Spider-Man 3

Spider-Man 3 (2007), US Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Kinostart 01.05.2007


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
5.9
Kritiker
61 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5
Community
21033 Bewertungen
164 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Sam Raimi, mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst

Im dritten Teil der Comicadaption hat es Superheld Tobey Maguire mit ganz schön vielen Gegenern zu tun: dem Sandmann, seinem besten Freund und sich selbst.

Im dritten Teil von Spider-Man hat Peter Parker (Tobey Maguire) es endlich geschafft, seine Liebe zu Mary Jane (Kirsten Dunst) und seine Pflichten als Superheld in Einklang zu bringen. Doch schon ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. Als sich Spider-Mans Anzug plötzlich pechschwarz verfärbt und ihm neue, ungeahnte Kräfte verleiht, verändert dies auch Peter und bringt die dunklen, rachsüchtigen Seiten seines Charakters ans Licht, Eigenschaften, die Peter bald nicht mehr kontrollieren und beherrschen kann. Unter dem Einfluss des Anzugs wird Peters Ego immer größer. Dabei vernachlässigt er zunehmend all die Menschen, denen er am meisten am Herzen liegt. Bald ist Peter gezwungen, sich zwischen der verführerischen Kraft des neuen Anzugs und dem mitfühlenden Helden, der er einst war, zu entscheiden. Peter muss seine persönlichen Dämonen bezwingen, während zwei der meist gefürchteten Schurken, Sandman (Thomas Haden Church) und Venom (Topher Grace), beispiellose Macht erlangen und in ihrer Rachsucht Peter und jeden, den er liebt, bedrohen.

  • 37795279001_681382784001_ari-origin07-arc-184-1290187868740
  • 37795279001_1860606574001_th-5061bd4f4facb0e4ac581aee-1592194019001
  • Spider-Man 3 - Bild 6421823
  • Spider-Man 3 - Bild 6421809
  • Spider-Man 3 - Bild 21375

Mehr Bilder (27) und Videos (3) zu Spider-Man 3


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Spider-Man 3
Genre
Superhelden-Film, Actionfilm
Zeit
Gegenwart
Ort
Broadway, New York City
Handlung
Amnesie, Bestattung, Beste Freunde, Blockbuster, Butler, Böser Chef, Bösewicht, Cartoon, Doppelte Identität, Egomanie, Eifersucht, Feindschaft, Fotograf, Freundschaft, Friedhof, Gebet, Gefeuert, Glockenturm, Große Liebe, Gut und Böse, Heiratsantrag, Jazz Club, Kostüm, Labor, Maske, Meteor, Narzissmus, Professor, Rache, Sand, Sandsturm, Schauspieler, Seitensprung, Superheld, Tante, Tanz, Tod eines Freundes, U-Bahn, Vergebung, Verlobungsring, Vermieter, Witwe
Stimmung
Aufregend, Witzig
Tag
Blockbuster, Sequel
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Columbia Pictures Corporation, Laura Ziskin Productions, Marvel Enterprises, Sony CEE

Kommentare (146) — Film: Spider-Man 3


Sortierung

Troublemaker69

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Und auch hier gelingt es Raimi eine gelungene Fortsetzung, wenn auch mit ein paar Abstrichen, zu inszenieren.
Genauso wie in Teil eins und zwei spielt die Entwicklung wieder eine ziemlich große Rolle. Wo im zweiten Teil noch Harry ein wenig im Fokus lag, setzt man hier wieder komplett auf Peter. Sein Kampf zwischen Gut un Böse, seine Entscheidung zwischen dem leichten und dem schweren Weg.
Mit drei Bösewichten wirkt der Streifen zwar ein wenig überladen, kann das aber durch tolle Effekte und viel Spannung wieder wett machen.
Man nimmt sich die Zeit die Vorgeschichte der drei Schurken ausführlich zu erzählen, wodurch sie teilweise gar nicht mal so böse herüberkommen und man öfters auch mal ein wenig Mitleid für das Schicksal dieser doch schon recht armen Menschen hegt.
Tobey Maguire spielt hier genauso genial wie in den ersten beiden Filmen und kommt hier komplett anders herüber. Er wirkt fieser und cooler, aber dafür auch humorloser.
Raimi´s Finale am Ende des Streifens ist gigantisch und dennoch nicht überladen und ist der gelungene Abschluss einer der besten Trilogien im Comicgenres.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Felix.DjTunefish.Fischer

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Fand einfach alle Spider-Man Filme klasse! Immer wieder gerne!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

lok

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Von der Action her ziemlich gut, aber leider zu langatmig und mit viel zu vielen Klischees und einer nervigen Liebesstory

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Kreaexo

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich hab mir wirklich Mühe gegeben diesen Film zu mögen und es wäre auch fast gelungen.
Denn dass der Film mit Antihelden vollgestopft ist stört mich keineswegs. Finde die Machart und dass es fast von Anfang an zur Sache geht, allerdings trotzdem auf einen klassischen Showdown zusteuert, richtig erfrischend.
Das größte und einzige, allerdings schwerwiegendste Problem was ich habe, weswegen ich den Trilogieabschluss doch skeptisch gegenüber stehe ist ganz einfach der Werdegang der Figuren. Bis auf Sandman kaufe ich niemanden ihre Geschichte und deren Beweggründe ab. Wirkt alles zu aufgesetzt, zu erzwungen.
Vor allem Venom-Eddie ist ja wohl die armseligste Sau. Sowas Lächerliches hab' ich selten gesehen.
Außerdem frage ich mich, ob die Szene, in der auf einmal kurz vor einem Sprung von Spider-Man eine riesige Amerikaflagge im Hintergrund zu sehen -, wirklich notwendig gewesen ist.
Aber seis drum. Sehr schade, hätte Spider-Man gerne einen besseren Abschluss gegönnt, denn Potential hatte der Film von Sam Raimi gewiss.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

el-deglabolo

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Ein absolutes Paradebeispiel dafür, wie man ein erfolgreiches Franchise gegen die Wand fährt. Drei Superschurken werden gleichzeitig vermurkst während Peter Parker zur Fremdschämfigur verkommt...
So much Nope!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Zak

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

gerade das der so vollgepackt ist macht den film so richtig sehenswert...rockt richtig der teil....

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

BenjaminMagdziak

Antwort löschen

aber manchmal gibt es melonen ohne kerne ^^


Zak

Antwort löschen

..ist wie n sack ohne sperma..völlig unfruchtbar


Spielberg_Fan

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Mit dem Abschluss seiner Spider-Man – Trilogie hat sich Regisseur Sam Raimi leider etwas verkalkuliert.

„Spider – Man 3“ möchte zu viel und scheitert an seinem Vorhaben. Die Fülle an Feinden ( Sandman, Venom, Harry Osborn als neuer grüner Kobold), zusätzliche neue Charaktere ( Gwen Stacy) und die Absicht, hier noch mal was Großes zu präsentieren tun dem Film letztendlich nicht gut. Spidys Gegenspielern wird viel zu wenig Screentime eingeräumt und die Figur der Gwen Stacy verkommt zu einem dummen Blondchen. Darüber hinaus, fühlt sich „Spider-Man 3“ im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern wie ein gigantisches Liebesdrama an. Sicher spielte auch die Liebesgeschichte zwischen Peter und M.J in Teil 1 und 2 auch eine große Rolle, nur hier wirkt alles viel aufgeblasener. Dann gibt es noch solche Ausrutscher wie die Performance von Maguire, als er zu einem richtig doofen Arschloch mutiert und diese furchtbare Tanzeinlage in einer Jazz-Bar. Auch die Actionszenen übertreiben es an manchen Stellen doch etwas zu sehr. Trotzdem, „Spider-Man 3“ hat auch seine guten Seiten.

Insgesamt wird die Geschichte die mit dem ersten Teil begann, mit dem zweiten ihre Wendung fand, gut zu Ende erzählt. Auch wenn Raimi mehr wollte und daran scheiterte, blicken doch immer wieder gute Ansätze durch die Geschichte und durch die Charakterentwicklungen. Langeweile findet sich in den knapp 138 Minuten Laufzeit nicht, was man wieder dem guten Mix aus Action und Story zu verdanken hat.

Insgesamt hat Sam Raimi mit seiner Spider-Man-Trilogie eine echt gute Arbeit abgeliefert, die dem Comic-Genre für die große Leinwand einen wichtigen Anstoß verpasst hat. Sicher wäre es interessant gewesen zu sehen, was Raimi alles noch für Teil 4 und 5 geplant hatte. „Spider-Man 3“ war ja praktisch der Abschluss für die Dreiecksgeschichte von Peter, M.J und Harry. Aber auch das Reboot kann man jetzt nicht als Fehlgriff bezeichnen. Ich war positiv überrascht von „Amazing Spider-Man“ und halte ihn sogar für noch besser als die Raimi- Interpretation.

PS: Für „Amazing Spider-Man“ existiert schon eine Review von mir und die zum zweiten wird auch bald folgen.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Eixenxxl

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die erste Spiderman Trilogie ist eine der wenigen Filmreihen die nicht mit jedem Teil rapide an Qualität einbüßen, sonder es schaffen sich qualitativ die Waage zu halten.
Der dritte Teil wirkt nicht aufgegossen, hat ein paar tolle Twists, noch mehr Action und auch wieder viel Gefühl parat und deckt auch Storymäßig alles wichtige ab ohne den Zuschauer fragend zurück zu lassen.
FAZIT: Toller letzter Teil mit einem packenden Showdown und einem würdigen Ende! :)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Vaultguy

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Zu überladene Story , ansonsten nicht Übel.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Ioosh698

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ach ja, da waren es schon drei. Nach zwei überaus gelungenen Vorgängern bringt Sam Raimi seine Trilogie um " die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft" trotz kleiner Schwächen zu einem würdigen Ende.
Tja, als Superheld hat man schon einen schweren Job. Es schien alles perfekt zu sein im Leben Peter Parkers, alias Spider Man. Die Verbrecher fürchten ihn und in der Liebe scheint auch alles zu harmonieren. Endlich,nach so vielen Jahren hat es Peter geschafft das Herz seiner großen Liebe Mary Jane zu erobern. Doch wie sich schon vermuten lässt währt diese Idylle nicht lange...
Neue Superschurken sind schon im Anmarsch, jedoch eher unfreiwillig bzw. eher durch unglückliche Wendungen des Schicksals. Da gäbe es zum einen den Ganoven Flint Marko. Er spielt in der Story, nein in der ganzen Spider Man-Geschichte, eine entscheidene Rolle wie sich hier herausstellt. Im Grunde jedoch will er gar nicht der sein der er jetzt ist, das Schicksal spielte ihm übel mit. Seine Tochter ist Todkrank, er begeht Raubüberfälle etc. um die Behandlung seiner Tochter zu ermöglichen. Als er während einer Flucht in ein , nun ja ich nenne es mal Chemisches Testgelände, fällt wird er zu einem üblen Monster, dem Sandman.
Dann gibt es noch den Fotograf Eddie, er arbeitet für den selben Verlag wie Peter...den Daily Bugle. Eddie fühlt sich von Peter gedemütigt und "mutiert" im Verlauf des Films zu Spider Man in schwarz, Venom.
Ähnliches widerfährt Peter auch, dazu jetzt mehr. Eine Nachts wird Parker zum Opfer einer Außerirdischen Substanz, sie ähnelt einem Schwarzen Schleim...ist aber im Grunde genommen ein eigenes "Lebewesen". Sein Anzug wird schwarz, Peters Fähigkeiten verbessern sich. Er merkt jedoch schnell das der schwarze Anzug sein inneres schädigt. Peter wird arrogant und einfach nur unausstehlich. Er schafft es jedoch vorerst nicht sich davon zu trennen. Doch als es schließlich klappt, mutiert die Substanz wie schon gesagt auf Eddie, der zur falschen Zeit am falsch Ort ist.
Und ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, macht nun auch noch Harry Osborn, ehemals Peters bester Freund, Jagd auf ihn. Wird Spider Man es noch einmal schaffen alles zu retten?, sich zu retten?
Fazit: Spider Man 3 ist nicht der beste Teil der Reihe, aber dennoch ein super Film der den Zuschauer toll unterhält! Meiner Meinung nach gab es im Film einfach zu viele Schurken, es wirkte vieles zu überdreht. Insgesamt aber ein sehr guter Abschluss um Peter Parker !

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

SherlockHobbit

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Jaaaa, beim dritten Teil ist das immer so ne Sache ... er wirkt einfach zu lächerlich auf mich, besonders in anbetracht der beiden gelungenen anderen Teilen, aber der dritte Teil konnte mich am Schluss nicht wirklich überzeugen, trotzdem mag ich Spiderman und damit diesen Film auch ... ein wenig ^^ Mann kann ihn sich schon anschauen, besonders als Fan :3 wie ich ^^

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

jacker

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

So viel Kritik überall, so viel Enttäuschung.
Ein wenig erkenne ich die Kritik zwar an (manches mag 'objektiv' richtig sein), trotzdem macht mir der Film unheimlich viel Spaß! Ich kann schon verstehen wo manche Probleme liegen (einige sind nicht von der Hand zu weisen), aber bin fast vollständig (bei jedem Problem, bei jeder Szene, etc.) der Meinung, dass es einen Grund für das Gezeigte gibt und es im Gesamtkontext (!) absolut Sinn macht. Alles (auch die Unzulänglichkeiten) fügt sich mit den weiteren Puzzlestücken soweit zusammen, dass eine wunderbare 'Symbiose' entsteht.

Ich werde konkret und SPOILERE dabei sicher auch ein wenig:
Manche kritisieren das Verhältnis von MJ/Peter. Es stellt für mich eine perfekte Fortführung ihrer beider Historie dar! Die Entwicklung in Teil1 & 2 ist ja bekannt - am Ende des zweiten Teils (dem Start ihrer gemeinsamen Zeit als Paar) gibt MJ ihm sogar, durch den motivierenden Satz "Go, get'em Tiger!" die Legitimation seine Mission als Spiderman mit aller Konsequenz durchzuziehen. Das birgt jedoch einen unangenehmen Nebeneffekt: Sie ist bereits zu Beginn ihrer Beziehung dazu verdammt, immer nur die zweite Geige zu spielen. Wie ihre Beziehung verläuft können wir uns wohl denken (bei Peter läuft IMMER der Polizeifunk), das M.J. sich nach Nähe sehnt auch. Hier steigen wir zu einem Zeitpunkt (wieder) ein, zu dem sich das Verhältnis der Beiden bereits völlig entfremdet hat. Peter Parker jedoch, der von allen Seiten nur Zustimmung erfährt, der Held der Stadt ist, hochgejubelt wird, von Kids mit Spidey T-Shirts gefeiert, fällt das überhaupt nicht auf. Seine Wahrnehmung anderer Menschen ist nur noch auf das 'retten' von in Not geratenen Opfern beschränkt. Und das hat Gründe!

Diese Gründe fprmen den Kernplot von SPIDERMAN 3: Dem vormals so unsicheren und selbstlosen Peter Parker steigt sein Ruhm zu Kopf, er wird arrogant, Ich-bezogen, sein Ego wächst. Und deshalb bemerkt er die Probleme seiner Freundin nicht mal mehr. Egal worüber sie klagt, er dreht es in ein Spiderman-Gegenbeispiel, egal was SIE bewegt, er dreht es in ICH. Das geht so weit, dass er ihr den Antrag machen will, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie in ihrer Welt und mit den Umständen ihrer Beziehung todunglücklich ist! Soweit dass sie sich nicht mal mehr traut ihm anzuvertrauen, dass sie nach dem ersten Abend bereits aus der Show gefeuert wurde. Soweit dass sie, ohne es wirklich zu wollen, nur in der Hoffnung wieder wahrgenommen zu werden (!), zu einem Ex-geliebten fährt und dort droht die Kontrolle zu verlieren.

Um diese Wandlung von Peter Parker geht es und sie bildet den perfekten Anknüpfungspunkt für beide (bzw. alle drei) Villains in SPIDERMAN 3 (die ja auch viel kritisiert werden). Keine Frage, der Sandman wird ziemlich unspektakulär eingeführt, die Verwebung mit dem (eigentlich längst geklärten und ad acta gelegten) Tod von Uncle Ben tut in ihrer Plumpheit (und Verdrehung der etablierten Fakten) fast weh. Das ist jedoch zu verschmerzen, da die viel interessantere Komponente des Sandmans die Wirkung, welche er auf Parker/Spidey ausübt, ist. Er macht ihn wütend, rasend, lässt einen ungekannten Hass in Parker aufsteigen, den Drang nach Rache und Brutalität aufkommen. Das sind Seiten, die Peter in sich als vergangen geglaubt hatte und die aufgrund seiner bewussten Zuwendung zu 'großer Verantwortung' nicht mehr existierten. Bis jetzt. Und diese Wut ist die zweite Wandlung, die Parker hier zu negativerem Wesen hin durchläuft.

An dem Punkt kommt die außerirdische Lebensform, der 'Symbiont' ins Spiel und erhält (bei Befall von Parker/Spiderman) quasi instantan seine Daseinsberechtigung: Was wir sehen, deckt sich sauber mit Dr. Connors Beschreibung der außerirdischen Lebensform - sie verstärkt negative Gefühle in ihrem Wirt und einmal verbunden wird es schwer sie wieder abzulegen. Alles was Parker an Wandel erfährt wird durch den Symbionten verstärt und noch wichtiger: seine Selbstwahrnehmung des wütenden, aggressiven, von Hass gesteuerten Peter Parkers wird ins positive verschoben. Die schwarze, klebrig, lebendige Masse bringt in wortwörtlich um den Verstand.

Ein Parker, der sich selbst als den Größten ansieht.
Ein Feind, der diesen arroganten Parker agressiv und wütend macht.
Ein Parasit, der diese Wut ins Unermessliche steigert.

Besser geht es doch gar nicht! Und da ich felsenfest davon überzeugt bin, dass SPIDERMAN 3 sich noch mehr als die vorhergehenden Episoden mit Parkers Psyche befasst, ist es kein Problem, dass diese Villains mehr oder weniger gesichtslos besetzt sind (verglichen mit Dafoe / Molina). Weil ihre Wirkung auf Parker ihre Funktion darstellt.

Weiter im Text:
Dann ist da die oftmals thematisierte und zweifellos vorhandene Überladenheit, ein wahres Chaos der Charaktere. Da ist M.J. als Peter's Freundin, Gwen Stacy als verlockende weitere Frau, Harry der zwischen mordlüsternem Racheengel und bestem Freund hin und her schwankt, der Sandman, der 'Symbiont' der später zu Venom wird, der gute Parker, der böse Parker, der alte Spiderman, der dunkle Spiderman. Es hört nicht auf.

Was viele stört (weil auch in 150 Minuten nicht alle dieser Figuren genug Beachtung finden können!), finde ich aber sowohl für den Abschluss der Trilogie, als auch für die Entwicklung von Parker's Person ziemlich passend. Die Dinge steigen ihm über den Kopf, alles wird zu viel, seine (und Spiderman's) Probleme lassen sich nicht mehr alleine lösen - Spiderman droht zu scheitern, weil zu vieles auf einmal zu sehr ineinander greift, um noch zu bewältigen zu sein. Auch hier nochmal: Das wichtige dabei ist nicht der Charakter der einzelnen Gegner, sondern dass sie zusammen agieren und Spiderman erstmalig merkt, dass die Übermacht zu groß für ihn ist!

Ich könnte noch weiter schwadronieren, warum das eine oder andere, offensichtlich vielleicht zunächst als Drehbuchschwäche erkennbare, doch gar nicht so schlecht ist und im Kontext Sinn macht, aber es tut einfach noch Not ein wenig auf Raimi, seine Autoren und seine Inszenierung einzugehen.

Denn am meisten begeistert mich in SPIDERMAN 3 die Atmosphäre!
In Teil 1 war sie sehr comichaft und leicht. Das hat einfach Spaß gemacht. In Teil 2 wurde es dann etwas nachdenklicher und inhaltsschwangerer. Und hier liegt nun beides in wundervoller Balance vor. Wenn Spidey mit seiner dunklen Seite kämpft und in Rage gerät, sich nachts im schwarzen Anzug durch die Häuserschluchten schwingt, oder eiskalt seinen eigentlichen Freund Harry abserviert, wirkt das bedrohlich, kalt und düster. Auf der anderen Seite gibt es Momente in denen Peter maßlos (!!!) überzeichnet über den Broadway flowt und seinen neu erlangten 'verruchten Charme' tänzerisch auskostet. Fast Slapstickhaft übertrieben und eine grandiose Metapher auf 'The bad guy gets the chicks'. In der Darstellung bildet das (und viele weitere Momente in SPIDERMAN 3) die Spitze der Comichaftigkeit. Standbild, ein Kasten drum, schwarze Outlines um die Figuren, Sprechblasen und es könnte 1:1 aus einer Print-Ausgabe entstammen. Auch die ständigen, trashig an die Vergangenheit Raimi's erinnernden 'Blitz und Donner bei Nacht' Shots, die Kulisse insgesamt, usw. das alles lässt ebenfalls keine Zweifel an der Herkunft der Vorlage aufkommen.

Bedenkt man, dass die Autoren mehr oder weniger gezwungen wurden noch einen weiteren Villain ins Drehbuch hineinzuschreiben, ist das Resultat mindestens zufriedenstellend. Venom sollte es eigentlich gar nicht geben, im Resultat ist nun Spiderman's Kampf gegen den Einfluss der außerirdischen, parasitären Lebensform der interessanteste Strang im Film (und wunderbar in Einklang mit der Wut, die der Sandman hervorruft, gebracht - aber ich wiederhole mich). Somit krankt das Skript vielleicht an manch typischer Filmkrankheit (was Handeln und Nachvollziehbarkeit der Figuren betrifft), muss sich aber keinesfalls dem Vorwurf stellen es wurde künstlich etwas reingequetscht, was sich nun wie ein Fremdkörper anfühlt. Dem ist nicht so, das Konstrukt ist in sich stimmig.

Was soll ich sagen? Mir macht SPIDERMAN 3 (wie man vielleicht merkt) trotz objektiver Holprigkeiten einen Riesen-Spaß! Wild vernetzte Geschichte, interessante Atmosphärenwechsel und Humor, abgerundet von knallender Action (die für mich handwerklich das Highlight der Reihe bildet). Ich überlege fast ob es für mich das Highlight der Trilogie ist! Ja der Trilogie, denn das ist es für mich: eine echte und in sich geschlossene Trilogie.

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

TheAvenger

Antwort löschen

Wow, besser hätte ich das auch nicht schreiben können! Wollte gerade was ähnliches formulieren aber Du bringst es perfekt auf den Punkt! Danke dafür :D


jacker

Antwort löschen

Schön wenn ich dir die Arbeit abgenommen hab ;)
Finde der Film tut wirklich exakt das, was ein Comicfilm tun soll: Spaß machen!


Alienator

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Im Netz der Unzulänglichkeiten

Während die ersten beiden Teile noch Substanz und psychologischen Feingefühl hatten, und dieses kombiniert wurde mit atemberaubender und durchaus realistischer Fantasyaction, ist dieser Teil ein unrühmlicher Abschluss.
Der abschließende Teil der Geschichte wurde zuviel zugemutet: zuviel Emotionen, zuviel Action, zuviel Schurken. Raimi verläuft sich in seinen eigenem Universum. Weniger, sprich die Konzentration auf die zwischenmenschliche Entwicklung zwischen MJ und Peter zu legen überwirft sich hier Raimi in eine Sammelsurium von Effekten und Action, die die restliche Geschichte alt aussehen lässt.
Die Figuren agieren nur noch als Stichwortgeber und man vermisst den surrealistischen Charme der Figuren, die die ersten beiden Teile ausmachte.
Einfach nur zuviel. Weniger wäre mehr. Und mit einem "Reboot" ist es auch nicht getan.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

StevenG

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

für mich als Spiderman fan sehr enttäuschend gewesen

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Cayopei

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Bunt, ein bißchen zu lang, aber unterhaltsam. Lustig, dass Peters dunkle Seite mit einer schlechten Frisur korreliert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

DieFilmguckerin

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Leider nicht gut. Gar nicht gut.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Dr.Hasenbein

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Spiderman 3 ist ganz klar der schwächste Teil er Raimi Trilogie,
passenderweise auch er letzte.
Das heißt aber nicht das wir es hier mit einer schlechten Comicverfilmung zutun haben.
Es ist nur so dass die Vorgänger die Messlatte ziemlich hoch gelegt haben
und dieser hier doch teilweise recht überladen ist.
Mit 140 Minten ist der Film nicht gerade kurz,
hat aber trotzdem damit zu kämpfen allen Figuren gerecht zu werden und ihnen genug Zeit einzuräumen.
Hier und da ein Handlungsstrang weniger hätte dem Film gut getan und hätte ihn deutlich knackiger erscheinen lassen.
Es ist zwar schön dass er sich sehr viel Zeit für seine Figuren nimmt und nicht komplett auf Action und Effekte setzt,
aber etwas mehr davon und etwas weniger Liebesgeschichte hätte hier nicht geschadet.
Maguire kann hier aber nicht nur als Peter Parker und Spiderman glänzen,
auch als böser schwarzer Spiderman und arroganter Parker macht er eine gute Figur und trägt so ganz souverän den Film auf seinen Schultern (und das bei den ganzen prominenten Nebendarstellern).
Obwohl ich hier jetzt das ein oder andere auszusetzen habe ist mir dieser Spiderman doch deutlich lieber als die Neuverfilmung
(an die ich mich immer noch nicht rangetraut habe und ihn nach einer halben Stunde ausschalten mußte weil ich Andrew Garfield als Spiderman einfach schrecklich fand)
und find es schade dass Raimi und Maguire nicht weiter gemacht haben.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Big T.

Antwort löschen

Ich glaube ein Kritikpunkt den man bei jedem der neuen Spiderman Filmen anbringen kann ist wirklich dass diese immer 2 Stunden oder länger gehen was bei jedem einzelnen Film, zumindest bei mir, zu einer Phase führt wo sich der Film etwas zieht. Einfach komplett unnötig, der erste Teil konnte das noch sehr kaschieren aber mit jedem Teil wurde es schlimmer. Weiß ja nicht ob du schon den ReBoot mit Emma Stone gesehen hast aber da zieht es sich noch mehr wie ich finde :D


Dr.Hasenbein

Antwort löschen

Ja das mit der Länge der Filme ist wirklich so.
Nein, habe ihn nicht gesehen.
Das hab ich ja auch geschrieben,
ich kann mir die Teenie Fresse inkl. schrecklicher Twilight Gedächnis Frisur von Andrew Garfield nicht angucken.
Ich habe den Film schon soo lange Zuhause, bin aber nie weiter als ne halbe stunde gekommen und mußte ausschalten!


Serienchiller

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

*** VORSICHT - DIESE KRITIK ENTHÄLT SPOILER ***

Spiderman 3 macht schon vieles richtig, aber an den wichtigen Stellen auch einiges falsch. Ich finde, die Story ist für einen Superheldenfilm recht tiefgründig geraten und mich stört es auch gar nicht, dass der Fokus so stark auf die (Dreiecks)Beziehung zwischen Peter, Mary Jane und Harry gelegt wird.
Ich hätte es allerdings besser gefunden, den Sandman draußen zu lassen und dafür Harry und Venom mehr Zeit einzuräumen. Die Rachegeschichte hätte doch auch ohne den Sandman funktioniert, wenn man sie allein um Peter und Harry konstruiert hätte.
Der Film zeigt doch sogar (im späteren Verlauf), dass es Harry gelingt, Peters Hass auf ihn zu wecken, indem er ihm Mary Jane "wegnimmt" bzw. sie bedroht. Da gäbe es doch bei beiden Charakteren optimale Voraussetzungen für eine Symbiose mit Venom.
Wozu braucht man da noch ein weiteres Rachemotiv, das so furchtbar aufgesetzt daher kommt?
Onkel Bens Tod war jetzt in allen drei Filmen für Spidermans/Peters jeweilige Krise mitverantwortlich (Teil 1: Bens Tod und Peters Mord an dem Flüchtigen, Teil 2: Peters Eingeständnis, dass er eine Mitschuld an Bens Tod trägt, Teil 3: Upps, es war ja ein ganz anderer Mörder, da musst du in Sachen Vergeltung nochmal nachlegen, Peter) - das hätte man wirklich besser lösen können.
Ich finde die Szenen, in denen Peter seine "dunkle Aufreißer-Seite" entdeckt recht amüsant, da sie auch zeigen, dass der Film sich nicht 100% ernst nimmt. Allerdings schießt die Tanzszene in dem Jazzclub dann doch übers Ziel hinaus und wirkt auf mich deutlich zu albern und unglaubwürdig.
Aber der Punkt, der mich am meisten gestört hat, war diese verdammte Flagge!
Warum muss Spiderman - als er sich zum finalen Kampf aufmacht - an dieser riesigen USA-Flagge vorbeilaufen? Dieser bildlich völlig deplazierte Pathos muss doch wirklich nicht sein! Das zieht für mich die gesamte Dramatik, die zuvor aufgebaut wird, mit einem Schlag ins Lächerliche. Ich hab für diese qualvolle Sekunde allerdings nichts bei der Wertung abgezogen, das wäre dann vielleicht doch übertrieben. Geärgert hat es mich dennoch!
Fazit: Spiderman 3 ist ein gelungener Abschluss der Spiderman Reihe mit Tobey Maguire, auch wenn er ja gar nicht als solcher gedacht war. Die Kampfszenen sind stets auf einem guten Niveau, es gibt eine gute Balance zwischen Spannung und Humor und auch die recht naive Charakterzeichnung wirkt hier eher charmant als störend.
Ich habe den Film jetzt schon viermal gesehen und es gelingt ihm immer wieder, mich zu fesseln und mit der riesigen Flagge zu ärgern. Sehenswert!

bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten

TheAvenger68

Antwort löschen

Die Flagge ist in jedem Teil deutlich zu sehen.
Die können nicht anders die Amis ;-(


Serienchiller

Antwort löschen

Echt? Okay, die beiden Vorgänger habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Nimmt sie denn dort auch wie im dritten Teil den gesamten Szenenhintergrund ein? Man ist ja, wie du schon sagst, leider gewohnt, dass in amerikanischen Filmen oft so ein Ding rumflattert, aber in diesem Fall fand ich das dann doch übertrieben.


Spike1990

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Man merkt das da in Raimis Arbeit rumgefuscht wurde. Das Studio beharrte nämlich darauf Venom als Feind auftreten zu lassen, obwohl Raimi nicht viel davon hielt. Venoms Auftritt ist auch mehr als unwürdig, wenn man bedenkt das er einer der wichtigsten Feinde im Spider-Man Universum ist. Der Rest des Films wirkt auch irgendwie unausgereift und unterm Strich ist der Film auch schlicht und einfach zu lang.

Fazit: Es ist ganz gut das die Reihe mit Sam Rami und Tobey Maguire nicht mehr fortgesetzt wurde

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

EvertonHirsch

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Nach dem sehr sehr guten 2. Teil ging ich mit großen Erwartungen in den Film, schon alleine wegen dem Symbionten/Venom Thema. Leider konnte der Film diese Erwartungen nicht erfüllen. Viel zu überladen, da versucht wurde, zu viele Themen hineinzubringen, um die Trilogie komplett abzuschließen. Dem Film hätte es gut getan, hätte man die Beziehung zwischen Peter und MJ mal einfach gut sein lassen. Venom kommt dadurch leider zu kurz.

Und ich mag es einfach nicht, wenn wichtige Geschichten aus dem Comic plötzlich umgedichtet werden, um dem Film mehr Dramatik zu geben. Die Geschichte um Onkel Bens Tod, das Auftreten von Gwen Stacy, die leider völlig deplatziert und unnötig wirkt.

Leider vergisst der Film eine Stärke der anderen beiden Teile, nämlich sich für seine Figuren Zeit zu nehmen. Aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Handlungssträngen war das hier auch kaum möglich. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen.

Spider-Man in schwarz reißt aber wieder einiges heraus.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch