Das Bildnis des Dorian Gray
Dorian Gray (2009), GB Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 15.04.2010
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von Oliver Parker, mit Ben Barnes und Colin Firth
Der ebenso gut aussehende wie unerfahrene Dorian Gray kommt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in London an. Dort steht er dem Maler Basil Hallward Modell, der Dorians beeindruckende Schönheit und Jugendlichkeit in einem Portrait dauerhaft festhalten will. Unter den Fittichen des charismatischen Lord Henry Wotton findet Dorian schnell Gefallen an den hedonistischen Freuden der gehobenen Großstadt-Gesellschaft und lernt, dass sein Aussehen ihm alle Türen öffnet. So wundert es nicht, dass, kaum ist das Bild enthüllt, Dorian ein gedankenloses Versprechen äußert: Seine Seele würde er dafür geben, dass nicht er, sondern das Gemälde altert! Dorians Wunsch wird Wirklichkeit: Während er sich ohne jegliche äußerer Konsequenzen hemmungslosem Vergnügen und verbotenen Begierden hingibt, wird sein gemaltes Abbild mit jeder begangenen Sünde hässlicher und grauenerregender. Um sein dunkles Geheimnis zu bewahren, geht Dorian bis zum Äußersten. Jahre später quälen ihn die Geister der Vergangenheit mehr denn je. Als er sich in die junge Emily verliebt, schöpft er wieder Hoffnung auf Erlösung …
Handlung
Im Atelier des angesagten Malers Basil Hallward macht der junge Dorian Gray die Bekanntschaft von Henry Wotton. Wotton ist Gallerist und fasziniert von dem Portrait, das Basil gerade von Dorian malt. Aber auch der junge Mann selbst lässt ihn nicht mehr los. Er nimmt ihn unter seine Fittiche und führt ihn in die Höhere Klasse von London ein. Dorian nutzt seine neuen Möglichkeiten im Übermaß aus, hat zahlreiche Affären und vergisst dabei dann auch seine Liebe zur Schauspielerin Sybil Vane. Eitel hängt er an seinem Aussehen und vergleicht es immer wieder mit seinem Portrait, das mittlerweile in seinem Haus hängt. Doch sein ausschweifendes Leben scheint keine Spuren bei ihm zu hinterlassen. Dafür bemerkt Dorian eines Tages seltsame Veränderungen an seinem Äusseren.
Cast & Crew
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Oliver Parker
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Ben Barnes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dorian Gray
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Colin Firth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lord Henry Wotton
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Rachel Hurd-Wood
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sybil Vane
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Fiona Shaw
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Rebecca Hall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Emily Wotton
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Ben Chaplin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Basil Hallward
Regie
Schauspieler
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Emilia Fox
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lady Victoria Wotton
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Caroline Goodall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lady Radly
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Maryam d'Abo
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Jo Woodcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Celia Radley
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Johnny Harris
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) James Vane
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Michael Culkin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lord Radley
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Douglas Henshall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alan Campbell
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Pip Torrens
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Max Irons
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David Sterne
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Theatre Manager
-
Toby Finlay
- Genre
- Historienfilm, Drama
- Zeit
- 1920er Jahre, Fin de siècle
- Ort
- England, London
- Handlung
- Adoleszenz, Alkohol, Alterung, Aufgelöste Verlobung, Dachkammer, Degradierung, Erwachsenwerden, Ewige Jugend, Freundschaft, Geiz, Gemälde, Gentleman, Gestank, Gin, Hohes Alter, Jugend, Jugendlicher, Junger Mann verführt ältere Frau, Künstler, Laster, Maden, Mord, Nachtleben, Narzissmus, Orgie, Reise, Schönheit, Verlieben, Wollust
- Stimmung
- Geistreich, Sexy, Verstörend
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Drehbuch
Filmdetails Das Bildnis des Dorian Gray
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Kritiken (13) — Film: Das Bildnis des Dorian Gray
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschenDie Neuverfilmung von "Das Bildnis des Dorian Gray" ist trotz des Settings Ende des 19. Jahrhunderts ziemlich modern. Die Ästhetik der Bilder ist zeitgemäß, scheint sich nicht nur aufgrund der düsteren Bilder an "Twilight" und ähnlichen Filmen zu orientieren. Regisseur Parker setzt zudem weniger auf Wildes Kritik an dem Verfall der gesellschaftlichen Moral, sondern mehr auf Gruseleffekte und das Zeigen körperlicher Begierde. Dies lässt den Film oberflächlich wirken; er weist wenig Spannung auf und wird somit langatmig. So ansprechend auch die Bilder sind – die inhaltliche Umsetzung erfordert sehr viel Geduld, die insgesamt nicht belohnt wird, da vom Film leider nicht viel hängen bleibt.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenWas man Parker insgesamt vorwerfen muss, ist, dass sein Film selbst ein bisschen glatt ist und die Gefahren und die Brisanz des Stoffes unter braver, ja naiver Oberfläche verbirgt. Aber das Kunst gerade gefährlich ist, wo sie eben nicht die Wirklichkeit zeigt, ist ja die Pointe von Wildes Roman, dem der Film somit - unfreiwillig? - am Ende doch wieder gleicht.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas Horrorgenre ist eigentlich kaum noch ernst zu nehmen - und hat sich seit "Scream" & Co. zunehmend auf das Teenie-Publikum verlagert. Dem wird auch hier Rechnung getragen. Das eigentliche Drama ist ja ein anderes: Erst reißt sich die Gesellschaft um den Jüngling. Lange berauscht sie sich auch daran, dass er sich besser hält als sie. Je länger dieser Zustand anhält, je größer das Missverhältnis wird, desto mehr aber schwelt Neid und schließlich auch offene Ablehnung. Das Pubertätsdrama, von den Älteren nicht verstanden zu werden, wächst sich hier ins Metaphorische aus. Dorian Gray degeneriert zum Teenie-Posterboy.
Und es ist kein Zufall, das ihn Ben Barnes spielt: Der hat in den "Chroniken von Narnia" bereits einen Traumprinzen (Kaspian) gegeben und darf das hier wiederholen. Es geht Barnes indes ein wenig wie seiner Rollenfigur. Auch er muss auf dem Speicher ein Gemälde haben, das an seiner Statt schauspielert. Als Dorian bleibt er jedenfalls bloße Oberfläche und weiß die zunehmende Zerrissenheit und Abgründigkeit seines Charakters in keiner Weise darzustellen.
Schade eigentlich. So bleibt Dorian Gray nur ein Teenie-Horror-Film. Dabei leben wir längst in einem Zeitalter, in dem nicht wenige 20 Jahre jünger aussehen, als sie tatsächlich sind. Und doch, das hat sich nicht einmal ein Oscar Wilde ausmalen können, wirken viele Botox-Gesichter selbst nur noch wie Fratzen, in denen sich nichts Menschliches mehr regt. Von derartigen Anspielungen ist Oliver Parkers Dorian weit entfernt. Aber auch als Vampirfilm fehlt ihm einfach der Biss.
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Martin Wolkner: Schnitt Martin Wolkner: Schnitt
Kommentar löschenAtmosphärisch erinnert Dorian Gray an die Twilight-Reihe, weil Parker, der als Horrorfilmer mit Clive Barker (Hellraiser) begann, die Gothic-Horror-Elemente betont. Das Bildnis erhält subjektive Point of view-Einstellungen und erwacht dank der modernen Digitaltechnik zum ersten Mal richtig zum Leben. Schon bald winden sich Maden aus dem sich verändernden Gemälde, die Fratze bewegt sich und scheint Dorian zum Finale verschlingen zu wollen. Die explizite und überdeutliche Darstellung des Grauens wirkt jedoch unnötig reißerisch, als bedürfe die moralische Kritik einer solch plakativen Vermittlung. Aber irgendeinen bleibenden Eindruck – und sei es nur das fürchterlich entstellte Gesicht – muß der Film ja hinterlassen. Trotz einwandfreier Umsetzung, die der Vorlage (abgesehen vom effektüberladenen Ende) gerecht wird, ist der Film glatt wie Dorians makelloses Gesicht: hübsch anzusehen, aber ohne Charakter oder Seele.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDas Drehbuch von Toby Finlay betont die Parallelen zu Goethes „Faust“, nicht allein weil sich Lord Wotton eindeutig als regelrechter Mephisto ausnimmt. Darüber hinaus führt das Drehbuch eine Figur ein, die im Oscar Wildes Roman gar nicht vorkommt: Lord Wottons Tochter Emily verkörpert Dorians Gretchen. Oliver Parkers Verfilmung hinterlässt jedoch einen merkwürdig faden Eindruck. Hinter der prachtvollen Ausstattung, die bereits dem künstlerisch gehaltenen Vorspann anzumerken ist und in den herrschaftlichen viktorianischen Kulissen ihre Fortsetzung findet, spürt der Zuschauer kaum Leben, geschweige denn Leidenschaft. Denn Regisseur Oliver Parker setzt meistenteils auf Elemente des Horrorfilmes. Gehören knarzende Holzdielen, knarrende Türen und bedrohliche Schatten noch zu den subtil verwendeten Effekten, so werden etwa die aus dem Bildnis kriechenden Maden, die bluttriefenden Messer oder die nervenzerreißende Musik plakativ in Szene gesetzt. Die Bestandteile des Gruselfilms verleihen dem Film jedoch keinen Rhythmus. Dazu trägt auch bei, dass Ben Barnes’ Darstellung von Colin Firth und Ben Chaplin völlig verdängt wird. Dem Hauptdarsteller gelingt es ohnehin nicht, die Veränderungen, die zunehmende innere Leere bis zum Lebensverdruss eines Dorian Grays glaubwürdig zu verkörpern.
Mit seiner Verfilmung von Oscar Wildes Romans schafft zwar Oliver Parker eine schöne Fassade, die aber inhaltsleer bleibt. Parkers „Das Bildnis des Dorian Gray“ mag zwar die Romanvorlage schön bebildern. Einen künstlerischen Mehrwert fügt er ihr jedoch nicht hinzu
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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenDie Brisanz des Stoffes sucht die Inszenierung denn auch nicht in den Gender-Subtexten der Wilde-Vorlage, sondern im Anblick nackter Frauenkörper. Das mag vielleicht in traditionell eher prüderen Ländern für ein Raunen sorgen, macht den Film aber nicht bemerkenswerter. So bleibt schlussendlich nur noch die „Special Effects“-Abteilung, die das teuflische Gemälde des Dorian Gray zeitgemäß zum Knurren bringt. Für diesen „Gag“ also eine neuerliche Verfilmung? Das ist dann schon fast wieder dekadent!
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„Das Bildnis des Dorian Gray“ leidet ebenso unter einem schwachen Hauptdarsteller. Wieder einmal überspielt Colin Firth („A single man“) seine Kollegen. Die spitze Sätze Wildes kommen von seinem Lord Wotton in der schärfsten Form: „Wer glücklich ist, ist nicht gut. Wer gut ist, ist selten glücklich.“ Dabei war es immerhin Oliver Parker, der Regie führte. Was besser klingt, als es ist: Von „Othello“ (1995) bis zu „Die Girls von St. Trinian“ (2007) spezialisierte sich Parker auf Literaturverfilmungen. Dabei war bereits zweimal Oscar Wilde das Opfer: Die Bühnenstücke „Ernst sein ist alles“ (2002) und „Ein perfekter Ehemann“ (1999) können im Theater bissiger sein als in solch ambitionierten Literaturverfilmungen.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWenn man Ben Barnes, der hier in der Rolle des Titelhelden zu sehen ist, etwas genauer beobachtet, wird man schnell einen anderen Schauspieler vor Augen haben, den Barnes hier – egal ob absichtlich oder nicht – imitiert: Johnny Depp. Der hätte den arrogant-dämonisch auftretenden Dorian Gray wahrscheinlich ähnlich exaltiert und leicht over the top gespielt. Dass Johnny Depp nicht in dieser Rolle zu sehen ist, ist nicht weiter schlimm, es sagt aber etwas über diesen Film aus: Denn letztlich handelt sich hier um ein klassisches B-Movie, in dem ohne große Stars eine altbekannte Geschichte noch einmal neu verfilmt wird.
Diese handelt von Dorian Gray, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus der Provinz nach London kommt. Dort wird das unbedarfte Landei vom großspurigen auftretenden Lord Wotton (Colin Firth) unter seine Fittiche genommen und in das gesellschaftliche Leben der Großstadt eingeführt. Schnell gewöhnt sich Gray an den ausschweifenden Lebensstils seines Mentors…
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenDass Parker und sein Drehbuchautor einige Änderungen und Straffungen vorgenommen haben ist unvermeidlich. Doch letztlich ist ihre Version des „Bildnis des Dorian Gray“ wenig mehr als eine oberflächliche Gruselgeschichte, angereichert mit einigen Horrorelementen, die für sich genommen akzeptable Unterhaltung ist, dem Geist der Vorlage aber kaum gerecht wird.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenMit Oscar Wilde hat diese oberflächliche Adaption herzlich wenig zu tun. Es ist der missglückte Versuch, den Roman mit Stilmitteln des Fanatsy und Science Fiction zu erzählen. Zu sehen gibt es viel Blut und ausschweifige Sexszenen. Pure Langeweile.
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R. Zimmermann: critic.de
Kommentar löschenOliver Parkers Dorian Gray ist vor allem eines: ein missratener Gruselfilm – die Genrebezeichnung Horror wäre schlicht unpassend. Dabei ist es nicht etwa das Fehlen einer geschlossenen Ästhetik oder gar eine ungelenke Spielführung. Parkers Film scheitert daran, dass er sich in keiner messbaren Deutung versucht, dem vielschichtigen Stoff keine Lesart abgewinnen kann. So beschränkt sich Dorian Gray auf eine recht oberflächliche Repetition des Vorlagenstoffes auf der Leinwand, der zudem von Drehbuchautor Toby Finlay noch banalisiert wird
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Edward Douglas: ComingSoon.net
Kommentar löschenRegisseur Oliver Parker hat ein beeindruckendes Charakterportrait geschaffen, welches interssante Themen untersucht, wie den Preis, den man für schlechte Taten zu zahlen hat; und welches Aspekte der Original-Geschichte erweitert, wie beispielsweise die Beziehung zwischen dem Maler und seinem Sujet. Es ist bei weitem kein perfekter Film, aber es ist eine gute Arbeit über Wilde's Geschichte, die sich mehr auf die Interaktion zwischen den Charakteren konzentriert, ale es eine Hollywood-Version des Films getan hätte.
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Peter Bradshaw: Guardian
Kommentar löschenDer Film hat den Stil eines Schockers aus alten Zeiten; Wilde's Romanze wird zwar karikiert, aber das alles wird mit Esprit serviert. Toby Finlays Drehbuch hat einige clevere neue Wendungen in die Geschichte gebracht, und die Leistung von Colin Firth als der verlebte Ästhet Lord Henry Wooton ist großartig.
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Kommentare (54) — Film: Das Bildnis des Dorian Gray
Kommentar schreibenhorro 2012/01/18 21:14:59
Kommentar löschenAuch wieder einer dieser Filme, den ich mir nie anschauen wollte und der dann doch irgendwie im Player gelandet ist. Eigentlich sollte man ja auf sein Bauchgefühl hören und vor allem die, hier recht zahlreichen, Warnungen anderer Filmfreunde beachten. All diese Umstände haben aber auch den Vorteil, dass sich meine Erwartungshaltung bei dieser Geschichte gegen null bewegt hat und somit dieser Film irgendwie nur gewinnen konnte. Langer Rede kurzer Sinn, so schlecht hat der mir schlussendlich nicht gefallen. Die mysteriöse, fantastische Geschichte von Oscar Wilde, die naturgemäss viele Ansätze der Philosophie enthalten müsste, wird recht ansprechend umgesetzt und einiges der Moral kommt gut rüber. Seine Seele dem Teufel zu verkaufen, im Tausch für Unvergänglichkeit bis zur unmenschlichen übersteigerten Eitelkeit und Grausamkeit. Die Rollen sind ausgezeichnet besetzt, insbesondere Colin Firth füllt sein Pensum wunderbar aus. Das Schwierige bei dieser Verfilmung ist sicher den Spagat zwischen Wilde's literarischem Gehalt und einem modernen ansprechenden Film zu schaffen. Oliver Parker ist dies wie den meisten seiner über zehn Vorgänger kaum gelungen. Zu stark kommt das ganze als Hochglanz-Mystery-Drama, wie sie heute eher die jüngeren Generationen in die Kinos lockt daher. Bei dieser Einseitigkeit müsste dann aber mehr Unterhaltung drin liegen, leider ist der Film dafür dann wieder oft zu langatmig. Wie der Roman über Dorian Gray hinterlässt auch dieser Film einen speziellen etwas mulmigen Eindruck, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen.
30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Mimuschka 2012/01/18 21:22:14
Antwort löschendie verfilmung von 1945 soll ja hingegen herausragend sein. steht schon länger auf meiner liste, komme aber nie dazu. schon gesehen?
horro 2012/01/18 21:29:01
Antwort löschenLeider nein, hab mal einen Stummfilm von 1916 und die Version aus Deutschland mit Helmut Berger von 1970 gesehen ... naja
patcharisma 2012/01/18 21:29:11
Antwort löschenMir hats gefallen... ;-(
horro 2012/01/18 22:40:15
Antwort löschenDieser hier Pat?
patcharisma 2012/01/18 22:45:53
Antwort löschenJa....
BlueSquirrel 2012/01/19 01:06:20
Antwort löschenGrüzeli!! (Sry, horro:)
Oskar Gleit 2012/01/19 05:07:50
Antwort löschenDer tiefere Sinn zählt, sonst nix. Traurig, aber wahr
filmschauer 2012/01/19 18:55:08
Antwort löschen@horro: Die Einleitung passt eigentlich auch zu meiner "Ich bin Nummer Vier"-Sichtung... ;)
Alle 10 Antworten zeigen
horro 2012/01/19 21:29:11
Antwort löschenwieso ... kommt doch einem Western nahe ;D
filmschauer 2012/01/19 22:37:03
Antwort löschenWas du mit Western so assoziierst, verwundert immer wieder aufs Neue. ;)
Georg Z. 2012/01/15 20:08:57
Kommentar löschenGrenzdebiler Drecksfilm, der alles, was Wildes Roman so außergewöhnlich macht, entweder ignoriert (vielleicht einfach, weil man nicht im Stande gewesen wäre, es gelungen umzusetzen) oder aber von vorne bis hinten vergewaltigt. Der Grusel wird erstickt und durch Röchel-Gothic-Horror der Güteklasse bemüht bis lächerlich ersetzt, die Sex-Szenen sind banal in ihrer Intention und unwürdig in ihrer technischen Umsetzung und Ben Barnes - ja, der soll gefälligst in Narnia bleiben. Als Beilage werden dann elektronische Klänge vor dem Hintergrund des viktorianischen Zeitalters serviert - dümmer geht's nimmer.
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guggenheim 2011/12/15 10:31:18
Kommentar löschenSchade, das war zu wenig. Ich habe, offenbar im Gegensatz zu einem Großteil der mp-User, Oscar Wildes Vorlage nicht gelesen, aber das ist auch gar nicht notwendig um zu erkennen, dass dieser Film ihr sicherlich nicht gerecht wird. Parkers Verfilmung ist dünn, schleppend vorgetragen und nur leidlich atmosphärisch. Würde nicht eine Schauspielgröße wie Colin Firth mitwirken, könnte man beinahe von einem B-Film ausgehen.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
patcharisma 2011/12/15 22:22:32
Antwort löschenNein! ;-(
guggenheim 2011/12/15 22:56:08
Antwort löschenDu hast nun mal eher ein Faible für solch eine Art Film :)
Lotte1112 2011/12/04 18:33:03
Kommentar löschenDer Film überzeugt nicht mal annähernd. Die Schockeffekt sowie Animationen sind billig gemacht, weder Figuren noch Handlung weisen Tiefgang in irgendeiner Form auf und Oscar Wildes Kritik an Narzissmus, Dekadenz und den sozialen Strukturen der Zeit kommt, wenn überhaupt, nur subtil durch.
Die gesamte Handlung erweckt den Eindruck als wäre Oscar Wildes Roman von den beteiligten bestenfalls überflogen worden. Die STruktur der Originalvorlage wurde grundlegend verändert, Schlüsselszenen des Romans entweder nicht herausgearbeitet oder gänzlich gestrichen. Von den vielen starken Zitaten, die die Originalvorlage bietet, habe ich gerade mal eines direkt im Film wiederfinden können.
Gefühle wurden insbesondere vom Hauptdarsteller kaum ansprechend wiedergegeben. Im Buch ist die Enthüllung des Gemäldes ein emotionaler Ausbruch bei Gray, zunächst Faszination, Freude über den ANblick und dann Wut, weil er sich in seinem Stolz beleidigt fühlt.
Henry Wotton verführt zu offensichtlich, Basils Gutmütigkeit und die Bedeutung seiner Freundschaft zu Gray wird unter den Teppich gekehrt.
AUch Grays Beziehung zu Sybil Vane wird zu oberflächlich behandelt. Er löst nicht die Verlobung, weil er im Bordell war, sondern weil sie nicht mehr so gut schauspielert, er will zu ihr zurückkehren, bevor er von ihrem Selbstmord erfährt. Sie war seine erste und einzige wahre Liebe.
Für mich war der Film insgesamt eine Enttäuschung. Wenig nennenswerte Handlung, kein Tiefgang, dafür viele unnötige Effekte.
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Tschoeni 2011/11/19 11:17:42
Kommentar löschenSo gut das Buch, so schlecht der Film. Schon die Besetzung der Figur des Dorian Gray mit Ben Barnes geht gewaltig schief. Er fremdelt mit der Rolle, er spielt Schauspieler und eine eigentlich erforderliche Auseinandersetzung mit der Figur findet in meinen Augen zu keinem Zeitpunkt statt.
Daneben geht einem die "spannungvermittelnde" Musik ebenso gewaltig auf die Nerven, wie die lustigen Blubbergeräusche des Bildes, die manch Halloween-Scherzartikel besser hinbekommt. Wenn man dann noch teilweise unterirdischen Alterungseffekte der Schauspieler und die völlig unnötigen Rückblenden hinzunimmt, dann bleiben gerade einmal 2 Punkte, von denen ich 1 1/2 Punkte Colin Firth spendieren möchte.
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Janus Winter 2011/08/16 20:25:46
Kommentar löschenEin Film der Kategorie "Großartiger Trailer, nichts dahinter". Naja, nichts ist vielleicht übertrieben, aber DORIAN GRAY ist eine Enttäuschung. Ein Film, bei dem es vornehmlich um Sex und Dekadenz geht, muss beim Bunnyfaktor eigentlich alles geben. Tut er aber nicht. Und auch sonst bleibt er mit braven Abstand hinter der Vorlage von Oscar Wilde zurück, ist einfach nicht bissig genug.
Bunnyfaktor: 6,875
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et7 2011/07/09 12:59:40
Kommentar löschenDiese Verfilmung von Osar Wildes Meisterwerk "The Picture of Dorian Gray" ist in etwa so, als ob man die Bibel verfilmte und dabei Moses ein rappender Pinguin, Jesus ein kleinlauter Bleistift und Gott ein funky DJ wäre. Eine wenig gelungene Adaption eines Meilensteines der englischen Literatur.
Kennt man das Buch nicht, dann werden einem an dem Film genau die Teilen gefallen, die unverändert blieben. Collin Firth macht seine Sache als zynischer verdorbener Adliger zwar gut, aber sein Name allein ist eben kein Garant für einen guten Film.
Nur geeignet für Leute die das Buch nicht gelesen haben.
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chop_suey 2011/12/06 01:07:14
Antwort löschenIm Großen und Ganzen stimme ich dir zu;)
die zwei Punkte gelten allein Collin Firth
et7 2011/12/06 19:10:00
Antwort löschen... auf jeden 8)
busbeck 2011/06/24 22:06:55
Kommentar löschenDer Film gehört zwar gewiss nicht zu meinen Lieblingsfilmen, war stimmig und hat Spaß gemacht. Natürlich weicht er ab von der literarischen Vorlage, aber ich meine, Wilde hätte seine Freude an dem Streifen gehabt.
Kritik: Es gibt ein paar leichte Schockeffekte im Zusammenhang mit dem Bild, die für mich nicht ganz stimmig waren. Die gruselige Stimmung aufm Speicher jedoch hat nach all dem vielen Weibchen-Männchen-Zeug richtig gut getan. Auch das "Showdown" zum Schluss war ok. Ansonsten aber lebt der Film vor allem von der Stimmung, und das echt gut.
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AlineK 2011/06/22 20:38:13
Kommentar löschenWarum versucht man überhaupt ein geniales Werk wie "Das Bildnis des Dorian Gray" zu verfilmen? So etwas funktioniert einfach nicht.
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Zatsu 2011/06/16 00:08:46
Kommentar löschenDie erste Hälfte des Films sah für mich eher wie ein Softporno mit zuviel Handlung aus, die zweite Hälfte wurde dann allerdings etwas stärker. Der Charakterwandel wurde einfach zu wenig erläutert bzw. zuviel Zeit auf die Darstellung seiner Exzesse verschwendet, anstatt die Wandlung zum Extremen darzustellen, die in der zweiten Hälfte aber doch überzeugend gespielt wurden und immerhin einen relativ spannenden Abschluss ergeben; Colin Firth in seiner Rolle allerdings wirklich stark. Alles in allem eher enttäuschend, da hätte (vorallem in der ersten Hälfte!) mehr kommen müssen.
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|Krissi 2011/06/10 18:12:42
Kommentar löschenIch habe keinen Vorgänger gesehn und auch das Buch nicht gelsen, also hatte ich keine Erwartungen an den Film. Und erhat mich begeistert. Mit dieser Mischung aus dem dramatischen, surrealen und spannenden hat er mich von Anfang bis Ende gefesselt.
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Hankjaws 2011/05/11 00:13:41
Kommentar löschenNatürlich ist der Stoff anspruchsvoll und man kann den Film nicht als typisch werksgetreue Literaturverfilmung ansehen. Trotzdem, die Kulissen und Kamerafahrten sind grandios und fangen die damalige Zeit sehr gut ein. Auch geben die schauspielerischen Leistungen ist nichts einzuwenden. Duchwegs spannend und unterhaltsam. Hatte weit weniger erwartet.
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Dr.Hasenbein 2011/05/05 11:20:17
Kommentar löschenDas Bildnis des Dorian Gray ist eigendlich kein schlechter Film.
Er hat eine gute Geschichte, gute Schauspieler und genug Geld im Rücken dass hier nichts billig aussieht!
Aber doch stört etwas an der Neuverfilmung des Bekannten Stoffes!
Zum einen ist es mal wieder dass hier viele Sachen einfach ausgeklammert werden wie zb die Weltreise die Dorian (über Jahre) unternimmt und sich dabei immer größeren Exzessen hingibt.
Das ist ein Teil den man dem Zuschauer wenigstens in kurzen Bildern hätte zeigen können um zu Verstehen wie Extrem Dorian wirklich ist!
Der Film läßt sich dann auch für die Entwicklung seiner Figuren einfach nicht genügend Zeit.
Aus so einem Stoff muß man mindestens einen drei Stunden Film machen um wenigstens ansatzweise allen Aspekten gerecht zu werden.
So wirkt halt alles ziemlich stark gedrückt.
Das hier ein bisschen Effekthascherei betrieben wird und das ganze ein bisschen zu einem Light Horrorfilm verkommt stört mich jetzt nicht so sehr!
Aber alles in allem schade um die vertane Chance!
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Gielchen 2011/05/02 22:49:34
Kommentar löschenSpannend von der ersten bis zur letzten Minute und absolut kurzweilig !!
Klasse Film !!
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Bandrix 2011/05/01 19:23:01
Kommentar löschen"Das Bildnis des Dorian Gray" überrascht.
Hier geht es gar nicht mal so zimperlich zu. Es wird gemordet, gev*gelt, gesoffen und gestritten was das Zeug hält.
Ben Barnes ist in seiner Rolle als lüsterner (Fast-) Unsterblicher ganz ok, schafft es aber nicht seiner Figur wirklich Tiefe zu verleihen. Er verblasst in der Gegenwart des großen Colin Firth, der seinen Mentor mimt. Durch seine fiesen Sprüche und absolut bösen Spielchen wird hier gekonnt die englische Oberschicht karikatiert.
Die Atmosphäre ist besonders gelungen. Die Kostüme, Sets, Kamerafahrten und auch der Score passen wie die Faust aufs Auge und ziehen den Zuschauer in seinen Bann.
Die Spannung steigt tatsächlich und gipfelt in einem grandiosen Finale, das noch einmal alle Stärken des Filmes ausspielt.
Auch ich kann die schlechten Kritiken nicht wirklich nachvollziehen, ist "Das Bildnis des Dorian Gray" doch tatsächlich mitreißend und handwerklich aller erster Sahne.
Wahrscheinlich beleuchtet die Vorlage das Innenleben der Hauptperson noch eine Spur tiefer, aber das ist klar. Abstriche kann ich dabei nicht machen, denn das Buch habe ich nicht gelesen.
So bleibt ein interessantes Horror- Mystery- Drama, dass die damalige Gesellschaft auf den Kopf stellt und herzhaft über sie lacht.
Amüsant und blutig. Eine gute Mischung.
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patcharisma 2011/05/01 22:46:22
Antwort löschenCool, you like it too... <3
Bandrix 2011/05/04 11:28:54
Antwort löschenYes, Mr. Pat. ;)
Tante Uschi 2011/04/17 20:04:23
Kommentar löschenDiesen Film hab ich damals im Kino gesehen und ich fand ihn besser als erwartet. Die Kritiker haben diesen Film ja regelrecht verrissen. Vorallem die Kostüme, die Ausstattung und der Soundtrack gefielen mir. Dann ist da ja noch Ben Barnes...*lechz* Zugegeben er ist nicht wirklich ein guter Schauspieler. Seine Mimik verändert er im Film fast überhaupt nicht. Er schafft es nicht der Figur tiefe zu verleihen.. In seinen anderen Filmen fand ich ihn auch recht farblos..., aber eins kann der Bub ja und das ist GUT AUSSEHEN. Colin Firth macht seine Sache wie immer sehr gut und auch die anderen Schauspieler waren ganz okay.. Viele beschweren sich ja immer das der Film dem Roman nicht gerecht wird, aber bitte welcher Film wird schon einen Roman gerecht? Es ist eher selten der Fall. Ich kann mich noch dran erinnern das ich mir den Film "Die Herzogin" angeschaut habe und ich ihn als sehr gut eingestuft habe. Dann habe ich mir den Roman zum Film gekauft und war geschockt.. Wie oberflächlich ist dieser Film den bitte? Das Leben der Georgina Cavendish war deutlich facettenreicher als im Film und die Lady Foster und Charles Grey wurden besser dargestellt als sie eigentlich waren. Von wegen treue und fürsorglich Freundin.. Ne falsche Schlange war das, die es nur auf eins abgesehen hat, nämlich den gesellschaftlichen Aufstieg. Der Grey hat Georgina auch nicht wirklich doll geliebt. Der sah auch nur seine Vorteile. Beim Roman von Oscar Wilde verhält es sich halt genauso. Egal... Ich für meinen teil wurde an diesen Abend mit dem Bildnis des Dorian Gray gut unterhalten.
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stuforcedyou 2011/04/12 21:35:08
Kommentar löschenDie neuste Kinoversion des klassischen Stoffes von Oscar Wilde wurde von Regisseur Oliver Parker atmosphärisch meist stimmig umgesetzt. Hauptdarsteller Ben Barnes (bekannt als Prinz Kaspian, hier allerding ohne nervtötenden spanischen Akzent) und Oscar-Preisträger Colin Firth flanieren durch die englische Oberschicht der Jane-Austen-Ära und geben die feudalen Yuppies. Hübsch anzuschauen, aber die Süffisanz und Bissigkeit der Dialoge fehlt der nötige Esprit, genau wie dem Horrorteil des Films. Ja, der Stoff ist bekannt, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass Parker der dunklen Seite des Films etwas mehr Suspense verleiht. So hangelt sich der Film von einem Laster zum nächsten ohne wirklich zu fesseln.
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patcharisma 2011/03/28 21:38:30
Kommentar löschenIch verstehe die vielen vernichtenden Kritiken hier überhaupt nicht. Diese neuste Verfilmung des tollen Stoffes ist doch eine herrlich britische Reminiszenz ans klassische Gothika-Genre: Türen knarren, Kristallgläser klirren, Gaslampen hauchen, die Kostüme der kichernden Damen sind zu viel eng geschnürt, Intrigen werden gesponnen und draussen prasselt der Regen auf die Gassen oder der Wind heult die Blätter von den Bäumen, Kutschen gieren und die Nutten und ihr Jack The Ripper sind omnipräsent. Des Dandy und Aestheten Oscar Wilde's Hauptthema war unausgesprochen bis zu diesem damaligen Schock-Roman für Leute der Oberschicht, über dessen Gehabe er sich eh zeitlebens lustig machte: Warum verfällt der männliche Körper so viel schneller und verändert sich dessen Gesicht (und oftmals grad auch die Psyche dazu) so krass drastischer wie das weibliche - bishin zum (cholerischen) Greis? Dieses Gesetz der Metamorphose ist eigentlich schon eine bodenlose Gemeinheit der menschlichen Anatomie und nur etwas schwarze Magie oder schnell ausgesprochene Flüche können da noch abhelfen! Motto daraus also: Verschwende Deine Jugend! Vollgetuned mit schrill philosophischen Weisheiten darüber (von Männern) wird also konsequent krass atheistisch den verbotenen Sünden zur Zeit der eisernen Königin Victoria gefrönt: Es wird Opium gepafft, Gin statt Afternoon-Tea gesoffen und im Puff gev--gelt bis zur Ohnmacht - (Geschlechts-)Krankheiten wie Syphillis, Typhus oder Tuberkulose bringen einem eh genug früh in die wohldekorierte Gruft. Auch wenn hier gewisse Side-Aspekte der Biografie der Romanfigur (leider) nur gestreift werden, Spass macht die spannend erzählte Botox-Geschichte auf jeden Fall, das bishin zum finalen Climax, inklusive den vielen psychologischen Finessen: Der Mentor als früherer Wüstling (Colin Firth - gross as usual) kann seinem Schützling Ben Barnes das Gelernte plötzlich nicht mehr so schnell austreiben, ja kaum sind eigene Kinder da, wird's dann doch ernster mit der Moral - köstlich! Sehr gewieft ist auch Charlie Mole's feine Soundtrackkunst: Die weitgezogenen Streicheskapaden finden sich plötzlich einer Art Händel-Sonata wieder oder gehen in einem unheimlichen Chor auf. Zudem: Tolle Ausstattung, aufwändige Maske und sehr schöne Brit-Sprache.
Wem sowas wie "Das Parfum" zu aufgeblasen und zu gähn-langweilig war, sondern eher die Bizarrness eines "Schneewittchen" (mit Sigourney Weaver) zusagte, ist mit "Dorian Gray" jedenfalls an der richtigen Adresse. Anyway, mir hat's gefallen.
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Bandrix 2011/03/28 22:07:27
Antwort löschenDann muss ich den ja doch mal sehen. Hört sich ziemlich interessant an. ;)
patcharisma 2011/03/28 22:12:11
Antwort löschenMich hat's toll unterhalten, auch wenn ich wahrscheinlich wieder der Einzige bin! ;-(
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alanger 2011/03/30 02:16:29
Antwort löschenmh, also doch mal anschaun?
patcharisma 2011/03/30 22:04:42
Antwort löschenYeah, go for it! ;-)
tollkirsche09 2011/01/30 12:07:39
Kommentar löschenAbsolut gar nichts im Vergleich zur Romanvorlage.
Die moralische Botschaft kommt nicht rüber, die Paarung Barnes/Firth gefällt mir nciht, die Spezialeffekte am Bildnis sind richtig peinlich und der Film besteht zur Hälfte aus abartigen Sexszenen.
Da hätte man eindeutig mehr draus machen können. Wenigstens sieht der Hauptdarsteller gut aus.
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denise 2011/01/06 22:14:34
Kommentar löschenSoso, Milchbubi Barnes als Dorian Gray. Und ich muss sagen, nach Stardust und den Narnia-Filmen wurde es auch mal Zeit, dass der Herr zeigt, was er kann - und ob er was kann.
Der Film selbst ist schon mal eine ordentliche Ausgangsbasis. Colin Firth ist wie stets solide und gut und auch alle weiteren Darsteller sind ok. Allerdings leidet der Film meiner Meinung nach gegen Ende ein wenig. Anfangs wird die Liebe zu Sybil und auch seine jugendliche Naivität sehr überzeugend rübergebracht, gegen Ende wird sowohl seine Rastlosigkeit als auch seine Leidenschaft für Emily leider ein wenig oberflächlich dargestellt. Was anfangs ein gutes Zusammenspiel zwischen Verführer und Verführtem war, wird am Ende ein recht kurz abgehandeltes Gipfeltreffen.
Nichtsdestotrotz ist der Film den Gang in's Kino wert - und das nicht zuletzt wegen Bubi Barnes. Er schafft es problemlos, den hübschen, naiven Jungen zu spielen. Aber genauso gut, wenn nicht noch besser, ist er als gewissenloses Monster, das am Ende wirklich alles tut, um sein Geheimnis zu wahren. Vor allem wenn seine düstere Seite zum Vorschein kommt, überzeugt Barnes am meisten.
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