Es war einmal ein Vater

Chichi ariki (1942), JP
Laufzeit 94 Minuten, Drama

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7.5 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
12 Bewertungen
1 Kommentare
Es war einmal ein Vater - Bild 1501169
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mit Shûji Sano und Shin Saburi

Nachdem einer seiner Schüler ertrunken ist, gibt ein verwitweter Lehrer seine Stelle auf und verlässt mit seinem Sohn das kleine Provinzstädtchen, in dem sie bis dahin gelebt haben. Während ihrer Reise diskutieren Vater und Sohn über das Leben und ihre Zukunft. Eine Beziehung zwischen Nähe und Distanz entwickelt sich. Beim gemeinsamen Angeln beschließt der Vater, seinen Sohn auf ein Internat zu schicken. Unter dieser Trennung leidet der Sohn sehr. Einige Jahre später treffen sie sich wieder, um gemeinsam angeln zu gehen. Der Vater arbeitet nun in Tokio, der Sohn ist wie sein Vater Lehrer in einer Provinzstadt geworden. Er offenbart seinem Vater, dass er in den Krieg ziehen wird.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Es war einmal ein Vater

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Vater und sein Sohn, genug Stoff für einen Film, so finde ich.
Doch nicht jeder mag der gleichen Meinung sein, den im Film dreht sich eigentlich so ziemlich alles nur um die Beziehung zwischen 2 Menschen die sich zwar lieben aber deren Ferne voneinander, nicht weiter sein könnte.
Der Film ist von 1942 und somit nicht gerade High-Definition und doch gerade die technische Unvollkommenheit des damaligen Filmes, war in diesem Falle ein Ausdruck der nüchternen Kritik gegenüber dem Kernpunkt des Filmes.
Beide Schauspieler, sowohl der Vater als auch der Sohn spielen ihre Rolle gut und sind in ihrer orthodoxen Form doch als emotionaler Mensch greifbar.
Das hat die Folge dass der Zuschauer, zwar als ein in ein Stück Zeitgeschichte, dargelegtes Drama zu sehen bekommt und bei jeder noch so zwanghaft konformen, ehrenhaften und streng orthodoxen Wegfindung des Lebens mitleidet, als auch dass man die Charaktere fassen kann und nicht nur als Abbild eines Menschen sieht, welcher ein bestimmten Definition von gesellschaftlicher Opferbereitschaft und Stellung nachkommt.
Durch die ruhige, stille Inszenierung kann der Film an Nüchternheit gewinnen und somit subjektiv betrachtet werden. Trotz der langsamen Inszenierung, welche gewollt so dargestellt ist, ist der Film ein kraftvolles Drama über Nähe, Familie und Opferbereitschaft.
Ein bewegendes Drama welcher in seiner Distanz umso mehr Mitgefühl für die Hauptpersonen einfordern kann.
Alles in Allem ein sehr guter Film der nur zu empfehlen ist...unter anderem auch Leuten die etwas Lehrreiches über japanische Geschichte und Gesellschaft erfahren wollen und sich nicht davor schrecken von ihrer Bonbonbunten Anime-Welt einen Blick in die Nüchternheit einer Epoche zu werfen.

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