Im Zeichen des Bösen

Touch Of Evil (1958), US Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 30.04.2008

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8.2
Kritiker
28 Bewertungen
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6.4
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1384 Bewertungen
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von Orson Welles, mit Charlton Heston und Janet Leigh

Los Robles, eine kleine Stadt an der amerikanischen-mexikanischen Grenze. Der mexikanische Rauschgiftdetektiv Mike Vargas und seine amerikanische Frau Susan sind Zeugen, als ein reicher Bürger mit seiner Freundin im Auto in die Luft gesprengt wird. Während Vargas sich um den Unfall kümmert und dabei zum erstenmal mit den Sheriff Hank Quinlan aneinandergerät, wird seine Frau von der Grande-Bande in den mexikanischen Teil der Stadt gelockt und in einem Hotel festgehalten und bedroht: ihr Mann solle die Grandes in Ruhe lassen. Auch Vargas wird von den Grandes verfolgt und angegriffen. Aus Sicherheitsgründen bringt Mike seine Frau auf die amerikanische Seite. Aber auch dort wird sie- alleingelassen im Hotel – von den Grandes terrorisiert. In einer Parallelmontage zeigt sich, daß der bärbeißige Sheriff gemeinsame Sache mit den Grandes zu machen scheint. Die Ereignisse überstürzen sich.

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Kritiken (2) — Film: Im Zeichen des Bösen

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Der Film ist eine perfekte Inszenierung, voller kühner Schwarz-Weiß Bilder. Welles, der hier sehr theatralisch auftritt, hat genügend Selbstvertrauen, um die Besessenheit von Hank Quinlan überwältigend darzustellen. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

[...] Orson Welles' letzter in Amerika realisierter Film verknüpft somit gekonnt seine majestätische Liebe zum Kino mit rauen, kühlen Kulissen und einer ruppigen Besetzung, die sich in einer gegen den Strich gebürsteten Story, die einem düsteren Trip gleichkommt, zurecht finden muss, jenseits jeglicher abgesteckter Ideale. Dabei ist vor allem Welles' gewohnt eigenwillige Art und Weise hervorzuheben, wie er mit Hilfe einer bedrückenden Atmosphäre und ambivalenten Figuren eine rabenschwarze Tragödie ungeahnten Ausmaßes entfacht, in der sich unter der Oberfläche das Abgründige entpuppt und dabei das Gute im Bösen und das Böse im Guten porträtiert.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (23) — Film: Im Zeichen des Bösen


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philipp.endres.18

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein fast rundum gelungener Film.
Toller Einstieg, würdiges Ende. Im Mittelteil für meine Begriffe zwar an manchen Stellen bisschen zäh, aber das kann man verschmerzen, da der Film doch immer wieder die Kurve bekommt. Besonders gut fand ich den Soundtrack in manchen Situationen, hat richtig gut gepasst! Bestimmt nicht ein Film den man sich mal so nebenbei anschaut ( erklärt vielleicht den unterirdisch schlechten Userbewertungsdurchschnitt ), aber für Fans des Genres sehr zu empfehlen!

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cyberpunky

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Bewertung6.0Ganz gut

Damals sicher ein Highlight, heute ein Klassiker der mich leider nicht begeistern konnte,
mir aber immer noch besser gefällt als Citizen Kane.

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Icytower

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Bewertung9.0Herausragend

6.4? Oje.
"Touch of Evil" ist ein hervorragend geschriebener, glänzend besetzter und meisterhaft inszenierter Vertreter seiner Zunft. Schon allein die Eingangsszene ist unvergesslich, ebenso wie der Schluss. Selbiges gilt übrigens auch für den Mittelteil... ;-)

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Punsha

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Bewertung9.0Herausragend

Von der Produktionsfirma eingehend verändert und kommerzialisiert, stellt der etwas andere Film noir „Im Zeichen des Bösen“, der als das Ende seiner genrebezogenen Ära gilt auch das Ende Welles' Hollywoodlaufbahn dar, der von dieser Bevormundung zurecht verärgert nach diesem Film nur noch in Europa arbeitete. Doch zum Glück gibt es inzwischen eine Version, die wohl weitestgehend den Wünschen des Regisseurs entsprach und von der ich nun in den nachfolgenden Zeilen berichten werde.

Eine Bombe wird in den Kofferraum eines Autos platziert, welchem die Kamera minutenlang über befahrene Straßen, staubige Gassen und marode Häusern folgt. Doch schnell gebührt die Aufmerksamkeit eines nebenher vergnügt auf dem Fußweg entlangschlendernden Paares, die Frau Amerikanerin, der Mann Mexikaner. In dem Moment, in dem sich ihre Lippen berühren und der flüchtige Gedanke in ihren Köpfen weilt, gemeinsam hier in Los Robles, an der amerikanisch-mexikanischen Grenze, glücklich zu werden - Genau in jenem Moment explodiert die Bombe und in den Köpfen kehrt wieder Realität ein, der traurigen Wahrheit ausgesetzt, dass diese Stadt dreckig und verkommen ist. Diese populäre und unvergessliche Eröffnungsszene des Films führt den Zuschauer wunderbar in die raue Atmosphäre, die allgemeine Stimmung unter den Bürgern und den Zustand jenes Grenz-gelegenen Städtchens ein. Nutten gibt es hier reichlich, mit Drogen wird das große Geld gemacht, Morde und Gewaltverbrechen stehen an der Tagesordnung und über dem ganzen Schmutz steht, wie soll es auch anders sein, ein korrupter Polizeichef. Orson Welles höchstselbst spielt jenen zynisch-grimmigen Antagonisten Quinlan mit furchteinflößender Eleganz und zeigt erneut, was für ein begnadeter Schauspieler er war. Mühevoll versucht er sich durch hässliche Schandtaten beim Publikum unbeliebt zu machen. Welles zeichnet Quinlan aber hintergründig als einen bemitleidenswerten Mann, der für die hohe Kriminalität in seiner Stadt nicht verantwortlich ist, sondern an ihr zugrunde ging, bis er selbst zu dem wurde, was er einmal zu bekämpfen glaubte. Er hat die Welt gesehen und das, wozu sie fähig ist.

Nicht so sein junger, idealistischer und mexikanischer Gegenpart Vargas (Charlton Heston), der der Korruption den Kampf ansagt und der festen Überzeugung ist, die Stadt noch säubern zu können. So kommt es zu einem erbitternden, scheußlichen Krieg zwischen zwei scheinbar grundverschiedenen Charakteren, in dem der Kampf zwischen Engel und Teufel nicht selten auch zum Wechselspiel avanciert. Genauso also wie es hier gute und böse Mexikaner, gesetzestreue und gesetzlose Amerikaner gibt - nicht zufällig spielt der Film an einer Staatsgrenze -, verschwimmen langsam grundlegend die Grenzen zwischen Gut und Böse, bis sie kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Immer öfter hört man dem Schurken die unheilvolle Wahrheit aussprechen, zu der der Zuschauer zum Kopfnicken verdammt ist und immer seltener fiebern wir mit dem für Gerechtigkeit kämpfenden Helden mit. Welles zerstört filmtypische Rollenerwartungen und Klischees und stellt in einem spannenden wie ergreifenden Film eine neue Ordnung her, indem er die Gleichheit aller Individuen, das Unmenschliche im Menschlichen, das Gute im Bösen gesucht und gefunden hat.

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Markbln

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Ich mag den ja viel lieber als Citizen. Ganz toll. Film und Kritik.


Punsha

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Danke. :)


RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hab mir den Film-Noir-Thriller in der Rekonstruktion von 1998 angesehen. Der Krimi-Klassiker wurde vom Studio damals drastisch gekürzt. Cutter Walter Murch ("Der Pate") passte diese Langverion nach Vorgaben von Welles ans Breitbildformat an. Als einer der letzten Vertreter der 'Schwarzen Serie' ist "Im Zeichen des Bösen" absolut sehenswert und kann mit einem tollen Cast aufwarten. Als aufrichtigen, rechtschaffenden und moralisch einwandfreien Mann glänzt hier Charlton Heston in seiner Rolle als Vargas. Dann ist da noch die bezaubernde Janet Leigh als loyale Ehefrau. Obwohl in den Nebenrollen noch Zsa Zsa Gabor, Joseph Cotten, Marlene Dietrich und Dennis Weaver zu sehen sind, verblassen sie alle gegen die übermächtige Leinwandpräsenz des Orson Welles (auch Buch und Regie). Seine Darstellung als verkommener, versoffener, intriganter Bulle Capt. Hank Quinlan ist so großartig wie einmalig. Vargas ist der Gute, Quinlan der Böse. Doch welchen fragwürdigen Gerechtigkeitssinn legt Welles für seine Figuren hier an den Tag? Das wird dem Zuschauer erst in der zweiten Hälfte der Handlung offenbart. Welles lässt daran zweifeln, dass das, was vordergründig richtig zu sein scheint, auch wirklich richtig ist. Obwohl er den formalen Regeln des Genres entsprechend folgt, führt er gleichzeitig deren Widersinnigkeit auf. Das ist eigentlich das intelligente an diesem Film.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

einfach nur cool!so hab ich heston noch nie gesehen.

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein zweifacher Abschied.
Das Kino sagt leise "ciao" zum klassischen Film Noir und Orson Welles sagt grimmig "das wars" zu Hollywood.

Dafür schenkt er dem Zuschauer noch einmal einen großen Beweis seiner Virtuosität.
Geniale Bilder und Sequenzen, gelungen bedrohliche Atmosphäre und ein herrlich arrangierter und platzierter Score aus der Feder des unsterblichen Henry Mancini.

Welles gibt sich einmal mehr omnipräsent. Regie, Drehbuch und tragende Rolle vereint er auf sich. Und mittlerweile ist er dafür auch voluminös genug.

Seine Figur sieht aus wie Charles Foster Kane knietief im Dispo und mit einer kubikmetergroßen Leber. Und ihr wird kubikmetergroß Leben eingehaucht. So sehr, dass der auf Latino getrimmte Charlton Heston in der Hauptrolle trotz ordentlicher, wenn auch etwas steifer Präsentation keine Chance gegen den bewußt plakativen Unsympathen hat.
Kane generiert hier eine Lust am vermeintlichen Bösewicht, wie sie später zum Elementarbestandteil eines guten Thrillers werden sollte.
Heute definiert man die Qualität derlei Filme entscheidend über die Qualität des Gegenspielers, zurecht. Auch ein Grund, warum so viele aktuelle Thriller blass bleiben.

Abgerundet wird der Cast durch perfekt in Szene gesetzte Kurzauftritte solch markanter Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich, Zsa Zsa Gabor oder von Welles´ stetem Kompagnon Joseph Cotten.
Dazu gibt es einen frühen Auftritt von Dennis Weaver, der einige Jahre später der Protagonist in Steven Spielbergs berechtigterweise vielgelobten Debut "Duell" werden sollte.

Zwar kann der Cast auch nichts dagegen tun, dass die Erzählung mitunter wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen hängt, aber das schmälert das Sehvergnügen nicht endgültig. Welles´ betont ruhiger Erzählstil, der auf abrupte Tempowechsel verzichtet, ja beinahe gänzlich auf Tempowechsel an sich, mag dafür sorgen, dass sich besonders der Mittelteil mitunter arg zieht, trotzdem ist "Im Zeichen des Bösen" ein insgesamt sehr ordentlich gespielter, aber vor allem ein einmal mehr bildsprachlich großartig inszenierter Film aus der Hand eines der ganz großen Könner der Kunstform Film.

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spanky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seitens Welles unfassbare Präsenz im Quadrat, physisch wie auch psychisch! Und als Autor und Regisseur bastelt er sich schon mit der ungeschnittenen Eröffnungssequenz ein Denkmal. Wenn dann noch die Dietrich ihre Wangenknochen aus dem Halbdunkel wiegt, kann auch mit einem mit Schuhcreme angeschmierten Heston nichts mehr schief gehen.

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*ulma*

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schönes Ding was der Orson da raus gehauen hat.

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hoffman587

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Bewertung9.0Herausragend

Touch of Evil

"Im Zeichen des Bösen" ist ein komplizierter, spannender, fesselnder und packender Thriller von Orson Welles aus dem Jahre 1958 nach dem Roman "Badge of Evil" von Whit Masterson.

Die Story hört sich erstmal sehr einfach an, sie wird geschickt erzählt und so für den Zuschauer interessant umgesetzt: Ein Attentat führt dazu, dass in einer mexikanischen Grenzstadt der mexikanische Drogenfahnder Vargas und der korrupte Sheriff Quinlan aneinander geraten.

Als ein Teil der Besetzung darf erstmal wieder Orson Welles selbst als Sheriff Quinlan dienen, er spielt die Rolle selbstverständlich genial, allein durch seine großartige Präsenz wirkt seine Rolle des Sheriff schon von Anfang an unsympathisch, sodass ich seine Leistung wahrlich nur als phänomenal bezeichne kann, unfassbar seine Energie beim Schauspielern und neben ihm erbringt Charlton Heston doch eine sehr solide Leistung, wenn man den Aspekt auslässt, dass er hier einen Mexikaner spielt und in der Hinsicht ist er wirklich nicht überzeugend, dafür überzeugt aber einmal mehr Janet Leigh als Susan Vargas, die ihre Rolle gekonnt übernimmt. Das Ganze wird dann noch versüßt mit den großen Auftritten von Marlene Dietrich und Zsa Zsa Gabor, die ihre Figuren selbstverständlich exzellent spielen.

Auch inszenatorisch grenzt der Film schon wieder an gnadenlose Perfektion, jedenfalls würde ich das so sehen, sodass Welles Regiearbeit einmal mehr als genial betitelt werden kann, was besonders für die ungewöhnliche, aber großartige Erzählweise gilt, also das ich mit diesem Ende, naja in der Form, nicht gerechnet hätte und für mich war er eigentlich auch spannend bis zur letzten Sekunde, alles im allem sehr eindrucksvoll.
Das selbe gilt natürlich für die hervorragende Kameraführung, die Kamera spielt förmlich mit den Schwarz-Weißkontrasten, ihre Bilder wirkten auf mich faszinierend und sie erschuf so eine bedrückende Atmosphäre.

Die Charaktere wurde sehr clever ausgeklügelt, mit interessanten Aspekten verziert, am Anfang denkt man noch sie mögen einfach geschnürt sein, doch am Ende bemerkt man die Komplexität ihrer Zeichnung, was sehr intelligent gehandhabt wurde, da war ich wirklich erstaunt und auch über die Dialoge kann ich erstmal nichts schlechtes sagen, sie sind ausgezeichnet, da sie doch auf mich sehr glaubwürdig wirkten.
Zuletzt möchte ich auch noch die tolle musikalische Untermalung von Henry Mancini loben, die zwar meistens äußerst ungewöhnlich eingesetzt wird, aber meiner Meinung nach unterstütze sie so die Szenen perfekt, auf ihre Art eben.

Abschließend möchte ich dann nur noch sagen, dass ich "Im Zeichen des Bösen" für ein bedrückendes und absolut fantastisches Meisterwerk des Film noir vom großen Orson Welles halte.

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hoffman587

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Dankeschön und ich hoffe, das mit dem weniger schön ist so gemeint wie ich denke;)


Filmkenner77

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Ich hätte auch schreiben können, dass ich mir mehr von dem Film versprochen habe.


viewer

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Bewertung4.5Uninteressant

Man muss wohl schon ein Seminar in Filmgeschichte besucht haben, um zu verstehen, was an diesem Film spannend sein soll. Ach Moment, hab ich ja - find ihn trotzdem langweilig!

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guggenheim

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Bewertung3.5Schwach

Ich höre schon die Säbel rasseln: Keine Ahnung von Filmen, Klassiker-Feind, "geh doch Transformers gucken"... Ja ja, stimmt ja alles und mach ich auch noch, zur Zeit kann ich aber nicht, ich muss mir nämlich noch die Haare waschen und den Pony bleichen. Aber vor allem: Es gibt keinen Artenschutz für alte Filme. Und auch nicht für die von Orson Welles. "Touch Of Evil" ist einfach schrecklich langweilig, ziemlich banal und die Schauspieler chargieren unglaublich - allen voran Welles selber. Ein guter Film ist ein guter Film, egal ob er 1 Monat oder 100 Jahre alt ist. Selbiges gilt aber auch für maue Werke...

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guggenheim

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Ich schiebs mal auf die unterschiedlichen Geschmäcker und widme mich beizeiten einem anderen Klassiker. Ich glaube, es wird wohl Das Erste Evangelium Matthäus von Pasolini :)


Filmkenner77

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Puh, ich glaube, den lasse ich mal links liegen. Ich habe ein paar Ausschnitte gesehen. Da bekommt man ja Depressionen. ;-)


ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein dreckiger, fiebriger Krimi der mit seiner fast schon nihilistischen Ausrichtung bei seiner Veröffentlichung sicherlich nicht nur Freunde fand. Hier scheint fast alles verkommen und amoralisch zu sein, allein Vargas und seine Frau stellen so etwas wie Lichtgestalten dar, aber so hell scheinen selbst die nicht.
Und obwohl hier Stars en masse aufgeboten werden, sind es fast allein Orson Welles Schultern, die diesen Film tragen. Einerseits weil er den korrupten, unsympathischen Cop Quinlan so überzeugend und ekelhaft wiedergibt, es dabei aber schafft ihm trotz aller Unarten noch soviel Leben einzuhauchen, dass man die Figur nicht völlig ablehnt. Andererseits weil er hier als Regisseur Filmtechnisch einfach ein Meisterstück abliefert, was mit der faszinierenden Kamerafahrt am Anfang beginnt und sich mit den heissen, rythmischen Bildern der mexikanischen Grenzstadt vorsetzt und letztendlich nicht vor dem finalen Shoot Out endet. Ganz grosse handwerkliche Kunst und wirklich ein optischer Leckerbissen.
Storytechnisch kann "Touch of evil" aber leider nicht ganz mit seiner Optik mithalten. Aufgrund der vielen Figuren und einiger Wendungen ist der Film zwar ziemlich Aufmerksamkeitsfordernd und wirkt dadurch auch recht verschachtelt, so sehr viel passiert aber gerade Anfangs nicht. Besonders die Figur des Vargas bleibt in der ersten Hälfte sehr undurchsichtig, nicht in einer mystischen Weise, sondern man weiss einfach manchmal gar nicht, was er in dem Ganzen zu suchen hat. Schickt ständig sein Frau alleine weg, die von Beginn an bedroht wird, während er sich an Quinlan hängt, wo er aber auch nicht wirklich viel macht. Die zweite Hälfte gewinnt aber nochmal kräftig an Intensität und Spannung und ist dann ein richtig guter, dunkler und morbider Krimi, der kein gutes Licht auf beide Seiten des Gesetzes wirft.
Aber trotz dieser Schönheitsfehler zu Beginn, bewegt sich "Touch of evil" weit über dem Durchschnitt, vorallem wenn man, so wie ich, übliche, Schwarz-Weiss-gezeichnete Kriminalfilme nicht sonderlich mag.
Ein wirklicher Störfaktor war für mich Charlton Heston...den Mexikaner nimmt ihm noch nicht einmal ein Blinder ab...war irgendwie seltsam ihn die gesamte Zeit so geschminkt zu sehen.
Unbedingt mit Originalton gucken, die nachträgliche (denk ich mal) Synchro ist ein Stimmungskiller!

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doc_flunder

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Bewertung7.0Sehenswert

charlton heston wirkt nicht besonders mexikanisch, und auch im director's cut weist der plot rund um leinwandehefrau janet leigh ein paar schwächen auf. dennoch ist "touch of evil" ein absolut sehenswerter film. wahnsinnig gute kamera, wahnsinnig guter orson welles,
spannung bis zum schluss. außerdem dürfen die rückständigen estados unidos den glorreichen united states eine lektion in sauberer, moderner polizeiarbeit erteilen - höchst ungewöhnlich für die damalige zeit.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Sonderlich vom Hocker gerissen hat mich dieser Krimi um einen korrupten Polizeichef und einen Drogenfahnder, der eben diesen auffliegen lassen will, nicht. Die Story ist nicht sehr glaubwürdig, aber inszenatorisch merkt man schon, dass Welles ein Meister seines Faches ist.

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cannibal83

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Bewertung9.0Herausragend

In diesem Film Noir zeigt Orson Welles mal wieder seine überragende Kameraarbeit. Ganz nebenbei überzeugt er auch im Schauspiel-Ensemble als dicker Cop der's mit den Beweisen nicht so genau nimmt. Der Nebenplot um Janet Leigh weckt Erinnerungen an "Psycho" (obwohl der später gedreht wurde) und wird von der Blondine grossartig performt. Marlene Dietrich hingegen zeigt das man auch mit wenig Screentime einem Film seinen Stempel aufdrücken kann.

Ein wahrer Geniestreich von einem Film, spannend und optisch brillant in Szene gesetzt. Irgendwie immer wieder traurig das dieses Kino-Zeitalter vorbei ist.

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tom777

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Bewertung6.0Ganz gut

Es gibt weit bessere Vertreter des Film Noir.
Das Beste an diesem Film war die schauspielerische Leistung von Orson Welles der trotz seiner nur 42 Jahren wie 60 wirkt und die wahrscheinlich seine zweitbeste nach der Darstellung des Harry Lime in "Der Dritte Mann" an den dieser Film aber bei weitem nicht herankommt,darstellt.
Ebenso überzeugen die technischen Aspekte des Films insbesondere die Kameraarbeit und die Beleuchtung sowie die Nebendarsteller wie auch die Musik.
Was die Story betrifft hat sie einige Logiklöcher,besonders der Subplot mit Susie Vargas wirkt etwas konstruiert und braucht außerdem extrem lange um in Fahrt zu kommen weshalb es auch eine deutlich gekürzte Version gab.

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Scottie Ferguson

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Bewertung9.5Herausragend

"Im Zeichen des Bösen" ist nach meiner Meinung Orson Welles' bester Film und für mich auch besser als "Citizen Kane".

Die Kameraarbeit ist atemberaubend und für die 50er mehr als innovativ. Die Besetzung ist ebenfalls herrausragend-Charlton Heston, Janet Leigh und vor allem Orson Welles, der wie so oft eine tolle Performance abliefert.
Der jazzige Soundtrack von Henry Mancini ist dabei noch die perfekte Ergenzung zur Film-Noir-Atmosphäre.

Einer der am meisten unterschätzten Filme, der oftmals nicht als geniales Meisterwerk wahrgenommen wird, was mir unverständlich bleibt.

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filmfan90

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Ich gebe dir voll und ganz recht; mir gefiel "Citizen Kane" zwar noch ein bisschen besser, aber mit "Touch of Evil" bereitete Welles dem klassischen Film Noir ein schillerndes Ende. Dietrich und Gabor in den Nebenrollen verleihen dem Film noch das gewisse Etwas.


Scottie Ferguson

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Aha, hier kennt sich jemand aus. Bin selbst großer Film-Noir-Fan


Jerry50

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Bewertung9.0Herausragend

Hervorragender Film. Zeitlos, spannend, verwirrend und vor allem wird hier noch die hohe Kunst der Schauspielerei gepflegt. Ein Kammerspiel !

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nattfoedd

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderbare Optik des klassischen Film Noir und eine unglaubliche Kamerafahrt in einer einzigen Einstellung gleich zu Beginn, was will man mehr? Alles ist da, krasse hell-dunkel Kontraste im flackernden Licht, die obligatorische Jalousie, Spiegeleffekte und und und, es fehlt eigentlich nur noch der Regen!? Orson Welles als Captain Quinlan gibt den Prototypen des fiesen Noir Cops, während Dennis Weaver als Nachtportier brilliert. Touch of Evil ein genialer Abschluß einer Ära und ein ausgezeichneter Film!

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