Simon
Simon och ekarna - Simon and the Oaks (2011), DE/DK/SE Laufzeit 122 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 28.06.2012
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16 Kommentare
Keine
von Lisa Ohlin, mit Bill Skarsgård und Helen Sjöholm
Jan Josef Liefers gibt als väterlicher Freund in dem Drama Simon ein prämiertes schwedisches Gastspiel.
Simon (Bill Skarsgård) lebt mit seinen Eltern am Rande Göteborgs. Während Simons Vater ein handfester Arbeiter ist, ist Simon ein Bücherwurm. In der Schule freundet sich Simon mit dem handwerklich begabten Isak (Karl Linnertorp) an, Sohn des reichen Buchhändlers Ruben Lentov (Jan Josef Liefers). Isaks Familie ist aus Nazi-Deutschland geflohen und hat in Schweden eine neue Heimat gefunden. Verbunden durch das Gefühl, anders zu sein, werden die Jungen enge Freunde. Vor dem Hintergrund des aufziehenden Zweiten Weltkriegs und der Schrecken der Judenverfolgung verflechten sich die Schicksale ihrer Familien über Jahrzehnte hinweg. Erst spät erfährt Simon, dass er adoptiert wurde. Nach dem Krieg macht er sich auf die Suche nach seinem Ursprung – eine Reise, die ihn verändern wird.
Hintergrund & Infos zu Simon
Simon (OT: Simon och ekarna) feierte seine Premiere 2011 auf dem Hamburg Film Festival. Der Film, inszeniert von der gebürtigen Amerikanerin Lisa Ohlin, wurde beim schwedischen Pendant zum Deutschen Filmpreis, Guldbaggen, insgesamt 13 mal nominiert und gewann letztlich zwei der renommierten Trophäen. Eine davon ging an Jan Josef Liefers als Bester Nebendarsteller.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Familiendrama
- Zeit
- 1940er Jahre, 1950er Jahre
- Ort
- Deutschland, Schweden
- Handlung
- Abstammung, Adoptivsohn, Freundschaft, Jüdische Wurzeln, Schicksal, Selbstfindung
- Stimmung
- Berührend, Geistreich





















Kritiken (11) — Film: Simon
Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenAlles über die Kerngeschichte um Simon hinaus Erzählte wirkt plakativ, ebenso die Versuche, die märchenhafte Struktur des Romans ins Visuelle zu übertragen. Das ist umso bedauerlicher, als Jan Josef Liefers und Bill Skarsgard als erwachsener Simon berührende Filmhelden spielen.
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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online
Kommentar löschenDabei zerfällt der Roman in eine Serie geschmackvoller Miniaturen, wodurch diese Verfilmung auf eine durchaus ansehnliche Weise scheitert.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenZu prall, wäre der einzige Vorwurf, den man diesem großen Film machen könnte, der vor lauter Ereignissen kaum Alltag zeigt.
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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR
Kommentar löschenManchmal verliert sich der zweistündige Film etwas in seinen Nebenhandlungen. Aber in der epischen Breite und den wunderschönen Landschaftaufnahmen von der schwedischen Schärenküste gelingt Lisa Ohlin eine stille Spannung.
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Melanie Dorda: fluter Melanie Dorda: fluter
Kommentar löschenNebenfiguren und Handlungsstränge, die im Buch ihre Berechtigung haben, werden im Film nur kurz eingeführt und angerissen und lenken dabei eher vom eigentlichen Thema ab, als ihm mehr Tiefe zu verleihen. Das macht den Film etwas angestrengt und langatmig.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDem jungen schwedischen Schauspieler Bill Skarsgård, der einem deutschen Publikum in Andreas Öhmans „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ bekannt und bei der Berlinale 2012 mit dem „Shooting Star Award“ ausgezeichnet wurde, gelingt es mit seiner Körpersprache Simons Gefühl zu vermitteln, in seiner Familie Fehl am Platz zu sein. Aber auch der deutsche Darsteller Jan Josef Liefers glänzt in der Rolle des Ruben Lentov, für die er den Schwedischen Filmpreis als Bester Nebendarsteller erhielt. Er spielt den distinguierten, weltgewandten Buchhändler, der in einer schwierigen familiären Situation mit seiner traumatisierten Ehefrau Olga und seinem verängstigten Sohn Isak sowie unter der latenten Bedrohung durch die Nazis seine Würde bewahrt. Jan Josef Liefers gelingt es, die anrührende Art, mit der sich Ruben Lentov um Simons Entwicklung kümmert und gleichzeitig den eigenen Sohn zu verlieren meint, kongenial zu gestalten.
Über die Familiengeschichte hinaus liefert Lisa Ohlin auch ein Bild NS-Deutschlands aus der Perspektive eines neutralen Landes. Mit Rubens Nichte Iza, die das Konzentrationslager überlebte, bricht in den Film das Grauen hinein, das lange Zeit als Bedrohung im Hintergrund gestanden hatte. In ihrem auffälligen, ja verstörten Verhalten drückt sich die angestaute Wut aus. Der mit dem Publikumspreis beim Filmfestival Göteborg ausgezeichnete „Simon“ besticht durch die epische Erzählung und die darin thematisierten tiefgründigen Fragen von Schuld und Versöhnung.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenSchlichtweg brillant ist die schauspielerische Leistung von Jan Josef Liefers. [...] Neben ihm überzeugt vor allem der schwedische Shootingstar Bill Skarsgård, der im Mittelpunkt der anrührenden Familiensaga steht.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenSimon ist eine episch breit angelegte, zuweilen etwas zähe und filmisch nicht immer optimal montierte, jedoch zeitnahe und zeittypische Zwei-Stunden-Romanverfilmung.
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Heidi Reutter: Radio Köln Heidi Reutter: Radio Köln
Kommentar löschenSimon ist ein bemerkenswerter Film, durch und durch europäisch, und vielleicht auch deshalb so stimmig.
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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst
Kommentar löschenBill Skarsgard vermittelt adäquat die Verwirrung des herangewachsenen Simon, während Jan Josef Liefers (er lernte extra schwedisch) mit Energie, Weltgewandtheit und Eloquenz eine ungeheure Präsenz entfaltet.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenNach dem gleichnamigen Bestseller von Marianne Fredriksson erzählt die schwedische Regisseurin Lisa Ohlin eine komplexe Geschichte, die stark an Claude Millers Drama "Ein Geheimnis" erinnert - auch dieses Werk ist eng mit der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg verknüpft. Allerdings wirkt das französische Drama im Vergleich mit "Simon" ungleich dichter inszeniert, auch um Einiges stärker in der Figurenpsychologie, Ästhetik und Dramaturgie.
"Simon" steuert nicht zielstrebig auf einen Höhepunkt zu. Über den vielen kleineren dramatischen Spannungspunkten fehlt der große Bogen, zumal Ohlin sich lange Zeit nicht klar entscheidet, welcher ihrer vielen Figuren eigentlich das Hauptaugenmerk gelten soll. Ausgerechnet die kleinste Nebenfigur, Isaks Mutter Olga (Lena Nyhlén), entfacht etwa aus heiterem Himmel eine der dramatischsten Szenen, wenn sie die halbe Wohnung in Brand steckt. So explosiv dieser gescheiterte Versuch eines kollektiven Selbstmords aus der Geschichte heraussticht, - innerhalb der Handlung bleibt es nur eine folgenlose Einzelepisode. Gleichwohl gibt es bewegende Szenen. In den schönsten räsonieren der herangewachsene Simon (Bill Skarsgård) und der Buchhändler über ihr Lebenselixier: Musik und Literatur.
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Kommentare (5) — Film: Simon
mondauge Mon, 18 Mar 2013 11:32:01 -0000
Kommentar löschenEin elendig quälender Film ist er doch, aber das mag kein Negativkriterium bei seiner Beurteilung sein.
Man muss schon sehr viel Geduld aufbringen, um dieser komplexen und gefühlsschweren Geschichte gänzlich folgen zu können.
Dabei fängt doch alles so vielversprechend an, denn als sich die beiden Außenseiterjungen Simon und Isak in der Schule treffen vermag dies als Auftakt für viele Abenteuer in der wunderschönen schwedischen Landschaft zu gelten. Aber da wird man enttäuscht, obwohl die Landschaft in ihren wechselnden Jahreszeiten in allen prächtigen Farben und Formen gezeigt wird.
Simon und Isak könnten unterschiedlicher nicht sein. Simon erscheint als einfacher Junge der in einem kleinen bäuerlichen Haus am See wohnt, wo es nicht mal fließend Wasser gibt, während Isak in einem großen opulenten Stadthaus wohnt, das sogar einen Aufzug hat.
*** Spoiler ***
Eine vorausdeutende Schlüsselszene des Films ist der Moment als die Beiden ihre Pausenbrote untereinander tauschen und feststellen, das die von dem jeweils anderen viel besser schmecken. Die Szene beschreibt sehr gut die Entwicklung der beiden Jungencharaktäre ausgelöst durch die unterschiedliche Wirkung der beiden Ziehväter. Nicht zuletzt geraten die beiden Ziehväter dadurch in einen Konflikt, der immer schwehlt aber nicht zum Ausbruch kommt, begehren sie zusätzlich auch die gleiche Frau.
Simon entfernt sich vom bäuerlichen Leben und strebt das Künstlerdasein an. Dabei scheint er nicht zu bremsen zu sein, was seinem, wie er glaubt "leiblichen Vater" nicht gefällt. Stattdessen kann dieser Isak für das Handwerk und die Arbeit in der Natur gewinnen.
Isaks Vater besitzt viel Geld und schleppt immer wieder Dinge an was Simons Vater nicht gefällt, denn er muss denken, dass es Almosen sind. Dabei wäre die Förderung Simons in einem Klavierunterricht unabdingbar. Simons Vater will das nicht erkennen, er hätte gerne einen Sohn, der es ihm handwerklich gleichtut.
Aber da ist auch gleich der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, denn Simon ist nicht wirklich der leibliche Sohn. Der Film möchte an dieser Stelle zeigen, dass man Kind nicht universell erziehen kann, da schon verschiedene Anlagen vorherrschen.
Trotz dass sich Simons Pflegeeltern alle Mühe geben und die Pflegschaft vor dem Jungen verschweigen erreichen sie ihn nicht.
Durch eine Schicksahlsfügung kommt Isak wie ein zweiter Pflegesohn in die Familie der sich wie zu Anfang angesprochen in der ländlichen Atmosphäre freier fühlt und sich für das Handwerk zu begeistern beginnt.
Es ist so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit bzw. der Tausch der Kinder unter den Eltern.
Der erste Teil der Geschichte gründet wesentlich auf der Entwicklung der beiden Jungencharakteren vor dem Hintergrund der Judenverfolgung. Der zweite Teil der Geschichte beleuchtet eher die Entwicklung der jungen Männer nach dem Krieg, wenn sie die erste Erfahrung mit der Liebe machen. Dabei macht Simon die Erfahrung, dass er mit einer KZ-Überlebenden nicht zusammenleben kann, obwohl sie sich leben, weil sie schwer psychisch geschädigt ist. Die Geschichte konzentriert sich zunehmend auf Simon, denn in der Schicksahlsstunde erfährt er, dass er nur ein Pflegekind ist und seine wahre Mutter die Schwester seiner Pflegemutter ist und wichtiger sein Vater ein deutscher Jude gewesen sein.
Aus Gram wendet er sich ab von seinen Pflegeeltern, begibt sich in Berlin auf die Suche nach seinem Vater, der leider schon verstorben ist. Dieser ist nicht im KZ verstorben, so hätte Simon, wenn er es früher erfahren hätte, ihn noch kennenlernen können.
Inzwischen stirbt die Pflegemutter und sie stirbt auch an gebrochenem Herzen, was Simon insgeheim erreicht. Man sieht ihm dann doch die Reue und Trauer an. Indem er den Stein vom Grab seines leiblichen Vaters an die Felsenklippe nahe der Sterbestelle seiner Pflegemutter legt, akzeptiert er sie und führt quasi beide als seine Eltern zusammen.
Ein wirklich schöner Moment.
Der Moment der Trauer wird aufgelöst dadurch, dass gezeigt wird wie unbeschwert sich die neue Generation mit ihren Familien amüsiert. So kommt die Geschichte zu einem versöhnlichen Ende.
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Nachtblume80 Wed, 16 Jan 2013 17:04:20 -0000
Kommentar löschenDie Verfilmung des gleichnamigen Buches von Marianne Fredriksson ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.Der Film lebt vom Emotionen,Bildern und Musik und veranschaulicht so die Geschichte des jungen Simon in einer schicksalsschweren Zeit.
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MrMo Fri, 11 Jan 2013 19:18:11 -0000
Kommentar löschendie erste hälfte interessant und spannend erzählt, die zweite hälfte vorallem zum ende hin, mit den vielen zeitsprüngen, langatmig, langweilig und unübersichtlich.
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dr_bogusz Sun, 08 Jul 2012 18:27:09 -0000
Kommentar löschenFand den Film trotz einiger Schwächen immer noch ziemlich gelungen. Die Geschichte wurde mit ziemlich viel Herz erzählt, wobei der Film ein wenig langatmig geworden ist und die vielen Zeitsprünge ein wenig nerven...
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Joeyjoejoe17 Thu, 05 Jul 2012 20:32:05 -0000
Kommentar löschenEine im Grunde genommen sehr schöne Geschichte wird hier einfach mit zu wenig Herz und zu vielen kleinen Zeitsprüngen erzählt. Manch eine Entwicklung wird so etwas schwieriger nachzuvollziehen. Die Charaktere bleiben leider nur oberflächlich gezeichnet, sodass es mir schwer fiel, mit den Figuren mitleiden zu können. Und schauspielerisch bleibt es auch eher mau. Außer Bill Skarsgård, Sohn vom großartigen Stellan Skarsgård und auch wunderbar aufspielend in der tollen Tragikomödie "Im Weltraum gibt es keine Gefühle" (deswegen war ich primär in diesen Film hier interessiert), kann keiner der involvierten Schauspieler eine gute und überzeugende Leistung bringen. Jan-Josef Liefers, ich mag ihn eigentlich, spielt im Grunde genommen keinen anderen als sich selbst. Bei ihm fehlten einfach die Emotionen und die Ausdrucksstärke (im Gegensatz zu Bills Darbietung). Dadurch, dass zu wenig Herz in diesem Film steckt, wurde der Sehgenuss ziemlich getrübt. Aber immerhin sorgen wunderbare Panoramabilder dafür, dass ich nicht eingeschlafen bin und der schönen Rahmenhandlung weiter folgen konnte. Denn auch wenn diese etwas behäbig und unbeholfen vorgetragen wurde, so war sie in ihrer Intention durchaus überzeugend.
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