Jung und unschuldig

Young and Innocent (1937), GB
Laufzeit 80 Minuten, FSK 6, Thriller, Drama

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- Kritiker
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Jung und unschuldig - Bild 746055
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von Alfred Hitchcock, mit Nova Pilbeam und Derrick De Marney

Robert Tisdall soll die Schauspielerin Christine ermordet haben. Er bricht aus dem Gefängnis aus, um seine Unschuld zu beweisen. Doch dann läuft ihm ausgerechnet Erica über den Weg, die Tochter des Polizeichefs.

Handlung

Der Filmstar Christine Clay wird, nachdem sie einen Streit mit ihrem Mann gehabt hat, tot aufgefunden – und zwar von ihrem amerikanischen Freund Robert Tisdall (Derrick De Marney). Die Polizei verdächtigt ihn prompt, sie mit dem Gürtel eines Mantels erwürgt zu haben. Robert kann seine Unschuld jedoch nicht beweisen, weil ihm sein eigener Mantel zuvor gestohlen worden ist. Er flieht und versucht dabei die Tochter des Polizeidirektors, Erica Burgoyne (Nova Pilbeam), als Verbündete zu gewinnen.

Nachdem er sich in ihr Fahrzeug geschlichen hat, setzt sie ihn zunächst in einem verlassenen Landhaus aus. Dann bekommt sie aber doch Mitleid und versorgt ihn mit Lebensmitteln. Robert überzeugt sie von seiner Unschuld und versucht gleichzeitig eine Liebesbeziehung mit ihr aufzubauen. Ihre gemeinsame Flucht im Auto führt sie über Umwege zu Old Will (Edward Rigby), der den Mantel besitzt – jedoch ohne Gürtel. Erica wird inzwischen von der Polizei gefasst, während Robert sich mit Old Will auf die Suche nach dem Gürtel macht.

Eine Spur führt sie zum „Grand Hotel“, wo sie den Mörder vermuten. Das Einzige, was sie über ihn wissen, ist, dass er unablässig mit den Augen blinzelt. Der gesuchte Mann spielt tatsächlich in einer Band im Ballsaal des Hotels. Er merkt, dass sie ihm auf der Spur sind und erleidet einen Nervenzusammenbruch, woraufhin er den Mord gesteht. Er ist kein Geringerer als der Mann der Ermordeten.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Jung und unschuldig

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Jugend ist doch unverbesserlich. Sie ist wankelmütig und unvernünftig. Ein junges Mädchen verliebt sich Hals-über-Kopf in einen mutmaßlichen Mörder. Was soll Papi davon denken? Der ist doch Polizei-Chef und soll den Entflohenen aufspüren. Der Mann auf der Flucht ist natürlich unschuldig, das ist schließlich ein Hitchcock-Film. Beide sind jung und unschuldig. Hitchs Plädoyer für die Jugend ist ein bissiger Kommentar auf die bürgerliche Gesellschaft der Älteren, der es einzig um Kontrolle geht. Jeder ist verdächtig, jeder der abweicht. Allein die Essensszenen, wo den Kindern ständig gesagt wird, was sie nicht dürfen, ist bezeichnend. Nur wenn sie sich wie Erwachsene kleiden, so reden und so benehmen, sind sie ein ehrbarer Teil der Gesellschaft. Hitchcocks Ironie haben wir dann eine der besten Szenen zu verdanken, wenn die misstrauische Tante Blindekuh auf einer Kinderparty spielt und es fast schafft unsere zwei Helden zu schnappen. Noch nie war dieses Spiel spannender!

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Hendrik

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Bewertung5.5Geht so

Einer von Hitch's früheren "wrong man"-Filmen - aber nicht gerade einer seiner stärksten.

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