Run for her Life

Inhale (2010), US
Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama

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- Kritiker
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von Baltasar Kormákur, mit Dermot Mulroney und Diane Kruger

Anwalt Paul Chaney und seine Frau Diane warten in New Mexico händeringend auf einen passenden Organspender für ihre kranke Tochter Chloe. Durch Zufall erfahren sie von einem Dr. Novarro, der in der mexikanischen Grenzstadt Juarez illegal Transplantationen durchführt. Als sich Chloes Zustand dramatisch verschlechtert, macht sich der verzweifelte Paul auf die Suche nach Novarro. Nach einer wahren Odyssee in Juarez sieht sich Paul mit der grausamen Wahrheit konfrontiert: Die Organe für die Transplantationen stammen nicht von Spendern, sondern von unfreiwilligen Opfern. Wie weit wird Paul gehen, um das Leben seiner Tochter zu retten?


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Run for her Life

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icefire2206

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Bewertung5.5Geht so

Für mich geht der Film einfach nicht auf. Es wirkt alles irgendwie zusammenhanglos. Er wird grundlos verprügelt, dann wird ein Sextape von ihm erzeugt, dass auch wieder ziemlich wenig nutzen hat. Immerhin will der Mann ein Geschäft abschliessen und nicht Bürgermeister werden.
Was mir aber wirklich abgeht, sind ehrliche Gefühle des Hauptdarstellers. Zu keiner Zeit nehme ich ihm ab, dass er sich wirklich Sorgen um seine Tochter macht. Er wirkt gefühlskalt und emotionslos. Schon klar, es gibt Leute die zeigen ungern Gefühle, aber wenn es um das Leben des einzigen Kindes geht, wäre das schon angebracht. Gerade bei einem Film der von Emotionen leben soll...

Achtung Spoiler folgt!!

Dieses 'Ich bin ein loyaler Bürger' Verhalten am Ende hat mich dann erst richtig gestört. Wenn wir jetzt einmal die Moralfrage beiseite lassen, ganz im Ernst, wer würde, wenn er die Wahl zwischen einem unbekannten Strassenjungen (mit vermutlich geringer Lebenserwartung) und seiner eigenen Tochter hätte, sich dann für den Strassenjungen entscheiden und das eigene Kind ersticken lassen?? Meiner Meinung nach absolut unrealistisch!

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MarcelN44

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Packende Thematik ebenso packend umgesetzt!
Wie würdest Du Dich entscheiden...?
8/10

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filmschauer

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Bewertung6.5Ganz gut

Organspende ist ein weltweit brisantes und wichtiges Thema, was sich vermehrt auch in Filmen wiederspiegelt wie zuletzt in der Dystopie "Repo Men". Auch "Run for her Life" vom isländischen Regisseur Baltasar Kormákur bewegt sich in diesem Terrain, diesmal verursacht durch den verzweifelten Versuch eines Familienvaters (Dermot Mulroney), eine Spenderlunge für seine Tochter zu finden. Getrieben durch die vermehrten Komplikationen reicht da schon der kleine, halblegale Hinweis der betreuenden Ärztin aus, um schließlich in Ermittlermanier die Suche über die US-Grenze hinweg in Mexiko fortzuführen, wo es höhere Chancen für ein schnell zu bekommendes Spenderorgan geben soll. Ab da schiebt Kormákur das eigentliche Schicksal etwas zur Seite, um hauptsächlich den spannungsgeladenen Wettlauf gegen die Zeit in der mexikanischen Unterwelt mit allen Hindernissen darzulegen. Insofern switcht "Run for her Life" immer zwischen Drama und Thriller hin und her, wobei die Thriller-Momente schon dominieren. Leider wird dabei vieles zu plakativ und zu einfach dargestellt. Als Paradebeispiel dient die fast direkt an den Zuschauer gestellte Frage bezüglich des Dilemmas zwischen Eigennutz und Gerechtigkeit bei der Organspende. Nicht nur an diese Stelle wird das wesentliche Thema lediglich genretypisch als nutzvolles 'Man On A Mission'-Plotelement genutzt. Dadurch fehlt mir ein wenig die Emotionalität und auch die narrative Homogenität, wodurch "Run for her life" einen leicht unausgegorenen Geschmack hinterlässt. Nichtsdestotrotz sei der Film besonders denjenigen zu empfehlen, die mit dem Thema bisher wenig in Berührung gekommen sind.

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pellekraut007

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein lakonischer, harter Film ohne falsches Pathos, und mit einer bitteren Erkenntnis: Ein kleiner Taschenkrebs sorgt mit seiner Ermordung für die Rettung der Ärmsten vor Krankheit und Siechtum. Ein gehetzter Wohlstandsvater und eine Drachenmutter kämpfen um ihren größten Schatz! Die Zeit, das Schicksal, Gewalt, Drogen und der Haß, zu den Verlierern zu gehören und sich deshalb selbst Gerechtigkeit zu nehmen, stellen sich ihnen als mitleidlose Gegner in den staubigen Weg! Es ist ein Grenzgang, den wohl die wenigsten von uns gehen werden müssen. Und deshalb ist am Ende der, der Leben erhält und Leben zerstört... frei von Schuld! Erhaben über jedes moralische Urteil! Leider! Wer beklagt die tausenden toten Kinder in der dritten Welt, die täglich alleine durch Hunger sterben? Eine Statistik der WHO schreibt von alle 15 Sekunden erleidet ein Kind den Hungertod. Und wer stellt sich einem Helfer in den Weg, der mit unglaublich viel Geld ein einziges Leben erhalten will? Es ist ein Dilemma! Auch deshalb, weil wir es in der guten, sauberen Funnybunny-Ipad-Welt nicht ansatzweise schaffen, ein bisschen weniger zu nehmen um ein bisschen mehr zu geben! Auch wenn die Geschichte sehr fantasievoll konstruiert scheint, offenbart sie uns ein Thema, das wir noch viel genauer betrachten sollten. Deshalb ist der Film ausgezeichnet! Während ich das schrieb... starben 50 Kinder nur... an Hunger! 50! ...!

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patcharisma

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die hohe moralische Botschaft wird hier in ein packendes (Schicksals-)Thriller-Drama verpackt, das nicht nur spannend und rasant umgesetzt wurde, sondern mit staubtrockener Authentizität und ziemlicher Kaltschnäuzigkeit fasziniert und gleichzeitig schockiert. Überall in armen, korrupten Regimes auf dieser tollen Welt finden illegale Transplantationen für reiche Westler statt, dessen Spender-Herkunft meistens verschleppte Kinder sind; in China's Provinzen, in Albanien, in Indien, in den russischen Grenzgebieten wie Moldavien und hier thematisiert - im Norden von Mexico. Dass oftmals karitative Organ(-)isationen in die Verbrechen verwickelt sind, fährt ein. Dieser schonungslos ehrliche Film (Original-Titel "Inhale") geht mit allen gezeigten Side-Aspekten unter die Haut, er nagt nicht nur am Gewissen der tollen Schauspieler wie Diane Kruger oder Dermont Mulroney (der mich an Paul Newman erinnert), sondern auch an dem des Zuschauers. Die atmosphärische Musik vom grossen James Newton Howard passt wie Gusseisen.

Fazit: Ein gelungenes, unbequemes, sehr engagiertes und wichtiges Stück Aufklärung, unglaublich spannend und überraschungsreich inszeniert. Unbedingt anschauen!

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Sven82

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mitreißender, realitätsnaher Film... erschreckend.
Dermot Mulroney spielt seine Rolle als verzweifelten Vater hervorragend. Um seine Tochter zu retten geht er in der mexikanischen hochkriminellen Grenzstadt Juarez auf's Ganze und stößt dabei auf korrupte Polizisten und Ärzte, Kinder mit Knarren und Gangster, mit denen nicht zu spaßen ist.

P.S. Wenn doch nur mehr Menschen einen Organspender-Ausweis hätten!!!

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patcharisma

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Habs grad geschaut, ging mir unter die Haut...


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