Der blutige Pfad Gottes

The Boondock Saints (1999), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Kriminalfilm, Thriller, Komödie, Kinostart 06.09.2000

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von Troy Duffy, mit Willem Dafoe und Sean Patrick Flanery

Die beiden irischstämmigen Brüder Conor (Sean Patrick Flanery) und Murphy McManus (Norman Reedus) töten am St. Patrick’s Day in Notwehr zwei Mitglieder der russischen Mafia und werden so über Nacht zu “Heiligen” in ihrem Viertel. Der Blutige Pfad Gottes zeigt ihren tief religiösen Rachefeldzug gegen das organisierte Verbrechen in Boston, bei dem sie auch auf interesssante Verbündete stoßen.

Regisseur und Autor von Der Blutige Pfad Gottes ist Troy Duffy. Es gelang ihm innerhalb von nur 32 Tagen und mit dem geradezu sparsamen Budget von knapp 7 Millionen US-Dollar einen Film zu erschaffen, der diverse Konfliktthemen anspricht ohne dabei allzu tiefgründig zu werden. Obwohl Der Blutige Pfad Gottes in den USA nur in fünf Kinos lief und in Deutschland zum Beispiel gar nicht, reifte er bald zum Kultfilm und spielte allein in den USA durch Video- und DVD-Verkauf 50 Millionen US-Dollar ein. Der Kult reichte sogar so weit, dass sich viele Fans die gleichen Tattoos stechen ließen wie die MacManus Brüder. Erstaunlicherweise drehte Troy Duffy, außer der Fortsetzung und der Dokumentation Overnight über sein eigenes Leben, kaum noch Filme. Für die Fortsetzung Der blutige Pfad Gottes 2 (2009) stand dem Regisseur dann zumindest in den Hauptrollen auch wieder dieselbe Besetzung zur Verfügung.

Auf Grund der religiösen Anspielungen in Der Blutige Pfad Gottes, war es dem Team nicht gestattet innerhalb von katholischen Kirchen zu drehen, statt dessen musste man auf benachbarte protestantische Kirchen ausweichen.

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Kritiken (4) — Film: Der blutige Pfad Gottes

SoulReaver: CinemaForever

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3.0Schwach

[...] 'Der blutige Pfad Gottes' ist ein klarer Fall von „Style over substance.“ Das heißt im Klartext, Regisseur Duffy prügelt seinem Film die Coolness uninspiriert ein. Jede Szene, jede Kameraeinstellung und jede Bewegung muss hier möglichst stylish und ästhetisch wirken. Dabei vergisst der Herr Regisseur jedoch, dem Film jegliche Tiefe zu verleihen und die extreme pseudo Coolness nicht so offensichtlich und aufgesetzt verkommen zu lassen. Natürlich gibt es wieder reichlich Zeitlupe, die unterstrichen wird von Bibelfersen und unpassender Musik. 'Der blutige Pfad Gottes' erzählt uns von ganz harten Burschen, die in göttlicher Mission töten, hinter diesen Fassaden befindet sich allerdings nur die gähnende und fragwürdige Leere. Die Schießereien sind dazu weder etwas Besonderes, noch gut choreografiert, sondern verfallen genau wie der Rest der widerlichen Selbstgefälligkeit und Arroganz von Duffy, der sich hier schon für den größten Könner der Filmgeschichte gehalten hat, in Wirklichkeit aber nur eine Nullnummer ist. Der substanzlose „Kultfilm“ will uns dann noch seine Geschichte mit intelligent eingesetzten Rückblenden offenbaren, wäre da nur nicht die unendlich Belanglosigkeit und das Desinteresse des Zuschauers, welche dem Film in seiner ganzen Ödnis schon längst die Spannung genommen haben. Am Ende bleibt ein nichtiges Etwas, das gerne ein cooler Bestandteil des Gangstergenres wäre, aber so aufgesetzt wirkt, das es schon fast eine Parodie sein könnte, sich dafür aber dann leider doch zu ernst nimmt und dem Zuschauer damit auch noch die letzte Unterhaltung nimmt und ihn mit seiner perversen religiösen Note genervt auf den Abspann warten lässt. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Filmgroup-24

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Also meiner Meinung nach hat der film ein perfektes zusammenspiel aus Humor Spannung und Brutalität , jedoch kann ich die Außerung des Kritikers der die dargebotene "Cooleness" der Charakter schlecht macht nicht wirklich verstehen denn genau das ist das was den zuschauern gefällt wenn man Realität erleben will muss man nur auf die Straße gehn und das sieht bei weitem nicht so eindrucksvoll aus


stuforcedyou

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Nicht jeder Zuschauer will das erleben. Coolness gut und schön, aber so dick aufgetragen, dass es lächerlich erscheint, wie in "The Boondock Saints", muss es echt nicht sein und was an dem Film spannend sein soll, weiß wohl weder meine Wenigkeit noch der Kritiker.


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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5.0Geht so

Regisseur Troy Duffy trägt gerne dick auf und sorgt mit Zeitlupenaufnahmen für eine Ästhetisierung der Schiessereien. Hauptsache, es sieht gut aus.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

Troy Duffys Stil entstammt nur sehr begrenzt eigenen Ideen, ist aber so gekonnt und mit so überzeugenden Darstellern realisiert, dass so mancher Actionfan sich blenden lässt und dieses Werk als Kultfilm feiert. Daran ist auch kaum etwas Verwerfliches. Neben Willem Dafoe, der wohl nie besser und köstlicher war, bietet „Der blutige Pfad Gottes“ so einige wunderbar skurrile Charaktere. Dabei darf man die fadenscheinige Geschichte und ein paar unglaubwürdige Begebenheiten einfach nicht so eng sehen. Visuell, mit passendem Soundtrack, ist dieses fulminante Regiedebüt jedenfalls verdammt cool. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Xander8112: Xanders Blog

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10.0Lieblingsfilm

“Mein flammendes Schwert und meine Hand sollen Euch richten. Ich werde Rache nehmen an meinen Feinden und Vergeltung üben an jenen, die mich hassen. Oh Vater, erhebe mich zu deiner Rechten und zähle mich zu deinen Heiligen.”

Ich weiß gar nicht, was man bei diesem Film zuerst loben soll - den Schnitt bzw. die Regie, den Humor, die großartigen Actionszenen, einen einen noch viel großartigeren Willem Daffoe als schwulen FBI-Agenten - man könnte die Liste ewig fort führen. Die beiden Heiligen, sind es zwar bei weitem nicht, dafür aber um so cooler. Agent Smecker rekronstuiert den Tathergang so detailliert und dies wird visuell so gekonnt umgesetzt, das es ruhig noch mehr Leichen geben könnte.

“Niemals soll unschuldig Blut vergossen werden. Doch das Blut der Gottlosen soll fließen in Strömen. Die drei sollen ihre schwarzen Flügel spreizen und werden der Hammer sein der Rache Gottes.”

Was soll ich noch sagen, neben Léon einer der besten Filme aller Zeiten, Action, Humor, einfach alles passt. Ich kenne niemanden der diesen Film nicht gut findet.

Gucken, denn:
“Und ihr werdet sein die Lieblinge unter den Schafen. Seid euch dem Schutze aller Engel im Himmel gewiss!”

http://xander81.wordpress.com/2008/04/27/kritik-the-boondock-saints-der-blutige-pfad-gottes/

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Blazeman

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aaaaaaaaaaaaaaua :((


TheBruceWayne

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immer diese Grammar-Nazis :)



Kommentare (207) — Film: Der blutige Pfad Gottes


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Tohuwahbohu

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr unterhaltsamer Film und eine exzellente Darbietung von Willem Dafoe. Es macht hier einfach riesen Spaß, ihm zuzusehen ! Der Inhalt des Films ist im großen und Ganzen eher leichte Kost, wird aber dennoch recht gut umgesetzt und sehenswert dargeboten. Die Sprünge zwischen den Taten und der Tataufklärung finde ich sehr gelungen und gut umgesetzt. Desweiteren wird bei diesem Film der Akt der Selbstjustiz, sehr verherrlicht und mit religösen Tendenzen bekräftigt und im Prinzip befürwortet (wobei sich hier jeder seine eigene Meinung dazu bilden muss). Natürlich ist dies total überzogen dargestellt, regt aber dennoch dazu an sich am Ende des Films als das "Interview" mit Passanten durchgeführt wird, mit der Thematik zu befassen und selbst zu hinterfragen, wie man zu diesem Verhalten der "Selbstjustiz" steht. Ich habe den Film definitiv zu lange aufgeschoben und bin froh ihn jetzt endlich mal gesehen zu haben !

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MrKatsumi

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Schön, dass du mit einem Fingerzeig auf die Selbstreflexion zum Thema Selbstjustiz und besonders in Bezug auf das Gesehene die Leute dazu ermutigst auch ein wenig kritisch zu betrachten. Schöner Film wenn auch ein bisschen zu sehr gehypt wie ich finde :)


Tohuwahbohu

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Der Film ist definitiv gut, aber ja ich stimme dir zu den großen Hype kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ich vermute stark, dass es auf diese unglaubliche Paraderolle von Willem Dafoe zurückzuführen ist. Und vielen Dank für dein Lob, das hört man gerne. :) Ich persönlich fühlte mich am Ende einfach dazu "genötigt" mich mit der Thematik der Selbstjustiz und meinem eigenen Standpunkt dazu, auseinanderzusetzen. Und wenn der Film u.a. darauf abzielt, dann hat er sein Ziel bei mir erreicht.


Bloodwyn

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Bewertung7.5Sehenswert

Willem Dafoe rettet diesen ganzen verdammten Film! Eine Rolle ähnlich "besonders" wie in "Wild at Heart" und allein dafür schon sehr sehenswert. Ohne ihn wäre ich mir echt nicht sicher, was ich hier geben sollte.

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centurio

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Heute bewerte Ich einer meiner absoluten Lieblingsfilme und da er zu diesen gehört hat mehrere gründe.
Einer ist vor allem die Schauspielerische Leistung von Wiliam Dafoe,der diesen durchgeknallten Cop herausragend spielt, die Szenen als er die Klassische Musik am Tatort spielt , ist meiner Meinung einer der besten Szenen der Filmgeschichte.
2tens wegen der Story , sie ist zwar recht einfach, doch die Geschichte Gut gegen Böse ist zeitlos.
drittens die erzählweise des Films, dieses zurückspulen , wie es abgelaufen ist , ist einfach grandios dargestellt.
4tens die Brüder natürlich , haltet mich für verrückt,doch ich Liebe Filme wo sich die Leute an die Bibel orientieren und Verse daraus lesen, das hat etwas mystisches und furchteinflößendes.
Ich könnte noch hunderte von Details erzählen warum dieser Film perfekt ist, die Mafia , die Russen, die verrückten Iren , die Actionszenen etc etc etc.
Der Film bietet einfach alles für einen herausragenden Action Film.
Wer ihn noch nie gesehen hat , hat sicherlich was verpasst , auf jeden fall nachholen.
In nomines patri , et filius , et spiritus santus AMEN.

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demonsrun

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Bewertung9.0Herausragend

Was war das denn? :D
Habe anfangs wirklich nicht viel erwartet, da der Film nicht besonders bekannt ist - aber wie man sich doch täuschen kann.
Auf den Film bin ich durch Norman Reedus gekommen, der den The Walking Dead Fans (wie mir) als Badass Zombiekiller Daryl Dixon bekannt ist.
Trotz Bibelweisheiten, "Im Namen Gottes"-Blabla und einer toten Katze hat der Film gut unterhalten und The Boondock Saints II wird auch noch geschaut.
Wem der Film zu blöd und aufgetragen ist: (da kann man ausnahmsweise auch mal sagen) It's "just" a movie.

Für die Zitatliebhaber:
Rocco: Fucking ... What the fucking ... Fuck ... Who the fuck ... Fuck this fucking ... How did you two ... Fucking Fucks ... Fuck!
Connor: Well, that certainly illustrates the diversity of the word.

Murphy: Name one thing you gonna need a rope for.
Connor: You don't fuckin' know what you're gonna need it for. They just always need it.
Murphy: What's this 'they' shit? This isn't a movie.
Connor: Oh, right.

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psychobasti

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Bin mal gespannt, wie du den zweiten Teil findest :)


Croton

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenn ich als Katzen-Besitzer und -Freund den Filmtod einer Katze sofort verzeihe, dann muss irgendwas an den Handelnden Figuren und der Geschichte besonders sein. Hier verzeihe ich auch einen religiös begründete Selbstjustizplot - Etwas worüber ich mich sonst überall unglaublich geärgert hätte. Aber warum?

Der Film ist skurril und hat unglaublich abstruse Szenen zu bieten (Allein der Klo-Tod...) Die Story ist zwar löchrig wie ein Schweizer Käse, aber in sich geschlossen und wird in keiner Sekunde langweilig. Die Charaktere sind comic-haft überzeichnet und absolut originell - Smeltzer als Hure in der Schlußszene ist großartig.

Was mich jedoch am meisten fasziniert ist die Verwendung gewisser Elemente, die mir in anderen Zusammenhängen heute noch gefallen: Die Rekonstruktion der Szenen, in denen Smeltzer mitten in der Tat steht - Wird so ständig in der genialen Serie "Hustle" eingesetzt. Das richten der Verbrecher, die der Justiz entkommen - Kommt in "Dexter" ständig vor. Die etwas debile Gemeinschaft irischer Polizisten - Ist tiefgehend in "The Wire" dargestellt. Die in Zeitlupe dargestellten Actionszenen - Gehören mittlerweile zum Standardrepertoire.

Tja toller Einsatz von filmischen und erzählerischen Gimmicks, Darsteller die begeistern und fast zwei Stunden gute Unterhaltung. Mehr jedoch nicht, der Plot ist wie schon gesagt löchrig und fragwürdig und die Figuren sind saucool aber schablonenhaft. Schade ist vor allen Dingen, dass die Bösewichte zu blass bleiben. Hier hätte es mehr bedurft, um den Saints die Rolle der Rächer abzunehmen - So bleibt es es einfach nur ein durchgestylter, ultracooler kleiner Ballerfilm.

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ju.tailor

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Bewertung3.0Schwach

Vollkommen übertrieben und dämlich. Punkte gibt es nur für die sehr gute schauspielerische Leistung Willem Dafoes und für ein paar wenige ansprechende Szenen.

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concienda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Der blutige Pfad Gottes" ist einer dieser Filme, die einfach nur unfassbar geil sind und man sich gar nicht richtig erklären kann, warum. Die Story ist zwar ganz nett und durch ihre nicht-lineare Erzählweise auch kreativ erzählt, aber im Grunde simpel. Die Dialoge sind witzig und generell ist die Atmosphäre schön schwarzhumorig, aber auch nichts oscarreifes. Die zahlreichen Schießereien sind cool inzeniert, der Soundtrack ist stimmungsvoll und passt immer perfekt. Generell gibt es viele interessante und kreative Einzelszenen, die aber nur recht lose zusammengeknüpft sind. Die Schauspieler machen ihren Job gut (vor allem Dafoe und der recht unbekannte David Della Rocco als nun ja... Rocco). Die kontroverse Geschichte über Selbstjustiz lädt eigentlich zum diskutieren ein, ist aber so platt inzeniert, dass es unmöglich wird. Nüchtern betrachtet also rund 7 Punkte.

Regiesseur Troy Duffy gelingt es aber, diese Einzelelemente derart gut zusammenzuwurschteln, dass der Zuschauer in einen Atmosphäre-Sog gerät aus dem er nicht mehr herauskommt. 100 Minuten ist man gefangen in dieser Mischung aus Action, Humor und klasse inzenierten Szenen und zwei, drei Gänsehautmomenten, sodass man nachdem Abspann keine andere Möglichkeit mehr hat, als diesen Film zu lieben.

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Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

So, das ist sie also nun, meine 666. Bewertung.
Und der zugehörige Film trägt den passenden Titel "Der blutige Pfad Gottes".
Na wenn das kein gutes Zeichen ist!

"Der blutige Pfad Gottes" ist unter den normalen Kinogängern kaum bekannt, gilt aber, wie ich feststellte, gewissermaßen als Must-See-Geheimtipp.
Ich selbst wäre ohne den Trailer auf meiner "Battle Royale"-DVD nie auf den Film gestoßen.
Bevor ich mir diesen Streifen zu Gemüte führte, war ich mir nicht sicher, wo meine Erwartungen liegen sollten, da der Film zumeist von Kritikern zerrissen, aber vom Publikum geliebt wird.
Letztlich habe ich dann doch
auf iMDb (7.8) und natürlich Moviepilot (Vorhersage wie Communitywertung 8.0) gehört und mir die DVD gekauft.
Und was soll ich sagen: ich wurde positiv überrascht!

"Der blutige Pfad Gottes" zeichnet sich vielleicht nicht durch eine komplexe ausgefeilte Storyline aus, ist dafür aber wahnsinnig unterhaltsam, und auch filmtechnisch gut gemacht, so dass oben genanntes gar nicht weiter ins Gewicht fällt.
Durch fabelhafte Actionszenen in Zeitlupe, aber auch etliche schwarzhumoristische witzige Momente sowie einer nichtchronologischen Erzählweise kann "The Boondock Saints", so der bessere Originaltitel, überzeugen.
Außerdem ein brillanter Willem Dafoe als exzentrisch-genialer Ermittler, den man von der ersten Sekunde an faszinierend findet.
"Der blutige Pfad Gottes" hat Potenzial zum All-Time-Favourite, und wäre mir eigentlich auch 10.0 wert (*weicht den fliegenden Tomaten aus*), wäre da nicht ein Meisterwerk namens "Boys Don't Cry", welches ich mir am Nachmittag des selben Tages angesehen hatte. Und wenn ich die beiden Filme im direkten Vergleich habe, muss ich sagen, dass sie nicht ganz am selben Level sind, aber vielleicht kommt ja beim zweiten, dritten oder vierten Mal anschauen eine Hochstufunf. Vorerst richtig kasse 9.5 Punkten.

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lucas24

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Bewertung2.5Ärgerlich

da manuel und da blasko san todln

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lucas24

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danke, habe auch lange gebraucht um meine gedanken in worte zu fassen


leichti

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made my day xD


markus.rittner

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Seit langem mal wieder aus dem Regal genommen und angeschaut, ich muss sagen dieser Streifen ist immer noch genial!

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Simon Moon

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Na dann soll das sein. Der geklonte Polizist und die Toilette.


Simon Moon

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Ich höre auch immer klassische Musik am Tatort. Aber den Fimmel hab ich Gary Oldman abgeguckt.


beast667

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Bewertung9.5Herausragend

Wie wunderbar unkorrekt.

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wowi

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Bewertung0.0Hassfilm

Was ist das denn? Die Protagonisten dieses Machwerks betreiben religiös motivierte Selbstjustiz und die meisten finden das cool und kultig. Die Ironie dieses Films ist wohl komplett an mir vorbei gegangen. Kommt demnächst ein lustiger Film über islamische Fundementalisten in dem ein paar Menschen gesteinigt werden? Oder vielleicht die Darstellung von coolen Selbstmordattentätern gewürzt mit ein paar frechen Sprüchen und
schön choreografierten Szenen in Zeitlupe mit berstenden Menschenkörpern mit klassischer Musik unterlegt?
Ich finde diesen Film einfach nur widerlich. Und ja, ich mag Tarantino-Filme und die Coens. Das ist sicher der Grund warum Moviepilot mit der Voraussage so komplett daneben lag.

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simon.dinkelmann.7

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Bewertung9.0Herausragend

Klasse Kultfilm mit unglaublichem Unterhaltungswert. Gute Schauspieler, coole Story, Iren und viele tote Mafiosi, fantastische Mischung.

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Baumgart.Maximilian

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Bewertung6.0Ganz gut

Starke Story aber abgesehen von Dafoe konnte mich die Besetzung nicht wirklich begeistern....!!

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florian.fiele

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Bewertung9.0Herausragend

The Boondock Saints

Viel hatte ich nicht erwartet, aber nach einem gemächlichen Beginn gewinnt der Film richtig an Fahrt. Willem Dafoe zuzusehen ist ein besonderes Erlebnis, aber auch Sean Patrick Flanery und Norman Reedus gehen in ihren Rollen voll auf. Der Film ist kunstvoll inszeniert, großartig gespielt, mit tollem Score unterlegt und die Dialoge und Zitate wissen ebenfalls zu gefallen. Was Story und Mafiagangster angeht, wäre noch Potential nach oben gewesen. Den ganz großen Knall gibt es nicht, aber der Film steigert sich und steigert sich. Das Konzept die brüderlichen Blutbäder durch Dafoes Figur rekonstruierend zu betrachten geht auf großartige Weise auf. Die abschließenden Fernsehinterviews bieten das Tüpfelchen auf dem i. Noch ein wenig mehr Tiefgang und Futter fürs Gehirn wären zwar schön gewesen, aber es bleibt ein toller Actionfilm mit reichlich schwarzem Humor und gelungenem Schauspiel. 9.0 - In nomine Patris et Filii, et Spiritus Sancti.

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mikkean

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Bewertung7.5Sehenswert

Boah, zwei irische Spacken-Brüder auf dem göttlichen Vergeltungstripp ... Da werden die Tage des Alten Testaments neuaufgelegt und üblen Mafia-Schweinen der Krieg erklärt. Und weil der Herr im Himmel zwar die Welt erschaffen hat, aber keine irdischen Gesetze verwaltet, findet sich ein aufgekratzter FBI-Agent, der die beiden Brothers unter seine Fittiche nimmt. Klingt doch voll geil, was? Ist doch immerhin Kult und war sogar schon aufm Index und so. Ja klar, "Der Blutige Pfad Gottes" aka "The Boondock Saints" ist äußerst skurril und so grenzwertig, wie es eine Indie-Produktion nur sein kann. Wobei ich auch gleich die Qualität des Films miteinschließen will, denn der ist wahrhaftig weit von den Güteklasse A und B entfernt. Na ja, ein B-Film ist es noch. Für die Mission von Connor und Murphy McManus - unseren Heiligen - muss sich das Herz erst mal erwärmen. So wie auch die Haupt-Figuren an sich wenig likeable erscheinen, ist auch "Der Blutige Pfad Gottes" eine etwas wirre, wie auch bemühte Angelegenheit. Zu günstig, um das Crime-verseuchte Boston mit wahrhaftig biblischer Wucht zu säubern, ein wenig zu verquatscht und dann diese sprunghafte Erzählweise, hier vor und dann noch zweimal zurück ... Regie-Debütant Troy Duffy hat es dennoch irgendwie geschafft, aus einer Story-Mücke zu einem halbwegs prächtigen Film-Elefanten aufzublasen. Auch wenn "Der Blutige Pfad Gottes" sich nicht ganz entscheiden will, welchen Teil vom, garantiert gespaltenen, Publikum, er nun bedienen möchte. Die Handlung ist, wie gesagt, minimal und erlaubt sich dann noch größere Löcher als die Einschüsse, welche die Saints hier großzügig verteilen. Auch die Figuren beschränken sich hier auf Schießbuden-Funktion, was den Spaß an vielerlei Stellen etwas ausbremst. Doch was soll das Bemängeln - es gibt nur eines: den Kopf durchlüften und dann reinziehen. Mit der richtigen Einstellung und Erwartungshaltung entpuppt sich "The Boondock Saints" als schrulliges Guilty Pleasure. Ein derbes Vergnügen, bei dem den Bösen das Licht ausgeblasen wird - quasi im Videogame-Modus lichten die McManus-Brüder die Reihen der Gangster. Und ab und zu sind die Sprüche auch nicht ohne. Wobei Sean Patrick Flanery und Norman "The Walking Dead" Reedus nicht mal die lässigste Performance des Films abliefern. Treibende Kraft ist hier ganz klar William Dafoe als Special Agent Smecker. Der geht so was von ab und lässt den Fuss nicht von der Bremse, herrlich. Dafoe ist es auch, der uns daran erinnert, das hier nicht allzu ernst zu nehmen. Da stellt sich dann etwas vom Kult-Flair ein, immerhin bricht William Dafoe mit vollstem Einsatz das etwas gestelzte Verhalten der meisten Beteiligten, des Spiels, des Drehbuchs ... Hätte es sich Regisseur Duffy damals nicht mit den Mächtigen Hollywoods verscherzt, es wäre sicherlich ein größerer Film herausgekommen. Einer mit etwas mehr "mehr" begabten Darstellern und besser kanalisierter Schaffenskraft. Da wäre dann ein Billy Connolly als drittwichtigste Figur nicht verheizt worden. Oder die Frage nach der Richtigkeit der Saints hätte es in mehr als nur ein, zwei Alibi-Dialoge und einen etwas verunglückten Abspann-Anhang geschafft. Nee, ich schreib ja keinen Verriss. Ich trau mich nur, zu sagen, was mir nüchtern am Morgen danach durch den Kopf spukt. "Der Blutige Pfad Gottes" kann halt in jeder Hinsicht an normalen Maßstäben gemessen werden. Sonst wäre es nur ein sehr dilettantischer Erstlings-Film, den Kritiker mit dem ewigen Tarantino-Vergleichskomplex zerpflücken würden. Geht eben auch anders. Als böllerndes Ding mit Eiern, das uns lieber einen großen stinkenden Haufen auf die Veranda kackt, anstatt uns mit Selbst-Gebackenen in der Nachbarschaft willkommen zu heißen. Wo kommt das nun her, keine Ahnung. Als Zuschauer darf man hier durchaus seinen Spass haben.

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horro

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viel, sehr viel ... hat zur Ächtung des guten Duffy geführt ... darüber hat er dann dafür eine Doku gedreht


mikkean

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Genau, "Overnight" heißt die Doku. Ich hab sie noch vor mir, aber der Trailer ist schon viel versprechend. Das Märchen vom Nobody-wird-Indie-Star verwandelt sich da zur Quasi-Abrechnung mit Miramax und Co. Irgendwie echt schräg ...


Miami Twice

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow, unterhaltsamer Film mit einer Prise humor und gutem Cast. Bin nur drauf aufmerksam geworden weil Norman Reedus mein Lieblings-Schauspieler bei "The walking dead" ist.

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Lilith1308

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bin damals auch nur durch Zufall über den Film gestolpert und hab mich köstlich amüsiert! Bei der Szene mit der Katze konnte ich netmehr vor Lachen (obwohl ich Katzen ja eigentlich mag^^) und auch sonst fand ich den Film einfach nur grandios genial witzig...
"So eine verdammte...." KNALL! "Oh scheiße! Ist sie tot?" :D Köstlich!!!

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xnerd

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Bewertung9.0Herausragend

oh, ich liebe diesen film. mehrmals gesehen, und immer noch macht er wahnsinnig viel spaß. ich mag diese mischung aus abgefuckter coolness, beängstigender intelligenz und einer ordentlichen portion wahnsinn. zu ernst sollte man den film nicht nehmen - sind doch viele szenen reichlich extrem inszeniert. aber für mich ist das kein negativer punkt - grade das macht den film meiner meinung nach aus. diese gratwanderung zwischen ernst und albern. so geht es im prinzip ja um ein ernstes, zeitloses thema - gerechtigkeit in form von selbstjustiz -, wird aber vollkommen überzogen behandelt. regt trotzdem zum nachdenken an.
dazu kommt grandiose schauspielarbeit von sean flanery und norman reedus (die nebenbei gemerkt beide sehr lecker anzusehen sind :3).
durch die rasante action und den schön schwarzen humor macht der film durchgehend spaß, es gibt keine langatmigen phasen...
so cool viele gangsterfilme auch sein mögen, für mich sind die macmanus-brüder die stilvollsten und sympathischsten "gangster", die ich bisher gesehen habe.
fazit: alles dabei - coole sprüche, derbe szenen, viel action, tolle schauspieler, spannende inszenierung und sogar ein bisschen anspruch mit hinterher-darüber-nachdenk-potential (sofern man das will!)

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florian.fiele

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hehe da hätte ich mir doch glatt meinen Kommentar sparen können, an deinem gibts nichts dran zu meckern..nur dass ich Willem Dafoe leckerer fand, in Frauenkleidern natürlich :p


A-Wax

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Bewertung6.5Ganz gut

Durchschnittlicher Action-Thriller mit magerer Story und viel aufgesetzter Coolness.

Für viele ist "Der blutige Pfad Gottes" ja ein unglaublicher Kultfilm. Aufgrund diesen Meinungen hab ich ihn mir auch zugelegt und diesen Kauf zumindest ein wenig bereut.
Der Film hat zwar durchaus seinen Charme und die Action-Sequenzen fand ich durchaus gut inszeniert (auch wenn die dauerde Zeitlupen-Einstellung irgendwann nervt). Auch Willem Dafoe macht einen durchaus guten Job, auch wenn seine Figur irgendwie total lächerlich ist.

Natürlich ist mir klar das die Überzeichnung durchaus gewollt ist und auch als Stilmittel dienen soll, aber wer soll denn bitte diese Figur und die vielen anderen auch nur im Ansatz glaubhaft finden? Von der Story fange ich besser mal gar nicht an, hanebüchen ist noch freundlich formuliert. Natürlich bin ich der Erste der sofort schreit "Verlangt bei Action-Filmen keine überragende Story", aber hier wird mit religiöser Symbolik und Selbstjustiz-Arien herumhantiert ohne auch nur einen einzigen Grund zu nennen. Genau diese fehlende Substanz in der Story schadet auch den Figuren und lässt diese extrem blaß bleiben. Es wird in keinster Weise definiert wer die beiden Brüder sind, was sie zu ihren Taten gebracht hat und was sie wirklich antreibt.

"Der blutige Pfad Gottes" ist ein wunderbares Beispiel für Style over substance und zumindest aus meiner Sicht zu Unrecht ein Kultfilm. Er ist sicherlich kein Totalschaden, aber auch nicht mehr als leicht gehobenes Mittelmaß.

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A-Wax

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Da hast du durchaus recht. Ist so ein Splin von mir ;-).


Rosenberg

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der kommentar spricht mir aus der seele