Frau ohne Gewissen

Double Indemnity (1944), US
Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 06.06.1950

7.7 Kritiker
18 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.6 Community
826 Bewertungen
17 Kommentare
Frau ohne Gewissen - Bild 34967
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von Billy Wilder, mit Fred MacMurray und Barbara Stanwyck

Phyllis Dietrichson verführt den jungen Versicherungsvertreter Walter Neff und überredet ihn, ihr bei einem Mordkomplott gegen ihren Mann zu helfen. Neff lässt eine hohe Lebensversicherung von Mr. Dietrichson unterschreiben und plant den Mord gemeinsam mit Phyllis. Erst scheint alles aufzugehen und der Tod wird für einen Unfall gehalten. Bis sich ausgerechnet Neffs Kollege und Freund Barton Keyes, der auf Betrügereien spezialisiert ist, einschaltet. Keyes kommt der Wahrheit immer näher und in Neff reift der Wunsch nun auch Phyllis loswerden zu wollen. Doch auch sie hat einen Plan. Als beide schließlich aufeinander treffen, schießt Phyllis zuerst, doch sie verwundet Neff nur und er bringt sie um. Danach schleppt er sich mit letzter Kraft ins Büro, um sein Geständnis auf Tonband aufzunehmen.

Handlung

Der Versicherungsvertreter Walter Neff schleppt sich in sein Büro, um dort ein Geständnis auf Tonband aufzuzeichnen. Er erzählt die Geschichte eines Versicherungsbetrugs, in den er selbst als Mörder verwickelt war:

Eines Tages besucht Neff das Haus von Mr. Dietrichson, damit dieser eine Autoversicherungspolice verlängert. Doch nur seine Frau, Phyllis Dietrichson, ist anwesend. Neff fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Bei einem zweiten Treffen – ihr Mann ist wieder nicht da – fragt sie ihn, ob sie eine Unfallversicherung für ihren Mann abschließen könne, ohne dass dieser davon erführe. Neff ahnt bereits, dass Mrs. Dietrichson Pläne haben könnte, sich ihren Mann vom Hals zu schaffen, und sagt ihr offen, dass er dafür nicht zu haben sei. Später besucht sie ihn zu Hause und überredet ihn, ihren ganzen Charme ausnutzend, dazu, sie bei ihrem Mordplan zu unterstützen. Neff springt darauf an und hat die Idee einen Zugunfall zu inszenieren, weil die Versicherung in einem solchen Fall die doppelte Summe (engl.: double indemnity), nämlich 100000 Dollar zahlen würde.

Um den Vertrag unbemerkt abschließen zu können, legt…

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Kritiken (2) — Film: Frau ohne Gewissen

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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9.5Herausragend

Rückblickend kann man kaum glauben, was "Double Indemnity" alles erfunden hat: Die Femme Fatale. Die Flashback-Voiceover-Narration. Stilprägendes Noir-Bildvokabular wie die streifenartigen Schatten, die durch Jalousien geworfen werden. Ja, selbst das scheinbar uralte und endlos abgegriffene Spannungsmoment-Klischee des Fluchtwagens, der im entscheidenden Moment nicht anspringen will - all das gab's zuerst hier, in "Double Indemnity". Der Film hat keinen hartgesottenen Privatdetektiv zum Helden, der sonst in so vielen der großen Noirs im Vordergrund steht [...] und er ist in der Verwendung seiner verstörenden Bildelemente längst nicht so radikal wie späte Noir-Klassiker á la "Rattennest". Trotzdem: "Double Indemnity" ist und bleibt der erste echte und ultimativ-definitive Film Noir.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

[...] Eine promiskuitive Raubkatze, ein idealistischer Schäferhund und ein besessener Mörder, auf dessen Seite sich der Zuschauer auch noch schlagen muss - dass Hitchcock den Film außerordentlich mochte, ist kein Geheimnis, warum er ihn mochte, wird schnell deutlich. Über "Frau ohne Gewissen" weht einerseits klassischer noir-Hauch, andererseits fatalistischer, erotisch aufgeladener und in den besten hell-dunkel Montagen gar expressionistisch wirkender Krimiduft, der andere Wege einschlug als seine Genrekollegen und seinen Sog in einer schäbigen Welt entfesselt, bei der man förmlich den Staub fühlen kann. Einmal mehr entpuppt sich Wilder als richtungsweisender Regisseur, dessen Werk eine Sonderstellung innerhalb der "Schwarzen Serie" einnimmt. Dennoch gilt es zwei Dinge zu beachten: Die Inhaltsangabe auf der Rückseite der deutschen DVD lässt man lieber links liegen und den deutschen Filmtitel gleich mit. Wilder: "Frau ohne Gewissen"? Das trifft doch auf nahezu jede Frau zu."

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Kommentare (15) — Film: Frau ohne Gewissen

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Jack_Torrance

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein erster Wilder und mein erster offizieller Film Noir. Wer will, kann mir gratulieren; wer an meiner Meinung interessiert ist, kann sich jetzt meinen Kommentar durchlesen:

Aaaaalso, manch einer wird sich meine Wertung in Anbetracht ziehend brüllen: "Waaas, das ist doch ein ganz klarer 10-Punkte-Film !!! Ein Meisterwerk !!!" und - ja, vielleicht ist es ein "10-Punkte-Film", aber mit der Wertung sage ich nicht aus, wie der Film ist, sondern wie ich ihn persönlich (!) empfinde.
Genug zum Bewertungssystem, kommen wir zum Wesentlichen:
Schon zu Beginn beeindruckt Wilder mit seinen düsteren Bildern was weiß ich welcher Stadt und entfaltet schon zu Beginn eine Sogwirkung...die er allerdings nicht bis zum Ende halten kann...
Denn von da an ist Double Idemnity eine Krimi-Love-Story, die mich nicht richtig fesseln konnte: zu ereignisarm die Geschichte, zu uninterissant die Beziehung zwischen Phillys und Walter (was er an ihr gefunden hat, bleibt mir außerdem schleierhaft - hübsch fand ich sie nicht)...
Aaaaber am Ende entlarvt Wilder dieses klischeehafte Liebesgeplänkel und Stereotypengehabe und konzentriert sich verstärkt auf die Psychologie der Charaktere, den Rest deutet bereits der komplett fehlgeschlagene deutsche Titel "Frau ohne Gewissen" an.

Auf psychologischer und vielleicht auch intellektueller Ebene mag der Film ein Meisterwerk sein, aber mich persönlich ließ er irgendwie kalt. Mit klassischen Filmen habe ich bis jetzt so meine Probleme...

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Tyler.Fincher

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Manchen Klassikern sieht man durchaus an, weswegen sie als “Klassiker” bezeichnet wurden. Billy Wilders "Double Indemnity" (der deutsche Titel gehört erschossen) gehört definitiv dazu. Er ist wunderbar gealtert und kann heute noch mühelos gesehen werden, ohne den Eindruck zu hinterlassen groß angestaubt zu sein. Die Story ist simpel aber der Verlauf überaus spannend gestrickt. Gerade die Beziehung zwischen MacMurray‘s, Stanwyck‘s sowie G. Robinson’s Charakter, die daraus resultierende Spannung sowie der sich aufbauende Konflikt: das alles funktioniert mühelos und ist die große Stärke des Films. Dazu eine Atmosphäre zum niederknien, erlesene s/w-Bilder und einen manchmal vielleicht zu expliziten „on-the-nose“-Voice-Over. Definitiv was für Hitchcock-Fans und eine Perle der schwarzen Serie. Einfach Stark!

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klassiker der Filmgeschichte haben es nicht immer leicht, sich beim heranwachsenden Publikum zu etablieren. Mögen es Settings, Szenenabfolgen, bestimmte Konventionen in Bild und Ton sowie ein bestimmter Erzählstil sein, vieles wird und wurde in späteren Filmepochen wieder eingesetzt, sodass man womöglich seltener als erhofft den Moment der Überraschung über eine originelle Filmidee erkennt und genießt. Umso mehr spricht es für die Qualität dieses Vorreiters, wenn er trotzdem seine Vorteil komplett ausspielen kann - wie Billy Wilders "Frau ohne Gewissen". In diesem Fall ist es der Film noir, welches die besagte Überschrift liefert.

Wenn Hauptdarsteller Fred MacMurray zu Beginn erschöpft im Büro sein Geständnis ablegt, dann mag es aus heutiger Perspektive wie ein Klischee erscheinen, hat man doch hier und dort schon so einige Persiflagen (als Beispiel sei "Tote tragen keine Karos" genannt) erlebt. Wenn aber ein sehr cleveres Drehbuch auf eine stilsichere Regie eines Billy Wilders trifft, bleibt einem quasi gar nichts anderes übrig, sich dieser dunklen Kriminalgeschichte über einen Versicherungsbetrug in seiner ganzen Fülle hinzugeben. Zwar bekommen wir nicht die klassische Detektivrolle zu sehen, dafür wohl aber die überzeugendste Femme fatale, die man jemals auf der Leinwand sehen konnte. Barbara Stanwyck ist damit trotz der männlichen Kollegen so etwas wie der Star des Films, außer der gewöhnungsbedürftigen Frisur passt hier alles. Auf der Gegenseite präsentiert sich ein guter Edward G. Robinson als loyaler Mitarbeiter und langjähriger Kollege von MacMurray. Und eben dieser befindet sich trotz seiner Bürde ziemlich dazwischen. In der Position des Antihelden und Ich-Erzählers fiebert man den Film hindurch mit, wie ein zuerst eigentlich perfekter Plan langsam seine Risswunden bekommt. In perfekter Krimimanier wird die Luft immer dünner für MacMurray, bis er selbst fast keinen Ausweg mehr erkennt. Der süße Duft, die Verblendung durch eine Liaison muss eben doch teuer bezahlt werden.

Obwohl der Anfang etwas von der schlussendlichen Richtung vorwegnimmt, ist dieser Film noir dennoch permanent spannend und mitreißend in seiner dichten und wendungsreichen Erzählweise. Das Ende ist Wilder-typisch in seiner Symbolik absolut perfekt und vollendet das gute Gefühl, einem ohne Zweifel prägenden Film dieser Ära beigewohnt zu haben. Selten wurde Tragik so schön porträtiert.

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chs88

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Bewertung9.0Herausragend

Auf meiner Entdeckungsreise durch die Welt des Film Noir, habe ich gestern Abend diesen hier erwischt.
Nun ja, was soll man sagen zu einem Film, der so Film Noir ist wie ein Film nur sein kann. Es ist alles da, die Femme fatale, überragend verkörpert durch die wunderbare Barbara Stanwyck, der Ich-Erzähler, die so berühmten gestreiften Schatten einer Schalosie und natürlich das Auto, das im entscheidenden Moment nicht anspringen will. Man könnte fast meinen es handele sich um eine Persiflage. Aber weit gefehlt, 'Frau ohne Gewissen' ist ein perfekter, in herrlichen Schwarz- Weißbildern eingefangener, Thriller, der unglaublich atmosphärisch dicht und spannend ist, was letztendlich genau durch diese stilistischen Mittel des Film Noir erreicht wird. Das Ensemble der wenigen Schauspieler ist genau nach meinem Geschmack: Fred MacMurray, Barbara Stanwyck und der überragende Edward G. Robinson. Sie alle spielen auf einem Niveau, dass es kracht, natürlich in dieser kühlen, etwas staksigen Art dieser Zeit, aber so muss es ja schließlich bei dieser Art Film auch sein. Dann noch die Geschichte, die den Zuschauer geradezu dazu auffordert sich ständig andere Zusammenhänge und Auflösungen auszudenken und am Ende.... Nein, das wird hier nicht verraten. Schaut ihn euch selbst an, ihr werdet es nicht bereuen.

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Keky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viel besser als so manch neuerer Film!
Muss sich nicht hinter "modernen" Thrillern aus unserer Zeit verstecken. Absolut spannender und unterhaltsamer Film-Noir. Die guten alten Filme sind doch die besten. :)

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Joe Gillis

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Bewertung9.0Herausragend

»I killed him for money and a woman. And I didn't get the money and I didn't get the woman.« Walter Neff (Fred MacMurray) ist ein sympathischer Typ, ein gewiefter Versicherungsagent, einer, der sich kein X für ein U vormachen läßt. Doch dann trifft er: sie. Sie heißt Phyllis Dietrichson (Barbara Stanwyck), sie ist die Frau eines wohlhabenden Klienten – sie trägt ein hypnotisierendes Fußkettchen, ihre Brüste dehnen die knappe Bluse wie Spitzsiebe, unter den falschblonden Haaren gärt das tiefe Verlangen nach mehr von allem. Und plötzlich ist Walter gar nicht mehr so nett: In Phyllis’ provozierenden Blicken spiegelt sich sein anderes, sein gieriges Selbst, in ihren tückischen Worten vernimmt er das schallende Echo der eigenen Niedertracht … Billy Wilder und Raymond Chandler schaffen (nach einer Erzählung von James M. Cain) einen, visuell wie psychologisch, atemberaubend schwarzen Straight-down-the-line-Thriller (mit der Betonung auf ›down‹), der den Zuschauer an der Seite des (right from the beginning) unrettbar verlorenen Ich-Erzählers (»Double Indemnity« ist Walters Mord- und Betrugsgeständnis an einen – von Edward G. Robinson verkörperten – väterlichen Freund und Kollegen) auf eine verwünscht-lustvolle Reise in den Untergang schickt: »It's a one-way trip and the last stop is the cemetery.« Die tragische Ironie des Films kulminiert in der Überführung des negativen Helden durch den einzigen Menschen, der ihn wirklich liebt – so endet die bittere menschliche Komödie mit einer doppelten Abfindung: Enttäuschung und Tod. »Pretty, isn't it?«

http://kinotagebuch.blogspot.com/

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Le Samourai

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Aber Hallo. Dieses Ende....


filmschauer

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Ach ja, der Welles-Film wird selbstverständlich auch noch 'mitgenommen'.


ash-williams

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was braucht man für einen guten Film Noir? Einen Mann mit einer guten Erzählstimme, schwarz-weiß Bilder mit tollen Schatten und eine Geschichte voll Gier und Durchtriebenheit. All dies erfüllt Double Indemnity voll und ganz. Die Dialoge sind wie von Wilder gewohnt super, die Darsteller spielen sehr gut und die Stimmung ist vorhanden. Die Erzählstruktur ist Film-Noir typisch in einer Rückblende gehalten und die Stimme von Fred MacMurray zieht einen in seinen Bann! Somit ist Double Indemnity ein gut funktionierender Film über die Abgründe der menschlichen Psyche, Habgier und Hass!

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ElMagico

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein kleine Enttäuschung für mich, aber eine Enttäuschung auf hohem Niveau. Mein Problem war wohl, dass ich etwas ähnlich drückendes und dichtes wie Wilders "Sunset Boulevard" erwartete, was "Double Indemnity" leider zu keinem Zeitpunkt ist.
Es schien doch alles sehr konstruiert, sei es nun der Plot oder auch die Charaktere und mir fehlte da einfach ein wenig der Tiefgang. Die Figuren treffen hier oft leichtfertig schwerwiegende Entscheidungen, ohne das man eine nachvollziehbare Motivation dafür erkennt und bleiben insgesamt allesamt recht einseitig gezeichnet, bzw. ergeben sich den Klischees ihrer Rolle. Ausnehmen muss ich hier die Rollen von Edward G. Robinson und Jean Heather, denen hier die meisten menschlichen Züge zukommen und die anscheinend auch für den Film so etwas wie das Gute darstellen, neben all der Verruchtheit und dem kriminellen Potential der anderen Figuren.
Auch so etwas wie Spannung trat für mich erst in der zweiten Hälfte des Films auf, nachdem der einfache Crime-Plot durch ein paar Wendungen weniger vorhersehbar wurde und somit auch die Figuren etwas aus ihren Formelhaften Charakteren ausbrechen mussten. Denn gerade in den ersten 20 Minuten hatte ich wirklich meine Probleme mit dem Film, zu schnell ging mir das alles und die Rolle der Femme Fatal Phyllis, war für mich gelinde gesagt fehlbesetzt. Barbara Stanwyck stellt für mich zu keinem Moment die Frau dar, für die man mir nichts, dir nichts sein Leben hinwirft und einen Mord begeht.
Möglicherweise sind alle meine Kritikpunkte Charakteristika des Film Noir, da kenn ich mich nicht gut genug aus. Es ist ja auch beileibe kein schlechter Film, er bewegt sich, vom Beginn abgesehen, durchgänging auf der Schwelle zum wirklich tollen Film, aber überschreitet diese Schwelle eben nie und verstand es nur selten mich so richtig zu fesseln.

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BigDi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Willkommen im Film Noir, unserem ungemütlichen Lebensraum. Unsere Umgebung ist schwarz-weiß - unserem Inneren fehlt der helle Teil. Wir sind der lebende Beweis dafür, dass man niemandem trauen sollte, doch selbst machen wir, getrieben von Gier und Lust, diesen Fehler oft - zu oft. Wir geben unheimlich coole Sprüche von uns, auf unserem selbstverschuldeten Abstieg in die Hölle, und verbergen unsere Verdorbenheit mit stoischer Eleganz - zumindestens versuchen wir es. Manche Menschen fallen gerne darauf ein und bewundern uns bei unserem gewissenslosen, törichten Suizid mit verlangsamter Wirkung. Gar nicht zu unrecht: Denn wenn wir, nach der hoffnungslosen Flucht vor der Fatalität unseres Daseins und den ergebnislosen Versuchen, das Blut von unseren Händen zu waschen, auf dem Boden der Tatsachen zusammenbrechen und zum letzten Mal Luft holen, dann ist die Zigarette in unserem Mundwinkel das einzige Fünkchen Wärme unseres eiskalten Wesens.

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Tobias

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Bewertung9.0Herausragend

"Frau ohne Gewissen" beginnt mit klassischem Pornoplot (und für einen Film aus den 40er Jahren überraschend keck), entwickelt sich dann zu einem selten intensiven und faszinierenden blick auf das böse, kriminelle potenzial zweier einsamer menschen (was eher an die capote verfilmung "in cold blood" von richard brooks erinnert), um dann einen haken zu schlagen in Richtung knisternder Spannung a la Hitchcock. Das ganze mit ungemein scharfen dialogen, die sich Drehbuchautor Raymond Chandler und Regisseur Billy Wilder, die sich angeblich überhaupt nicht ausstehen konnten, in mühsamem Zweikampf bis zur Erschöpfung gegeinseitig ins Optimum abgerungen haben. Ein durch und durch erstaunlicher Film. Sehr sehenswert.

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doc_flunder

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Bewertung7.0Sehenswert

stimmungsvoll, spannend und grundsätzlich clever, aber auch ein wenig überkonstruiert.

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich muss sagen das ich bis jetzt noch nicht viele Noir Filme gesehen habe was meine Aussage vielleicht recht komisch wirken lässt. Aber Double Indemnity ist wahrlich der Beste Noir Film den ich bis jetzt gesehen habe und da muss schon einiges kommen um diesen Crime Thriller zu Überbieten. Mit wunderbarem Drehbuch und perfekt Besetztem Cast zaubert uns Billy Wilder hier einen Spannungsgeladenen Crime Noir Thriller auf Zelluloid.
Aber mal ehrlich muss man zu einem Film von Billy Wilder wirklich noch was sagen ?

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nattfoedd

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Bewertung9.5Herausragend

From the Moment they met it was Murder!

Um die Überschrift fortzuführen könnte man auch zusammenfassend sagen, "The purest essence of Film noir!", was Billy Wilder 1944 da auf Zelluloid gebannt hat.
Die tiefe Schwärze dieses Films macht Süchtig von der ersten Minute an. Das geniale Intro, ein unheimliches Schattenspiel eines Mannes auf Krücken zieht den Zuschauer bereits nach Sekunden in den Bann und stimmt ihn ein auf die kommenden Einhundert Minuten Düsternis und menschlicher Abgründe.
Walter Neff schleppt sich mit letzter Kraft, schwer verwundet in das verlassene Büro des Kollegen und gesteht zerknirscht: "I killed him for money and for a woman. I didn't get the money... and I didn't get the woman." Und so nimmt er uns mit in seinem Geständnis, zurück zu ihr, Phyllis Dietrichson, der er (trotz unansehnlicher blonder Perücke) hoffnungslos verfallen alle Grundsätze, alle Moral über Bord warf, zurück zu ihr, oh Femme fatale! Dem Zuschauer bleibt keine Wahl, zu verlockend ist das Böse, er fiebert mit den beiden mit und wird belohnt dabei mit wunderschönen Bildern, die man später als den klassischen Film Noir bezeichnen wird. Ein herausragender Film, den jeder mit einem Hauch von Schwarz auf der Seele gesehen haben muß.

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willy50

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diesen Film sollte man ohne schlechtes Gewissen in die Filmsammlung aufnehmen.
Da hatte Billy Wilder noch Biss ! Und es ist der beste Film von Fred MacMurray, der dann mit
seichten Familienserien berühmt wurde.

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Kubrick_obscura

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannend, tragisch, komisch, traurig, clever und, was das wichtigste ist, TIEFSCHWARZ!!! Der beste Film-Noir, eindeutig!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

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