas abmildert und so auch an Wucht verliert. Dennoch sollte man den man das Streaming-Drama gesehen haben!

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                    • 8

                      [...]Der Terrifier macht seinem Namen alle Ehren und lehrt seinen Opfern das Fürchten, seinem Publikum hingegen diebisch-diabolischen Spaß am exzessiven Aderlass. Damien Leone führt in Terrifier 2 Arts Treiben nicht nur äußerst konsequent fort, sondern steigert sich in jeder Hinsicht: mehr Abwechslung, mehr Blut, mehr Sympathien für die Helden der Geschichte.

                      Einzig bei der Laufzeit ist er übers Ziel hinaus geschossen. Langeweile ist trotz 138 Minuten nicht zu finden, das Finale wirkt aber doch sehr in die Länge gezogen und gibt sich einer monotonen Tretmühle hin. Wer damit kein Problem hat – ab ins Kino!

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                      • 6

                        [...] Mit Sicherheit ist Emancipation kein schlechter Film. Doch mit genauso großer Sicherheit wäre in dieser Geschichte mit dem passenden Augenmaß ein wahrlich großartiger drin gewesen. Zu lang, zu Smith-zentrisch, zu sehr auf optische und akustische Opulenz getrimmt. Vielleicht bekommt zumindest aber Will Smith für seine aufopferungsvolle Darbietung die ein oder andere Wertschätzung – wenn auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei der kommenden Oscar-Verleihung.

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                        • 6

                          [...]Etwas ärgerlich ist es schon, dass dieser Film so stark auf Kinder abzielt, die ihn dann vielleicht nicht einmal sehen dürfen. Anfang des Jahres durften wir noch Bradley Cooper in Nightmare Alley dabei zuschauen, wie er sich Glasscherben aus den Fingerknöcheln pulte. Von dem Guillermo del Toro, der diese Szene inszenierte, ist hier wenig übrig. Natürlich ist Gewalt nicht gleichzusetzen mit Anspruch. Für einen reifen Film benötigt es keinen Tropfen Blut. Trotzdem vermisst man bei der Düsternis von Pinocchios Welt die letzte Konsequenz. Wer Punkte wie Militärpropaganda und Mussolinis Italien ansprechen will, darf dabei nicht auf halber Strecke anhalten und den zuckersüßen Ausweg wählen.

                          Eventuell ein bisschen unreif, definitiv ziemlich unausgereift, trotzdem charmant – das ist Guillermo del Toros Pinocchio. Für alle Fans bildgewaltiger Geschichten ein absolutes Muss! Wer Musicals gegenüber eher kritisch eingestellt ist oder bei Kinderfilmen kein Auge zudrücken kann, was Inhalt und Umsetzung betrifft, sollte auf Netflix lieber weitersuchen. Ein zukünftiger düsterer Kinderklassiker à la Der Glöckner von Notre Dame oder Nightmare Before Christmas wird der Film wohl nicht werden. Für einen gemütlichen Familienabend, bei dem sich weder Eltern noch Nachwuchs langweilen, gibt es wohl aber zurzeit nichts Geeigneteres.

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                          • 8

                            [...]Schnodderschnauze, reichlich Blut und Fanservice für alle Metal- und Horrorgeeks: Joe Begos surft mit Christmas Bloody Christmas konsequent auf seiner Neo-Grindhouse-Welle fort, die er mit Bliss und VFW entfesselte. Was als Remake zu Silent Night, Deadly Night begann, wandelt sich vom in grelles Neonlicht getauchten Slasher hin zum Hide & Seek-Thriller. Der Plot bietet kaum mehr als die offizielle Inhaltsangabe hergibt. Dafür saugt der Streifen mit seinen alltagstauglich plappernden Figuren und seiner wunderschönen 80s-Stimmung nahtlos ein und entlässt das Publikum nach nicht einmal 90 Minuten zufrieden in die dunkle Nacht.

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                            • 6

                              [...]War die Abstrafung in Venedig nun gerecht oder nicht? Schwer zu sagen, denn die Fassung, die auf Netflix gezeigt wird, ist knapp 20 Minuten kürzer als der Festivalschnitt. Vielleicht hat das Trimmen an den richtigen Stellen geholfen, die zentralen Punkte präsenter und prägnanter zu machen, vielleicht war das europäische Publikum dieses Jahr einfach in Meckerlaune. Vielleicht ist es – man verzeihe mir die Anspielung – etwas dazwischen. Bardo ist keinesfalls perfekt. In seinen schlimmsten Momenten kann er wichtigtuerisch, reizüberflutend, sogar prätentiös sein. Aber ein monumentaleres Werk wird 2022 vermutlich nicht hervorbringen. Durch konstante Handlungsfäden und eine überraschende Menge an Einsätzen von Tscheckows Gewehr kann der Film schlussendlich eine zufriedenstellende Erfahrung bieten, auch wenn man dem Regisseur zwischenzeitlich am liebsten an die Gurgel gehen möchte. Definitiv das Gegenteil von massentauglich, aber ebenso von beliebig – mit Bardo hat Iñárritu ein wunderschönes Durcheinander geschaffen, das zu seinen unausgereiftesten und vielleicht gerade deshalb einprägsamsten Werken gehört.

                              • 8

                                [...]Florestano Vancinis Ausflug in den Italowestern ist ein außerordentlich gelungener Genrebeitrag, der sicher zu den besten Vertretern seiner Art gehört, nach den Meisterwerken von Leone oder Corbucci. Der Film bietet einige tolle Regieeinfälle, die nötige Langsamkeit in den richtigen Momenten, das nötige Tempo in den Actionszenen. Er zeichnet sich durch eine für Gemma-Western eher untypische Härte aus. Hinzu kommt ein wunderbar-typischer Score von Armando Trovaioli, der eigentlich auch in dem Genre nicht gerade zu Hause war. Umso bemerkenswerter, dass seine Musik alles enthält, was man sich von einem Italowestern wünscht: Düstere Trompetenklänge, scharf angeschlagene Gitarrensaiten, dumpfe Trommeln. Das Bonusmaterial des Mediabooks enthält neben einem deutschsprachigen Audiokommentar auch die um 20 Minuten gekürzte Kinoversion und ein 30-minütiges Interview mit Nieves Navarro. Das kommt allerdings etwas zäh daher, da sich die Gute nur mühsam interessante Anekdoten aus der Nase ziehen lässt. Alles in allem aber ein Muss für Genrefans.

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                                • 8

                                  [...]Weißes Rauschen ist ein anderer Baumbach-Film. Aber es ist ein weiterer sehenswerter. Wenngleich der eigensinnige Humor, die überbordende, fast plakative Konsumkritik im Verhältnis zur fast schon unterschwellig Horror-suggerierenden Inszenierung, die sicher nicht zufällig an Jordan Peeles Nope erinnern wird, schon eine gewöhnungsbedürftige Melange ergeben. Adam Driver im „Duell“ mit Don Cheadle ist ebenfalls ein Highlight. Auf die über zweistündige Laufzeit muss man sich einlassen können, aber wer das tut, wird mit Diskussionsstoff und Material zum Sinnieren für mehrere Tage belohnt.

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                                  • 9
                                    über 1883

                                    [...]1883 ist ein ambivalentes Western-Epos im Serienformat, das großen Kinofilmen in nichts nachsteht. Man muss nicht mal die Serie, deren Prequel man hier vorfindet, kennen, um binnen weniger Szenen schon voll gebannt zu sein. Ein Roadtrip der Extraklasse mit einem Cast, der von Sam Elliott angeführt wird, der für diese Rolle geboren wurde. Die zeitlosen Botschaften und gesellschaftskritischen Aspekte sind noch die Kirsche auf der Sahnetorte. Kurzum: ein Serienhighlight und ein starkes Argument für den neuen Streamingdienst.

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                                      [...]Die erste Stunde ist ein Vergnügen, über das Schlussdrittel darf man geteilter Meinung sein. Letztlich ist Barbarian kein weiterer Fingerzeig im elevated-horror-Bereich, sondern mehr ein überdurchschnittlicher aber klassischer Splatter-Streifen. Mit der richtigen Erwartungshaltung hat man einen kurzweiligen Abend mit einem handwerklich gut umgesetzten Horrorfilm. Bill Skarsgård und seine Co-Stars halten das Publikum bei der Stange und die Optik stimmt auch. Schade nur, dass da noch mehr drin gewesen wäre.

                                      • 9

                                        [...]Das Prequel ergänzt das Witcher-Universum beim Streamingdienst mit dem roten „N“ mit ein paar kleinen Abstrichen perfekt. Die Wartezeit bis zum kommenden Sommer, wenn Staffel 3 erscheint, wird damit ein Stück weit erträglicher. Fans bekommen genau das, was sie sich erhofft haben: Es wird wieder reichlich blutig, stellenweise skurril und auch mal lustig – und trotzdem geht die Geschichte dieser Miniserie mitunter sogar mehr ans Herz als die Hauptserie. Da Nicht-Kenner der Videospiele oder der Serie mit Hexer Geralt ohnehin nicht die Zielgruppe sind, kann man eigentlich davon ausgehen, dass all diejenigen, die The Witcher: Blood Origin schauen, eine gute Zeit haben werden. Und für zwischen den Feiertagen haben die kompakten vier Folgen auch genau die richtige Länge.

                                        • [...]Leichtfüßig, rasant und nicht ohne Spannung kommt unverhofft The Recruit bei Netflix noch vor dem Jahreswechsel ums Eck. Mit einem charismatischen Protagonisten und einem halben Dutzend weiterer Sympathieträger legt der Streamingdienst ein starkes Debüt im hart umkämpften Markt der Agentenserien hin. Es ist natürlich kein Kandidat für etwaige Bestenlisten, aber eingedenk dessen, was Netflix schon an deutlich ambitionierteren Projekten an die Wand gefahren hat, ist es erfrischend zu sehen, dass mit leichtem Drehen an Stellschrauben in einem übersättigten Genre doch noch was zu holen ist. Von diesem Agenten-Novizen darf man gern mehr erzählen!

                                          • 7

                                            [...]Zwar geht es in dieser Serien-Produktion nicht ausschließlich um die Glaubensansätze der mormonischen Kirche, sondern natürlich – wie der Name besagt – auch um einen Mord nach wahren Begebenheiten. Allerdings nehmen sie in dem Siebenteiler eine besonders einnehmende Position ein und der Kriminalfall rückt ein Stück in den Hintergrund.

                                            Somit werden besonders Menschen die eine ähnliche Faszination für Religion teilen, wie Hauptdarsteller Andrew Garfield, auf ihre Kosten kommen. Wer nicht so sehr für Spiritualität brennt, aber Bock auf True-Crime hat, sollte vielleicht eher einen Blick auf die kürzlich erschienene Serie Candy werfen.

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                                            • 7

                                              [...]Der zweite Fall von Benoit Blanc ist deutlich anders als der erste. Das ist gut so, wenngleich es nicht jedem schmecken wird. Die Pointen sitzen, die Gags zünden, die Botschaft kommt an. Glass Onion ist einer der unterhaltsamsten Filme des Jahres. Keiner der Stars im Cast ist verschwendet und wer sich auf die Holzhammer-Gesellschaftssatire und die Laufzeit einlassen kann, der hat einen fantastischen Filmabend. Ob die Reihe jedoch ein weiteres Mal einer Neuerfindung standhalten wird, muss sich noch zeigen. Im Endeffekt ist der neue Teil nicht ganz so gut, wie der Überraschungshit Knives Out. Aber allen Unkenrufen zum Trotz, hat auch unter der Netflix-Ägide Rian Johnson mal wieder geschafft, die Balance zwischen Brechen mit der Erwartungshaltung und sich selbst treu zu bleiben, zu wahren.

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                                              • 7
                                                über Treason

                                                [...]Klassisch, konventionell – aber definitiv nicht unspannend! Treason ist eine kompakte, bewusst kleingehaltene Spionagegeschichte, die wahrscheinlich auf wenig Aufmerksamkeit stoßen wird. Doch wer die Miniserie bei Netflix startet, der wird mit drei Stunden Spannung belohnt. Über die Geschichte wird man im Nachhinein nicht weiter sinnieren und auch die ein oder andere Logiklücke rüttelt am Gesamteindruck. Wer jedoch dem Agenten-Genre generell zugeneigt ist, der kann getrost einen Blick wagen. Die Mankos halten sich im überschaubaren Rahmen, sodass gute, kurzweilige Unterhaltung garantiert ist.

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                                                • 7

                                                  [...]Nicolas Gessners Mörder hinter der Tür ist ein spannendes Psychoduell zwischen zwei Topschauspielern der 60er und 70er Jahre. Doch während Anthony Perkins seinem Rollenschema treu bleiben kann, muss Charles Bronson gegen sein Image anspielen – was nicht immer perfekt funktioniert. Dennoch bietet der Film exzellentes Schauspielerkino. Statische Kameraführung und das kammerspielartige Setting erinnern zwar stark an ein Theaterstück, dem steht indes die gelungene Montage gegenüber, die ein mehrmaliges Anschauen lohnenswert macht. Das Mediabook enthält neben einem englischsprachigen Audiokommentar des Regisseurs eine kurze, siebenminütige Einführung des französischen Filmhistorikers Jean-Baptiste Thoret. Doch vor allem der ungewöhnlich ausführliche Text von Stefan Jung im Booklet liefert eine Menge Informationen insbesondere aus psychoanalytischer und filmtheoretischer Perspektive. Mehr dazu auch in unserem Unboxing-Video auf unserem Youtube-Channel.

                                                  • 8

                                                    [...]Totenfrau ist eine sehenswerte Rachegeschichte. Eine herausragende Hauptfigur, das ein oder andere kreative Stilmittel und Erzähl-Gimmick, sowie das perfekt ausgespielte Alpen-Setting sorgen dafür, dass dieser Thriller über die sechs Folgen hinweg extrem gut unterhält. Lediglich wer mit der österreichischen Art und dem morbiden Anstrich ein Problem hat, wird hiermit wohl nichts anzufangen wissen.

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