Der Exorzismus von Emily Rose
The Exorcism of Emily Rose, US 2005
- Genre
- Psychothriller, Gerichtsdrama
- Inhalt
Basierend auf einer wahren deutschen Begebenheit erzählt der ebenso aufwühlende, wie intelligente Thriller die Geschichte und den Leidensweg der jungen Studentin Emily Rose (Jennifer Carpenter), die von schrecklichen Visionen und krampfartigen… — Mehr
Basierend auf einer wahren deutschen Begebenheit erzählt der ebenso aufwühlende, wie intelligente Thriller die Geschichte und den Leidensweg der jungen Studentin Emily Rose (Jennifer Carpenter), die von schrecklichen Visionen und krampfartigen Anfällen heimgesucht wird. In einem außergewöhnlichen Entschluss erkennt die katholische Kirche die satanische Besessenheit des Mädchens offiziell an. Pfarrer Moore (Tom Wilkinson) führt den umstrittenen Exorzismus durch, der tragischerweise zu Emilys Tod führt. Der Geistliche wird daraufhin wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Seine Anwältin Erin Bruner (Laura Linney), selbst mehr als skeptisch gegenüber Emilys Besessenheit, versucht, die Unschuld des Pfarrers zu beweisen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch was ist die Wahrheit? War Emily wirklich von dämonischen Mächten besessen oder litt sie lediglich an einer schweren Krankheit?
- Cast
- Laura Linney, Tom Wilkinson, Campbell Scott, Shohreh Aghdashloo, Jennifer Carpenter, Andrew Wheeler, Marilyn Norry — Mehr
- Regisseure
- Scott Derrickson
- Autoren
- Paul Harris Boardman, Scott Derrickson
- Laufzeit
- 119 Minuten
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Anklage, Arzt, College, Dämon, Epilepsie, Exorzismus, Gericht, Gerichtsverhandlung, Glaube, Jesus Christus, Katze, Mädchen, Priester, Psychologie, Psychose, Rechtsanwalt, Teufel, Uhr
- Stimmung
- Gruselig, Hart
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Uninteressant 4.8
Der Film Der Exorzismus von Emily Rose wurde von 20 Kritikern bewertet.
GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
FSK 12. Nagut. Das muss nicht erst seit "Krieg der Welten" nix mehr heissen und soviel sei daher verraten: ein wenig Grusel für Erwachsene ist durchaus gewährleistet, auch wenn hier wesentlich verhaltener als noch im "Exorzisten" vorgegangen wurde. Also keine Flatulenzen, keine sexistischen Kraftausdrücke und keine Kreuze im Unterleib...
Trotzdem spielt sich die Emily Darstellerin Jennifer Carpenter wortwörtlich die Seele aus dem Leib! So kraftvoll und intensiv, dass so manches oscarverwöhnte Püppchen mit "Mut zur Hässlichkeit" schnellstens in Deckung gehen muss. Egal ob maternde Krämpfe oder entfesselte Wut, die Frau ist einfach großartig! Schade nur, dass ihr Schauspiel auch schon das einsame Highlight des Films darstellt...
In grauen Bildern mit herbstlichem Ambiente und in eher effizienter Optik wird mit wenig Spektakel die Story um die angebliche Teufelsaustreibung, bei die Betroffene Emily Rose verstarb, entspinnt. Da sich d
/p>… — MehrFSK 12. Nagut. Das muss nicht erst seit "Krieg der Welten" nix mehr heissen und soviel sei daher verraten: ein wenig Grusel für Erwachsene ist durchaus gewährleistet, auch wenn hier wesentlich verhaltener als noch im "Exorzisten" vorgegangen wurde. Also keine Flatulenzen, keine sexistischen Kraftausdrücke und keine Kreuze im Unterleib...
Trotzdem spielt sich die Emily Darstellerin Jennifer Carpenter wortwörtlich die Seele aus dem Leib! So kraftvoll und intensiv, dass so manches oscarverwöhnte Püppchen mit "Mut zur Hässlichkeit" schnellstens in Deckung gehen muss. Egal ob maternde Krämpfe oder entfesselte Wut, die Frau ist einfach großartig! Schade nur, dass ihr Schauspiel auch schon das einsame Highlight des Films darstellt...
In grauen Bildern mit herbstlichem Ambiente und in eher effizienter Optik wird mit wenig Spektakel die Story um die angebliche Teufelsaustreibung, bei die Betroffene Emily Rose verstarb, entspinnt. Da sich der Großteil des Plots bei Recherchen und vor Gericht abspielt, könnte man diesen Film eher als Gerichts-Drama mit Mysterie-Einschlag umschreiben.
Das ist bis zur ersten Hälfte ansprechend inszeniert, gut gespielt und auch recht spannend, bis der Film unangenehme Wendungen einschlägt.
Die Geschehnisse um den tödlich geendeten Exorzismus 1976 in Bayern werden mit den faktischen Elementen in "´...Emily Rose" anschaulich und geschickt durch die Epilepsie-Erkrankung definiert. Allerdings kann man sich einem anfangs noch etwas verhaltenen Budenzauber nicht erwehren. Die ominösen Geschehnisse mehren sich, aber es wird immer weniger der Versuch unternommen die merkwürdigen Ereignisse rational zu erklären. Im Gegenteil - der ganze Hokuspokus beginnt sich erschreckend ernst zu nehmen und läutet ein Finale ein, das in seiner Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist! Der anklagende Staatsanwalt verkommt dabei vom nüchternen und objektiven Fakten-Menschen zum gottlosen Unsympathen, während die eitle und karrieregeile Verteidigerin des Pfarrers zum Gutmenschen mutiert.
Diese Entwicklung wäre noch mit klassischer Hollywood-Dramaturgie entschuldbar gewesen, würde der Film nicht mit einem *äusserst* peinlich-platten Taschenspieler-Trick zum Finale doch noch überdeutlich Stellung beziehen und sich somit jeglicher Interpretation sowie Reflektion verweigern. Der Zuckerguss auf dem Stuss sind dann noch die finalen, nach Authentizität heischenden Texttafeln, die angesichts der realen Umstände einfach nur taktlos sind. In der Beziehung regelrecht ekelhaft ist der Grundtenor des Films, der aus Tätern Opfer macht und mit einer Aussage endet, die den Erfolg des Films bei den Amis erklärt. Widerlich.
Klammert man die tatsächlichen Ursprünge dieser Geschichte aus, hat man es mit einem allenfalls durchschnittlichen Gerichts-Thriller zu tun. Da aber zu unverhohlen Anleihen an diese Tragödie genommen wird und seit Friedkins "Exorzist" *nichts* dazu gelernt wurde, stellt "Der Exorzismus der Emily Rose" nichts anderes als verlogenen, unverschämten und gequirlten Bullshit dar. Sehr, sehr schade um die besagte Jennifer Carpenter - sie hätte ein *weitaus* besseres Forum verdient...
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Kommentare — Ganz gut 6.0
Der Film Der Exorzismus von Emily Rose wurde von 1617 Mitgliedern bewertet.
cyranorick 2010/02/25 00:15:46
Ich weiss nicht, was hier alle haben... ich denke, den meisten fehlt hier ein bisschen Gore, ein paar mehr cgis und Spezialeffekte.
Aber gerade deren Fehken macht diesen Film zu einem Besonderen seiner Gattung. Lediglich am Anfang wird das "Grauen" hier visuell unterlegt.. den Rest des Filmes vermittelt der Streifen sein Dramatik und seine Spannung vorwiegend unterschwellig.
Nicht alles wird dem geneigten Zuschauer hier bis zum Ende vor- und durchgekaut, sondern lässt viel Platz für Interpretationen und Raum für eigene Gedanken.. vielleicht ist der Film deshalb bei einigen Leuten so durchgefallen.. weil es kein Film ist, der einen nur berieselt, und alles vorgibt,, sondern auch mal den eigenen Denkapparat anregt.
Und gerade da liegt ein weiteres Plus für diesen Film: Jeder hat zu diesen Dingen eine andere Einstellung, jeder wird andere Gedanken zu dem Film haben. Somit wird hier eben NICHT auf das kirchliche Missionierungsknöpfchen gedrückt. Jedem Gläubigen, Atheisten, Agnostiker, sogar Kirchengegner stellt der Film frei, sich sein eigenes Bild zu machen.
Somit ist auch der Schluss eigentlich überflüssig (und macht einen Kompromiss).. denn wie der Pfarrer sagte: Es geht nur darum, Emily Roses´ Geschichte zu erzählen.. und das ist blendend gelungen.
Jedem, der nicht zu faul geworden ist, Filme nicht nur als Junkfood zu verzehren, sondern auch gerne mal die eigene Imagination benutzt, und für sich selbst Dinge hinterfragt,, ist dieser Film uneingeschränkt zu empfehlen.
Leuten, denen Triple X schon zu viel Handlung hatte... die können auch gerne ihr Popcornfinger davon lassen.
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doctorgonzo 2010/02/17 15:31:56
Trotz teilweise ansprechender Darstellerleistungen ist dieser Film vor allem eins: eine cineastische Herausforderung für jede Hausbar! Und nein, ich konnte mir diesen Film nicht mal unterhaltsam trinken, nicht dass ich irgendwas unversucht gelassen hätte von "Foster´s Lager" bis Whisky in Faßstärke... Piefig langweilige Inszenierung, die nur zweierlei beweist: 1. wie grausam Kino hin und wieder sein kann und 2. wieviel besser wir ohne religiös verblendete Eiferer dran wären. Allein die abstrakte Botschaft, dieses arme Mädchen könnte tatsächlich besessen (und nicht wirklich krank) gewesen sein, ist eine Sauerei. Statt tatsächlich zu helfen, wird schnell der nette Teufelsaustreiber von nebenan geholt, der dann, ganz und gar unerwartet, das Mädel unfreiwillig (im Zuge unterlassener Hilfeleistung, wie es im Paragraphendeutsch wohl heißen würde) ins bessere Jenseits befördert und der wird dafür nicht mal richtig verknackt, da möchte ich mal das gegenteilige Beispiel sehen, was wir an moralischer Entrüstung erleben dürfen, wenn ein regulärer Arzt einen Menschen einweist, der behauptet, die Jungfrau Maria oder der gute Jesus ("meine Lieblings-Science-Fiction-Figur") haben tatsächlich existiert. Zwecks besserer Vermarktungschancen im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten läßt man die Kirche sich noch artig davon distanzieren und die wahnsinnigen Hill-Billy Eltern, die das Ganze angeleiert haben, kriegen auch nicht ihr Fett weg. Neben "The Call" wohl das Dümmste und Unnötigste, das ich im Rahmen der "Sneak Preview" je sehen mußte.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
alanger 2010/02/17 16:12:11
"Whisky in Faßstärke" gabs bei dir in der sneak? klasse kino, da ist doch eigentlich egal welcher film läuft.
guggenheim 2010/02/17 16:25:42
Gonzo, genauso wie du es schreibst sieht es aus. Mich hat es (und tut es immer noch) mächtig angekekst, dass der reale Fall, ein Paradebeispiel für religiöse Verblendung, so dermaßen außen vor gelassen wurde und die Möglichkeit des Übersinnlichen im Film offen gehalten wird. Ich finde das fahrlässig, wenn nicht gar kriminell, aber auf jeden Fall wahnsinnig ignorant.
doctorgonzo 2010/02/17 16:28:07
@alanger: aus Sicherheitsgründen nehme ich hin und wieder solche Dinge in einem kleinen Flachmann mit in eine Sneak Preview, Du weißt schon, schlechte Erfahrungen
alanger 2010/02/17 17:06:02
richtig und heutzutage wichtiger dennje: nix geht über gute sicherheitsvorkehrungen:)
GrafKoks 2009/12/11 08:20:18
Ein nach klassischem Mustern gestrickter Handlungsverlauf eingebettet in eine oberflächliche Gerichtsverhandlung, überbordeden Mystizismus und mit einer Jennifer Carpenter die nunmal keine Linda Blair ist.
Der Ansatz die Gerichtsverhandlung in den Mittelpunkt des Films zu stellen ist löblich, verspielt wird dieser Punkt allerdings durch den geradezu dilettantischen Umgang mit diesem sensiblen Thema, welches leider viel mehr als Aufhänger denn als Leitmotiv fungiert.
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Furzlangweiliger Weißnichwasichseinwill-Film, der zwischen Gruselfilm und Gerichtsdrama mäandert, ohne sich positionieren zu können. Habe das Gefühl, Laura Linney schon eintausend Mal in dieser Rolle rumkröten gesehen zu haben.
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