Die Sünderin

Die Sünderin (1951), DE Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Drama

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5.8
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4.9
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55 Bewertungen
2 Kommentare
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von Willi Forst, mit Hildegard Knef und Gustav Fröhlich

Marina ist schön und verführerisch. Mit 14 Jahren wird sie von den Eltern allein gelassen. Ihr Halbbruder nimmt sich seine Schwester zur bezahlten Geliebten. Das ist der Anfang ihrer Karriere als Prostituierte. Marina gefällt das luxuriöse Leben – bis sie den Maler Alexander kennenlernt. Zum ersten Mal erfährt sie die wahre Liebe. Doch Alexander droht zu erblinden. Nur eine teure Operation kann ihn retten. Marina steht vor einer schweren Entscheidung…


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (2) — Film: Die Sünderin


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vannorden

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Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film schrammt kurz daran vorbei ein düsteres Meisterwerk zu sein. Doch Hildegard Knef erzählt alles was passiert aus dem off. Sie fängt zu Beginn des Films an und erzählt und erzählt und wenn davon auszugehen ist, dass jetzt dieser morbider Schmachtfetzen doch mal etwas mit seinen tollen Bildern und Dialogen erzählt, dann erzählt sie weiter und weiter und weiter. Sie erklärt die Bilder, was in ihr vorgeht und was wohl in ihrem Umfeld umgeht, bis nichts mehr übrig bleibt als ihre erstickende, banale Sicht der Dinge, die dem Publikum keine Chance gibt, den eigenen Verstand zu benutzen. Jedes Gefühl wird so zerstört. Sie erzählt ohne Unterlass und erzählt und erzählt, bis niemand mehr seine eigene Gedanken hören kann und erzählt weiter und erzählt und erzählt. Der wahre Horror ist jedoch, die Angst die einem im Nacken sitzt, dass sie weiter erzählt, wenn der Film vorbei ist und nicht mal im eigenen Grab aufhört. Ein Kraftakt, dieser Film.

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vannorden

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Die Bild-Text-Redundanz fand ich bei "The Saga of Anatahan" oder "Journal d'un curé de campagne" viel weniger beschneidend. Sogar öffned. Schräg und vehement ist es auf jeden Fall :) Vielleicht finde ich es ja bei einer Zweitsichtung nicht mehr so erstickend, aber ich kann es mir gerade nicht vorstellen. Besonders weil die Bilder sprechen wollen, ihnen aber vom off-Kommentar die ganze Zeit der Mund verboten wird. Naja mal sehen. Auf jeden Fall danke für den Tipp. Bin in letzter Zeit großer Melodramen-Fan geworden.


enijo25

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film eröffnet dem heutigen Betrachter interessante Blicke auf den Zeitgeist zweier eng aufeinander folgender Epochen in der deutschen Geschichte.
Zum einen wird ein Schlaglicht auf das Leben der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs geworfen, die durch die stets präsente Gefahr des nahen Endes zu dekadentem Vergnügen getrieben wird. Jeder Tag könnte schließlich der letzte sein. Dies schildert der Film, dessen Haupthandlung ja nach dem Krieg spielt, selbst in Rückblicken.
Zum anderen weiß man als heutiger informierter Zuschauer aber auch um die Empörung, die der Film zur Zeit seines Erscheinens, der Nachkriegszeit, hervorgerufen hat. Prostitution als Überlebensstrategie und Selbsttötung als Ausweg aus der Misere: Das war deutlich zu viel für manche Kreise, und die Kirche besaß noch die Macht, zum organisierten Aufheulen aufzurufen, das sich mancherorts gar zum handfesten Krawall steigerte.

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