Die rote Flut
Red Dawn, US 1984
- Genre
- Militärfilm
- Inhalt
Einige Teenager von der High School melden sich als Freiwillige, als während des Dritten Weltkriegs ihre Heimatstadt von Sowjets besetzt wird. Sie schlagen sich in die Wälder und beginnen einen Partisanenkampf gegen die "rote Flut".
- Cast
- Patrick Swayze, C. Thomas Howell, Lea Thompson, Charlie Sheen, Darren Dalton, Jennifer Grey, Brad Savage — Mehr
- Regisseure
- John Milius
- Autoren
- John Milius, Kevin Reynolds
- Laufzeit
- 114 Minuten
- Zeit
- 1980er Jahre, Kalter Krieg, Ostblock
- Ort
- Colorado, Schule, Vereinigte Staaten von Amerika, Zug
- Handlung
- Besatzungsmacht, Bürgermeister, Fallschirmjäger, Gewalt, Guerilla, Helikopter, Invasion, Kampfpilot, Kommunismus, Krieg, Massenmord, Okkupation, Panik, Panzer, Patriotismus, Pilot, Raketenwerfer, Rebellen, Rote Armee, Russe, Soldat, Sozialismus, Tankstelle, Terrorismus, Trotzkismus, Vater-Sohn-Beziehung, Vergeltung, Widerstand, Widerstandsbewegung
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Kritiker — Schwach 2.9
Der Film Die rote Flut wurde von 9 Kritikern bewertet.
Kommentare — Geht so 5.0
Der Film Die rote Flut wurde von 204 Mitgliedern bewertet.
Pepe Pnoire 2010/03/12 17:39:18
Politisch unkorrekt, zu Recht indiziert, voller Pathos.
Meine Bewertung erfolgt genau deshalb, denn sehenswert ist es allemal.
Ist schon heftig, wie die Amis mal wieder filmerisch Kriege verdauen. Die Umkehrung des Vietnamkriegs ist sicher eine Begründung, dennoch denke ich dass es nicht nur darauf beruht.
Das ist ein Propaganda Film, ganz klar getrennt in (super)gut und (obertodesteufels)böse. Der Amerikaner, von Grund auf gut und freiheitsstrebend, der sich nur in Notwehr in Guerillakrieger wandelt und gegenseitig die bösen Kommunisten, die als erstes Ziel im Feindesland natürlich erstmal auf Schulen und zivile Kleinstädte losgehen. Stumpfsinnig brutal und seelenlos (bis auf Mr.Cuba) und diszipliniert trotz Gefangenschaft im Hirnwasch-Lager (Du darfst NIEMALS wieder weinen, mein Sohn")
der dann schliesslich doch in den allesbefreienden Amoklauf führt (Räche uns mein Sohn) und in die Freiheit, nachdem dann endlich der Rest von Amilands Armee nach Monaten eintrifft um jene Highschool Helden (Highschool, eher Gemeinschaftsschule) zu unterstützen.
Die Helden sind weder gut gezeichnet noch authentisch. Diese traumatisierende Situation löst lediglich bei einem leichte Gefühlschwankungen aus, der Rest der Truppe bleibt recht stabil und behält auch die Ruhe, als zwei weibliche Widerstandskämpferinnen dazukommen, was wohl das postpupertäre Alter erklärt.
Sexistisch wird da nix, das ist Aufgabe der Kommunisten, die auch gaanz anders auf weibliche Ami's reagieren, als unsere leidgeprüften Helden im selben Ausnahmezustand. Ebenso wird die psychische Veränderung in der Gruppe kaum erwähnt, eher springt man vom weinenden Schuljungen zum ritzenden Hitman, vom Trauernden zum Rächenden und vom Klassenclown zum Attentäter.
Bemerkenswert, und letztendlich der Grund warum ich sage dass jeder 80er Film Fan diesen Film sehen MUSS ist die Besetzung.
Beinahe jedes Gesicht, und sei es noch so jung taucht von nun an in allen amerikanschen Filmen der 80er auf. Beinahe jeder Beteiligte wird zum Hollywood Star, auch wenn nur die Wenigsten die Rote Flut in ihrer Filmografie sehen wollen.
Doch anscheinend war das für manchen tatsächlich das Sprungbrett in die Welt des Films.
Ganz besonders gruselig ist die Tatsache, dass noch in diesem Jahr eine Neuverfilmung dieses Propaganda Viedeos veröffentlicht werden soll. Kaum vorstellbar dem heutigen Publikum erneut so Etwas vorzusetzen, trotzdem bin ich gespannt, wie man dem Film einen Sinn geben kann ohne einen Krieg anzuzetteln^^ und erwarte das Remake gespannt.
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Kritikologe 2010/02/24 20:02:50
Man musste ja in den 80`er Jahren irgendwie das Vietnam Trauma verarbeiten, und wie kann man eine ignorante Gesellschaft am Besten heilen?!
Filme, Sportereignisse, Burger und ein neuen Krieg, halt Unterhaltung für das Volk...
Naja, hier wurde halt der Weg des Filmes gewählt, ironischer Weise erzählt der Film die Geschichte des VIETCONGS, halt nur andersrum.
Die kommunistischen Sowjets (Amis) sind die mächtigen Besatzer und die amerikanischen Teenager die schwachen Aussenseiter( Vietcong), welche in die Wälder (Dschungel) flüchten, und von dort einen Guerilla-Kampf vorbereiten.
Mit unfassbarer subtiler Frechheit werden hier die Parallelen zum Vietnam-Krieg einfach umgedreht, wodurch das moralisch verwerfliche, nicht mehr bei den Amerikanern ist.
Der Film bekommt von mir doch so viele Punkte (2), weil ich ihn als Bubi mit Freunden gesehen habe und toll fand.
Natürlich hatte ich damals keine Ahnung von Politik, daß was ich von Politik mir aufschnappte, war das, was mir Hollywood aufzeigte.
Die Araber,die Deutschen und die Kommunisten waren immer die Bösen.
Ich frage mich nur, wie sich ein Vietnamese fühlen muss, wenn er diesen Streifen sieht, der kommt sich bestimmt ziemlich veräppelt vor...
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cpt. chaos 2010/01/30 17:29:45
Politisch selbstverständlich äußerst einseitig und unkorrekt erzählt - eben ein Film aus der Zeit des Kalten Krieges.
Dennoch fand ich ihn damals recht spannend.
Was letztendlich mächtig nervt, ist dieser reichlich übertriebene amerikanische Patriotismus.
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Blendend besetzter Propagandafilm, dessen Stars fast alle Karriere gemacht haben. John Milius reaktionäres Machwerk finsterster Cold-War-Sprüche, war sogar der amerikanischen Kritik zuwider, die normalerweise mit Pathos und Patriotismus keine Probleme hat: "Wir kämpfen, weil das hier unser Land ist!" - "Erzähl das mal den Indianern, John!"
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