Network

Network (1976), US
Laufzeit 121 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 10.03.1977

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7.8 Kritiker
26 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
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von Sidney Lumet, mit Faye Dunaway und William Holden

Der langjährige Nachrichtensprecher Howard Beale (Peter Finch) soll wegen sinkender Quoten gefeuert werden. Vor laufender Kamera macht er sich in einem wütenden Ausbruch Luft – und promt jagt seine Rage die Ratings in die Höhe. Natürlich wird er sofort wieder eingestellt und als “zorniger Prophet” vermarktet. Doch was tun, sobald der Prophet keinen Profit mehr bringt? Es muss etwas geschehen! Am besten während einer Live-Sendung – vor Publikum…

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Network

Flibbo: wieistderfilm.de

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8.5Ausgezeichnet

„Network“ ist eine Mediensatire, die einen wohlverdienten Platz in der (Film-)Welt einnimmt. Überraschend, um nicht zu sagen erschreckend aktuell, gnadenlos ehrlich und dadurch bedeutungsvoll wie unterhaltsam. Eine Vielzahl herausragender Darsteller (man beachte in diesem Film Peter Finch, der als einziger Mann vor Heath Ledger den Oscar postum erhielt) überzeugt durch brillante Dialoge, die Konzentration und am besten auch mehrmaliges Ansehen bzw. Anhören erfordern. Der Unterhaltungswert wird von der Intelligenz und Fülle des Drehbuchs fast zurück gedrängt, geht aber dank der unterschwelligen bis skurrilen Komik in vielen Szenen nicht verloren.
Auf so elegante und ausgefeilte Weise wird ein großes Thema selten satirisch bearbeitet. „Network“ ist ein äußerst kluges und auch wichtiges Werk, das im Grunde die ganze Konsumgesellschaft etwas angeht.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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10.0Lieblingsfilm

Schauspielerisch und inhaltlich ein immer noch brillanter Film, dessen Schlüsselmonologe heute wahrer sind als zur Zeit seines Erscheinens. Peter Finch verleiht diesem Howard Beale eine hypnotische Faszination und beweist einmal mehr, wie kraftvoll gut geschriebene Dialoge sein können.
I'm as mad as hell and I'm not going to take it anymore.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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8.5Ausgezeichnet

Auf Grund seiner Entlassung kündigt der arrivierte Nachrichtensprecher Howard Beale (Peter Finch) vor laufenden Kameras seinen baldigen Selbstmord an. Die Reaktionen darauf sind so überraschend wie beschämend. Die Einschaltquoten der angestaubten Nachrichtensendung schnellen in ungeahnte Höhen und die aufstrebende Karrierefrau und Programmdirektorin Diana Christensen (Faye Dunaway) erkennt das Potential dieses Mannes. Als “zorniger Prophet”, der mit seinen wüsten Beschimpfungen und Hass-Predigten den Nerv einer von Vietnam und der Ölkrise gebeutelten Gesellschaft trifft, soll Beale den Sender UBS wieder an die Spitze der TV-Stationen der USA katapultieren. Zusammen mit dem Leiter der Nachrichtenabteilung, Max Schumacher (William Holden), verwandelt sie die Sendung in eine Unterhaltungsshow, in der Beale zur besten Sendezeit auf dem Bildschirm erscheint. Die Zuschauer sind begeistert und die TV-Chefs, allen voran Frank Hackett (Robert Duvall), freuen sich über den daraus resultierenden Geldregen. Alles läuft gut, bis der an immer stärker werdenden psychischen Problemen leidende Beale anfängt, nicht mehr zu funktionieren…

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Kommentare (37) — Film: Network

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Apocalypse Dude

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandioser Film!
Heute ist das Thema präsenter denn je!

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Oskar Gleit

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Damals wie heute. Wir erziehen unsere Kinder mit Fernsehen. Das Fernsehen sagt uns wie wir uns kleiden sollen. Das Fernsehen sagt uns was wir essen sollen. Das Fernsehen sagt uns wie wir unsere Freizeit gestalten sollen. Und doch will keiner den täglichen Betrug erkennen, leider....
Was zynisch und sarkastisch klingt ist leider zu unserem täglichen Lebensinhalt geworden.

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Brentano

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ausser bei denen die "abgeschaltet" haben


marlose

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Bewertung6.0Ganz gut

Schade eigentlich...
Leider verliert der Film im Laufe der Zeit die ursprüngliche Story ein wenig aus den Augen. Trotz der wieder aktuellen Thematik rund um den großen Einfluss der Medien, damals das Fernsehen heute das Internet, wirkt Network schon ein bisschen eingestaubt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich etwas völlig Anderes erwarte habe, aber wirklich überzeugen könnte mich Network nicht.

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Brentano

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Klar so einen Kommentar kann man immer bei "älteren" Filmen anbringen, aber er wirkt leider nur "wahrhaft" und "authentisch" auf unbedarfte "Speigel" Leser und TV News Betrachter, bei etwas aufgeklärteren Personen wirkt er einfach nur "xyz", ..!?


hash

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Bewertung9.0Herausragend

Ich kann meine Begeisterung für diesen Film kaum in Worte fassen. Obwohl der Film von 1976 ist, spiegeln die Inhalte gerade in der heutigen Zeit das Medienverhalten der breiten Masse der Bevölkerung wider: Konsumieren, statt reflektieren. Hinnehmen, anstatt kritisch zu hinterfragen. Das Gehirn wird bereits in dem Moment ausgeschaltet, wo wir die Fernbedienung zur Hand nehmen.
"Network" ist auf so viele Weisen brillant, dass ich eine Zweitsichtung vornehmen muss, um alle Ebenen zu erschließen. Faye Dunaway und Robert Duvall in absoluter Topform!

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jollyroger

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Dann sei dir in dieser Hinsicht noch der großartige http://www.moviepilot.de/movies/series-7-bist-du-bereit empfohlen wenn du denn noch nicht kennst.


hash

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Danke für den Tipp @jollyroger! Das sieht in der Tat interessant aus, muss mich mal bei amazon umsehen!


zophrenik

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Bewertung9.5Herausragend

Eine geniale Satire auf ein entmenschlichtes, vollkommen ökonomisiertes Filmbusiness, in dem ein Menschenleben so viel wert ist wie die Einschaltquote. Ein brillantes Drehbuch, eines der besten, die je verfilmt wurden. Die Handlung fängt sehr gemächlich an, ist beinahe langweilig, bis sie letztlich in Gang kommt und bis zum Ende hin fesselt. Ein präzises, ein scharfes Bild der Wirklichkeit wird gezeichnet, das erschreckend viele Ähnlichkeiten aufweist mit der heutigen Medienlandschaft. Hat man außerhalb keinen Halt in Form einer liebevollen Familie, ist man verloren an raffgierige Leviathane. Ein Weltbild so pessimistisch wie die nietzscheanische Philosophie. So banal es klingt, aber: Den Film sollte man gesehen haben.

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Argaroth

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

IHR KÖNNT MICH ALLE MAL AM ARSCH LECKEN! ICH LASS MIR DAS NICHT MEHR LÄNGER GEFALLEN!

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CarrionFairy

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Bewertung5.5Geht so

vordergründig beschreibt der film tatsächlich auf eine sehr humoreske und zeitlose art und weise die verknüpfung zwischen macht, fernsehen, globalisierung, entindividualisierung und die konsequenzen für den einzelnen.
schön.
hintergründig wird uns aber eine hochgradig widerliche soziale abart untergejubelt, die augenscheinlich nur den plot unterstreichen soll, aber meiner meinung nach einen löwenanteil zur gesamten handlung beisteuert:
liebe menschheit, frauen lassen sich nicht ausschließlich in die kategorien heilige und huren pressen.
hier haben wir zwei schwarz-weiß-zeichnungen der weiblichen repräsentantinnen. die männerfressende, karrieregeile, selbstsüchtige und hosentragende täterin und ein berocktes, bemutterndes, liebes, verzeihendes und strickendes heimchenopfer.
dass der alte knacker fremdgeht, wird hier NULL angeprangert, denn die ausschließlich negative darstellung seiner jugendlichen geliebten macht es einem augenscheinvalide leicht, sie als das monster zu sehen und ihn als hilfloses hündchen, das seinen trieben und seinem zweiten frühling verfallen ist. dass er seiner ehefrau dann brühwarm erzählt, dass er eine affäre hat, in aller ausführlichkeit auf seine liebhaberin eingeht, wenn die partnerin, die ihm seit mehr als 20 jahren treu zur seite steht, aber eine antwort verlangt, nur mitteilt, dass es nichts weiter zu sagen gibt, ist EKELHAFT.
natürlich findet er bei seiner eindimensionalen fernsehfurie kein trautes heim, zieht den schwanz ein und packt seine koffer, um zu seiner ehefrau zurückzukriechen, während er etwas von liebe fasselt.
anstand und liebe würden es eigentlich vorschreiben, dass er gefälligst zu seinen missetaten steht und dann bitteschön auch alleine klarkommt, aber daran denkt er nicht einmal - klare sache, seine alte wird ihn bestimmt mit offenen armen wie den verlorenen sohn empfangen.
ich könnte brechen, denn der deckmantel der harten, neuen generation ist keine entschuldigung für persönliche fehltritte und ganz sicher sind das fernsehen und die einschaltquoten nicht die verantwortlichen für unmoralisches und gewissenloses verhalten im privatleben. gerade ein mann, der das alles angeblich so gut durchschaut, sollte zumindest einen rest an würde und anstand haben. denn genauso wenig wie für seine frau kämpft der feige mensch auch für seinen "besten" freund, der in seinem wahnsinn ausgebeutet und vorgeführt wird.
auch der kontext der 70er jahre macht das nicht wieder gut und ich kann beim besten willen die lobhudelei dieser geheuchelten und opportunistischen panikmache vor 1. veränderungen, 2. verantwortung und 3. frauen nicht nachvollziehen.

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Brentano

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fantastique, à ne pas croire les yeux, !


CarrionFairy

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na, eben doch


Marti DiBergi

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Bewertung9.0Herausragend

So gut wie alles stimmt bei diesem Film. Die Schauspieler sind durch die Bank klasse, wobei ich William Holden nochmal speziell erwähnen möchte. Den agehalfterten, verlorenen und ausgebrannten alten Mann nimmt man ihm sofort ab. Der Skript ist voller Monologe die man sich am liebsten einrahmen und an die Wand hängen möchte. Die Regie hat keine Mühe diese brachialen Reden in Szene zu setzen und beeindruckt mit eindeutiger, dedoch niemals aufdringlicher Bildsprache.

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franticfury

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Bewertung10.0Herausragend

"Network" ist einer dieser Filme ohne die die Welt ärmer wäre. Das Wort Meisterwerk wird viel zu oft gebraucht, aber ich denke im Zusammenhang mit diesem Film ist es erlaubt.
Network ist nicht einfach nur eine knallharte Mediensatire, es ist auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wie beeinflussbar ist der Zuschauer wirklich, wie weit würde man für den Erfolg gehen? Sind sich die Medien überhaupt noch ihrer Verantwortung zu seriöser Berichterstattung bewusst oder hat im Endeffekt doch nur Profit oberste Priorität? Das absolut geniale script wird von nicht minder genialen Schauspielern getragen, die Dialoge sind grandios geschrieben und gehen richtig unter die Haut! Gerade in Zeiten in denen der Markt mit absolut niveaulosen, quotentreibenden Sendeformaten überschwemmt wird (man denke nur an die zahllosen RTL Produktionen) ist Network aktueller als je zuvor. Für mich ein absolutes must see und einer der besten Filme aller Zeiten!

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rkuehne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das beeindruckende an dem Film ist, dass er 35 Jahre alt ist und dass sich seitdem in der Medienbranche offenbar nichts geändert hat. Bei jedem dritten Satz möchte man laut zustimmen und rufen - genau so ist es, immer noch, ein riesiger Zirkus, mehr nicht. Das tröstet auch über die eine oder andere Länge hinweg und lässt den Streifen auch nach fast zwei Generationen immer noch wichtig sein.

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guggenheim

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Bewertung9.5Herausragend

''Network'' ist vor allem eines: Ein zeitloses Meisterwerk. Und wem ist das zu verdanken? Ganz klar Sidney Lumet. Der stets Vergessene in Aufzählungen der besten Regisseure aller Zeiten, zu wenig beachtet, kein Mann, der Film als Ausdrucksmöglichkeit seiner Exzentrik missbrauchte, sondern tatsächlich etwas zu sagen hatte. Es mag manch einen erschrecken, wie unspektakulär, präzise und zielgerichtet Lumet gearbeitet hat, werden im Allgemeinen Selbstdarsteller, selbsternannte oder fremdbejubelte "Künstler", Bildbauer ohne Fundament in den Himmel gehoben.

''Network'' ist Lumet pur, tief, genau, keine Schauwerte, die die Geschichte nicht vorantreiben. Es geht um die Aussage, die Darstellung eines pervertierten Systems, das Götter schafft und Götter mordet, Profit als weltordnend begreift, und irgendwo dazwischen spielen sich menschliche Dramen ab, die durch die realitätsferne Maschinerie nur noch verstärkt werden.

Wie so viele von Lumets Filmen hat auch ''Network'' kein Verfallsdatum, bleibt stets frisch und aktuell. Warum das so ist? Vermutlich, weil Lumet wusste, was er wie sagen wollte.

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guggenheim

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Die 12 Geschworenen gehört auch zu meinen Lieblingsfilmen. Einer der besten Filme überhaupt und DER beste Justizfilm...


Andy Dufresne

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Denk ich auch...


Sonse

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Bewertung9.0Herausragend

Von wegen "Mad as Hell": Heutzutage ist "Network" nicht mehr nur Satire, sondern beinahe ein Dokudrama. Paddy Chayefskys Skript und Sidney Lumets Film sind von Faye Dunaways erster Szene an voller großer Reden und großer Ideen, zu viel für einen zweistündigen Film, aber deswegen nicht minder bewundernswert. Shakespeare hätte begeistert applaudiert, und Aaron Sorkin hat "Network" womöglich zu seinen späteren Signature-Walk'n'Talks inspiriert.
Sämtliche Ansprachen kulminieren in Ned Beattys berühmtem "There are no nations. There are no peoples. […] There is only one holistic system of systems, one vast and immane, interwoven, interacting, multivariate, multinational dominion of dollars"-Monolog.

All das in Lumets mätzchenfreier Regie, die seinen Schauspielern und ihren Dialogen vertraut. Zwischen den allesamt großartigen Dunaway, Finch, Duvall und Beatty, ist es jedoch William Holden, sein Max höchstens marginal sympathischer als die Figuren der anderen, der die Geschichte zusammenhält und mit einem Kommentar versieht, seiner Rolle in "Sunset Boulevard" Jahrzehnte zuvor nicht unähnlich. So ist meine Lieblingsszene des Films eigentlich eine, wenn auch mit Beatrice Straight preisgekrönte, leise Randnotiz: Max' Aussprache mit seiner Frau, beide sehr wohl wissend, wie es für ihn ausgehen wird: "You're in for some dreadful grief, Max."

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Sonse

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Besagte Szene übrigens:
http://www.youtube.com/watch?v=tcXIktL55Gw


Andy Dufresne

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Unglaublich wie extrem weit der Film seiner Zeit voraus war... In einer "Film-der-seiner-Zeit-meilenweit-voraus-war-Top Ten" hätte er Anspruch auf einen Championsleagueplatz...
Schön geschrieben übrigens.
Ach ja,wenn mich nicht alles täuscht gab es für die einzige Szene in der Holdens Frau auftaucht (und die ja deine Lieblingsszene ist ) den Nebendarsteller-Oscar...Sehr verdient auf jeden Fall!


Vincent_Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Welt ist grausam, beschissen, böse, hinterhältig, gierig und oberflächlich.

Nachrichten bauschen auf. Und das, was wirklich in der Welt passiert, kann man nur erahnen. Es sei denn man geht raus und findet es selbst heraus.

Geiz und Geld regieren die Welt. Und Geld bedeutet Macht...

"Es ist völlig egal, was die Wahrheit ist - und was wir euch als Wahrheit verkaufen. Wir werfen es euch vor die Füße und ihr fresst es ohne nachzufragen. Fernsehen besteht nur noch aus Unterhaltung. Und wenn ihr uns das, was wir euch zeigen abkauft, dann habt ihr selbst Schuld. Aber ihr beschwert euch ja nicht, ihr nehmt es so hin. Stumpfsinn hin oder her. Im Sinne von "We Love To Entertain You" - und sacken dabei all die Kohle ein, die ihr uns in den Rachen werft, denn wir sind es, die einen Reibach daraus machen. Wir gehen auch über Leichen, solange es euch zufriedenstellt und die Einschaltquoten stimmen. Hauptsache wir können es euch verkaufen und ihr schaltet ein."

Warum fressen Kühe eigentlich das Gras und warum rauchen sie es nicht?

"BILD dir deine Meinung. Oder anders gesagt: Wir bilden dir deine Meinung.
Du brauchst dich einfach nur hinzusetzen und zu konsumieren. Keine Angst, du brauchst dir keine Gedanken um das Weltgeschehen machen, denn wir sagen dir, was du denkst. Wir sagen dir sogar, was richtig und was falsch ist oder ob dein Nachbar einen Plan ausheckt, wie er den nächsten Terroranschlag plant.
Hitler wird von Aliens geklohnt, wir sind Papst und demnächst werden wir alle von einem großen Haufen Scheiße erschlagen, der mit gigantischer Geschwindigkeit auf die Erde zurast. Und bei uns ist 1+1 = 5. - So lange ihr es glaubt...
Und überhaupt: Warum tragen neuerdings einige Leute einen Damenstrumpf über'm Kopf?"

... denn DU bist Deutscheland.. oder so...

Jeden Tag, beim Gedanken den Fernseher einzuschalten, drängt sich mir immer mehr die Versuchung auf, das Kabel aus der Wand zu reißen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu sagen: "Nicht mit mir Freunde! Ich hab' keine Lust, mich von euch Fritzen verarschen zu lassen! Denn bei mir zählt Qualität mehr als Quantität."

Für all diejenigen, die Richterin Salesch, Lenßen & Partner, Frauentausch und die RTL2-News in ihren Tagesablauf integriert haben:
Bitte hört auf das zu lesen, macht sofort (!!!) den Fernseher aus, geht in die Küche und guckt in eurem Küchenschrank nach, ob ihr noch alle Tassen im Schrank habt!

Für alle anderen:
Reißt das Fenster auf und schreit so laut ihr könnt: "Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken! Ich lass mir das nicht länger gefallen!"

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thomsche

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Bewertung10.0Herausragend

„Du bist die Verkörperung des Fernsehens, Diana; gleichgültig gegenüber dem Leid, unempfindlich gegenüber der Freude. Das ganze Leben ist reduziert auf eine Anhäufung von Banalitäten. Krieg, Mord, Tod sind für dich dasselbe wie Bierflaschen – und der täglich ablaufende Vorgang des Lebens ist eine korrupte Komödie - und selbst die Sensation von Zeit und Raum splittest du auf in Sekun-denbruchteile und sofortige Wiederholungen – du bist der Wahnsinn, Diana, ansteckender Wahn-sinn.“ (Max Schumacher (William Holden) zu Diana Christensen (Faye Dunaway))
Mit dieser Aussage lässt sich die Botschaft von Sidney Lumets Mediensatire schon einmal recht gut zusammenfassen. Doch dabei bleibt es noch lange nicht. So gehört dieses Statement zu einer wahren Flut von Vorwürfen, die den Film gleichsam wie einen Gerichtsprozess erscheinen lassen – doch auf der Anklagebank sitzt nicht etwa ein rücksichtsloser Studioboss, sondern gleich das ganze Mediensystem.
Howard Beale (Peter Finch) war über Jahre hinweg erfolgreicher Anchorman des TV-Senders UBS. Aufgrund fallender Einschaltquoten soll Max Schumacher, Leiter der Nachrichtenabteilung, dem alten Mann nun beibringen, dass ihm gekündigt wird. Beale, der ein Jahr zuvor seine Frau verloren und ein Alkoholproblem hat, kündigt daraufhin in der folgenden Nachrichtensendung an, er werde sich binnen einer Woche vor laufender Kamera erschießen. Der Skandal ist vorprogrammiert, doch bringt dies dem maroden Sender noch nie dagewesene Einschaltquoten. Nicht zuletzt auf Betreiben der jungen ehrgeizigen Programmchefin Diana Christensen (Faye Dunaway) wettert Beale von nun an als zorniger Prophet unermüdlich gegen all das Übel in der Welt, wobei sich sein Geisteszustand mehr und mehr verschlechtert.
Sidney Lumet zeigt anno 1976 eine größenwahnsinnig gewordene Medienlandschaft. Quoten gehen über alles, weshalb es auch nicht weiter verwundert, dass Moral, Ethik und Anstand in diesem Business absolut gar keine Rolle mehr spielen. Geschickt inszeniert Lumet dabei die Macht der Medien in Form ihrer Manipulationsfähigkeit gleich dreifach. Erstens werden natürlich die Zuschauer von den Medien allgemein beeinflusst. Sie bestimmen, was wichtig ist und was nicht, was auf die Titelseite kommt und was nicht. Zweitens werden die Zuschauer besonders durch die beschwörenden Predigten Beales manipuliert, der sich damit nicht nur die Meinungsführerschaft, sondern fast schon im Sinne eines totalitären Systems viele willige Gefolgsleute sichert. Drittens schließlich wird Beale selbst durch Vorstandsvorsitzenden Jennings manipuliert, der sich als sein Gott inszeniert und ihn als Medium seiner eigenen Botschaft an die Menschen missbraucht. Gerade in diesem Zusammenhang wird neben der zur Schau gestellten Massenpsychologie dabei also die latent religiöse Komponente des Films überdeutlich.
Neben der Manipulation ergibt sich auch die Verführung durch die Medien in Person der Diana Christensen. Sie lebt für ihren Job als Programmchefin und Schumacher ablösende Leiterin der Nachrichtenabteilung. Doch denkt sie auch privat fast ausschließlich in Kategorien von Film und Fernsehen, womit sie ihren das reale Leben personifizierenden Lebensgefährten Schumacher an den Rand der Verzweiflung bringt. Schließlich zeigt Lumet sogar, wie sich die Medien selbst verführen. Sie erhalten die Quittung für die verantwortungslose Instrumentalisierung eines offensichtlich geistesgestörten Menschen: Vorstandsvorsitzender Jennings, dessen Sprachrohr Beale ja schließlich geworden ist, verlangt trotz rapide einbrechender Quoten, dass die Show um jeden Preis auf Sendung bleibt. Quotenlogik und Profitmaximierung scheinen in Gefahr, wäre da nicht ein aus der verhängnisvollen Symbiose von Realität und Virtualität konsequent gedachtes Filmende, das kaum an Perversion zu überbieten ist.
Mit „Network“ zeigt Sidney Lumet eine brillante Satire über den alltäglichen, ganz normalen realitätsfernen Wahnsinn in der Welt der Medien. Ein Meisterwerk, das auch heute noch in Zeiten des Internets nichts von seiner Aktualität einbüßt.

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Filmfano

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme überhaupt und ein Muss für jeden Cineasten!

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pahe

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Bewertung7.5Sehenswert

1. + intelligenz des Films
2. + Schauspielerische Leistung
3. + Story
4. + macht Nachdenklich
5. (+) Atmosphäre (Musik, Kamara, Effekte)
6. + perfektes ende
7. -+ Genre zutreffend
8. -+ Spannung
9. - Überraschung mit der man nicht gerrechnet hat
10. -+ vermittelt Emotion/ man fiebert mit dem Film mit
+ = 1P
+-/-+ = 0.5P
- = 0P

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cruzha

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Bewertung9.0Herausragend

Grandios, genial, fantastisch, prophetisch, außergewöhnlich. Dialoge von unbändiger Kraft, eines der besten Drehbücher überhaupt und ein Cast, der seinen Job mehr als ernst nimmt. Fast 40 Jahre alt und doch tageskatuell. Der kleine Mann lehnt sich auf.

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tobiasschoeler

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Network" verdient seinen Platz als einer der besten Filme aller Zeiten. Besonders die Dialoge suchen ihres Gleichen. Auch wenn der Film bereits einige Jahre auf dem Buckel hat wirken die Themen noch immer aktuell.
Zugegebenermaßen gibt es Filme mit einem höheren Unterhaltungsfaktor, aber wer Freude an einer bitterbösen Mediensatire hat und auch bereit ist sich das im Film gesagte noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, der wird mit "Network" ein einschneidendes Filmerlebnis haben.

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momopipi

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Bewertung4.5Uninteressant

Für mich einfach viel zu wenig unterhaltsam. Irgendwie will der Film das gnadenlose Business der Medienwelt zeigen/kritisieren, aber dafür ist der Film einfach zu trocken. Ich bin auf den Film gekommen, weil ich den einen offensiven Anarchie-Monolog (damit meine ich den besten im ganzen Film) vom Nachrichtensprecher in einem Drum & Bass Track gehört habe und diesen gegoogelt habe :P
Habe daher erwartet, dass der Film ein Anarchie-Bombardement wird. Leider wurde in dem Film nur gezeigt, wie man mit dem Mittel der Anarchie die Bevölkerung wieder in ein Gefängnis der geistigen Unterdrückung steckt. Letztendlich ist der Film nur eine simple Kritik am Fernsehen oder halt an der Gesellschaft, dass sie so blöd ist und den Mediendreck aus der Glotze schlucken.

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TheDrPepperPower

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Absolut meine Meinung. Ich fand den Film total belanglos und Faye Dunnaway total schrecklich, obwohl sie alle so loben. Die Ambition des Films ist simpel und auch noch oberflächlich und anstrengend inszeniert. Für mich einer dieser Filme, bei denen ich nicht den blassesten Schimmer habe, warum sie den Klassikerstatus innehaben.


cannibal83

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Bewertung4.0Uninteressant

Es tut mir irgendwie weh diesem Film eine solche niedrige Bewertung zu geben, denn vieles was in den Lobpreisungen über "Network" geschrieben wird ist wahr: Die Story ist nach wie vor aktuell, die schauspielerischen Leistungen glänzend, und die Dialoge messerscharf.

ABER: Warum muss das alles sooooo langweilig, staubtrocken und überraschungsfrei daherkommen? Wobei das größte Manko Lumet's Unentschlossenheit auf das Genre bleibt: Ist das jetzt Drama oder eher Satire? Die dramatischen Szenen jedenfalls sind für die Katz, weil man einfach nicht genug Interesse für die durchgehend unsympathischen Charaktere aufbringt. Die satirische Elemente wirken ebenfalls unausgegoren und deplatziert, wenn zwischendrin immer wieder auf "Ernst" gemacht wird.

Natürlich ist "Network" anhand klassischer Kriterien kein schlechter Film. Gefallen hat er mir trotzdem zu keinem Zeitpunkt.

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