The Place Beyond the Pines
The Place Beyond the Pines (2012), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 13.06.2013
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110 Kommentare
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von Derek Cianfrance, mit Ryan Gosling und Bradley Cooper
In The Place Beyond the Pines begeht Stuntman Ryan Gosling mehrere Banküberfalle und kollidiert dabei mit einem Polizisten, der möglichst schnell aufsteigen will.
Normalerweise lebt Luke Glanton (Ryan Gosling) von seinen Motorradstunts auf dem Jahrmarkt und hält eher Abstand von zwischenmenschlichen Beziehungen. Eines Tages trifft er seinen alten One-Night-Stand Romina (Eva Mendes) wieder und erkennt, dass sie, ohne es ihm zu sagen, seinen Sohn zur Welt gebracht hat. Luke will für ihn sorgen, allerdings nicht auf ehrliche Art und Weise: Gemeinsam mit dem zwielichtigen Mechaniker Robin (Ben Mendelsohn) beschließt er, mehrere Banken auszurauben, um Romina das Geld zu geben. Doch er hat nicht mit dem ehrgeizigen Polizisten Avery Cross (Bradley Cooper) gerechnet, der um jeden Preis in der Karriereleiter aufsteigen will. Dabei will er sich nur von seinen privaten Problemen mit Frau (Rose Byrne) und Kind ablenken. Tatsächlich ist Cross zufällig zur Stelle, als der Motorradräuber wieder zuschlägt…
Hintergrund & Infos zu The Place Beyond the Pines
The Place Beyond the Pines ist nach Brother Tied (1998) und Blue Valentine (2010) der dritte Spielfilm von Regisseur Derek Cianfrance. Bereits Blue Valentine ergatterte mehrere Nominierungen für begehrte Preise, unter anderem bei den Academy Awards für Michelle Williams als Beste Hauptdarstellerin. Auch damals spielte Ryan Gosling die männliche Hauptrolle.
Wie Blue Valentine dreht sich auch The Place Beyond the Pines um Probleme innerhalb zweier Familien, die parallel nebeinander laufen. In einem Zeitraum von 15 Jahren wird erzählt, wie das Aufeinandertreffen von Luke und Avery eine ganze Zeit später das Leben zweier Highschooljungs beeinflusst.
In weiteren Nebenrollen sind Ray Liotta, Dane DeHaan und Bruce Greenwood zu sehen. Sean Bobbitt, der bereits bei Shame führender Kameramann war, übernahm diesen Job auch bei The Place Beyond the Pines. Der Titel des Dramas bezieht sich auf den englischen Namen der Stadt Schenectady in New York. In der Sprache der Mohawk bedeutet er genau ‘place beyond the pine plains’. (LM)
Mehr Bilder (32) und Videos (16) zu The Place Beyond the Pines
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Kriminalfilm
- Zeit
- 1990er Jahre, 2010er Jahre, Gegenwart
- Ort
- New York (State!), Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Ablenkung, Aufstieg, Aufstieg und Fall, Automechaniker, Bank, Banküberfall, Beziehungsprobleme, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Ehepaar, Eheprobleme, Ehrgeiz, Eltern, Eltern-Kind-Entfremdung, Familie, Geburt, Geld, Geldnot, Gestohlenes Geld, Jahrmarkt, Karriereleiter, Kind sucht Vater, Konflikt, Konfrontation, Liebe, Liebe, Mechaniker, Motorrad, Motorradrennen, Notwehr, One Night Stand, One-Night-Stand, Politiker, Polizist, Posttraumatische Belastungsstörung, Probleme, Raub, Raubzug, Raubüberfall, Reiche Eltern, Schicksal, Schicksalsschlag, Schlechte Eltern, Schlechter Vater, Schlechtes Gewissen, Sohn, Stunt, Stuntman, Vater-Sohn-Beziehung, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verlorener Sohn, Verlust des Vaters, Verlust einer geliebten Person, Verstoßener Sohn, Wahre Liebe, Wiedersehen
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Ernst, Spannend


























Kritiken (28) — Film: The Place Beyond the Pines
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenAm Ort bei den Pinien – so die ungefähre Bedeutung des Namens der New Yorker Stadt Schenectady, wo am häufigsten gedreht wurde – erzählt Regisseur Derek Cianfrance ein faszinierendes Triptychon. Es ist eine viel größere Geschichte als sein starker, ähnliche Themen aufgreifender Vorgänger „Blue Valentine“, daher nicht ganz so eindringlich, dafür aber auf ihre Weise beeindruckender. Es sind ja genaugenommen auch mehrere Geschichten, sodass „The Place Beyond the Pines“ trotz gemächlichem Erzähltempo und fürstlicher Laufzeit unterhaltsam bleibt. [...]
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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio
Kommentar löschenDerek Cianfrances The Place beyond the Pines leidet an einer banalen Botschaft. [...] Spätestens in der dritten Geschichte geht Cianfrance der inszenatorische Atem aus, verlieren die Bilder ihre Sogwirkung, präsentiert sich ganz unverstellt die allzu banale Botschaft des 140 Minuten langen Epos: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenCianfrance verhandelt in The Place Beyond the Pines gewichtige Fragen [...] und er findet dafür Szenen von großer Eindringlichkeit, woran Sean Bobbits Cinemascope-Bilder viel Anteil haben. [...] Es gelingt jedoch nicht an jeder Stelle überzeugend, die Milieubeschreibung mit den bedeutungsvollen Themen zur Deckung zu bringen.
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SusanVahabzadeh: Süddeutsche Zeitung SusanVahabzadeh: Süddeutsche Zeitung
Kommentar löschenThe Place Beyond the Pines ist nicht vollkommen, manchmal zu lang, im dritten Akt wird zu weit ausgeholt; aber das sind die einzigen Makel. Ein überraschender Film, jenseits aller Genres konstruiert, er hat Figuren, die für Etikettierungen viel zu nuanciert sind, nicht schuldig oder unschuldig [...].
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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag
Kommentar löschenDer überambitionierten Konstruktion des Drehbuchs wirkt Cianfrance immer wieder mit klugen (und durchaus gewagten) Wendungen entgegen. The Place Beyond The Pines beginnt als Indie-Crime-Drama und wandelt sich mit dem Fokus auf Avery zu einem Polizeifilm.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEine fabelhafte Bankraub-, Liebes-, Korruptions-, Ehrgeiz- und Rachegeschichte. [...] Alles ineinander verschachtelt und gut montiert, also ein beachtliches Drehbuch.
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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film
Kommentar löschenFür einen so langen, ambitionierten Film mit einer Vielzahl an Motiven und Handlungssträngen hat The Place Beyond the Pines dann doch nicht allzu viel zu sagen.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenNach Lukes Geschichte mit faszinierenden Bildern um eine ikonografische Figur und dem Cop-Krimi vollendet sich das Triptychon mit dem Mut zu ganz großen, ja epischen Erzählschritten. The Place Beyond the Pines kriegt auf faszinierende Weise die Kurve wieder hin zum Anfang - allein für diese Formvollendung sollte man sich den Film (wieder) ansehen.
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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de
Kommentar löschenWie gerne hätte man The Place Beyond The Pines die Großartigkeit zugeschrieben, nach der sich dieser Film so offensichtlich sehnt und die er in flüchtigen Momenten auch mehr als einmal erreicht. Aber letztendlich bleibt dieser Film 'nur' ein ehrgeiziger, erzählerisch mutiger und guter Film mit einigen kleinen dramaturgischen Schwächen.
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenEin Entrinnen gibt es in den zweieinhalb fesselnden Stunden nicht. Für niemanden auf der Leinwand und für niemanden davor.
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschen[Der Film] ist ein Ja-Jein-Ja-Stoff, nicht durchweg überzeugend. Dennoch insgesamt bewegend als atmosphärische Familiengeschichte mit [...] reizvoller Entwicklung.
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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR
Kommentar löschenDas ist ein bitterer Abgesang auf den amerikanischen Traum und gleichzeitig ein Film, wie er nur aus den USA kommen kann. Amerika meilenweit entfernt von Hollywood.
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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online
Kommentar löschenWo die [überladene] Geschichte und letztlich auch Gosling dem Gewicht des Stoffes nicht standhalten können, zeigen sich aber überaus reizvolle Bruchstellen.
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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR
Kommentar löschenBeeindruckende Kombination zwischen Krimi, Thriller, Psycho- und Familiendrama mit stargespickter Besetzung.
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Markus Müller: Movie Maze Markus Müller: Movie Maze
Kommentar löschenThe Place Beyond the Pines ist ohne jeden Zweifel eines der Filmhighlights des Jahres und schrammt nur knapp am Meisterwerk vorbei.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenThe Place Beyond the Pines ist ein packendes, komplexes und hoch interessantes Epos, das sich über Familien und Generationen ausspannt und schließlich drei Filme in einem bündelt. Der Film gleitet sanft durch drei Genres, und verarbeitet seine Schuld und Sühne Story in Form der prägenden Beziehung zwischen Vätern und Söhnen. Die Wendungen und Perspektivenwechsel der Erzählung halten den Film nicht nur frisch, sondern sorgen auch dafür, dass man als Zuseher einen komplexen Eindruck von den Handlungen und ihren Auswirkungen bekommt. Dank der präzisen Inszenierung von Derek Cianfrance und den grandiosen Darstellern ist The Place Beyond the Pines jedenfalls bereits jetzt einer der eindrucksvollsten Filme des Kinojahres.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDerek Cianfrance kommt vom Dokumentarfilm. Deshalb setzt er auf Realismus und Authentizität. Beispielsweise hat er an den Handlungsorten mit vielen Laiendarstellern gedreht, etwa mit den echten Polizisten, dem Krankenhauspersonal, den echten Bankangestellten und den Schülern einer örtlichen Schule von Schenectady. Dies verknüpft Cianfrance mit größter Spannung beispielsweise bei der entscheidenden Verfolgungsjagd, die Kameramann Sean Bobbitt sehr nah an den Akteuren fotografiert hat. Eine herausragende Rolle spielt darüber hinaus die Filmmusik von Mike Patton, die mit den Bildern eine Einheit eingeht. Diese Bild- und Tonsprache verleiht zusammen mit dem naturalistischen Grundton den drei grundverschiedenen Akten von „The Place Beyond the Pines“ ihre Einheit. Dennoch sind die drei Teile von unterschiedlicher Qualität. Überwiegt im ersten ein sehr direkter Realismus, so übernimmt der zweite Akt den Charakter eines Korruptions-Polizeithrillers. Ausgerechnet der dritte Teil, der laut Regisseur…
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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst
Kommentar löschen[...] Eher ein schief sitzendes Dreieck ohne rechten Zusammenhalt: eher drei Filme als drei Akte, in jedem Fall keine organische Form.
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Es steht dabei ganz außer Frage, dass „The Place Beyond the Pines“ ein authentisches Werk geworden ist, das die zwischenmenschliche Töne in den differenten Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen wunderbar trifft, gefühlvoll und keinesfalls weltfremd, selbst wenn hier ein Motorrad zum letzten familiären Bezugspunkt stilisiert wird. Allerdings sorgen die narrativen Brüche für den Schimmer einer in diesem Kontext stehenden Inhomogenität. Interessante Charaktere werden durch neue Figuren ersetzt, diese können die Klasse ihrer Vorläufer zuweilen aber nur bedingt einholen. Das führt dazu, dass sich die 140 minütige Spieldauer – gerade im Mittelteil – bemerkbar macht, dabei nie wirklich aus dem Rahmen fällt, das Erzähltempo der sprunghaften Umsetzung aber wiederholend hinderlich wechselt. [...]
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenThe Place Beyond the Pines ist besser, gefühlvoller und bewegender als Blue Valentine, der auch schon sehenswert war.
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Alle Kritiken (28)
Kommentare (82) — Film: The Place Beyond the Pines
danny.gleixner Tue, 18 Jun 2013 04:22:54 -0000
Kommentar löschenEs ist kein Meisterwerk aber sehenswert ist er allemal...
Es ist vor allem der erste Teil des Films der wirklich gelungen ist und mit einem Herrn Gosling der durchaus überzeugt.
Auch Coopers darstellerische Leistung ist durchaus ansehnlich, jedoch geht aus meiner Sicht die Spannung in seiner Zeitspanne leicht flöten, da sich der Film hier etwas zu sehr in die Länge zieht.
Spannung und Länge stimmen zwar im letzten Drittel wieder, muss jedoch sagen das ich die Geschichte in der letzten Zeitspanne ein wenig unausgereift empfinde.
...
Im Grunde genommen ist der Ort jenseits der Pinienbäume ein schmuckes Städtchen in dem man gerne mal Urlaub machen kann, aber niederlassen muss ich mich dort jetzt nicht unbedingt ;)
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Steve Austin Mon, 17 Jun 2013 21:10:42 -0000
Kommentar löschenDer Film fängt dank einem Drive-esken Ryan Gosling sehr stark an. Hier ist besonders die Eröffnungsszene zu nennen, die den Zuschauer förmlich in den Film saugt. Der mittlere Teil mit Bradley Cooper hat dann eindeutig mit Längen zu kämpfen. Zäh und ohne Tempo wird dem Zuschauer die Geschichte viel zu lang vermittelt. Die dritte Episode nimmt dann wieder Fahrt auf und führt die Handlungsstränge vernünftig zusammen. Mir war das Finale aber letztendlich nicht konsequent genug. Davon ab glänzt "The Place Beyond the Pines" vor allem mit einer durch die Bank überzeugenden Darstellerriege und einer immer passenden Musikuntermalung.
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Nachtblume80 Mon, 17 Jun 2013 20:00:02 -0000
Kommentar löschenWeiss nicht so recht,was ich von dem Film halten soll.Einerseits top Schauspieler ,toller Soundtrack und eine ansatzweise gute Story,aber der Film zieht sich unheimlich in die Länge und kommt nicht richtig zu Potte...außerdem ist die Story leider vorhersehbar und wirkt teilweise sehr konstruiert und klischeebehaftet.
Hätte mehr erwartet...
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BobbyIII Mon, 17 Jun 2013 18:33:12 -0000
Kommentar löschenErwartet habe ich einen "Drive"esken Film auf zwei Rädern, bekommen habe ich ein absolut unerwartetes menschliches Epos in tollen Bildern, donnerndem Sound und verschiedenen Parts, die beinahe an einen in mehrere Teile aufgesplitteten typischen Kubrick-Film erinnerten. "The Place Beyond the Pines" ist ein Film, der es geschafft hat mich fertig zu machen, weil mir die Entscheidungen der Protagonisten Nahe gingen und mir teilweise sehr schwer im Magen lagen. Einen Film, der es vermag die dünne Linie zwischen gut und böse noch mehr zu verwischen und der mich immer und immer wieder mit der Dampfwalze getroffen hat.
Auch vor der Besetzung zieh ich meinen Hut. Gosling und Cianfrance, das hat bereits bei "Blue Valentine" sehr gut geklappt - Auch wenn der gute Ryan hier mehr denn je seine Drive-Rolle spielt, nur mit Tattoos statt Zahnstocher im Mundwinkel. Daneben steigert Bradley Cooper weiterhin, nach seiner durchaus guten Darstellung in "Silver Linings Playbook", bei mir persönlich seine Reputation.
Ebenso möchte ich es mir nicht heraus nehmen die verschiedenen Parts des Filmes gegeneinander zu stellen und einem Vergleich auszusetzen. Denn Cianfrance versteht es diese zu einem großartigen Film zu verstricken und ihn trotz seiner 140 Minuten Laufzeit niemals langweilig werden zu lassen, da aufgrund der Aufteilung immer wieder neue Aspekte gewonnen werden.
Nachdem ich auch noch einmal kurz die sehr gute und immer nah am Protagonisten bleibende Kameraführung erwähnen möchte (check, hiermit erledigt), bleibt nach genauerem Nachdenken eigentlich kein einziger Kritikpunkt, der mir explizit im Gedächtnis geblieben ist und den ich dem Film ankreiden möchte. Es gibt wohl kaum ein besseres Fazit, welches man einem Film machen kann, als das man nichts weiß was man an ihm kritisieren kann.
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Marcelinho Mon, 17 Jun 2013 17:29:31 -0000
Kommentar löschenVor so ziemlich genau 24 Stunden, habe ich das Kino verlassen in dem ich "The Place Beyond The Pines" gesehen habe und noch immer hält mich dieser Film fest in seinem Bann. Im Grunde kann ich nichts dazu schreiben, was nicht vor mir jemand schon und viel besser ausformuliert hat, von daher werde ich den Kommentar kurz halten :)
Festzuhalten ist schon mal dass Ryan Gosling momentan einer der Darsteller ist der einen schlicht grandiose Rollenauswahl an den Tag legt, denn die Rolle des Luke schreit förmlich danach ihm auf den tätowierten Leib geschrieben worden zu sein. Auch Bradley Cooper sowie Dane DeHaan machen ihre Sache außerordentlich gut und die Nebenrollen sind mit Eva Mendes, Bruce Greenwood, Ray Liotta und Ben Mendelsohn toll besetzt. Derek Cianfrance ist einer der Regisseure die man weiterhin im Auge behalten sollte, denn ich glaube da kommt noch einiges auf den geneigten Cineasten zu an großartigen Filmen.
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Roldur Mon, 17 Jun 2013 12:12:34 -0000
Kommentar löschenWas für ein Monster von einem Film! Was hätte da alles schiefgehen können?
Ich muss zugeben, ich hatte ja schon Schiss bevor ich mir "The Place Beyond the Pines" im Kino angesehen habe, dass er meine Erwartungen wohl kaum erreichen könnte. Nachdem ich "Blue Valentine" als absoluten Geniestreich ansehe konnte Derek Cianfrance neuer ja nur schlechter sein. Ja, und das ist er auch ... aber auf dem Niveau sind das nur Zentimeterabstände.
Eine Geschichte, die sich über Generationen erstreckt, voll von Ambition und potentiellen Fettnäpfchen ist und trotzdem nahezu nichts falsch macht. In kühlen, ungewöhnlich fokussierten, mal leicht blaustichigen, mal kunterbunten Bildern, wird hier eine Geschichte von Schicksal und übersteuerten und damit auch so menschlichen Emotionen erzählt. Das Grundgerüst, was die Story bietet ist solide, aber dennoch nicht überragend, was Cianfrance aber hier, wie schon in seinem Meisterwerk "Blue Valentine" beherrscht ist es Menschen auch als Menschen darzustellen. Alle Hoffnungen und Träume gehen für die Protagonisten verloren und auch ich als Zuschauer habe nichts an das ich mich klammern kann, ich falle in ein kaltes, bodenloses Loch.
"The Place Beyond the Pines" ist eine kraftvolle und mitreissende Erfahrung, wie ich sie nur selten im Kino machen durfte, trotz seines recht langsamen Erzähltempo entwickelt der Film einen solchen Sog, dass mir auch beim Anfang des dritten Kapitels im Film kein Gähner entweicht. So groß angelegte Filme meistern normal ihren schieren Umfang nicht, dieser tut genau das mit einer leichtigkeit, die ich nur verehren kann.
Wenn ich dann also knapp 2,5 Stunden voller Spannung, Emotion und echter Leidenschaft für das Medium Film durchlebt habe, dann weiß ich... so soll erwachsenes Kino aussehen.
P.S.
Abzüge gibts nur weil ich den Assi-Sohn von Bradley Cooper etwas schablonenhaft fand.
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jacker Mon, 17 Jun 2013 14:00:06 -0000
Antwort löschenAn dem Sohn habe ich mich auch etwas gestört, aber dann mal überlegt wie viele genau dieser Schablonen täglich durch die Fußgängerzonen 'SWAG'en.
Und dann passte es irgendwie.
Halt Prototyp des kleinen US-'Bro's!
Roldur Mon, 17 Jun 2013 14:59:14 -0000
Antwort löschenHab ich mir auch so gedacht. Nervt aber trotzdem!
FranklinFlyer Mon, 17 Jun 2013 09:25:09 -0000
Kommentar löschenWer schon mal einen Film entwickelt hat, kennt es.
Die Exposition macht solchen Spaß, und dann kommt man in den Zweiten Akt auch noch so locker rein... und dann wirds schwierig. Da fängt das gute alte Handwerk an.
Bei diesem Buch waren gleich drei verdiente Handwerker am Werk... und machen einfach drei mal Exposition und einmal halber zweiter Akt. Ein Triptychon, jubelt das Feuilleton.
Das ist als Idee erstmal reizvoll und bietet auch manch starke Momente.
Aber im Großen und Ganzen lässt einen der Film leer zurück. Immer dann wenns spannend wird, wenn Handlungen begangen werden und Entscheidungen getroffen werden, springt der Film zu einer behaupteten Folge dessen.
Ohne dass der Zuschauer erfährt, wie. Wie, ja die W Fragen... Der Film fragt auch nicht wirklich nach dem Warum, was sein Gutes Recht ist, aber es bleibt uns nur ein Weil. Weil das dann das und dann das weil das.
Ist ja okay, aber bei weitem nicht das super Drehbuch als das es gehandelt wird.
Das Ganze wird durch starke, genaue Schauspieler und einem Soundtrack (und eine Kamera!), der alle paar Minuten "Meisterwerk! Meisterwerk!" schreit, einigermaßen versüßt. Aber eben dieses unbedingte Behaupten von Meisterwerk ("Ich will Filmklassiker schaffen!", Cianfrance) steht der Geschichte zu oft im Wege. Die Kamera wandert immer wieder dahin, wo es mich persönlich nicht interessiert.
Ist am Ende wie ein Besuch bei einem Feingastronom. Drei Gänge und Dessert.
Schön. Aber Satt ist man danach nicht.
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Moncineo Mon, 17 Jun 2013 11:38:04 -0000
Antwort löschenAuch mich hat der Film noch mit "knurrendem Magen" zurück gelassen. Der große Wow-Effekt blieb leider aus.
DonChris Sun, 16 Jun 2013 22:19:12 -0000
Kommentar löschenDieser Film ist einer, auf den ich mich jetzt schon einige Wochen gefreut hatte. Als dann auch noch eine positive Kritik nach der anderen von euch raus gehauen wurde hat das meine Erwartung natürlich noch ein mal gesteigert - so ganz kann man sich von solchen Einflüssen eben doch nicht frei machen, zumal ich den ein oder anderen aus meiner Buddy-Liste inzwischen filmtechnisch ganz gut einzuschätzen weiß. Und was soll ich sagen, ihr hattet mal wieder Recht ;).
Schon wie der Film startet ist recht speziell, ich schätze die "Ryan oberkörperfrei"-Szene sollte vor allem die Damenwelt erregen ... äh erreichen ;) und als dann in der zweiten Szene das erste mal Eva Mendes ins Bild kam wurde ich dann doch kurz skeptisch ob der Film die Erwartungen erfüllen wird.
Wie sich dann aber im Anschluss alles entwickelt war schon nicht alltäglich. Ich möchte hier nicht spoilern, doch ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage das Abschnittsweise immer wieder ein anderer Charakter in den Mittelpunkt des Films rückt. Das diese dennoch alle eng miteinander verflochten sind wiederspiegelt auch ein klein wenig das reale Leben.
Handwerklich liefert der Film teils sehr kantige Einstellungen, oft bleibt der Kameramann mittels steady eng am Darsteller dran und die Einstellungen in denen er dem Darsteller folgt erinnern zum einen sehr an Computerspiele, zum anderen nimmt das schnell die Distanz zwischen Betrachter und Protagonist. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Teils unruhige Art dem ein oder anderen nicht so behagt, doch störend war dieses Stilmittel in meinen Augen auf keinen Fall.
"The Place Beyond the Pines" wird mir zwar nicht als Meisterwerk par Excellence in Erinnerung bleiben, wohl aber als überaus gelungener, unkonventioneller Streifen mit einem Hauch Gesellschaftskritik.
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Majeve Sun, 16 Jun 2013 12:37:57 -0000
Kommentar löschenPuh, ein Film den man erstmal verarbeiten muss. Er hinterlässt eine Menge Eindrücke, Fragen und selbst am Morgen nach dem Anschauen, bin ich noch nicht sicher, wie genau ich den Film eigentlich fand. Verstörend, mitreißend, tiefgehend und sehr gut gespielt.
Gosling und Cooper konnten beide ihre Stärken ausspielen und die Aufteilung im Film, habe ich als überraschende und sehr gelungene Entwicklung empfunden.
Mich hat der Film und die Schicksale der Charaktere berührt, aber er war mir am Ende fast etwas zu lang und das Ende zu unbefriedigend. Ein stärkerer Abschluss sei es positiv oder negativ, hätte für mich besser zum Film gepasst.
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Miami Twice Sun, 16 Jun 2013 10:16:41 -0000
Kommentar löschenDrei Geschichten die miteinander verbunden sind und in verschiedenen Jahren spielt. Leider sind nicht alle gleich gut - vor allem die 1. mit Ryan Gosling war stark (wäre der ganze Film so gewesen hätte es eine viel bessere Bewertung gegeben...) leider zieht sich die Geschichte um Cooper etwas. Der Film wird dann wieder interessanter als er einen Zeitsprung von 15 Jahren macht - alles in allem hat der Film aber durchaus unterhaltungswert, vielleicht ein tick zu lange geraten aber schon wegen dem tollen Cast würde ich ihn wieder gucken.
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poesie91 Sun, 16 Jun 2013 09:50:20 -0000
Kommentar löschenUnfassbar gut, Ryan Gosling mal wieder an Coolheit nicht zu übertreffen, der zweite Part war ebenso sehr gut geschauspielert & langweilig wurde es nie. Einziges Manko: Teilweise zu berechenbar- man konnte sehr gut erahnen, was passieren wird.
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MartinXX19 Sun, 16 Jun 2013 07:46:18 -0000
Kommentar löschenAchtung Spoiler
Ich weiss nicht was der Film mir sagen soll. Ich habe einfach keine Ahnung. Ich strenge mich an, aber es fällt mir einfach nichts ein. Ich habe auch kein Bedürfnis diesem Film nochmal zu sehen oder ihn zu empfehlen.
Die Geschichte wirkt ab der Schießerei recht banal, trivial und vorhersehbar. Nichts aber wirklich nichts bringt irgendetwas zu Tage, worüber man tiefgründig nachdenken sollte.
Der Film versucht verkrampft irgendeine gesellschaftskritische Botschaft an den Mann/Frau zu bringen, scheitert damit auf der ganzer Linie. Die Charaktere, außer dem authentisch spielenden Gesling wirken alle ziemlich künstlich und aufgesetzt. Die ganze Geschichte des Films wirkt doch sehr konstruiert.
Korruption und Erpressung, Vater-Sohn Konflikt, Erziehungsversagen, Schein und Glanz der Macht und menschliche Fehler und Schwächen sind alles Dinge, die nichts NEUES zeigen, keine Fragen aufwerfen und auch keine Antworten bieten.
Mein Fazit: Als Unterhaltung ist der Film zu langweilig und als Drama zu aufgesetzt mit einer Botschaft, die nichts neues zu Tage bringt.
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Big T. Sat, 15 Jun 2013 16:00:44 -0000
Kommentar löschenDas war er also, der erste Film mit Ryan Gosling diesen Sommer auf den ich mich sehr gefreut habe.
The Place beyond the Pines ist im Grunde genommen ein Film der drei Filme ineinander vereint. Drei Episoden die aber trotzdem miteinander verhangen sind.
Cooper und Mendes liefern eine solide Vorstellung ab. Großes Lob an Dane DeHaan. Der junge Mann hat mir super gefallen. Auch Ryan Gosling war toll in seiner Rolle. Die Rolle passte zu ihm und er passte zu der Rolle.
Der Film ist mit 140 Minuten nichts für zwischendurch aber es kam bei mir nie langeweile auf oder am Ende das Gefühl dass etwas weniger dem Film gut getan hätte. The Place the beyond the Pines ist ein lebensnahe Drama das zu überzeugen wusste. Klare Empfehlung meinerseits.
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Luke_92 Sat, 15 Jun 2013 13:13:07 -0000
Kommentar löschenSPOILER
Die Namen Ryan Gosling, Bradley Cooper und Eva Mendes lassen nur zu einfach auf einen gängigen Blockbuster schließen. Ein herzzerreißendes Drama der Mainstream-Kategorie könnte sich hinter dem Vorhang verbergen. Doch all das ist The Place beyond the Pines eben nicht.
Der Zuschauer bekommt eine durchdachte, glaubwürdige und vor allem bewegende Story vorgesetzt, die, gewürzt mit schönen Naturaufnahmen und einem guten Soundtrack, mitreißend erzählt wird. Das melancholisches Paket besteht aus einem dramaturgischen Triptychon, welches zunächst die Geschichte von Luke, danach die von Avery erzählt und schließlich die vorangegangen Handlungsstränge mit dem Teenager-Leben der beiden Söhne Jason und AJ zusammenschnürt.
Gosling und Cooper machen einen ordentlichen Job, besonders zu würdigen ist allerdings Dane DeHaan als verstörter 17-jähriger.
Weiterhin ist der Film mit innovativer Kameratechnik gespickt, die besonders während der Verfolgungsjagd im ersten Teil und des Intros auf dem Jahrmarkt auffällt.
Leider wirkt die Handlung während der 140 Minuten Laufzeit manchmal etwas zerfahren.
Auf jeden Fall liefert der Film Diskussionsstoff und regt zum Nachdenken an über die Glorifizierung eines amerikanischen Polizisten für die Ermordung eines Bankräubers, über die schwerwiegenden Folgen zerrütteter Vater-Sohn-Beziehungen und über falsche Freundschaft.
Die filmische Umsetzung solcher Probleme gelingt richtig gut und macht The Place beyond the Pines ebenso berührend wie sehenswert.
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Solid84 Sat, 15 Jun 2013 16:28:35 -0000
Antwort löschenBesser kann mans nicht ausdrücken. :)
TrendSocke Sat, 15 Jun 2013 12:19:03 -0000
Kommentar löschenCianfrance lässt den filmischen Mythos von einem Amerika, in dem jede Entscheidung auch eine Konsequenz mit sich bringt, in "The Place Beyond the Pines" eindrucksvoll wieder aufleben. Im Wesentlichen verbirgt sich hinter diesem Epos eine klassische Tragödie, in erster Linie also keine Psycho-/Sozialstudie, sondern eine dramatische Geschichte mit Helden und Anti-Helden, Aufstieg und Fall, ja vielleicht sogar Legenden und Flüchen. Ob einem das im Jahr 2013 zu befremdlich erscheint mag jeder für sich selbst entscheiden, über die einzelnen Komponenten des Films kann es aber keine zwei Meinungen geben: Soundtrack, Kamera und Schauspiel (Gosling und Cooper stechen aus einer Riege unglaublich aufspielender Darsteller noch einmal heraus) sind einfach erstklassig und lassen von Cianfrance noch Großes vermuten.
Dass ich persönlich dann zum Abspann noch mit einem meiner ABSOLUTEN Lieblingslieder überrascht wurde, ist nur das Sahnehäubchen auf einem mal wieder sehr lohnenswerten Kinobesuch.
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Johnzy Fri, 14 Jun 2013 23:06:26 -0000
Kommentar löschenTja, das war also "Place Beyond the Pines"... Hatte ja extrem hohe Erwartungen, zum Teil auf duch meine 10ner Vorhersage und was soll ich sagen, der Film war etwas anders als Gedacht aber konnte mich dennoch überzeugen und zu großen Teilen auch fesseln... Der Film bietet tolle Bilder, einen starken Score und besticht vorallem durch seine Schauspieler, allen voran Bradley Cooper, den ich auch vor diesem Film schon für sehr talentiert hielt, schafft es endlich sich von seinem "good looking Guy from Hangover" Image loszureißen und spielt hier alle, sogar meinen Liebling Gosling an die Wand.
Ja der Gosling, dessen Part mir erwartungsgemäß auch am besten gefallen hat, überzeugt hier (malwieder) mit der Rolle des liebenswerten "Bad Guy with a good heart" & auch wenn ich diesmal schauspielerisch wenig innovatives an ihm entdecken konnte muss ich dennoch gestehen, dass er in diesem löchrigen weißen Tshit einfach umwerfend aussah... aaaaber zurück zum Film, dem man vorallem im etwas handlungsarmen Mittelteil seine Länge durchaus anmerkt, was allerdings wie oben schon erwähnt durch die grandiose Inszenierung sowieso durch die emotionale Geschichte wieder ausgeglichen wird...
Somit kann ich jemdem, der auch etwas mit teils ruhigeren Dramen anfangen kann,
The Place Beyond the Pines bedenkenlos empfehlen, denn der ist wirklich herrausragend...!
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Sigrun Fri, 14 Jun 2013 20:01:59 -0000
Kommentar löschenNachdem Ryan Gosling in ONLY GOD FORGIVES in einem Film mitwirkte, der in jedem Bild einen oder mehrere Subtext(e) codierte, erschien mir THE PLACE BEYOND THE PINES über weite Strecken extrem leer. Einfache Frames, die einfach nur Handlung zeigen, ohne doppelten Boden - dazu eine ziemlich verspielte, fast selbstverliebte Kamera. Die Musik, für die Mike Patton (Faith No More) verantwortlich zeichnet, hat mich auch nicht umgehauen, das "Miserere Mei" fand ich sogar ein bisschen peinlich. Aber egal, am Ende gibt es doch satte acht Punkte, weil:
- Die Bilder in der ersten Hälfte gekonnt grobkörnig den Spirit der 80er atmen.
- Gosling sehr gut aussieht in Wasserstoffperoxid und ein durchlöchertes Shirt in Würde zu tragen weiß.
- Der Plot konstruiert und - ehrlich - ein wenig langweilig ist, aber schließlich will man doch wissen, wie die Story weitergeht. Das spricht für den Film.
- Das Ende (wie auch immer man es interpretieren will) mich mit dem Film versöhnt hat. Das heißt übrigens nicht, dass es "gut" ausgeht. Mit der (wieder im Grunde simplen) letzten Sequenz bekommt alles vorher Gesehene eine tiefere Bedeutung. Rückwirkend. Diese erzählerische Raffinesse hat mich letztlich wirklich überzeugt.
Achja, bevor ich's vergesse: Ray Liotta war super in Form und Dane DeHaans (Jason) schauspielerische Leistung war Extraklasse.
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podrickpayne Fri, 14 Jun 2013 19:45:09 -0000
Kommentar löschenDer Trailer allein sah schon unglaublich gut aus. Und von dem Film kann ich jetzt das Gleiche sagen. Der Soundtrack war stark, eindrucksvoll. Die sanften Klaviertöne hängen immer noch in meinem Kopf. Und die Farben waren unglaublich - ich weiß immer noch nicht, warum ich so beeindruckt war, als das Licht der Ampel über Ryan Goslings Gesicht fiel? Und überhaupt: Ryan Gosling. Sein Eingang: wo wir ihm nach draußen folgen und er sich dieses zerfetzte Metallica-Shirt überwirft, fast so als ob Gosling in diesen wenigen Momenten den kompletten Charakter für uns aufgedeckt hätte. Und sowieso ist Luke mit seinen ganzen Tattoos und den blondierten Haaren, den löchrigen Klamotten eher eine Rolle, die nicht so zu Gosling passt, aber dann widerrum so schrecklich gut passt? Wenn es jemanden gibt, der diesen gestörten Luke als Charakter verstanden hat, dann ist er es. Und das merkt man mit jedem Auftritt.
Und dann hatten wir noch Bradley Cooper, dessen Rolle komplett anders ist - doch genauso faszinierend ist.
Mich hat es nur ein wenig gestört, dass die "Wahrheit" am Ende nicht wirklich herausgekommen ist. Die letzte Szene war ziemlich vorhersehbar, aber bedeutsam.
Die Story an sich war berührend und ergreifend. Alles in allem, ein beeindruckender Film, den ich mir wohl nochmal ansehen werde.
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DerDude_ Fri, 14 Jun 2013 19:39:23 -0000
Kommentar löschenTragisch, tragisch. Man kann gewiss nicht alles haben.
THE PLACE BEYOND THE PINES. Herbe Enttäuschung für mich.
Ambitioniert in seiner Laufzeit, mutig in seinen dramaturgischen Einfällen aber dennoch wird hier rein gar nichts neues erzählt.
Das größte Problem an diesem 2 1/2 Stunden Epos ist das keine einzige Figur eine tiefe Charakterzeichnung vorweisen kann : Ryan Gosling spielt haargenau dieselbe Rolle aus DRIVE, Bradley Cooper ist ein guter Cop, alle anderen Cops sind sowieso korrupt und böse. Alle Figuren sind blass und lassen sich in einem Satz zusammen fassen. Sicherlich ist ein wortkarger Anti-Held in einem Film wie DRIVE sehr cool und passend, wenn es aber dramatisch werden soll führt das nur dazu das es mich wahnsinnig kalt lässt.
Die volle Laufzeit hat man nicht die geringste Ahnung, was der Film will. Stellenweise wird mit Kitsch und Klischees nur so um sich geworfen.
Sicherlich gibt es hier und da gute Momente, die Kameraführung ist großartig, Bradley Cooper spielt einfach super und der Soundtrack ist ebenfalls spitze, aber das war es dann auch.
Sorry aber wenn mich ein Film bewegen soll brauche ich echte Figuren und keine Abziehbildchen. Sehr schade, gerade weil mir BLUE VALENTINE wahnsinnig gut gefiel.
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alex023 Fri, 14 Jun 2013 20:09:22 -0000
Antwort löschen"[...] aber dennoch wird hier rein gar nichts neues erzählt."
Und das tut welcher Film heutzutage?!
jacker Fri, 14 Jun 2013 20:13:47 -0000
Antwort löschenDer eine Satz, der sowohl Gosling's als auch Cooper's Figur hinreichend beschreibt, muss aber im zweistelligen Bereich Nebensätze drangehaftet bekommen.
Und mal ehrlich, was soll uns irgendein Film denn noch neues erzählen?
Selbst der von dir so hoch angesehene Bela Tarr hat doch mal gesagt, er verstünde es nicht, wie Leute glauben könnten es gäbe noch stories, die noch nie erzählt wurden!
DerDude_ Fri, 14 Jun 2013 20:23:33 -0000
Antwort löschenSelbstverständlich gibt es keine neuen Storys aber trotzdem kann man ihnen immer wieder etwas hinzufügen oder sie von einem anderen Standpunkt erzählen, sie stilistisch verändern etc.
PINES macht all das nicht.
nerdkiller Fri, 14 Jun 2013 21:22:45 -0000
Antwort löschenIch glaube, Dude wollte damit einfach sagen, dass Place beyond the Pines wie ein ideenloser Drive-Aufguss wirkt.
jacker Fri, 14 Jun 2013 21:27:20 -0000
Antwort löschenWomit er dann wohl unrecht hätte..
nerdkiller Fri, 14 Jun 2013 21:28:08 -0000
Antwort löschenNe ne, ich glaub er hat recht. ;)
DerDude_ Fri, 14 Jun 2013 21:28:15 -0000
Antwort löschenNaja, stilistisch und von der Handlung her hat der nix mit DRIVE zu tun. Aber Gosling ist wirklich haargenau derselbe ;)
jacker Fri, 14 Jun 2013 21:42:58 -0000
Antwort löschenFormell vielleicht - still, im Herzen gut, Verbrechen aus Liebe - aber das Drumherum bildet den Entscheidenden Unterschied! Man muss betrachten was die Filme sind und was Sie wollen. DRIVE zieht seine Daseinsberechtigung völlig aus Ästhetik und bietet tatsächlich reine Abziehbilder als Figuren (was aber trotzdem subtile, zweckmäßige Dynamik erzeugt). Das hat zwar eine Message, liefert die aber in einer bizarr-fiktiven Welt. Aber TPBTP geht doch völlig anders ran! Hier sieht man Menschen, die menschliche Entscheidungen treffen müssen, Gefühle und Ängste gaben, etc. Wie kann das ein Aufguss von Refn's Hochglanz-Comic sein?
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Le Samourai Sun, 16 Jun 2013 02:42:56 -0000
Antwort löschenNeues erzählen?? :D
Place beyond the Pines > Blue Valentine. Haben aber beide 8 Punkte bekommen ;)
poesie91 Sun, 16 Jun 2013 09:59:45 -0000
Antwort löschen"Das größte Problem an diesem 2 1/2 Stunden Epos ist das keine einzige Figur eine tiefe Charakterzeichnung vorweisen kann" .. aber genau das ist doch stillistisch der Sinn oder irre ich mich? Ich fand es genau richtig so und obwohl man diese Charaktere kaum kannte, eher beobachtete, konnte man durchaus mitfühlen- bei beiden.
Brascon Fri, 14 Jun 2013 12:09:20 -0000
Kommentar löschenErwartet wurde ein Roadmovie mit Banküberfällen.
Tatsächlich jedoch bekam ich 3 Filme, die trotzdem nur in einem gezeigt werden können.
Es ist ein vielschichtiges Drama über den berüchtigten Vater-Sohn-Konflikt, Korruption, Selbstjustiz, Fürsorge, Leben am Abgrund etc.
Es ist ein opulentes Meisterwerk, welches durch den immer düster werdenden Soundtrack lange im Gedächtnis bleiben wird.
Punktabzüge gibt es jedoch ganz klar für die Länge für die Langatmigkeit einiger Szenen.
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