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James Bond 007 - Skyfall

Skyfall (2012), GB/US Laufzeit 143 Minuten, FSK 12, Thriller, Actionfilm, Kinostart 01.11.2012


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7.4
Kritiker
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7.5
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18719 Bewertungen
614 Kommentare
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von Sam Mendes, mit Daniel Craig und Javier Bardem

Daniel Craig ist in James Bond 007 – Skyfall bereits zum dritten Mal im Dienste seiner Majestät unterwegs. Diesmal wird der MI6 selbst Ziel der Angriffe des Bond-Schurken Javier Bardem.

In James Bond 007 – Skyfall gerät James Bond (Daniel Craig) im Geheimdienst Ihrer Majestät in die Schusslinie. Diesmal wird seine Loyalität auf die Probe gestellt, denn seine Auftraggeberin M (Judi Dench) ist in arger Bedrängnis. Eine Liste mit den Namen verdeckter Agenten in verschiedensten Terrororganisationen wurde gestohlen. Jetzt wird schrittweise deren Inhalt veröffentlicht und der MI6 mit weiteren Veröffentlichungen erpresst. Die Konsequenzen der Enttarnung sind tödlich. M ist jedes Mittel recht, die Liste zurück in die Tresore des MI6 zu befördern, auch wenn dies bedeutet, einen ihrer besten Agenten zu opfern. Dennoch nimmt 007 die Ermittlungen auf, die ihn bald auf die Spur des zwielichtigen Silver (Javier Bardem) führen. Wie hoch wird der Preis sein, den James Bond in Skyfall dafür zahlen muss, den MI6 gegen die neue Bedrohung zu verteidigen?

Hintergrund & Infos zu James Bond 007 – Skyfall
Lange waren kaum Details über den Inhalt des neuen Bond-Films bekannt. Laut eigener Aussage hatte Daniel Craig zunächst nicht vor, nach Skyfall den Agenten-Smoking noch einmal anzuziehen. Zwar habe er der Rolle viel zu verdanken, doch habe er keine Lust, ständig in absoluter Top-Form zu sein, um regelmäßig in die Rolle des James Bond zu schlüpfen. Doch zum Drehbeginn von Skyfall gab Craig Entwarnung und meinte, auch in den nächsten Jahren gerne weiter den Agenten mit der Lizenz zum Töten zu spielen. Sam Mendes deutete jedoch an, dass Skyfall der letzte Film für einen anderen Star des Franchises werden könnte: Judi Dench (M) ist bei Skyfall wohl das letzte Mal dabei.

Der Oscar-Gewinner Sam Mendes (American Beauty) übernahm die Regie bei James Bond 007 – Skyfall. Zu den Stars des Films gehören neben Ralph Fiennes und Albert Finney auch Ben Whishaw. Mit Bérénice Marlohe und Naomie Harris (28 Days Later) ist auch für die schönen Bondgirls an der Seite von 007 gesorgt.

Bei den Academy Awards 2013 gewann Skyfall den Oscar für den Besten Ton-Schnitt (bei Stimmengleichheit mit Zero Dark Thirty) und den Besten Filmsong ‘Skyfall’ von Adele. (AK)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails James Bond 007 - Skyfall
Genre
Agentenfilm, Actionfilm, Thriller
Zeit
2010er Jahre
Ort
Großbritannien, London
Handlung
Agent, Anzug, Ausnutzen, Auto, Brite, British Secret Service, Bösewicht, Erfolg, Erotik, Explosion, Frauenschwarm, Kampf, Kampfkunst, Kindheitserinnerung, Kindheitstrauma, Klettern, Leben, Liebe, Lifestyle, MI6, Mutterrolle, Rache, Rachefeldzug, Racheplan, Rückkehr, Schöne Frau, Selbstaufopferung, Sieg, Skrupellosigkeit, Tod, Unglückliche Kindheit, Verfolgung, Verlust der Eltern, Waffe
Stimmung
Aufregend, Sexy, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Columbia Pictures, Danjaq Productions, Eon, MGM, Metro-Goldwyn-Mayer, United Artists

Kritiken (48) — Film: James Bond 007 - Skyfall

Arthur A.: www.filmfutter.com

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9.5Herausragend

Action, Humor, Emotionen und ein fantastischer genial-verrückter Bösewicht. Skyfall ist ein großartiger Blockbuster und ein grandioser James Bond-Film, der die klassischen Bond-Elemente mit dem neuen, ernsthafteren Einschlag der Serie in eine perfekte Balance bringt.

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sushi25: movie-fan.de

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7.0Sehenswert

Skyfall ist ein untypischer Bondfilm. Es geht weniger darum die gesamte Welt zu retten, als - wie schon aus der Betrailerung bekannt, Angriffe auf den MI6 abzuwehren. So gipfelt der Film nicht in einer Hightech-Schlacht in einer ausgeflippten Komandozentrale des Bösewichts, vielmehr wird der Spieß umgedreht und die Bösen kommen zu dem Guten.

Und wieder anders als wir das von Bondfilmen gewähnt sind, bringen die Bösen nicht die große Artillerie mit, sondern - bis auf einen Transporthubschrauber mit MG - nur "Personal Weapons", ein Schwank des Drehbuchs, damit die an das "A-Team meets Kevin home alone, featuring MacGuyver" erinnernden Vorbereitungsmaßnahmen, nicht zur Lächerlichkeit verkommen. Insgesamt schmeckt die Endkampfsequenz weniger nach Bond, als vielleicht nach Bourne. Und bei der ganzen Planung des Rachfeldzug des Bösewichts, ist das Scheitern wenig überzeugend und verhindert damit, dass der Film rund läuft.

Wirklich Druck macht der aktuelle Bond eigentlich nur in der Teasersequenz. Dumm, dass der Zuschauer, der den Trailer kennt, bereits weiss, wie die Verfolgungsjagt ausgeht, was die Spannung etwas bremst. Wenigstens besinnt sich der Film wieder auf die klassischen Bond-Elemente, geschüttelter Martini im Casino, ein Nostalgieauftritt des Austin Martin incl. rotem Knopf im Lenkrad und der Originalmusik aus den 60-Jahren.

Der neue Q (quartermaster), der Bond mit den Sprüchen seines Vorvorgängers auf dem Lippen ausrüstet, ist nicht der einzige, der den Staffelstab an die nächste Generation weiterreicht.

Der Ansatz ist nicht verkehrt, an die Bond-Klassiker kommt Skyfall nicht heran.

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Wie in einem Kunstwerk gliedern sich die ereignisreichen sowie kreativen Action-Szenen in das Gesamtwerk ein und Figuren sowie Handlungsstränge verschmelzen in einer stimmigen Symbiose. Nicht zuletzt entfacht das perfekt abgestimmte Timing in den besten Momenten von ‘Skyfall’ ein Feuerwerk, das mit unzähligen Reizen beeindruckt und sich vor allem von Minute zu Minute steigern kann.

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

Skyfall ist über und über gespickt mit Anspielungen und Referenzen aus dem Bond Universum. Seien das 47 Jahre alte Satzformulierungen oder One Liner, die dem bedachten Kenner der Filmfranchise sofort auffallen, offensichtliches Geräte- und Gefährtdesign, Bild-Kompositionen, Verwendung der Originalmusik von 1962 oder bewegende Ansprachen einer Hauptfigur, hier liegt kontinuierlich eine auf der Meta Ebene geschehende, mehr oder minder reflektierende Auseinandersetzung mit der Bond Geschichte vor, ein sentimental freudig strahlendes Zurückblicken, ein steter Ausruf, der gleichsam als zentrales Motiv im Film dient: „Seht her, (das) James Bond (Konzept) ist universal und hat nichts von seiner Verlockung eingebüßt!“

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ComancheMan: filmmonster.de

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7.5Sehenswert

Einfach einzuordnen ist der neue Bond nicht, die erste Reaktion kann verwirrend sein. Ist der Film nun Neuanfang, Reset, Rückschritt, Neuausrichtung oder gar ein Reboot innerhalb eines größeren Reboots? Im Endeffekt wird man darüber keine allgemeine Übereinstimmung herstellen können. Sicher ist nur, dass „Skyfall“ eine Art Abschied und einen Übergang darstellt. Immerhin hat man wohl die Probleme der letzten beiden Filme erkannt. Dafür wurde diese leichte Retro-Lösung gefunden, die eigentlich Freude bei Fans auslösen sollte. Auf der anderen Seite ist der Film nicht ganz Fisch und nicht ganz Fleisch. Und ob dieser Ansatz aber zukunftsfähig ist, weckt zumindest bei mir Zweifel. Spannend wird, was man im nächsten Film daraus macht.
Ansehen sollte man sich Skyfall aber sowieso, einerseits weil es eben James Bond ist und ansonsten dann auch nur schon für die geniale Rolle des Silva, der schon ein bisschen ikonografisches Potenzial hat. Skyfall ist als Gesamtwerk ein ziemlich guter Bondfilm, der mal wieder etwas zu lang ist und dem ein paar weniger Szenen in der ersten Hälfte gut getan hätten. Es war auch endlich wieder mal kurzweiliges Entertainment, das meine niedrig gehaltenen Erwartungen nicht groß enttäuscht hat. Wenn Skyfall doch nur etwas stringenter wäre….

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Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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8.0Ausgezeichnet

SKYFALL ist schon echt starkes Kino! Die Humanisierung von Bond ist wieder mal einen Schritt weiter - Geistiger Pate für diesen Teil war wohl Nolan's DARK KNIGHT, der hier in seiner Rahmenhandlung und Audiovisualität ausgiebig hommagiert wird (Mendes und co. haben ja den großen Einfluss des Bat-Abenteuers ganz offen zugegeben) - doch auch der Eingang ernster Themen wie bei Nolan funktioniert hier
einwandfrei - sehr homogen! Und durchaus eine Eigenmacht im Spygenre! Zwar nicht so Abenteuerfilm-mäßig wie üblich in der Reihe, dafür aber schön down-to-the-bone (vorallem im starken 3. Akt) und konzentriert explosiver als sonst - auch schauspielerisch wie gehabt eine Glanzleistung von Daniel Craig. Und aus den Gründen (und vielen mehr) erkläre ich hiermit SKYFALL zum König des Agententhrillers 2012. Sorry, Argo - nich ganz so sorry, Bourne 4 ;)

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.0Ganz gut

Persönlicher Rachefeldzug statt Weltherrschaft und wer modern rüberkommen will, muss anscheinend zwingend mit dem Internet-Zeitalter gehen. Der blondierte Bardem gibt wie schon in „No Country For Old Men“ einen wunderbar neurotischen Bösewicht, Regisseur Sam Mendes kultiviert das Gunbarrel-Intro am Ende, bringt die zwei Filme pausierenden Moneypenny und Quartiermeister Q, einen echten Titelsong, den silbernen Aston Martin DB5 und Bond-Traditionalisten einen Teil ihres 007 zurück. Der weiß sich trotz deplatzierter Tauglichkeitsdiskussionen mit seinen Methoden zu behaupten; aber dieser James ist und bleibt ein verkniffenes Raubein ohne Glanz und Gloria vergangener Tage, der zu seiner Rolle ebenso gut passt wie Markus Lanz zu „Wetten, dass..?“.

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der cineast

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hihi.


_Garfield: Blogbusters

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6.0Ganz gut

Schlecht ist er ja nicht - dieser neue, analoge Bond. Aber eben auch so weit entfernt von jenem filmischen Großereignis, als dass er von Presse und Publikum bislang weitläufig und vielfältig gefeiert wurde. Vielleicht ist es ja wirklich die Nostalgie, die diesen 23. Bond für viele zu einem solch herausragenden Erlebnis werden ließ. Mendes spart nämlich nicht mit allzu offensichtlichen Querverweisen, unzähligen Verbeugungen und der Reanimation einer ganzen Reihe ikonischer Franchise-Elemente. Mendes' „Skyfall“ schwelgt so sehr und so genüsslich in den Erinnerungen einer nun schon 50 Jahre währenden Filmreihe, dass er dabei vergisst eine gute Geschichte zu erzählen. Denn wirklich etwas zu erzählen hat Mendes eigentlich nicht und das, war er uns schließlich in akuter Überlänge zu erzählen gedenkt, ist ausgesprochen schwach. Daran weiß auch ein guter, aber ebenfalls nicht herausragender Javier Bardem wenig zu ändern.

Pluspunkte gibt es derweil für die sparsam eingestreuten und angenehm übersichtlich inszenierten Action-Einlagen, die auch von einem Nolan stammen könnten: Hier fliegen Dinge noch wirklich in die Luft, treffen Schüsse noch auf Widerstand und kollidieren Helikopter (!) noch mit Herrenhäusern (!!) - immer begleitet von einer wuchtigen Soundkulisse. Es ist zweifelsohne ein spektakulärer Bond; einer der dem Jubiläum schon in gewisser Weise gerecht wird, aber auch einer der vertanen Chancen. Denn so sehr sich Mendes auch als tadelloser Action-Regisseur erweist - was für sich schon eine sehr angenehme Überraschung ist - so wenig scheint der Brite am weiteren Inhalt interessiert zu sein. Der dumme Plot nervt, vermeintlich smarte Dialogzeilen wollen nur selten zünden und man hat fortwährend das Gefühl, dass man aus diesem Gegenspieler deutlich mehr hätte machen können.

Dabei beginnt doch alles so vielversprechend: Nach einer furiosen Eingangssequenz, gefolgt von einem der schönsten Bond-Intros, unterlegt von einem der besten Bond-Songs, beginnt das neue Abenteuer in den eigenen Reihen - beim MI6. Ein grandioser Ralph Fiennes hat dabei leider viel zu wenig Screentime und Craig bleibt der distanzierte, eiskalte Profikiller, dessen angedeuteter psychologischer Exkurs aber nie wirklich ernsthaft verfolgt wird. Dennoch hat die neu geschaffene Ausgangslage durchaus Potenzial. Leider beginnt „Skyfall“ schon während der Shanghai-Episode mächtig zu lahmen, ehe Bardem's recht spätes, erstmaliges Auftauchen wieder für etwas Drive in der orientierungslos erzählten Geschichte, mitsamt selten überflüssigem Bond-Girl sorgt. Und genau dieser Umstand, plus der angesprochenen Stärken ist es dann auch, der „Skyfall“ zu einem ganz guten Bond-Film werden lässt. Auch wenn Mendes den sicherlich sehr lobenswerten Ansatz der Franchise-Reflektion und die zunehmende Fokussierung auf das überschaubare Figurengefüge nie wirklich befriedigend umzusetzen weiß. Schade, ja. Es hätte aber auch deutlich schlimmer kommen können.

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

fabel

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Du warst zu gnädig!


_Garfield

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Mag sein.


Mr.Film: City of Cinema

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6.0Ganz gut

Ein großer James Bond-Fan war und bin ich nicht. Um ehrlich zu sein habe ich wohl grade mal die neuen Craig-Filme gesehen, ich habe es aber auch nicht wirklich eilig die restlichen Brosnans und wie sie nicht alle heißen nachzuholen. Warum ich so denke ist einfach, ich denke, ich habe mit Daniel Craig bereits meinen perfekten Bond gefunden. Kann man natürlich als dumme Behauptung darstellen da ich ja keine wirkliche Vergleichsmöglichkeit besitze, jedoch reichen mir die kleinen Trailer und Bilder die ich von den restlichen Bonds gesehen habe. Ist mir alles zu schmierig und zu unecht, wirkt viel zu gekünstelt und gewollt. Daniel Craig dagegen liegt hier im Dreck und noch viel tiefer.

Nachdem er bei einem Auftrag für vermeintlich tot erklärt wird, setzt sich Bond erstmal ab und genießt seine 'freie Zeit'. Als er erfährt, dass jemand seinen alten Arbeitgeber MI6 gehackt und einen Anschlag inszeniert hat bei dem Kollegen gestorben sind, beschließt er zurückzukehren. Jedoch ist er nicht mehr so in Form, wie er es gerne hätte.

Die "Skyfall"-Besichtigung ist mein erster Kinobesuch seit langem. Die Freude auf den gemütlichen Kinosessel hat der allgemeinen guten Laune da natürlich noch zugetragen. Und dann sitzt man da: Popcorn auf dem Schoß, Werbung vorbei, das Bond-Intro läuft. Wow! Netter Song! Skyfall ist aber auch ein schönes Wort. Naja, Bondtypisch dauert das Intro etwas länger, aber was soll's, der Song von Adele haut ja alles raus. Nach einer knappen halben Stunde senkte sich die Freude aber etwas. Das lag nicht wirklich am Film, naja gut, bis dahin ist er auch nur vor sich hin geplätschert, ist zwar schönes Agentenactionkino, aber nur weil's Bond ist, ist's nicht gleich was so besonderes, nein, es lag vielmehr daran dass die Beinfreiheit absolut schrecklich war und ich nach eben genannten 30 Minuten bereits dachte dass sich eine Thrombose in meinen Beinen versammelt hat. Irgendwie freut man sich da nicht dass das noch knappe 2 Stunden weitergeht. Hiermit wollte ich nur mal kurz darauf hinweisen, dass man wirklich gute Architekten für Kinos beauftragen sollte. Genug Platz sollte sowieso vorhanden sein. Aber genug von dem Rumgeheule (ich war kurz vor dem Abspann kurz vorm durchdrehen), weiter geht's mit dem Film.

Ja. Bond. Nein, mal ganz kurz nicht Bond. Silva! Besser gesagt Javier Bardem der ihn verkörperte. Genau so sollte ein Bösewicht aussehen! Irgendwie charmant, total krank im Kopf und unberechenbar. Hat mich stellenweise an den Joker erinnert (was für die Darstellung Bardems spricht). Schauspieltechnisch hat "Skyfall" mit Craig, Bardem und Co. also extrem aufgedreht, da kann man doch gar nicht groß meckern. Storymäßig jedoch bleibt man meiner Meinung nach auf einem Level, das nicht das der Schauspieler erreicht. Ist ja alles ganz nett und sicherlich auch überdurchschnittlich, aber Momente die zum Staunen eingeladen haben, blieben leider aus. Selbst als es zu Bonds altem zu Hause ging, dem 'Skyfall'-Anwesen, wo die eigentliche Action ja erst recht losging, blieb ich leicht angeödet in meinem Sessel zurück. Um ehrlich zu sein war ich dort die ganze Zeit in einer dösenden Schlafphase und bin beinahe komplett weggenickt. Ja, ich war etwas müde, aber gute Actionszenen hätten einen da doch wieder aufwecken müssen, oder nicht? Damit möchte ich aber nicht sagen das sie schlecht waren, dass was ich gesehen habe, war ziemlich schön inszeniert. Das Set dort war sowieso traumhaft.

Wie gesagt, die Bewertung hier erfolgt von einem nicht so großem James Bond-Fan, deshalb auch die wohl gedrückte Betrachtung. Anhänger des Agenten dürften dem Film sowieso einen Bonus geben und auch sonst damit zufrieden sein. Für mich ist "Skyfall" jedoch wie "Ein Quantum Trost" oder auch "Casino Royale" ein netter Agentenactionthriller für einen DVD-Abend, den man nicht lange im Gedächtnis haben muss.

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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7.0Sehenswert

Bin unentschieden. Einerseits fehlt mir mit diesem äußerst singulär etablierten und sehr körperlich inszenierten Gegenspieler die letzte Konsequenz: mit dieser sollte bond eigentlich wirklich nur noch gegen einen Computer (ein computer-system), mit vielleicht noch einer vorrangig anonym bleibenden Hacker-Community im Hintergrund, antreten müssen. Das Digitale als feindliche Nicht-Form gewissermaßen. Gleichzeitig ist Raoul Silva natürlich auch eine überragende Figur, trotzdem es immer wieder stark nach Joker und Lecter riecht. Anfangs- und Endsequenz sind ganz groß.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.5Ausgezeichnet

'Skyfall' ist exzellentes Schauspielerkino. Hart, schnörkellos und traditionsbewusst.

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Ziemlich genau die zweite Hälfte ist es endlich, an der Christopher Nolan keinen Einfluss mehr zu haben scheint, seine festgekrallten Finger öffnen sich, "Skyfall" bremst die dahinratternde inhaltliche Scheinbedeutsamkeit der ersten, etwas drucklosen und totgequatschten ersten Hälfte ohne einen erschlagenden Moment, ohne ein Bond-Girl, das nicht steif lächelnd im Weg steht. Wenn Javier Bardem allerdings irgendwann den Film an sich reißt, über seine fratzenhaften Gesichtslandschaften – dies geschieht mit einer Mixtur aus bisexueller Heiterkeit und zappeliger Bockigkeit –, dann jedoch überwiegt ein Subtext, der auf eine penibel ausgearbeitete Bildebene trifft. Und es ist auch die hypnotische Bildebene, die sich irgendwann vollständig in jene Einheiten aufspaltet, die Daniel Kleinman im organisch-blutigen Vorspann kontrastierte: Das innerfamiliäre Finale gerinnt zum unsichtbaren, zum versteckten Ringkampf der Silhouetten und der Schatten um die Mutter der Betrogenen, der altmodischen und der hochmodernen Zeit, der Bond-Vergangenheit, der Bond-Zukunft, und deren Bedeutung im Weltzusammenhang. Es sind die Figurenlichter, die ins Schwarz gestoßen werden, kein transparent-fluoreszierendes Farbenmeer, nur ein lichterloher Hintergrund; Schwarz vor Rot, ein Ringkampf in der Hölle. Der Sieger? Das Messer. Der Verlierer? Der Computer. Die Vergangenheit, nicht die Zukunft. Bond fliegt wieder in die Vergangenheit, obwohl er sich nicht gegen die Psychoanalyse wehren konnte. Nach 50 Jahren.

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TheDrPepperPower

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Toll geschrieben, aber ich glaube du siehst hier doch ein wenig mehr Essenz, als denn auch tatsächlich da war.


Hexemina

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Wau ja klasse geschrieben aber auch ich glaube das du in den Film mehr reinintepretiertst als wirklich drin war.


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Im Anschluss an die obligatorische Eröffnungs-Action und eine schöne, etwas unschlüssige Titelsequenz mit angenehm klassischem Bond-Song liefert „Skyfall“ dem Publikum hingebungsvoll das, was bei „Ein Quantum Trost“ gefehlt hatte. Das 23. Abenteuer von 007 (diesmal übrigens ohne inhaltlichen Bezug zum Vorgänger) steht für das Kennenlernen der Figuren, denen man nun schon eine ganze Zeit lang bei der Arbeit zugesehen hatte, setzt mal ganz eigene Schwerpunkte, ist gleichzeitig aber auch stets darum bemüht, dem Bond-Label gerecht zu werden. Ein Spagat, der zwangsläufig nicht immer aufgeht, letztlich aber einen tiefsinnigen, erfrischenden, eleganten und mehr als würdigen Eintrag in die am längsten laufendende Filmreihe der Kinogeschichte darstellt. [...]

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Mendes verknüpft die Rückkehr zu den Ursprüngen, die sich etwa in einigen nostalgischen Momenten wie dem Auftritt des Aston Martin aus „Goldfinger“ (1964) niederschlägt, sowie die sorgfältige Figurenzeichnung und die damit verbundenen menschlichen Konflikte mit genretypischer Action. Bereits die 20-minütige Eingangssequenz ist eine furiose Verfolgungsjagd auf Motorrädern über den Dächern von Istanbul, die mit einem Zweikampf auf einem fahrenden Zug fortgesetzt wird. Die Sequenz geht in einen kunstvoll, ebenso nostalgisch wie gleichzeitig modern wirkenden Vorspann über, der von Adeles schönem Bond-Thema „Skyfall“ („This Is the End“) unterlegt wird, so dass die sogenannte „Gun Barrel Sequence“ – James Bond läuft mit einer Pistole durch das Bild, während im Hintergrund die klassische James-Bond-Theme zu hören ist, bis Bond in die Richtung der Zuschauer schießt – für den Nachspann aufgehoben wurde.

Was wäre ein James-Bond-Film ohne einen Superschurken? In „Skyfall“ übernimmt diese Rolle Silva, der allerdings kein Möchtegern-Weltherrscher ist, sondern ein ehemaliger Agent, der von „M“ fallen gelassen wurde und sich nun an ihr rächen möchte. Allein Silvas erster Auftritt, als er sich aus der Tiefe des Raumes kommend langsam auf Bond und damit auf den Zuschauer zu bewegt, zeugt von großer inszenatorischer Finesse. Durch „Skyfall“ zieht sich darüber hinaus als roter Faden eine gewisse Skepsis gegenüber der Technik. Im Unterschied zu den technischen Spielereien mancher James-Bond-Filme fallen die von Quartiermeister „Q“ bereitgestellten „Gadgets“ bescheiden aus: eine Pistole und ein Peilsender. Mehr bekommt Bond in „Skyfall“ von ihm nicht. Im Mittelpunkt des 23. Bond-Filmes steht der Mensch, nicht die Technik. Dazu passt ebenso „M“s Aussage, als ihr der Rücktritt nahegelegt wird: „Ich werde nicht in Würde gehen. Ich werde gehen, wenn die Arbeit getan ist.“

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

Ich habe mich lange gefreut, habe nach dem eher mauen „Ein Quantum Trost“ große Hoffnungen gehabt, Bond 23 möge an den für mich richtig guten „Casino Royale“ anknüpfen. Und das hat „Skyfall“ meiner Meinung nach locker geschafft. Nicht nur das, ich finde, er hat ihn sogar übertrumpft. Aber der Reihe nach.
Die Anfangseröffnung hat mir sehr gefallen, lange Kameraeinstellungen, keine nervige Wackelkamera, gute Action und ein bondtypisches Ende. Dann kommt der einzige richtig große Kritikpunkt, nämlich das Titellied. Da wurde die Musik irgendwann so dominant, dass man von dem etwas zu schwachen Stimmchen von Adele (ich persönlich kenne bis auf den Namen nichts von ihr, habe noch nie ein Lied von ihr gehört, also zumindest nicht bewusst oder so, dass es mir in Erinnerung geblieben wäre), im zweiten Teil der Anfangs-Credits nicht mehr allzu viel gehört hat. Mehr Kraft wäre schöner gewesen.

Okay, da ich jetzt nicht den ganzen Film nacherzählen will beschränke ich mich auf die wichtigsten Aspekte und das wird eh schon lang genug):

Zunächst die Schauspieler: Javier Bardem als Bösewicht spielt so extrem facettenreich, er spielt eigentlich so ziemlich jeden anderen an die Wand. Eiskalt, wahnsinnig, humor-/liebevoll, gebrochen. Die Einführung des Bösewichts könnte vielleicht die legendärste aller Bond-Antagonisten werden! Judi Dench sollte für ihre Darstellung als M diesmal durchaus eine Oscarnominierung erhalten, verdient hätte sie es zumindest. Ralph Fiennes macht wie gewohnt einen tollen Job, Ben Whishaw (den ich bisher nur aus „Das Parfum“ kannte, der mir gar nicht gefallen hat) spielt den neuen Quartiermeister richtig stark. Trocken, sarkastisch, einfach verdammt witzig! Ola Rapace und Naomie Harris sind solide, nur Bérénice Marlohe als Bond-Girl hätte man meiner Meinung nach getrost weglassen können, sie wäre zumindest jederzeit austauschbar gewesen. Und abschließend natürlich Daniel Craig. Ich fand ihn hier super, für mich seine beste Leistung als Bond. Ich finde ihn auch allgemein als Bond richtig gut. Natürlich ist er anders als ein Sean Connery. Aber auch Roger Moore war anders, George Lazenby war anders, Timothy Dalton und Pierce Brosnan waren wieder anders. Sie haben sich alle unterschieden. Und nur weil er anders war, ist er noch lange nicht schlechter. Und er ist auf der einen Seite der eiskalte, mordende Bond. Auf der anderen Seite ist er aber auch der erste, bei dem man unter die Oberfläche blicken kann, der nicht nur Smoking, Walther PPK und Martini ist. Finde ich zumindest. Obwohl er so eiskalt ist, kommt er mir menschlich vor. Und gerade DAS finde ich so toll. Und dass Craig als Mit40er so aussieht, als sei er bereits Ende 40, das stört mich gar nicht. Das finde ich sogar richtig gut. Und wenn man das kritisiert: Für mich hat auch Sean Connery in seinem ersten Bond mit Anfang 30 bereits wie mit 40 gewirkt (also…optisch!!). Aber na klar, das is absolute Geschmackssache!!!
Regisseur Sam Mendes bringt in diesem Film eine extreme Tiefe hinein, spricht auch persönliche Dinge der Figuren an. Man kann sich viel besser in sie hineinversetzen und Mendes nimmt sich auch die nötige Zeit dafür.
Die Action-Szenen sind schön gefilmt und gut in Szene gebracht, nicht nur in der Anfangsszene. Die „Bourne-Einstellungen“ kommen nur sehr sehr selten vor, manchmal werden die Kämfe durch tolle Farbeffekte zur regelrechten Kunst erhoben.
Ein wichtiger Teil in diesem Bond ist der Humor. Ich habe hier jetzt schon mehrmals gelesen, dass Daniel Craig nicht die Spur von Humor zeigt, keinen Witz und Charme versprüht. Vielleicht kann man das noch für seine beiden ersten Bond-Auftritte sagen, in „Skyfall“ aber auf keinen Fall! Es gibt so viele Momente, in denen nicht nur ich über den trockenen Humor von Bond extrem lachen musste. Er macht es beißend, kritisch, ironisch – typisch britisch halt! Die Rededuelle mit Q, mit Silva, mit M sind einfach brillant und für mich einfach typisch Bond.
Die Actionszenen sind insgesamt sehr sparsam eingesetzt, es wird mehr Wert auf Dialoge und Psychothriller-Elemente gelegt. Aber auch das finde ich gut, zu viel Action ist meiner Meinung nach bei einem Bond Mist. Und zu viel Action ist es hier sicher nicht, dafür gute Action.
Vielen Bond-Fans könnte außerdem bei „Skyfall“ die, jetzt einmal etwas drastisch formuliert, Hose aufgehen, angesichts der extrem vielen Anspielungen auf ältere Bond-Filme. Da hätten wir unter anderem SPOILER Aston Martin aus Goldfinger mitsamt Schleudersitz, Tötungsweisen aus Goldeneye (Beingrätsche) und auch die nicht mehr unwichtige Zubereitungsweise von Bonds Lieblingsgetränk. SPOILER ENDE

Was mir persönlich auch noch extrem aufgefallen ist, was aber einigen gar nicht gefallen könnte, das sind die Parallelen zu den Nolan-Filmen, vor allem Inception und der Batman-Trilogie. (zur Sicherheit noch mal ein SPOILERALARM) Teilweise war die Musik n bisschen wie in „The Dark Knight, die Insel erinnerte mich an die Welt, die Cobb und Mal in Inception aufgebaut haben und auch einzelne Zitate werden (zumindest in der deutschen Version) aus den Batman Filmen übernommen („Ein Sturm zieht auf“). Dann könnte man die Dialoglastigkeit als Parallele aufführen, die U-Bahn (ne Parallele zum Zug in Inception und zum Bus in The Dark Knight) und zu guter Letzt hat auch Silva viele Parallelen zum Joker (mit Absicht fangen lassen, Polizeiuniform…). SPOILER ENDE Mir gefallen diese Nolan-Parallelen sehr gut (er ist nicht umsonst einer meiner Lieblingsregisseure), auch wenn ich mich Frage, ob man es sich bei den Bond-Verantwortlichen damit nicht etwas zu leicht gemacht hat, da man wusste, dass er so den meisten Zuschauern auf jeden Fall gefallen wird, wenn man viele Elemente aus zwei der erfolgreichsten Filme der letzten Jahre kombiniert und übernimmt. Aber wie gesagt, seis drum, bei mir hatte es (wie zu erwarten) großen Erfolg.

Dass auch in diesem Bond vielleicht ein paar kleine Logiklücken vorhanden sind, das kann man sich natürlich denken. Aber die waren bisher in jedem Bond vorhanden und über die kann man wie ich finde leicht hinweg sehen.

So, insgesamt schafft es „Skyfall“ den Spagat zwischen dem „modernen“ Bond und vielen klassischen Elementen der Bondreihe in hervorragender Weise.
Aber ob er der beste Bond aller Zeiten ist? Hm. Zumindest ist er der beste Bond für UNSERE Zeit. Aber „Goldfinger“ (als EINZIGER Bond) ist ihm dann doch noch eine Nasenspitze voraus.

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Lydia Huxley

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Ich kann dir nur beipflichten! Wirklich ein sehr guter Bond und ein spitzenmäßiger Craig :)


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
“Skyfall” könnte also die perfekte Symbiose sein, der Kompromiss zwischen den klassischen Bonds und den Sehgewohnheiten von heute. Insofern macht er seine Sache gut, vielleicht nicht perfekt, ist aber dennoch einer der besseren Bond-Filme. Bei der Vergangenheit der Filme, so wie man auf James Bond konditioniert wurde ist das vielleicht nicht “der” Bond wie man ihn kennt, aber auch früher war ja nicht jeder Bond wie der andere.
[...]

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goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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7.0Sehenswert

Mission erfüllt, die Verwandlung von James Bond der Filmikone in James B. den Jedermann ist abgeschlossen - mit Schwächen, Fehlern und diversen unverarbeiteten Mami und Papi Issues. Aber 90 Minuten lang zuzusehen wie Bond keinen hochkriegt (nur metaphorisch natürlich), dafür jedem das Ohr abkaut, ist dann doch etwas zuviel des Guten. Nur Prolog und Epilog von Skyfall bieten den Bond, den man sehen will. Keinen Übermenschen, aber stets Herr seiner Lage. Diverse Reminiszenzen an die frühen Bonds lassen das Herz höher schlagen und ganz am Ende werden sogar die Weichen für eine neue (alte) Filmikone gelegt. Als hätten die Macher selbst erkannt, dass Bond langsam wieder zu dem und nicht irgendeinem Geheimagenten werden sollte. 7/10

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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6.0Ganz gut

[...]Der Opener in Istanbul ist spektakulär[...]Die Titel Sequenz, umwoben von Adeles großartigem Theme Song, gibt (scheinbar) den Ton für das Folgende vor, Verwundung, Blut, Grabsteine, Totenschädel. Tatsächlich ist Bonds Schusswunde aus den Pre Credits nicht einfach ein paar Leinwandminuten später vergessen, sie wird mit in den Film genommen. Einem Bond, so sehr auf Physis und Agilität angelegt, wie es Craigs Inkarnation nun einmal ist, eben diese zu nehmen oder zumindest entscheidend zu handicappen, wirkt zunächst ganz interessant. Die Doppelnull hat Schwierigkeiten beim Fitnesstest, der ihn für den Außendienst requalifizieren soll, seine Zielgenauigkeit leidet unter einem zittrigen Arm, der Alkoholkonsum schlägt sich in den Furchen seines Gesichts ebenso nieder, wie in der Atemlosigkeit nach ein paar Klimmzügen. Bond, ein Rekonvaleszent fern der Dienstbefähigung und doch alsbald wieder dem Call of Duty seiner M erlegen.

Doch eine perfekt gelungene Einführung des neuen Q Ben Whishaw und einen Schurkentod in Shanghai später beginnt „Skyfall“ langsam zu zerbröseln. Der buchstäblich in den Londoner Untergrund gedrängte MI6 weicht für einige Szenen asiatischer Exotik, Daniel Craig ist viel zu oft nackt in blendender Muskelausstattung zu sehen, um dem Film seinen »come undone«-Bond abzunehmen, Dame Judi Dench macht kurz dem etatmäßigen Bond-Girl Bérénice Marlohe Platz, die in ihrer „fuck, dead, forget“-Rolle die direkte Nachfolge der gänzlich unbedeutenden Liebesmädchen Caterina Murino („Casino Royale“) und Gemma Arterton („Quantum of Solace“) einnimmt. Und nicht nur sein Pin-up-Dekolleté geht „Skyfall“ schnell flöten, sondern ab der Mitte und ausgerechnet mit dem stark aufgebauten Auftritt des Oberbösewichts Raoul Silva auch Drive und Identität. Bardems Entrance ist noch bestes schurkisches Chargieren, der willkommene frische Schwung, nachdem „Skyfall“ bis dahin rapide an Tempo verloren hat, sein Dialog mit Bond ist schnittiger und schwuppiger, als jede Konfronation mit Fäusten und Waffe. Und wird hier etwa tatsächlich Bonds sexuelle Ausrichtung entheteroisiert oder meint sein »What makes you think this is my first time?« doch nur Le Chiffres unsanfte Eiermassage aus „Casino Royale?“ Sei’s drum, [milder SPOILER voraus, obwohl die Richtung relativ schnell abzusehen ist] der Ex-MI6‘ler Silva bringt’s mit seinen Motiven nicht weit über den Eindruck dieser Einführung hinaus: was ihm im Außeneinsatz wiederfahren ist mag die beschissenst mögliche Lage sein, in die man als Agent geraten kann, dennoch ein Risiko, auf das man sich doch eigentlich in vollem Wissen einlässt, wenn man sich dem Geheimdienst anschließt. Niemand erkennt Tragik, sondern höchstens Ironie darin, wenn der Dachdecker beim Dachdecken vom Dach fällt und viel anders verhält es sich nicht mit Silva.[...]

[...]Sein Rachefeldzug gegen M bekommt überhaupt kein Gewicht, Bond guckt vielleicht mal desorientiert ins Rund des MI6‘schen Kellergewölbes (plumpe Metapher übrigens), doch ansonsten bleibt jedes Hinterfragen der Geheimdienstchefin bei verspießten Ministerinnen und an einem jammernden bad guy hängen, um von M persönlich mit einer flammenden Rede und durch Bonds in kaum einer Sekunde ernsthaft in Frage stehender Loyalität sogleich wieder für rechtens und gerechtfertigt erklärt zu werden. Silvas Plan hingegen ist nichts als eine behauptete Überlegenheit, die die Story in immer stockenderen Stößen voran bringt, die gestohlenen Daten tun irgendwann überhaupt nichts mehr zur Sache und dem Film und seinem Schurken zum Verhängnis wird der von Sam Mendes vor einiger Zeit genannte Einfluss eines gewissen Christopher Nolan: dessen Kopfblockbusterkino als »game changer« für die narrativen Möglichkeiten eines Action-Thrillers auszugeben ist durchaus nachzuvollziehen, es aber szenenweise und in gewichtigen Plotpunkten einfach nachzustellen kommt eher billig und fast schon verstörend einfallslos rüber, Bond teils zum Rezitat des „Inception“-Designs und eines „The Dark Knight“-Plottwists zu machen (dem sich in der Zwischenzeit außerdem die „Avengers“ bedient haben) wirkt wie eine Anbiederung in Richtung des britischen Masterminds, der im Gespräch für die Nummer 24 der 007-Reihe ist, »see, Chris, it works, now sign the contract, man!«

Zwischen dem mehr als einmal deplatziert wirkenden Hommagieren und dem teilweisen Wiederbeleben seeliger alter 60er Jahre Bond-Tage, der härteren „more reality based“-Gangart der Craig-Ära, einem Schurken mit »ich verklag das Restaurant, wenn der Kaffee zu heiß ist«-Mentalität und mies geratener CGI-Fratze[...]verliert „Skyfall“ völlig einen stringenten Ton, um das alles vereint zu halten, schiebt zum Showdown mit Albert Finney sogar ein comic relief in die Handlung, wie es unpassender nicht sein könnte und nimmt dem Film damit die letzte Möglichkeit einer tiefer gehenden Auseinandersetzung zwischen Bond und M. Stattdessen schmeißt Finney mit urigem Altersulk um sich und erklärt freundlicherweise alles, was später während der finalen Konfrontation mit Silva und seinen Männern einen Nutzen finden wird. Und schließlich mündet „Skyfall“ in eine Schlusspointe, die jeden weiteren Bond eigentlich überflüssig machen könnte, die den Kreis schließt und da anknüpft, wo Sean Connery in „Dr. No“ einst begann. Die Abkehr vom Neuen, die Besinnung auf’s Alte, James Bond will return. Wird man 007-Nostalgiker damit zurück gewinnen, bricht nun wieder die Zeit der Superschurken in ihren Vulkanen und mit Katzen auf dem Schoß an, ist „Skyfall“ der Transferfilm hin zum traditionellen Bond, wäre das der richtige Weg für die Reihe? Keine Ahnung. Mehr noch als beim komplett vergeigten „Quantum of Solace“ bleibt erstmal die Enttäuschung stehen. Darüber, dass „Skyfall“ so grandios anfängt, wie ein perfekt abgestimmtes voluminöses Orchester, das dann plötzlich auf ein Tonband mit ungelenken ersten gemeinsamen Aufnahmen umschaltet, als Stücke wie „Bond Mythologie“ und „Nolans Mind“ noch nach Gehör und mit Küchengeschirr nachgespielt wurden…[...]

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ChristiansFoyer

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;D SKYFALL ist dieses Jahr mein X-MEN: FIRST CLASS: alle loben's bis sonstwohin und ich hab das Gefühl, einen völlig anderen Film gesehen zu haben...


hash

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Mir geht es da ähnlich. Habe eine Kritik auf einem externen Blog veröffentlicht und nur 6/10 Punkten gegeben. Jetzt bekomme ich da richtig starken Gegenwind von der Community ;) Argument: 98% finden den Film gut, ergo habe ich keine Ahnung! Sowas freut einen doch!


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

So ist dieser Wolkenbruch (dt. für Skyfall) vielleicht eine kalte Dusche für Bond-Fans, aber ein richtig guter, psychologisch spannender und kurzweiliger Film, der so weit wie möglich die öde Action-Routine reduziert.

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Kieke

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"möglich die öde Action-Routine reduziert."-
Oh, ja die Helikopterszene am Schluss.. oh ho !


F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Mendes spielt sichtlich vergnügt mit dem Bond-Baukasten: Er verwöhnt mit spektakulären Schauplätzen, herrlich exaltierten Kampfsequenzen (wie einer Schlägerei Bond-Schurke-Riesengecko) und holt sogar den guten, alten Aston Martin aus der Garage; der Figurenreigen verbindet bis zur generalüberholten Mrs. Moneypenny die Huldigung an die Tradition mit gewitzten Neuinterpretationen – besonders gelungen im Fall von Q.

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Alle Kritiken (48)


Kommentare (566) — Film: James Bond 007 - Skyfall


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Jason Bourne

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Bewertung4.5Uninteressant

Das war er also, der Jubiläums Bond. 50 Jahre im Auftrag ihrer Majestät werden mit Skyfall gefeiert. Leider ist es so das ich mit den Filmen der "Craig" ära mal überhaupt nichts anfangen kann. War "Casino Royal" ein bemühtes Werk das mich eher abgetörnt hat, so gab es mit ein "Quantum Trost" einen durch und durch miserabelen Film zu bestaunen der einer Frechheit gleich kam. Was wurde "Skyfall" in den Medien nicht gefeiert, gelobt und als bester Bond aller Zeiten Tituliert. Ich kann schon einmal sagen das "Skyfall" der beste der "Craig" Filme ist, ja. Aber ein wirklich gelungenen James Bond Film bekommen wir auch hier wieder nicht.

007 hat einen neuen Auftrag. Doch dieser hat eine ganz besondere persönliche Note, denn seine Loyalität gegenüber "M" wird auf die Probe gestellt, als diese sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen muss. Schließlich gerät auch noch das MI6 ins Fadenkreuz der Verbrecher und Bond weiß schon bald nicht mehr, welchen Brand er zuerst löschen soll.

Dass offensichtlichste Problem das ich immer schon hatte ist das "Daniel Craig" für mich einfach nicht James Bond ist. Er wirkte nie für mich glaubhaft. Seine Darstellung des Saufenden, Abegfuckten Hinterhofschlägers will für mich nicht in die Vorstellung des Charesmatischen, Trickreichen Geheimagenten passen der mit der Waffe unter dem Kopfkissen schläft. An sich mag ich "Craig" eigentlich, ich habe nichts gegen ihn. In einigen anderen Filmen fand ich ihn wirklich großartig. "Unbeugsam – Defiance", "Verblendung" oder "The Jacket" waren gute Filme in denen "Craig" mir sehr gut gefallen hat. Jedoch kann ich ihn nicht als James Bond sehen.

Abgesehen davon fängt "Skyfall" eigentlich gut an. Die Eröffnungssequenz ist typisch wie so ein Bond Film anfangen sollte. Die Verfolgungsjagdt die ansehnlich inszeniert ist, lässt schoneinmal auf viel hoffen. Auch sind die Credits endlich mal gelungen nicht nicht so grausam wie in dem vorgängern, und auch Adele's Song "Skyfall" gefällt mir sehr gut.

Allerdings geht es danach nicht mehr ganz so gut weiter. Bond der sich in einer Krise befindet, etwas zu viel säuft und nicht mehr der fitteste Agent ist, ist ein Dinosaurier in einer sich im Wandel befindlichen Welt. Die Story um die Agentenliste (Übrigens sehr schön geklaut aus Mission Impossible) lässt sofort wieder erahnen das Bond hier wieder nur auf Spaarflamme argieren muss. Die Zeiten in denen die Welt gerettet werden muss sind vorbei. So gerät auch M hier in die Schusslinie da der Böse "Bardem" etwas zu besessen ist von der alten Lady. Und das ist auch eines dieser probleme. Die Story ist extrem langweillig und uninteressant. Auch ist der Film einfach zu lang und kommt nicht wirklich in Fahrt. Nach genau 1 Stunde und 10 Minuten sehen wir gnädigerweise endlich mal den Bösewicht. Der den Zuschauern dann endlich seinen eigentlichen Plan offenbart. Der ist jedoch dermaßen verworren, umständlich und seltsam das es schon etwas dämlich wirkt. Übrigens besagte Agentenliste vom anfang findet keine Erwähnung mehr.

Die Bondgirls haben es diesmal auch nicht einfach. Moneypenny kann ja noch so einigermaßen ein paar gute momente mit Bond zaubern, aber das ander Bondgirl das hier nur nach dem prinzip Sehen, Ficken und Sterben lassen von Bond kurz unter der Dusche vernascht wird und so garnichts zum Film beizutragen hat. Nichteinmal 10 Minuten darf die Schönheit auf der Leinwand glänzen.

Q´s auftauchen ist sicherlich zu begrüßen, und "Wishaw" als Jugendliche version ist auch gut, was er Bond da als Ausrüstung mit auf den Weg gibt ist, allerdings wieder ein ziemlicher Reinfall. Besonders das mit dem Peilsender ist zu viel des guten.

Zwischen dem Dialoglastischen Szenen die "Skyfall" hat, gibt es dann und wann mal eine Actionsequenz. Aber Mendes wirkt hier sehr gelangweillt. Die Action wirkt uninspiriert, wie schnell abgekurbelt um es hintersich zu bringen. Zumal das Finale auch ziemlich entäuschend ist. Sicher ist es interessant zu sehen wo Bond herkommt. Aber dieses Finale in seinem Familien Haus in dem Bond dann beschließt "Kevin allein zu Hause" zu spielen und seine kleinen Fallen aufbaut, ist ziemlich einfallslos.

Positives gibt es am ende wenig. "Ralph Fiennes", "Javier Bardem", "Naomie Harris" und "Ben Whishaw" kann man aber doch erwähnen. Der Aston Martin darf ein paar Runden drehen, und auch die letzte Szene des Film´s lässt auf vielleicht eine doch etwas mehr Traditionsreichere Fortführung des Franchise hoffen. "James Bond will Return" heiß es am ende. Vielleicht kann mich dann "Craig" mal doch irgendwann als 007 überzeugen.

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Luke_92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sam Mendes präsentiert coolen Bondstreifen, der etwas zu langwierig anmutet, allerdings ungeheuer Spaß macht. Der düstere Plot besticht genauso durch elektrisierende und gut choreografierte Action wie durch opulente Hochglanzbilder und eine charmante Umsetzung alter 007-Gimmicks. Dazu passen ein Javier Bardem in Hochform, der einen unkonventionellen Schurken miemt und ein respektabler Daniel Craig, den ich sonst nicht so mag, der aber als Bond perfekt funktioniert und sich praktisch nur in One-Linern unterhält. Das unbestrittene Juwel des Films ist der Soundtrack. Meister Thomas Newman und Adele haben einen der besten Scores der letzten Jahre geschaffen. Applaus, Applaus – Ehre wem Ehre gebührt. Ich hab Bock auf Bond 24!!!

Legendäres Zitat:
Sind wir auch länger nicht die Kraft die Erd und Himmel einst bewegte, so sind wir dennoch was wir sind. Helden mit Herzen von gleichem Schlag, geschwächt von Zeit und von dem Schicksal. Doch stark im Willen, zu siegen, zu suchen, zu finden. Und nie zu weichen.

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justindodo

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem Ein quatum trost eher ein actionfilm war als ein Bond , muss ich sagen dass skyfall wieder ein guter spionage film ist. Zwar gibt es schiessereien , explosionen etc. Trotzdem ist skyfall ein film wo nostalgiegefühle weckt.

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DoctorWho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach dem unglaublich langweiligen Vorgänger "Ein Quantum Trost" endlich mal wieder ein richtiger Bond Film.
Und dann noch ein richtig guter. Hoher Nostalgiefaktor.
Ein Film den man sich immer wieder angucken kann.

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Chev-Chelios

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das war endlich wieder ein Bond Film, der den Namen Bond Film verdient. Nach dem doch sehr schwachen Vorgänger „Ein Quantum Trost“ in dem ja mit allen Traditionen gebrochen wurde, ging es mit Skyfall zurück zu den Wurzeln. Es gab wieder einen Waffenmeister Q (Ben Wishaw), der zwar mit seinen 32 Jahren zunächst recht ungewöhnlich wirkte, den Q war schließlich immer ein älterer Herr, der seine Rolle aber sehr gut spielte und insgesamt recht erfrischend wirkte. Auch das Bond Theme klang im Hintergrund immer wieder an und lies echtes „Bondfeeling“ aufkommen. Auch der früher immer übliche Satz „Mein Name ist Bond, James Bond“ tauchte neben einem geschüttelten Martini wieder auf. Und schließendlich tauchte auch noch eine neue Miss Monneypenny auf. Also, all das was Bond über 50 Jahre zu dem gemacht hat was er heute ist, fand gegenüber dem letzten Film wieder Einlass. Für mich, einem großen Bond Fan schon seit den Zeiten von Sean Connery, war das alles sehr wohltuend. So richtig nostalgisch wurde es dann sogar als Bond aus einer Garage den Aston Martin DB5 holte, der in Goldfinger seine Verwendung fand. Sehr gelungen ist auch der Song zum Film der von Adele gesungen wird. Er passt einfach wunderbar zu einem Bond Film. Alles zusammen gefasst kann man sagen, es war eine mehr als gelungene Rückkehr zum klassischen Bond Film. Der Film als solches, war auch echt klasse. Bond ist nicht wie im letzten Abenteuer eine Killermaschine, was ich sehr begrüße und auch der rasendschnelle Schnitt der Actionszenen in „Ein Quantum Trost“, das mögen zwar nicht alle als störend empfunden haben, aber für mich war es einfach nur nervend, war Gott sei dank Geschichte. Der Film überzeugte durch eine gute Story, tolle Kamerabilder, gelungene Actioneinlagen (Alleine die Verfolgungsjagd mit dem Motorrad auf den Basardächern von Istanbul war schon genial) und sehr guten schauspielerischen Leistungen. Javier Bardem als leicht irrer Bösewicht Raoul Silva, der sich nach dem er vor vielen Jahren von M fallengelassen wurde an ihr rächen möchte, verkörpert diese Rolle exzellent. Judie Dench als knallharte und skrupellose Chefin des MI 6 überzeugte ebenfalls durch einen sehr gelungenen Auftritt und Ralph Fiennes, den man mit Sicherheit nicht das letzte Mal in einem Bond Film gesehen hat, überzeugte ebenfalls. Er spielte sehr zurückhaltend, war aber irgendwie doch immer präsent. Auch eine ganz starke Leistung. Naomie Harris wirkte ein wenig übermotiviert und hektisch, aber da man sie mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls im nächsten Bond Abenteuer wiedersehen wird, wird sie das wohl in Zukunft abstellen. Nichts desto trotz wirkte auch sie recht erfrischend und kam sehr sympathisch rüber. Daniel Craig spielte den James Bond ebenfalls exzellent und für mich entstand der Eindruck das er mit Spaß bei der Sache war. So wie Daniel Craig den Bond in diesem Film verkörperte, war er für mich der beste Bonddarsteller seit Sean Connery. Der Film wird auch trotz einer Länge von 143 Minuten niemals langweilig. Ich fand ihn sogar noch zu kurz, da die knapp 2 ½ Stunden wie im Flug vergingen. Skyfall ist für mich einer der Blockbuster in 2012 (und in diesem Jahr gab es wirklich viele gute Filme). Ich kann diesen Film wirklich jedem, auch wenn er mit Bond sonst nichts am Hut hat, nur empfehlen.

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Hansi0815

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Bewertung7.5Sehenswert

Technisch und von der filmischen und schauspielerischen Leistung her absolute Spitze.
Es ist halt kein "Bond" im eigentlichen Sinne. Er ist ernster und geht einem näher. Alles etwas persönlicher als in den früheren Weltrettungs- Bondfilmen

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Spearman

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Bewertung7.0Sehenswert

(Spoiler enthalten) Der Film gefiel mir besser als die bisherigen mit Daniel Craig. Dass M am Ende stirbt lässt sich gut aushalten. Besonders sympathisch war sie ohnehin nicht. Die Parallelen zu Batman sind interessant. Das ist zwar nicht mehr mein guter alter James Bond, der mir fehlt, aber doch etwas gar nicht so schlechtes anderes.

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boerna

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ich habe bei den Kommentaren hier im Forum öfters gelesen, dass viele von euch die mangelnde tiefe und Charakterzeichnung vermissen und auf der anderen Seite die Entwicklung dahingehend kritisieren, dass James Bond auch Schwächen zeigen darf. Welche Seite sollte ein fast übermenschlicher "Held" denn sonst zeigen außer Schwäche, um menschlicher zu wirken?

Ich denke doch eher, dass wir uns an unseren hohen Erwartungen an James Bond selbst dazu bringen die Filme nicht mehr als das zu sehen was sie sein sollen. Ein paar Stunden Ablenkung und die Reise in eine andere Welt. Ein kurzweiliges Vergnügen. Und um ehrlich zu sein, hat es die Franchise in der Zeit eines Jason Bourne, Ethan Hunt oder Spionagefilmen a la "Zero Dark Thirty" nicht leicht den Spagat zwischen der Traumwelt und einer zeitgemäßen Darstellung eines Geheimagenten zu sein. James Bond hat einfach in den letzten Jahren mehr Konkurrenz bekommen. Daher auch die großen Anstrengungen Daniel Craig unverwechselbar zu machen. Skyfall zeigt diesen Spagat sehr deutlich auf. Zum einen kommen immer wieder die Anspielungen an die gute alte Zeit, mit den uns bekannten Figuren vermischt mit der heutigen Technik, der heutigen globalen Bedrohungslage oder der heutigen Interpretation eines Helden. Was wurden die Brosnan Filme nicht kritisiert wegen der übertriebenen Action und dem scheinbar alles könnenden James Bond. Nun kommt mir vor, als würde man sich nach diesen Filmen sehnen. Nach dem Motto: Wir haben James Bond jetzt drei Filme lang bluten sehen, das reicht. Bitte wieder mehr Martinis, schnelle Autos und willige Frauen. Wo wir gerade bei Frauen/Bondgirls sind. Wann waren Bondgirls jemals wirklich emanzipiert? In Skyfall ist mir Moneypenny zum ersten Mal richtig aufgefallen. Wir erfahren viel warum Sie in anderen Filmen nur am Schreibtisch sitzt. Das spricht eindeutig für die Herangehensweise der heutigen Filme. Ist es nicht störend, dass wir ganze Jahrzehnte warten müssen, bevor wir endlich mal etwas persönliches über James Bond oder die Menschen um ihn herum erfahren?

Ich sag euch ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht so genau über ihn erfahren und genau darin liegt möglicherweise der Hund begraben. Sowohl in Quantum Trost als auch Skyfall . Ich denke neben der Action, müssen die Autoren wieder die goldene Mitte finden zwischen Gefühl, einer Liebesgeschichte die der Zuschauer auch abkauft (siehe Casino Royal) und dem Vollgas-Leben als James Bond.

Ich bin vorsichtig optimistisch, dass das gelingen wird Auf zum nächsten Bond Abenteuer!

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Moviegod

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Bewertung10.0Herausragend

Richtig genial! Elemente des klassischen Bonds treffen auf den Bond der Moderne. Was bei Casino Royal schon super funktioniert hat, wird hier nahezu perfektioniert. Die Messlatte für die nächsten Bond-Filme könnte kaum höher liegen.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.0Sehenswert

007 hat einen neuen Auftrag. Doch dieser hat eine ganz besondere persönliche Note, denn seine Loyalität gegenüber "M" wird auf die Probe gestellt, als diese sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen muss. Schließlich gerät auch noch das MI6 ins Fadenkreuz der Verbrecher und Bond weiß schon bald nicht mehr, welchen Brand er zuerst löschen soll.

Die Anfangssequenz ist spektakulär und hat es auch in sich, auch der nachfolgende Titelsong von Adele ist grandios, aber wo ist der Bond des erstklassischen Casino Royale oder wo sind die tollen Schauplätze, die einen James Bond Film ausmachen?!Auch die Story war mir zu flach und ein diabolischer Gegenspieler, sieht meines Erachtens anders aus.
Es waren ein paar Lacher drin, aber das reicht mir nicht und auch in Sachen Bondgirls, war das bei Skyfall zu wenig.

Ich mag Daniel Craig, aber er braucht auch ein gutes Drehbuch.Fing seine 007 Karriere mit Casino Royale spektakulär an und erlitt sie mit Ein Quantum Trost schon fast Schiffbruch, so ist man mit Skyfall auch fast baden gegangen.Der Film ist trotzdem noch ein ganz guter Kinofilm und Q und Moneypenny werden auch wieder aktiviert, wers mag, aber das es auf einmal wieder schießende Autos gibt, hmm ich weiß auch nicht.Man sollte die früheren Zeiten, mit den aktuellen lieber nicht so vermischen.Das Ende haut mich auch nicht vom Hocker, da hätte ich mehr erwartet.Da ich aber Daniel Craig als Bond sehr mag und ich beim nochmaligen Schauen einige Sachen entdeckt habe, die ich stark finde, gebe ich einen Punkt mehr, als nach dem Kinobesuch.An Casino Royale reicht er trotzdem nicht heran.Daher gibt es keine grundsätzliche Änderung meiner Meinung.

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MaceWindu1998

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Bewertung9.0Herausragend

Mich hat dieser Bond Film nach "Ein Quantum Trost" sehr überrascht.
Spannend, Actionreich und Bond mal völlig anders. Das hier seine Familie und Kindheit mit eingebunden wurde, hat der Bond-Reihe sehr gut getan, und das hat nie künstlich gewirkt, ich hab daran nicht gezweifelt (nicht wie bei Stallone-Streifen wie Judge Dredd, Daylight, ...). Natürlich kann man den Film nicht mit Stallone-Filmen vergleichen, der hat auch noch eine tolle Story.

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JimiHendrix

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Bewertung5.5Geht so

"Jeder Mensch braucht ein Hobby." - "Welches ist Ihres?" - "Auferstehung."
Ach Gottchen..

Daniel Craigs Bondniveau bleibt sogar noch unter der tief-hängenden Nebeldecke der schottischen Highlands. Daran ändert auch die ungewöhnlich neue Handschrift des Sam Mendes nichts.

Als fanatischer Traditionalist, was die Figurengestaltung des berühmtesten Agenten seiner königlichen Majestät angeht, dürfte es wohl klar sein, dass ich kein glühender Anhänger des Proll-Bonds Craig bin. Klar war CASINO ROYALE mit diesem ganz neuen Typus Bond, der plötzlich fehlbar(!!) und ja sogar verletzlich(!), aber auch überbrutal und kompromisslos daher kam, ein erfrischend belebendes Experiment.

Doch nach dem dritten Film, in welchem James Bond nochmal eine Spur angreifbarer wirkt, hat sich das ganze langsam wirklich erschöpft. Man merkt Sam Mendes den unbedingten Willen sicherlich an, einen komplett anderen 007 zu kreieren, aber er scheitert schlussendlich an der Zwangsjacke des Konstrukts James Bond.

Das wird am ehesten an seinen Nebendarstellern deutlich, denn Ralph Fiennes und Javier Bardem schauspielerisches Vermögen, flehen ja fast darum, mehr Präsenz und Wichtigkeit in der Geschichte zugestanden zu bekommen, aber stoßen an die Grenzen der geschichtlichen Enge.
Was die weiblichen Nebendarsteller Judi Dench, Bérénice Marlohe und Naomie Harris anbelangt, so sind auch sie in ihrer Charakterauslegung ein herber Rückschlag. Leider gesteht man keiner der dreien eine selbstbewusste Rolle zu, die ja auch wirklich sexy sein kann.

Die Story diesmal inter-firmlich zu halten, mit Bösewichten aus dem eigenen Lager, war mir persönlich zu drögen. Ich liebe die klischeehaften s/w-Bösewichte einfach zu sehr, als dass ich auf den bösen roten Kommunisten als Russland, Nordkorea oder Kuba, sowie den afroamerikanischen Voodoobeschwörer verzichten könnte.

Alles in allem mehr als nur Mittelmaß, trotz Mendes gut gemeinten Gedanken, uns mal etwas ganz neues zu präsentieren.

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DonChris

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Mittelmaß - Ich bin froh nicht der einzige zu sein der das so sieht ;)


JimiHendrix

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jaja. vor allem wenn man sich überlegt, was für ein tra-ra um diesen film gemacht wird. und den guten sam mendes verpulvert man einfach sinnlos in der produktion.. naja der nächste bond kommt bestimmt!


M.Ludwich

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gestern erst zum zweiten Mal wieder gesehen. Ein abgefuckter James Bond, der obwohl er nicht mehr ganz fit ist, trotzdem die Welt rettet. Action ist wieder vom allerfeinsten z.B. die Szene mit dem Bagger und dem Zug. Die musikalische Untermalung passt, wie eh und jeh. Zum Showdown hin wird es für einen James Bond sehr persönlich, was ich sehr gut fand. Sehr schön war der "Fanservice" mit den Anspielungen auf Q, Moneypenny und das Auto :'(....... Mein Lieblings-Bondfilm bisher!

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The Chief

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Um Skyfall wurde so ein riesen Wirbel veranstaltet, dass mich das Schlimmste befürchten lies. Zum Glück ist es alles entgegen meinen Befürchtungen gekommen. Der Film ist spannend, gut in Szene gesetzt und wie immer erstklassig besetzt. Allein das Titellied kann ich nach monatelangen Tod- Spielen im Radio nicht mehr hören.

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malte.fischer.9404

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Bewertung9.0Herausragend

"Würde in "bester Action" und "bester Film 2012" nominiert sein!"

Langsam frage ich mich, warum ich 007 Skyfall zuvor noch nicht gesehen habe. Zum Einen liegt es daran, dass ich erst jetzt auf den Gedanken gekommen bin, ihn mir zu kaufen. Und es hat sich gelohnt!
Die alten James Bond-Filme sind Klassiker. Die neueren Film hingegen sind zum größten Teil weniger beeindruckend. Ich hatte bei Casino Royale nicht richtig Schwung dabei. Es war zwar ordentlich knallig, aber das war es auch. Bei Skyfall sieht das anders aus. Die Action ist gelungen, die Effekte gut, alles rundum spannend. Ein Zeichen, dass man James Bond auch noch in den Zeiten 2000+ ins Kino bringen kann, sogar mit Erfolg. Der Bösewicht Silva wurde von Javier Bardem gespielt. Sagt Ihnen der Name Javier... nichts? Dann überlegen Sie erneut. Man erkennt den Schauspieler sofort (zwar mit blonden Haaren) und man denkt, dass das der Schauspieler der den Bösewicht/Killer aus "No Country For Old Men" spielt ist. Was soll das jetzt aussagen?! Ich wollte damit drauf hinweisen, dass der Bösewicht bestens ankommt und das liegt wohl an dem erfahrenen Herrn Bardem! Regie führte also Sam Mendes, der für die Regie zu American Beauty 2000 einen Oscar bekam.
Auf dem Rücken der DVD steht, dass man hier wohl von ihm, dem Cast und den Schauplätzen profitiere. Das ist richtig! Der Cast überzeugt, wie ich oben schon mit dem einem Schauspieler geschrieben habe. Daniel Craig und Judi Dench gehören dann noch dazu, die in keinem neuen James Bond-Film fehlen sollte. Die Schauplätze sahen schon schön aus, ja! Dennoch ist ein guter Film, wie dieser, wichtiger als diese ganzen Schauplätze, auf die man bei einem so guten Film trotzdem nicht verzichten sollte.

DVDCheck:
Nun wird die DVD gecheckt!
Die Entstehung des Films ist eingeteilt in 4 kurze Bereiche, die allerhand informativ sind. So erfährt man hier etwas über die Titelsequenz, Aston Matin DB5, Frauen und Drehorte. Allerhand interessant! Die Entstehung des Film ist in Englisch, wie ich sie mir auch angesehen habe. Wählt man die deutsche, eine andere Sprache erscheinen bestimmt Untertitel, wie immer, also OmU! Den Promo-Spot zum Soundtrack habe ich mir bis jetzt nicht angesehen, aber ich liebe Soundtracks.

Film - 9/10 Punkte
DVD - 6/10 Punkte

---Das war ein bisschen viel. Wie man sieht mache ich jetzt auch einen DVDCheck. Bei vielen anderen Film werde ich es versuchen nachzuholen. Im Kino bin ich ziemlich selten, weswegen ich mir alle Filme dann auf DVD / VoD ansehe, bzw. über Google Play ausleihe. Mir ist es wichtig nur die legalen Möglichkeiten zu benutzen und das ist nie ganz kostenlos, außer das TV-Programm!
Danke fürs Lesen. Ich hoffe die Kritik konnte euch überzeugen. Für mehr Kritiken: Klickt auf mein Profil! ---

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cronic

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der beste Bond mit Daniel Craig, ich bin kein Fan von ihm, aber hier hat er mich überzeugt.

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udowegener

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch ich gehörte zu den Abtrünnigen.
Zuviel Wackelkamera und Schnellschnitte mit unnachvollziehbarer Action hatten mir Bond verlitten.
Skyfall hat alles wieder rausgeholt.
Sicher, die Botschaft ist zweifelhaft. Aber hatte Bond je eine ernstgemeinte Bortschaft außer: "Ich bin ein spannender Actionfilm und will dir gefallen"?

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Frankenchrist

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Bewertung4.5Uninteressant

Ekelhafte Geheimdienstpropaganda der hinterfotzigen Art: Der MI6 kommt mir wie der Hauptsponsor dieser Produktion vor (schrieb etwa ein SIS-Mitarbeiter höchstpersönlich Ms apologetische und zugleich Angst vor den "unknown individuals" generierende Rede vor dem Geheimdienstausschuss?). Sowohl durch die unterschwellige Pro-Spionerei-Botschaft wie auch die Mache eines Popkornfilms wird dem ausgelieferten Zuschauer hier eingebläut, Geheimdienste und deren Agenten seien Helden, die jeden Tag die Welt vor den Machenschaften diverser Bösewichte bewahrten, und seien damit Retter von Million von Menschen, durch ihre Arbeit gar Garant für Freiheit und Sicherheit. Dass wahrscheinlich genau das Gegenteil wahr ist (wie viele Menschenleben genau Geheimdienste auf dem Gewissen haben ist selbstverständlich geheim) wird dem kollektiven Gedächtnis auch dank solcher Werbefilme wohl stets fremd sein. Ich weiß: Mit diesem Kommentar mache ich mehr meinem Ärger über Geheimdienste Luft als dass ich etwas aussage über eine eventuell vorhandene filmische Qualität in Skyfall, nur in diesem Fall fällt es mir schwer, beides getrennt zu betrachten: Der Film ist im Grunde Propaganda, und was er sonst noch ist augenfälliges, nichtsdestotrotz betäubendes Beiwerk zur Unterstützung dieser Indoktrination. Trotz seiner Mittäterschaft wünsche ich Sam Mendes ein wieder glücklicheres Händchen bei der Wahl künftiger Drehbücher, und v.a. möge er sich nurmehr mit seriösen Stoffen beschäftigen, anstatt sein Talent - das er zweifellos hat - an solch einem Quatsch zu vergeuden.
(Das heißt natürlich nicht, dass für mich andere Bond-Filme zwangsläufig ebenso schlimm sein müssen).

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Frankenchrist

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Fein. Wie geschrieben muss das nicht zwangsläufig ein ähnliches Machwerk werden. Ich hoffe Mendes sinnt nach Besserung. Immerhin kam die NSA-Affäre nach Veröffentlichung von Skyfall ans Tageslicht.


TinaCocaine

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Bewertung5.0Geht so

Mein erster James-Bond-Film! Und ich muss sagen, aufgrund dieses Streifens werde ich wohl nicht zum Fan...Vorerst muss ich sagen, die Landschafts- und Architekturaufnahmen sind erstklassig und auch Ralph Fiennes hat mich durchweg überzeugt. Mir fehlte irgendwie Atmosphäre, Daniel Craig ist in der Rolle leider nicht mein Fall und mir war schlichtweg zu viel Action, zu viel Lautstärke vorhanden. Da ich aber bereits mehrfach hörte, dass ich wohl nicht mit dem stärksten Bond-Film angefangen habe, werde ich mir ein neues Bild machen und einen weiteren oder mehrere weitere Filme der Reihe anschauen.

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Barny Ross

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Beide 007 Filme mit Dalton lohnen sich zu gucken. Skyfall ist in meiner Wertung auch vom "Himmel gefallen". Seit Daniel Craig machen mir die 007 Filme auch keinen Spaß mehr.


TinaCocaine

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Mal schauen, was "Ein Quantum Trost" Morgen Abend zu bieten hat...Ich geb die Hoffnung noch nicht auf :-D


PrinceDastan

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Bewertung7.0Sehenswert

Abend Leute!
Hab mir den Film schon vor ner Zeit angeschaut.
Finde eigendlich die ganz alten Filme noch am besten , trotz meines jungen Alters (18).
Die vorherigen 2 Filme mit Daniel Craig waren echt nicht die Weltspitze, doch dieser Film hat mir doch wieder Hoffnung gemacht das die James Bond-Filme so bleiben wie sie sind.
Den Bösewicht hätten manch andere Schauspieler besser gespielt
Doch im großen und ganzen hat der Film sehr gepasst.
Am besten hat mir der Teil gefallen wo sie in Bond´s Heimat waren.. im letzten Loch von Schottland .

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doctorgonzo

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Dann leiste doch mal Aufklärung. Was ist denn der Reiz der alten Filme?


PrinceDastan

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Die Roger Moore-Teile gefallen mir jetzt nicht so extrem, weil er es einfach mit zuviel Humor macht.. für meinen Geschmack.
Wie auch bei "Der Pate" merkst du einfach die alte Technik.
Mir fehlt da einfach dieser alte "Flair", wo man noch nicht so viel Wert auf "Kabumm" unso gelegt hat sondern mehr auf Klasse und Stil.



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