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Thriller - ein unbarmherziger Film
Thriller - en grym film (1974), SE Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 20.03.1975
8.8
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von Bo Arne Vibenius, mit Christina Lindberg und Heinz Hopf
Seit die kleine Frigga als Kind sexuell mißbraucht wurde, hat sie kein Wort mehr gesprochen. Trotzdem führt sie heute ein zufriedenes Leben auf einer Farm – was sich aber schlagartig ändert, als sie eines Tages den Bus verpasst und von einem freundlichen Herrn namens Tony mitgenommen wird. Dieser Herr ist nämlich gar nicht so freundlich, sondern er ist Zuhälter, und er macht Frigga drogenabhängig, damit sie für ihn anschaffen geht. Ihren ersten Kunden verletzt sie gleich schwer, weshalb Tony ihr ein Auge aussticht. Von nun an ist Frigga folgsam, nach einem weiteren Schicksalsschlag aber nur noch zum Schein, denn von nun an hat sie nur noch Rache an ihrem Peiniger im Sinn.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Thriller - ein unbarmherziger Film
- Genre
- Actionfilm, Drama, Thriller, Horrorfilm
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Kritiken (1) — Film: Thriller - ein unbarmherziger Film
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenDieser Film macht keine Gefangenen.
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lieber_tee Tue, 12 Mar 2013 00:21:55 -0000
Antwort löschenwohl war...
Kommentare (9) — Film: Thriller - ein unbarmherziger Film
Intergalactic Ape-Man Fri, 19 Apr 2013 03:10:44 -0000
Kommentar löschenIn Deutschland kaum verbreitet gehört das Werk von Bo Arne Vibenius durch eine mit Hardcore-Inserts angereicherte Fassung leider zu dem oftmals zu Unrecht in der Schmuddelecke angesiedelten Kunstwerken. Zwischen der Schule Bergmans und ruppigen Zeitlupenstudien nach dem Vorbild Peckinpahs reflektiert Vibenius in seinem Film wilde, zeitgenössische Strömungen. Seine Fabel vom stummen Mädchen, welches zur Prostitution gezwungen schließlich typischerweise dem Maskulinen zugeordnete Handlungen trainiert, um sich aus ihren Zwängen zu befreien, betrachtet neben der Adoleszenz schließlich eine globale Emanzipation der unterdrückten Frau. Mit dem unschuldigen Gesicht Christina Lindbergs gelingt Vibenius in Thriller ein äußerst intensives Drama, welches den Zuschauer in seiner progessiven Gestaltung zu einer Emotion erregen muß. Mit sensibler Hand gelingt das Kunststück, die Selbstjustiz zwar als verständlich, keinesfalls jedoch als glückbringend empfindbar zu machen.
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hutvic Sat, 15 Sep 2012 11:19:18 -0000
Kommentar löschenHuiuiuiuiui. Meine Fresse geht es in diesem Film zur Sache. Ein grandioser Rape& Revenge, der keine Gefangenen macht. Eine krasse Geschichte, sehr ruhig, fast Geräuschlos erzählt. Eine tolle Darstellerin und viel Unbarmherzigkeit. Mich störten auf die Dauer nur leicht die Slow-motion-Kills. Aber sonst war ich sehr angetan. Daumen hoch.
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JackoXL Thu, 30 Aug 2012 10:47:10 -0000
Kommentar löschenEin radikaler, minimalistischer Rape & Revenge Film aus Schweden. Gemein, brutal, konsequent und trotz seiner begrenzten Mittel, speziell im letzten Drittel, handwerklich unglaublich gut umgesetzt.
Im Prinzip hat mich nur ein Punkt etwas gestört, den man in diesem Genre jedoch nicht überbewerten darf: Damit das Rachemuster aufgeht, wird ein nachvollziehbares Verhalten der Hauptfigur Madeleine komplett ignoriert.
Um das zu erläutern, ohne konkrete Spoiler (sikk, du findest das wahrscheinlich zu viel, also nicht weiter lesen): Zu Beginn ist Madeleine hilflos, korrekt. Später will sie keine Hilfe, sie will Rache, dafür wird ihr ein sehr entscheidendes Motiv geliefert. Aber dazwischen: Ihr stehen eine Zeit lang alle Türen offen, jeder, wirklich jeder Mensch würde ohne zu zögern Hilfe holen, was überhaupt kein Problem wäre. Das lässt sich auch nicht glaubhaft mit Abhängigkeit, Angst oder Schockstarre begründen, dafür ist das Zeitfenster (Tage, vielleicht sogar Wochen) viel zu groß.
Das muss leider erwähnt werden, da man das Ganze durch leichte Änderungen hätte vermeiden können, so hätte ich gar nichts zu meckern.
Davon abgesehen ist "Thriller" ein außergewöhnlicher Genrebeitrag. Expliziete Gewaltdarstellung spart sich der Film in der ersten Hälfte (mit Ausnahme einer Szene), was ihn kein bisschen weniger schonungslos wirken lässt. Das Grauen braucht keine Schmerzensschreie, keine so ausufernde und unglaublich brutale Vergewaltigungsszene wie z.B. "Ich spuck' auf dein Grab", es ist so schon bitter genug. Stattdessen nutzt der Film echte, pornographische Szenen, wodurch der Realismus gefördert wird. Harter Tobak für den Kopf.
Im letzten Drittel schlägt die Stunde der Vergeltung, mit allem was dazu gehört. Kompromisslose, durch ausgiebig genutzte Slowmotion ästhetisierte Gewalteruptionen, all das zugeführte Leid schlägt als Hass gebündelt zurück, toll gefilmt und ungemein eindringlich.
"Thriller" ist einer dieser Filme, die man nur schwer weiterempfehlen kann, zuvielen Leuten dürfte der übel aufstossen, viele werden ihn nicht mögen, verabscheuen oder als Low-Budget-Kram abstempeln. Das dafür zugängliche Publikum sollte ihn sich jedoch unbedingt mal ansehen. Rape & Revenge in seiner reinsten Form.
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lieber_tee Thu, 30 Aug 2012 11:10:07 -0000
Antwort löschenImmer wieder schön zu lesen wie du mit Filmen gehst und über sie nachdenkst.
JackoXL Thu, 30 Aug 2012 11:15:58 -0000
Antwort löschenDanke. In wie fern, meinst du meine Logikkritik? Sonst schildere ich ja nur, was da abgeht und bewerte das.
lieber_tee Thu, 30 Aug 2012 11:26:02 -0000
Antwort löschenSo grob, in meiner Erinnerung, hast du recht. Müsste den Film aber nochmals schauen um fundierter zu reagieren. Hatte nicht die Neuverfilmung von "Ich spuck..." ein ähnliches Problem. Da wurde die Frau auch vergewaltigt, verschwand dann aus der Handlung und war plötzlich wieder da um sich übels zu rächen? Auch das müsste ich aber nochmal nachschauen...
JackoXL Thu, 30 Aug 2012 11:34:41 -0000
Antwort löschenJa, aber bei "I Spit..." wollte sich wohl von vorneherein einfach rächen. Was ich hier meine: SPOILER
Nach dem sie "angefixt" und eingesperrt wurde, kann sie sich ja frei bewegen. Es wird so verkauft: Du bist süchtig, ich hab Stoff, also kannst du nicht weglaufen. Warum nicht? Sie kann ja draußen rumlaufen, geh zur Polizei und fertig. Das Motiv zum Rachefeldzug war ja wohl erst der Tod der Eltern. Anstatt dort hinzugehen, würde jeder Mensch erst zur Polizei gehen. Wäre ihr einziger Gedanke vorher schon Rache gewesen, ok. Aber das kam ja erst dadurch. Da hat man sich es sehr einfach gemacht, als wenn ihre Sucht ein Grund dafür wäre, ihre Peiniger nicht zu verraten und einfach abzuhauen.
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lieber_tee Thu, 30 Aug 2012 11:44:38 -0000
Antwort löschenMeine damit, das sich die männlichen Filmemacher bei der Thematik oft schwer/ zu einfach machen die psychischen Auswirkungen von Vergewaltigungen darzustellen. Sie sind stärker in der Darstellung von befreiender Rache. Komplexes Thema, wie gesagt, besser ich schaue mir die Klassiker nochmals an, da das Thema subtiler ist als es zunächst scheint.
JackoXL Thu, 30 Aug 2012 11:49:46 -0000
Antwort löschenMach das und schreib was dazu, bin gespannt.
VisitorQ Sun, 06 Nov 2011 21:53:34 -0000
Kommentar löschenNicht für alle. Aber für mich. Rape & revenge at his best.
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Skywalker_ Thu, 15 Sep 2011 17:28:19 -0000
Kommentar löschenDieser Film ging mir tatsächlich unbarmherzig an die Nieren.
Einen Grindhouseartigen Rachefilm habe ich erwartet....
einen durch und durch grausamen Arthousefilm habe ich bekommen.
Die Hauptdarstellerin wird in die dunkelste und erbarmungsloseste Hölle gestoßen die man sich nur vorstellen kann.
Man leidet den Schmerz,die Erniedrigung und den inneren Schrei nach Vergeltung mit ihr.
Man ist erfreut wenn der von langer Hand geplante Rachefeldzug Erfolge Zeigt und die Ausbeuter, Perversen und fleischgewordenen Monster in extremer Zeitlupe blutend ihrem Schöpfer gegenübertreten. Aber ist diese Denkensweise richtig???
Dabei umweht den Film ein Hauch des Surrealistischen,unterstützt durch einen sehr Geräuschorientierten Soundtrack und wunderschönen Landschaftsaufnahmen.
Dabei blitzen ab und zu immer wieder Motive und Kameraeinstellungen eines Westerns auf.
Die Atmosphäre des Films ist kalt,herzlos und jegliche Menschlichkeit erscheint sehr fern.
Ob Rache jetzt tatsächlich die ersehnte Erlösung bringt muss Madeleine und der Zuschauer selber entscheiden, diese Frage möchte der Film nicht beantworten.
Die subtile Grausamkeit des Films ist in Worten eigentlich nicht zu beschreiben
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Spielberg_Fan Thu, 08 Sep 2011 08:30:08 -0000
Kommentar löschenOptisch ein Unschuldsengel und süß, doch innerlich voller Wut und Hass. Das ist die Hauptdarstellerin Christina Lindberg im Film „Thriller - en grym film“. Dieser außergewöhnlich Exploitation-Klassiker schlägt auf den Magen ist doch so faszinierend. Mit einer extremen Langsamkeit inszeniert, nimmt er den Zuschauer mit auf den Leidensweg eines Mädchen, das sich später auf übelste rächen wird. Die Story klingt simpel, ist sie auch. Das macht aber nichts, den der Streifen fesselnd auch so ungemein. Er wirkt durch seine Bilder, die entweder die pure Langatmigkeit verspüren und doch irgendwo idyllisch sind oder er schockiert mit seinen pornografischen Sequenzen und seiner drastischen Gewaltdarstellung. Es steht praktisch alles konträr zueinander. Auf der einen Seite dieses Ruhige und auf der anderen dieses Extreme.
Interessant ist auch der Einsatz von Militärkameras die 500 Bilder pro Sekunde liefern. Diese setzte nämlich der Regisseur für die Shootouts ein, die dadurch noch heftiger wirkten. In der Abteilung Schauspiel ist ganz klar Christina Lindberg die Trägerin des gesamten Werkes. Ihr hat der Film durch ihre Schauspielleistung diese drückende Atmosphäre zu verdanken.
„Thriller - en grym film“ ist wie oben schon erwähnt ein außergewöhnlicher Beitrag zum Exploitation-Kino der 70er Jahre, aber auch genau deswegen wirkt dieser beklemmende Streifen auch nach der Sichtung immer noch nach. Er war halt irgendwo das Ballett des Todes und der Rache.
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Tyler__Durden Fri, 22 Apr 2011 12:38:04 -0000
Kommentar löschenDas Leben verpfändet.
Die Seele geschändet.
Verfluchtes Fleisch im Zeitraffer beendet.
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Vincent_Vega Fri, 14 Jan 2011 02:16:29 -0000
Kommentar löschenMit einer Zusammensetzung aus Thriller, Exploitation, Arthouse, Splatter, und (wirklich derben) pornographischen Scenen mit einer der krassesten Revenge-Geschichten aller Zeiten und einem Rachegemetzel in Slow-Motion, ist dieser Rachefilm einer der schockierendsten und zugleich faszinierendsten Filme seiner Art.
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noir Thu, 11 Sep 2008 11:46:10 -0000
Kommentar löschenWahnsinn, dieser Film enthält die langsamste Zeitlupeneinstellung der Filmgeschichte
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