Die Fremde

Die Fremde (2010), DE Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 11.03.2010

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7.3
Kritiker
14 Bewertungen
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7.5
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570 Bewertungen
41 Kommentare
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von Feo Aladag, mit Sibel Kekilli und Nizam Schiller

In Die Fremde geht es um eine türkische Familie in Berlin, die an ihren Traditionen zerbricht.

‘Hör auf zu träumen!’, sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab. Sie verliebt sich in Stipe und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist. Für diese ist sie nun die Fremde.

Hintergrund & Infos zu Die Fremde
Regisseurin Feo Aladag ist es mit Die Fremde gelungen, ein wichtiges Thema behutsam und sensibel umzusetzen. Die Geschichte von Die Fremde scheint uns bekannt. In der Öffentlichkeit stehen immer wieder Berichte von Ehrenmorden in Deutschland, von Familien, die die westliche Lebensweise ihrer Töchter oder Ehefrauen nicht akzeptieren und einen brutalen Weg wählen, um zum alten Leben zurück zu kehren. Ein Ehrenmord ist nach einem Bericht des Bundeskriminalamtes ein Mord, der “aus vermeintlich kultureller Verpflichtung heraus innerhalb des eigenen Familienverbands verübt wird, um der Familienehre gerecht zu werden.

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Die Fremde

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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3.0Schwach

[...] Ob der Film eine universelle Bedeutung hat oder haben kann, muss von Fall zu Fall abgeklopft werden. Insgesamt fehlt die Kritik am Patriarchat. Sie taucht nur in Verbindung mit der Familie auf, aber nicht als „Geschlecht des Kapitalismus“ schlechthin. Die „Geschlechterverhältnisse“ bleiben dementsprechend hinsichtlich des gesellschaftlichen Ganzen defizitär. [...]

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nilswachter

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Ich glaube das Gezeigte ist Kritik genug, man muss nicht immer zusätzlich die Moralkeule schwingen. Und bitte, das mindeste wäre sich über den Film auch zu informieren. Dann wüssten Sie wenigsten dass Feo Aladag eine Frau ist. Eine Filmemacherin, kein Filmemacher. Ein Fauxpas für einen Kritiker.


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7.0Sehenswert

Die Differenz, die der Film zwischen Umay und den anderen Personen einzieht, besteht nämlich auch darin, dass sie nicht ausschließlich als Tochter beschrieben wird. Im Verhältnis dazu tauchen die restlichen Familienmitglieder vor allem als funktionale Träger der beschriebenen Konflikte auf. Der Film gibt ihnen wenig Raum, sich als Figuren zu profilieren. Der Verlauf und die dramatische Zuspitzung des Geschehens scheinen so - trotz des intensiven Spiels - zunehmend weniger einer inneren Entwicklung als dem Drehbuch und dem aufklärerischen Anliegen des Films geschuldet.

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.5Ausgezeichnet

Dass Blicke das spürbare Zentrum von Feo Aladags Inszenierung und den Bildfindungen der Kamerafrau Judith Kaufmann bilden, ist kein Zufall, sondern vielmehr Teil des Konzepts und der Botschaft dieses eindringlichen Films: Die Fremde ist vor allem eine eindringliche Aufforderung zum genauen Hinschauen. Und der gelungene Versuch, den medial gefilterten, gesteuerten, verfremdeten Blick auf Ehrverbrechen durch eine weitere emotionalere Facette zu erweitern, die sich auf die Perspektive des Opfers konzentriert, zugleich aber deren Stärke und Unabhängigkeit betont. Es ist vor allem diese Balance, die den Film zu einem außergewöhnlichen, enorm intensiven und vor allem sehr sehr wichtigen Werk macht, das sich nachdrücklich ins Gedächtnis einbrennt.

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Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Bestimmte Handlungen ziehen bestimmte Folgen nach sich. Und dementsprechend reihen sich die Ereignisse im Film mit kalter Mechanik aneinander – als ob man Perlen auf eine Kette zieht. Opfer sind am Ende alle. Es ist von Beginn an klar, wie sich die Dinge entwickeln werden. Aladag macht dies schon mit ihren Anfangsbildern deutlich. Dennoch gelingt ihr ein überraschender Schluss, der die zerstörende Wirkung des Konstrukts Familienehre auf den Punkt bringt.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.0Ausgezeichnet

Dass Umay trotz massiver Zurückweisung und körperlicher Gewalt immer wieder die Nähe ihrer Familie sucht, vermittelt Sibel Kekilli mit einer Intensität, die den Zuschauer das scheinbar irrationale Handeln der Hauptfigur schmerzhaft nachvollziehen lässt. Dabei ist „Die Fremde“ so spannend und aufreibend wie ein Thriller. Fast wirkt es, als sei das Ende des Films, das stark auf Effekt setzt, dem geschuldet – in der Aussage bleibt es jedenfalls ambivalent. Aber eigentlich ist es doch ganz einfach, wie ein dem Presseheft vorangestelltes Zitat aus dem Theaterstück „Wegen der Ehre“ der deutsch-türkischen Autorin Sema Meray illustriert: „Es gibt keinen Ehrenmord und keinen Eifersuchtsmord. Es gibt nur Mord.“

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Kommentare (36) — Film: Die Fremde


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emotionfreak

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich fand den Film ganz gut, aber noch lange nicht perfekt. Auf jeden Fall ergreifend und tolles Schauspiel von Sybell Kekil. Ich finde, man hätte ein wenig mehr darauf eingehen können, wie die Protagonistin versucht, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und den Film noch intensiver erzählen können. Auch ist er mir stellenweise zu klischeehaft und zu typisch, wie z.B das Verlieben in ihren Arbeitskollegen. Auch finde ich , dass teilweise die Türken zu sehr als Bösewichter dargestellt werden. Man hätte auch n bißchen mehr darauf eingehen können, dass es um eine Gesellschaftsform und Traditionen geht. Der Film hat es aber ganz klar geschafft, mich mit der Protagonistin mitfühlen zu lassen.

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Dady

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Bewertung7.5Sehenswert

Beeindruckend und einfach mal stark gespielt. "Die Fremde" ist ein Film der ein aber sowas von zum nachdenken anregt. Am Ende sitzt man nur noch da und ist entsetzt und kann nur mit dem Kopf schütteln!!

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Ruste

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Bewertung9.5Herausragend

Ich habe den Film gestern Abend im TV gesehen und bin immer noch total aufgewühlt. Kann mich an kaum einen Film erinnern, der mich emotional so gepackt hat. Ein MUSS für jeden echten Filmfan! Für mich die beste deutsche Produktion seit Jahren. Zum Film ist hier in vielen guten Kommentaren schon alles gesagt. Ich möchte hier aber noch ein Loblied auf die Hauptdarstellerin "singen".

Sibel Kekilli spielt wieder einmal die Sterne vom Himmel. In "Die Fremde" ist sie eine emotionale Naturgewalt!

Sie ist für mich mit Abstand die beste deutsche Schaupielerin. Niemand versteht es so authentisch und reell starke Emotionen und leise Ziwischentöne zu spielen, wie sie. Sibell ist quasi der Mezüt Özil der deutschen Schauspielerei und ich hoffe, dass sich ganz bald die wirklich großen Regisseure dieser Welt ihrer annehmen.
Aronofsky, McQueen oder auch Lars von Trier sollten schleunigst überlegen. wie sie Sibell Kekilli in eines ihre nächsten Projekte einbinden können. Sie gehört auf die ganz große Bühne und muss sich auch international vor niemandem verstecken.

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kronenhummer

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Bewertung7.5Sehenswert

„Du bist eine verheiratete Frau.“
„Er schlägt mich.“
„Er ist dein Ehemann. Heute schlägt er, morgen streichelt er dich.“

Umay ist eine junge Deutschtürkin, verheiratet in der Türkei und Mutter eines kleinen Sohnes, auf der Suche nach einem selbstbestimmten Leben in Deutschland ohne Unterdrückung und Gewalt. Sie bricht damit die Erwartungen und Traditionen ihres Glaubens und ihrer Familie und sieht sich somit dem Unverständnis und Widerstand ihrer Umgebung entgegen.

Ein mutiges Thema, welches Feo Aladag in „Die Fremde“ mutig und beeindruckend in Szene setzt. Sibel Kekilli als Umay ist schlichtweg eine Wucht, die innere wie äußere Zerrissenheit ist in jeder Sekunde spürbar. Ruhig und einprägsam, musikalisch und bildlich bedrückend choreografiert, wird das Leben der jungen Türkin und ihrer Umgebung nachdrücklich erfasst. Ein Vater, der als Familienoberhaupt die Traditionen zu bewahren pflegt und auf die Ehre seines Namens bedacht ist, die Mutter, die diese Rolle im Grunde unterwürfig angenommen hat, die Schwester, die gläubig und traditionell ihrer Hochzeit entgegenfiebert und zwei Brüder, die von den Traditionen geprägt, der eine mehr, der andere weniger, ihrem Vater nacheifern. Ein Familienkonstrukt, in das die junge, alleinstehende Mutter so gar nicht herein passt.

Aladag gelingt es, diesen Spagat über weite Teile aufrecht zu halten. Trotz aller Unterschiede gibt es Momente der Hoffnung, Annäherung um dann doch den Kampf mit Tradition und Ehrgefühl zu verlieren. Einzig gegen Ende verliert „Die Fremde“ etwas die Fasson, wirkt der Schluss doch etwas zu sehr auf die Nachdrücklichkeit getrimmt zu sein.

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8martin

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der besten Filme über in Deutschland lebende Türken; mit einer großartigen Sibel Kekilli (Umay) in der Hauptrolle. Gleich zu Anfang spürt man an der Sprache den ‘Culture Clash‘, der die Familie spaltet: die Kids reden deutsch miteinander, die Alten türkisch. Und das geht so weiter bei der aufkommenden Problematik, wegen Umays Emanzipationsversuch. Die Mutter klammert sich an Nostalgie, der Vater ist tief in der Tradition verhaftet. Gespräch Vater – Tochter:
‘Du bist eine verheiratete Frau.‘
‘Er schlägt mich.‘
‘Er ist dein Ehemann. Heute schlägt er, morgen streichelt er dich.‘
Da tun sich unüberbrückbare Gegensätze auf, die ein versöhnliches Einlenken unmöglich machen. Das sind unterschiedliche Universen, in denen Umay und ihre Familie leben. Dabei lieben sich alle doch und gehen daran zugrunde. Die Hochzeit von Umays Schwester – mit der ganzen Hintergrundproblematik –dient als Brandbeschleuniger. Ihre Rede ist einer der Höhepunkte des Films neben den Gesprächen mit dem kleinen Cem. Das trifft den Nerv und geht zu Herzen.
Umay lebt zwischen beiden Welten. Man erwartet ein böses Ende. Doch es kommt noch schlimmer. Die symbolische Bedeutung des überraschenden Ausgangs überhöht die bloße Tragik von Schuld und Sühne und von zurückgewiesener Liebe. Es trifft Unschuldige! Eigentlich alle! Da bleiben nur Leid und Schmerz für alle Betroffenen.
Eindringlich, anrührend, hoch aktuell. Wahnsinn! Ein Muss!

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BlueSquirrel

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Bewertung4.5Uninteressant

Inhaltlich gesehen ist das Malen nach Zahlen und auch nicht sehr provokativ, wenn man hin u. wieder die hiesigen Kulturmagazine z.B. beim Onkel Doktor durchblättert. Obwohl sehr schön gespielt, ist nach einer halben Stunde doch alles ziemlich transparent und DIE FREMDE zupft die Leier durch, bis beim Crescendo die letzte Saite reißt. Schätze der Film ist nicht Schuld, wenn (mich) das Thema nicht mehr akut interessiert. Wenn also keine Nebenhandlung oder komplexere Verarbeitung des Stoffs eingeschoben werden kann, muss man diese extrem durchgekaute Problematik eben in Reinform genießen. Worauf will dieser Film aufmerksam machen? Auf gar nichts ist anzunehmen. Es sein denn, einem dröhnen nicht schon jetzt die Ohren von dieser bizarren Realität, die der Film verhandelt. Das alles hat zur Folge, dass Vorhersagbarkeit im Vordergrund steht.

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Markbln

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Der Film war aber nicht halb so bizarr wie dieser Kommentar.


BlueSquirrel

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Er erfordert nur etwas Mühe, die ich Niemandem zwinge aufzubringen. ;)


MasterGenny

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich finde es ist ein wahnsinnig mutiger Film, der es schafft Emotionen mit wenigen Dialogen und weniger Musik zu transportieren. Zwar wird jedes Klischee bedient, aber in einer Art und Weise, die mich bis jetzt zum Nachdenken anregt.

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Jomo

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Bewertung3.5Schwach

Gute Kamera und gute Hauptdarstellerin, aber Klischees auf Groschenheft-Niveau.
Merkregel: Woran erkennt man einen Guten? Er ist a) blond oder trägt b) eine deutsche Polizeiuniform oder trägt c) ein Kreuzkettchen.

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micromachine

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Starker und ich glaube auch recht mutiger Film. Vielen hier in Deutschland bleiben die Hintergründe von so genannten "Ehrenmorden" eher verborgen. Hier wird der Schleier etwas gelüftet. Dieser Film ist durchweg grandios gespielt und das Ende kommt wie ein Hammerschlag. Es ist wirklich kein schöner Film . Aber meiner Meinung nach sollte er an den Schulen in das Pflichtprogramm aufgenommen werden.

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NipaahNeko

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Bewertung9.0Herausragend

hab selten so viel rotz und wasser geheult bei einem film. bin immer noch mitgenommen. ganz großes drama und wunderbarer emotionaler authentischer film. ende macht mich natürlich als erzieherin umso betroffener :( ich hatte ihn doch so in mein herz geschlossen... :(

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ganz großes Drama mit einer überragenden Sibel Kekilli. Der Wind, der dem Film seinerzeit entgegenbließ war vorhersehbar, aber so ist es nun mal, wenn man Geschichten erzählt, die man nicht gerne hört. Die Story um eine junge Deutsch-Türkin, die um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben kämpft, ist das stärkste Regiedebüt, dass ich seit Jahren gesehen habe.
Ohne Pauschalisierungen entwickelt Feo Aladag das Drama um Umay, die für sich und ihren kleinen Sohn bis an die Grenzen der Belastbarkeit kämpft.
Es gibt unglaublich erschütternde und bewegende Szenen, in aller erster Linie dem erneut herausragenden Spiel von Sibel Kekilli zu verdanken. Wer sonst als sie, die von ihrer echten Familie nach "Gegen die Wand" verstoßen wurde, könnte diese Figur so überzeugend in Deutschland spielen. Auch die anderen Familienmitglieder werden treffend in all ihren Widersprüchen und ihrer Zerrissenheit porträtiert. Florian Lukas als Freund Stipe ist in seiner zurückgenommenen und humorvollen Rolle ein adäquater Konterpart. Durch die türkische und deutsche Sprache wird der Film zudem sehr authentisch.
Die Hochzeitsszenen sind schwer zu ertragen. Umays letzter Versuch, ihr letzter Hilfeschrei ist gleichzeitig Bitte um Verständnis und Verständigung.
Die Geschichte wird dann aufs Extrem zugespitzt, was nicht jedem gefallen kann. Er wird aber niemals platt oder verliert sich in Klischees. Umso mehr wühlt der Film auf (oder stößt ab). "Die Fremde" ist ein mutiger Film und ein wichtiger Beitrag zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.

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k5

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

omg was für ein unnötiges ende -.-

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Discostu

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein gut gespielter, schön gefilmter und stellenweise auch sehr bewegender Film, der aber durch seinen Anfang zu viel vorwegnimmt und die meiste Zeit sehr vorhersehbar bleibt.

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VisitorQ

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Bewertung6.5Ganz gut

Sibel Kekilli ist eine Schauspielerin mit so viel Potential, leider wird ihr Talent in den meisten Filmen einfach nicht gebraucht. Ich bin mir aber sicher, dass sie irgendwann in einer Rolle zu sehen sein wird, von der man noch lange sprechen wird. In "Die Fremde" war sie auf jeden Fall klasse auch wenn ich das nur eingeschränkt über den Film sagen kann. Er beginnt recht gut, begibt sich dann aber immer und immer wieder auf die kitschige Schiene und so richtig rund läuft der Film auch nicht. Dafür hat mir das Ende gefallen, vielleicht etwas aufgesetzt aber es verfehlt seine Wirkung definitiv nicht.

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goddess.pain

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gegen die wand??


VisitorQ

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Sie hat es noch nie voll ausgeschöpft. Aber es ist ihr bester Film, ja.


RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Feodora Schenk - die sich seit der Heirat mit ihrem türkischstämmigen Ehemann Züli, Feo Aladag nennt - ist mit ihrem Kino-Debüt ein sehenswerter Film geglückt. Man kann dem Film seine grobe Plakativität vorwerfen, die dramatischen Gesten und den immer währenden erhobenen Zeigefinger. Manchmal wird die Botschaft des Filmes schon derart demonstrativ zur Schau gestellt, das man schon dafür offen sein sollte. Sonst kann das Ziel des Ganzen auch verfehlt werden und der Schuß nach hinten losgehen.

Sibel Kekilli, in ihrer darstellerischen Brillanz, ist eine Augenweide. Sie und Derya Alabora, die im Film ihre Mutter gibt, tragen einen Großteil des Filmes. Auch Settar Tanriöğen als Vater spielt glaubhaft und berührend. Auf jeden Fall ist der Film ein ergreifendes Familiendrama, das mich beim zusehen berührt hat.

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lieber_tee

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Ja...


RoosterCogburn

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Na dann. Unatraktiv ist sie nun wirklich bei weitem nicht. Aber so weit ich das beurteilen kann, wäre sie (zumindest was die Optik betrifft) nicht so wirklich mein Typ. Das hat aber nichts damit zu tun, das ich sie gerne als Schauspielerin sehe. Schaust du auch die Tatorte mit ihr?


elisae

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Bewertung9.5Herausragend

Kaum ein Film bisher hat es geschafft mich so bis auf die Knochen zu berühren - Absolut fantastisch

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Karowdame

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Darstellung von Sibel Kekilli frisst einen fast auf...unfassbar, wie die in ihre Rollen kriecht!

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benharbour

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein gelungener Deutscher Film in dem ein sehr ernstes Thema behandelt wird. Es geht um den Wunsch nach Freiheit, und die Macht das Leben frei entscheiden zu können. Hinzu kommt der Traum von einem neuen besseren Leben, ohne Angst, ohne Gewalt, und ohne Zwangsverheiratungen. Sibel Kekilli als Umay verkörpert wunderbar eine Frau die mit ihrem Sohn Cem aus der Türkei flüchtet und versucht in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Das dort auch nicht alles besser wird war abzusehen, nicht nur weil Umay zunächst bei Familienmitgliedern unterschlupf fand. Es begann also ein hin und her zwischen Liebe zur Familie und dem dringenden Wunsch endlich frei zu sein. Hoffnung kommt in dem Film nur selten auf, daher ist die Grundstimmung eher beklemmend und phasenweise traurig, und man leidet mit. So gut der Film aber gespielt wurde, und so schockierend mit einer klaren Botschaft er eigentlich auch sein mag, mit dem überzogenen Ende wird meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinausgeschossen. Nichts desto trotz ist die Fremde ein Film den man sich ansehen sollte, denn es geht um ein Thema das auf keinen Fall ignoriert werden darf, und wo in Zukunft noch mehr getan werden muss, denn die Folgen können noch weitreichender sein als im Film gezeigt wird.

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maslobojew

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr mit dem Verstand gedreht scheint mir. Bei mir kam da wenig rüber, schon gar nichts bleibendes. Das Ende passt für mich nicht, soll wahrscheinlich im Gegensatz zum Beobachtungsstil des Films ein Statement sein. Vielleicht hat der Streifen den Bundesfilmpreis in Bronze mehr wegen seines wichtigen Themas bekommen, weniger weil er als Kunstwerk glänzt.

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waschoi

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Bewertung9.0Herausragend

komischerweise erinnern sowohl die filmmusik als auch das ende an asiatische produktionen - daher war ich auch sehr positiv überrascht!

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