Catch-22 - Der böse Trick

Catch-22 (1970), US
Laufzeit 122 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 22.01.1971

6.3 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
198 Bewertungen
9 Kommentare
Catch-22 - Der böse Trick - Bild 26934
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von Mike Nichols, mit Alan Arkin und Martin Balsam

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges haben die Amerikaner ihre Bomber auf Sizilien – in sicherer Entfernung von den Kampfhandlungen – stationiert. Von hier aus starten täglich Flugzeuge zu Bombenangriffen in Norditalien. Captain Yossarian hat genug von den – seiner Ansicht nach – sinnlosen Angriffen, die zum Teil auch auf kleine Dörfer gehen. Bei diesen Angriffen zeiht er es vor, seine Bomben ins Meer statt ins Zielgebiet zu werfen. Doch irgendwann hat er endgültig die Nase voll und will sich von Doc Daneeka dienstuntauglich schreiben lassen. Das Dumme ist nur, dazu müsste er verrückt sein, und wer sich weigert gefährliche Angriffe durch gegnerisches Sperrfeuer zu fliegen, kann nach Vorschrift “Catch-22” nicht verrückt sein!


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Catch-22 - Der böse Trick

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guggenheim

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Komödie? Wohl kaum. Eher ein bös zynischer, metaphernreicher und symbolkräftiger grotesker Antikriegsfilm, der sich in seiner Erzählstruktur mit keinem anderen Film vergleichen lässt, phasenweise kaum ein Entlanghangeln an einem roten Faden erlaubt und doch eine bitter-schwere Faszination ausübt. Überraschend hart, unheimlich kritisch und einfach anders.

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alanger

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auch das buch von joseph heller das als vorlage diente ist sehr zu empfehlen.


St_Jimmy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Catch 22 ist eine Film über den Wahnsinn des Krieges,
ohne dabei jemals ein Schlachtfeld oder einen Großen Kampf zu Zeigen.
Der Film hebt sich größtenteils auch sonst von den konventionellen Methoden anderer Anti-Kriegsfilme ab, mit denen versucht wird,
auf ernste und mahnende weise, dem Zuschauer zu vermitteln, das Krieg die Hölle auf Erden ist.
In Catch 22 wird der Krieg an sich und ganz besonders auch der Millitärapparat, der Lächerlichkeit preisgegeben.
Da werden bruchlandende Bomber gar nicht mehr wahrgenommen und völlig ignoriert, ein unerfahrener Captain, der eigentlich nur für die Wäsche zuständig ist, in den Rang eines Majors (und somit zum neuen Geschwaderkommandeur) erhoben, nur weil sein Name Major ist (also Major Major), ein Offizier erscheint völlig nackt zu einer Ordenverleihung, und ein Profitgeiler Versorgungsoffizier, verhökert das halbe Equipment des Bomberstützpunktes (inklusive Fallschirme!), nur um an die unmöglichsten Dinge zu kommen um die dann widerum "gewinnbringend" weiterzuverkaufen.

"Wenn ich nicht vollkommen falsch liege Captain, haben sie keine Uniform an."

Gegen Ende des Films kiptt die Grundstimmung ein wenig und man erlebt auch ein paar Momente, bei denen einem das Lachen auf halbem Weg im Hals stecken bleibt.
Die Darsteller glänzen in ihren Rollen und bringen die Macken, die ihre Charaktere im laufe des Krieges bekommen haben (oder vielleicht schon immer hatten?) überzeugend rüber.
Besonders Alan Arkin, als vor Todesangst halb wahnsinnig gewordener Bombenschütze, und Anthony Perkins, als leicht überforderter und deplaziert wirkender Feldkaplan, leisten in ihren Rollen hervoragende arbeit.
Das Glanzstück des Films sind die herrlisch schrägen Dialoge und die dazugehörigen Situationen, die einen so manches mal, auf eine sehr amüsante Art, zum grübeln bringen.

"Man kann ihn nicht sprechen, wenn er da ist... wenn er in seinem Büro ist, ich habs versucht und nicht nur einmal." - "Wann ist er denn zu sprechen, nie?" - "Doch doch, ja natürlich kann man ihn sprechen, wenn er nicht da ist.
Das heist, er ist schon zu sprechen, aber nur in seinem Büro und nur wenn er nicht da ist. Äh sonst aber, wenn er da ist, dann ist er nicht äh... da... zu sprechen, außer wenn er nicht da ist."

Mike Nichols Kriegssatire Catch 22 ist ein sehr empfehlenswerter Film, über den man herzlich lachen aber auch noch lange nachdenken kann.

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Blonder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Total abgedrehte Satire, bei der einem das Lachen manchmal im Hals stecken bleibt. Die Handlung über einen Bomberstützpunkt während des 2. Weltkrieges in Italien, zeigt stellenweise auf lustige Art und Weise die Ängste und Sehnsüchte der Soldaten auf.

Im Laufe des Films bekommt man auf groteske Art das Grauen des Krieges vermittelt. Gleichzeitig wirft er auch Fragen auf wie z.B.: ist es wirklich glorreich fürs Vaterland zu fallen?
Interessant ist auch zu sehen dass sich die Soldaten an irgendwas klammern oder sich Macken zugelegt haben um ihre ständige Angst vorm Tod zu überspielen.
Am Schluß fragt man sich was für einen Sinn der Krieg oder der Heldentod haben kann? Nämlich keinen, die einzigen Verlierer sind die Menschen selber......

Der Film wartet mit einem großen Stargebot auf und jeder von ihnen spielt seine Rolle grandios. Ungewöhnlich für einen Antikriegsfilm finde ich auch, dass er ohne zerfetzte Leichen oder abgetrennte Körberteile auskommt. Und denoch voll und ganz überzeugt. Besonders zeichnet sich das Werk durch seinen schwarzen Humor und durch die Menschlichkeit seiner Figuren aus. Das einzige negative finde ich, ist dass etwas Tempo fehlt.

Im Grunde genommen ist es ein Film, den eigentlich jeder mal gesehen haben sollte. Man sollte mehr solche Filme drehen und die Kriege, auf der Erde werden vielleicht weniger. Ganz kurz gesagt er ist ein Meisterwerk von eporaler Größe.

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JimiHendrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die beste Anti-Kriegsfilmsatire, die ich bis jetzt gesehen habe.

Viel besser, als Kubricks "Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben."

Dieses Epos zeigt in fabelhaften Szenen, wie absurt der Krieg eigentlich ist. Und das man vollkommen verrückt sein muss, wenn man seinem Vaterland glorreich dienen will.
Durch viel feinsinnigen Humor und teilweise presslufthammerartig wirkende Bilder, wird man hier in den ganz normalen Wahnsinn eines amerikanischen Flugzeugstützpunkt in Italien mitgenommen. Wo es dem ignoranten General vollkommen egal zu sein scheint, wie viele seiner Flotte lebendig, von völlig sinnlosen Einsätzen, zurück kommen.

Der Humor und die Filmschnitte sind teisweise so abnormal gehalten, das man echt mitgerissen wird, von dem Schicksal der Flieger.

Im ersten Teil des Films, bekommt man hohes satirisches können präsentiert, in der zweiten Filmhälfte wird es zunehmend ernster und wandelt sich zum reinen Antikriegsfilm, mit hohem Überzeugungspotential.

Auch das Aufgebot und die Qualität der Schauspieler war hervorragend. Man sah nur super Kamaragesichter, die es perfekt verstanden, diese in Szene zu setzen. Allen voran Alan Arkin, der als einziger noch bei Verstand zu sein schien, weil er sich versuchte gegen jeden weiteren Einsatz in der Luft zu weigern. Vofür er bei von allen Anderen für verrückt erklärt und als Vaterlandsschande dargestellt wurde.

Hab lange nicht mehr so gelacht und gleichzeitig Fassungslosigkeit verspürt.

"Keine Sorge. Dir passiert genauso viel oder wenig wie uns allen."

"Damit wäre jede Klarheit beseitigt."

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dbeutner

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Bewertung9.0Herausragend

Antikriegs-Groteske / -Satire. Durch die Vielschichtigkeit ihrer Zutaten (Komödie, Tragödie, Satire, Groteske), ein grandioses Schauspieler-Ensemble und das sich im Hintergrund entwicklende sehr tiefsinnige Anliegen des Films eine wahre Perle!

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alter.native

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Bewertung9.0Herausragend

Durchgeknallter Film, der dramartugisch etwas in zwei Teile zerfällt, trotz seiner Zeitschachtelungen. Im ersten Teil doch ziemlich klamaukig, irrwitzig, ab der Hälfte dann ernster. Das ist sicher so beabsichtigt, um die Notwendigkeit des Verrücktseins, in diesem Krieg mitzuspielen deutlich zu machen. Eine erlesene Schauspielergarde und geniale Bilder, die sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließen, machén diese Antikriegskomödie zum Sehvergnügen!

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alanger

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Bewertung7.5Sehenswert

"roadmovie"?????? also ne straße kommt drin vor. das reicht schon?

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ElGuapo

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich kann mich an Details kaum noch erinnern. Aber ich weiß noch, dass der Film ziemlich deftig war und mir sehr gut gefallen hat.

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dAShEIKO

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Bewertung6.0Ganz gut

Abgefahrener Roadmovie

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