Haus der Sünde

L'apollonide (Souvenirs de la maison close) (2011), FR Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.04.2012


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7.0
Kritiker
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6.3
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10 Kommentare
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von Bertrand Bonello, mit Hafsia Herzi und Céline Sallette

Die Apollonide, die feurige Anhängerin des Apoll lebt im Haus der Sünde um die Jahrhundertwende und lädt ein zum Blick ins Hinterzimmer der Liebe.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt das “L’Apollonide”, das Haus der Sünde – ein Bordell in Paris, seine letzten Tage. In dieser in sich geschlossenen Welt verliebt sich so mancher Mann, während andere ihre bösartigen Gedanken ausleben. Die Mädchen hingegen teilen ihre Geheimnisse, ihre Ängste, ihre Lust und ihren Schmerz…

Hintergrund & Infos zu Haus der Sünde
Was der Titel doch über das jeweilige Land auszusagen vermag: Im französischen Original heißt der Film poetisch-verklausuliert L’Apollonide (Souvenirs de la maison close), der internationale Titel lautet House of Tolerance, nur auf deutsch erscheint er provokant-verklemmt Haus der Sünde.
Unbeeindruckt von solchen Differenzierungen feierte Haus der Sünde seine Premiere 2011 in Cannes, wo Regisseur Bertrand Bonello (Der Pornograf) prompt für die Goldene Palme nominiert wurde (die dann an The Tree of Life ging, den wenig schlüpfrigen Film).

Bei den Césars 2012 gab es bei insgesamt acht Nominierungen (u.a. für Adele Haenel und Céline Sallette als Beste Nachwuchsdarstellerinnen) den Preis für die Besten Kostüme. (EM)

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Kommentare (10) — Film: Haus der Sünde


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Hartmut Wastian

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein sehr schön inszenierter Film, der nur seine Geschichten etwas genauer erzählen müsste: Madeleines Verstümelung, Paulines Abreise, die Rache durch den Panther und schließlich die furchtbare Syphilis werden zwar angedeutet und auch problematisiert, aber nur, um dann zum nächsten schönen Bilderreigen zu wechseln.

Dennoch ein sehr schön anzusehender Film, der neben einer besseren Erzählform auch die eine oder andere Kürzung gut vertragen hätte können.
Für Fans von Sittengemälden oder Zeitgeschichte ein heißer Tipp.

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Johannes Jarchow

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Bewertung7.0Sehenswert

Genialer Schlussakkord!

Alice Schwarzer hätte wohl ihre Probleme mit all der Verherrlichung von Hurerei. Die Freier sind schön, der Champagner fließt in Strömen, alle sind glücklich, alle sind froh - und überall wo man hinschaut, Liebe und Friede und so. Ein eindeutig männliches Märchen. Da möchte man glatt auch Hure sein.

Bunnyfaktor: 6 (nur die Frauen sind hier freizügig bebildert)

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MrMcJones

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bei diesem Film stimmte alles - Kulissenbild, musikalische Untermalung, Handlung! Die Bildgewalt und die Einzelszenen, obwohl der Film in Perfektion dahingleitet, sind fabelhaft!
Volle Punktzahl!

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Moonchild0

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Träumerei. Schöne Frauen, schöne Männer, schöne Kostüme, schöne Musik. Sensibilität, liebende Menschen, Zusammenhalt, Tragik (wenn auch nur unterschwellig und verschönt).

Am Ende wird man wachgerüttelt und Ernüchterung macht sich breit. "House of Tolerance" ist ein überraschend kurzweiliger, ästhetischer Film - dafür aber auch oberflächlich, und das Ende hätte man sich wirklich sparen können.

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deevaudee

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Was war am Ende?? Bin krass eingepennt auf der letzten halben Stunde in etwa. Hab nur noch mitbekommen als der Doc die untersucht hatte, und der einen sagte die wäre Schwanger, die andere hätte Syphillis.


8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Es ist eine Dokumentation eines Edelbordells um 1900. Inhaltlich ist es der Tagesablauf in diesem Etablissement. Es gibt ein Einstellungsgespräch mit Pauline (Iliana Zabeth), eine Anleitung zur Hygiene, eine Untersuchung durch den Amtsarzt, ausführliche Gespräche der Nutten untereinander, manch abartige Praxis (s-m), gemeinsames Essen und einen Ausflug ins Grüne. Und ständig laufen halbnackte Mädels durchs Bild. Es entsteht eine Anti-Welt: hier drinnen und dort draußen. Aber Voyeure kommen nicht auf ihre Kosten, denn der Schnitt lässt keine anteilige Lust aufkommen. Stattdessen ein Schocker: ein blutüberströmtes Gesicht, die Mundwinkel aufgeschlitzt. Damit versucht uns Regisseur Bonello bei der Stange zu halten. Wiederholungen und Details dazu sollen wohl wachrütteln, bilden quasi einen ‘Roten Faden‘. Auch der Split-Screen kann die vierfache Lust am Zuschauen nicht erhöhen. Es gibt Andenken (‘Souvenirs‘), die kann man vergessen. Gegen Ende sieht man die Mädels als tanzende Nymphen auf einer Totenfeier, nachdem eine an der Syphilis gestorben ist. Gruppenstreicheln wird ausgiebig praktiziert. Pauline verlässt das Haus. Gerne würden wir ihr folgen. Dann der zweite Schocker: Musik von Procol Harum ‘Nights in White Satin‘. Das passt zum Anlass wie der Emir zum Eisberg. Jetzt dreht Bonello erst richtig auf mit ganz harten Schnitten: Tränen aus Sperma, die Rote Laterne erlischt, Straßenstrich heute, dazu singt Janis Joplin. Das ist der soziale Abstieg!? Whow! Ein gesellschaftliches Sittenbild, das wir schon kannten. Schön wie der sterbende Schwan. K.V.

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Grimalkin

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Bewertung7.0Sehenswert

Es geht um ein Pariser Bordell um 1900. Hier haben die Freier ausgefallene Wünsche und prall gefüllte Geldbeutel. Aber so schön und extraordinär wie die Kostüme ist das Dasein der Prostituierten natürlich nicht. Das wird spätestens dann klar, wenn Madeleine mit einem Messer ein nachhaltiges Lächeln ins Gesicht gezaubert wird. Das ist nicht uninteressant, aber zwischendurch lässt sich der Film für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Zeit und läuft Gefahr, in die Belanglosigkeit abzudriften. Gewiss geht er nicht allzu sehr in die Tiefe, bleibt insgesamt zu zahm und wirkt auch ein wenig rührselig. Die visuelle Gestaltung und die dadurch erzeugte Stimmung gleichen allerdings einige Schwächen wieder aus, sodass ich letzten Endes recht zufrieden bin. Licht und Colour Grading lassen Bonellos Film immer wieder wie ein Gemälde aussehen, das zog mich von Anfang an in seinen Bann.

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fetabitch

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Hatte genau den gleichen Gedanken, dass einzelne Szenen immer wieder wie Gemälde aussehen. Visuell wirklich schöner Film, auch wenn er sonst hinkt, wie du bereits gesagt hast.


Aufgabe

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Bewertung1.0Ärgerlich

mehr kompromisslosigkeit heißt weniger langeweile. und hippie-mucke und belle epoque gehören nicht zusammen. niemalsnienicht! das ist kein gewollter bruch oder montage sondern schichtweg unpassend. basta!

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T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

wow...ein meisterwerk das wohl nur ich gesehen habe

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Digit

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oder nur du als ein solches sehen kannst...


nikocc

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich bin mit einer etwas anderen Erwartung reingegangen, und war beeindruckt, von dem harten Schicksal der Frauen. Schöne Bilder, harte Zeiten. Ich kenne Paris, habe dort gelebt. Die letzte Einstellung ist krass...

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magX

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bonello ist im Moment einer der besten Regisseure und sicherlich ein Genie. Der Film House of Tolerance ist ein filmisches Meisterwerk - und einer der drei besten Filme des Jahres, wenn nicht sogar der beste.

Man muss den Film allerdings mehrmals sehen, um die Detailvielfalt und die Dimension des Films zu begreifen. Bonello hat in den Interviews bei der Viennale (einem österreichsichen Film-Festival) zwei Publikumsgespräche geführt in denen er auch über die Arbeit gesprochen hat, die letztendlich dazu geführt hat, dass der Film so authentisch ist. Die Schrfitstücke in dem Film (die Briefe und das Buch) sind Dokumente aus der Zeit, in welcher der Film spielt. Schriftstücke, durch die Bonello sicherlich einen Blick in die Epoche und den Berufstand bekommen hat. Doch neben den sozialkritischen Aspekten und der Detailtreue, ist der Film auch filmtechnisch herrausragend: Kamera, Schnitt und Musik sind toll abgestimmt. Durch das Ende gewinnt der Film eine epische Dimension, an die in diesem Jahr sonst nur Take Shelter herankommt. Bevor ich nähere Ausführungen zu dem Film mache, will ich hier anmerken, dass einige den Film zu lang finden. Es wird unterstellt, dass in dem Film nichts passiert - man muss nur genau hinschauen und sich auf den Film einlassen. Es kann durchaus sein, dass beim ersten Mal ein paar Dinge sperrig wirken - wie gesagt: mehrmals anschauen ist der Schlüssel.
Der wunderbare Effekt, der durch diesen Film erzielt wird ist, dass man zwei Stunden lang in diese Zeit und in diese Welt erlebt und das Zeitgefühl verliert. Am Ende steht dann die Traurigkeit, dass dieses Meisterwerk zu Ende ist. Leider läuft er im Moment auch nicht regulär in den Kinos, was die ganze Angelegenheit nochmal trauriger erscheinen lässt.

Nun zu den Details:
!!! Kann Spoiler enthalten !!!

Bei dem Publikumsgespräch wurde unter anderem kritisiert, der Film sei am Ende zu sentimental und auch die Grundstimmung sei zu solidarisch. Ich will an der Stelle diesen Kritikpunkt widerlegen: für mich als Zuschauer wirkt der Film durchaus nicht sentimental, insbesondere, wenn man ins Detail geht. Viele der Frauen sind in diesem Film gezwungenermaßen Prostituierte, sie haben kein Geld um sich loszukaufen. Es kommt zu Gewalt und Übertragungen von Krankheiten. Am Ende wird der Ort, an dem sie über lange Zeit gelebt haben, geschlossen - die Zukunft bleibt für die meisten ungewiss. In den Situationen des Films gibt es eine Solidarität, die bewundernswert ist. Bonello, der ins seinem ursprüngliche Drehbuchentwurf auch Streit und Probleme unter den Mädchen vorgesehen hatte, strich diese weil sie für ihn nicht gepasst haben. Und ich bin als Zuschauer mit dem Resultat völlig zufrieden - ich denke grundsätzlich, dass der Film perfekt ist, aber insbesondere in diesem Punkt bin ich froh über die Entscheidung. Letztlich soll er keine Soap oder RTL-Nachmittagssendung sein, ebensowenig ein Hollywoodfilm. Die Charaktere sind Menschen, deren Handeln ehrlich wirkt. Und um das geht es. An dieser Stelle sei noch ein Zitat des Regisseurs angebracht (als Antwort auf die Kritik/Anmerkung, warum alle Frauen zusammenhalten): "Ich war nicht dabei und du warst auch nicht dabei. Wir können also nicht sicher sein, wie es damals war." (sinngemäß wiedergegeben). Das ist auch der Kernpunkt: es ist zwar möglich, Kostüme und Ausstattung entsprechend zu gestalten, jedoch viel schwieriger ist es, die sozialen Dimensionen der Zeit zu ersehen.

Was zu der tollen Leistung aller DarstellerInnen des Films führt, die natürlich wirken und toll abgestimmt sind. Die DarstellerInnen sind eine Mischung aus unerfahrenen Personen, Schauspielern und es hat auch ein echte Prostituierte mitgespielt. Die Interaktion innerhalb der Frauenkreise, wie auch mit den Männern wirkt sehr vertraut und nicht krampfhaft. Eine tolle Leistung, die gewürdigt werden sollte.

Ich möchte auch auf einen Aspekt eingehen, der sehr in Richtung Interpretation geht und dennoch sehr wichtig für mich ist. In dem Film gibt es ein Buch, welches Prostituierte und Diebe vergleicht. Aus das ist ein zeitgeschichtliches Dokument und es vermittelt glaube ich bis zu einem gewissen Punkt ein Klischee oder ein Vorurteil, dass sich bis heute noch hält: Prostituierte sind nicht so intelligent wie andere Menschen; es geht den Männern nur darum ihre Lust zu befriedigen; es ist ein schmutziger Beruf etc.
Ich muss selbst gestehen, dass auch bei mir im Hinterkopf das ein oder andere Vorurteil im Kopf war. Der Film zeigt eine andere Realität. An der Stelle sei nochmal gesagt, dass es sich um keine idealistische handelt. Aber er zeigt auf, dass Frauen die diesen Beruf ausüben, schön und intelligent sind. Sie haben Träume, Wünsche wie andere Menschen und leben auch - sind zum Beispiel die Mütter von Kindern und ähnliches. Die Kunst des Films ist es diese Gratwanderung zwische Sentiment und Nüchternheit zu zeigen. Die Männer andererseits sind kein gierigen Menschen, die nur das eine wollen. Es gibt zwar auch solche und ebenso Perversionen (der Film ist vor allem in einer Szene überhaupt nicht ziemperlich), aber eine der schönsten Szenen des Films ist folgende: ein Mann will in der Früh nicht aus dem Haus gehen und fragt eine Prositutierte, ob er noch bleiben könne. Sie erwidert darauf, dass die Zeit für Sex schon vorbei ist - er sagt darauf, er möchte eben keine Dienstleistung haben. Er möchte sich nur dort schlafen legen, weil im hier wohler ist. Vielleicht bekommt er hier etwas (außer dem Körperlichen), dass er bei seiner Frau oder in der Außenwelt nicht bekommt. Wärme vielleicht, oder ein positives Gefühl.

Es ist dieser Kontrast zwischen dem provokativen Buch und der Wirklichkeit, zwischen den Wünschen und Sehnsüchten der Männer und Frauen. Kein Schwarz/Weiß, sondern Charaktere, deren Handeln nachvollziehbar ist, die einem Nahe kommen. Am Ende steht eine Prostituierte in den Straßen von Paris (?). Diese Szene hat neben einer Überlegung Bonellos, zwei vorrausgehende Szenen. In der einen sagt eine Prostituierte, dass sie diesen Job noch sehr lange machen wird und eine andere Szene in der (sinngemäß) gesagt wird, dass Prostitution sich verändert hat. Die Häuser werden geschlossen, diese Art von Arbeit auf die Straße verlagert. Möglicherweise schwingt nur bei mir eine Traurigkeit über diese Tatsache mit, denn durch die Verlagerung ergibt sich auch dieses Image des dreckigen Berufs. Die Ästhetik der Frauen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, ebenso die der Häuser geht verloren. Bonello selbst hat den Film deswegen so abgeschlossen, weil er einen Zeitbezug habe wollte (nicht nur über die Musik). "Es sollte nicht das Gefühl entstehen ein Museum zu betrachten."

!!! Spoiler Ende !!!

Über die Musik kann man natürlich auch noch viel sagen, dass sie einerseits - so wie ich es verstanden habe gewählt wurde, weil sie beim Schreibprozess vom Regisseur gehört wurde und eine Inspiration war - andererseits aber auch durchaus kritische Aspekte haben kann. Musik von Afroamerikanern als Randgruppen in Amerika, teilweise als Gefangene - hier der Vergleich zu den Prostituierten, die ihren Beruf unfreiwillig ausüben. Für mich einfach tolle Musik, die den ohendies schon grandiosen Film zu einem Meisterwerk macht. Selten habe ich sowohl Klassik, wie auch Soul so genossen.

Ich kann nur empfehlen, diesen Film zu sehen - am besten so oft wie möglich und sich auf dieses wunderbare Werk einzulassen. Man bekommt alles, was einen Film auszeichnet und es bleibt zu hoffen, dass Bonello bald den nächsten Film dreht. Ich bin mir zudem sicher, dass der Kommentar dem Film nicht gerecht wird. Ebenso zu empfehlen ist - wenn sich die Gelegenheit bietet - ein Gespräch mit dem Regisseur zu führen: er ist bodenständig, sehr nett und (was nicht immer der Fall ist) man merkt, dass er seine Antworten durchdenkt und dass der Film eben nicht nur aus einem Gefühl, sondern eben auch mit dem Kopf gemacht ist.

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New Cameron

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Idialist

Der Film versucht krampfhaft sensibel zu wirken und verliert sich dabei in Trivia und genau dein Zitat bringt es auf den Pkt.
"Ich war nicht dabei und du warst auch nicht dabei. Wir können also nicht sicher sein, wie es damals war."
So bleibt nur halbgare Larmoyanz übrig. Ich empfehle so einen Film nicht weiter


magX

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Zumindest hat sich Bonello mit Zeitdokumenten auseinandergesetzt und in Summe ein ästhetisches Gesamtkunstwerk geschaffen, in dem alles - Musik, Kamera, Schnitt, Ausstattung etc. - passt. Im Grunde genommen kann man ihn ja auch als einen Film über Solidarität zwischen Frauen und die Probleme von Prostituierten sehen. Da ich weder sensible Film mag noch ein Idealist bin, kann ich getrost sagen, dass mir der Film dennoch gefallen hat und mit Abstand einer der besten Filme überhaupt ist. Kramphaft emotional finde ich eher Hollywood-Filme wie Herr der Ringe oder Avatar.



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