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Invictus
Invictus (2009), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 6, Drama, Historienfilm, Sportfilm, Kinostart 18.02.2010
7.0
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von Clint Eastwood, mit Morgan Freeman und Matt Damon
Der gerade gewählte Präsident Mandela weiß genau, dass sein Land auch nach dem Ende der Apartheid von Rassenvorurteilen und wirtschaftlichen Benachteiligungen zerrissen ist. Er glaubt allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu können, der alle Schranken überwindet: Mit großem Enthusiasmus unterstützt er das südafrikanische Rugby-Team, obwohl es als Außenseiter bei der Weltmeisterschaft 1995 kaum eine Chance hat.
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Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Invictus
- Genre
- Biopic, Drama, Historienfilm, Politdrama, Sozialdrama, Sportfilm
- Zeit
- 1995
- Ort
- Gefängnis, Südafrika
- Handlung
- Afrikanische Nationalkongress, Apartheid, Armut, Elend, Freiheitsentzug, Gefängnis, Gefängniszelle, Großgrundbesitzer, Nationale Identiät, Nelson Mandela, Rassentrennung, Rassismus, Reichtum, Rugby, Schicht, Sozialarbeit, Soziale Ungerechtigkeit, Straßenkind
- Stimmung
- Berührend, Ernst
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- Invictus : critic.de






















Kritiken (23) — Film: Invictus
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Morgan Freeman, dessen gesamte Karriere nur auf die Darstellung dieses Mannes hinauszulaufen schien, spielt Mandela, als hätte dieser mehr als bloß ein einziges Herz in der Brust und als schlügen in jedem einzelnen die Werte der Güte, des Verständnisses und der Einigkeit mit voller Kraft. Der besänftigenden Milde seiner Worte, aber auch ihrer klaren Entschlossenheit schenkt man nicht nur Gehör, sondern Glauben und das bewirkt in „Invictus“ nicht zuvorderst die enorm simplifizierte Geschichte und deren mannigfaltige Aussparungen widerständlicher Stimmen, noch die oftmals an Kitschgrenzen stoßenden pathetischen Dialoge, das bewirkt allem voran der Schauspieler Morgan Freeman, der hinter der Ausstrahlung des Menschen Mandela verschwindet und alles Können in den Dienst der Portraitierung dieses Mannes stellt.[...]Allerdings steht und fällt der Film im Laufe der Handlung auch mit diesen Komponenten. Solange er (seichtes) Polit-Drama ist, ist alles gut, sind Freemans Präsenz und Eastwoods…
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
ChristiansFoyer Mon, 13 Jun 2011 14:04:09 -0000
Antwort löschenIst das so? Außer Vegas 2-Punkte-Ausreißer kommt der hier doch ganz gut weg, oder? Na ja, whatever, für einen Eastwood sicher mit ein paar untypischen Schwächen, aber immer noch ziemlich gutes Kino.
ChristiansFoyer Mon, 13 Jun 2011 14:19:56 -0000
Antwort löschenHm, Hereafter werd ich mir wohl die Tage mal ansehen. DER kam ja tatsächlich überwiegend schlecht weg...
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenClint Eastwoods filmische Schlaftablette über Nelson Mandela und den südafrikanischen Rugby-World-Cup Mitte der 90er. Morgan Freeman darf mit dem Blick eines Teddybären endlich den sanftmütigen Anti-Apartheid-Kämpfer geben, der in seiner Vita noch gefehlt hat. Und Matt Damon spielt Rugby mit blondierten Haaren. Ein endlos ermüdendes pseudopolitisches Pathosgewäsch mit schlecht ausgearbeiteten Figuren, das mit Eastwoods Vorliebe für minutiöses Pianogeklimper in dauerhaften Halbschatten ersäuft. Weder mitreißend noch tiefsinnig, so gehaltvoll wie ein Wikipedia-Dreizeiler über den südafrikanischen Rugby-Sommertraum und in seiner Winner-Dramaturgie so belanglos wie öde. Mit dieser ideenlosen Bebilderung des Amtsantritts Mandelas mag sich Eastwood einen persönlichen Gefallen getan haben, interessantes Potenzial oder spannende Perspektiven gewinnt er dieser Geschichte zu keiner Sekunde ab. Megagelacktes, uramerikanisches Formatkino zum Abgewöhnen.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Invictus» ist ein nachhaltig aufwühlendes Drama über die Unbesiegbarkeit der menschlichen Würde, das auch eine auflockernde Prise Humor enthält.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)
Kommentar löschenGegenüber Gran Torino nähert sich Eastwood diesmal nicht mit kritisch-komischem Biss der Thematik der kontrollierten Rassentrennung. Er greift in die Geschichte und filmt eine Charakterstudie über Mandelas Bemühen, die Schwarzen und Weißen kurz nach seiner Wahl zusammenzubringen. Freeman verkörpert Mandela dabei so glaubwürdig, dass ich zu Beginn dachte, es wäre Mandela selbst. Mandela nutze 1995 gekonnt die Rugby Meisterschaft im eigenen Lande, um einen ersten Schritt aus der Apartheid zu finden, um internationale Politik kümmerte er sich dabei wenig.
Eastwood versteht es dabei gekonnt, die sportlichen Höhepunkte mit Mandelas Wirken zu verbinden, aber das funktioniert natürlich nicht mit ein Bisschen übertriebenen Patriotismus.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenMan mag sich kaum ausmalen, was aus diesem Stoff in den Händen eines weniger subtilen Regisseurs geworden wäre. Zwar ist auch Clint Eastwoods Film oft grenzwertig kitschig, doch Eastwood ist erfahren genug, die Geschichte für sich sprechen zu lassen, ohne die Emotionalität der geglückten Vereinigung zweier verfeindeter Gruppen noch zusätzlich zu betonen. [...] Invictus ist kein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft, sondern eine Ode an einen Mann, der wie wenige andere den Lauf der Geschichte verändert hat.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenUnd doch ist der Film höchst sehenswert: wegen Mandela, wegen des Geistes, der dahinter steht, wegen Eastwoods gelungener Rugby-Finte, wegen der glaubhaften, wirklich großartigen Darstellung Mandelas durch Morgan Freeman; sympathischer und charismatischer kann man nicht sein. Übrigens ist auch Matt Damon gut; er spielt den Mannschaftskapitän.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschenDie Botschaft dieses Films ist so eindeutig, dass man sie nicht übersehen kann. Der dargestellte Erfolg Mandelas, über Rugby jedenfalls teilweise die alten Gegensätze des Apartheid-Regimes zu überwinden und neue zu verhindern, wird einem derartig dick aufs Auge gedrückt, dass man durchaus zu dem Urteil kommen könnte, Eastwood habe hier wie nie zuvor in seinen Filmen der Simplizität und Naivität breiten Raum eingeräumt – und daher: Vergesst den Film!
Doch ich bin anderer Meinung.
Es ist ein Kennzeichen der langen Tradition Hollywoods, durch die dramaturgische Simplizität einer Geschichte dem Zuschauer eine Botschaft ohne Umwege und ohne Nebenstränge der Handlung direkt zu servieren. Das kann gut oder schlecht gemacht sein. Vieles hängt vom Inhalt der Botschaft selbst ab; vieles auch von der Art der "Simplizität". Bei "Invictus" würde ich hier in beiden Fällen den Daumen hoch halten.
Da hätten wir zunächst einmal die realistische Darstellung Mandelas,…
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Clint Eastwood setzt dies in seinem gewohnt ökonomischen und pointierten Regiestil immer wieder gekonnt in Szene. Zur Mitte des Films lässt er die Springboks in die ärmlichen Townships von Johannesburg fahren und mit den dortigen Kindern trainieren. Um Fritz Langs Credo aus „Metropolis“ zu variieren: In diesem Zusammenhang wird der Sport Mittler zwischen Gehirn und Hand. Und tatsächlich: Über das Rugby, über den sensationellen Erfolg der Mannschaft, wird ein erster Schritt getan, um zusammenwachsen zu lassen, was bislang nicht zusammen gehörte. Die Menschen im Stadion, die leergefegten Straßen, der farbige Junge auf dem Polizeiauto der weißen Polizisten. Natürlich, in gewisser Weise ist das Bild, das Eastwood in „Invictus“ anbietet, naiv und bei näherer Betrachtung leicht zu desavouieren. Dieses eine Finale in Südafrika, dieser eine Sieg, hat die Probleme des Landes nicht gelöst, hat nicht die Arbeitslosigkeit beseitigt und hat dem Rassismus unter Garantie keinen endgültigen Riegel vorgeschoben. Doch um einen analytischen Blick auf die Entwicklung Südafrikas unter Mandela geht es Clint Eastwood nicht. Und so ist es legitim, wenn die Apartheid nur am Rande thematisiert wird, wenn Mandela nur in einem sehr isolierten Ausschnitt seines Lebens gezeigt wird. Wenn man also so will, könnte man zu dem Schluss kommen, dass „Invictus“ ein den Zuschauer manipulierendes Feel-Good-Movie ist. Und auch wenn man es sich mit dieser Einschätzung ein wenig einfach machen würde, im Grunde trifft dies durchaus zu. Wer bereit ist, sich auf den Film einzulassen, wird ähnlich berauscht werden, wie die abertausend Menschen im Stadion von Johannesburg.[...]
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenTom Stern, der seit 2003 alle Filme Clint Eastwoods fotografiert hat, führt die Kamera wie gewohnt sehr klassisch. Besonders gelungen sind ihm die Kamerabewegungen aus dem Spielfeld heraus bei den Rugby-Matches, bei denen darüber hinaus die Tonspur Entscheidendes zur Atmosphäre beiträgt. Das Herzstück des Filmes liegt allerdings nicht im Sportlichen, sondern in der Beziehung zwischen dem Präsidenten und dem Sportler. Dadurch wird „Invictus – Unbezwungen“ wie so oft bei Clint Eastwood zu einem Schauspielerfilm.
Morgan Freeman verkörpert Nelson Mandela mit starken Pinselstrichen, etwa durch die sorgfältige Art, direkt nach dem Aufstehen die Bettlaken zurechtzulegen – gewiss ein Relikt aus der jahrzehnten langen Haft. Oder durch sein Nachfragen nach der Familie der Personenschützer, die ihn in aller Herrgottsfrühe bei einem Rundgang begleiten. Morgan Freeman eignet sich nicht nur die Körpersprache, sondern (in der Originalversion) sogar den Sprachduktus von Nelson Mandela an. Matt Damon hat sich für die Rolle nicht nur Muskeln antrainiert. Er gestaltet François Pienaar zwar zurückgenommen, aber ebenso nuancenreich, wie er etwa in der etwas schuljungenhaft steifen Haltung ausdrückt, als er beim Präsidenten zum Tee eingeladen wird. Damit vermittelt „Invictus – Unbezwungen“ dem Zuschauer den Geist der Versöhnung und Vergebung, der Nelson Mandela nach der jahrzehntenlangen Feindschaft so wichtig war. Übrigens: Der Filmtitel geht auf das gleichnamige Gedicht von William Ernest Henley zurück, das Nelson Mandela während seiner Haft auf Robben Island Trost und Kraft gab.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenSelber schuld, wer bei „Invictus“ das Nelson Mandela Biopic erwartet. Dergleichen hat Regisseur und Produzent Clint Eastwood bestimmt keinem versprochen. Schon das Filmplakat klärt bei vernünftiger Betrachtung die Verhältnisse korrekt, statt falsche Hoffnungen zu wecken: „Invictus“ ist die Ruhmesgeschichte einer Sportmannschaft, die als wichtiges politisches Symbol dient und unter dem Stern Nelson Mandelas steht, der mit Leidenschaft als Glücksschmied diente, um seine Botschaft des Friedens in der Welt zu verankern. [...]
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Doch qualitativ will sich "Invictus" nicht nahtlos einfügen in die Liste großartiger Filme Eastwoods. Denn anstatt der Komplexität der Figur Nelson Mandela in einem Land voller Rassenwahn an den Leib zu rücken, konzentriert sich das Drehbuch auf einen kurzen Zeitraum von Mandelas Wahl zum Präsidenten 1994 bis zur Rugby-WM im eigenen Land 1995.[...]
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Cejay17 Sat, 20 Feb 2010 04:04:47 -0000
Antwort löschenDer Film Dauert ja schon 134 Minuten für ein Jahr. Jetzt rechne mal zusammen wieviel du für 17 Jahre brauchen würdest. ;-)
F. Everschor: Film-Dienst.de
Kommentar löschenAnsonsten jedoch schleppt sich der Film in Eastwoods präziser, aber konventionellen Inszenierung ein wenig schwerfällig von Szene zu Szene. Das ändert sich erst, als es schließlich zum entscheidenden Weltmeisterschaftsspiel kommt, das ausgerechnet gegen das legendäre, als unbesiegbar geltende Team aus Neuseeland ausgetragen werden muss. Hier werden die zuvor mehr abstrakt behandelten Tugenden der Zuversicht und Entschlossenheit im Tumult des rauen Rugby-Spiels mit einer kaum erwarteten technischen Virtuosität demonstriert, die sogar Nichtkenner des Rugby-Sports in die Dramatik des Geschehens hineinzieht. (...) Eastwood nutzt diese Zeit diesmal für ein faszinierendes Porträt Mandelas, der sich keinen besseren Repräsentanten auf der Leinwand hätte wünschen können als Morgan Freeman. Freeman kriecht in die Persönlichkeit Mandelas förmlich hinein, nicht nur in dessen Gestik und schwerfällige Körperlichkeit, sondern im Original auch in dessen Sprachduktus.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenMit steigendem Alter erhöht sich bei Clint Eastwood auch der Output seiner Filme, der mittlerweile 79-Jährige hat anscheinend noch viel zu erzählen: Ähnlich wie Woody Allen ist er jedes Jahr mit mindestens einem Werk am Start und genau wie bei seinem New Yorker Kollegen gibt es auch bei Eastwood stärkere und schwächere Filme. Nach dem grandiosen „Gran Torino“ aus dem vergangnen Jahr zählt „Invictus“ nun eher zu den schwächeren.
Obwohl er erzählerisch großes vorhat: Nelson Mandela (Morgan Freeman) wurde soeben zum südafrikanischen Präsidenten gewählt und steht vor der schweren Aufgabe, das durch die jahrzehntelange Apartheid in Schwarz und Weiß gespaltene Land zu versöhnen. Da kommt ihm die Gelegenheit, dass 1995 der Rugby-Weltcup im eigenen Land ausgetragen wird, grade recht. Die südafrikanische Rugby-Nationalmannschaft, genannt die Springbocks, ist zwar weit davon entfernt, in der Weltspitze des Sports ein Wörtchen mitzureden, doch Mandela begreift dies als Chance. Zwar rekrutiert…
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Chrisetoph Mon, 15 Feb 2010 19:13:32 -0000
Antwort löschenIst „Gran Turismo“ ein absichtliches Wortspiel oder ein witziger Tippfehler?
Alle 3 Antworten zeigen
DerFilmeKenner Tue, 16 Feb 2010 16:09:50 -0000
Antwort löschenKeins von beiden. Es ist zwar ein Tippfehler, aber nicht witzig.
Dirk Lüneberg Tue, 16 Feb 2010 21:23:03 -0000
Antwort löschenWar ein Tippfehler, danke, habe ich jetzt korrigiert...
Thorsten Funke: critic.de
Kommentar löschenMan könnte Eastwood, der hier das Buch „Playing the Enemy“ von John Carlin verfilmt hat, für naiv halten, eine so komplexe Erzählung wie den Weg Südafrikas nach der Apartheid auf ein Sportdrama zu reduzieren. [...] Invictus ist Subtilität wesensfremd. Der Film führt, in Fortsetzung der kulturellen Annäherungen, die der Regisseur in Gran Torino (2008) beschrieben hat, zu einem Mischmasch irgendwo zwischen Banalität und Ergriffenheit – und somit zu ziemlich demselben Gefühl, das ein Sieg der eigenen Mannschaft erzeugen kann.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenEin Südafrikanisches Sommermärchen, das dem Thema Mandela nicht gerecht wird. Weniger Rugby und mehr Mandela (Biopic) wäre wünschenswert gewesen. Der Film kommt nicht an Gran Torino oder Million-$ Baby ran.
Für Freunde des Sports sicher höhere Bewertung möglich.
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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...
Kommentar löschenStatt weitschweifig die fraglos bewegte Lebensgeschichte Nelson Mandelas aufzurollen, fokussiert Clint Eastwood in seiner Mischung aus Biopic und klassischem Sportfilm einen kurzen Abschnitt im Leben des Friedensnobelpreisträgers. Während der Rugby-Weltmeisterschaft sollte die Nation Südafrika einen kollektiven Freudentaumel erleben, da sich die Underdogs der Nationalmannschaft gegen klare Favoriten durchsetzen und letztendlich überraschend die Trophäe holen konnte. Anhand dieser wahren Geschichte wirft „Invictus“ einen Blick auf die Befindlichkeiten eines krisengeschüttelten Landes, in dem Mandela ein Jahr zuvor zum Präsident gewählt wurde und das noch schwer mit den Nachwirkungen der Apartheid zu kämpfen hat. Morgan Freeman spielt hier nichts weniger als die Rolle seines Lebens und kann bereits jetzt als heißer Anwärter auf den Oscar gehandelt werden. Bis ins letzte Detail verkörpert er einen weisen Mann, der für seine Ideale einsteht – selbst den eigentümlichen Akzent Mandelas imitiert Freeman phonetisch perfekt. Dennoch ist der vitale Bilderbogen kein so großer Wurf, wie es die letzten Arbeiten Eastwoods noch durchweg waren. Dies liegt vielleicht an der weichgespülten Dramaturgie, die nur wenig Ecken und Kanten erkennen lässt und daher nicht an die emotionale Sprengkraft eines „Gran Torino“ heran reicht. Welch eine komplexe gesellschaftliche Tragweite ein Sport-Ereignis haben kann (das durchaus mit dem Wunder von Bern vergleichbar ist), bringt der vor allem in der zweiten Hälfte mitreißende Film trotzdem authentisch auf die Leinwand. An pathetischen Zeitlupensequenzen darf es natürlich nicht fehlen denn „Invictus“ verhandelt große Gesten, große Worte und noch größere Taten.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenEs ist ein sehr guter Film. Er hat Momente, in denen große Emotionen hervorgerufen werden […] Freeman gibt einen großartigen Nelson Mandela […]. Er zeigt ihn als großzügig, selbstbewusst und beruhigend – über einem Kern aus gehärtetem Stahl. Clint Eastwood ist ein Meister-Regisseur, der all die richtigen Töne trifft und uns Mandela lieben lässt, wie er stolz auf Francois ist und die mutigen Springboks anfeuert. Großartige Unterhaltung, nicht, wie ich dachte, ein Biopic über Mandela, wie ich es erwartet hätte.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenZwei Hauptprobleme hat der Film: es macht seinen Standpunkt über die vereinende Kraft des Sports schnell klar, dann aber wiederholt und walzt er die Lektion bis zum Erbrechen aus. Das zweite Problem ist, dass der Film schlecht geschnitten ist: am Ende ist zu viel überflüssiges Material eingefügt, das ca. 20 Min Film hinzufügt und den Streifen dadurch unnötig schwammig werden lässt. Trotzdem ist der Film im Ganzen eine unterhaltsame und aufbauende Erfahrung. Die Geschichte hat das Resultat schon festgelegt, aber Eastwood schafft ein Werk geschaffen, dass als Sport-Film genauso funktioniert wie als Untersuchung der Geburtswehen einer vereinten südafrikanischen Nation.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenRegisseur Clint Eastwood fusioniert geschickt eine politische Geschichte und ein Sport-Drama zusammen und serviert auf Fakten basierende Inspiration – aber nicht so ernst, dass sich der Zuschauer von der Lektion überwältigt fühlt. Der Schlüssel zu Invictus sind jedoch nicht die Spieler, die auf dem Feld herumrennen. Es sind zwei großartige Performances und eine Geschichte, die Herzen rührt und den Verstand begeistert. Es ist schwer, sich jemand anderen als Morgan Freeman als Mandela vorzustellen. Er hätte nur mit seinem Charme und seiner stimme schon gewinnen können. Aber er wird zu Mandela, und wir bekommen ein Fesnter in die Psyche eines Mannes, der einer der größten Figuren der politischen Szene war.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenBasierend auf einem Drehbuch von Anthony Peckham, gelingt dem Film ein Kunststück: er wandelt zwischen Freemans Mandela und Damons Francois Pienaar auf eine Weise, die tatsächlich funktioniert – in gewogenen, gleichmäßigen Schritten. „Invictus“ steuert auf das finale Match als Höhepunkt des Films leicht und doch zielgerichtet hin. Die Schauspieler erden den Film: Freeman kommt zwar nicht allzu weit mit seinem Dialekt, und das Drehbuch beschäftigt sich kaum mit den Komplexitäten dieses Mannes – aber die Darstellung fühlt sich frisch und spontan an. Damon ist auf dem Weg, einer der besten, verlässlichsten Schauspieler seiner Generation zu werden.
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Alle Kritiken (23)
Kommentare (93) — Film: Invictus
uncut123 Wed, 20 Mar 2013 17:25:39 -0000
Kommentar löschender film macht alles richtig....8 x-tra runkte für den tollen o.s.t.
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ThomasWzS Thu, 21 Feb 2013 09:22:49 -0000
Kommentar löschenSolide, sehenswert ... Arpatheit wird mittels Sportsgeist weiter überwunden. Schöne Darstellungen der noch lebenden Charaktere von Freeman und Damon.
Irgendwie wäre in der Thematik noch mehr drin gewesen ...
dafür ist es so absolut familientauglich, für Mannschafts-Sportfans sowieso.
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beast667 Tue, 05 Feb 2013 15:56:34 -0000
Kommentar löschenIch hätte mir mehr gewünscht. Clint Easwood ist als Regisseur toll, Morgan Freeman nimmt man seine Rolle ab, aber irgendwie war ich gelangweilt und nicht interessiert. Und das ist das schlimme. Mich hat eine Story über den Menschen Nelson Mandela nicht interessiert............
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Cellmorbasg Wed, 30 Jan 2013 09:27:09 -0000
Kommentar löschenBis weit in die zweite Hälfte des Films ist die Mischung zwischen Politik und Sport, deren Verbindung die hier thematisiert wird, noch ausgeglichen, doch die letzte halbe Stunde frönt nur noch dem Sportfilm. So wird Zeit verspielt die der weiteren Betrachtung der Wirkung dieses Sportereignisses gehört hätte. Denn das Sportereignisse ein Land bewegen können, ist heutzutage keine Neuigkeit, wie sieht es aber mit der Langzeitwirkung aus. Konnte das Versprechen nicht nur für ein Spiel, sondern dauerhaft eingelöst werden?
Ansonsten aber ein guter Film, wenn auch zurück bleibend hinter den Vorgängern unter Eastwoods Regiearbeiten.
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Tom S. Jaeger Sun, 20 Jan 2013 18:23:05 -0000
Kommentar löschenDa ich am ende meiner "Themenwoche" zu Apartheit und Rassismus keine Lust habe noch einmal die große Keule zu schwingen fasse ich mich hier mal ungewöhnlich kurz.
Freeman verkörpert Mandela genial. Die Schauspieler sind Solide. Die Aussage des Films ist gut. Die Story ist solide - Die Auseinandersetzung mit der Apartheit etwas zu flach. Wunderschöner SOundtrack. Gute Kameraarbeit. Film wirkt gestreckt. (Zb. bis auf das man sie als metapher braucht - Warum haben die Wachleute so verdammt viel Screentime?)
Fazit
Kann man gucken. Freeman fans, müssen ihn gucken.
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heiko.buschhaus Sat, 19 Jan 2013 20:59:25 -0000
Kommentar löschenIch habe den Film mit wenig Anspruch angefangen, nachdem mich Clint Eastwood mit 'J. Edgar' so verscheucht hatte! Ich wurde aber nicht enttäuscht! 'Invictus' berührt einen aufgrund seiner langsamen Aufsplittung der Apartheit in die Demokratie und aufgrund von Matt Damon, der hier ausgezeichnet spielt! Wohingegen man ehrlich gesagt sagen muss, dass Morgan Freeman den Nelson Mandela wie einen göttlichen Übermenschen ohne Fehler darstellt, dessen dauende Offenheit und Entgegenkommen irgendwann anfängt, arschkriecherisch zu wirken! Jedoch reißen einen die Story von Damons Filmfamilie, sowie die der beschwerlichen Annäherung der schwarzen und weißen Bodyguards einen mit, weshalb man anfängt, mit diesen Charakteren mit zu fiebern! Und irgendwie schafft es dieser Film dass auch sein absolut Mainstreames Ende ihn nicht nach unten zieht! Also: überdurchschnittliches Sportlerdrama, dass sich ansehen lässt!
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Bandrix Sat, 06 Oct 2012 16:06:47 -0000
Kommentar löschen„Invictus“ versucht leider nicht neue Wege zu gehen und den Zuschauer zu überraschen.
Es überrascht viel mehr, wie konventionell Clint Eastwood seinen Film hält.
Mit einer für Sportfilme typischen Endspielmentalität bahnt sich „Invictus“ seinen Weg über Hindernisse hinweg zum Triumph.
Es geht hierbei weniger um die Politik Mandelas, auch wenn diese dem unwissenden Zuschauer ganz gut näher gebracht wird, als um Rugby und seine Bedeutung für das Land. Eastwood gibt dem Sport, der Mannschaft und der WM viel mehr Raum, als den politischen Ereignissen.
Getragen wird dies von zwei hervorragenden Darstellern, die beide überzeugen. Morgan Freeman ähnelt Mandela frappierend und auch Matt Damon weiß Akzente zu setzen.
Eastwood geht dabei aber leider zu wenig auf die Apartheid ein, etwas Vorwissen schadet also nicht.
Ironischerweise hat der Film seine besten Szenen nicht, wenn es um seine Hauptdarsteller geht. Die eigentlichen Stars des Filmes sind die Mitglieder der Leibgarde Mandelas.
Diese erst schwarze und später gemischte Truppe veranschaulicht die damalige Situation des Landes sehr genau. Das erste Treffen der weißen und schwarzen Bodyguards ist das Highlight des Filmes.
Da ist dieser Konflikt und spätere Annäherung fast interessanter als die eigentliche Story.
Die ist natürlich solide von Eastwood erzählt, bietet einige emotionale Momente und weiß natürlich auch mitzureißen.
Allerdings wirken solche Sportdramen bei mir immer.
Es ist nur schade, dass Eastwood nicht mehr daraus gemacht hat.
„Invictus“ bleibt also unter seinen Möglichkeiten, kann aber dank der Darsteller und der Regie noch überzeugen.
Auch wenn ich die Einstreuung von schrecklich nervigen Popsongs nicht nachvollziehen kann.
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angelmoonsoul Sun, 01 Jul 2012 15:27:56 -0000
Kommentar löschenAn manchen Stellen war der Film ganz schön langweilig!
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Aragorn II Thu, 31 May 2012 13:48:52 -0000
Kommentar löschenWarum ist Invictus einer meiner Lieblingsfilme?
Es ist die lange unerzählte und vor allem wahre Geschichte über die Größe eines Mannes, der bereit war über alle Rache-,Vergeltungs- oder ähnliche Gedanken hinwegzusehen und bereitwillig denen zu vergeben,die ihm 30 Jahre seines Lebens genommen haben.
Ein überragender Morgan Freeman spielt eine der inspirierendsten Personen aller Zeiten und zeigt, was man mit wahrer Größe erreichen kann.
Auch wenn dieser Film teilweise Längen hat und pathetisch daherkommt, berührt mich dieser Film über die faszinierende Geschichte Südafrikas immer wieder aufs Neue.
Ein toller Matt Daman spielt Francois Pienard,der im Film - wie auch im wahren Leben - eine besondere Beziehung zum Präsidenten aufbaut.
Solch ein Märchen kann nur das wahre Leben schreiben und ist auch deshalb einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Selbst für Leute, die nichts vom Rugby verstehen sehr empfehlenswert ;)
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Aragorn II Thu, 31 May 2012 13:50:10 -0000
Antwort löschenPienaar*
h4ze Mon, 30 Apr 2012 12:44:00 -0000
Kommentar löschenlaaaangweilig...
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mj1978 Tue, 21 Feb 2012 18:25:52 -0000
Kommentar löschenpositiv überrascht, wollte den lange nicht anschauen... gut umgesetzt...
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heikschn Tue, 21 Feb 2012 17:24:53 -0000
Kommentar löschenEiner der schwächeren Eastwoods der vergangenen Jahre. Anders als in Filmen wie beispielsweise Mystik River oder Gran Torino gibt es hier keine kantigen Hauptfiguren. Hier der unnahbare Überpräsident, dort der Rugby-Captain. Kanten durften nur die weiteren Nebenfiguren haben. So wird der Film lediglich von dem einen roten Faden getragen - Südafrika soll durch die Rugby-WM geeint werden. Allerdings ist dieses Zusammenwachsen oft sehr plakativ inszeniert - Symbolik mit dem Holzhammer. Zudem ist gerade die Darstellung des Finales wirklich enttäuschend. Der Zuschauer wird mit dem Spiel alleingelassen. Wer von Rugby keine Ahnung hat, ist nur verwirrt oder gelangweilt. Und dann ist der Film auch schon vorbei und man fragt sich, ob man die Zeit nicht anders hätte investieren sollen.
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stuforcedyou Tue, 21 Feb 2012 11:59:59 -0000
Kommentar löschenEine wahre Geschichte, grundsolide von Eastwood umgesetzt und mit allen typischen Sportfilm-Accessoires ausgestattet. Trotz der historischen Wichtigkeit und Größe des Stoffes sowie der teilhabende Persönlichkeiten ist „Invictus“ im Grunde nicht mehr als gut gemachte Routine. Ein Film der nie wirklich Chancen hat Meister zu werden, aber durchaus ein paar fähige Spieler im Kader hat.
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Homer Simpson Mon, 20 Feb 2012 09:31:48 -0000
Kommentar löschenEindringliches und überzeugendes Sportdrama, mit einem hervorragenden Morgan Freeman.
Solid, umgänglich und sehenswert!
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Scipio Sun, 19 Feb 2012 19:00:26 -0000
Kommentar löschenFür mich ist Rugby kein Sport, sondern Prügelei vor Publikum - trotzdem ist der Film sehenswert, wegen Morgan Freeman (Oskarreif) und Matt Damon.
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mikkean Sun, 19 Feb 2012 18:06:16 -0000
Kommentar löschen"Geschichte wird gemacht. Es geht voran ..." Es gibt sie also doch noch, die großen epischen Dramen der Traumfabrik, die noch mehr auslösen wollen als Schluchz-Attacken und erhöhten Taschentuch-Verbrauch. Clint Eastwood, der große Elder Statesman des US-Kinos zeigt mit "Invictus" wieder mal, wie gute bedeutsame Filme funktionieren können. Was fährt er da nicht alles auf, um Nelson Mandelas Weg zur Einigung Südafrikas durch den Sport aufzubereiten. Massen-Szenen im Stadium, verschwitzte Rugby-Matches, bei denen jede angespannte Sehne greifbar wird. Jubel-Momente im Cape Town und die vielen leisen Schulter-Schlüsse zwischen Schwarz und Weiß. Das schöne und absolut begrüßenswerte an "Invictus" ist seine geglückte Intention, hier keinen reinen Sportfilm abzuliefern, und auch nicht in ein reines Historien-Drama abzudriften. Sport kann Grenzen niederreißen, auch innerhalb von Völkern, allein diese Botschaft kann der Film selbst Nicht-Rugbyfans vermitteln. Und auch der Bedeutung des World Cup 1995 für Südafrika wird Eastwood's Regie-Handhabung angemessen gerecht. Was natürlich bei den Fähigkeiten des nun schon 81-jährigen nicht verwundern dürfte. Und selbstverständlich von der Über-Besetzung Morgan Freeman's als Nelson Mandela nur bestätigt wird. Okay, hier muss natürlich eingeräumt werden, dass "Invictus" sicherlich nicht jedermanns Sache sein kann. Für die einen ist es zu viel des (ja nicht vermeidbaren) Pathos, der Gut-Menschlichkeit, für die anderen ist sportlich vielleicht zu mitreißend gemacht. Aber auch wenn die Assoziationen bequem naheliegend sein dürften, halte ich den Rugby World Cup von damals für das südafrikanische Sommermärchen oder Äquivalent zum Wunder von Bern. Selbst wenn es hier für eine Nation um mehr als nur ein Länder-Match ging. Ja, "Invictus" setzt dem Anliegen Mandelas, sein zerrissenes Land zu einen, ein Denkmal. Mit allen Größen und kleineren Makeln, sei es nun die relative Dominanz Mandelas, bei der die Spieler unter Matt Damon's Leistung als Team Captain Pienaar auf relative einfache Gesten des Annähern und wachsender Beliebtheit bei der ganzen Bevölkerung, etwas in Abseits geraten. Aber andererseits wäre auch ein reines Biopic über den Werdegang Mandelas trotz Freeman nicht das erste gewesen. Ich für meinen Teil sehe in Eastwood's Film auch eine kleinen Denkanstoß fürs eigene Volk, dass mit der Präsidentschaft Obamas immerhin in einer ähnlichen Situation steckte. Trotz aller Bekundung zum Fortschritt, Blockaden im Kopf gibt es immer noch genug. Da ist Sport als Grundlage gemeinsames Interesses eben doch ein erfreuliches Bindemittel dar. Vereinfacht gesagt, Clint Eastwood hat in seinem Alter ein glücklicheres Händchen für die ganz großen Emotionen und Spektakel, die viele seiner jüngeren Kollegen regelmäßig überladen an die Wand krachen lassen. "Invictus" passt da zu jener Art von Filmen, die noch packen können und dabei ihr überaus positives Menschenbild nicht mit aller Gewalt in die Köpfe der Zuschauer einhämmern.
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Miike Mon, 20 Feb 2012 17:59:28 -0000
Antwort löschenDanke :) Sehr guter Kommentar zum Film.
Punsha Sun, 19 Feb 2012 17:40:34 -0000
Kommentar löschenEastwoods nächster Beitrag zur Toleranz gestaltet sich zunächst als tadellos glänzende Arbeit. Er steigt mit seinem Film am sichersten Punkt, nach Mandelas Gefängnisaufenthalt und seinem darauffolgenden Antritt zur Präsidentschaft, ein und analysiert nüchtern die anfängliche Unordnung mit all den zwischenmenschlichen Problemen beider Hautfarben. Mandelas Philosophie zur Regierung seines Landes wird dem Zuschauer sehr gut begreiflich gemacht, genau wie die ersuchte Flucht vor der Apartheid im Sport. Und auch wenn mich Matt Damon als Kapitän der Rugby-Nationalmannschaft von Südafrika wohl das erste Mal richtig überzeugen konnte, verliert sich der Film zunehmend in dieser Weltmeisterschaft und driftet letztlich in typisch amerikanische, überschwängliche Dramatisierung ab. Nichtsdestotrotz kein schlechter Film, der aber einiges an Biss vermissen lies.
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petepitt Sun, 19 Feb 2012 15:20:52 -0000
Kommentar löschenEinmal mehr beweist Regisseur Eastwood, dass er gekonnt Kulissen und Atmosphären erzeugen kann, die bewegen. Er zeigt durch verschiedenen Perspektiven die tiefgründigen Probleme auf, welche aber oberflächlich und einfach gelöst werden. Die überzeugenden Leistungen von Morgan Freeman und Matt Damon lassen über die unkritische Verherrlichung hinwegsehen.
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MoeJoe Sun, 19 Feb 2012 01:02:52 -0000
Kommentar löschenAn bedeutenden Stoff wagt sich Clint Eastwood hier mit „Invictus“. Trotz des lobenswerten Versuchs einer wirklichkeitsgetreuen Umsetzung, lebt der überlange, pathetische Film hauptsächlich von den gelungenen Momenten mit Morgan Freeman als Nelson Mandela und wird somit der ergreifenden Thematik größtenteils nicht gerecht.
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lil_phoenix88 Sat, 18 Feb 2012 23:02:39 -0000
Kommentar löschenEin Glück ist Rugby ein Sport den ich auch so gern anseh, aber irgendwie wurde hier mit zu viel Slow-Motion ein bisschen zu viel darauf rumgeritten. Naja wie auch immer der Film ist klasse, empfehlenswert.
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