Russian Ark

Russkij kovcheg (2002), DE/RU Laufzeit 99 Minuten, FSK 0, Drama, Fantasyfilm, Historienfilm, Thriller, Kinostart 01.05.2003

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5.5
Kritiker
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5.4
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6 Kommentare
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von Aleksandr Sokurov, mit Leonid Mozgovoy und Sergei Dontsov

Auf wundersame Weise findet sich ein zeitgenössischer russischer Filmemacher in der St. Petersburger Eremitage des frühen 18. Jahrhunderts wieder. Er trifft auf einen zynischen französischen Diplomaten aus dem 19. Jahrhundert, mit dem er sich auf eine aufregende Reise durch den Palast und die turbulente Geschichte Russlands begibt. Während der Marquis (Sergey Dreiden) und der Filmemacher die prachtvollen Korridore und Salons der Eremitage erkunden, sind sie Zeuge erstaunlicher Szenen aus 300 Jahren zaristischem Russland: Peter der Große peitscht einen seiner Generäle aus; Katharina die Große (Maria Kuznetsova) hetzt während der Proben zu ihrem eigenen Theaterstück umher; die Familie des letzten Zaren sitzt unbeirrt von der heranrollenden Revolution gemeinsam am Tisch und diniert; Hunderte von Gästen tanzen Walzer beim letzten großen königlichen Ball von 1913? Der ununterbrochene Zug durch die Räume der Eremitage entfaltet sich zu einer einzigartigen Zeitreise, während sich gleichzeitig ein leidenschaftlicher Disput zwischen den beiden Männern aus unterschiedlichen Epochen entwickelt. Den französischen Marquis verbindet eine westliche Hass-Liebe mit Russland. Der moderne russische Filmemacher hinterfragt die wechselvolle Vergangenheit seines Landes und dessen Beziehungen zum heutigen Europa. Die beiden sticheln sich gegenseitig und teilen gleichzeitig ihr Erstaunen über die wundersamen Begegnungen während ihrer Reise durch die Geschichte. Die Eremitage ist wie eine Arche, die auf liebevolle Weise Russlands Kunst und Geschichte bewahrt.

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Cast & Crew

Regie
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Kritiken (1) — Film: Russian Ark

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.0Geht so

Ein Konzeptfilm, dessen schicke Idee des One-Take-Pictures sich leider nach kurzer Zeit totläuft. Als Experiment spannend, aber wenn das "wie haben sie das gemacht" mehr interessiert als das Ergebnis läuft etwas falsch.

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Kommentare (5) — Film: Russian Ark


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FilmFreak2K13

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Bewertung7.0Sehenswert

Was bei Filmen wie „Spiel auf Zeit“ nur in den ersten 12-15min mit gut platzierten Schnitten oder wie bei Hitchcock´s „Cocktail für eine Leiche“, zwar als durchgehender Film, aber auch hier nur mit geschickten Schnitten möglich war schafft Russian Ark als 90minütiger Film an einem Stück; Ein Film ganz ohne Schnitte. Was für eine organisatorische Meisterleistung. Respekt für den Regisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Statisten und allen anderen. Ich will gar nicht wissen wie es hinter der Kamera zuging wenn sie mit einem der Räume in der Eremitage fertig waren.

In Russian Ark betritt man aus der Sicht eines namenlosen Mannes das Eremitage in Russland des 18. Jahrhunderts und irrt die ersten Minuten Orientierung los durch die Gänge. Man bekommt das Gefühl dass niemand diese Figur wahrnimmt obwohl diese im Off seine Gedanken dem Zuschauer preisgibt. Nach einiger Zeit trifft man auf einen fremden Mann der der einzige ist der die Figur des Zuschauer zu sehen und hören scheint aber ebenso fremd und neu im Eremitage angekommen zu sein scheint wie man selbst. Von nun an laufen der Zuschauer und dieser Französisch anmutende Mann gemeinsam durch die einzelnen Räume des Eremitage und erkunden die Kunstwerke wie auch die Menschen selbst die dort rumlaufen. Bei den Dialoge zwischen den beiden Figuren und so wie der Franz. Begleiter mit dem Zuschauer agiert musste ich öfters an das Spiel Bioshock Infinite denken. Es scheint den Eindruck dass die beiden ab und an eine Zeitreise unternehmen wenn sie durch bestimmte Türen gehen; In dem einen Raum laufen die Männer des Militärs in ihren Uniformen und die Frauen in den schönsten Gewändern durch die Gänge und Räume und dann sehen die Besucher des Museumteils aus wie aus den frühen 2000er. Der Begleiter scheint aber nicht das erste Mal im Eremitage zu sein da er des Öfteren Anmerkungen macht die den Verdacht nah bringen dass er schon mal da gewesen ist. Neben den einzelnen Räumen und Sälen treffen die beiden auch auf diverse historische Figuren aus der russischen Geschichte.

Und genau hier ist der Knackpunkt. Als nicht Russe oder als jemand der überhaupt nichts von der russischen Geschichte weiß kann mit den Figuren, den Kommentaren oder den Anspielungen nichts anfangen. Daher kann ich mich VisitorQ nur anschließen. Inhaltlich fand ich den Film jetzt nicht berauschend und etwas zäh. So dass sich die 90min wie 120 anfühlten. Aber ich glaub auch dass der Film gar nicht darauf aus ist einem großen Mainstream Publikum zu gefallen. Viel eher ging es darum die Vision und die Idee eines Filmemachers umzusetzen und das unmögliche zu schaffen und dem Eremitage wie auch dessen Geschichte ein Denkmal zu setzen. Wahrscheinlich können Russen am besten mit dem Inhalt anfangen als meiner einer.

Nichts desto trotz muss man als Filmfan und Cineast diese Werk einfach mal gesehen haben um den Machern den Respekt zu zollen den sie verdient haben.

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Russian ark ist ein einzigartiges, gigantisches Projekt, vor dem jeder Filmliebhaber nicht nur seinen Hut ziehen sondern besser gleich ehrfürchtig auf die Knie fallen muss. Was da auf die Beine gestellt wurde sucht seinesgleichen. Da stört es mich auch nicht die Bohne, dass ich den Film inhaltlich langweilig und zäh gefunden habe. Wer Russian ark sieht, wird verstehen. Ich bin beeindruckt, und das schwer.

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Windom Earle

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Bewertung9.0Herausragend

300 Jahre Russische Geschichte mit hunderten von Schauspielern als 100-Minuten-Steadicam-Plansequenz und 1 Drehtag Zeit. Gäbe es einen Superlativ von 'Unmöglich', hier hätte er seinen Auftritt. Wovon Hitchcock geträumt hat, es aber nicht realisieren konnte, weil er noch nicht die technischen Mittel hatte, wird hier Realität. Absoluter Wahnsinn.

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Le Samourai

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ja, es wird zeit.


Windom Earle

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4 Takes, bei den ersten 3 jeweils nach 10 Minuten abgebrochen, der 4. musste es sein, weil sonst das ganze Projekt gestorben wäre. Kameramann mit Krämpfen und Schmerzen am gesamten Körper, trotzdem immer weiter gedreht


Gentle

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Bewertung9.0Herausragend

UNGLAUBLICH. Einer der bedeutendsten und unbeachtetsten Momente in der Geschichte des Films! Ein absolutes MUSS fuer Filmemacher und Filmenthusiasten, die verstehen, wie schwer es ist, Filme zu machen: Dieser Film ist ein Ding der Unmoeglichkeit, das moeglich wurde. Ohne Konkurrenz, ein Meisterwerk der Zusammenarbeit.

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seeigel

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Bewertung9.5Herausragend

ja. ein langsamer film....
meditative wanderung durch die eremitage... bin beim ersten sehen eingeschlafen und habe den film einfach weitergeträumt, das war voll genial... ich mag wie sokurov das macht. seine film-stimmungen erreichen mich.
und dann habe ich ihn natürlich auch mal im ganzen geguckt und mochte das tempo, das schweben, die farben...
ein gebäude als protagonistin. mit einer biografie, einer gestalt, einer seele ...
und auch das konzept: film als plansequenz finde ich voll spannend...

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