Goodbye Bafana

Goodbye Bafana (2007), BE
Laufzeit 118 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 12.04.2007

4.3 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
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von Bille August, mit Joseph Fiennes und Dennis Haysbert

Südafrika 1968: Im brutalen Apartheid-Regime der Nationalen Partei werden 15 Millionen Schwarze von einer Minderheit von vier Millionen Weißen unterdrückt. Schwarze dürfen nicht wählen, kein Land besitzen, sich nicht frei im Land bewegen, kein Geschäft führen, kein Haus besitzen und haben kein Recht auf Ausbildung. Doch leise und immer deutlicher formiert sich der Widerstand. Aus Angst, ihre Macht zu verlieren, verbietet die weiße Regierung alle schwarzen Widerstandsorganisationen. Ihre politischen Anführer werden ins Exil gezwungen oder lebenslänglich auf die Gefängnisinsel Robben Island vor der Atlantikküste Südafrikas, etwa zwölf Kilometer vor Kapstadt, verbannt. Unter ihnen ist Nelson Mandela. Auf Robben Island trifft er auf seinen Wärter James Gregory. Dieser, verheiratet mit der ehrgeizigen Gloria, ist ein typischer weißer Afrikaner, der Schwarze für Untermenschen hält. Aufgewachsen auf einer Farm in der Transkei, dem ehemaligen Stammesgebiet der Xhosa, hat Gregory als Kind deren Sprache gelernt. Diese Fähigkeit macht ihn zum idealen Bewacher von Mandela und seinen Mitinsassen. Denn Gregory kann die Gespräche der politischen Häftlinge verstehen und ihr Wissen ausspionieren. Doch der Plan geht nicht auf. Je länger Gregory Mandela kennt, desto mehr ändert sich seine Einstellung. Aus dem einstigen Rassisten wird ein Befürworter des Kampfes für ein freies Südafrika. “Goodbye Bafana” erzählt die Geschichte dieser ungewöhnlichen Beziehung, die erst 1990 mit der Freilassung von Nelson Mandela endet. Durch den Filter dieser Beziehung, die allen Widrigkeiten zum Trotz beinahe zur Freundschaft wird, werden wir nicht nur Zeugen von James Gregorys wachsendem Bewusstsein für die Unmenschlichkeit des Rassentrennungssystems, sondern erleben auch die Entwicklung Südafrikas von der Apartheid zur Demokratie. “Goodbye Bafana” erzählt, wie Nelson Mandela zu einer der inspirierendsten Persönlichkeiten der modernen Welt wurde. Und wirft die Fragen auf: Wer ist der Gefangene? Und wer befreit hier wen?

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Kritiken (2) — Film: Goodbye Bafana

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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3.0Schwach

Je länger das Apartheids- und Familienrührstück überraschungsfrei fortschreitet, desto biederer wirkt es - völlig unzeitgemäß neben anderen Afrika-Filmen wie "Blood Diamond". Wenn August Mandela und die Zuschauer dann nach 140 Minuten endlich freilässt, bleibt kaum mehr als das Bedauern, dass er nicht mit Dennis Haysbert den anderen, viel interessanteren Film über Nelson Mandela gedreht hat.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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4.0Uninteressant

"Basierend auf wahren Ereignissen." Ein Satz, der immer wieder gerne als Verkaufsargument herhalten darf. Nur zu gut bekannt ist die Leidensgeschichte von Nelson Mandela, der 27 Jahre seines Lebens als politischer Gefangener zubringen muss, weil er sich als führendes Mitglied des African National Congress und erklärter Gegner der Apartheid gegen die Knechtung 20 Millionen Schwarzer durch vier Millionen Weiße wehrt. Diese Geschichte erleben wir in "Goodbye Banfana" nun aus Sicht von Mandelas (Dennis Haysbert) Gefängniswärter James Gregory (Joseph Fiennes).

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Kommentare (7) — Film: Goodbye Bafana

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agynessa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Äußerst sehenswerter Film.

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Kill_Diether

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Bewertung7.0Sehenswert

Vieles ist hier zu bemängeln. Vor allem bleibt der historische Hintergund fast ausgeblendet und ist somit kein Film für die Apartheids-Recherche. Auch der Sinneswandel des Aufsehers wird sehr flach gezeigt. Gut funktioniert Goodbye Bafana jedoch als rührend einfache, weiße Familiengeschichte zu Zeiten des Apartheid-Regimes. Wieviel davon einen wahren Hintergrund hat, sei dahin gestellt.

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Stefan Ishii

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Bewertung7.0Sehenswert

"Goodbye Bafana" ist ganz sicher nicht DAS definitive Werk über Nelson Mandela. Aber eigentlich versucht der Film das auch garnicht zu sein. Vielmehr geht es um die Geschichte eines seiner Gefängniswärters und dessen Familie.

Natürlich würde auch ich mir noch einen Film wünschen, der direkt das Thema Mandelas Freiheitskampf anpackt. Und dies müßte dann sicherlich aus Sicht der schwarzen Bevölkerung angegangen werden. Aber hier soll es eben um die Weissen gehen; wie sie ihre Sichtweisen ändern, selbstkritischer werden und Schuldgefühle zulassen. Der Wandel innerhalb der Familie Gregory vollzog sich allerdings teilweise etwas zu schnell im Rahmen des Filmes. Das liegt aber größtenteils an den zeitlichen Sprüngen, die der Film macht.

Ich persönlich fand "Goodbye Bafana" niemals langweilig oder uninteressant. Sämtliche Darsteller haben ihre Rollen gut gespielt. Besonders Joseph Fiennes war toll. Ob Dennis Haysbert, den ich seit "Dem Himmel so fern" wirklich sehr mag, die Idealbesetzung für Mandela war, kann man sicherlich anzweifeln. Aber schlecht war auch er nicht...

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raab_himself

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Bewertung3.5Schwach

Die Story verspricht viel...Die Umsetzung enttäuscht.

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Chrisen

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Bewertung2.0Ärgerlich

Unglaublich, wie wenig bei diesem Film rüberkommt: Dennis Haysbert rezitiert Weisheiten aus dem Küchenkalender und kommt dem Widerstandskämfer Nelson Mandela so nah, wie der Werthers-Echte-Onkel. In der deutschen Version spricht Diane Kruger ihre Figur Gloria Gregory höchstselbst und hat sich mit ihrem absolut emotionslosen Synchrontalent unfreiwillig für Rainman 2 ins Spiel gebracht (bestes Beispiel: " Meine Mutter hat die Kinder..(pause)..schon lang nicht mehr gesehen").Joseph Fiennes Mienenspiel beschränkt sich grob geschätzt auf zwei Gesichtsausdrücke (mit und ohne angeklebten Schnäuzer) und die aufreibende Geschichte Südafrikas in den Zeiten der Apartheid verkümmert zu ein paar schnellgeschnittenen Schnippseln aus dem Doku-Archiv wie auch klischeehafter hölzener Darstellung von Schwarz und Weiß. Hoffentlich mußte sich Nelson Mandela diesen Film niemals antun. Der guten Absicht wegen 2 Punkte.

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Jonni

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Chrisen: Du musst mehr Kommentare wie den hier schreiben!


Muad'dib

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Goodbye Bafana schafft etwas, dass sehr selten geworden ist: Geschichte ohne kitschige Ausschmückungen zu erzählen und den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen ohne zu verdammen oder allzu emotional sugestiv vorzugehen. Zu tollen Schauspielern, allen voran Dennis Haysbert als Mandela, kommt ein gutes Drehbuch, sodass man nach 2 Stunden überrascht feststellt, dass ein tolles stück Kino zu ende ist.

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Mr.Floppy

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Bewertung2.5Ärgerlich

Hiernach schwöre ich feierlich keine Filme mehr mit Joseph Fiennes zu gucken. Der Film definiert die 0'te Dimension bei Charakter- und Plotentwicklung. Einseitig, einfältig, einfach.

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