Die Mörder sind unter uns

Die Mörder sind unter uns (1946), DE
Laufzeit 85 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 15.10.1946

7.6 Kritiker
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7.1 Community
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2 Kommentare
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von Wolfgang Staudte, mit Hildegard Knef und Erna Sellmer

Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Susanne Wallner hat das KZ überlebt und kehrt in das zerstörte Berlin zurück. In ihrer Wohnung lebt der ehemalige Militärchirurg Mertens, der seine Erinnerungen mit Alkohol zu verdrängen versucht. Sein ehemaliger Hauptmann, der für ein Massaker am Weihnachtsabend 1942 verantwortlich ist, agiert hingegen bereits wieder als angesehener Geschäftsmann ohne Schuldbewusstsein. Als Mertens ihm begegnet, fasst er einen folgenschweren Entschluss.

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Kommentare (2) — Film: Die Mörder sind unter uns

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erstaunlich, mit welcher Offenheit dieses Thema schon 1945 angegangen wurde. Besonders die Darstellung von Borchert fand ich sehr zerrissen und beeindruckend.
Rosselinis Filme aus dieser Zeit haben einen ähnlichen Backround, sind aber für meinen Geschmack schwerer zugänglich, aber mit vielleicht mehr bleibender Wirkung.

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Blonder

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Bewertung7.5Sehenswert

Als erstes bekommt man das zerszörte Berlin gezeigt, somit wird der Zuschauer schon in eine Grundstimmung hineinversetzt. Das provokante an der Story ist, dass 1945 als der Film gedreht wurde noch viele Kriegsverbrecher auf freiem Fuß waren. Die Geschichte handelt von einem zerbrochenen Arzt, der den Glauben an das Gute in der Welt verloren hat. Das ändert sich als er mit einer jungen Frau, die im KZ war, die Wohnung teilen muß.

Damals, während den Dreharbeiten, war Berlin noch komplett besetzt von den Russen. Um aber eine Drehgenehmigung zu erhalten legte Wolfgang Staudte ein gefälschtes Drehbuch den Besatzern vor. Gleichzeitig war es der erste Film von Hildegard Knef, die in der Rolle von Susanne Wallner voll und ganz überzeugt. Hier spielt sie einfach natürlich. Nicht zu vergessen ist die Musik die düster und auch irgendwie anklagend klingt.

Für mich ist er ein Antikriegsfilm, obwohl er nach dem Krieg spielt. Man muß sich nur mal klar machen, dass Berlin wirklich so aussah und nichts gestellt wurde. Dann kommt man auch darauf, dass unter den Trümmern echte Leichen liegen.
Ein sehr wertvoller Film, der gleichzeitig ein geschichtliches Zeitdokument ist.

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