Thriller - ein unbarmherziger Film

Thriller - en grym film (1974), SE Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 20.03.1975

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8.8
Kritiker
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6.0
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80 Bewertungen
10 Kommentare
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von Bo Arne Vibenius, mit Christina Lindberg und Heinz Hopf

Seit die kleine Frigga als Kind sexuell mißbraucht wurde, hat sie kein Wort mehr gesprochen. Trotzdem führt sie heute ein zufriedenes Leben auf einer Farm – was sich aber schlagartig ändert, als sie eines Tages den Bus verpasst und von einem freundlichen Herrn namens Tony mitgenommen wird. Dieser Herr ist nämlich gar nicht so freundlich, sondern er ist Zuhälter, und er macht Frigga drogenabhängig, damit sie für ihn anschaffen geht. Ihren ersten Kunden verletzt sie gleich schwer, weshalb Tony ihr ein Auge aussticht. Von nun an ist Frigga folgsam, nach einem weiteren Schicksalsschlag aber nur noch zum Schein, denn von nun an hat sie nur noch Rache an ihrem Peiniger im Sinn.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Thriller - ein unbarmherziger Film

Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

Dieser Film macht keine Gefangenen.

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lieber_tee

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wohl war...



Kommentare (9) — Film: Thriller - ein unbarmherziger Film


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Intergalactic Ape-Man

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In Deutschland kaum verbreitet gehört das Werk von Bo Arne Vibenius durch eine mit Hardcore-Inserts angereicherte Fassung leider zu dem oftmals zu Unrecht in der Schmuddelecke angesiedelten Kunstwerken. Zwischen der Schule Bergmans und ruppigen Zeitlupenstudien nach dem Vorbild Peckinpahs reflektiert Vibenius in seinem Film wilde, zeitgenössische Strömungen. Seine Fabel vom stummen Mädchen, welches zur Prostitution gezwungen schließlich typischerweise dem Maskulinen zugeordnete Handlungen trainiert, um sich aus ihren Zwängen zu befreien, betrachtet neben der Adoleszenz schließlich eine globale Emanzipation der unterdrückten Frau. Mit dem unschuldigen Gesicht Christina Lindbergs gelingt Vibenius in Thriller ein äußerst intensives Drama, welches den Zuschauer in seiner progessiven Gestaltung zu einer Emotion erregen muß. Mit sensibler Hand gelingt das Kunststück, die Selbstjustiz zwar als verständlich, keinesfalls jedoch als glückbringend empfindbar zu machen.

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hutvic

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Bewertung7.5Sehenswert

Huiuiuiuiui. Meine Fresse geht es in diesem Film zur Sache. Ein grandioser Rape& Revenge, der keine Gefangenen macht. Eine krasse Geschichte, sehr ruhig, fast Geräuschlos erzählt. Eine tolle Darstellerin und viel Unbarmherzigkeit. Mich störten auf die Dauer nur leicht die Slow-motion-Kills. Aber sonst war ich sehr angetan. Daumen hoch.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein radikaler, minimalistischer Rape & Revenge Film aus Schweden. Gemein, brutal, konsequent und trotz seiner begrenzten Mittel, speziell im letzten Drittel, handwerklich unglaublich gut umgesetzt.
Im Prinzip hat mich nur ein Punkt etwas gestört, den man in diesem Genre jedoch nicht überbewerten darf: Damit das Rachemuster aufgeht, wird ein nachvollziehbares Verhalten der Hauptfigur Madeleine komplett ignoriert.
Um das zu erläutern, ohne konkrete Spoiler (sikk, du findest das wahrscheinlich zu viel, also nicht weiter lesen): Zu Beginn ist Madeleine hilflos, korrekt. Später will sie keine Hilfe, sie will Rache, dafür wird ihr ein sehr entscheidendes Motiv geliefert. Aber dazwischen: Ihr stehen eine Zeit lang alle Türen offen, jeder, wirklich jeder Mensch würde ohne zu zögern Hilfe holen, was überhaupt kein Problem wäre. Das lässt sich auch nicht glaubhaft mit Abhängigkeit, Angst oder Schockstarre begründen, dafür ist das Zeitfenster (Tage, vielleicht sogar Wochen) viel zu groß.
Das muss leider erwähnt werden, da man das Ganze durch leichte Änderungen hätte vermeiden können, so hätte ich gar nichts zu meckern.
Davon abgesehen ist "Thriller" ein außergewöhnlicher Genrebeitrag. Expliziete Gewaltdarstellung spart sich der Film in der ersten Hälfte (mit Ausnahme einer Szene), was ihn kein bisschen weniger schonungslos wirken lässt. Das Grauen braucht keine Schmerzensschreie, keine so ausufernde und unglaublich brutale Vergewaltigungsszene wie z.B. "Ich spuck' auf dein Grab", es ist so schon bitter genug. Stattdessen nutzt der Film echte, pornographische Szenen, wodurch der Realismus gefördert wird. Harter Tobak für den Kopf.
Im letzten Drittel schlägt die Stunde der Vergeltung, mit allem was dazu gehört. Kompromisslose, durch ausgiebig genutzte Slowmotion ästhetisierte Gewalteruptionen, all das zugeführte Leid schlägt als Hass gebündelt zurück, toll gefilmt und ungemein eindringlich.
"Thriller" ist einer dieser Filme, die man nur schwer weiterempfehlen kann, zuvielen Leuten dürfte der übel aufstossen, viele werden ihn nicht mögen, verabscheuen oder als Low-Budget-Kram abstempeln. Das dafür zugängliche Publikum sollte ihn sich jedoch unbedingt mal ansehen. Rape & Revenge in seiner reinsten Form.

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lieber_tee

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Meine damit, das sich die männlichen Filmemacher bei der Thematik oft schwer/ zu einfach machen die psychischen Auswirkungen von Vergewaltigungen darzustellen. Sie sind stärker in der Darstellung von befreiender Rache. Komplexes Thema, wie gesagt, besser ich schaue mir die Klassiker nochmals an, da das Thema subtiler ist als es zunächst scheint.


JackoXL

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Mach das und schreib was dazu, bin gespannt.


VisitorQ

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nicht für alle. Aber für mich. Rape & revenge at his best.

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Skywalker_

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film ging mir tatsächlich unbarmherzig an die Nieren.
Einen Grindhouseartigen Rachefilm habe ich erwartet....
einen durch und durch grausamen Arthousefilm habe ich bekommen.
Die Hauptdarstellerin wird in die dunkelste und erbarmungsloseste Hölle gestoßen die man sich nur vorstellen kann.
Man leidet den Schmerz,die Erniedrigung und den inneren Schrei nach Vergeltung mit ihr.
Man ist erfreut wenn der von langer Hand geplante Rachefeldzug Erfolge Zeigt und die Ausbeuter, Perversen und fleischgewordenen Monster in extremer Zeitlupe blutend ihrem Schöpfer gegenübertreten. Aber ist diese Denkensweise richtig???
Dabei umweht den Film ein Hauch des Surrealistischen,unterstützt durch einen sehr Geräuschorientierten Soundtrack und wunderschönen Landschaftsaufnahmen.
Dabei blitzen ab und zu immer wieder Motive und Kameraeinstellungen eines Westerns auf.
Die Atmosphäre des Films ist kalt,herzlos und jegliche Menschlichkeit erscheint sehr fern.
Ob Rache jetzt tatsächlich die ersehnte Erlösung bringt muss Madeleine und der Zuschauer selber entscheiden, diese Frage möchte der Film nicht beantworten.
Die subtile Grausamkeit des Films ist in Worten eigentlich nicht zu beschreiben

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Spielberg_Fan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Optisch ein Unschuldsengel und süß, doch innerlich voller Wut und Hass. Das ist die Hauptdarstellerin Christina Lindberg im Film „Thriller - en grym film“. Dieser außergewöhnlich Exploitation-Klassiker schlägt auf den Magen ist doch so faszinierend. Mit einer extremen Langsamkeit inszeniert, nimmt er den Zuschauer mit auf den Leidensweg eines Mädchen, das sich später auf übelste rächen wird. Die Story klingt simpel, ist sie auch. Das macht aber nichts, den der Streifen fesselnd auch so ungemein. Er wirkt durch seine Bilder, die entweder die pure Langatmigkeit verspüren und doch irgendwo idyllisch sind oder er schockiert mit seinen pornografischen Sequenzen und seiner drastischen Gewaltdarstellung. Es steht praktisch alles konträr zueinander. Auf der einen Seite dieses Ruhige und auf der anderen dieses Extreme.

Interessant ist auch der Einsatz von Militärkameras die 500 Bilder pro Sekunde liefern. Diese setzte nämlich der Regisseur für die Shootouts ein, die dadurch noch heftiger wirkten. In der Abteilung Schauspiel ist ganz klar Christina Lindberg die Trägerin des gesamten Werkes. Ihr hat der Film durch ihre Schauspielleistung diese drückende Atmosphäre zu verdanken.

„Thriller - en grym film“ ist wie oben schon erwähnt ein außergewöhnlicher Beitrag zum Exploitation-Kino der 70er Jahre, aber auch genau deswegen wirkt dieser beklemmende Streifen auch nach der Sichtung immer noch nach. Er war halt irgendwo das Ballett des Todes und der Rache.

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Tyler__Durden

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Leben verpfändet.
Die Seele geschändet.
Verfluchtes Fleisch im Zeitraffer beendet.

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Vincent_Vega

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Bewertung9.5Herausragend

Mit einer Zusammensetzung aus Thriller, Exploitation, Arthouse, Splatter, und (wirklich derben) pornographischen Scenen mit einer der krassesten Revenge-Geschichten aller Zeiten und einem Rachegemetzel in Slow-Motion, ist dieser Rachefilm einer der schockierendsten und zugleich faszinierendsten Filme seiner Art.

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noir

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Bewertung9.5Herausragend

Wahnsinn, dieser Film enthält die langsamste Zeitlupeneinstellung der Filmgeschichte

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