Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard
Salvation Boulevard (2011), US Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Komödie, Thriller
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von George Ratliff, mit Jennifer Connelly und Ed Harris
Auf dem Salvation Boulevard hat bisher noch jeder Sünder zu Gott gefunden. Wer’s glaubt, wird selig, sagt sich dagegen der Konvertit Carl (Greg Kinnear), nachdem Pastor Dan Day (Pierce Brosnan) ihm einen Mord anhängt.
In seinem früheren Leben war Carl (Greg Kinnear) ein sogenannter Deadhead – ein glühender Greatful-Dead-Anhänger und dauerbekifft. Das war, bevor ihn seine Frau Gwen (Jennifer Connelly) zu Gott brachte und er wiedergeboren wurde in Christus. Doch Carl beginnt seine Entscheidung ernsthaft zu bereuen, als er Zeuge einer ungewollten Ermordung des Kritikers Peter Blaylock (Ed Harris) durch den Hirten seiner Gemeinde, dem charismatischen Pastor und Bestseller-Autoren Dan Day (Pierce Brosnan) wird. Dieser Saubermann schiebt den Tod Carl in die Schuhe, was bei dessen Vergangenheit auch glaubwürdig durchaus leicht fällt.
Für Carl beginnt nun eine ganz eigene Passionsgeschichte…
Hintergrund & Infos zu Wer’s glaubt, wird selig – Salvation Boulevard
Wie schon in Mord und Margaritas spielen Pierce Brosnan und Greg Kinnear ein ungleiches Paar wider Willen, wieder mit Brosnan als Mann, der tötet, und Kinnear als Mann, der dem Killer aus der Patsche helfen muss.
Wer’s glaubt, wird selig – Salvation Boulevard wurde von George Ratliff glaubhaft in Szene gesetzt. Ratcliff machte zuvor mehrere Dokumentationen und den Horrorthriller Joshua (mit Sam Rockwell und Vera Farmiga).
Salvation Boulevard basiert auf dem gleichnamigen Roman, 2008 veröffentlicht von dem Autoren Larry Beinhart, der auch die Vorlage zu Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt geliefert hatte.
In Nebenrollen zu sehen sind u.a. Marisa Tomei (The Wrestler) und Ciarán Hinds (Die Frau in Schwarz). (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Komödie, Thriller, Satire
- Handlung
- Christentum, Fundamentalist, Predigt, Religiöser Fundamentalismus, Roman
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- Salvation Boulevard: film-zeit.de






















Kommentare (3) — Film: Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard
Peter Hofbauer Wed, 17 Apr 2013 01:01:41 -0000
Kommentar löschenPotential verschenkt...hier hätte durchaus eine gelungene schwarze Komödie rausspringen können, aber fehlt es hier einfach an witz und einer fähigeren Regie incl. besseren Drehbuch.
Schade bei der Besetzung!!!!!
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patcharisma Tue, 21 Aug 2012 20:18:25 -0000
Kommentar löschen"Salvation Boulevard" hätte ein perfektes Vehikel für Pierce Brosnan werden können, um mit seinem satirischen Blödel-Talent wieder mal so richtig die Sau herauszulassen (ähnlich dem tollen "Mord und Margharitas" oder dem weniger guten "After the Sunset") - und die Rolle als schmieriger US-Privat-Pastor passt zu ihm auch wie die Faust auf's Auge. Auch Jennifer Conelly als biedere Bekehrte macht eigentlich grossen Spass in der schwarzen Sekten-Sumpf-Komödie. Eine Stunde lang weiss der Film auch mit viel Absurditäten gut zu unterhalten. Doch dann muss der Autor von allen guten Geistern verlassen worden sein (vielleicht ist auch die Roman-Vorlage mitschuldig): Spätestens als der geplagte Mordzeuge und Ex-Hippie Greg Kinnear gekidnappt in Mexico aufwacht, ist die Luft raus und das Drehbuch verliert alle Fäden. So gibt es ab dann nur noch überflüssiger Nonsense mit zu vielen unnötigen Darstellern, interessante Erzählstränge bleiben völlig auf der Strecke, das Talent grosser Schauspieler wird bösartig verschenkt (wie Marisa Tomei und Ed Harris), doofe Brutalitäten verdrängen den Sarkasmus und den Trash-Charme und die Logik der Vertuschungs-Krimi-Geschichte macht null Sinn mehr. Als am Schluss noch die Biographien der Einzelnen vor den End-Titles quasi als "True Story" eingeblendet werden, ist die Lächerlichkeit des Ganzen dann perfekt.
Irgendwie traurig: Hier wurde so dermassen viel Potential verschenkt, dass es fast schon schmerzt. Denn eine tolle Satire gegen den in den USA grassierenden Sekten-Wahnsinn wäre übernötig!
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dbeutner Mon, 05 Dec 2011 13:37:02 -0000
Kommentar löschenSchon eine merkwürdig tw. schlicht völlig falsche Inhaltsangabe hier - vllt. ist das näher an der Buchvorlage, den Film beschreibt es nicht im Ansatz. Ich versuche es mal fast ohne Spoiler und zumindest etwas korrekter: Der charismatische Priester einer etwas überzogenen christlichen Glaubensvereinigung (Church of the Third Millennium) erschießt im Affekt, mehr oder minder "aus Versehen", einen atheistischen Professor während eines Plausches; den mit anwesenden Carl, kleines Vorzeigeschäfchen der Kirche, überfordert das ein wenig, und er würde zu gerne die Wahrheit los werden, während der Priester sich mehr Sorgen um die Zukunft seiner Kirche und eines Großbauprojektes macht... Vor diesem Hintergrund gibt es dann diverse Verstrickungen, in denen die naiv-fundamentalistische Frau Carls, deren ex-Navy-Vater (der am Ende doch mehr an das glaubt, was er sieht, als an das, woran er zu glauben hat), ein übereifriger Unterstützer des Priesters, eine alte Bekannte aus früheren Grateful-Dead-Tagen Carls sowie ein mexikanischer "wirtschaftlicher Konkurrent" des Priesters jeweils ihre Rolle spielen - letztere Performance ist zwar überzogen, aber dennoch genussvoll spaßig.
Das Universum des Films mit seinen leicht exzentrischen Charakteren gibt vor allem für das Genre (leicht) satirische Komödie gerne viel her, und das macht dann auch den rel. hohen Unterhaltungswert aus. Pierce Brosnan ist zwar sicherlich der größte Name des Casts (von Ed Harris abgesehen, der gut, aber sehr nebenrollig angelegt ist), aber auch am fehlbesetztesten - etwas zu schmierig, etwas zu sehr "verstreuter Professor", etwas zu wenig ernsthaft charismatisch (und er /kann/ mehr und subtiler, vgl. nur "Seraphim Falls"). Der Rest spielt überzeugend auf, es gibt eine ganze Reihe von frischen Wendungen, insofern: Wirklich gute Unterhaltung, habe ich gerne gesehen.
Natürlich liegt ein Vergleich mit Smith's (unverständlicherweise von vielen ungeliebten) "Red State" nahe, und auch wenn ich nicht der erste bin, der diesen zieht, muss ich doch noch drei Worte drüber verlieren, da ich das Werk von Smith ja sehr schnell sehr doll lieben gelernt habe. "Red State" ist die deutlich bösere Version des Themas, deutlich mehr independent, aber auch: deutlich deutlicher. Unzutreffend ist natürlich der folgende Satz: "Since Smith's Red State is a horror film and Salvation Boulevard is a comedy, the two films couldn't be more different." (http://www.firstshowing.net/2011/sundance-2011-quick-reviews-salvation-boulevard-homework) - der Autor kann "Red State" nicht gesehen haben, denn die "horror film"-Klassifizierung gibt es nur in den Kategorien bei MP zB, aber nicht im echten Film... Der Unterschied ist eher, dass "Salvation Boulevard" in seiner Kirchendarstellung nur angehaucht satirisch daher kommt; die Charaktere sind sicherlich Stereotypen, ihnen fehlt aber die fratzenartige comichaftige Überhöhung, die Smith seinem Werk (nach sehr realen Vorbildern!) zugrunde gelegt hat. Zwar gibt es auch eine Kirche, die sich gegen "Salvation Boulevard" wehrt (http://www.examiner.com/culture-events-in-national/salvation-boulevard-satire-paved-with-good-intentions-review), aber die stören sich am verwendeten Kirchenzeichen, nicht am Inhalt. Und spätestens beim "Priestervergleich" muss Pierce Brosnan ggü Michael Parks noch einmal kleinlaut einpacken.
Also: Als Atheist sollte man hier inhaltlich nicht erwarten, den Bauch gekrault zu bekommen wie in "Red State", die Kirchensatire ist nur weichgespülter Hintergrund - zu einer aber dennoch sehr unterhaltsamen Komödie.
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NWO@Movie Thu, 18 Apr 2013 13:58:13 -0000
Antwort löschenDen werde ich mir unbedingt anschauen.