Invictus

Invictus (2009), US
Laufzeit 133 Minuten, FSK 6, Drama, Sportfilm, Historienfilm, Kinostart 18.02.2010

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7.3 Kritiker
30 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
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von Clint Eastwood, mit Matt Damon und Tony Kgoroge

Der gerade gewählte Präsident Mandela weiß genau, dass sein Land auch nach dem Ende der Apartheid von Rassenvorurteilen und wirtschaftlichen Benachteiligungen zerrissen ist. Er glaubt allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu können, der alle Schranken überwindet: Mit großem Enthusiasmus unterstützt er das südafrikanische Rugby-Team, obwohl es als Außenseiter bei der Weltmeisterschaft 1995 kaum eine Chance hat.

Handlung

Clint Eastwood drehte eine Mischung aus Poilit- und Sportdrama, ein Werk über eine extrem turbulente und heikle Zeit in Südafrika: kurz nach Ende der Apartheid und der Entlassung Nelson Mandelas aus dem Gefängnis. Dieser übernahm beim Eintritt in sein Amt ein politisches Erbe, wie es schlimmer kaum sein könnte. Die weiße Bevölkerung des Landes war verunsichert und ängstlich ob der Veränderungen, die schwarzen Bewohner waren wütend und sehnten sich nach jahrelangem Kampf um Gleichberechtigung schließlich nach Gerechtigkeit – und manche nach Vergeltung. Mandela sah die Gefahr für Chaos und Bürgerkrieg und suchte nach einem gesellschaftlichen Mittel, um die Einwohner hinter einer Idee zu vereinen. Er fand diese Möglichkeit in der 1995 im Land stattfindenden Rugby-Weltmeisterschaft.

Nelson Mandela (Morgan Freeman) tat sich mit dem Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon) zusammen und schaffte es, die Bevölkerung des ganzen Landes in Begeisterung für “ihr” Team zu vereinen – obwohl Rugby bis dahin als “Sport der Weißen” galt. Die südafrikanischen Springboks schafften es als absolute Underdogs nicht nur ins Finale, sondern gewannen die Meisterschaft sogar. Südafrika erlebte einen Freudentaumel, den Weiße und Schwarze zum ersten Mal zusammen feierten.

Weiterführende Informationen
Invictus – Unbezwungen – Filmkritik auf KultHit.de
Invictus auf moviepilot.de
Invictus auf film-zeit.de

Invictus – Unbezwungen – Trailer auf KultHit.de
Trailer zu Invictus auf moviepilot.de
Invictus – Trailer auf film-zeit.de

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Cast & Crew


Kritiken (23) — Film: Invictus

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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7.5Sehenswert

[...]Morgan Freeman, dessen gesamte Karriere nur auf die Darstellung dieses Mannes hinauszulaufen schien, spielt Mandela, als hätte dieser mehr als bloß ein einziges Herz in der Brust und als schlügen in jedem einzelnen die Werte der Güte, des Verständnisses und der Einigkeit mit voller Kraft. Der besänftigenden Milde seiner Worte, aber auch ihrer klaren Entschlossenheit schenkt man nicht nur Gehör, sondern Glauben und das bewirkt in „Invictus“ nicht zuvorderst die enorm simplifizierte Geschichte und deren mannigfaltige Aussparungen widerständlicher Stimmen, noch die oftmals an Kitschgrenzen stoßenden pathetischen Dialoge, das bewirkt allem voran der Schauspieler Morgan Freeman, der hinter der Ausstrahlung des Menschen Mandela verschwindet und alles Können in den Dienst der Portraitierung dieses Mannes stellt.[...]Allerdings steht und fällt der Film im Laufe der Handlung auch mit diesen Komponenten. Solange er (seichtes) Polit-Drama ist, ist alles gut, sind Freemans Präsenz…

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

ChristiansFoyer

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Ist das so? Außer Vegas 2-Punkte-Ausreißer kommt der hier doch ganz gut weg, oder? Na ja, whatever, für einen Eastwood sicher mit ein paar untypischen Schwächen, aber immer noch ziemlich gutes Kino.


ChristiansFoyer

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Hm, Hereafter werd ich mir wohl die Tage mal ansehen. DER kam ja tatsächlich überwiegend schlecht weg...


Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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2.0Ärgerlich

Clint Eastwoods filmische Schlaftablette über Nelson Mandela und den südafrikanischen Rugby-World-Cup Mitte der 90er. Morgan Freeman darf mit dem Blick eines Teddybären endlich den sanftmütigen Anti-Apartheid-Kämpfer geben, der in seiner Vita noch gefehlt hat. Und Matt Damon spielt Rugby mit blondierten Haaren. Ein endlos ermüdendes pseudopolitisches Pathosgewäsch mit schlecht ausgearbeiteten Figuren, das mit Eastwoods Vorliebe für minutiöses Pianogeklimper in dauerhaften Halbschatten ersäuft. Weder mitreißend noch tiefsinnig, so gehaltvoll wie ein Wikipedia-Dreizeiler über den südafrikanischen Rugby-Sommertraum und in seiner Winner-Dramaturgie so belanglos wie öde. Mit dieser ideenlosen Bebilderung des Amtsantritts Mandelas mag sich Eastwood einen persönlichen Gefallen getan haben, interessantes Potenzial oder spannende Perspektiven gewinnt er dieser Geschichte zu keiner Sekunde ab. Megagelacktes, uramerikanisches Formatkino zum Abgewöhnen.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

as-aka-der-streuner

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nc


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

«Invictus» ist ein nachhaltig aufwühlendes Drama über die Unbesiegbarkeit der menschlichen Würde, das auch eine auflockernde Prise Humor enthält.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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7.0Sehenswert

Gegenüber Gran Torino nähert sich Eastwood diesmal nicht mit kritisch-komischem Biss der Thematik der kontrollierten Rassentrennung. Er greift in die Geschichte und filmt eine Charakterstudie über Mandelas Bemühen, die Schwarzen und Weißen kurz nach seiner Wahl zusammenzubringen. Freeman verkörpert Mandela dabei so glaubwürdig, dass ich zu Beginn dachte, es wäre Mandela selbst. Mandela nutze 1995 gekonnt die Rugby Meisterschaft im eigenen Lande, um einen ersten Schritt aus der Apartheid zu finden, um internationale Politik kümmerte er sich dabei wenig.
Eastwood versteht es dabei gekonnt, die sportlichen Höhepunkte mit Mandelas Wirken zu verbinden, aber das funktioniert natürlich nicht mit ein Bisschen übertriebenen Patriotismus.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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Man mag sich kaum ausmalen, was aus diesem Stoff in den Händen eines weniger subtilen Regisseurs geworden wäre. Zwar ist auch Clint Eastwoods Film oft grenzwertig kitschig, doch Eastwood ist erfahren genug, die Geschichte für sich sprechen zu lassen, ohne die Emotionalität der geglückten Vereinigung zweier verfeindeter Gruppen noch zusätzlich zu betonen. [...] Invictus ist kein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft, sondern eine Ode an einen Mann, der wie wenige andere den Lauf der Geschichte verändert hat.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Und doch ist der Film höchst sehenswert: wegen Mandela, wegen des Geistes, der dahinter steht, wegen Eastwoods gelungener Rugby-Finte, wegen der glaubhaften, wirklich großartigen Darstellung Mandelas durch Morgan Freeman; sympathischer und charismatischer kann man nicht sein. Übrigens ist auch Matt Damon gut; er spielt den Mannschaftskapitän.

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Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Die Botschaft dieses Films ist so eindeutig, dass man sie nicht übersehen kann. Der dargestellte Erfolg Mandelas, über Rugby jedenfalls teilweise die alten Gegensätze des Apartheid-Regimes zu überwinden und neue zu verhindern, wird einem derartig dick aufs Auge gedrückt, dass man durchaus zu dem Urteil kommen könnte, Eastwood habe hier wie nie zuvor in seinen Filmen der Simplizität und Naivität breiten Raum eingeräumt – und daher: Vergesst den Film!

Doch ich bin anderer Meinung.

Es ist ein Kennzeichen der langen Tradition Hollywoods, durch die dramaturgische Simplizität einer Geschichte dem Zuschauer eine Botschaft ohne Umwege und ohne Nebenstränge der Handlung direkt zu servieren. Das kann gut oder schlecht gemacht sein. Vieles hängt vom Inhalt der Botschaft selbst ab; vieles auch von der Art der "Simplizität". Bei "Invictus" würde ich hier in beiden Fällen den Daumen hoch halten.

Da hätten wir zunächst einmal die realistische…

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[...]Clint Eastwood setzt dies in seinem gewohnt ökonomischen und pointierten Regiestil immer wieder gekonnt in Szene. Zur Mitte des Films lässt er die Springboks in die ärmlichen Townships von Johannesburg fahren und mit den dortigen Kindern trainieren. Um Fritz Langs Credo aus „Metropolis“ zu variieren: In diesem Zusammenhang wird der Sport Mittler zwischen Gehirn und Hand. Und tatsächlich: Über das Rugby, über den sensationellen Erfolg der Mannschaft, wird ein erster Schritt getan, um zusammenwachsen zu lassen, was bislang nicht zusammen gehörte. Die Menschen im Stadion, die leergefegten Straßen, der farbige Junge auf dem Polizeiauto der weißen Polizisten. Natürlich, in gewisser Weise ist das Bild, das Eastwood in „Invictus“ anbietet, naiv und bei näherer Betrachtung leicht zu desavouieren. Dieses eine Finale in Südafrika, dieser eine Sieg, hat die Probleme des Landes nicht gelöst, hat nicht die Arbeitslosigkeit beseitigt und hat dem Rassismus unter Garantie keinen endgültigen Riegel vorgeschoben. Doch um einen analytischen Blick auf die Entwicklung Südafrikas unter Mandela geht es Clint Eastwood nicht. Und so ist es legitim, wenn die Apartheid nur am Rande thematisiert wird, wenn Mandela nur in einem sehr isolierten Ausschnitt seines Lebens gezeigt wird. Wenn man also so will, könnte man zu dem Schluss kommen, dass „Invictus“ ein den Zuschauer manipulierendes Feel-Good-Movie ist. Und auch wenn man es sich mit dieser Einschätzung ein wenig einfach machen würde, im Grunde trifft dies durchaus zu. Wer bereit ist, sich auf den Film einzulassen, wird ähnlich berauscht werden, wie die abertausend Menschen im Stadion von Johannesburg.[...]

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Tom Stern, der seit 2003 alle Filme Clint Eastwoods fotografiert hat, führt die Kamera wie gewohnt sehr klassisch. Besonders gelungen sind ihm die Kamerabewegungen aus dem Spielfeld heraus bei den Rugby-Matches, bei denen darüber hinaus die Tonspur Entscheidendes zur Atmosphäre beiträgt. Das Herzstück des Filmes liegt allerdings nicht im Sportlichen, sondern in der Beziehung zwischen dem Präsidenten und dem Sportler. Dadurch wird „Invictus – Unbezwungen“ wie so oft bei Clint Eastwood zu einem Schauspielerfilm.

Morgan Freeman verkörpert Nelson Mandela mit starken Pinselstrichen, etwa durch die sorgfältige Art, direkt nach dem Aufstehen die Bettlaken zurechtzulegen – gewiss ein Relikt aus der jahrzehnten langen Haft. Oder durch sein Nachfragen nach der Familie der Personenschützer, die ihn in aller Herrgottsfrühe bei einem Rundgang begleiten. Morgan Freeman eignet sich nicht nur die Körpersprache, sondern (in der Originalversion) sogar den Sprachduktus von Nelson Mandela an. Matt Damon hat sich für die Rolle nicht nur Muskeln antrainiert. Er gestaltet François Pienaar zwar zurückgenommen, aber ebenso nuancenreich, wie er etwa in der etwas schuljungenhaft steifen Haltung ausdrückt, als er beim Präsidenten zum Tee eingeladen wird. Damit vermittelt „Invictus – Unbezwungen“ dem Zuschauer den Geist der Versöhnung und Vergebung, der Nelson Mandela nach der jahrzehntenlangen Feindschaft so wichtig war. Übrigens: Der Filmtitel geht auf das gleichnamige Gedicht von William Ernest Henley zurück, das Nelson Mandela während seiner Haft auf Robben Island Trost und Kraft gab.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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7.0Sehenswert

Selber schuld, wer bei „Invictus“ das Nelson Mandela Biopic erwartet. Dergleichen hat Regisseur und Produzent Clint Eastwood bestimmt keinem versprochen. Schon das Filmplakat klärt bei vernünftiger Betrachtung die Verhältnisse korrekt, statt falsche Hoffnungen zu wecken: „Invictus“ ist die Ruhmesgeschichte einer Sportmannschaft, die als wichtiges politisches Symbol dient und unter dem Stern Nelson Mandelas steht, der mit Leidenschaft als Glücksschmied diente, um seine Botschaft des Friedens in der Welt zu verankern. [...]

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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5.0Geht so

[...]Doch qualitativ will sich "Invictus" nicht nahtlos einfügen in die Liste großartiger Filme Eastwoods. Denn anstatt der Komplexität der Figur Nelson Mandela in einem Land voller Rassenwahn an den Leib zu rücken, konzentriert sich das Drehbuch auf einen kurzen Zeitraum von Mandelas Wahl zum Präsidenten 1994 bis zur Rugby-WM im eigenen Land 1995.[...]

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Cejay17

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Der Film Dauert ja schon 134 Minuten für ein Jahr. Jetzt rechne mal zusammen wieviel du für 17 Jahre brauchen würdest. ;-)


F. Everschor: Film-Dienst.de

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7.0Sehenswert

Ansonsten jedoch schleppt sich der Film in Eastwoods präziser, aber konventionellen Inszenierung ein wenig schwerfällig von Szene zu Szene. Das ändert sich erst, als es schließlich zum entscheidenden Weltmeisterschaftsspiel kommt, das ausgerechnet gegen das legendäre, als unbesiegbar geltende Team aus Neuseeland ausgetragen werden muss. Hier werden die zuvor mehr abstrakt behandelten Tugenden der Zuversicht und Entschlossenheit im Tumult des rauen Rugby-Spiels mit einer kaum erwarteten technischen Virtuosität demonstriert, die sogar Nichtkenner des Rugby-Sports in die Dramatik des Geschehens hineinzieht. (...) Eastwood nutzt diese Zeit diesmal für ein faszinierendes Porträt Mandelas, der sich keinen besseren Repräsentanten auf der Leinwand hätte wünschen können als Morgan Freeman. Freeman kriecht in die Persönlichkeit Mandelas förmlich hinein, nicht nur in dessen Gestik und schwerfällige Körperlichkeit, sondern im Original auch in dessen Sprachduktus.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Mit steigendem Alter erhöht sich bei Clint Eastwood auch der Output seiner Filme, der mittlerweile 79-Jährige hat anscheinend noch viel zu erzählen: Ähnlich wie Woody Allen ist er jedes Jahr mit mindestens einem Werk am Start und genau wie bei seinem New Yorker Kollegen gibt es auch bei Eastwood stärkere und schwächere Filme. Nach dem grandiosen „Gran Torino“ aus dem vergangnen Jahr zählt „Invictus“ nun eher zu den schwächeren.
Obwohl er erzählerisch großes vorhat: Nelson Mandela (Morgan Freeman) wurde soeben zum südafrikanischen Präsidenten gewählt und steht vor der schweren Aufgabe, das durch die jahrzehntelange Apartheid in Schwarz und Weiß gespaltene Land zu versöhnen. Da kommt ihm die Gelegenheit, dass 1995 der Rugby-Weltcup im eigenen Land ausgetragen wird, grade recht. Die südafrikanische Rugby-Nationalmannschaft, genannt die Springbocks, ist zwar weit davon entfernt, in der Weltspitze des Sports ein Wörtchen mitzureden, doch Mandela begreift dies…

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DerFilmeKenner

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Keins von beiden. Es ist zwar ein Tippfehler, aber nicht witzig.


Dirk Lüneberg

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War ein Tippfehler, danke, habe ich jetzt korrigiert...


Thorsten Funke: critic.de

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Man könnte Eastwood, der hier das Buch „Playing the Enemy“ von John Carlin verfilmt hat, für naiv halten, eine so komplexe Erzählung wie den Weg Südafrikas nach der Apartheid auf ein Sportdrama zu reduzieren. [...] Invictus ist Subtilität wesensfremd. Der Film führt, in Fortsetzung der kulturellen Annäherungen, die der Regisseur in Gran Torino (2008) beschrieben hat, zu einem Mischmasch irgendwo zwischen Banalität und Ergriffenheit – und somit zu ziemlich demselben Gefühl, das ein Sieg der eigenen Mannschaft erzeugen kann.

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sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Ein Südafrikanisches Sommermärchen, das dem Thema Mandela nicht gerecht wird. Weniger Rugby und mehr Mandela (Biopic) wäre wünschenswert gewesen. Der Film kommt nicht an Gran Torino oder Million-$ Baby ran.

Für Freunde des Sports sicher höhere Bewertung möglich.

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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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6.0Ganz gut

Statt weitschweifig die fraglos bewegte Lebensgeschichte Nelson Mandelas aufzurollen, fokussiert Clint Eastwood in seiner Mischung aus Biopic und klassischem Sportfilm einen kurzen Abschnitt im Leben des Friedensnobelpreisträgers. Während der Rugby-Weltmeisterschaft sollte die Nation Südafrika einen kollektiven Freudentaumel erleben, da sich die Underdogs der Nationalmannschaft gegen klare Favoriten durchsetzen und letztendlich überraschend die Trophäe holen konnte. Anhand dieser wahren Geschichte wirft „Invictus“ einen Blick auf die Befindlichkeiten eines krisengeschüttelten Landes, in dem Mandela ein Jahr zuvor zum Präsident gewählt wurde und das noch schwer mit den Nachwirkungen der Apartheid zu kämpfen hat. Morgan Freeman spielt hier nichts weniger als die Rolle seines Lebens und kann bereits jetzt als heißer Anwärter auf den Oscar gehandelt werden. Bis ins letzte Detail verkörpert er einen weisen Mann, der für seine Ideale einsteht – selbst den eigentümlichen Akzent Mandelas imitiert Freeman phonetisch perfekt. Dennoch ist der vitale Bilderbogen kein so großer Wurf, wie es die letzten Arbeiten Eastwoods noch durchweg waren. Dies liegt vielleicht an der weichgespülten Dramaturgie, die nur wenig Ecken und Kanten erkennen lässt und daher nicht an die emotionale Sprengkraft eines „Gran Torino“ heran reicht. Welch eine komplexe gesellschaftliche Tragweite ein Sport-Ereignis haben kann (das durchaus mit dem Wunder von Bern vergleichbar ist), bringt der vor allem in der zweiten Hälfte mitreißende Film trotzdem authentisch auf die Leinwand. An pathetischen Zeitlupensequenzen darf es natürlich nicht fehlen denn „Invictus“ verhandelt große Gesten, große Worte und noch größere Taten.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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9.0Herausragend

Es ist ein sehr guter Film. Er hat Momente, in denen große Emotionen hervorgerufen werden […] Freeman gibt einen großartigen Nelson Mandela […]. Er zeigt ihn als großzügig, selbstbewusst und beruhigend – über einem Kern aus gehärtetem Stahl. Clint Eastwood ist ein Meister-Regisseur, der all die richtigen Töne trifft und uns Mandela lieben lässt, wie er stolz auf Francois ist und die mutigen Springboks anfeuert. Großartige Unterhaltung, nicht, wie ich dachte, ein Biopic über Mandela, wie ich es erwartet hätte.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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7.0Sehenswert

Zwei Hauptprobleme hat der Film: es macht seinen Standpunkt über die vereinende Kraft des Sports schnell klar, dann aber wiederholt und walzt er die Lektion bis zum Erbrechen aus. Das zweite Problem ist, dass der Film schlecht geschnitten ist: am Ende ist zu viel überflüssiges Material eingefügt, das ca. 20 Min Film hinzufügt und den Streifen dadurch unnötig schwammig werden lässt. Trotzdem ist der Film im Ganzen eine unterhaltsame und aufbauende Erfahrung. Die Geschichte hat das Resultat schon festgelegt, aber Eastwood schafft ein Werk geschaffen, dass als Sport-Film genauso funktioniert wie als Untersuchung der Geburtswehen einer vereinten südafrikanischen Nation.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.0Herausragend

Regisseur Clint Eastwood fusioniert geschickt eine politische Geschichte und ein Sport-Drama zusammen und serviert auf Fakten basierende Inspiration – aber nicht so ernst, dass sich der Zuschauer von der Lektion überwältigt fühlt. Der Schlüssel zu Invictus sind jedoch nicht die Spieler, die auf dem Feld herumrennen. Es sind zwei großartige Performances und eine Geschichte, die Herzen rührt und den Verstand begeistert. Es ist schwer, sich jemand anderen als Morgan Freeman als Mandela vorzustellen. Er hätte nur mit seinem Charme und seiner stimme schon gewinnen können. Aber er wird zu Mandela, und wir bekommen ein Fesnter in die Psyche eines Mannes, der einer der größten Figuren der politischen Szene war.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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8.5Ausgezeichnet

Basierend auf einem Drehbuch von Anthony Peckham, gelingt dem Film ein Kunststück: er wandelt zwischen Freemans Mandela und Damons Francois Pienaar auf eine Weise, die tatsächlich funktioniert – in gewogenen, gleichmäßigen Schritten. „Invictus“ steuert auf das finale Match als Höhepunkt des Films leicht und doch zielgerichtet hin. Die Schauspieler erden den Film: Freeman kommt zwar nicht allzu weit mit seinem Dialekt, und das Drehbuch beschäftigt sich kaum mit den Komplexitäten dieses Mannes – aber die Darstellung fühlt sich frisch und spontan an. Damon ist auf dem Weg, einer der besten, verlässlichsten Schauspieler seiner Generation zu werden.

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Kommentare (89) — Film: Invictus

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Aragorn II

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Warum ist Invictus einer meiner Lieblingsfilme?
Es ist die lange unerzählte und vor allem wahre Geschichte über die Größe eines Mannes, der bereit war über alle Rache-,Vergeltungs- oder ähnliche Gedanken hinwegzusehen und bereitwillig denen zu vergeben,die ihm 30 Jahre seines Lebens genommen haben.
Ein überragender Morgan Freeman spielt eine der inspirierendsten Personen aller Zeiten und zeigt, was man mit wahrer Größe erreichen kann.
Auch wenn dieser Film teilweise Längen hat und pathetisch daherkommt, berührt mich dieser Film über die faszinierende Geschichte Südafrikas immer wieder aufs Neue.
Ein toller Matt Daman spielt Francois Pienard,der im Film - wie auch im wahren Leben - eine besondere Beziehung zum Präsidenten aufbaut.
Solch ein Märchen kann nur das wahre Leben schreiben und ist auch deshalb einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Selbst für Leute, die nichts vom Rugby verstehen sehr empfehlenswert ;)

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Aragorn II

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Pienaar*


h4ze

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Bewertung3.0Schwach

laaaangweilig...

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_Garfield

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Bewertung3.0Schwach

Schmerzhaft pathetisches Geschichtsstündchen eines alternden Konservativen, dessen affektierte Theatralik leider nahezu jegliche Stärken vergessen lässt. Denn „Invictus“ ist zunächst einmal ein inszenatorisch, wie auch technisch versiertes Werk über eine bislang wenig Beachtung findende Thematik. Die gesellschaftlichen Zustände zur Zeit von Mandela's Amtsantritt kurz nach dem Ende der Apartheid, sowie seine neue Politik des Verständnisses, der Vergebung, jedoch auch gegen das Vergessen, werden vor allem bislang Unwissenden sehr nachvollziehbar näher gebracht. Insoweit trägt Eastwood also durchaus seinen Teil zur Verbreitung dieser Geschichte bei, klärt uns auf über diese Zeit und die Lehren, die daraus gezogen werden sollten. Freeman's (optische) Darstellung Mandela's ist beeindruckend, Mimik und Gestik, ebenso dessen Optik kommen dem engagierten Südafrikaner durchaus nahe. Und doch bleibt Freeman's exakte Kopie einer Legende eben nur eine Kopie. Eine Kopie ohne Seele, ohne merklichen Antrieb. Eastwood's Mandela ist nicht mehr als eine leere Hülle, hinter dessen verblüffenden Make-up nicht mehr steckt als Schauspiel nach Schema F, Schauspiel nach Regie-Anweisung. Fortwährend von Eastwood's stringenter Dramaturgie und dessen Konzept bedrängt, wird jegliche ehrliche Entfaltung Freeman's gnadenlos konterkariert und vom straffen Zeitplan Eastwood's ohne Rücksicht auf (schauspielerische) Verluste den mannigfaltigen Schauwerten geopfert. Ohne Zweifel, Eastwood versteht es seinen Film nie langweilig werden zu lassen, vermengt Sport-Drama und Biopic, sowie politische Statements durchaus clever zu einem unterhaltsamen Ganzen, welches in der Quintessenz jedoch jegliche Brisanz, jegliche Ansätze, die die überaus interessante Thematik zu bieten hat, vermissen lässt. Denn anstatt sich auf einen eingehenden Diskurs über Ursprünge und Wirkungen von Rassenhass zu konzentrieren, lässt Eastwood den Ur-Amerikaner raushängen. Sein Traumfinale folgt der ewig gleichen Sportdrama-Dramaturgie, er evoziert die ewig gleiche Final-Atmosphäre, spickt das Ganze mit ungeschickten Holzhammer-Metaphern und pathetischer Bildsprache und lässt seine grauenhaften Laiendarsteller zum zehnten Mal in obligatorischer Slow-Motion über den ach so überraschenden Sieg jubeln. Eastwood will die ganz großen Gefühle heraufbeschwören, doch statt einer beeindruckenden Geschichtsstunde, erwartet uns nur das seelenlose Zeugnis technischer Routine und fehlender Inspiration. Der ewig gleiche Einheitsbrei von einem zugegeben talentierten Regisseur inszeniert. Kino ohne Überraschungen, erschreckend ideenlos und austauschbar. Dieses Mal nicht, Mr. Eastwood.

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FilmFreeza

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habe den mir auf DvD gekauft, insofern hoffe ich natürlich nicht, dass das stimmt was du hier geschrieben hast ^^


_Garfield

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Denke, das müsste schon passen. ;)


mj1978

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Bewertung7.0Sehenswert

positiv überrascht, wollte den lange nicht anschauen... gut umgesetzt...

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heikschn

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Bewertung4.0Uninteressant

Einer der schwächeren Eastwoods der vergangenen Jahre. Anders als in Filmen wie beispielsweise Mystik River oder Gran Torino gibt es hier keine kantigen Hauptfiguren. Hier der unnahbare Überpräsident, dort der Rugby-Captain. Kanten durften nur die weiteren Nebenfiguren haben. So wird der Film lediglich von dem einen roten Faden getragen - Südafrika soll durch die Rugby-WM geeint werden. Allerdings ist dieses Zusammenwachsen oft sehr plakativ inszeniert - Symbolik mit dem Holzhammer. Zudem ist gerade die Darstellung des Finales wirklich enttäuschend. Der Zuschauer wird mit dem Spiel alleingelassen. Wer von Rugby keine Ahnung hat, ist nur verwirrt oder gelangweilt. Und dann ist der Film auch schon vorbei und man fragt sich, ob man die Zeit nicht anders hätte investieren sollen.

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stuforcedyou

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine wahre Geschichte, grundsolide von Eastwood umgesetzt und mit allen typischen Sportfilm-Accessoires ausgestattet. Trotz der historischen Wichtigkeit und Größe des Stoffes sowie der teilhabende Persönlichkeiten ist „Invictus“ im Grunde nicht mehr als gut gemachte Routine. Ein Film der nie wirklich Chancen hat Meister zu werden, aber durchaus ein paar fähige Spieler im Kader hat.

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Homer Simpson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eindringliches und überzeugendes Sportdrama, mit einem hervorragenden Morgan Freeman.
Solid, umgänglich und sehenswert!

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Scipio

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Bewertung7.0Sehenswert

Für mich ist Rugby kein Sport, sondern Prügelei vor Publikum - trotzdem ist der Film sehenswert, wegen Morgan Freeman (Oskarreif) und Matt Damon.

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mikkean

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Bewertung7.0Sehenswert

"Geschichte wird gemacht. Es geht voran ..." Es gibt sie also doch noch, die großen epischen Dramen der Traumfabrik, die noch mehr auslösen wollen als Schluchz-Attacken und erhöhten Taschentuch-Verbrauch. Clint Eastwood, der große Elder Statesman des US-Kinos zeigt mit "Invictus" wieder mal, wie gute bedeutsame Filme funktionieren können. Was fährt er da nicht alles auf, um Nelson Mandelas Weg zur Einigung Südafrikas durch den Sport aufzubereiten. Massen-Szenen im Stadium, verschwitzte Rugby-Matches, bei denen jede angespannte Sehne greifbar wird. Jubel-Momente im Cape Town und die vielen leisen Schulter-Schlüsse zwischen Schwarz und Weiß. Das schöne und absolut begrüßenswerte an "Invictus" ist seine geglückte Intention, hier keinen reinen Sportfilm abzuliefern, und auch nicht in ein reines Historien-Drama abzudriften. Sport kann Grenzen niederreißen, auch innerhalb von Völkern, allein diese Botschaft kann der Film selbst Nicht-Rugbyfans vermitteln. Und auch der Bedeutung des World Cup 1995 für Südafrika wird Eastwood's Regie-Handhabung angemessen gerecht. Was natürlich bei den Fähigkeiten des nun schon 81-jährigen nicht verwundern dürfte. Und selbstverständlich von der Über-Besetzung Morgan Freeman's als Nelson Mandela nur bestätigt wird. Okay, hier muss natürlich eingeräumt werden, dass "Invictus" sicherlich nicht jedermanns Sache sein kann. Für die einen ist es zu viel des (ja nicht vermeidbaren) Pathos, der Gut-Menschlichkeit, für die anderen ist sportlich vielleicht zu mitreißend gemacht. Aber auch wenn die Assoziationen bequem naheliegend sein dürften, halte ich den Rugby World Cup von damals für das südafrikanische Sommermärchen oder Äquivalent zum Wunder von Bern. Selbst wenn es hier für eine Nation um mehr als nur ein Länder-Match ging. Ja, "Invictus" setzt dem Anliegen Mandelas, sein zerrissenes Land zu einen, ein Denkmal. Mit allen Größen und kleineren Makeln, sei es nun die relative Dominanz Mandelas, bei der die Spieler unter Matt Damon's Leistung als Team Captain Pienaar auf relative einfache Gesten des Annähern und wachsender Beliebtheit bei der ganzen Bevölkerung, etwas in Abseits geraten. Aber andererseits wäre auch ein reines Biopic über den Werdegang Mandelas trotz Freeman nicht das erste gewesen. Ich für meinen Teil sehe in Eastwood's Film auch eine kleinen Denkanstoß fürs eigene Volk, dass mit der Präsidentschaft Obamas immerhin in einer ähnlichen Situation steckte. Trotz aller Bekundung zum Fortschritt, Blockaden im Kopf gibt es immer noch genug. Da ist Sport als Grundlage gemeinsames Interesses eben doch ein erfreuliches Bindemittel dar. Vereinfacht gesagt, Clint Eastwood hat in seinem Alter ein glücklicheres Händchen für die ganz großen Emotionen und Spektakel, die viele seiner jüngeren Kollegen regelmäßig überladen an die Wand krachen lassen. "Invictus" passt da zu jener Art von Filmen, die noch packen können und dabei ihr überaus positives Menschenbild nicht mit aller Gewalt in die Köpfe der Zuschauer einhämmern.

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Miike

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Danke :) Sehr guter Kommentar zum Film.


Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

Eastwoods nächster Beitrag zur Toleranz gestaltet sich zunächst als tadellos glänzende Arbeit. Er steigt mit seinem Film am sichersten Punkt, nach Mandelas Gefängnisaufenthalt und seinem darauffolgenden Antritt zur Präsidentschaft, ein und analysiert nüchtern die anfängliche Unordnung mit all den zwischenmenschlichen Problemen beider Hautfarben. Mandelas Philosophie zur Regierung seines Landes wird dem Zuschauer sehr gut begreiflich gemacht, genau wie die ersuchte Flucht vor der Apartheid im Sport. Und auch wenn mich Matt Damon als Kapitän der Rugby-Nationalmannschaft von Südafrika wohl das erste Mal richtig überzeugen konnte, verliert sich der Film zunehmend in dieser Weltmeisterschaft und driftet letztlich in typisch amerikanische, überschwängliche Dramatisierung ab. Nichtsdestotrotz kein schlechter Film, der aber einiges an Biss vermissen lies.

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petepitt

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Bewertung7.0Sehenswert

Einmal mehr beweist Regisseur Eastwood, dass er gekonnt Kulissen und Atmosphären erzeugen kann, die bewegen. Er zeigt durch verschiedenen Perspektiven die tiefgründigen Probleme auf, welche aber oberflächlich und einfach gelöst werden. Die überzeugenden Leistungen von Morgan Freeman und Matt Damon lassen über die unkritische Verherrlichung hinwegsehen.

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MoeJoe

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Bewertung5.5Geht so

An bedeutenden Stoff wagt sich Clint Eastwood hier mit „Invictus“. Trotz des lobenswerten Versuchs einer wirklichkeitsgetreuen Umsetzung, lebt der überlange, pathetische Film hauptsächlich von den gelungenen Momenten mit Morgan Freeman als Nelson Mandela und wird somit der ergreifenden Thematik größtenteils nicht gerecht.

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lil_phoenix88

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Glück ist Rugby ein Sport den ich auch so gern anseh, aber irgendwie wurde hier mit zu viel Slow-Motion ein bisschen zu viel darauf rumgeritten. Naja wie auch immer der Film ist klasse, empfehlenswert.

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AgentGuhl86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie so oft bei einem Eastwood-Film kann ich nicht viel meckern. Er hat sich mit "Invictus" einem Phänomen gewidmet, was sicherlich jeder, der sich irgendwie für Teamsport interessiert, kennt: das Mitfiebern mit der eigenen Nationalmannschaft, das ganze Völker dazu bringt miteinander zu feiern und Spaß zu haben und auf diesem Wege mal eben politische Barrieren überwindet, die nicht mal die UN in vielen Jahrzehnten überbrücken würde. Nelson Mandel wusste das auszunutzen, um sein Land einer politischen und vor allem humanen Einigkeit einen bedeutenden Schritt näher zu bringen. Und Dank der großen Schauspielkünste von Morgen Freeman glaubt man teils wirklich, dass der Mensch auf dem Bildschirm wirklich Nelson Mandela ist.
Ein bisschen mäkeln darf man allerdings auch, denn die massiven Probleme die der Film anspricht, scheinen auf der Leinwand teils sehr einfach gelöst zu werden, was ein wenig unglaubwürdig erscheint. Trotzdem hat Clint Eastwood hier wieder mal gute Arbeit geleistet und das TV-Samstagabendprogramm ein wenig versüßt!

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Benjamin Barker

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Bewertung7.5Sehenswert

Irgendwie ist "Invictus" ein typischer 7.5-Punkte-Film. Ein Film, den man gern' hat, der Spaß macht und mit dem man mit Vergnügen seine Zeit verbracht hat. Sehr versöhnlich, angenehm und umgänglich. Dadurch natürlich auch ein Film, der niemandem weh tut.
Nicht spektakulär und auch ziemlich unkritisch, doch durchgehend interessant und mit echten Gänsehaut-Momenten. Von Morgan "Mr Sympathie" Freeman ausgezeichnet verkörpert und vom Boss Clint Eastwood kraftvoll in Szene gesetzt. Ein interessanter Aspekt sind die verschiedenen Perspektiven, die der Film beleuchtet z.B. neben Mandelas auch die des Rugby-Teams, der Security, der Medien und des Volkes. Das bringt Abwechslung und sorgt für interessante Einblicke. Mit der Zeit und in Kombination mit den Sportszenen entwickelt "Invictus" so eine geballte Power, die geradezu mitreißend auf den Zuschauer wirkt.
Manchen wohl zu heroisierend & oberflächlich und auch ganz anders als Eastwoods grimmiges Meisterwerk "Gran Torino". Jedoch in dem, was er tut, dem Zuschauer ein gutes Gefühl zu bescheren, absolut überzeugend. Ein schöner Film.

"Ich bin der Meister meines Los'
Ich bin der Captain meiner Seel'."

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Ein weiterer Geniestreich von Clint Eastwood und perfekt besetzt mit Morgan Freeman. Ich hatte den ganzen Film über einen mehr oder weniger dicken Kloß im Hals. Du magst Rugby nicht? Egal! Du warst noch nie in Südafrika? Egal! Allerdings sollte man schon von Nelson Mandela und der Apartheid gehört haben. Man sollte versuchen, sich ansatzweise in einen Menschen hinein zu versetzen, der für absolut nichts 27 Jahre unter teilweise unmenschlichen Bedingungen in einer winzigen Zelle gehaust hat und es nach seiner Entlassung schafft, gegen jeden Widerstand (selbst aus seiner eigenen Familie) eine Aussöhnung zwischen Schwarz und Weiß in die Wege zu leiten. UNGLAUBLICH! Hierzulande ist dieses Wunder wegen des Mauerfalls etc. etwas untergegangen. Umso schöner, das es Clint gelungen ist, in seiner unverwechselbaren Art, diesem Menschen, diesem Wunder, diesem Land ein filmisches Denkmal zu setzen. Ach ja, eigentlich geht es ja um Rugby. Ziemlich interessantes Spiel und nichts für Weicheier. Das sind die Geschichten, aus denen Geschichte gemacht ist!

UNBEZWUNGEN (William Ernest Henley)

Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung'ne Seel mir gab.

Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart -
mein blut'ger Kopf blieb aufrecht stehn!

Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.

Was kümmert's, daß der Himmel fern
und daß von Straf' mein Buch erzähl',
ICH bin der Herr von meinem Stern,
ICH bin der Meister meiner Seel'!

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Copper

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Habe den Film nicht gesehen, bisher nur einen Trailer und da hat mir das Gedicht so gut gefallen, dass ich es aufgeschrieben habe und es gelernt habe. Es ist ab und an mein Mantra, wenn irgendetwas zu "überstehen" ist.

Ich habe es aber etwas anders aus dem Trailer in Erinnerunge

Ich dank, welch Gott es geben mag,
dass ich vom Joch halt fern die Seel,
ich bin der Meister meines Los,
ich bin der Captain meiner Seel

Aber wie es scheint gibt es von dem Gedicht mehrere Versionen, zumindest wenn man googelt.


Drogba11

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Das Original ist schließlich ein englisches Gedicht:
...
I am the master of my fate
I am the captain of my soul.

Davon gibt es natürlich verschiedene Übersetzungen.


THE_JUDGE

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Bewertung6.5Ganz gut

Irgendwie dachte ich mir nach dem Film, "Das ist mir alles ein wenig zu viel "Wohlfühl-Afrika"". Also ich mag den guten alten Clint, aber da hat er mich echt ein wenig enttäuscht irgendwie. Ich wage jetzt mal zu bezweifeln, dass der filmische Inhalt irgendwie auf realitätsnahen Begebenheiten basiert, was meiner Kritik dann auch eh den Wind aus den Segeln nehmen würde. Aber "alle"(gewollte Übertreibung) Probleme durch den aufstiegt der Rugby-Nationalmannschaft aus den Köpfen der Bevölkerung zu blasen und alles und jeden scheinbar auf eine, die lang herbeigesehnte Stufe auf der alle gleich sind, zu stellen ist doch irgendwie kitschig und fast beleidigend. Die Polizisten hören mit einem Jungen aus den Slums das Rugby-Finale zusammen am Polizeiwagen, das ist doch lächerlich. Ich bin jetzt nicht generell dagegen Filme zu schaffen, die auch mal irgendwie Positives zeigen und einen nicht durch die harte Realität schocken oder so, aber "Invictus" erscheint mir zu geschönt. Kann man sehen wie man will, es gibt ja auch genug Bewertungen oberhalb der 8 Punkte, aber ich denke ich bleib erstmal bei meinen 6,5.

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>MARVEL<

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"Die Polizisten hören mit einem Jungen aus den Slums das Rugby-Finale zusammen am Polizeiwagen, das ist doch lächerlich."

Ist es das? Du warst während der WM 2006 wohl nicht im Lande, was? Wie lieb sich alle plötzlich hatten wenn unsere Jungs gewonnen haben. Leute die man sonst nicht mit dem Arsch anguckt umarmt man vor Freude. In so fern halte ich das absolut nicht für lächerlich!


eddy-movie

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Handlung an sich, 9p. Abzüge wegen überraschend schlechter Schauspielleistung von Matt Damon. Ich muss ehrlich sagen, ich bin enttäuscht. So wie ich ihn in z.B. "der talentierte Mr. Ripley" hervorragend fand so fand ich ihn hier GZSZ reif.

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brainchild

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Bewertung7.0Sehenswert

Clint Eastwoods Inszenierung, für gewöhnlich doch eher nüchtern, wirkt hier ungewöhnlich pathetisch, vor allem im Hollywood-Ende spiegelt sich das wider. Morgan Freeman spielt Mandela durchaus überzeugend, besonders stark unterscheidet die Rolle sich aber nicht von den meisten anderen des Schauspielers. Matt Damon muss schauspielerisch weit weniger leisten als in seiner Rugby-Performance. Sehr wahrscheinlich hätte ich beider Leistung aber höher eingeschätzt, hätte ich nicht erst in den letzten Minuten die Originaltonspur laufen lassen; der südafrikanische Akzent macht da schon einiges aus.
Von der anderen Seite betrachtet ist "Invictus" ein bewusst emotionalisierendes Drama, dass Hoffnung in schweren Zeiten und eine positive Einstellung den Mitmenschen sowie dem Leben an sich gegenüber zu vermitteln versucht. Zugute kommt ihm natürlich, dass die Story auf realen Begebenheiten beruht. Der afrikanisch klingende Soundtrack (u.a. von Eastwoods Sohn Kyle komponiert) tut sein übriges, um die durchweg aufrechte Stimmung zu vermitteln.
Alles in allem wirkt "Invictus" so altersmilde wie Mandela selbst. Wie man das dem Film auslegt, muss jeder für sich entscheiden.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung6.5Ganz gut

Eastwood dreht ein Sportdrama mit Politischem Hintergrund mit Morgan Freeman als Nelson Mandela.
Das kann ja eigendlich nur gut werden!
Oder?
Nicht ganz, denn auch wenn Clint Eastwood natürlich in den letzten Jahren so gut ist wie nie zuvor und man sicher gehen kann dass er keinen schlechten Film drehen wird,
hat mich Invictus nicht ganz mitgerissen-
Natürlich, Freeman spielt den großherzigen Präsidenten so gutmütig und sanft wie fast alle seine Rolle.
Und das ist dann auch gleich wieder das Problem.Irgendwann wirkt es einfach nur wie immer.
Matt Damon von dem man in letzter Zeit auch viel gutes sieht wirkt hier aber sehr farblos.
Die Story über das Ende der Apartheid und seinen Folgen ist jetzt ganz ok aber auch nicht Weltbewegend.
Insgesamt dann doch einer der schlechteren oder mittelmäßigen Eastwood Filme!

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tummelwu

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"Die Story über das Ende der Apartheid und seinen Folgen ist jetzt ganz ok aber auch nicht Weltbewegend." - sag mal hakts?


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