Mörderischer Frieden

Mörderischer Frieden (2007), DE
Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.11.2007

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4.3 Kritiker
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von Rudolf Schweiger, mit Adrian Topol und Max Riemelt

Der Kosovo-Einsatz 1999. Zwei deutsche KFOR Soldaten, Charly und Tom, retten eine junge Serbin vor der Blutrache eines jugendlichen albanischen Heckenschützen. Als sich Charly in die junge Frau verliebt, verlieren sie ihre professionelle Distanz, und werden unmittelbar mit dem Hass und der Gewalt dieses Konfliktes konfrontiert.

Handlung

Der Kosovo-Einsatz 1999

Im Juni 1999 werden KFOR-Truppen im Kosovo stationiert, darunter auch eine Gruppe deutscher Bundeswehrsoldaten. Im Mittelpunkt des Films stehen der Feldwebel Tom Kapielski (Adrian Topol), der das Kommando über die Gruppe hat, sowie der ihm unterstellte Charly Berger (Max Riemelt). Beide sind trotz unterschiedlicher Dienstgrade eng befreundet.

Die Soldaten versuchen, die beklemmende Atmosphäre im Einsatzgebiet mit kleinen Späßen und Videoaufnahmen aufzulockern und glauben an keinen ernsthaften Einsatz. Doch es kommt anders als erwartet.

Der Überfall

Als eine albanische Untergrundorganisation einen Anschlag auf die Stadt verübt, in der die Truppen stationiert sind, erfahren die Soldaten die Bedeutung des Krieges am eigenen Leib. Entgegen des ausdrücklichen Befehls von Kapielski, begibt sich Charly in den Kugelhagel, um die Zielscheibe des Angriffs, die junge Serbin Mirjana (Susanne Bormann), zu schützen. Dabei wird nicht nur sie, sondern auch er angeschossen. Beide können im Krankenhaus versorgt werden und selbiges schon bald wieder verlassen.

Charly versucht immer wieder, Mirjana wiederzutreffen, da sie ihm bereits vom ersten Augenblick gefallen hat. Gemeinsam mit seinem Freund Tom versucht er nun herauszufinden, wer hinter dem Überfall steckt.

Mirjana ist die Tochter des serbischen Arztes Dr. Goran Jovovic (Peter Bongartz), der vermutlich das eigentliche Ziel der Attentäter sein sollte. Es stellt sich heraus, dass nicht mehrere Personen für den Überfall verantwortlich waren, sondern ein kleiner Junge, der sich Toms Aufforderung, die Drahtzieher zu verraten, widersetzt.

Ende

Nach einigen Nachforschungen wird der Drahtzieher der Albaner gefunden, der innerhalb des Städtchens von den Bewohnern seine gerechte Strafe erhält.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Webseite des Verleihs Movienet
Linksammlung unter filmz.de
Einsatz der Bundeswehr im Kosovo, Informationen unter einsatz.bundeswehr.de


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Mörderischer Frieden

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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6.0Ganz gut

“Snipers Valley – Mörderischer Frieden” ist ein etwas durchwachsener Kriegsfilm aus Deutschland. Zwar sind die Kriegshandlungen nicht das Kernelement des Films, aber immer noch ein wichtiges Element. Insgesamt gesehen ist der Film ein Werk, dass man sich gerne im Sonntagsprogramm der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten ansieht, aber nicht ins DVD-Regal stellt.

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Ines Kappert: taz, jungle world Ines Kappert: taz, jungle world

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6.0Ganz gut

"Mörderischer Frieden" mag den Alltag und die Schwierigkeiten deutscher Soldaten zeigen, um sie zu feiern. Doch unter der Hand verwandelt er sich zu einem Antikriegsfilm. Allein das macht ihn sehenswert. Zumal die Dialoge gemeinsam mit der unbeholfenen TV-Kitsch-Symbolik für viel unfreiwillige Komik sorgen. "Mörderischer Frieden" ist Trash wider Willen. En passant zeigt er, dass die einzig gangbare Lösung darin besteht, eine Zivilgesellschaft aufzubauen.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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2.5Ärgerlich

Die Inszenierung – und das ist schon das Beste, was man über sie sagen kann – fällt nicht weiter negativ auf. Mit einer Ausnahme: Die pathosschwangere Musikuntermalung will zu keiner Zeit zu den Bildern und der Stimmungslage des Films passen. Mag sein, dass ein Hollywood-Blockbuster ohne einen derart opulenten Klangteppich nicht auskommt, im Kontext dieser Geschichte und der übrigen Inszenierung wirken die schwülstigen Kompositionen nur wie unnötiger, weil unfreiwillig komischer Ballast.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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4.0Uninteressant

Über weite Strecken wirkt der Film wie ein Schulungsvideo der Bundeswehr – gedreht mit besten Absichten, aber mit mangelnden Mitteln. Rekrutenwerbung sieht anders aus, vermutlich spannender. Umgekehrt hätten auch ein paar kritischere Töne nicht geschadet, um das Berufsbild Soldat einem interessierten Publikum näher zu bringen. Der deutsche Army-Film steckt eindeutig noch in der Ausbildung.

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Kommentare (2) — Film: Mörderischer Frieden

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SamRamJam

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Bewertung6.0Ganz gut

Es gibt keinen Konflikt mit US Beteiligung aus dem nicht mindestens zehn Filme gedreht wurde. Schön ist es daher mal etwas abwechslung zu bekommen und einen Film über den Kosovo Einsatz der Bundeswehr zu bekommen. Leider krankt der Film an dem was viele deutsche Filme haben. Zuersteinmal ist der Kosovo kaum mehr wie Kulisse da es nicht wirklich um den Konflikt geht. So werden weder Albaner noch Serben beleidigt und die Führung der Bundeswehr dürfte auch keine Probleme mit diesem Film haben. Einige der Nebenrollen werden zwar ziemlich ins schwarz/ weiß Schema gepresst (vor allem dieser seltsame Oberfeldwebel) aber im großen und ganzen tritt der Film niemanden auf die Füße und schrammt so am möglichen Potenzial vorbei. Desweiteren gibt es auch hier wieder eher dürftige Schauspieler, dramaturgische Schwächen im Drehbuch und den Dialogen und scheinbare Budgetknappheit... zumindenst wäre mehr möglich gewesen.

Was bleibt ist eine nette Abwechslung im Kriegsgenre die auch mal deutsche Soldaten fernab der Wehrmacht zeigt. Durch die typischen ''Deutscher Film'' Symptome gibt es allerdings nichts am Film was irgendwie im Gedächtnis hängen bleibt. Schade, aber sei's drum.

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patcharisma

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film zeigt eine neutrale, sehr unaufdringliche Betrachtung auf den Jugo-Krieg. Mehr will er nicht & ist in dem Sinne sehr gut, da er nur Begebenheiten zeigt & nicht in Schwarz-Weiss/Gut & Böse teilt. Wer ihm zuviel Melo vorwirft (Frau- & Kind-Aspekt) hats auch nicht kapiert: In so einem "Scheiss-Land" (Riemelt) & "-Krieg" ist für einen 20-jährigen Soldaten die Metapher einer schönen Frau oder die Hoffnung ein Kind zu retten, noch das einzige, dass Sinn ergibt. KFOR- & Jugo-Kriegsbeteiligte geben dem Film jedenfalls ein gutes Resumée. Sogar diese KFOR bekommt noch einen obligaten Seitenhieb, aber der Film ist linksintellektuellen "Kritikern" natürlich für ihr Weltbild zu "westfreundlich", denn sie können von einer sicheren & unversehrten Position heraus ihre Kunst kritisieren, als solche anerkennen oder eben nicht.

Vendetta, Blutfehden, Religionskriege, Kollektivhass, ethnische Säuberungen, Religionsfanatismus, richtiger Rassismus, Frauenunterdrückung, Minenfelder & zerbombte Häuserlandschaften kennen unsere Linksintellektuellen nämlich nur aus aus ihren Zeitschriften, die sie in ihren schicken Cafés lesen.

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