Sturz ins Leere

Touching the Void (2003), GB
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 29.04.2004

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5.4 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
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13 Kommentare
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von Kevin Macdonald, mit Brendan Mackey und Nicholas Aaron

Erschöpft, aber euphorisch erreichen Joe Simpson und Simon Yates am 3. Tag den Gipfel des 6.356 Meter hohen Siula Grande in den peruanischen Anden. Der Abstieg scheint problemlos, bis Joe stürzt. Sein Kniegelenk ist zerschmettert – in den Anden ein Todesurteil. Simon startet eine außergewöhnliche Ein-Mann-Rettungsaktion und seilt seinen Partner unter extremen Bedingungen ab. Schneegestöber machen Sicht und Kommunikation unmöglich. Die zweite Katastrophe folgt. Joe stürzt beim Abseilen über eine verborgene Klippe und bleibt hilflos in der Luft hängen. Sein Gewicht zieht Simon langsam den Abhang herunter. Ohne zu wissen, in welcher Lage sich Joe befindet, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen, um selbst zu überleben. Er bricht ein Bergsteiger-Tabu und schneidet das Seil durch … Für beide beginnt ein Albtraum. Simon glaubt seinen Freund tot und schafft es zurück ins Basislager. Joe stürzt in eine Gletscherspalte und steht dem physisch und psychisch Unmöglichen gegenüber. “Sturz ins Leere” erzählt von einem Extremabenteuer zweier Bergsteiger, die das menschlich Mögliche neu definieren. Mit Freundschaft, Willen und Durchhaltevermögen trotzen sie Eis, Angst und Tod. Das filmische Tagebuch über eine wahre Begebenheit offenbart tiefste menschliche Potentiale in atemberaubenden Bildern. Joe Simpson und sein Freund Simon Yates erzählen ihr fast tödliches Abenteuer, das sich im Mai 1985 ereignet hat. Der Überlebenskampf der beiden britischen Bergsteiger nimmt bis heute einen herausragenden und umstrittenen Platz in der Geschichte des Bergsteigens ein. Die beiden Bergsteiger erzählen im Interview, während die Szenen am Berg nachgespielt werden.

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Kommentare (13) — Film: Sturz ins Leere

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Uli Kunkel

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Bewertung6.5Ganz gut

Alleine das Nachvollziehen vom sicheren Sofa aus ist bereits ein ziemlicher Höllentrip.
Diese Doku ist was für alle Unerschrockenen, die sich einer mentalen Grenzerfahrung aussetzen möchten, um ihrem inneren Chuck Norris zu begegnen.

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Mr.Film

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alles ist weiß. Es ist kalt. Arschkalt. Es ist stürmisch. Verdammt stürmisch. Und es scheint auswegslos, oh so auswegslos.

Klettern ist ein atemberaubender Sport, es ist ein Sport der höchste Faszination hervorruft, er ist majestätisch. Doch er ist auch extrem gefährlich, ein Fehler und man kann dem Tod hallo sagen. Wenn man zu zweit klettern geht, muss man sich vollkommen auf seinen Partner verlassen können, man muss sein Leben in seine Hände legen. Doch was macht man, wenn man in einer ausweglosen Situation steckt, und entscheiden muss, ob man das Leben seines Freundes, oder sein eigenes Leben rettet? Diese Entscheidung ist nur eine von vielen, die die zwei Bergsteiger Joe und Simon fällen müssen, während die nachgestellten Szenen laufen(perfekt inszeniert) reden die zwei darüber wie alles abgelaufen ist - schonungslos, ohne Kitsch. Sowas wie "ich habe alles getan um ihn zu retten" gibt es nicht, jeder hat an erster Stelle an seinen eigenen Arsch gedacht. Da die zwei von dem Erlebnis erzählen, weiss man das sie überlebt haben, das tut der Spannung dennoch keinen Abbruch, man bleibt angespannt, man gerät von einer "Wie soll der da blos rauskommen"-Situation in die nächste. "Sturz ins Leere" ist "127 Hours" im Eis und im Doku-Stil, es ist genauso nervenzerfetzend und fingernägelabbeißend spannend.

Da hockt ein Kerl, und erzählt wie er mit einem gebrochenem Bein in einem Eisgletscher festsitzt, wie er verrückt wird weil er seit Tagen im Eis sitzt, bei -25°, wie er kurz vorm verdursten ist, wie er immer wieder daran denken muss das sein Freund wohl tot sei, und doch kämpft er. Er kämpft und sucht nach einer Lösung die es nicht zu geben scheint.
Die verrücktesten Geschichten schreibt eben immer noch das Leben, diese Doku zeigt was für ein Überlebenswille im Menschen steckt, zu was er alles fähig ist. Man mag das alles nicht glauben, doch genauso entsteht eine "Der Mund ist und bleibt offen"-Doku. Kevin MacDonald ist wohl einer der besten Dokumentarfilmer, das beweist er hier, und das hat er spätestens mit "Life in a Day" bewiesen.

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Tachitalili

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung nach der beste Bergsteigerfilm ever. Im Dokumentarlook. Eine wahre und unglaubliche Geschichte. So spannend, dass ich Fingernägel gekaut habe; so emotional aufreibend, dass ich mal gelacht mal kurz vorz vorm Weinen war.
Eine WAHHHNSINNSstory und unbedingt sehenswert.

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brigerbaerger

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film kommt sehr nüchtern und sachlich daher, abwechselnd zwischen Doku-Erzählung und Spielfilm. Wahnsinn, was Joe erlebt - einfach unglaublich! Trotzdem hat mich der Film doch nicht so gefangen genommen, wie ich mir das aufgrund der verschiedenen Kommentare vorgestellt hatte. Dass kann auch daran liegen, dass ich mir absolut überhaupt nichts aus Bergsteigen mache. Darum und weil ja von Anfang an klar war, dass alles "gut" ausgeht kommt der Film für mich nicht über eine Sonntag-Abend "Spiegel-TV"-Doku hinaus. I'm sorry...

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random hero

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Bewertung9.0Herausragend

Die Erzählweise ist zurückgenommen und ziemlich sachlich, und doch springt der Funke zu den Bergsteigern schnell über. Man spürt da sitzen einfach zwei Typen von nebenan und erzählen ihre Geschichte, das erzeugt eine große Nähe und Indentifikation fernab von der üblichen Unwirklichkeit des Kinos explodierender Autos.

Mehr als einmal stand mir der Mund offen, konnte ich es nicht mehr fassen und wollte nicht mehr daran glauben ob der absurden Hoffnungslosigkeit der Lage des Protagonisten. Man leidet mit dem abgestürzten Bergsteiger, spürt die Hoffnungslosigkeit, die Angst und die Resignation. Dann wieder die Hoffnung eines einzigen Sonnenstrahls der in die Spalte fällt, das wütende Aufbäumen und den tauben trotzigen Rausch im Kampf gegen das Ende und sich selbst. Zu sehen wie er sich Schritt für Schritt weiter nach vorne schleppt, stets den Tod im Nacken und doch ohne zu verzweifeln, das ist schlichtweg grandios. Es erinnert uns daran was für eine unglaubliche, nahezu alles Vorstellbare überschreitende Leidensfähigkeit und Kraft in einem Menschen, in jedem Mensch, in uns selbst verborgen schlummert, nur darauf wartend, gebraucht zu werden. Diese Geschichte hat mich tief bewegt.

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xtheunknown

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

spannender wie ein krimi und für jemanden der kein bergsteiger ist oftmals völlig unglaublich.

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Tyler

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Diesem Film gelingt ein imposantes Kunststück:
1. Auch der uninformierte Zuschauer weiß von Anfang an, das Joe Simpson die Tortur überlebt hat, da er fröhlich in die Kamera spricht.
2. Sturz ins Leere zeigt in seinen letzten 80 Minuten nur einen Mann, der sich von einem Berg runterschleppt.
Und trotzdem ist das Ganze so spannend und zugleich schmerzhaft mitanzusehen, das man wahlweise die Federn aus dem Sofakissen beissen, oder den Fernseher anschreien möchte.

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Tyler

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@Bandrix: danke :)
@wasthl: auf jeden Fall, du wirst es nicht bereuen^^


wastlh

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Als Fan von allen existierenden Survival shows hat er mir wirklich gefallen.

Die Ehrlichkeit die die drei beim Erzählen an den Tag legen überrascht einen ja schon fast manchmal!


aikifreak

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich sollte diese Film nicht funktionieren: Es ist eine Doku, der Ausgang ist bekannt, das Thema ebenfalls. Trotzdem: Was teils gute Gruselstreifen bei mir nicht schaffen, nämlich dieses Gefühl zu erzeugen "Jetzt kann ich nicht mehr hinsehen!", das schafft diese Dokumentation mit Leichtigkeit. Die Spannung reisst bis zum Schluss nicht ab und die nachgestellten Szenen sind mehr als überzeugend, die dazu im genau richtigen Verhältnis mit den Interviews der Expeditionsteilnehmer geschnitten sind.
Fazit: Wer auch nur den geringsten Faible für Natur, Dokus und das reale Leben im Allgemeinen mitbringt, dem wird dieser Film mit Sicherheit gefallen!

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minifuzzi

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist zwar nicht schlecht...aber ich stehe einfach nicht auf Dokufilme....dieses erzählen gefällt mir überhaupt nicht. Ansonsten war das Thema für mich eher belanglos...also ich finde es nicht unbedingt dramtisch wenn ein paar Bergsteiger abkratzen....selbst Schuld würd ich mal ganz drastisch sagen. Das sind einfach keine Helden(nicht mal nah dran, denn als solche kommen die rüber), sondern einfach nur Menschen die verdammt viel Glück gehabt haben und das nicht unbedingt verdient. Klar der nahe Tod ist ein nicht so schönes Thema und der Film hat die Qual gut übermittelt....aber wie gesagt, es ist mir einfach zu blöd, dass da zwei idioten sich selbst in die pfanne hauen!

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Jonni

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Spannend und packend bis zur letzten Minute.

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Ferdinand

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannendes und bewegendes Doku-Drama.

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krbolik

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film ist in der Tat realistisch gedreht. Ein Muss für jeden Höhenbergsteiger, der mal nur im Film erleben will, wie es in einer Gletscherspalte aussieht. Wenn man dann doch mal reinfällt, ist es wahrscheinlich wesentlich dunkler als im Film ...

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holgerd

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Bewertung7.5Sehenswert

Die nachgespielten Szenen erscheinen sehr realistisch und die Geschichte ist auch spannend. Jetzt weiß ich: Sechstausender besteigen wird nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören!

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