Herbstsonate

Höstsonaten (1978), DE/FR/SE Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.10.1978

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8.0
Kritiker
8 Bewertungen
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7.6
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132 Bewertungen
8 Kommentare
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von Ingmar Bergman, mit Ingrid Bergman und Liv Ullmann

Die gefeierte Pianistin Charlotte bemüht sich nach siebenjähriger Trennung um die Versöhnung mit ihrer ältesten Tochter Eva. Nach anfänglicher Freude über das Wiedersehen kommen schnell wieder alte Spannungen auf. Eva wirft ihrer Mutter vor, sich mehr um die Karriere, als um ihre Familie gekümmert zu haben und gibt ihr die Schuld an ihrer Unfähigkeit zu Lieben. Das gestörte Verhältnis der beiden Frauen gipfelt in offenem Hass und Aggressionen.

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Regie
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Kommentare (8) — Film: Herbstsonate


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AcademyAwardFan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Herbstsonate ist ein zutiefst berührender, wie auch emotionaler Film. Erst ein friedliches Wiedersehen mit Mutter und Tochter. Aber später brechen die Unterdrückten (Hass)- Gefühle aus, so dass sich beide mal richtig aussprechen. Sie führen ein Gespräch, das bei den Zuschauern zutiefst ans Herz geht und selber auch mitfühlen müssen. Es war Ingrids letzter Film, und wegen ihrer tollen Leistung hat Sie auch eine Oscarnominierung bekommen. Schade, dass Liv keine Nominierung bekommen hat. Sie hat genau so stark geglänzt, wie Ingrid.

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DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

Die harmonische Musik während des Vorspanns trügt.
Am Anfang wird die dritte Wand durchbrochen. Der Pfarrer Viktor spricht zu uns und erzählt uns von seiner Frau Eva. Um sie und ihre Mutter Charlotte wird es im Verlauf des Filmes gehen. Eva und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Beide haben Geheimnisse, beide haben lange verdrängte Dinge einander zu sagen.
Ingmar Bergman zeigt sich erneut als großer Menschenkenner. Für mich ist HERBSTSONATE nach SCHREIE UND FLÜSTERN sein unangenehmster Film. Am Anfang ist das ganze noch recht entspannt aber gerade deswegen bemerkt der Zuschauer das hier etwas faul ist, das in dem Mutter/Tochter Verhältnis unausgesprochene Dinge und unterdrückte Gefühle herrschen. In der zweiten Hälfte werden keine Gefangenen mehr gemacht. HERBSTSONATE ist ein zutiefst emotionaler Film dessen Gefühl das er beim Zuschauer auslöst fast unbeschreiblich ist. Grund dafür sind die schockierend echten Leistungen von Ingrid Bergman und Liv Ullman, welche sich ganz ihren Rollen hingeben. Durch sie wird HERBSTSONATE zu einem kraftvollen Kammerspiel voller Intensität und Abgründen, wie nur Ingmar Bergman es inszenieren konnte. Auch zu Erwähnen sei Sven Nykvists Kamera. Ich meine : Der ganze Film spielt in einem Haus und dennoch sind fast alle Aufnahmen wunderschön und könnten auch ein Gemälde sein.

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franticfury

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Wirklich großartiger Film, eigentlich schade, dass Ingmar nicht mehr mit Ingrid gedreht hat.


Cameron

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Bewertung10.0Herausragend

Mein erster Bergman - und was für einer! Ein unglaublich intensives Kammerspiel-Drama, so realitätsnah, dass ich Bauchschmerzen bekam. Denn vermutlich in jeder Familie schlummert, tief unten, ein derartiger Konflikt; unterdrückte (Hass-)Gefühle, die nur nachts und unter Einfluss von viel Wein zutage treten. Ausserdem sind viele Bilder beeindruckend, lassen den Zuschauer schaudern ob ihres Wahrheitsgehalts: die Rückblenden beispielsweise sind umwerfend. Eine sanfte Prise leiser Humor ist auch zu spüren (z.bsp. in der Rückblende, als die Tochter alleine mit ihrem Vater und Onkel zuhause ist). Selten war ich so (unangenehm) berührt von einem Film.

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Jenny von T

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Ein etwas ungewöhnlicher Bergman-Einstieg, für mich aber eines seiner absoluten Highlights. Wenn du HERBSTSONATE mochtest, wirst du wahrscheinlich alles von Bergman lieben. :-)


Cameron

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:D Dann kann ich mich ja auf etwas freuen...


Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schauspielkino par excellence. Wem der clash zwischen Victoria Abril und Marisa Paredes in Almodovars "High Heels" gefallen hat, der dürfte an dieser hasserfüllten Mutter-Tochterbeziehung auch seinen Gefallen finden. Ist zwar durchaus anstrengend, durchhalten lohnt sich aber. Für mich einer der besten von Bergman -trotz der gluckigen Liv Ullmann.

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VisitorQ

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Bewertung9.0Herausragend

So tief hat uns Bergman nur selten in menschliche Abgründe sehen lassen. In Schreie und Flüstern vielleicht... Aber auch nur vielleicht. Ein großartiges, anstrengendes und faszinierendes Meisterwerk.

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cannibal83

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Bewertung9.0Herausragend

Ingmar und Ingrid, hier hat es endlich mit einer Zusammenarbeit geklappt. Das Ergebnis ist ein wahnsinnig intensiver Dialog über Spielfilmlänge, der tief in die menschliche Psyche blicken lässt.

"Herbstsonate" war leider auch Ingrid Bergman's letzter Kinofilm und ihr letzter Auftritt macht einem noch einmal den Verlust für die Filmwelt bewusst. Denn in der kammerspielartigen Atmosphäre dreht die Schwedin zum wiederholten Male richtig auf und haucht damit ihrer Figur "Charlotte" beängstigend viel Leben ein.

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cannibal83

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Ein bisschen Diva muss man in dem Beruf wohl sein...


Sigmund

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Hm, dann ist sie wahrscheinlich wirklich so wie ihre Rolle :)


patcharisma

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Bewertung0.0Hassfilm

Nein! Nicht schon wieder Liv Ullmann!
So kopflastig, dass es einem glatt das Hirn rausfräst. Nur für verkappte Hausfrauen-Feministinnen der ersten Emma-Generation zu empfehlen.

Wenigstens dauerts nicht so lange, wie die ähnlich mühsamen "Szenen einer Ehe". Dafür gibts aber keinen Extra-Punkt!

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boxcarsboxcars

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Bewertung9.0Herausragend

Bergman inszeniert einen 90-minütigen Dialog, für den er alles, was seine Intensität schmälern könnte, auslöscht. Der Erzähler bleibt Erzähler. Kurzzeitig kommt ihm die Funktion einer Erinnerungsstütze bezüglich christlicher Moralvorstellungen zu aber auch hier nur andeutungsweise. Hörstsonaten verfolgt einen Dokumentationscharakter, der vor allem durch eine enorme Zeit- sowie Handlungsraffung und einen beständig aprupten Schnitt herausgeschält wird. Typisch für Bergman ist die Bezugnahme auf einen möglichst geringen Zeitraum, von dem aus er die Vergangenheit der Figuren Stück für Stück zeichnen kann (ein ähnliches Verfahren findet sich in: Das Schweigen, Persona und natürlich Wilde Erdbeeren. Als Gegensätze dazu wären Szenen einer Ehe und Das Siebente Siegel zu nennen). Besonders schlüssig wird dadurch das Setzen eines offenen Endes, welches das einzig logisch mögliche bei seinem Verfahren bleibt.

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