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Blinde Wut
Fury (1936), US Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.09.2003
8.2
Kritiker
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Moviemaster:Movie
von Fritz Lang, mit Sylvia Sidney und Spencer Tracy
Alle glauben, dass der zu Unrecht inhaftierte Joe Wilson in dem Feuer umgekommen ist, das eine blutdurstige Lynch-Meute gelegt hat. Doch irgendwie hat er überlebt. Tot sind nur seine Ideale. Denn jetzt setzt Joe alles daran, seinen Möchtegern-Henkern genau das Schicksal zu bescheren, dem er auf so wundersame Weise entkommen ist.
Cast & Crew
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Kommentare (5) — Film: Blinde Wut
kobbi88 Sat, 17 Nov 2012 14:28:35 -0000
Kommentar löschenEine immer noch aktuelle Thematik. Unrecht mit Unrecht begegnen. Rache, aber verständliche Rache. Das Versagen eines Rechtstaats.
Fritz Lang knüpft mit seinem ersten US-Film hervorragend an einen seiner berühmtesten Filme, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, an. Unheimlich fesselnd und spannend inszeniert er dieses Justizdrama. Dazu schauspielerisch überragend. Spencer Tracy bringt die Wandlung seines Charakters überaus glaubhaft rüber, Sylvia Sidney als sein Gewissen steht ihm in Nichts nach.
Hervorragend
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enijo25 Mon, 12 Nov 2012 14:36:41 -0000
Kommentar löschenEin grandioser Film. Und ich muss gestehen, dass ich mich nicht erinnern kann, vorher davon gehört zu haben.
Die Szene, in der der Lynchmob das Gefängnis belagert, erinnert frappierend an aktuelle Ereignisse. Die Menschen haben sich nicht sehr verändert. Nur die Kommunikationsmittel haben sich weiterentwickelt.
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marty-f Thu, 12 Jul 2012 17:06:04 -0000
Kommentar löschenInteressante Story, gute Darsteller und was am wichtigsten ist, es wird eine wie ich finde wichtige Botschaft vermittelt. Damit mein ich nicht die Folgen die das schnelle Vorverurteilen verdächtiger Personen oder die übereifrige Rechtfertigung von Selbstjustiz mit sich bringen, obwohl diese natürlich auch wichtig sind (und leider auch noch heutzutage Realität sind), sondern der Tasache, dass viele Menschen verlernt haben, den anderen zu verzeihen und stattdessen wie die Hauptfigur mit Hass, Rachsucht und Vergeltungsdrang reagieren. Ein Gesellschaftsproblem, welches ganze Bevölkerungsgruppen dazu bringt zu glauben, dass es nur fair ist andere Menschen mies zu behandeln, nur weil man selber mies behandelt wurde. So seh ich das zumindest. Auch ansonsten ist der Film sehenswert, für ein Film seines Alters fühlt er sich ziemlich locker an, langweilig wirds nicht. Das einzig schlechte am Film ist das Ende, hier wäre es sicher konsequenter gewesen, wenn Spencer Tracy die Liebe seines Lebens für immer verloren hätte, obwohl er letztlich richtig gehandelt hat. Hier merkt man wirklich, dass das Happy End nur aufgezwungen wurde, verständlich das selbst Fritz Lang damit unzufrieden war. Aber davon abgesehen, macht der Film keine Fehler, ich kann ihn nur weiterempfehlen.
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cpt. chaos Mon, 18 Jun 2012 09:53:11 -0000
Kommentar löschenMassenhysterie hat eine Lynchjustiz zur Folge. Ähnlich wie bereits bei "M – Eine Stadt sucht einen Mörder", ist Fritz Langs erste amerikanische Produktion vergleichbar gelagert. Spencer Tracy wird vom Opfer zum Täter, indem er auf Rache sinnt.
Trotz weit über 70 Jahre auf dem cineastischen Buckel, hält sich die Angestaubtheit in Grenzen. Die brisante Thematik ist auch heute noch interessant, sodass dieser Film sicherlich zu Recht seinen festen Platz in der Filmgeschichte hat, und dennoch konnte ich mich leider selbst nach dem zweiten Durchlauf nicht entscheidend mit anfreunden.
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makatu Fri, 01 Oct 2010 16:29:54 -0000
Kommentar löschen"Fury" war Fritz Langs erster Film in den USA, zur Zeit des Nationalsozialismus, da ist das Thema kaum überraschend - ähnlich wie schon vorher in "M" geht es um Massenhysterie und Lynchgelüste gegen einen (in diesem Fall nur mutmaßlichen) Verbrecher. Lang soll noch Konsequenteres im Sinn gehabt haben und wollte angeblich statt des (vollauf überzeugenden) Spencer Tracy einen schwarzen Schauspieler mit der Hauptrolle besetzen, und angeblich schwebte ihm ebenfalls ein anderes Ende vor - doch schon in seinem ersten Film in Hollywood stieß er auf die Grenzen dessen, was die großen Studios in den USA seinerzeit zu akzeptieren bereit waren. Aber innerhalb dieser Grenzen Lang hat wirklich alle Register gezogen - die Darstellung der Justiz, der Polizei oder der Bevölkerung ist von einer Bitterkeit durchzogen, die jene Botschaft auch so deutlich genug vermittelt.
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