To the Wonder

To the Wonder (2012), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 30.05.2013

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Kinostart: 30.05.2013
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von Terrence Malick, mit Rachel McAdams und Ben Affleck

In Terrence Malicks Drama To the Wonder trifft sich Ben Affleck, nachdem seine Ehe mit einer Europäerin gescheitert ist, wieder mit einer alten Bekannten aus seiner Heimatstadt.

Neil (Ben Affleck) lernt auf seiner Reise zum französischen Mont Saint-Michel die attraktive Europäerin Marina (Olga Kurylenko) kennen und geht mit ihr eine leidenschaftliche Affäre ein. Gemeinsam kehren sie in Neils Heimat Oklahoma zurück und heiraten. Das Eheglück währt jedoch nicht lang und bald beginnt ihre Beziehung zu bröckeln. Während Neil sich wieder an seine alte Jugendliebe Jane (Rachel McAdams) annährt, sucht Marina Beistand bei Father Quintana (Javier Bardem), der ebenso wie sie im Exil lebt und mit seinem Glauben hadert.

Hintergrund & Infos zu To the Wonder
To the Wonder ist nach The Tree of Life der gerade einmal sechste Kinofilm des Regie-Einsiedlers Terrence Malick (Der schmale Grat). Während sonst mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte zwischen den früheren Filmen des amerikanischen Regisseurs lagen, startete er nach dem Erfolg von The Tree of Life eine ganze Reihe von Filmprojekten. Darunter Knight of Cups, Voyage of Time oder Lawless.

Der Soundtrack zu To the Wonder wird wie schon bei The Tree of Life vom Komponisten Hanan Townshend beigetragen. Auch Kameramann Emmanuel Lubezki war wieder an To the Wonder beteiligt. Der Film feierte seine Premiere beim Toronto Film Festival 2012. (ST)

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Cast & Crew


Kritiken (19) — Film: To the Wonder

F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Terrence Malick gestaltet To the Wonder als Film der Gegensätze. [...] [Der Film ist] mehr [eine] lyrische Reflexion als narratives Kino.

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Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

In Anbetracht der Tatsache, wie viel man über das Allerweltsthema "Liebe" erzählen könnte, ist es schon sehr schockierend wie wenig Malick dazu beiträgt. "To the Wonder" ist eine Kollage mit einigen der schönsten Kameraaufnahmen des Jahres, welche denen aus "The Tree of Life" ins nichts nachstehen. Doch haben die Bilder dieses Mal nichts Greifbares zu erzählen. So gut wie alles, was sich vielleicht noch als Handlung deuten ließe, bleibt reine Behauptung. Egal ob das die Annäherungsversuche zwischen zwei sich Liebenden oder die Einsamkeit eines Pfarrers ist, alle interessanten Gedanken werden bereits im Ansatz erstickt. Am unerträglichsten jedoch sind die Darbietungen von Ben Affleck (ist es Absicht, dass seine Visage durchgehend außerhalb des Bildes herumschwirrt?) und Olga Kurylenko (es sei denn, man versteht unter nicht enden wollendem Herumgetanze gutes Schauspiel), denn die beiden lassen es einfach nicht zu, dass man sich in ihrer Gefühlswelt verlieren könnte. Viel schlimmer noch: Die Chemie zwischen den beiden macht die ganze Handlung nur noch unverständlicher, denn die Konflikte der beiden werden einfach zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar, und erst recht nicht authentisch vermittelt. So ist "To the Wonder" das beste Beispiel dafür, wie man mit einer selbstverliebten Inszenierung jedwedes Potential im Keim erstickt; und erneut ein aufgeblasener Egotrip Malicks. Wenn er in seinen kommenden Projekten so weitermacht, dann sollten wir wohl besser keinen brauchbaren Film mehr von ihm erwarten. Außer natürlich, man möchte eine weitere Enttäuschung diesen Ausmaßes erleben.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Oceanic6

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Welche Aufgabe denn dann? Etwa mich zu langweilen? Mir schlechte Schauspieler aufzutischen, die jedweden emotionalen Zugang verhindern? Oder was? ;)


Kubrick_obscura

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Nö ;-)


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.5Sehenswert

Filme aus dem Hause Malick muss man (im wahrsten Sinne des Wortes) lieben oder hassen. Und mit beiden Möglichkeiten wäre der Filmmacher sicherlich zufrieden - sind es doch schließlich eindeutige Emotionen auf das Gezeigte, welches selbst eine Aneinanderreihung von emotionalen Access Points darstellt. Von Kameragott Emmanuel Lubezki in den vielleicht schönsten Bildern des Jahres verpackt.

TO THE WONDER ist wie auch THE NEW WORLD eine Ode an die Weiblichkeit, die Muse, die Kreativität und wie sie langsam im ihrem grauen Umfeld verwelkt. Doch hier fühlt sich das Ganze noch ein ganzes Stück unglücklicher an. Romantisierte Tristesse vielleicht. In wenigen Dialogen, dafür aber mit umso mehr Monologen, bei denen die Figuren ihr ernüchterndes Resümee an ihr einstiges "Wunder" predigen. Der Zuschauer lauscht den Worten und nimmt so den gerade gezeigten Moment schon als verbittere Vergangenheit wahr. Fast wirkt der Film losgelöst von zeitlichen Prinzipien. Ein warmer Fluss der Trauer, eine melancholische Bestandsaufnahme oder die bebilderte Erinnerung an ein Gefühl, dass man im "Jetzt" schon gar nicht mehr richtig greifen kann, weil es sich bereits angefangen hat in Dunst aufzulösen. Es sind viele Nuancen, die aus TO THE WONDER einen tollen Film formen. Zumindest für diejenigen, die bereit sind den Film nicht zu sehen - sondern zu fühlen. So ist das eben mit den Filmen von Terrence Malick. Und das ist auch gut so.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, TREE OF LIFE noch immer nicht gesehen zu haben. Dies wird sich aber sehr bald ändern.

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Rex Reed: The New York Observer

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1.0Ärgerlich

Viel Lärm um nichts - To the Wonder kommt ohne jegliche Story aus und ist fast ein Stummfilm. Gegen den so lahmen To the Wonder ist Malicks The Tree of Life ja fast ein Action-Thriller mit Bruce Willis. Es geht darin einfach um... nichts!

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TheBruceWayne

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hahahahahahhaha.


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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6.0Ganz gut

Visuell und atmosphärisch beeindruckend, aber auf narrativer Ebene ist To the Wonder schwach. Der Film ist wie eine Collage: Bild für Bild wird versucht, ein Ganzes zu schaffen, das größer sein soll als die einzelnen Teile. Malick erreicht sein Ziel jedoch nicht. Sein Film ist zu lang und redundant.

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PeterOsteried: Gamona.de PeterOsteried: Gamona.de

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6.0Ganz gut

Ein vom klassischen Erzählkino abgekoppelter, großer Bilder- und Sinnesrausch. Wer schon mit Terrence Malicks letztem Film Schwierigkeiten hatte, sollte seinen neuen meiden.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

[...] Niemand muss verstehen. Jeder kann fühlen. [...]

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fuerchtegott

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Ist "fühlen" nicht sensorisches bzw. emotionales "verstehen"?


Kubrick_obscura

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"Verstehen ist das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts, das nicht nur in der bloßen Kenntnisnahme besteht, sondern auch und vor allem in der intellektuellen Erfassung des Zusammenhangs, in dem der Sachverhalt steht." Wikipedia ;-)

Zwar gibt es auch ein emotionales Verstehen, aber das meine ich natürlich nicht. Eher ein Fühlen ohne Verifikation, was also weder falsch noch rcihtig sein muss. Verstehen implziert ja meistens, dass man etwas falsch oder richtig verstehen kann.


SoulReaver: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Hinter all den schönen, aber nicht überwältigenden Bildern steckt genau das, was sich auch hinter den Figuren verbirgt: Ein Hauch von Nichts. Der Ansatz eines poetischen Schimmers ist gegenwärtig, doch die Bildsprache darf sich nicht zu Wort melden und schweigt den gesamten Film hindurch, während sich unfähige Darsteller wie Ben Affleck und Olga Kurylenko benehmen wie Kleinkinder, mit einem abgerissenen Voiceover die Nerven des Zuschauers leicht malträtieren und nicht selten in den Bereich der unfreiwilligen Komik driften, denn wenn Olga Kurylenko die ganze Zeit wie eine beschwipste Fee durch die Gegend tänzelt, dann wirkt das nicht leidenschaftlich, sondern einfach nur deplatziert und lächerlich. [...]

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JackoXL

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Toller Kommentar und ich als Malick-Skeptiker bin dann mal raus. ;)


SoulReaver

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Hach, bei all dem Lob, kein Wunder also, dass ich mir langsam Tony Montana-Komplexe aneigne. Vielen, vielen Dank! :)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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6.0Ganz gut

[...] Der Wandel zur ultimativ sinnlichen Mensch- und Naturmystik, den Malicks Kino seit "The New World" unaufhaltsam vollzieht, geht an einem breiten Publikum genauso vorbei wie es die Filmrealisten zu munterer Häme animiert. "To the Wonder" indes, das sei als Malick-Bewunderer gesagt, fehlt allerdings das besonders Wundervolle, das überbordende Pathos eines "Tree of Life". Vielleicht ist er gerade deshalb angreifbarer – und auch weniger beeindruckend als dieser. [...]

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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8.5Ausgezeichnet

Der Film regt zum Nachdenken über Liebe an - über Liebe zwischen den Menschen zueinander und Liebe der Menschen zu Gott. Genau wie diese Emotion ist auch der Film eine Erfahrung wert.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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6.0Ganz gut

Seine Beharrlichkeit auf der Suche nach einer cineastischen Ausdrucksweise, die sich mit Schönheit und ultimativer Wahrheit beschäftigt, ist nobel und ehrlich.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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4.0Uninteressant

Niemals war ein Film auf visueller Ebene so atemberaubend und gleichzeitig so unerträglich wie To the Wonder.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.5Ausgezeichnet

Im Grunde genommen könnte To the Wonder auch ein Stummfilm sein - stumm, abgesehen von seiner melancholischen Musik.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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5.0Geht so

So wunderschön langsam - fast schon eingefroren in seiner Bewegung - dagegen wirkt Tree of Life fast wie G.I. Joe 3D: Die Abrechnung.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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6.0Ganz gut

Im Laufe der Jahre hat Malick immer öfter klar gemacht, dass die Erzählung, im Vergleich zu Emotion und Idee dahinter, ihm wenig bedeutet. [...] Teilweise fühlt sich dies wie eine Parodie auf sich selbst an.

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Ian Freer: Empire Magazine Ian Freer: Empire Magazine

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8.0Ausgezeichnet

To the Wonder ist zwar weniger anspruchsvoll als Tree of Life, ist aber trotzdem eine bewegende und nachdenklich machende Meditation über die Dinge im Leben, die zählen.

Kritik im Original: http://www.empireonline.com/reviews/review.asp?FID=137997

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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

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7.5Sehenswert

Terrence Malick geht immernoch waghalsige Risiken ein und schafft damit Lächerliches und Erschütterndes im gleichen Maße.

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Peter Bradshaw: Guardian Peter Bradshaw: Guardian

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7.0Sehenswert

In seinen unsicheren Momenten scheint sich Terrence Malick zu wiederholen. Aber was für ein Vergnügen es auch in diesem Film gibt.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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3.0Schwach

Wie gekonnt Terrence Malicks Technik in gewisser Weise auch sein mag - das tritt eher in den Hintergrund, denn besonders in der zweiten Stunde des Films ist To the Wonder eher ein optischer Kitzel ohne zentrale thematische Ziele.

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Kommentare (12) — Film: To the Wonder


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MaxN91

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach meinem ersten Terrence Malick Film Tree of Life war ich innerlich überaus gespalten. Dass die Spaltung aber in seinem nächsten Film "To the Wonder" noch heftiger sein würde, hätte ich nicht erwartet.
Ähnlich wie in Tree of Life spielt die eigentliche Handlung des Films eine untergeordnete Rolle, hier steht eher eine bildliche Wegbegleitung des Leids und der Liebe im Fokus. Malick zaubert wieder mal so wunderschöne Bilder auf die Leinwand, wie man sie selten zu sehen bekommt. Das Thema Liebe steht hier besonders im Vordergrund, aber nicht nur die schöne, sondern auch die zerbrechliche, enttäuschende Seite der Liebe. Wie Liebe eigentlich nicht mit Worten zu beschreiben ist, so sind Malicks Figuren in "To the Wonder" die meiste Zeit stumm, einzig melancholische Voice-Overs bieten dem Zuschauer einen minimalen Einblick in Gedankenwelt der Figuren. Auf der einen Seite ist dieser Film einfach wunderschön nachdenklich und fängt Emotionen der Liebe fantastisch ein. Auf der anderen Seite ist der Film schwer zu etragen: Gerade die Abgründe, die Schattenseite der Liebe, verbunden mit Figuren, die man über den gesamten Film nicht aus den Augen verliert, sie aber dennoch niemals ganz genau kennenlernt, lassen den Zuschauer verzweifeln. Man wünscht sich sie einmal über ihre Gefühle reden zu hören, doch Malick gibt uns Bilder mit denen wir uns diese Antworten selbst erörtern müssen. Ein Grund warum ich Malicks Filmen trotz unbestrittener Schönheit einfach keine ganz hohe Bewertung geben kann. Dennoch konnte mich "To the Wonder" mit seinem Thema Liebe mehr berühren als Tree of Life, zumindest bis dieses Thema mit religiösen und spirituellen Gesichtspunkten verknüpft wurde. Hier verlor mich der Film zeitweise, obwohl auch hier der Alltag des Priesters in atemberaubenden Bildern geschildert wurde- die Verknüpfung beider Themen ging für mich dennoch nicht komplett Hand in Hand.
"To the Wonder" ist durch und durch ein Terrence Malick Film, der erneut unfassbar schwer zu fassen ist und die größten Teile seiner Zuschauerschaft spalten wird: Atemberaubend gute Bilder und Musik, stehen einer zeitweise schwer ertragbaren Handlung gegenüber- nicht weil sie langweilt, sondern den Zuschauer den tieferen Einblick in die Gedankenwerlt der Figuren verwehrt. Wer sich allerdings auf eine solche Art des Arthouse-Kinos einlassen kann, wird einen absolut sehenswerten Film erfahren.

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MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "To the Wonder" geht Terrence Malick seinen Weg, den er mit "The Tree of Life" einschlug, konsequent weiter.
Eigentlich ist diese erste Aussage nicht ganz richtig, denn Malick geht sogar noch ein wenig weiter als in "The Tree of Life". Der Film ist zwar keineswegs so allumfassend und hat seine Geschichte ausschließlich in der Gegenwart verwurzelt, löst sich allerdings noch stärker vom klassischen Erzählkino und vollführt eine endgültige Wandlung in ein völlig intuitives Gefühlskino.
Malick hat hier ein Werk geschaffen, in dem er die Liebe an sich und ihre unterschiedlichen Facetten erkundet, wobei er wieder auf Kamera-Gott Emmanuel Lubezki zurückgreift, während 5 verschiedene Editor für den finalen Schnitt des Films verantwortlich waren.
Lubezki zaubert natürlich wieder Bilder, die einen ins Staunen versetzen und bekannte Orte oder Momente in wie noch nie gekannter Weise erstrahlen lassen. Diese ruhelose, ständig in Bewegung bleibende Kameraführung ist einfach wieder fantastisch.
Was den Film einerseits so besonders macht, könnte man ihm allerdings auch negativ anlasten. Eine wirklich durchgängige Handlung oder gar sowas wie einen Spannungsbogen sucht man vergebens, während die Figuren in Malick´s Werk weitesgehend oberflächlich bleiben und teilweise sogar schablonenhaft daher kommen.
Dialoge im klassischen Sinne gibt es nur sehr spärlich, während vor allem Monologe und Voice-Over in verschiedenen Sprachen beinahe eine eigene Klangmelodie erzeugen, in denen die Protagonisten ihre Gefühlswelt nach außen kehren.
"To the Wonder" ist ein wunderschöner Film, der das narrative Erzählen gegen pures Empfindungs-Kino eintauscht. Ein Film, den man mit dem Herzen und nicht so sehr mit dem Kopf schauen darf, damit er sich vollständig entfalten kann. Wird zwar sicher nicht der beste Film des Jahres werden, aber sicherlich einer, wenn nicht der schönste.
"Life´s a Dream. In a Dream you can´t make Mistakes"

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Tyler__Durden

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Bewertung9.0Herausragend

Take 1: Die Frakturen einer Liebe.

Take 2: Die Liebe zweier Seelen, welche so fern voneinander sich nicht dem gegenüber nähern können, das es erst die unschuldige Auffassungsgabe und ungeschönte Ausdrucksweise eines Kindes braucht, um auszusprechen über was sich die zwei naiv verliebten keinen Sinn bilden können. Liebe als Vereinigung zweier Menschen die sich innerlich nahe fühlen, aber dessen Körper keine wirkliche Verbindung aufbauen wollen. Die eine taumelt mit ihrer freien Energie nach außen gekehrt wie ein Planet um die Sonne, währen der andere Teil nur starr hinter diesem Spektakel herläuft und sich selbst aber keiner Befreiung durch seine Gefühle hingeben will/kann. Der ewige Kampf zwischen dem was man teilen will und dem was man zu teilen in der Lage ist. Zwischen dem was man entblößt und dem was man dadurch aufgibt.

Take 3: Man mag es bei all den ach so schönen Bildern (ein Glück das ich nicht so leicht aus der Fassung zu bringen bin sonst würden mich die erneut extrem schablonenhaften Gespräche bezgl. Malicks singulärer Form zur Weißglut bringen) ja eigentlich nicht glauben, aber Liebe (oder "das Wunder") findet keiner der Personen in dem Film wirklich. Malick, der hier nach The Tree of Life, wieder enorm persönliche Kunst kreiert und Teile seines eigenen Lebens verarbeitet (auch er war in einer Beziehung mit einer Europäerin, welche aber zerbrach; auch er lernte dann wieder sein high-school sweetheart kennen mit welcher er dann heiratete) lässt sich und seinen Charakteren keinen Ausweg aus dem Leben bestehend aus einer Kette aus Glück und Unglück. Eine Kette die direkt aus Malicks Leben gerissen wurde. Was auch ein Grund ist warum Afflecks Charakter so oft abgeschnitten wird vom Bildrahmen, da der Macher des Films sich eben seiner eigenen Fehlbarkeit und Unmöglichkeit der Repräsentation seines Ichs bewusst ist. Das darf man dann natürlich wieder schmalzig der berechnend finden, aber das hier jemand sein Herz mitsamt den Narben (selbst zugefügt die meiste Zeit) auf Bild bannt, das sollte man wenn möglich nicht vergessen. Denn wie gesagt, das hier ist kein Erzählkino. Malick kein Geschichtenerzähler (war er auch nie!). Und seine Filme keine Filme mit Bezug auf Narration oder Unterhaltung, sie sind die Denkprozesse eines Menschen für den die filmisch geschriebene Philosophie eben mehr hergab als die schriftliche. Er filmt, also ist er. Das einzige Wunder.

Take 4: Das Kino des Terrence Malick entgleist immer weiter. Das mag man je nach Empfindung nun positiv oder negativ sehen. Wer das aber nach sechs Filmen immer noch nicht fühlt, der sollte sich lieber Filmen widmen welche die eigenen Sensibilitäten besser befriedigen. Den hier geht es seit Badlands nur noch nach vorne, ein sich ewig weiterentwickelndes Kino. Die Logik dahinter ist keine gebaut auf Authentizität oder Künstlichkeit. Genauso wenig wie auf Naturalismus oder Ästhetizismus. Malicks Kino faltet sich in jene Richtung aus in welche es ein Gefühl erspäht. Ein Gefühl das sich oft genauso wahr wie falsch anfühlen mag. Willkür sagen die bösen Zungen. Genie predigen die Schafe. Wie ein Block von Bildern gestapelt auf einen anderen, und in jedem haust ein Geheimnis wertvoller als das nächste. Einem Malick Film beizuwohnen ist nicht mehr einfach so ein visuelles Erlebnis oder ein holistisches (obwohl es das natürlich auch sein kann). Es ist ein Fragen nach den Fragen wenn der Anspruch überhand nimmt, ein Forschen nach unbenannten aber allzu bekannten Gefühlen wenn das Herz erwacht und ein Suchen nach dem ewig sichtbaren aber allzeit verborgenen Licht wenn die Seele sich angesprochen fühlt. Ein sinnloses Unterfangen. Uns Menschen würdig.

Take 5: ....

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Jenny von T

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Bewertung4.5Uninteressant

Eine Szene in diesem Film brachte mich zum Schmunzeln: Als Affleck und Kurylenko mit Filmkind in einem Supermarkt einkaufen, bemerkt die Kleine euphorisch: "There's tons of stuff. It's super clean!"
Denn irgendwie fasst dieser Satz für mich TO THE WONDER zusammen: Lupenreine Bilder en masse, tonnenweise Eindrücke, die dazu einladen, sich diesem Werk hinzugeben. Und sicher werden sich – ich gönne es jedem einzelnen! – auch dieses Mal genug Fans und Kritiker finden, die Malicks Kunst-Lädchen (bzw. eher Shopping-Meile) genüsslich leerkaufen. Ich jedoch stelle erneut für mich fest, gleichermaßen zu viel wie zu wenig gesehen zu haben und verbleibe übersättigt mit zu vielen Kohlenhydraten, aber zu wenigen Vitaminen.
Egal, wie man zu TO THE WONDER steht, wird man anerkennen müssen, dass Malick seit frühestens THE THIN RED LINE, aber spätestens THE TREE OF LIFE nunmehr die Art von Film dreht, auf die er vermutlich seine gesamte Karriere über hingearbeitet hat (diesen Eindruck erweckt der billanzielle Blick auf sein Schaffen zumindest bei mir). Ist ein Regisseur am Höhepunkt seiner künstlerischen Ambition und Selbstverwirklichung angelangt, birgt das allerdings immer auch Konfliktpotenzial – nicht zuletzt im Dialog mit dem Publikum. Es ist ja kein Geheimnis mehr: Der Geschichtenerzähler Malick, der den Markt einst mit BADLANDS oder DAYS OF HEAVEN bereicherte, ist endgültig passé. Eine Abkehr von erzählerischer Stringenz sowie – im Austausch - eine Hinwendung zum intuitiven Sinneskino visueller Impulse hat über die Jahre unverkennbar Einzug gehalten. Der Mann ist schließlich nicht irgendjemand, daher respektiere ich mittlerweile diesen Weg (was mich am Ende von einer Wertung unter 4 Punkten abhält) – subjektiv anfreunden kann ich mich mit dieser Kost aber nach wie vor nicht; das muss nach TTOL auch TTW hinnehmen und mein banausisches Gemeckere über sich ergehen lassen.
Ein Film über die Vergänglichkeit von Gefühlen und das Verstehenwollen unseres Scheiterns an ihnen ist erst einmal keine schlechte Sache, und um das (wenn auch bescheiden ausfallende) Lob direkt einzubringen, gebe ich auch gerne zu, hiermit wenigstens vom Ansatz her mehr anfangen zu können als noch mit Malicks kosmisch-mystischen Glücksbärchi-One-linern aus der Mitte des Lebensbäumchens. Doch was gibt es sonst Neues? Erschreckend wenig! Das Voiceover dominiert über den Dialog, die Protagonisten heiraten und lassen sich scheiden, ein Priester hadert mit dem Glauben. Und weiter? Hmm. Die Stimme aus dem Off gibt sich bei Malick freilich zwar seit jeher distanziert, doch was mir eigentlich sauer aufstößt, ist die Art und Weise, wie die "Charaktere" (eigentlich verdienen sie diesen Namen hier gar nicht) schon wieder nicht über den Status eines Pappständers hinauskommen. Malick benutzt seine Figuren als Symbol für naturspirituelle Prinzipien oder eben auch den Menschen "an sich" und beraubt seinen eigentlich ja bis zum Platzen aufgeladenen Film dadurch jeden Lebens - und damit dem Wichtigsten. Das Gefühl, das große Kinoerlebnis soll stattdessen durch den offenen Bilderrausch in Kombination mit mal mehr, mal weniger losen Drei-Wort-Satz-Einwürfen vermittelt werden (langsam wird's berechenbar..), woran jedoch derjenige Zuschauer beinahe zwangsläufig scheitern muss, der eben gerne echte Lebewesen auf der Leinwand sieht. Da bleiben dann sogar die schauspielerischen Defizite Afflecks dieses Mal so gut wie unbemerkt, denn viel zu schauspielern gibt es eigentlich gar nicht. Dass ich mich oft dabei ertappt habe, bewusst Ausschau nach den Passagen aus dem Trailer zu halten, ist einfach kein gutes Zeichen. Und irgendwie ist TO THE WONDER auch genau das: Ein überlanger Trailer. Aus dem Film bin ich jedenfalls auch nicht schlauer geworden – kann passieren, wenn Sinnlichkeit zur Attitüde wird.

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Kana

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genau so. sehr schön, Jenny..


Jenny von T

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Danke euch allen! :-)
@ franticfury und Andy: Wenn ihr TTOL mochtet, besteht eigentlich kaum ein Grund, euch von den bisherigen (für mich unerwartet zahlreichen) negativen Kritiken Angst machen zu lassen. Hoffe natürlich mit, dass TTW euch nicht enttäuschen wird! :-)


xTimmaex

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach den Kritiken und dem Trailer habe ich ja Schlimmes befürchtet, aber Malick, seine 5(!) Editor und der mexikanische Kamera-Superman Emmanuel Lubezki machen weiterhin Ultrakunst™.

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Ich_mache_Seife

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Mittlerweile ist bereits ein Quäntchen Zeit vergangen, seitdem ich im Zuge eines freundschaftlichen Besuches auf den grünen Inseln, die Möglichkeit hatte, Malicks neuestes Werk im Kino zu begutachten. Ich wollte dem Film schon seit längerem ein paar Zeilen spenden. Bis jetzt empfand ich meine Worte stets als etwas kläglichen Versuch das Gesehene zu beleuchten. Eine Wertung werde ich To The Wonder bis zu einer Zweit- oder Drittsichtung auch weiterhin nicht geben.
Zum ersten Mal empfand ich, dass Malick einen Film gedreht hat, genau nach seinen Wünschen und Vorstellungen, ohne Kompromisse. Welch ein Mut, denn To The Wonder – äußerlich und inhaltlich - ist so zerbrechlich wie sein großes Thema, das es mit den Augen eines Menschen beleuchtet, der - so meine Meinung – trotz seines Alters das Staunen noch nicht verlernt hat.
Liebe. Ein unbeschreiblich großes Wort. Vergänglich und doch immerwährend. So wie alles in Terrence Malicks Sicht der Dinge, entsteigt auch sie einem dualistischen Prinzip, das immerzu ineinander fließt. Wie könnte uns ihre Sanftheit berühren, wenn wir nicht auch ihr hässliches Gesicht sehen würden. Die tragische Schönheit unserer Existenz und elementares Wesen allen Seins.
Ich glaube, um dem Ganzen nicht seines universellen Blickes zu berauben, war es die richtige Entscheidung die oberflächliche, geschichtenerzählende Ebene in diesem Ausmaß zu reduzieren. So ist der Weg frei, die Bilder mit einem inhaltlichen Reichtum auszustatten, der atmet mit den Blicken, Berührungen und den kurzen Momenten, die wir womöglich schon alle in dieser Form oder einer ähnlichen erlebt haben. Kino heruntergebrochen auf seine elementarste Kraft. In diesen kurzen beobachtenden Augenblicken, stets mit Ehrfurcht getragen, sehe ich so Vieles, was den Menschen in seinem innersten Kern formt und bewegt, Begehren, Zuneigung, Sehnsucht, Wünsche, Hoffnungen, Enttäuschungen, manische, depressive Seiten, das Ringen mit seiner selbst und die Liebe in all ihren Erscheinungen. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind, die Liebe eines Kindes, Nächstenliebe, die Liebe zu all dessen was uns umgibt, die Liebe zu etwas Höherem, ja selbst die Liebe der Natur zu uns. Denn würde die Natur nicht ihre Geschöpfe lieben, warum lässt sie uns sich entdecken, warum lässt sie uns das Erforschbare erforschen und das Unerforschbare verehren, warum zerstört sie leben, um später wieder selbiges zu erschaffen, warum füllt sie die Welt mit ihrer Schönheit – wenn sie uns nicht auch lieben würde?
Ich möchte niemanden einen Vorwurf machen, der Nichts in Malicks Werken entdecken kann, doch glaube ich mich glücklich schätzen zu können, alles in eben diesen sehen zu können.

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Tyler__Durden

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Könnte mich eigentlich verfluchen das ich erst viel zu spät gesehen habe das der Film schon seit Anfang März in den französischen Kinos lief. Habe aber zum Glück letztens noch eine der letzten Vorstellungen sehen können, das freut mich dann doch. Deswegen macht mir die Wartezeit auf die deutsche Veröffentlichung nicht so viel aus. So bleibt einem immerhin noch schön Zeit dem gesehenen etwas Raum zu lasen. "Beste" weiß ich um ehrlich zu sein nicht, wie gesagt seine Evolution (vor allem seit Thin Red Line) ist so unglaublich auf meine Sensibilitäten abgestimmt das es mir da schwer fällt wirklich zu selektieren nach Qualität. Ist einfach alles so gut. :)


Ich_mache_Seife

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Mit "beste" hab ich natürlich das falsche Wort verwendet. Worte...Malick weiß genau warum er sparsam mit ihnen umgeht ;-). Auch ich möchte bei seinen Filmen nicht werten. Mich hat damals diese Fähigkeit das Innerste seiner Charaktere, ihre Fehler, wie in Marinas Fall dieser manisch-depressive Teil ihrer Persönlichkeit durch die expressiven Tanzszenen herauszukehren, unglaublich beeindruckt. Ein Fluss an Emotionen.


Sonse

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Bewertung7.0Sehenswert

Malick eben. Voiceover. Frankreich-Werbespot. Ähren, Gras, Blätter, Bäume, Tümpel, Matsch. Sonnenuntergang. Kokett tanzende Olga. Familie, Liebe und Einsamkeit. Parfum-Werbespot. Gott und Glaube. Natur und Mensch. Baum. Voiceover. Sonnenuntergang. Kind. Hand im Gras. Architektur. Amerikanisches Heartland. Laken. Rücken. Ganz viel Affleckscher Rücken. Olga tanzt. Anfang, Ende und Neubeginn. Kein Kind. Voiceover. Umwelt. Sonnenuntergang. Rausgeschnittene Rachel Weisz. Unterwäsche-Werbespot. Babys. Leere Räume und noch mal Bäume. McRachels Farm. Pferde. Voiceover. Hand im Matsch. Ziellose Menschen. Turtles! Rücken. Die 24. Frisurvariation von Olga. Bauchnabel. Sekt-Werbung. Gras und Sonne. Voiceover. Blätter und Sonne. Supermarkt. Priester Bardem und der Glaube. Tümpel. Umwelt. Heirat, Gefangenschaft, Scheidung. Ähren. Alte und Behinderte. Glauben. Liebe. Vergänglichkeit. Voiceover. Baum. Sonnenuntergang. Ähren. Matsch. Wir sind eine Insel. Ende. Malick eben. Einfach sich drüber lustig zu machen. Schön anzusehen und vor allem in sich merklich stimmiger als "The Tree of Life".

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Sonse

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Aber, aber... Ich habe ihm doch eine 7 gegeben. ;)
Malick macht sein eigenes Ding, hat eine eigene (polarisierende) filmische Handschrift und das respektiere ich. Manchmal gefällt mir das ein bisschen besser, manchmal rolle ich meine Augen. Wie bei kaum einem anderen Filmemacher kann ich verstehen, wie hier die Meinungen massiv auseinander klaffen können.


BrittaLeuchner

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Nicht nötig "aber aber" zu sagen :) Klingt viel euphorischer bei mir als es gemeint ist :) Ja das respektiere ich ebenfalls und ich habe ja auch gesagt "das hier und da was dabei ist". ;) Aber wie gesagt das sehr bemüht Nachsinnende kommt oft sehr stelzig rüber, und in manchen Erzählstrukturen ist es sogar sehr unpassend. Und da gibt es weitaus bessere Filme in der Liga, die verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit bekommen, weil keine Hollywood Größen mitspielen. Darum ging es mir eigentlich vor allem dabei.


Sigmund

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Bewertung4.0Uninteressant

Ist der Sturm und Drang der Jugend erstmal verflogen, wird es offenbar immer schwieriger das zu erschaffen, was ich mal als „Poesie mit Wucht“ bezeichnen möchte.
Während Terrence Malick schon nach seinen ersten beiden Werken BADLANDS und DAYS OF HEAVEN zurecht als „Der große amerikanische Poet“ gefeiert wurde, muss man inzwischen konstatieren, dass künstlerische Arriviertheit und ein Leben im Elfenbeinturm auch ihm und seiner Inspiration nicht gerade als Kraftfutter taugten.
So wirkt der meditative Fluss von TO THE WONDER fast durchgehend seicht und die Charaktere zahnlos. Die Lubezki-Bilder sind zwar wie immer hübsch anzusehen, und auch die Musik ist dezent und geschmackvoll – aber inhaltlich streift der Film alle seine Themen nur ganz am Rande. Er durchdringt sie nie, so dass man das Gefühl nicht los wird, es handele sich um einen überlangen Edel-Werbespot für alles oder nichts.
Die Modellhaftigkeit, mit der Malick sein blendend aussehendes Ensemble als Archetypen unserer Spezies zeichnet, ist dermaßen glatt, dass mich im Laufe des Films selbst die Schönheit der ukrainisch-französischen Hauptdarstellerin nur noch anödete.
Kaum zu fassen, dass ein Regisseur von Malicks (ehemaligem) Rang obendrein in die Klischeefalle tappt, die Dame fast pausenlos herumtänzeln zu lassen. Hätte sich für ihre Sinnlichkeit etc. nicht ein originelleres Motiv finden können? Irgendwann habe ich mich bei dem Wunsch ertappt, sie möge stolpern und sich böse den Knöchel verstauchen.
Zwischen Poesie und Trivialem liegt eben oft nur ein schmaler Grat.

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Kubrick_obscura

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So, ich muss den erst ma verarbeiten, aber gefallen hat er mir und zwar sogar sehr! :)


Sigmund

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Dann bin ich echt gespannt auf Deinen Kommentar! :)


Percilitor

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Bewertung7.0Sehenswert

'To The Wonder' ist ein Terrence Malick Film, wie er im Buche steht, inklusive dem 'Corn Field Signature Shot'. Wie schon 'Tree Of Life' zuvor ist dieser Film mehr eine Art Gedicht, das mit sehr stimmungsvollen Bildern unterlegt wurde. Im Gegensatz zum Vorgänger werden aber nicht mehr ganz so viele und grosse Themen auf einmal behandelt. 'To The Wonder' scheint etwas mehr fokussiert und eingegrenzt zu sein und hat mich daher nicht ganz so angesprochen wie 'Tree Of Life'. Wer sich auf eine unkonventionelle Kino Erfahrung einlassen kann und will, bekommt aber dennoch einen sehr schönen, poetischen und manchmal auch inspirierenden und deprimierenden Film zu sehen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Javier Bardem etwas mehr Zeit auf der Leinwand verbracht hätte, da er mit Abstand den interessantesten Charakter spielt. Für Leute die von Malick noch nicht die Nase voll haben auf jeden Fall einen erstaunten Blick wert. Worum es in dem Film geht muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Schlegel

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Jetzt nervt er aber.

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WelcometotheKlap

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jetzt erst ????


natedb

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@Schlegel: Danke


David "Noodles" Aaronson

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TO THE WONDER, so scheint er nach MPAA angaben zu heißen. Das offizielle Rating bedeutet wohl auch dass der Film komplett fertig ist! Muss er auch, schließlich hat Malick noch drei weitere Filme in der Pipeline.

Ich bin total geplättet, To The Wonder klingt als Titel einfach traumhaft.

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NailujEgnassa

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vorgemerkt

Also der Cast ist gar nicht so schlecht, aber vorallem, Malick und Bardem in einem Filmprojekt vereint, das hat schon was. Der Film kann alles werden und das was Bardem zu dem Film sagt hört sich doch vielversprechend an :

"I don't know what it's going to be like. I don't know what it's about," Bardem says. "I don't even know if I'm going to be there on the screen. And I don't care."

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